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Rezensionen von nanu?!:

Anstrengende Hauptfigur

The Maid von Nita Prose

Molly liebt ihren Job als Zimmermädchen. Es beruhigt sie zutiefst, Zimmer "in einen Zustand der Perfektion zurückzuversetzen".
Doch als sie an diesen speziellen Tag die Suite der Blacks putzen möchte, findet sie Mr. Black leblos in dessen Schlafzimmer.
Durch Mollys sonderbare Art, gerät sie rasch in den Fokus der Ermittlungen.

Na ja, begeistern konnte mich das Buch nicht.
Ich finde sogar, dass dieser Roman durch seine Aufmachung eine echte Mogelpackung ist. Denn selbst für einen Cosy Crime gibt es auffallend wenig Crime. Und auch der Untertitel, "Ein Zimmermädchen ermittelt", ist maßlos übertrieben, denn ermittelt wird hier kaum etwas.

Was sehr gut gelungen ist, ist Mollys Charakterisierung. Da das komplette Buch aus Mollys Sicht geschrieben ist, erhält man als Leser tiefe Einblicke in ihre Psyche. Für mich war das manchmal schon zu genau beschrieben, denn aus ihrer Vergangenheit erfährt man wirklich alles. Das geschieht vor allem im ersten Drittel des Buches, was die Handlung ständig stocken lässt. Es zieht sich ziemlich, alles dreht sich nur um Molly und ich hatte das Gefühl, nie voranzukommen. Der Tote, der immer noch im Hotelzimmer liegt, rückt erst einmal in den Hintergrund.

Molly zeigt autistische Züge. Ihr fällt es vor allem schwer, die Absichten ihrer Mitmenschen zu durchschauen. Das macht die Handlung vorhersehbar, denn was dem Leser sofort klar ist, ist es noch lange nicht für Molly. Also kann man nur darauf warten bis der Groschen auch endlich bei ihr fällt. Und das dauert, und die Spannung leidet darunter.
Der Kriminalfall ist also nicht wirklich interessant, da man schon früh das meiste errät.

Dadurch das Molly bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist, drückt sie sich stets übertrieben gewählt aus. Bei ihr klingt immer alles überkandidelt, wie bei einer englischen Lady oder so. Daran muss man sich erst gewöhnen, immerhin ist das ganze Buch in Mollys Stil geschrieben, aber ich mag so etwas sehr.

Fazit: Zu vorhersehbar, eine anstrengende Hauptfigur und der Krimiteil kam eindeutig zu kurz.
Aber wem Beschreibungen übers Bettenmachen oder Staubsaugen gefallen, kommt hier voll auf seine Kosten.

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Anfängertauglich

Selber backen statt kaufen von smarticular Verlag

Besonders hilfreich finde ich die ersten Seiten mit der Einleitung.
Hier gibt es nämlich Tipps für Unverträglichkeiten: Womit ersetze ich Eier, wie kann ich mein Gebäck glutenfrei halten, welche Alternativen für Zucker gibt es oder womit kann ich Backpulver ersetzen?
Die vielen verschiedenen Mehlarten werden beschrieben und erklärt, welches Mehl am Besten wofür verwendet werden sollte.

Und mit welchen Gewürzen kann ich mein Brot pimpen? Das und noch mehr wird sehr gut beschrieben.

Dann folgen die Rezepte in Kategorien sortiert.
Die Rezeptz finde ich insegesamt sehr einfach nachzubacken, auch Anfänger sollten zurechtkommen.
Die Zutatenlisten sind nicht ellenlang, die Zutaten selbst überall leicht zu bekommen und die Anleitungen kurz, aber präzise.
Nur die Fotos finde ich nicht gelungen. Oft wirken sie sehr blass und das abgebildete Gebäck dadurch farblos und langweilig.

Auch wenn im Buch "nur" 77 Rezepte enthalten sind, finde ich die Abwechslung doch gelungen.
Bei den Broten zum Beispiel werden verschiedene Kräuter und Mehlsorten verarbeitet.
Bei den Brötchen sorgen Zutaten wie Quark oder Kerne, Samen und Körner für Abwechslung.
Bei den Kuchen findet man nicht nur Varianten mit Obst, sondern auch einige mit Gemüse. Den Zucchinikuchen kann ich nur empfehlen. Der wird mit Kürbiskernöl angerührt und bekommt dadurch einen speziellen, nussigen Geschmack. Die Zucchini machte den Kuchen besonders saftig.
Dann gibt es noch ein Kapitel für Gebäcke wie Waffeln, Hefezopf, Muffins, Zwieback u.s.w.
Ein paar Seiten sind für die Kekse, wovon ich die meisten noch gar nicht kannte. Bananenkekse, Kräuterkekse, Mandelplätzchen aus Mandelmilch-Trester, ...
Zwei Kapitel für herzhaftes, als Snacks oder als Knabberkram: Käsestangen, Pizza-Cracker, Brotchips, türkische Pizza, Foccacia, Flammkuchen, ...
Und zum Schluss dann noch ein paar Rezepte, wo nichts gebacken werden muss wie zum Beispiel Quarkkuchen.

Die Abwechslung ist also gegeben, und die Einfachheit der Rezepte ist perfekt für ungeübte Bäcker wie mich.

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Verdrehte Wahrheit

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße von Maxim Leo

Michael Hartung hat es nicht so mit dem Fortschritt. Er dachte, eine Videothek sei eine gute Idee. Jedenfalls ist er so gut wie pleite, und wenn nicht schnell ein Wunder geschieht, wird er aus seinem Laden geschmissen.
Da kommt der Journalist Alexander Landmann ja wie gerufen. Der will eine Story über Hartung bringen, wie der damals im Osten eine Weiche manipuliert hatte, damit 127 Leute mit der Strassenbahn in den Westen flüchten konnten.

Natürlich geschah dies von Hartungs Seite aus vollkommen selbstlos und heldenhaft, musste er doch nach der Befreiungsaktion im Osten bleiben.
Da die Zeitung wohl bereit ist, für diese Knallerstory einiges springen zu lassen, berichtigt Hartung den Journalisten nur halbherzig.
Was dieser Artikel für eine Welle auslöst, konnte ja keiner ahnen.

Was für eine geniale Geschichte. Ein Typ, der sein Leben lang immer nur den einfachsten Weg gegangen ist, wird plötzlich und völlig unfreiwillig zum Volkshelden erklärt.

Hartung muss man als Leser einfach nur mögen. Wie eine klitzkleine Unwahrheit plötzlich immer mehr und immer größer aufgebauscht wird, bis die Lüge sich selbstständig macht und die Wahrheit gar keine Chance mehr hat.
Wie er eigentlich nur in Ruhe seine alten Lieblingsfilme in seiner Videothek gucken wollte, und wie er bisher alles Wichtige in seinem Leben versemmelt hat.

Ich finde, dem Autor ist es sehr gut gelungen, wie er die Rolle der Politik und die der Medien dargestellt hat. Wie sie alle wild auf ein frisches Gesicht sind, welches noch neu und unverbraucht ist. Endlich hat der Osten seinen eigenen Helden! Denn bald steht das 30-jährige Jubiläum der Wiedervereinigung an, und Hartung kommt bei den Leuten gut an. Es geht ums große Ganze, da ist eine kleine Flunkerei doch wohl in Ordnung?

Die Geschichte ist witzig und sehr unterhaltsam. Natürlich wird die DDR thematisiert, was für sich alleine gesehen ja schon interessant ist. Die Politik- und Medienwelt bekommt ein bisschen was ab, unser Held ist eine spannende Figur, und im Hintergrund bleibt immer die Sorge, ob Hartung die Lüge um die Ohren fliegt.

Das wird bestimmt nicht mein letztes Buch von Maxim Leo gewesen sein.

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"Ohne Zwang, aber mit System"

Einfach genial gesund von Matthias Manke; Tarik Rose

Das Buch ist eine Mischung aus Kochbuch und Ratgeber mit kleinen Motivationsschubsern, sich endlich mehr zu Bewegen und gesünder zu Ernähren. Positive Nebeneffekte sind die Gewichtsabnahme und ein fitteres Leben generell.
Man solle besser in kleinen Schritten beginnen die machbar sind, als gleich mit dem großen Programm, welches man ja doch nicht durchhalten kann.

Denn auch kleine Schritte führen zum Erfolg!

Um langfristig dranzubleiben, haben die beiden Autoren die To-do-Liste entwickelt, die ein Kapitel später wieder aufgenommen und in einer Challenge eingebaut wird. Eigentlich weiß man die meisten Punkte auf der Liste längst, aber zusammen mit den motivierenden und klaren Erklärungen, ist es dann doch etwas anderes. Man versteht warum man dies tun sollte, oder jenes lieber lassen sollte.
Es gibt Seiten mit "Küchenwissen" worin erläutert wird, zu welchen Produkten man besser greifen sollte und damit man besser versteht, wie die Rezepte von Tarik Rose aufgebaut sind.

Ein großer Teil des Buches ist den Rezepten gewidmet, die mich allerdings ein bisschen enttäuschen. Vieles davon finde ich nicht alltags- und familienfreundlich. Oft sind die Zutaten einfach zu fein, vieles davon fände ich auf der Speisekarte eines schicken Restaurants passender: "Rotgebeizte Forelle mit Dillgurkensalat", "Rehfilet mit geschmorten Chicorée", "Temaki mit Gemüse und Soja-Pilz-Sud" ...
Andererseits gibt es aber auch ein paar bodenständigere Gerichte wie eine vegane Bolognaise oder die leckere Shakshuka.
Mega finde ich die Dipps und Aufstriche: Paprika-Hummus, Petersilienpesto, Fetacreme, ...

Im letzten Kapitel werden auf mehreren Seiten Fitnessübungen gezeigt, die man überall und jederzeit in seinen Alltag integrieren kann. Regelmäßige Trainingseinheiten versprechen mehr Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit.

Mein Fazit: Vor allem die Autoren machen diesen Ratgeber aus. Sie haben an sich selbst bewiesen, dass man auch mit kleinen Veränderungen einiges bewirken kann. Das gesamte Buch ist in einem äußerst motivierenden Ton geschrieben, sodass man gleich Lust bekommt aktiv zu werden. Nur die Rezepte konnte mich nicht ganz überzeugen.

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Mord und Diamanten

Der Mann, der zweimal starb von Richard Osman

Elizabeth traut ihren Augen nicht, als sie einen Brief von Marcus Carmichael erhält. Sie ist sich nämlich ziemlich sicher, dass dieser mausetot ist, hat sie doch damals höchstpersönlich seine Leiche weggeschafft.
Was wird also hier gespielt?
Endlich gibt es mal wieder etwas für den Donnerstagsmordclub zu tun.

Den ersten Band fand ich ja schon so klasse, aber der zweite Band hat mir noch um einiges besser gefallen.

Der Donnerstagsmordclub, das sind die ehemalige Geheimagentin Elizabeth, der ehemalige Gewerkschaftsführer Ron, der ehemalige Psychiater Ibrahim und die ehemalige Krankenschwester Joyce. Jeden Donnerstag treffen die vier sich im Puzzelzimmer des Seniorenheims Coopers Chase und lösen alte Mordfälle.
Doch dann meldet sich jemand aus Elizabeths wilder Vergangenheit und zieht sie und ihre Freunde immer tiefer in dessen dunkle Machenschaften. Bald haben es die vier nicht nur mit Mord zu tun, sondern auch mit dem Geheimdienst, einem Mafioso der über Leichen geht, und einem Beutel voller Diamanten.

Was mir gut gefiel war, dass sich gleich mehrere Baustellen auftun. Der Donnerstagsmordclub muss an verschiedene Fronten kämpfen und sich einiges einfallen lassen, um alle Bösewichte am Ende zur Strecke zu bringen. Dabei ziehen sie alle Register und sind sich auch für ein paar fiese Tricks nicht zu schade.
Es gibt viele Hinweise, die es nachzugehen gilt, viele mögliche Täter und es gibt sowas wie eine Schatzsuche.
Diesmal erfährt man einiges mehr über die Hauptfiguren. Besonders stark wird auf Elizabeths Vergangenheit als Geheimagentin eingegangen. Aber auch bei den anderen drei tut sich einiges. Ibrahim hat eine persönliche Krise zu bewältigen, Ron bekommt Besuch von seinem Lieblingsenkel, und Joyce will sich nun endlich einen Hund zulegen.
Dieser Band ist dadurch viel abwechslungsreicher als der erste, und es macht Spaß, die Senioren bei der Aufklärung zu begleiten.

Der Humor und die Dialoge sind wieder herrlich und die Hauptfiguren einfach nur liebenswert. Den Fall selbst fand ich sehr spannend und gut durchdacht. Mehrmals tappte ich im Dunkeln und fiel auf einige Finten herein. Das Buch liest sich weg wie nichts.
Ein toller Wohlfühlkrimi!

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Regency-Abenteuer

#London Whisper - Als Zofe ist man selten online von Aniela Ley

Zoe kann ihr Glück immer noch nicht fassen. Ihr Austauschjahr darf sie im ehrwürdigen Dunwick Castle, einem Internat in London, verbringen.
Es dauert nicht lange bis sie den Laden umkrempelt, und sich unter den Schülern einen Namen für ihre verbotenen Partys macht.
Doch bei der Feier auf dem Dachboden läuft irgendetwas schief, denn plötzlich erwacht Zoe im Jahr 1816 im Dienstmädchenoutfit.

Auch wenn die Zielgruppe eher junge Mädchen ab 12 ist, hat mir das Buch richtig Spaß gemacht. Das lag vor allem an Zoe.
Nachdem sie sich vom Schock, in der Regency-Zeit gelandet zu sein, erholt hat, krempelt sie auch schon ihre Ärmel hoch. Sie ist fest entschlossen, das Beste aus ihrer Zeit als Zofe zu machen.
Die Geschichte ist aus Zoes Sicht in der Ich-Form geschrieben, und so kriegt der Leser auch jedes Detail von Zoes Gefühlswelt mit. Und hui, hier geht es turbulent und sehr lustig zu. Zoe weiß, wie man seine Erlebnisse in witzige Worte verpackt. Ich musste mehr als einmal lachen.
Auch die Dialoge fand ich sehr unterhaltsam. Besonders der ewig pikierte Butler des Hauses leidet sehr unter Zoes Direktheit.
Zoe wird Miss Lucies persönliche Zofe, und als diese hat sie die besondere Aufgabe, Miss Lucie gesellschaftsfähig zu machen. Das ist gar nicht so einfach, denn Miss Lucie ist wohl das schüchterndste und ängstlichste Wesen von ganz England und kurz davor, zum Gespött des "ton" zu werden.

Der Fokus liegt in diesem Roman ganz klar auf das Leben der damaligen Zeit und auf die krassen Unterschiede zur heutigen. Es geht um Mode und Bälle und Konversation, um die richtigen Manieren und überhaupt, wie man als junge Frau in der Regency-Zeit zu funktionieren hatte. Das führte leider zu ein paar Längen, für mich wurde Zoes Rolle als Zofe ein bisschen zu genau beschrieben.
Die Tatsache wie es überhaupt zur Zeitreise kommen konnte, was alles dahinter steckt und wie Zoe wieder nach Hause kommt, rückt manchmal schon etwas zu sehr in den Hintergrund. Geklärt wird noch lange nicht alles, viele Fragen zu den Hintergründen bleiben offen.
Man merkt auch recht schnell, dass es auf eine Fortsetzung hinausläuft.

Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band, dann hoffentlich mit ein bisschen weniger Zofe.

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Wenn nicht jetzt, wann dann?

Eure Leben, lebt sie alle von Sybille Hein

In dieser Geschichte geht es um 5 Frauen, die alle auf unterschiedlichste Weise im Leben feststecken.
Auf den ersten Blick haben die Frauen nichts gemeinsam und scheinen sich nur zufällig zu kennen. Doch sie sind alle durch Jonas, bis in alle Ewigkeit, miteinander verbunden.
Jonas war der Sohn von Marianne, die eine der fünf Frauen ist, und er musste viel zu früh sterben.

Doch sein Tod hinterlässt nach 20 Jahren immer noch Fragen, und auch Narben. Fragen, die man sich immer noch nicht zu stellen traut, und Narben, die einfach nicht heilen wollen.

Die Frauen erzählen alle abwechselnd und in der Ich-Form ihre Geschichten. Kam mir anfangs noch alles ein wenig verworren vor, lichtete sich das Durcheinander aber recht schnell, je weiter ich las. Besonders wie die Frauen denn nun zueinander stehen, war mir erst unklar.
Die Frauen haben Probleme, wie sie auch jeder normale Mensch haben kann. Finanzprobleme, Familienprobleme, Probleme die eigentlich gar keine sind, ...
Und dazu treten lang gehütete Geheimnisse und längst Verdrängtes ans Licht.
Aber nach wie vor scheint es für alle Probleme nur eine Lösung zu geben: Jonas!

Es geht hier ums Älterwerden und um das Gefühl, wichtige Dinge verpasst zu haben. Es geht darum das Richtige zu tun, Dinge zu akzeptieren die man doch nicht ändern kann, ums Verzeihen und ums Erinnern.
Besonders gefiel mir, dass am Ende jeder das bekommt, was er verdient.
Die Figuren fand ich so authentisch beschrieben, ich hatte als Leser das Gefühl, jede von ihnen zu kennen.
Das Buch ist oft humorvoll, aber auch oft sehr ernst oder traurig. Es regt zum Nachdenken an und konnte mich richtig fesseln.
Das Cover gefiel mir von Anfang an sehr gut, aber jetzt seit ich die Geschichte kenne, finde ich nicht, dass es zur Geschichte passt. Aber das ist ja eh Geschmackssache.

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Unscheinbare Rogue

Marvel | Heldinnen: Rogue unberührt von Alisa Kwitney

Die X-Men fand ich schon immer faszinierend. Als ich gesehen habe, dass ein Band ausgerechnet über Rogue handelt, musste ich sofort zugreifen. Rogue war in der alten Zeichentrickserie schon eine der undurchsichtigsten Figuren, und mit ihren speziellen Kräften auch eine der coolsten.

Die Geschichte wird in der Ich-Form aus der Sicht von Anna Marie, so heißt Rogue zunächst noch, erzählt.

Ihr Leben ist nach einem seltsamen "Vorfall" ziemlich einsam geworden. Sie hat einen bescheidenen Job im Diner und kaum Freunde.
Mit ihren Kräften muss sie erst noch fertig werden, die seltsamen "Vorfälle" die sich langsam häufen, ignoriert sie zunächst lieber. Bis sie einen interessanten, aber ziemlich lädiert aussehenden Typen aufgabelt, der ihr was von Mutation erzählt. Und es dauert nicht lange, bis gewisse Leute auf sie, und ihre erwachenden Kräfte, aufmerksam werden.

Was mir wirklich gut gefallen hatte war, dass man viele alte Bekannte trifft. Manche der Mutanten kennt man einfach, vielleicht nicht unbedingt beim Namen, aber zumindest an deren spezielle Eigenheiten.
Man lernt Rogue von einer ganz anderen Seite kennen, und noch bevor sie ein echter Mutant wird. Dadurch das sie die Erzählerin ist, ist man ihr auch automatisch ganz nah und erfährt viel von ihrer Unsicherheit und Angst.
Wie bei Marvel so üblich, werden Kämpfe ausgetragen. Für meinen Geschmack aber hätte ruhig noch eine Schaufel mehr Action draufgepackt werden können. Insgesamt halten die meisten Mutanten sich ziemlich zurück, was schade ist, macht es doch den Reiz am Ganzen aus.
Auch nachdem ich mit dem Buch fertig bin, kann ich manche Figuren und deren Beweggründe immer noch nicht richtig einordnen. Man weiß einfach nicht für welche Seite sie nun sind, und überhaupt bleiben einige Fragen offen. Das ist gut, so habe ich einen Grund den Folgeband, der hoffentlich irgendwann erscheinen wird, zu lesen.

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Kochen mit dem Thermomix

Marvel | Heldinnen: Rogue unberührt von Alisa Kwitney

Das Schöne an WW-Kochbüchern ist, dass sie nützlich für alle sind. Also egal ob man nun Mitglied bei WW ist, oder sich einfach nur gesund und ausgewogen ernähren möchte.
Speziell bei diesem Buch hier ist, sämtliche Rezepte sind für das Kochen mit dem Thermomix entwickelt worden. Ideal seien der TM5 und der TM6.

Das Buch startet mit einer sehr kurzen Einleitung zu den WW-Programmen, die halten sich mit Informationen aber zurück. Wer wirklich Interesse an eine Mitgliedschaft hat, muss sich genauer woanders informieren.
Zusätzlich gibt es ein paar Erläuterungen zu den QR-Codes, die es zu jedem einzelnen Gericht gibt. Das Scannen der Codes soll das Ausrechnen der persönlichen WW-Punkte erleichtern.

Und schon geht es los mit den Rezepten.
- Zuerst sind die "Suppen & Salate" dran, und die finde ich für ein Abnehmbuch überraschend herzhaft und alles andere als langweilig. Lasagnesuppe, Karotten-Erdnuss-Suppe, Linsen-Würstchen-Eintopf, usw. Für die Winterzeit also genau richtig. Die Salate sind mal mit Quinoa, mal mit Kartoffeln oder Nudeln und den verschiedensten Rohkostvarianten gemacht. Die Auswahl finde ich insgesamt sehr groß.
- Ab dem Kapitel "Fisch & Fleisch" geht es um die Hauptgerichte. Bei WW muss man nicht auf Saucen verzichten, an den Beilagen darf man sich hemmungslos bedienen.
Es werden sehr viele handfeste Rezepte gezeigt, wie Hähnchen Stroganoff mit Spinat, oder Steak mit gemischten Bohnen. Aber es finden sich auch exotischere Gerichte wie das Fischcurry oder die Kokosgarnelen.
- Auch im folgenden Kapitel "Pasta, Reis & Co." finde ich die Auswahl ordentlich. Kohlrouladen, One-Pot-Gerichte, tolle Pasta-Kombinationen, mit Reis gefülltes Gemüse, ... es gibt einiges zu entdecken.
- Süßes darf bekanntlich nicht fehlen, deshalb gibt es auch ein eigenes Kapitel für die Desserts. Aprikosen-Mohn-Soufflé, herbe Schokocreme, Schoko-Orangen-Quark, ... Aber es gibt auch Rezepte für Kuchen und Muffins.
- Besonders froh bin ich über das letzte Kapitel "Brote & Aufstriche", denn es gibt kaum etwas Besseres als hausgemachtes Brot. Kräuter-Knoblauch-Baguette, Dinkelbrot, süßes Hefebrot, ... Und als Letztes dann noch Ideen für Dips und Aufstriche.

Die Rezepte sind alle kinderleicht zu bewerkstelligen. Bei den Anleitungen bleiben keine Fragen offen.
Die Zutaten sind leicht zu bekommen, und die Zubereitungszeiten meistens erfreulich kurz. Denn wer hat schon Lust nach einem langen Tag noch ewig in der Küche zu stehen?
Die Nährwertangaben werden bei jedem Gericht angegeben, wie es sich gehört für ein Kochbuch mit Abnehmrezepten.
Und die Fotos sehen toll aus, jedes einzelne Rezept bekommt sein eigenes.

Das Buch kann ich echt empfehlen. Die Ergebnisse sehen nicht nach Abnehmessen aus, obwohl sie das sind.

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Tolle Mischung aus Kochbuch und Unterhaltung

American Christmas von Gabriele Frankemölle; Petrina Engelke

Eigentlich beginnt die amerikanische Feiertagssaison bereits an Thanksgiving. Deshalb startet auch dieses Buch mit der berühmtesten aller amerikanischen Köstlichkeiten: Dem Truthahnbraten!
So ist das erste Kapitel dem Truthahn und seiner Zubereitung gewidmet. Von der korrekten Lagerung bis hin zur Resteverwertung wird alles genau erklärt, damit es am Festtag selbst nicht zum Desaster kommt.

Dazu gibt es Rezepte für Beilagen, Desserts und auch der Kürbiskuchen darf nicht fehlen.
Dann gibt es Rezepte für typische Mitbring-Gerichte. Denn an Friendsgiving, der sich in Amerika mittlerweile etabliert hat, ist es üblich, dass jeder Gast etwas Essbares mitbringt. "Mac and Cheese", herbstliches Rindergulasch, gefüllte Blätterteigpastete à la Wellington, um ein paar Beispiele zu nennen.
Es gibt einfache Rezepte für schnelle Snacks, die besonders nach einem ausgiebigen Einkaufsbummel schmecken, wie Thunfisch-Sandwiches oder Chili Dogs.
Überall eingestreut sind Ideen für Drinks die besonders gut an bestimmten Tagen schmecken, mit oder oder Alkohol. An Weihnachten zum Beispiel gibt es Eggnog mit Bourbon für die Großen, und heißer Kakao mit Vanille und Marshmellows für die Kleinen.
Bekömmliche Suppen, wärmendes Chili, leckere Brownies für die gemütlichen Abenden mit Familie und Freunden auf der Couch.
In der Vorweihnachtszeit darf natürlich das Plätzchenbacken nicht fehlen. Auch dafür gibt es ganz süße Ideen.
Sogar ans Frühstück wurde gedacht und ganz stilecht werden hier echte Pancakes mit viel Butter und Ahornsirup serviert. Eine "breakfeast casserole" mit viel Gemüse sorgt für den gesunden Part auf dem Frühstückstisch.

Zwischen den Rezepten sind überall Geschichten und Anekdoten, passend zu Thanksgiving bis Silvester, verteilt.
Was hat eine saure Gurke im Weihnachtsbaum zu suchen, warum wird am Black Friday mitten im Laden eine Einkaufswagen-Polonaise veranstaltet oder warum halten Schilder auf dem Weihnachtsmarkt die Glühweintrinker in Schach? Um solches und noch mehr, handeln die vielen Texte im Kochbuch. Ich fand die meisten sehr unterhaltsam.

Es gibt einiges zu entdecken, und bis auf den riesigen Truthahn finde ich alle Rezepte recht einfach nachzukochen.
Trotzdem hätten es für mich ein paar Rezepte mehr sein können. Für einen ersten Einstieg in die amerikanische Küche ist das Buch aber auf jeden Fall ausreichend.
Der Aufbau der Kochanleitungen ist klar und verständlich. Die Zutaten sind in jedem Supermarkt zu bekommen. Es bleiben keine Fragen offen.
Ich finde, dass sich dieses Buch auch gut als Weihnachtsgeschenk macht, denn es ist eine gelungene Mischung aus Kochbuch und Unterhaltung.

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