Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Meli:
Sympathische Protagonisten und süße Fake-Dating-Romance
Viele Träume führen ans Ziel von Gloria Trutnau
Leni hat gerade die Schule beendet, aber während ihre nun ehemaligen Mitschüler schon genau zu wissen scheinen, wie es weitergeht, ob Studium, Ausbildung oder andere Pläne, weiß Leni nicht, was sie tun will. Ihre Eltern möchten, dass sie Jura studiert, aber Leni weiß zumindest schonmal, dass das nicht ihr Traum ist.
Sie ergattert zufällig ein Praktikum an einem Filmset und gewinnt dadurch Zeit, um sich etwas zu überlegen und sammelt dabei auch noch neue Erfahrungen.
Sie begegnet dort auch direkt zwei Problemen, denn sie erwischt den Freund ihrer besten Freundin beim Fremdgehen, der natürlich nicht möchte, dass Leni sein Geheimnis verrät und schon bald ist es Leni selbst, die sich in einer schwierigen Lage wiederfindet.
Ihr zweites Problem ist dieser arrogante Schauspieler Jonas, der aber auch eine Lösung für ihr erstes Problem bietet, denn Jonas könnte auch Hilfe gebrauchen. Er ist schon ewig in dieser Serie, die sowohl inhaltlich als auch schauspielerisch anspruchslos ist und er wünscht sich, endlich mal in anderen Projekten arbeiten zu dürfen. Doch sein Vater ist sein Manager und möchte, dass er bei dieser Serie bleibt, außerdem kommt Jonas nicht aus diesem Vertrag raus. Die einzige Option: gefeuert werden. Was soll er tun, denn unzuverlässig zu sein fällt ihm schwer. Bleibt nur die Keine-Freundin-Klausel.
Ich habe mich schon gefreut, dass es eine Fake-Dating-Liebesgeschichte ist, weil ich diese wirklich sehr gerne mag und Jonas und Leni sind auch ein wirklich unterhaltsames Paar. Leni versucht noch herauszufinden, was sie vom Leben will und versucht nach der Schule ihre Freundschaften zu erhalten, während Jonas genau weiß, in welche Richtung er gehen möchte, doch sind ihm die Hände gebunden. Ich fand beide sympathisch und konnte ihre Wünsche und Entwicklung während des Buches auch gut nachvollziehen.
Fazit
"Viele Träume führen ans Ziel" konnte mit sympathischen Protagonisten, die neue Wege einschlagen, und einer spannenden Fake-Dating-Geschichte überzeugen und hat mich sehr gut unterhalten.
Trotz allem nur durchschnittlich
Blue Seoul Nights von Kara Atkin
Der Tod ihres Vaters, nach dem er lange gegen seine Krankheit gekämpft hat, war traumatisch für Jade und sie braucht dringend einen Neuanfang. Sie spricht kein Wort Koreanisch, flieht aber nach Südkorea und nimmt dort an einem Programm teil, bei dem Muttersprachler in Grundschulen Englisch unterrichten.
Jade hat in der letzten Zeit die Lust an vielen Dingen verloren und kaum noch ihr eigenes Leben gelebt. Sie muss ständig an ihren Vater und den schmerzlichen Verlust denken, und auch daran, wie schwer diese Zeit für sie war. Nun ist sie so ziemlich auf sich alleine gestellt und nimmt sich vor, sich wieder ihren Träumen zu widmen, aber es fällt ihr schon etwas schwer, die Leidenschaft dafür aufzubringen. Als sie Hyun-Joon kennenlernt, fühlt sie sich ihm nah und beginnt dann langsam wieder aufzutauen. Obwohl ich vor nicht allzu langer Zeit in einer ähnlichen, wenn auch nicht ganz so traurigen Lage war, fiel es mir wirklich schwer, mich in Lage zu versetzen. Vielleicht lag es auch gerade an meiner persönlichen Nähe zu dem Thema, dass mich ihr Schicksal nicht wirklich berühren konnte, aber andererseits habe ich das Problem bei anderen Büchern mit ähnlichen Themen auch nicht.
Ich fand Jade als Charakter einfach nicht richtig überzeugend. Ich verstehe schon, dass es eben darum geht, wie sie sich durch das Leben treiben lässt, bis sie wieder Lebensfreude findet, aber ich fand es einfach langweilig. Hyun-Joon sieht gut aus, hat Familienprobleme und ist Koreaner, und die Liebesgeschichte mit ihm fand ich ganz süß, aber mehr auch nicht. Ich werde die Fortsetzung lesen, weil ich bei Cliffhangern selten widerstehen kann und doch gespannt bin, wie es nach diesem Ende weitergeht. Außerdem hoffe ich auch, dass sich die Charaktere im nächsten Buch so weit entwickeln, dass ich sie sympathischer finde.
Ich hatte mir auch etwas mehr vom Südkorea-Setting erhofft. Am Anfang ist Jade noch ziemlich egal, wohin sie flieht, aber am Ende gefällt es ihr gut, dazwischen hat mir aber die Entwicklung gefehlt, denn natürlich hätte ich gerne die Seiten von Seoul gesehen, die ihr so gut gefallen, aber das waren eigentlich nur ein paar Personen und ein bisschen Essen.
Fazit
"Blue Seoul Nights" konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Die Protagonistin war mir letztendlich eher gleichgültig, aus dem Südkorea-Setting hätte man mehr machen können und ich fand auch die Liebesgeschichte eher durchschnittlich.
Familie, Liebe & Religion
Wie ein leuchtender Stern von Tahereh Mafi
Nach außen hin ist Shadi die perfekte junge Muslima, höflich und hübsch, aber innerlich leidet sie. Sie muss regelmäßig willkürliche rassistische Angriffe über sich ergehen lassen, weil sie noch ein Kopftuch trägt, während Andere sogar ihre Namen ändern, um ihre Religion zu verstecken. Sie versucht einfach, gute Noten zu schreiben, aber in ihrem Kopf ist zu viel anderes los.
Ich hätte hier irgendwie erwartet, dass Rassismus und die Zeit nach dem 11. September eine größere Rolle spielt, auch weil das Buch nur zwei Jahre später spielt. Aber das meiste hier passiert innerhalb der muslimisch-persischen Gemeinde, sogar innerhalb von Shadis Familie und der ihrer ehemals besten Freundin Zahra. Mir fiel es schon schwer, die Freundschaft der beiden nachzuvollziehen, weil Zahra ständig eifersüchtig ist und ausrastet, als sie glaubt, dass Shadi Interesse an ihren Bruder Ali haben könnte. Aber Shadi bedeutet Zahras Meinung viel, daher - und nur zweitrangig wegen der Regeln und Verbote ihrer Religion - versucht Shadi, sich von Ali fernzuhalten und ihre Gefühle zu ignorieren.
Seit dem Unfalltod ihres eigenen Bruders ist auch Shadis Familie nicht mehr wie früher. Ihre Eltern und ihre Schwester haben sich verändert und Shadi wünscht sich oft woanders hin. Ich konnte Shadis Gefühle schon gut nachvollziehen, ihre Unsicherheiten und wie sie alles in sich hineinfrisst, weil sie sich niemandem anvertrauen kann. Wenn sie Höflichkeiten austauscht oder über ihre Lage philosophiert, drückt sie sich oft gewählt aus und hat manchmal auch eine spitze Zunge, wenn sie sich gerade traut, aber sie stammelt oft und da merkt man dann, wie unsicher und verzweifelt sie eigentlich ist.
Bei der Kürze des Buchs hatte ich zum Schluss schon das Gefühl, dass noch etwas gefehlt hat. Das Ende kam schon etwas plötzlich, auch wenn alle Themen mehr oder weniger abgeschlossen wurden. Ich hätte aber auch gern noch hundert weitere Seiten über Shadi gelesen.
Fazit
In "Wie ein leuchtender Stern" hätte ich mehr zum Thema Rassismus erwartet, aber mir gefiel die Geschichte der jungen Muslima, die zwischen Religion, Liebe und Familie hin und hergerissen ist und sich unglaublich einsam fühlt.
Spannend, unterhaltsam und ein kleines bisschen ernster als der Vorgänger
Aurora entflammt von Amie Kaufman; Jay Kristoff
Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Tyler und Scarlett leiden sehr unter Cats Verlust, da sie ihr sehr nahe standen. Dass ihr Körper nun auch noch unter der Kontrolle des parasitären Ra'haam ist, macht es nur noch schmerzvoller. Auf den Schultern des perfekten Captains und seiner Crew lastet nun noch viel mehr Verantwortung als je zuvor und sie schweben ständig in Gefahr, da fast jeder ihr Feind ist.
Aber dafür wird aus dem Chaos-Squad immer mehr eine Familie, die mit irrwitzigen Plänen und einer guten Portion Selbstbewusstsein bisher jede Situation gemeistert hat. Aurora muss lernen, ihre gewaltigen Kräfte als Trigger zu kontrollieren, da sie im Moment auch ihre eigenen Freunde gefährdet. Kaliis, der Syldrathi, den wir auf dem Cover bewundern können, unterstützt Aurora so gut er kann, da er sich durch den "Sog" quasi unsterblich in sie verliebt hat und alles für sie tun würde.
Er wird von seiner mörderischen Schwester gejagt, die im Gegensatz zu ihm den Krieg liebt und auf der Seite der gefürchteten Zerstörer ihres Heimatplaneten kämpft. Ich fand Saedii zwar nicht sympathisch, aber sie bringt auf jeden Fall viel Action und Spannung ein. Neben den anderen Protagonisten und ihr bleiben Squadmitglieder Finian und Zila wieder eher blass, auch wenn sie eigene Perspektiven haben und zwischendurch sogar mal wichtig sind.
Ich konnte mich noch gut an die verschiedenen Mitglieder des Squads und ihre Beziehungen erinnern, aber den uralten Kampf zwischen den Alienspezies hatte ich anscheinend komplett verdrängt, daher fiel mir der Einstieg etwas schwer, auch wenn sich das schnell gelegt hat. Ich wundere mich aber nicht, dass die Liebesgeschichten besser hängen geblieben sind, weil es auch in den Köpfen der Charaktere selten um etwas anderes ging. Hier steht jetzt aber schon dieser große Krieg um die Rettung des gesamten Universums im Mittelpunkt, es fehlt aber auch nicht an Liebesdrama, Humor und spannenden kleinen Abenteuern. Der Schreibstil ist locker und unterhaltsam, aber der Ton ist oft schon ein bisschen ernster als im Vorgänger. Manches fand ich schon vorhersehbar, anderes aber doch sehr überraschend und spannend.
Fazit
"Aurora entflammt" war wieder spannend und unterhaltsam und ich mochte auch, wie sich die Charaktere entwickelt haben. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, auch wenn ich es sehr schade finde, dass es schon das letzte Buch der Reihe sein wird.
Lieben, obwohl es früher oder später sowieso endet?
Als wir Tanzen lernten von Nicola Yoon
Seit sie ihren Vater beim Fremdgehen erwischt hat und ihre Eltern sich haben scheiden lassen, glaubt Evie nicht mehr an die Liebe. Aber dann kann sie plötzlich auf magische Weise die Zukunft von Liebespaaren sehen und sieht dabei, dass sie alle in Herzschmerz enden, was sie nur darin bestärkt, an der Liebe zu zweifeln.
Sie folgt der Spur dieser seltsamen Gabe und findet sich dann in einem Tanzkurs wieder, wo sie X kennenlernt, dessen Charme selbst sie nicht kaltlässt.
Evie sieht überall nur Beziehungen enden und durch ihre mysteriöse neue Fähigkeit jetzt sogar schon, bevor es so weit ist. Sie glaubt nicht mehr an Happy Ends und möchte sich auf nichts einlassen, das sowieso enden wird, sie versteht auch nicht, wie andere Menschen - so wie ihre Schwester oder ihre Freunde - sich das immer wieder antun können. Ihr Vater hat ihr durch seine Tat das Herz gebrochen und nun kann sie niemandem mehr vertrauen, läuft traurig und mit pessimistischem Blick durch die Welt.
Als sie Xavier / "X" als Tanzpartner bekommt, ahnt sie schon, dass er ihr das Herz brechen würde, wenn sie es zulässt. Aber X ist ehrlich, witzig und versteht ihren Schmerz. Evie versucht zwar, ihr Herz zu schützen, aber kann sich auch nicht gegen seinen Charme und die Anziehung wehren. Die beiden ergänzen sich wirklich wunderbar und ihre kleinen Auseinandersetzungen, weil Evie noch versucht, ihn nicht zu nah an sich heranzulassen, waren wirklich niedlich und unterhaltsam.
Ich kenne ja die anderen beiden Bücher der Autorin und die hatten schon ernstere Themen, aber dieses Buch war auch nicht weniger emotional und hatte auch schöne, tiefsinnige Gedanken zur Liebe und was wirklich von Bedeutung sein sollte. Ich fand Evies Pessimismus zwar schon anstrengend, aber auch nachvollziehbar. Die Darstellung ihrer Gefühle und ihre Entwicklung sind hier gut gelungen und waren mitreißend. Der Schreibstil ist auch so flüssig und unterhaltsam, sodass man wirklich schnell durch die Seiten fliegt.
Fazit
"Als wir Tanzen lernten" mit einer pessimistisch-traurigen Protagonistin, die den Glauben in die Liebe wiederfinden muss, ist sowohl unterhaltsam als auch emotional und hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Ein rätselhafter und spannender Erbfall
The Inheritance Games von Jennifer Lynn Barnes
Avery ist fleißig und clever, kommt aber trotzdem nur gerade so über die Runden. Bis sie plötzlich zur Milliardenerbin wird, obwohl sie den verstorbenen Tobias Hawthorne überhaupt nicht kennt. Seiner Familie hat er nur ein paar Hunderttausend hinterlassen, während er Avery viele Milliarden Dollar bekommen soll.
Aber dieses Erbe ist auch an Bedingungen geknüpft, denn Avery muss nun eine Weile zusammen mit der frisch enterbten Familie zusammen wohnen und versucht währenddessen herauszufinden, was hier vor sich geht.
Tobias liebte Rätsel und ließ seine vier Enkelsöhne schon unzählige Male gegeneinander antreten und hat sie immer dazu ermuntert, neue Dinge auszuprobieren. Nun ist Avery ein Eindringling, der alles durcheinander bringt und sie ist wieder ein neues Rätsel ihres Großvaters. Besonders Grayson und Jameson, die beiden mittleren Brüder, sind entschlossen, es zu lösen. Jameson ist schon sehr nett zu Avery und ist bereit, mit ihr zusammenzuarbeiten, Grayson hingegen scheint Averys Anwesenheit kaum ertragen zu können. Aber Avery fühlt sich zu beiden irgendwie hingezogen, dabei waren genau diese Brüder schon mal in einem Liebesdreieck, das tragisch ausging und die Sache für Avery noch komplizierter macht.
Das große Rätsel darum, wie Avery in diese Erbangelegenheiten hineingeraten ist, bringt schon durchgehend Spannung in die Geschichte, und dabei ist noch viel mehr los. Ein verstorbenes Mädchen, ein verschwundener Onkel, komplizierte Liebesgeschichten und dann ist da natürlich noch der Reichtum und die Nebenwirkungen in Form von Paparazzi und Leuten, die gern einen Teil vom Kuchen hätten. Ich habe beim Lesen schon einige Hinweise entdeckt, aber natürlich fehlte mir oft das Wissen der vielseitig begabten und schlauen Charaktere. Teilweise hätte ich schon etwas mehr erwartet, aber insgesamt fand ich das Buch schon spannend und unterhaltsam.
Fazit
"The Inheritance Games" bietet einen rätselhaften Erbfall mit drei Erben, die versuchen, dieses Rätsel zu lösen und ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer mit cleveren und sympathischen Charakteren.
Fake-Dating, Empty-Nest-Syndrom und ein charmantes Mittelalterfestival - eine schöne und unterhaltsame Fortsetzung
A History of Us - Nur drei kleine Worte Willow-Creek-Reihe von Jen DeLuca
Der dritte Band um das charmante Mittelalterfestival konnte mir gleich zwei meiner Lieblingshandlungen bieten: Fake-Dating und Alleinerziehende, darüber habe ich mich sehr gefreut und war in der Hinsicht auch absolut zufrieden. Aprils Tochter ist schon etwas älter als die Kleinkinder und Grundschüler, die ich sonst habe, aber mir gefiel auch die Geschichte der Mutter, die die Verantwortung für ihr Kind nun langsam abgeben kann, da Tochter Caitlin ihren Abschluss macht und während ihres Studiums auch nicht mehr zu Hause wohnen wird.
April hatte schon lange Pläne, was sie machen möchte, wenn sie wieder allein ist, aber nun, da es fast so weit ist, die verhasste Kleinstadt zu verlassen, merkt sie doch, dass sie gar nicht mehr so dringend gehen will. Sie ist eher Einzelgängerin und die Gemeinschaft sowie das Mittelalterfestival sind nicht so ihr Ding. Zu Letzterem ist sie seit Jahren nicht gegangen, obwohl ihre Schwester und ihre Tochter sich da sehr engagieren. Sie fühlt sich hier weder wohl noch willkommen - aber es liegt mehr an ihrer ablehnenden Einstellung als an den Bewohnern der Stadt
Um das Haus für den Verkauf etwas aufzuhübschen, bräuchte April etwas Hilfe und Mitch bietet Fachkenntnis und Muskeln, bittet aber auch um eine Gegenleistung: April soll für einen Abend seine Freundin spielen, damit seine Familie ihn in Ruhe lässt. Er ist charmant, attraktiv und sehr hilfsbereit - und viel zu jung, um April anziehend finden zu können, zumindest glaubt sie das. Sie verbringt gerne Zeit mit ihm und taut schon auf, aber sie bleibt sehr vorsichtig, in jeder Hinsicht.
Auch wenn mir die Liebesgeschichte inklusive Fake-Dating und die neu gewonnene Freiheit einer Mutter sehr gut gefallen haben, gingen mit Aprils Komplexe und Ängste bezüglich möglicher Gerüchte mit der Zeit schon etwas auf die Nerven, weil man sich da so im Kreis dreht. Besonders, wenn man gerade denkt, man hätte Fortschritte gemacht und April sei zu neuen Erkenntnissen gelangt, aber dann ändert sich doch nichts an ihrem Verhalten.
Fazit
In "A History of Us - Nur drei kleine Worte" haben mir die Liebesgeschichte, das Fake-Dating, das Empty-Nest-Syndrom sowie das Mittelalterfestival wieder gut gefallen, nur Aprils Ängste zogen es mir etwas in die Länge.
Magisch, mitreißend und tödlich-spannend
A River of Royal Blood - Rivalinnen von Amanda Joy
Früher waren sie einfach Schwestern, aber sie waren schon immer dazu bestimmt, Rivalinnen zu sein, denn nur eine von ihnen kann Königin werden und die andere muss durch die Hand ihrer Schwester sterben.
Evas Magie ist gefährlich, aber dafür hat sie nur wenig Kontrolle darüber. Sie ist so selten, dass sie niemanden hat, der sie ausbilden kann und sie selbst traut ihrer Blut-und-Knochen-Magie nicht, weil die letzte Königin mit dieser Magie einen Krieg begonnen hat und in Evas Augen einfach nur zum Fürchten war.
Sie glaubt eigentlich nicht, dass sie gewinnen kann und ist dafür oft auch zu weichherzig. Die Beziehung zu ihrer Schwester Isa ist schon seit langem zerstört, aber Eva kann sich nicht vorstellen, sie zu töten, auch wenn Isa schon grausam ist und mit ihren Fähigkeiten, Gedanken manipulieren zu können, eine echte Gefahr darstellt. Auch von ihrer Mutter kann Eva keine Hilfe erwarten, da diese ganz offensichtlich Isa favorisiert.
Aber ihr Vater unterstützt Eva, nur ist dieser als Lord Kommandant nicht in der Hauptstadt. Aber er stellt Eva zuverlässige Helfer an die Seite, von denen einige Chimären sind - dabei sehen die Menschen, besonders die Adeligen, auf die anderen Wesen herab. Eva hingegen ist mit einer Chimäre als Kindermädchen aufgewachsen und hat daher weniger Vorurteile, sie träumt sogar davon, sich für ihre Rechte einzusetzen, sollte sie aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz überleben.
Evas Abenteuer konnte mich sofort mitreißen. Ihre Familienprobleme sind sowohl emotional mitreißend als auch tödlich-spannend und auch ihre Anstrengungen, um ihre gefährliche Magie unter Kontrolle zu bringen, fand ich gelungen. Auch die Nebencharaktere, ihre Leibwache und ihre Freunde, sowie ihre Liebesgeschichte haben mir gut gefallen. Die Magie war schon interessant und ich hätte gern noch mehr gesehen - daher freue ich mich auch schon sehr auf die Fortsetzung!
Fazit
In "A River of Royal Blood - Rivalinnen" konnte mich das magische Abenteuer von Prinzessin Eva mitreißen. Ihre Familienprobleme, die das Schicksal ganzer Königreiche beeinflussen, ihre Magie, ihre Welt und ihre Freunde konnten mich überzeugen und ich freue mich schon auf mehr!
Enttäuschendes Finale, das sich in die Länge zieht
Partem - Wie der Tod so ewig von Stefanie Neeb
Den zweiten Band der Partem-Dilogie fand ich ziemlich anstrengend. Nachdem im ersten Band so wenig passiert ist, hatte ich hier dann Action und Antworten erwartet. Die gab es zwar, aber es blieb trotzdem langweilig.
Die Kapitel aus den Perspektiven von Xenia, Chrystal, Jael und Felix sind oft nur ziemlich kurz und es gibt dann auch noch kleine Sprünge dazwischen, sodass es mir manchmal schwerfiel, der Handlung zu folgen.
Bei vielen Kapiteln musste man sich erstmal neu orientieren. Dazu wird so vieles nur nachträglich erzählt und man verpasst tatsächlich eine ganze Menge Handlung und ist nur so halb dabei. Und der Rest ist auch nicht immer relevant für die Geschichte, ein bisschen Entleeren hier, ein bisschen Beziehungsdrama da, da dreht man sich eigentlich die ganze Zeit im Kreis.
Xenia weiß schon einiges über den Partem und Jaels Rolle darin und versucht damit klarzukommen, dass er den Menschen Liebe entzieht und dafür oft fragwürdige Dinge tun muss. Felix hingegen versteht nicht, warum so viele Leute in seiner Umgebung sich so seltsam verhalten, besonders Chrystal. Aber da Xenia und Felix ja so tiefe Gefühle für ihre geheimnisvollen Love Interests haben, wird vieles akzeptiert und schnell vergeben. Chrystal und Jael hingegen haben gelernt, ihre Gefühle zu unterdrücken und jetzt scheinen sie gar nicht zu wissen, wie man Gefühle hat, ihre Taten und Gedanken passen nicht immer zusammen.
Den Partem fand ich auch nicht mehr so bedrohlich, obwohl man hier schon viel mehr über ihre grausamen Taten erfährt. Aber die Geschichte zieht sich so in die Länge, mit vielen kleinen Ereignissen, die hinterher wieder doch nicht so wichtig sind, dass mir ihr Einfluss und ihre Macht immer kleiner vorkam.
Fazit
"Partem - Wie der Tod so ewig" war ein eher enttäuschendes Finale. Schon der erste Band zog sich in die Länge und auch der zweite Teil hat trotz der erwarteten Antworten und Action nicht überzeugen können.
Süße Liebesgeschichte ohne große Konflikte
City of Dreams - Heather & Ryker von Layla Hagen
Heathers Freund verlässt sie plötzlich, dabei sind sie gerade erst zusammengezogen. Nun muss Heather schauen, wie sie die Wohnung behalten kann, wofür sie als Reporterin einen wirklich guten Artikel braucht. Sie lernt Ryker kennen, der kein Geheimnis daraus macht, dass er etwas für Heather empfindet - und der ihr auch bei ihrem Artikel helfen kann.
Aber Heather möchte nicht wieder enttäuscht werden und möchte vor allem ihre Tochter beschützen.
Ich liebe Liebesgeschichten mit alleinerziehenden Eltern und auch diese hat mir wirklich sehr gut unterhalten. Allerdings fand ich es in dieser Kategorie auch eher durchschnittlich. Ryker ist schon zu offen für alles. Am Anfang heißt es zwar, er sei beziehungsscheu, aber davon spürt man absolut gar nichts. Er ist vom ersten Moment an von Heather fasziniert und wundert sich zwar über seinen Sinneswandel, aber als Leser kennt man ihn dann nur als den zuverlässigen Kerl, der sich von einer Frau mit Kind überhaupt nicht abschrecken lässt. Und Heather hat zwar Angst, jemanden in ihr Leben zu lassen und will ihre Tochter beschützen, aber tut auch nichts in der Hinsicht. Ich glaube, mir hat hier einfach etwas der Konflikt gefehlt, den ich erwartet hätte. Die Protagonisten waren von Anfang an schon die, die sie am Ende auch sein sollten, da gab es auch kaum eine Entwicklung.
Aber die Geschichte war trotzdem schön und ich mochte, wie Heather und Ryker sich näherkommen und auch, wie Ryker sich mit Heathers entzückender Tochter Avery anfreundet.
Fazit
"City of Dreams - Heather & Ryker" bietet eine schöne Liebesgeschichte, mit einer Protagonistin, die ihr Kind und ihr Herz beschützen möchte, und einem Mann, der bereit ist, alles für die beiden zu tun. Mir hat es ein wenig an Konflikten gefehlt, daher fand ich die Geschichte eher durchschnittlich, auch wenn sie mir insgesamt schon gut gefallen hat.











