Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Christina P.:

Sherlock und Mycroft ermitteln in drei Fällen

Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes - An der Seite von Mycroft

Im mittlerweile fünften Spiele-Comic mit Sherlock Holmes ist diesmal sein Bruder Mycroft dabei, der Sherlock bei drei kniffligen Fällen unterstützt: Zwei Morde sowie ein Diebstahl in Indien, Südfrankreich sowie auf einer Schiffsreise.
Die drei Fälle können in beliebiger Reihenfolge durchgespielt werden.

Bei jedem Fall muss man sich jeweils vorher entscheiden, ob man als Sherlock oder Mycroft ermittelt, wobei die beiden manchmal unterschiedliche Hinweise liefern. Man schaut sich Räumlichkeiten an, sucht nach Details und fragt Verdächtige einige der zur Auswahl stehenden Fragen. Es gibt bei jedem Fall Extra-Rätsel, die es zu knacken gilt und die unterschiedliche Level haben. Da man sich bei dem Spielecomic von Panel zu Panel blättert, welche durch das ganze Buch verstreut angeordnet sind, ist ein Lesebändchen dabei, um zum vorherigen Panel oder einer Übersicht zurück zu finden. Da das Buch gebunden ist, bleibt es bei dem vielen Hin- und Herblättern angenehm stabil. Einige Panelnummern sind ein wenig versteckter in den Bildern eingebaut und führen zu Hinweisen, die den Spieler auf die Spur zum Täter führen können. Bei jedem Kriminalfall gilt es vier Verdächtige zu finden, von denen einer der zu ermittelnde Täter ist. Am Schluss gibt es in Comicform die Auflösung zu jedem der drei Fälle sowie zu den einzelnen Rätseln.
Die Comics sind wieder hervorragend gezeichnet, so dass das Buch auch optisch viel Spaß macht. Die Spielregeln sind leicht verständlich und laden dazu ein, sofort mit dem Ermitteln loszulegen. Die Kriminalfälle sowie die verschiedenen Rätsel sind gut gewählt und alle mit der richtigen Kombinationsgabe lösbar. Am Buch selbst muss beim Ermitteln nichts geändert werden, lediglich vorn im Buch ist ein Ermittlungsbogen zum Eintragen der Verdächtigen vorgegeben, den man nutzen kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Sehr schönes Einsteiger-Set

Mein Räucherkistchen von Fuchs Christine

Das Räucherkistchen ist eine sehr schöne Zusammenstellung für Anfänger, welche das Räuchern einmal für sich ausprobieren wollen. Das Buch beinhaltet zunächst eine sehr gut verständliche Räucherkunde rund ums rituelle Räuchern. Das korrekte Räuchern mit Kohle bzw. Stövchen wird jeweils durch eine kleine Anleitung in der Buchklappe verständlich und bebildert erklärt.

Die Unterschiede der Methoden sowie das Herstellen eigener Mischungen werden ebenso erläutert wie das Sammeln und Trocknen eigener Vorräte oder Hinweise zu den unterschiedlichen Qualitäten bei Harzen aus dem Handel. Es gibt eine Übersicht über gängige Räucherzutaten, deren Anwendung sowie jeweilige Tipps zum Sammeln. Ebenso werden vier beispielhafte Mischungen aus den vorgestellten Zutaten vorgeschlagen, welche für unterschiedliche Wirkungen stehen. In der hinteren Buchklappe stehen zudem Vorschläge für weitere Mischungen unterschiedlicher Wirkungsweise. Zum Schluss gibt es einen Sammelkalender, wann welche Zutaten am besten gesammelt werden, sowie eine Schnellübersicht der Wirkungsweisen verschiedenster Zutaten. Vermisst habe ich bei den Beschreibungen der Zutaten eine Schnellübersicht des Aromas, welche die verschiedenen Zutaten jeweils abgeben wie z. B. holzig, blumig, süßlich, frisch etc. Grad als Anfänger kann ich mit solchen Angaben mehr anfangen als mit Aussagen wie „nach oben öffnend“ oder „transformierend“.
Im beiliegenden Räucherkästchen sind insgesamt neun verschiedenen Zutaten zum Ausprobieren. Eines davon ist ein Harz (Kiefernharz), ansonsten finden sich verschiedenen Hölzer und Kräuter in der Kiste, welche in neun einzelne Fächer unterteilt ist und sich später sehr gut zum Aufbewahren der Lieblingszutaten nutzen lässt. Räucherkohle liegt dem Set nicht bei und müsste, wenn man mit Kohle räuchern möchte, dazugekauft werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Spirituelle Anregungen zum Räuchern in der Winterzeit

Räuchern in Winterzeit und Raunächten von Christine Fuchs

Traditionelle Räucher-Rituale für Körper und Geist erwarten den Leser in diesem liebevoll bebildertem Buch. Nach einer kleinen Einführung zur Geschichte der Räucher-Rituale führt die Autorin den Leser durch den Winter, gibt Tipps und Anregungen zum bewussten Erleben sowie Reflektieren des vorangegangenen Jahres.

Hauptsächlich geht es um die Zeit der Rauhnächte, welche dazu genutzt werden können, sich mit jedem einzelnen Monat zu beschäftigen. Sehr schön sind die Beispiel-Fragen, anhand derer man sich von Tag zu Tag und von Monat zu Monat durchhangeln kann. Die Fragen sind sehr gut gewählt, wenn man noch nicht so geübt im Reflektieren ist und vielleicht ein paar Impulse benötigt, wohin die Gedanken schweifen sollen. Persönliche Erlebnisse der Autorin zu jedem Tagesritual sind ebenfalls vorhanden und als Beispiele ganz interessant zu lesen. Ich denke, man kann die Ideen, wie sie hier im Buch anhand von Tagesdaten (z. B. 26./27. Dezember - Die Ebene des Herzens und Reflektion des vergangenen März) beispielhaft vorgegeben sind, auch dem eigenen Rhythmus anpassen und die Rituale entsprechend verschieben. Als Wegweiser zum spirituellen Räuchern im Winter ist das Buch jedenfalls sehr schön.
Einige Ideen zum Räucherwerk selbst sind ebenfalls im Buch wie z. B. „Räucherwerk für Samhain“ oder die Adventszeit, so dass man sich die entsprechenden Mischungen selbst zusammenstellen kann. Eine kurze Übersicht wichtiger Räucherstoffe und ihrer Bedeutung ist ebenfalls dabei. Die Basics des Räucherns werden im Buch kurz erklärt wie Ausstattung, Unterschiede von Kohle und Stövchen etc. Für ausführlichere Informationen, insbesondere für Anfänger, würde ich ihr Räucherkistchen empfehlen, wo neun Zutaten zum Räuchern und Ausprobieren dabei sind.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Treuer Leser

Hexenjäger von Seeck Max

Eine perfide Mordserie stellt die finnische Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team vor unerwartete Herausforderungen. Die Morde erinnern an frühere Foltermethoden während der Inquisition - und an die Bestseller-Trilogie „Hexenjagd“ des Thriller-Autors Roger Koponen. Stellt ein treuer Leser seine Romane nach - oder steckt mehr dahinter?
Schonungslos geschieht hier ein Mord nach dem nächsten.

Auch wenn der Autor dem Leser unnötige Details erspart, gönnt er den Ermittlern keine Verschnaufpause. Es geht zügig voran, sowohl bei den Ermittlern als auch bei den Opfern. Auffällig ist, dass die weiblichen Opfer der Mordserie sich auf ein gewisse Art ähnlich sehen. Und dass den Ermittlern Spuren wie auf dem Silbertablett serviert werden. Schnell entpuppt der Fall sich zu einem perfiden Katz- und Maus-Spiel, sowohl für die Ermittler als auch für den Leser bis zum Schluss undurchsichtig und voller Überraschungen.
Auch wenn die Handlung im verschneiten Finnland spielt, sind die Ermittler keine dauernd schlecht gelaunten Psychowracks mit Scheidung und Alkoholproblem, wie oft in Nordic Noir-Thrillern zu lesen. Das kleine Team, auf das der Autor sich in erster Linie beschränkt, ist eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, von denen vor allem Jessicas persönliche Vergangenheit regelmässig in Rückblicken beleuchtet wird. Ja, sie hat ihre Geheimnisse, aber inwiefern diese mit dem Fall zu tun haben bleibt bis zum Schluss undurchsichtig. Ebenso bietet der Kriminalfall selbst einiges an Überraschungen und bleibt bis zum Ende hin angenehm spannend. Als Kritikpunkt muss ich dazu erwähnen, dass mir einige wenige Punkte zu konstruiert vorkamen, aber sowas ist bekanntlich Geschmackssache.
Der Stil ist unterhaltsam, die Handlung wird wiederholt von den Rückblicken in Jessicas Vergangenheit unterbrochen, was vielleicht auch nicht jedermanns Geschmack trifft.
Im Großen und Ganzen habe ich mich von dem ersten Thriller um Jessica Niemi gut unterhalten gefühlt und konnte bis zum Schluss diverse eigene Spekulationen über den Haufen werfen, wer und warum der Täter sein könnte. Als spannenden Thriller kann ich das Buch empfehlen und freue mich bereits auf den nächsten Fall mit der finnischen Kommissarin.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Anstrengendes Hin und Her

Madly von Ava Reed

Nach Truly ist Madly der zweite Band der "In love"-Trilogie von Ava Reed. Es bleibt weiterhin ziemlich übersichtlich bei den Personen, in erster Linie geht es um die ursprüngliche WG von drei Männern (Mason, Cooper und Dylan), zwei Freundinnen (Andie und June) sowie Coopers Schwester Zoey, die so nach und nach hinzukommt, bevor es im dritten Band um sie und Dylan geht.

Nachdem Andie und Cooper in Band 2 die Hauptcharaktere waren, bleiben somit für Band 2 Mason und June übrig, zwischen denen es im ersten Band bereits leicht knisterte.
June und Mason haben eines gemeinsam: Sie haben beide an ihrem Elternhaus zu knabbern. Überhöhte Erwartungen der Eltern und Bodyshaming werden diesmal stark thematisiert. Während June früh anerzogen bekommen hat, ungenügend und fehlerhaft zu sein, will Mason nicht so werden wie sein Workaholic-Vater, obwohl er mehr mit ihm gemeinsam hat, als er sich selbst eingestehen will.
Ja, es knistert stark zwischen beiden und Mason verhält sich teilweise schon wie ein verliebter Trottel im Maßanzug, um die temperamentvolle June für sich zu gewinnen. Leider blockt June ihn stark ab, selbst ihre Freundin kann sie nicht umstimmen.
Die Ängste, welche durch das Bodyshaming entstehen, sind riesig und recht gut nachvollziehbar. Ich wusste bereits vorher, dass June ein wenig extravagant in ihrem Verhalten sein kann, leider hatte ich diesmal bei einigen Szenen keinerlei Verständnis mehr für ihre frech-provokante Art. Vor allem, wenn es um die berufliche Karriere geht oder wenn gute Freunde verletzt werden, wirkte ihr überzogenes Verhalten einfach nur kindisch, deswegen ging mir June stellenweise ziemlich auf die Nerven. Masons Probleme sind vielleicht in seiner Größenordnung etwas seltener, aber auch hier war sein Verhalten nachvollziehbar, ebenso seine Entscheidung, welche er am Schluss fällt. Auch mochte ich seine Idee, auf welche Art er versucht, June trotz ihrer ablehnenden Eskapaden für sich zu gewinnen. Dass die Freunde dieses nervige Hin und Her der beiden so lange mitgemacht haben, ohne mal was zu sagen, war erstaunlich, aber unter Freunden wohl okay.
Obwohl ich mich nach dem ersten Band wirklich auf June und Mason gefreut hatte, war der Roman bzw. ihr Verhalten mir stellenweise zu anstrengend. Befremdlich waren auch so Punkte wie ausführliche Schminkroutinen oder dass der wahnsinnig gut aussehende Mason sein Hemd mit „gekonnten Handgriffen anzog“ - kann man sich auch ungekonnt anziehen?
Mein Fazit: Stellenweise überzogen-anstrengendes Verhalten und ein vorhersehbares Ende, das Problem Bodyshaming war zwar prägend, wurd aber für meinen Geschmack etwas zu unrealistisch simpel gelöst.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Sich der Angst stellen

Brindilla - Zum Licht von Brrémaud

Zum Licht ist der zweite Band eines wunderschön gezeichneten Zweiteilers. Brindilla und ihr wölfischer Gefährte fliehen vor den immer größer werdenden dunklen Horden, bis sie sich der Bedrohung und somit ihrem Schicksal stellt. Wie im ersten Band ist lange Zeit weiterhin unklar, was es mit dem dunklen Feind und Brindillas Bestimmung auf sich hat.

Neben den erneut faszinierenden Panels ist auch die Auflösung des Geheimnisses rund um Brindilla sehr gelungen. Im Anhang findet sich erneut ein wenig Art Work.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Atmosphärisch und rätselhaft

Brindilla - Die Schattenjäger von Frederic Brremaud

Die Schattenjäger ist der erste Band eines wunderschön gezeichneten Zweiteilers. Eine junge Frau findet sich nach der Flucht vor einem Feuer nackt im Wald wieder, ohne jegliche Erinnerung an Name oder Herkunft. Zunächst kommt sie bei einem kleinen Waldvolk unter, aber das Rätsel um ihre Herkunft lässt ihr keine Ruhe.

Das Abenteuer ist atmosphärisch und detailreich aufgebaut, das Rätsel um die junge Frau, welche später den Namen Brindilla erhält, wird nach einem plötzlichen Cut in der Erzählung noch eine Spur interessanter. Spätestens als eine Bedrohung hinzu kommt wird klar, dass Brindilla eine besondere Vergangenheit haben muss. Ein sehr schönes Graphic Novel, bei welchem mir besonders die überraschende Wendung von den erst friedlichen Wesen hin zur düsteren Bedrohung sehr gefallen hat. Im Anhang findet sich zudem ein wenig Art Work.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Mäßig interessante Fortsetzung der Trilogie

Serafin. Das kalte Feuer,1 Audio-CD, 1 MP3 von Kai Meyer

Serafin ist der Nachfolger der Merle-Trilogie von Kai Meyer und erzählt die magische Geschichte rund um Merle, Junipa und Serafin weiter. Allerdings setzt die Handlung eine Weile nach Ende der Merle-Trilogie an.
Merle und Junipa haben bereits auf der Suche nach Merles Vater einige Welten durch die magischen Spiegel besucht und landen nun in einem alternativen Venedig, in welchem der dortige Serafin und seine geflügelte Katze Cagliostra in den Kanälen der Stadt nach Schätzen suchen, sobald sich das Wasser auf unerklärliche Weise zurückzieht.

Vieles ist hier anders, statt der Sphinx-Göttin gibt es eine Katzen-Göttin und eine weitere, finstere Merle bedroht sie ebenso wie die mysteriösen Kartographen, welche in der Spiegelwelt leben.
Hauptcharakter ist diesmal Serafin, der mit Cagliostra einen pfiffigen Sidekick an seiner Seite hat. Auch Junipa bekommt endlich eine größere Rolle, während Merle für meinen Geschmack erstaunlich blass blieb. Die Magie ist diesmal ein wenig anders und die Handlung gefiel mir zunächst ganz gut, konnte mich aber im Laufe der Erzählung, als es um die Suche des Herzens von Venedig ging, nicht vollauf überzeugen.
Gelesen wird das ungekürzte Hörbuch von Simon Jäger, der die verschieden Charaktere gekonnt interpretiert und der Erzählung die passende Atmophäre verleiht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Stimmiger Abschluss der Trilogie

Merle. Das Gläserne Wort,1 Audio-CD, 1 MP3 von Kai Meyer

Im dritten Band der Merle-Trilogie treffen nach und nach alle Charaktere in der Spiegelfestung der Sphinxe ein, welche durch den im zweiten Band geflüchteten Winter im ewigen Eis liegt. Dort steht die Erweckung des mächtiges Sphinxgottes unmittelbar bevor. Nur gemeinsam können sie ihn besiegen.
Nach einem ereignisreichen und vielfältigen zweiten Band fokussiert sich das Ende auf die pyramidenförmige Spiegelfestung.

Es gibt wieder einige Abenteuer und überraschende Wendungen, wichtige Entscheidungen müssen getroffen und schwere Opfer erbracht werden. Aber auch wenn es ein stimmiger Abschluss der Trilogie ist, fehlte mir stellenweise das gewisse Etwas, das Gefühl von Abenteuer, um mich vollauf zu überzeugen. Da es nahtlos an den zweiten Band anschließt sollte man die ersten Bände bereits kennen.
Gelesen wird das ungekürzte Hörbuch von Simon Jäger, der die verschieden Charaktere gekonnt interpretiert und der Erzählung die passende Atmophäre verleiht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Ein etwas anderer Weihnachtsmann

Merle. Das Gläserne Wort,1 Audio-CD, 1 MP3 von Kai Meyer

Auf der Flucht vor dem Großen Weihnachtsrat muss Weihnachtsmann Niklas Julebukk mit seinem Wohnwagen unterwegs notlanden. Dort freundet er sich mit den Kindern Ben und Charlotte an, die ihm gegen den bösen Waldemar Wichteltod helfen, um das wahre Weihnachten zu retten.
In dieser kleinen Weihnachtsgeschichte hat Cornelia Funke mehrere Themen liebevoll in einem kleinen Weihnachtsabenteuer verpackt.

Da wären der Junge Ben, der von seinen Mitschülern gemobbt wird sowie Charlotte, die noch neu in der Stadt ist und daher noch keine Freunde hat. Und über allem schwebt das große Thema Weihnachten und der Zauber, welcher dem klassischen Fest innewohnt. Immerhin versucht der Weihnachtsmann seit jeher, die Wünsche der Kinder herauszufinden und zu erfüllen, damit die Kinderaugen vor Freude strahlen. Und genau dies will Waldemar Wichteltod mit seiner Weihnachtsfirma zerstören, um sich an dem Fest eine goldene Nase zu verdienen.
In dieser Erzählung ist Niklas Julebukk nicht dieser dicke Klischee-Weihnachtsmann mit exklusivem Schlitten, sondern wirkt eher wie ein einfacher junger Typ mit Wohnwagen, emsigen Kobolden, Engeln und einem unsichtbaren Rentier. Dies und noch viele weitere kleine Details rund um Niklas Julebukk und Waldemar Wichteltod hebt die Erzählung von anderen Weihnachtsmann-Geschichten ab. Etwas befremdlich hingegen empfand ich, dass die Kinder sich einfach bei diesem fremden Mann in den Wohnwagen setzten.
Der Schreibstil ist bildhaft und die Geschichte selbst ein wenig abenteuerlich. Ich würde es als Weihnachtsgeschichte für die ganze Familie bezeichnen, bei der typische Kindersorgen und -probleme nicht zu kurz kommen. Dadurch verliert sich der Zauber der Weihnacht stellenweise allerdings auch ein wenig in der Erzählung.
Das Hörbuch wird gelesen von Karl Menrad, der mit seiner etwas jüngeren, gemächlicheren Stimme wunderbar zu Niklas Julebukk passt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.