Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lealein1906:
Das Leben einer großen Schauspielerin
Greta Garbo (Ikonen ihrer Zeit 9) von Kristina Lüding
Ikonen ihrer Zeit ist eine meiner absoluten Lieblingsreihen. Dieses Mal durften wir Greta Garbo näher kennenlernen. Den Namen kenne ich natürlich, aber ich muss zugeben, dass ich vor diesem Buch nicht wirklich etwas über sie wusste. Das hat sich nun zum Glück grundlegend geändert.
Das Buch greift verschiedene Szenen aus Gretas Leben auf, angefangen als junge Frau in Schweden bis als gefeierte Schauspielerin in Hollywood.
Die Zeitabstände werden mit der Zeit immer größer, aber es ist genau richtig, um Greta Garbo kennenzulernen, ich habe nicht unbedingt etwas vermisst.
Die Person Greta Garbo und wie über sie geschrieben wird, hat mich von Anfang an in den Bann gezogen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es war sehr interessant, mit ihr mitzuleben, vor allem den großen Schritt, nach Amerika auszuwandern. Ihre Gefühle werden sehr deutlich und man lebt und leider mit Greta mit. Ich finde es gut, dass das Buch in Schweden anfängt, weil man ihren Charakter so deutlich besser kennenlernen und verstehen kann.
Allen, die die Ikonen-ihrer-Zeit-Reihe noch nicht kennen, kann ich sie nur ans Herz legen. Auch dieses Buch hat seine fünf Sterne wieder verdient und ich freue mich auf die nächsten Bände.
Ab in die Ballsaison
Secrets of the Campbell Sisters, Band 1 - April & May. Der Skandal von Lyla Payne
Ja, vielleicht kursieren nach dem Erfolg von Bridgerton gerade viele solcher Bücher aus dem alten England, in denen es um Liebe und die bestmöglichste Partie, mit Skandalen und Intrigen geht. Aber ich liebe sie alle. Und auch dieses hier war wieder so toll, dass ich gerne fünf Sterne gebe.
Richtig kreativ finde ich die Idee mit den Schwestern, die nach ihren Geburtsmonaten benannt sind (es hätte gerne auch jede Schwester ein eigenes Buch haben können), das zieht direkt ins Buch, das am Anfang von dem großen Rätsel um den Skandal geprägt ist, denn der Leser bleibt auch einige Zeit darüber im Dunkeln.
Durch die verschiedenen Sichtweisen von den beiden Schwestern und den beiden Männern kann die Geschichte von allen Seiten beleuchtet werden, das ist beim Lesen sehr angenehm. Vor allem weil man bei jedem Charakter auch ins Herz sehen, seine Gefühle kennenlernen kann. Das ist wichtig für das Buch.
Das Buch ist sehr schön geschrieben, es ging super schnell zu lesen, ich konnte mich mit allen Charakteren sehr identifizieren. Es ist auch spannend, es gibt einige Geheimnisse, die erst später aufgedeckt werden. Wirklich überraschend ist die Geschichte vielleicht nicht, aber ich lese sowas einfach immer wieder gerne, empfehle das Buch herzlich weiter und kann den zweiten Band gar nicht erwarten.
Toller Ausflug nach Italien
Das Mädchen im Zitronenhain von Antonia Brauer
"Das Mädchen im Zitronenhain" war ein traumhaft schönes Buch, dass auf jeden Fall Sehnsucht nach Italien und den Gardasee weckt. Zudem ist die Geschichte spannend und gut konstruiert, man lebt total mit der Protagonistin mit.
Von Antonia Brauer hatte ich schon die Geistbeck-Töchter gelesen, ich mag ihren Erzählstil und das war auch dieses Mal wieder so.
Bücher über Hotels haben mich schon immer fasziniert und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Wir lernen Vicki schon als kleines Mädchen kennen, parallel dazu als junge Kunststudentin. Sie ist eine starke Persönlichkeit, es macht Spaß, sich in sie hinein zu versetzen. Richtig toll wird es dann am Gardasee. Der Schreibstil nimmt einen total mit in diese Welt, man kann sich alles wunderbar vorstellen. Da ging das Buch schnell vorbei. Und damit ist die Geschichte ja noch lange nicht zu Ende. Es gibt viele Wendungen und Unwegsamkeiten, denen sich Vicki stellen muss.
Das Buch ist einfach das perfekte Sommerbuch und ich gebe gerne fünf Sterne dafür.
Tolle Familiengeschichte
Träume aus Eis von Franziska Winkler
Ich liebe historische Familiengeschichten und "Träume aus Eis" hat mich dahingehend nicht enttäuscht. Für das schöne und kurzweilige Leseereignis gebe ich gerne fünf Sterne.
Es geht um die Geschichte von der Familie Pankofer, die zwei Töchter stehen im Mittelpunkt der Geschichte, aber auch von den Eltern wird regelmäßig berichten.
Die Pankofers haben gerade eine Eisdiele in München eröffnet, aber das Geschäft ist nicht leicht, viele Widrigkeiten und Schicksalswendungen warten auf die Familie.
Es ist sehr spannend, das alles zu lesen. Am besten hat mir eigentlich gefallen, durch München in dieser Zeit zu flanieren, davon wird sehr viel erzählt und es werden viele Facetten aufgetan, das war richtig gut. Aber auch die Personen schließt man sofort ins Herz, vor allem Frieda, die sich in den Sohn der Konkurrenz verliebt und da viel durchmachen muss.
Mir gefällt, dass die Perspektive der Geschichte oft wechselt, das bringt viel Abwechslung hinein und macht alle Charaktere lebendig. Der Schreibstil ist sehr schön leicht, perfekt zu der Geschichte. Ich kann das Buch nur herzlich weiterempfehlen, vor allem für Leser, die historische Romane und München mögen.
Herrscher der Angst
Waraka von Tobias Goldfarb
Waraka ist eine spannende Abenteuergeschichte, die in eine neue Welt führt. Die Jugendgeschichte ist gut aufgebaut, hat mich aber nicht umgehauen. Deswegen gebe ich gute drei Sterne.
Arkyn soll neuer Herrscher von Waraka werden, in dem er seinem Volk Angst macht. Doch er wehrt sich dagegen und bricht aus seinem goldenen Käfig aus.
In der Wildnis muss er sich nun zurecht finden, dank dem Smilo gelingt ihm das ganz gut. Dann trifft er auf Saga, die ihm die Augen für die Welt öffnet.
Die neue Welt von Waraka birgt viele Geheimnisse, es macht Spaß beim Lesen diese zu entdecken. Im Laufe der Geschichte werden immer mehr Fragen aufgeworfen, vielleicht hätte man die eine oder andere etwas früher auflösen können. So blieb es allerdings auch spannend bis zum Schluss. Das Buch ist gut geschrieben, man kann es gut und schnell lesen. Arkyn und Saga sind gute Charaktere, auch wenn ihre Entscheidungen manchmal für mich etwas komisch waren.
Wie gesagt hat mich die Geschichte nicht umgehauen, aber sie war gut zu lesen und es war spannend Waraka mit all seinen Wesen kennenzulernen.
Toller historischer Roman
Florentia - Im Glanz der Medici von Noah Martin
Ich liebe historische Romane und dieser hier war einfach mal wieder etwas ganz besonderes. Die ganzen Szenen sind so lebensecht beschrieben, als wäre der Autor selbst dabei gewesen. Dafür gibt es klare 5 Sterne.
Die Medici sind eine sehr spannende Herrscherfamilie und die ganzen Intrigen damals klingen ja wirklich manchmal wie ausgedacht.
Das Buch dreht sich um die Brüder Lorenzo und Guiliano, aber auch um Leonardo da Vinci, die junge Malerin Fioretta und auch in die Gegenseite der Pazzi bekommen wir mit Albiera Einblicke, die die ganze Geschichte abrunden. Die Kapitel werden immer abwechselnd aus der Sicht von einem dieser Leute (nur Lorenzo nicht) erzählt. Die Zeitsprünge sind gut gewählt, sodass man die Geschichte über mehrere Jahre hinweg verfolgen kann.
Der Schreibstil ist, wie oben schon erwähnt, sehr gut und zieht total in die Geschichte. Da wurde wirklich tolle Recherchearbeit betrieben, um das so authentisch zu schreiben. Die Seiten vergehen wie im Nu. Von den Figuren konnte ich mich am meisten mit Fioretta identifizieren. Es ist soll, wie sie ihren Traum verfolgt, eine erfolgreiche Malerin zu werden.
Das ist einfach nach Raffael ebenfalls ein rundum gelungenes Buch von Noah Martin und ich hoffe, es gibt bald das nächste von ihr, was uns in das historische Italien führt.
Mythologie aus Frauensicht
STONE BLIND – Der Blick der Medusa von Natalie Haynes
Diese Geschichte über Medusa ist wirklich super geschrieben und sehr spannend. Ich liebe griechische Sagen schon lange und diese Aufbereitung hat mir sehr gut gefallen, vor allem, weil sie aus der Sicht der Frauen geschrieben ist. Nicht immer ist ein Held nämlich so heldenhaft, wie es aussieht. Und nicht immer ein Monster so monströs, wie man denkt.
Dafür gibt es klare fünf Sterne.
Es wird nicht nur die Geschichte von Medusa erzählt, sondern noch viele andere, das Besondere, immer von Frauen. Zum Beispiel auch viel aus der Sicht von der Göttin Athene. Das Besondere ist wirklich der Aufbau. Der Name der Frau, aus deren Sicht das nächste Kapitel ist, steht immer als Titel, und dann kommen verschieden lange Ausschnitte, Puzzleteile, die nach und nach ein tolles Gesamtbild ergeben. Ich finde es wirklich toll, dass die Frauen im Vordergrund stehen, weil Sagen sonst fast immer aus der männlichen Sicht geschildert werden. An den Schreibstil muss man sich kurz gewöhnen, aber er passt einfach perfekt zu der ganzen Szenerie.
Ich hoffe, dass wir von dieser Autorin noch viele weitere Sagen in dieser Form aufbereitet kriegen und kann gar nicht auf das nächste Buch warten.
Tolle Fortsetzung
Gut Erlensee - Cäcilias Erbe von Juliana Weinberg
Auch der zweite Teil von "Gut Erlensee" hat mir sehr gut gefallen. Nach Greta steht nun Cäcilia im Mittelpunkt, die einige Hürden vor sich hat. Und ein großes Geheimnis gibt es auch noch. Ich gebe auf jeden Fall wieder 5 Sterne und freue mich schon sehr auf den dritten Teil.
Cäcilia hat gerade ihre Ausbildung als Lehrerin abgeschlossen und darf nun anfangen zu unterrichten.
Dabei will sie modern sein, was aber dem Pfarrer und Schulaufseher gar nicht gefällt, der strikt auf alte Regeln pocht. Und das ist bei weitem nicht die einzige Widrigkeit, die sie erwartet. Und dann ist da noch Jakob, ein Physiker, der in Langwedel sein Buch schreibt. Doch Lehrerinnen ist es nicht erlaubt, zu heiraten und ihren Beruf weiter auszuführen.
Was mir bei der Reihe sehr gut gefällt, ist, dass es zwar immer eine Hauptfigur gibt, aus deren Sicht der Roman hauptsächlich erzählt wird, aber auch die anderen Figuren zwischendurch Kapitel bekommen. So wird die Geschichte vollständiger und der Charakter einer Familiengeschichte bleibt noch mehr erhalten.
Der Schreibstil ist wie immer bei Juliana Weinberger sehr kurzweilig und schön zu lesen. Ich kann den dritten Teil wirklich kaum erwarten.
Toller Auftakt
Gut Erlensee - Margaretas Traum von Juliana Weinberg
Der Auftakt zu der Erlensee-Reihe hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Charaktere der Schwestern haben es mir angetan, die verfolgt man wirklich gerne. Es passiert auch das ganze Buch über etwas und ist nie langweilig. Ich gebe dafür fünf Sterne.
Das Buch spielt kurz nach dem Krieg, Deutschland ist im Wiederaufbau.
Die Druckerei ihrer Familie läuft nicht so gut, aber ihr Vater will auch nicht auf Margareta hören, die gute Ideen hat. Zudem will ihr Vater sie schnellstmöglich verheiraten, doch dann trifft Margareta auf Konrad und alles ändert sich.
Die Perspektiven wechseln sich zwischendurch, das war sehr angenehm, auch wenn der Hauptteil des Buches aus Margaretas Sicht erzählt wird. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, wie gewohnt von Juliana Weinberg. Das Buch ist zudem sehr kurzweilig und hat beim Lesen Spaß gemacht, aber auch andere Emotionen hervorgerufen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.
Ganz gut, aber viel zu lang
Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit von Natasha Pulley
Der Leuchtturm der Zeit hat mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen, es gab aber doch ein paar Schwächen und war mir einfach an machen Stellen zu langwierig. Die Geschichte auf 300 bis 400 Seiten gestrafft, hätte meiner Meinung nach mehr her gemacht.
Es hat auch ein bisschen gedauert, bis ich so richtig in das Buch reingekommen bin.
Joe weiß am Anfang nicht, wer er ist, und die Verwirrung hat auch auf mich übergegriffen. Mir ist vieles zu lange unklar geblieben, da hätte man dem Leser vielleicht besser früher ein paar Erklärungen geliefert.
Trotzdem hat mich die Geschichte irgendwie gefesselt und man wollte dann auch wissen, wie alles ausgeht. Das ganze mit der Zeit ist zwar dann auch etwas verwirrend und es wird nicht ganz alles aufgeklärt, aber okay.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das hält am Lesen und die Figuren sind vielschichtig. Besonders Kite ist faszinierend, wenn er auch manchmal echt komisch reagiert (es wird aber erklärt warum).
Deswegen gebe ich drei Sterne für dieses Buch.











