Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Kohl:
Kein literarisches Vergnügen!
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
'Sommer in Maine' ist definitiv kein Buch für mich. Ich habe mich durchgequält, Seiten übersprungen, um es letztlich nach zwei Dritteln wegzulegen. Kein literarisches Vergnügen. Vielleicht sollte ich 'Winter in Maine' von Gerard Donovan lesen....(Scherz!)
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlNein, dieses Buch trifft keinesfalls meinen Geschmack - literarisch für mich nicht attraktiv.
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Nein, dieses Buch trifft keinesfalls meinen Geschmack. Die kindlich-einfache bis pubertierende Sprache, der Tagebuchcharakter, die über viele Seiten spannungslosen Schilderungen...
Ein Dokument der Zeitgeschichte - ja. Eine persönliche Aufarbeitung - ja. Ein notwendiges Erinnern an den Wahnsinn des Krieges - ja.
Aber literarisch für mich nicht attraktiv. Eine Botschaft nehme ich mit: Ausnahmesituationen werden offensichtlich schnell zur normalen Regelsituation
Ein schönes Buch....
Die Tigerfrau. von Obreht Téa
Gut gefallen hat mir:
Das Buch ist in einer literarisch schönen Sprache geschrieben, die einen teils märchenhaft, teils realistisch in die ländliche Welt des Balkan entführt.
Erstaunlich ist dann immer wieder, wie Téa Obreht detaillierte Milieuschilderungen aus einer Welt bringt, die sie als Kind verlassen hat ? offensichtlich kam sie immer wieder zurück.
Da ich beruflich immer wieder in dieser Region war und bin, haben mich diese Passagen am meisten beeindruckt.
Weniger gut gefallen hat mir:
Die erzählerische Virtuosität wurde mir in manchen Abschnitten zu opulent, zu schwülstig ("Die Zunge lag wie ein nackter Arm in meinem Mund" oder so ähnlich, wenn ich mich richtig erinnere). Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung. Das trübt die Schönheit des Buches.
Immer wieder habe ich mich gefragt, was will mir Téa Obreht eigentlich sagen? Wo ist die Message des Buches? Außer Lesevergnügen. Ich habe sie nicht gefunden. Andererseits: Muss jeder Roman eine Botschaft haben?
Fazit: Ein schönes Buch, von dem ich mich frage, warum es in den USA zum Bestseller wurde.
Ein wunderbares Buch. Intensiv, spannend, nachvollziehbar
Die Tigerfrau. von Obreht Téa
Ein wunderbares Buch. Intensiv, spannend, nachvollziehbar. Und ganz deutlich: Von einer Frau geschrieben.
Viele weibliche Qualitäten dringen durch, von der Beobachtung der Details, die Durchleuchtung der familiären Strukturen bis zur Dramatik des Körperlichen.
Beängstigend ist das Unausgesprochene, beklemmend sind die Geheimnisse der Vergangenheit, die in Familien schlummern.
Und dann diese Ohnmacht, die Wut, die sich in Hass steigert und Gewaltphantasien weckt, wenn die eigene Familie angegriffen wird. Albträume, wie sie wahrscheinlich schon jeder hatte.
Zunehmend irritierend und letztlich ärgerlich..
Er ist wieder da von Vermes Timur
Die Idee, Adolf Hitler im Hier und Jetzt aufwachen zu lassen ist natürlich eine tolle Idee,
die mich auch im ersten Drittel des Buches interessiert hat. Zunehmend irritierend und
letztlich ärgerlich empfand ich jedoch Passagen, in denen offensichtlich Timur Vermes
seine eigenen Ansichten Hitler in die Gedanken legt ? so etwa beim Nachdenken über die
Frage, ob Bücherlesen bildet.
Was bleibt übrig, wenn das Buch einige Tage lang gelesen am Tisch liegt? Das schale Gefühl,
dass das Verbrecherische am Faschismus nicht wirklich durchkommt und die Koketterie mit
dem Gedanken, dass ein Hitler heute wieder gut ankommen würde (weil er die ?Wahrheit? sagt
und die anderen Politiker Lügner sind).
Vorweg: für mich ein wunderbares Buch! Gut erzählt, spannend, zeitgeschichtlich interessant und anregend ...
Polarrot von Patrick Tschan
Vorweg: für mich ein wunderbares Buch! Gut erzählt, spannend, zeitgeschichtlich interessant und anregend. Abgesehen vom vermittelten Feeling für die Nazizeit ist für mich der Dialog zwischen dem Pfarrer und J. Breiter über Gott und Luzifer einer der Höhepunkte.
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