Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Komplexe und diffuse Angelegenheiten

Der Oktobermann von Ben Aaronovitch

Flüsse gibt es nicht nur in London, auch durch Deutschland fliessen einige dieser Gewässer. Magie ist hierzulande ebenfalls reichlich vorhanden, und somit gibt es auch jenseits der britischen Insel ein Pendant zum Londoner Folly - wenn auch kleiner.

Die Abteilung heisst hier "Komplexe und diffuse Angelegenheiten", kurz KDA, und wird von "der Chefin" geleitet.

Diese Frau in rot bekommt man nur am Ende schnell zu Gesicht, scheint aber eine spannende Person zu sein. Stattdessen haben wir das grosse Vergnügen Tobi Winter kennen zu lernen.

Tobi, Sohn eines Polizisten aus Mannheim, kennt das Folly, die Nachtigall und Peter Grant bisher nur vom Hörensagen. Ich hoffe, dass sich das in Zukunft noch ändern wird, eine Zusammenarbeit in gewissen Dingen oder zumindest eine Vernetzung könnte ich mir gut vorstellen. Tobi wurde in Magie ausgebildet und reist nach Bedarf durch die Lande. Im Hintergrund gibt es ein Spezialkommando, das aber nur ausrückt, wenn Tobi sie ruft.

Als am Rande eines Weinbergs eine Leiche gefunden und eine Transgression vermutet wird, wird Tobi zum Tatort beordert. Ihm zur Seite wird Vanessa Sommer, eine lokale Kommissarin, gestellt. Sie ist neugierig, wissbegierig und lässt sich nicht so leicht abschrecken. Vanessa und Tobi, Sommer und Winter - ein tolles Team!

Ben Aaronovitch nutzt diesen eigenständigen Ableger der Peter Grant-Serie um einiges von Grunde auf zu erklären. Deshalb eignet sich "Der Oktobermann" sehr gut für Leser, die sich bisher noch nicht an die "Flüsse von London" getraut haben und sich mal einlesen wollen in diese doch sehr spezielle, aber sehr gefällige Welt des Abnormalen.

Langjährige Fans der Nightingale-Crew werden auch auf ihre Kosten kommen: ich höre das freudige "Aaah, jetzt gehts los", wenn sie das erste Mal den Begriff "Fluss" lesen. Kurz darauf werden sie mit der Flussgöttin Kelly bekannt gemacht und am Ende der 205 Seiten sind sie einiges klüger, was die Geschichte des "abstrusen Scheiss" in Deutschland betrifft und haben einen interessanten und geschichtsträchtigen Fall mit Tobi Winter und Vanessa Sommer verfolgt.

Fazit: Schön, KDA nun in Deutschland zu haben - hoffentlich war das erst der Auftakt!
4 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Leise, fein und viel Magie

Der Oktobermann von Ben Aaronovitch

Kristina Valentin, die auch unter dem Namen Kristina Günak schreibt, nimmt uns in "Garten der Wünsche" mit nach Schleswig Holstein, in ein fiktives Dorf namens Lindenbühl.

Hier wohnt Klara und leitet eine kleine Pension. Eigentlich aber ist sie die Hüterin des grossen Gartens, der eine geheime Magie verströmt.

Deshalb wählt sie ihre Gäste auch sehr sorgfältig aus. Nur Personen, die es nötig haben, finden die Telefonnummer der Pension und wenn sie aufgenommen werden, Ruhe und hoffentlich innere Heilung vor Ort.

Doch das kleine Naturparadies, in dem alles a-typisch wächst, ist in grosser Gefahr. Ein Bauunternehmer hat die Wiese nebenan gekauft und will ein Hotelkomplex mit 120 Betten bauen. Die Lindenbühler sind entsetzt.

Romy kommt zu dieser Zeit in der Pension an. Ihr Mann Lukas und sie haben sich getrennt, da Romys unbändiger Kinderwunsch die Beziehung fast auseinander brechen lässt. Romy findet Klara sehr speziell, ihr gefällt es aber in Lindenbühl, mag den Garten und packt schon bald bei den Gartenarbeiten mit an.

Der Garten ist der Therapieplatz für alle Gäste, ein Ort voller Magie und den gilt es zu schützen. Ob es den Anwohnern gelingt, den alten Apfelbaum, den Walnussbaum und die Wiese vor dem Bauherrn zu retten?

Dieser Roman erinnerte mich stark an "Mein zauberhafter Garten" von Sarah Addison Allen. Auch dort schmeisst ein Apfelbaum mit seinen Äpfeln.

Meiner Meinung nach baut der Plot auf einem Logikfehler auf: es kann niemand einfach so mit einem Bagger auffahren, zuerst muss das Bauvorhaben genehmigt werden. Danach gibt es für einige Wochen die Möglichkeit Rekurs einzulegen. Falls keine eingereicht oder die abgelehnt werden, dürfte erst dann der Bagger durch die Erde wühlen. Die Autorin hat dieses Vorgehen wahrscheinlich aber bewusst ignoriert, um dem Roman mehr Dramatik zu geben.

Dies brauchte es, denn die Charaktere waren für mich nicht richtig greifbar. Romy war mir nicht sehr sympathisch mit ihrem egoistischen Problem. Klara ist ein Luftikus, eigentlich eine witzige und wissende Person und dennoch hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Ella, die ich am Besten mochte, wird am Ende auf einmal nicht mehr erwähnt. Vor lauter Probleme im Garten kamen die Figuren fast zu kurz.

Gefallen haben mir die Gartenbeschreibungen und die Spaziergänge im Wald, die Schilderungen des Dorflebens und die Ruhe, die der Roman vermittelt. Ebenso die Idee, die Natur durch diese feine, leise Magie, wie sie im Buch beschrieben ist, zu schützen.

Andererseits erinnert mich diese Magie stark an "Mein zauberhafter Garten" von Sarah Addison Allen. Auch dort schmeisst ein Apfelbaum mit seinen Äpfeln. Ich komme nicht umhin, die beiden Romane zu vergleichen. Und da gefiel mir die Story mit dem zauberhaften Garten in North Carolina besser als die vom Garten in Schleswig Holstein, weil dort wird die Apfelbaummagie eindrücklicher beschrieben und mir die Figuren mehr entsprachen.

Fazit: Ein leiser Gartenroman mit feinem Humor und viel Magie und genau so vielen Problemen, die die Protagonisten lösen müssen.
3.5 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Wenn "irgendwohin" Juist bedeutet

Der Oktobermann von Ben Aaronovitch

Nach "Apfelkuchen am Meer" und "Apfelträume am Meer" nimmt uns Anne Barns ein drittes Mal mit nach Juist. Auf die Insel, auf der vor zwei Jahren schon Merle, Agata und Conny glücklich und sesshaft wurden. Ob das auch Caro, Protagonistin in diesem Winterroman, gelingen wird?

Denn glücklich ist Caro gerade nicht.

Ihr Freund ist extrem eifersüchtig, nach einer unschönen Situation trennt sie sich von ihm. Als fast gleichzeitig eine Patientin im Spital ihr eine Perlenkette überreicht und Caro bittet, diese nach Juist zu bringen, nimmt sie die Gelegenheit wahr und macht Ferien.

Kurzentschlossen reist sie nach den Weihnachtsfeiertagen nach Juist. Unterwegs nimmt sie einen Anhalter mit, der "irgendwohin" will, wie sein Schild ihr sagt. Max, der Anhalter, weiss nicht, dass Caro ihn kennt. Seine Frau ist vor einigen Jahren auf ihrer Station gestorben, und Caro sah Max damals öfters am Krankenbett sitzen und musizieren.

Zu zweit geht die Autofahrt nach Norddeich schnell vorbei. Bald erreichen die beiden mit der Fähre Juist. Max hat Freunde in Juist, Caros Ziel kam ihm gerade recht. Caro hat die Ferienwohnung von Grossmutter Enna, bekannt aus "Apfelkuchen am Meer", gemietet und freut sich, einige ruhige Tage mit ihrem Hund auf der Insel verbringen zu können.

Das mit der Ruhe ist so ein Ding - fast unmöglich, denn die Einladung zum Suppe essen bei Enna ist nur der Anfang und zieht weitere Einladungen von Inselbewohner nach sich. Enna gibt Caro einen Tipp betreffend der Perlenkette. Doch nach einem Gespräch mit einer Inselbewohnerin passiert sehr sehr lange nichts mehr diesbezüglich. Am Ende dachte ich schon, die Kettengeschichte wäre vergessen gegangen, aber sie wird am Ende ganz kurz zu Ende gebracht. Da diese Kette der Aufhänger dieses Romans ist, war mir das zu wenig Thema und Spannung kam bei mir keine auf.

Dafür passiert sonst ganz viel: Merle ist hochschwanger, Agatas Ex-Mann Damian ist aufgetaucht, man hat Angst, dass er Ärger macht, Ole macht Conny eifersüchtig und Max und Caro - ja, die verlieben sich.

Auch hier geht das Verlieben schell. Bei Caro kann ich es mir noch vorstellen, da sie Max früher schon beobachten konnte, und auf der Autofahrt hatten sie ja auch Zeit, um sich kennenzulernen, aber dennoch geht es auch hier zügig. Zwar mit viel mehr Problemen als im ersten Band bei Merle und Jannes, aber eben doch schneller als in anderen Romanen und im realen Leben.

Das hört sich zwar ein bisschen oberflächlich an, ist es aber nicht. Die Autorin Anne Barns macht das super: in ihren Roman steckt immer viel Tiefgang, dramatische Schicksale und starke Emotionen, und dennoch lesen sich ihre Bücher locker leicht weg. Das muss man als Autorin erst mal können.

Max bleibt ein wenig blass, ähnlich wie Jannes im ersten Band. Ich hätte gerne mehr über Max erfahren. Doch der Schwerpunkt der Autorin liegt wohl sehr bewusst auf der Charakterisierung ihrer Frauenfiguren, was mir gut gefällt. So sind die Frauenfreundschaften zum Beispiel immer sehr liebevoll dargestellt. Egal, ob die Frauen schon lange befreundet sind oder sich eben erst kennen gelernt haben - frau ist nett zueinander und hilft, mit dem was man kann, den anderen. Dies tun auch die Männer des Romans, sie sorgen sich und helfen genau so wie die Frauen, bleiben dabei nur etwas mehr im Hintergrund. All diese Freundschaften sind generationenübergreifend, so dass jede Leserin auch gerne Teil der bunt gemischten Gemeinschaft wäre.

"Bratapfel am Meer" besticht mit seinen schönen Sätzen, den wunderschönen Beschreibungen der Insel im Winter und natürlich mit dem tollen Schreibstil, der die Leserinnen mitnimmt. Man fühlt sich dabei vor Ort, spürt den kalten Wind, den Schnee, die Liebe und würde am liebsten immer mit am Tisch sitzen, um all die sehr lecker beschriebenen Sandwichs, Kuchen, Stullen und besonders Merles Bratapfel, nach dem der Roman benannt wurde, probieren.

Der Roman ist Teil einer Serie. Man kann ihn ohne jegliche Vorkenntnisse lesen, es macht aber viel mehr Spass, wenn man die Juister Pappenheimer schon aus den vorherigen Bänden kennt. Deshalb empfehle ich, die drei Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Fazit: Ein total gemütlicher Winterroman für kuschlige Lesestunden auf dem Sofa.
4 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Apfelrosentorte für alle, bitteschön

Der Oktobermann von Ben Aaronovitch

Anne Barns Romane fallen auf durch ihre schönen Cover - auf jedem ist etwas Gebackenes zu sehen, das im jeweiligen Roman meistens auch vorkommt.

Hier ist es eine Apfelrosentorte, die in Merles Familie ein Traditionsgebäck ist und nur zu speziellen Anlässen gebacken wird. Zwei Apfelrosetten fehlen jeweils auf der Torte, eine für den Grossvater, eine für Tante Undine.

Beide kamen vor Jahren bei einem Badeunglück ums Leben. Merles Mutter wie auch Grossmutter Enna geben sich die Schuld am Unglück. Die Erinnerung ist tagtäglich da, doch das Leben geht weiter.

Nach einer abgeschlossenen Konditorlehre studiert Merle nun BWL und hat spontan einen Urlaubsjob gefunden - auf Juist, wo ihre Grossmutter Enna lebt und ihre Freundin Dana in einem Café die legendäre Apfelrosentorte geniessen durfte. Merle möchte wissen, wieso dieses Rezept ausserhalb der Familie gebacken wird, denn bisher war es ein geheimes Familienrezept. So zieht Merle für sechs Wochen auf die Insel. Mit dabei sind auch die offenen Fragen zum Unglück ihrer Verwandten.

Kaum angekommen verliebt sich Merle in Jannes, was zum Glück auf Gegenseitigkeit beruht. Mir ging dies viel zu schnell, es wirkte unnatürlich, auch wenn sich die zwei aus ihrer Kindheit kennen. Aber da liegen Jahre dazwischen und sie müssten sich doch erst neu kennenlernen. Zuerst hörte es sich für mich eher an, als ob Jannes nur eine kurze Sommerromanze sucht - obwohl er nicht der Typ dafür ist, genau so wenig wie auch Merle - weil das alles so blitzschnell geht. Immerhin ist doch nicht alles eitel Sonnenschein und mit ein paar kleineren Konflikten ist zu rechnen.

Auf Juist kennen sich alle, und so spricht sich die Romanze schnell rum. Merle fühlt sich auf der Insel heimischer als sie je gedacht hätte. Sie findet Freundinnen in der Pension Strandrose und im Café und versteht sich auch mit den Freundinnen ihrer Grossmutter blendend, sogar mit Jella, Jannes Mutter.

Und auch die Leser fühlen sich schnell heimisch in dieser schönen Geschichte, die Anne Barns geschrieben hat. Der angenehme Schreibstil lässt das Buch ganz schnell lesen. Mir gefällt, dass alle Altersklassen vorkommen und alle, jung und alt, zusammen anpacken wenn nötig.

"Apfelkuchen am Meer" sorgt für schöne Lesestunden, bietet Romantik, Inselfeeling und ein wenig Spannung. Auch für jene Leser, die ahnen, wie das Badeunglück tatsächlich ablief. Diesbezüglich hätte ich mir aber mehr Emotionen von Oma Enna gewünscht, doch das Buch war dann sehr rasch zu Ende.

Fazit: Warmherzig und kurzweiliger Wohlfühlroman.
4 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Ein altes Bahnhofsgebäude, Fledermäuse, Drinks und heisse Schokolade

Wacholderglück von Bella Osborne

Ein altes Bahnhofsgebäude vererbt bekommen? Hört sich gut an. Und macht Lust, diesen Roman von Bella Osborne zu lesen.

Daisy kommt zur Beerdigung ihres Grossonkels zurück in ihr Heimatdorf. Sie will danach gleich wieder weg, doch das Testament von Reg überrascht Daisy. Während Tante Coral das Haus behalten kann, wird Daisy das alte Bahnhofsgebäude vermacht.

Doch sie darf es erst behalten oder verkaufen, wenn sie ein Jahr in Ottercombe Bay wohnen bleibt.

Grossonkel Reg hat sich etwas dabei überlegt: ein Jahr, in dem Daisy nicht davon laufen kann und sich der Vergangenheit stellen muss. Ihre Mutter starb unter ungeklärten Verhältnissen, ihr Vater zog mit ihr bald darauf weg und Daisy verbrachte jeweils zwei Wochen im Jahr bei Reg. Nie wurde restlos geklärt, was damals genau geschah und genau das beschäftigt Daisy mehr, als ihr bewusst ist. Anstatt rastlos in Europa umher zu gondeln und temporäre Jobs annehmen, soll sie nun ein Jahr vor Ort bleiben. Das fällt ihr sehr schwer.

Doch Tante Coral und Daisy sind begeistert, dass Daisy dem Ganzen eine Chance geben will. Nur leider darf sie das Gebäude kaum umbauen, viel Möglichkeiten bleiben ihr daher nicht. Bis sie eine tolle Idee hat und von ihren Freunden unterstützt wird.

Allen voran Max, der tatkräftig hilft. Obwohl er schon jetzt furchtbar wütend ist, weil er denkt, dass auch Daisy den Ort wieder verlassen wird, genau so wie schon fast alle ihm nahestehenden Menschen. Das sorgt öfters für Konfliktpotential zwischen den beiden. Auch, dass Max und sein Vater Pasco, der vorzeitig aus dem Knast entlassen wird, wohl etwas zu verschweigen haben.

Denkt zumindest Daisy und benimmt sich saublöd. Bella Osborne hat es leider einige Male so hingedreht - und ich kann es einfach nicht mehr lesen, weder bei ihr noch bei anderen AutorInnen - dass ihre Protagonisten nicht zuhören wollen, wenn jemand ihnen seine Sicht der Dinge klarlegen will. Lieber davon laufen und sich wochenlang bemitleiden, anstatt zwei Minuten zuhören um die Sache ein für alle Mal zu klären. Schade, es wäre auch anders gegangen, um dem Roman Spannung zu verleihen.

Das ist aber auch schon meine einzige Kritik an "Wacholderglück". Der Titel hat etwas mit der Umgestaltung des Bahnhofsgebäude zu tun, weit entfernt vom englischen Originaltitel, aber er ist sehr passend. Wacholder braucht es um Gin zu brauen, und ich hätte gerne mehr Fachsimpelei darüber gelesen anstatt über die vielen Drinks, die sich die Handvoll Figuren hinter die Binde kippten.

Neben Daisy, Tante Coral und Max haben wir es noch mit dem Polizisten Jason zu tun, mit Max' Vater Pasco und Tamsyn, die Nachbarin von Tante Coral und Daisy. Bei ihnen allen ist das Selbstwertgefühl nicht sehr ausgeprägt, denn jeder hat sein Päckchen von früher zu tragen. Im Laufe der Geschichte werden aber alle stärker und selbstbewusster und fühlen sich nicht mehr so klein. Diese Entwicklung fand ich toll.

Nur Hund Bugsy scheint mehr als genug Selbstbewusstsein zu haben, und sorgt damit für manche Abenteuer. Für weitere Spannung sorgen mehrere Diebstähle und Daisys Suche nach Antworten betreffend dem Tod ihrer Mutter, sowie die Einsätze der Seerettung (bei der Max arbeitet), die im Küstendorf Ottercombe Bay ab und an nötig sind.

Fürs Amüsement zuständig sind unter anderem skurrile Ansichten einiger Figuren und witzige Dorfaktivitäten wie zum Beispiel ein Ziegenrennen.

Fazit: Nette Unterhaltungslektüre mit einfachen, sympathischen Charakteren - ideal für ein gemütliches Lesewochenende.
4 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Intensiv und eindrücklich

Der Geschmack unseres Lebens von Julia Fischer

Was für eine eindrückliche Geschichte! Man spürt schon auf den ersten Seiten, dass dieser neue Roman von Julia Fischer ihr bisher persönlichstes und bestes Buch ist.

"In Geschmack unseres Lebens" nimmt Julia Fischer die Leser mit ins Piemont, nach Alba. Am 32. Geburtstag und gleichzeitigem Todestag von ihrer Mutter, beginnt die Geschichte um Ella.

Sie lebt mit ihren zwei kleinen Kindern in einer Wohnung in der Stadt, seit ihr Vater vor einem Jahr gestorben ist und Ella das Elternhaus samt Haselnussplantage verkaufen musste. Im September wird sie ihre Chocolaterie "La Cuccagna" eröffnen.

Ihr Laden steht neben dem indischen Restaurant Samsara, das von Mahesh Bai geführt wird, aber "dank" der bösen Zunge von der Bäckerin Matilda Barbieri vis-à-vis schlecht läuft. Dass ihr Neffe Andrea, der nach einer Slow-Food-Ausbildung bei ihr arbeitet, Mahesh's Essen lobt und auch Ellas Pralinen und Torten ihren Kunden empfiehlt, passt der Bäckerin noch weniger.

Ella hat aber andere Probleme: sie hat immer noch Mühe mit dem Verlust ihrer Plantage und ist wütend auf den neuen Besitzer - Michele Mariani, der bei ihrer ersten Begegnung keine Ahnung hat, wer Ella ist. Ausserdem kehrt ihr Bruder Danilo endlich nach Hause zurück. Ella weiss noch immer nicht, weshalb Danilo jahrelang weg blieb. Der hatte seine Gründe, gewichtige.

Danilo lebt nun bei Trüffelsucher Salvatore, der früher auf ihrer Plantage gearbeitet hat. Salvatore trauert noch immer seiner grossen Liebe nach, die er im Krieg verloren hat, sein Hund und sein Esel sind seine treuen Begleiter.

Es ist so viel drin in diesem Roman: es geht um gutes, von Hand zubereitetes Essen (Bäckerei, Chocolaterie, indisches Restaurant), um Familiengeschichten mit psychischen Krankheiten und Generationenkonflikten, das Sich-Erinnern an die persönlichen Verluste zu Kriegszeiten (italienischer Widerstand von 1943-45), um Liebe und ganz vieles mehr. Der Roman bietet mehr als jede Wundertüte.

Licht und Dunkel liegen nahe nebeneinander in "Der Geschmack unseres Lebens". Bei fast jeder Person schaut man in Rückblenden zurück auf Szenen ihres Lebens. Die Leser lernen dabei die Geschichte und Sehnsüchte der jeweiligen Personen kennen. Diese vielen Rückblenden verwirren nicht, sie erklären und passen sich wunderbar in den Lesefluss ein. Die Charaktere spüren früher oder später, dass sich ihre alten und neuen Lebens-Scherben zusammenfügen und etwas Neues, etwas Gutes - trotz allen zerbrochenen Scherben - daraus entstehen kann.

Unsympathisch war mir keiner, selbst Pippa, Micheles Frau, nicht. Im Gegenteil, sie sieht ihr Eheproblem besser als er und löst dieses auf eine gute Art und Weise. Jeder darf in dieser Geschichte seinen Lebensansichten frönen und keine davon ist schlecht, alles darf sein.

Meine Lieblingsfigur war Salvatore. Er hat soviel erlebt und ist dennoch ein herzensguter alter Mann. Er gehört zu den Neun vom Stadtplatz und sorgt mit diesen Senioren für viele lustige Szenen. Aber auch Sophia, Michele Marianis Mutter ist eine tolle Frau, die es nicht nur mit den Neun aufnehmen kann.

Dieser neue Roman von Julia Fischer ist so vielschichtig und berührend wie selten ein Roman. Alles passt zusammen und fliest an den richtigen Ort. Das fand ich total faszinierend, denn der Roman kommt ohne die weit verbreiteten Dramen, wie sie in vielen Liebesgeschichten gang und gäbe sind, aus. Alles passiert einfach, egal ob tolle oder traurige Szenen, ohne Vorwarnung oder seitenlanges darauf zusteuern. Das macht den Roman gleich nochmals interessanter als er schon ist.

Fazit: Ein extrem intensiver und eindrücklicher Roman, von dem man in keiner Weise enttäuscht wird, der einen ins Piemont mitnimmt und die Leser allerhand erleben und fühlen lässt.
5 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Sehnsuchtsfäden

Die Fäden des Glücks von Julia Fischer

Da mir "Die Galerie der Düfte" von Julia Fischer schon gut gefallen hat, wollte ich auch "Die Fäden des Glücks" lesen. Der Roman spielt wieder in Italien, statt in der Welt der Düfte mit Parfüms geht es in dieser Geschichte um Fäden.

Mit Fäden werden Stoffe gewebt, Kleider genäht und mit roten Fäden durch Geschichten geführt.

All das ist in diesem Roman dabei, wobei mir der Anfang ein wenig schwer fiel, da sehr viele Personen gleichzeitig vorgestellt wurden und die einzelnen Rückblicke mich zu Beginn verwirrten. Nach einigen Kapiteln wird es einfacher der Erzählung zu folgen.

Es geht darin um Carlotta, die mit ihren beiden jüngeren Schwestern eine Schneiderei führt. Das Handwerk hat Carlotta von ihrer Mutter gelernt, die an der Oper Kostümbildnerin ist. Carlotta ist mehr oder weniger zufrieden mit ihrem Leben, manchmal bedauert sie, dass sie nicht aus Turin hinaus kam. Die Gelegenheit, die Welt zu sehen, wäre so nahe gewesen, doch sie verpasste sie. Carlotta kennt den Fahrplan der Züge der Bahnstation nebenan zwar auswendig, bestiegen hat sie aber noch keinen.

Da taucht plötzlich Daniele auf. Ihr Freund aus Jugendtagen, und beide hängen ihren Erinnerungen nach - doch während Carlotta es liebt, ihre Kleider auf Mass zu arbeiten und auf ihre Kundinnen einzugehen, möchte Daniele die Stoffweberei seines Vaters Vincenzo vergrössern, immer mehr Arbeitsschritte den Maschinen überlassen, erträumt sich Ruhm mit Kleider ab Stange. Daniele ist mittlerweile in den Grossstädten der Welt zuhause, während Carlotta ihre zwei jüngeren Schwester aufzog, da Mutter Mimi zu sprunghaft war und nicht zur Mutterfigur geboren. Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Jeder von ihnen hat seine Sehnsüchte. Und ob die jetzigen mit den früheren noch kompatibel sind, müssen alle herausfinden. Auch Eltern, Geschwister und Freunde. Dadurch entwickelt sich eine Geschichte, die immer wieder an losen oder starken Fäden miteinander verknüpft oder verwebt sind.

Der Roman besticht auch mit Kleinigkeiten: Carlottas Schwester erkennt Schauspieler oder ihre Doppelgänger, was für witzige Situationen sorgt. Carlotta selbst näht Geheimbotschaften in die Nähte ihrer Kleider mit ein und wünscht dem Träger darin Mut, mehr Selbstbewusstsein, Liebe oder was auch immer die Person ihrer Meinung nach gerade am nötigsten hat. Vincenzo streicht liebevoll über seine Stoffe, erkennt sie auch nach Jahren wieder, verarbeitet und getragen. Mimi redet mit einer Statue der Mutter Gottes über ihre alten und aktuellen Sorgen; so lernt man Mimi besser kennen und muss doch immer wieder schmunzeln.

Mir hat der Roman gut gefallen, fast aber hätte ich mittendrin aufgegeben - denn zwei Störfaktore - Beatrice, Vincenzos Ex-Frau und Butler Pascale - gingen mir total auf den Keks, die nervten mich. Ich hätte ihr Umfeld schütteln können, niemand schien etwas über deren Absichten zu merken. Weil mich aber alle anderen Figuren und auch die Geschichte in den Bann ziehen konnten, habe ich trotzdem durchgehalten und wurde schlussendlich dafür belohnt.

Fazit: Eine schöner Roman mit gewissen Kanten, die aber in einem tollen, versöhnlichen Ende ausgeschliffen werden.
4 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Der Puppenspieler von Palermo

Pasta d’amore - Liebe auf Sizilianisch von Lucinde Hutzenlaub

Ein tolles Cover ziert den Liebesroman von Lucinde Hutzenlaub. Es verspricht Sizilien und Essen. Beides gibt es, letzteres oft, aber die beiden Stühle auf dem Cover reichen bei weitem nicht für die ganze Bartolami-Sippe. Wer dazu gehört, wird zu Beginn des Romans im Familien-Stammbaum festgehalten.

Im Hinterland von Palermo steht das Anwesen der Familie, die Fattoria, und ist die Heimat mehrerer Generationen. Nur die 32jährige Aurelia lebt nicht mehr auf Sizilien. Sie ist Mathelehrerin in Bologna und hat sich gerade (und endlich) von ihrem amerikanischen Freund getrennt - sehr zur Freude ihrer sizilianischen Familie, die sich für Aurelia einen Sizilianer wünschen. Insbesondere ihre Urgrossmutter, Donna Lucia. Die gibt sich sterbend und offenbart ihren letzten Wunsch: Aurelia muss heiraten!

Die Familie kommt auch gleich mit einigen Vorschlägen hervor, da flüchtet Aurelia schnell wieder nach Bologna in ihre ruhige weiss-graue Wohnung. Doch in drei Wochen sind bereits wieder Sommerferien, die muss sie zuhause im Süden verbringen. Und sie möchte auch, vielleicht trifft sie ja den Freund ihres Bruders wieder: den Puppenspieler Matteo.

Aurelia wird als ruhiges Mathegenie beschrieben, die sich mit dem Zählen von Wörtern und anderen Zahlenspielen beruhigt. Anstatt Donna Lucia den Vogel zu zeigen und ihr und dem Rest der Familie klar zu sagen, was sie von einer arrangierten Hochzeit hält, hält sie den Mund und will selbst auf Männersuche gehen.

Donna Lucia, das 93jährige Oberhaupt der Bartolamis, ist hart und verletzend, zu allen. Besonders zu ihrer Tochter Valentina, dessen Ehemann Federico und aktuell Aurelia gegenüber. Ihre dicke Brille würde sie hässlich machen, so würde sie nie einen Mann finden - und noch weiteren Mist muss sie sich anhören. Immer wieder. Und Aurelia? Die glaubt das doch tatsächlich, so naiv und eingeschüchtert ist der Keks - wie Aurelia von ihrer Familie genannt wird.

Der Klappentext machte mich neugierig auf diesen Roman. Die Idee mit der angeblich sterbenden Nonna, deren letzten Wunsch die Familie erfüllen soll, ist theoretisch witzig, aber die Umsetzung war leider gar nicht mein Fall. Die Geschichte wirkte auf mich zu bemüht, mir fehlte die Natürlichkeit.

Schuld daran sind unter anderem die enorm vielen italienischen Sprichwörter. Sie werden zwar subito übersetzt, sind in der Häufigkeit einfach zu viel, denn fast jedes Gespräch auf La Mimosa beinhaltet ein Sprichwort. Diese geflügelten Worte bilden das Grundgerüst des Roman, was als Stilmittel sicherlich gewollt ist von der Autorin und wahrscheinlich Pfupf in die Sache bringen soll. Mir sagt das nicht zu, auf mich wirkt diese ewige Zitiererei gestellt und distanziert mich von der Geschichte.

Dazu gab es einige grobe "Missverständnisse", bei denen eine einfache Nachfrage direkt in der Situation oder zumindest kurz darauf bei jemandem aus der Familie alles viel einfacher und vor allem glaubwürdiger gemacht hätten.

Des Weiteren konnte ich auch nicht viel mit den Figuren anfangen. Sie waren mir zu hart, zu stur, zu naiv, zu doof. Gefallen haben mir Stella, Valentina und Matteo; die alle drei aber nur Beiwerk waren - ja, auch Matteo. Toll immerhin, dass ihm ein traditioneller sizilianischer Beruf verpasst wurde.

Fazit: Mit "Pasta d'Amore" bin ich nicht warm geworden; zu konstruiert ist diese Geschichte um Aurelia und Donna Lucia.
3 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Wahnsinnig gut

Die Tote mit dem Diamantcollier - Ein Fall für Jackie Dupont von Eve Lambert

Ihr seid Krimiliebhaber und auf der Suche nach einer neuen, mal etwas anderen und ungewöhnlicher Ermittlerin?

Dann ist sie, Jackie Dupont, mit Sicherheit etwas für euch. Die blonde Lady, die den Bob erfunden hat und selbigen trägt, fährt in einem nigelnagelneuen offenen Bugatti im Jahre 1920 zigarettenrauchend mit einem grössenwahnsinnigen Hund und einem wertvollen Bild von Gainsborough auf den Ersatzreifen gebunden, auf den Spuren eines Mörders durch Monaco und die französische Riviera.

Dies im Auftrag des Fürsten von Monaco, denn Jackie Dupont, die berühmte Privatdetektivin in Sachen Schmuck, ist gerade beim Fürst zu Besuch, als der über einen Mord verständigt wird. Er schickt Jackie zur Unterstützung der monegassischen Polizei auf die Yacht, auf der während einem Dinner die Gastgeberin tot aufgefunden wurde.

Da die Yacht nicht im Hafen liegt und nur mit dem Boot erreichbar ist, wird schnell klar, dass der Mörder in den Reihen der Crew oder der Gäste zu suchen ist. Ausserdem wird ein Diamantcollier vermisst - welches Jackie Dupont erst vor kurzem aufgespürt hat, nachdem es der Reederfamilie vor Jahren gestohlen wurde. Ein Raubmord?

Die Gästeschar ist nobel - Aristokraten, Geldadel und Künstler - und schon die ersten Seiten machen klar, dass viele der Gäste einen Grund hatten, Carla aus dem Weg zu räumen. Für Jackie mit ihren - für die damalige Zeit - ungewöhnlichen Methoden, ist es ein Leichtes den Fall aufzuklären.

Für Kit, Christopher St. Yves, Duke of Surrey, hingegen ist das Erscheinen der Detektivin ein grosser Schock. Dieser zweite Handlungsstrang ist perfekt in die Haupterzählung eingegliedert, und macht den Krimi unglaublich spannend und deshalb verrate ich euch nicht, um was es hierbei geht. Selbst herausfinden ist die Devise!

Am Anfang hatte ich zwar ein wenig Mühe in den Krimi reinzukommen, da die ganze Gästeschar auf einmal vorgestellt wurde. Doch sobald man die Personen auseinander halten kann, macht das Lesen dieses wunderbaren Krimis extrem viel Spass.

Für Autoren wird es ja immer schwieriger, gute Geschichten zu schreiben. Es gibt unendliche viele und gefühlt las man schon alles. Aber nein, eine Detektivin wie Jackie ist unvergleichlich, so eine gab es noch nie. Es war mir deshalb ein grosses Vergnügen mit Madame Jackie Dupont Bekanntschaft zu schliessen.

Und es ist nicht einmal die Alleinstellung von Jackie, die den Krimi so fesselnd macht. Es ist auch die Geschichte hinter der Geschichte, da will man als Leser sofort die Hintergründe kennen, wird dabei nervös und ist enorm gespannt auf das Ende. Vom Mörder war ich total überrascht (was mir sehr selten passiert - aber wenn ich zurückblicke, macht es total Sinn und ich finde dann auch die versteckten Hinweise), der Fall wird bravourös aufgelöst.

Aber leider nur unvollständig das Geheimnis um Kit und Co. Deshalb sitze ich hier gespannt und zähle die Tage, bis Band zwei erscheint und es ein Wiedersehen mit der extravaganten Jackie und ihrem Schmuckaufspürhund sowie weiteren Beteiligten gibt.

Fazit: Solch ein Lesevergnügen bekommt man nicht jeden Tag, deshalb: unbedingt lesen!
5 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Agnes Munro zum Zweiten

Die Tote mit dem Diamantcollier - Ein Fall für Jackie Dupont von Eve Lambert

Anfangs Jahr erschien der erste Teil der Agnes Munro-Krimiserie, die auf der Isle of Mull spielt.

Hier im zweiten Band lebt Agnes wieder in Tobermory, hat aber noch ihre Wohnung in Edinburgh behalten. Sie mag sich davon noch nicht trennen. Bei einem ihrer Aufenthalte besucht sie eine Theateraufführung, der Star ist ein ehemaliger Schüler von ihr.

Agnes lädt die Truppe ein, ihr aktuelles Stück in Tobermory aufzuführen.

Kaum haben sie die erste Vorführung hinter sich gebracht, ist ein Mitglied der Theatergruppe tot. Schnell stellt sich heraus, dass es Mord war. Alle sind entsetzt, aber auch nicht wirklich traurig, denn der Tote war ein Fiesling. Wie viel fieser als nur auf den ersten Blick, kommt am Schluss heraus. Und so hätten fast alle Mitglieder einen Grund gehabt, ihren Kollegen um die Ecke zu bringen. Aber wer war es wirklich?

Viele Verdächtige und Agnes Munro als Gastgeberin mittendrin. Schon gleich zu Anfang wird ihr von DCI Mary Sinclair verboten, sich "schnüfflerisch" zu betätigen. Aber da Agnes wirklich mitten im Geschehen ist, und hier und da beim Aufräumen etwas findet oder nachts einige der Theaterleute zufällig beobachtet, kann sie nicht wegsehen. Doch dieses Mal hat sie keine Unterstützung von Matt, der sich auch von Fiona abgewendet hat. Immerhin letztere hält zu Agnes. Zusammen nehmen sie es locker gegen Matt und Mary Sinclair auf.

Privat liegt leider auch einiges im Argen. Andrew möchte, dass Agnes zu ihm zieht. Doch sie ist noch nicht so weit und möchte eigentlich auch gar nicht ihre gewonnene Freiheit des Alleinewohnens aufgeben.

Für Leser des ersten Bandes gibt es weniger Lokalkolorit, dafür treffen sie auf Bekannte wie zum Beispiel die alte Doris.

Während ich dort, in "Tödliche Zeilen", schnell merkte, wer der Täter ist, hatte ich hier zwar einen (am Ende bestätigten) Verdacht, doch ich wusste bis zum Schluss nicht, ob meine Vermutung richtig ist. Immer wieder tauchen neue Indizien auf, die wirklich jeden verdächtig machen. "Tod im Theater" ist somit perfekt zum Miträtseln geeignet.

Fazit: Kurzweiliger Cosy-Krimi für zwischendurch.
4 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand