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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Meli:

Feministisch, selbstbewusst und verliebt in den Feind

Falling in love was not the plan von Michelle Quach

Eliza will schon lange Chefredakteuerin werden und ist schon ewig bei der Schülerzeitung. Kurz vor der Wahl gibt es dann plötzlich einen Gegenkandidaten der entgegen aller Logik auch noch gewählt wird! Um ihrem Ärger Luft zu machen, schreibt Eliza sich die Gedanken von der Seele und beschuldigt die Schüler, frauenfeindlich zu sein.

Aber als ihre privaten Gedanken plötzlich öffentlich werden, wird sie zum Ziel von einer Menge Hass und muss Stellung beziehen.

Ich finde, der englische Titel "Not Here to Be Liked" passt schon besser zu diesem Buch, weil er schon Elizas Charakter entspricht und gleichzeitig besser zum feministischen Thema passt, während der deutsche Titel die Liebesgeschichte in den Vordergrund rücken möchte.

Ich war schon gemeinsam mit Eliza empört, dass man den weit weniger qualifizierten Len wählt, obwohl Eliza schon viel für die Schülerzeitung getan hat und ihr die Position als Chefredakteurin so viel bedeutet. Anders als sie hätte ich aber nicht das Patriarchat beschuldigt, dass sie als Frau nicht gewählt wurde, aber nach und nach konnte ich ihren Standpunkt schon verstehen.

Das feministische Thema fand ich - abgesehen von Elizas Anschuldigungen, die ich am Anfang noch nicht ganz nachvollziehen konnte - gut gelungen. Eliza ist selbstbewusst, weil sie kompetent ist, aber das bedeutet nicht, dass sie keine Unsicherheiten hat. Ihre asiatische Mutter, ihre Klassenkameraden - alle haben ihre Erwartungen, wie sie sein und sich benehmen sollte. Aber Eliza folgt ihrem eigenen Weg und setzt sich für die Dinge ein, an die sie glaubt und entdeckt dabei so viel Neues.

Es passt gar nicht zu ihren Plänen, dass sie dann noch Gefühle für Len entwickelt, denn schließlich ist er das Gesicht des Patriarchats, während Eliza zur Stimme des Feminismus wird - da würde es überhaupt nicht ins Bild passen, wenn sie sich mit dem Feind einlässt ... oder? Ich fand die Geschichte der beiden schon süß, weil sie gut in das ganze Chaos passt, wobei ich Len manchmal schon ein klein wenig anstrengend fand. Ich mochte auch Elizas Freundschaften mit unterschiedlichen Feminist:innen, sodass man auch verschiedene Aspekte des Feminismus gesehen hat.

Fazit
"Falling in love was not the plan" hat mir mit den feministischen Themen und einer starken Protagonisten sehr gut gefallen, auch wenn ich von der Liebesgeschichte noch ein kleines bisschen mehr erwartet hätte.

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Liebe, Freundschaft und Planänderungen

In fünf Jahren von Rebecca Serle

Dannie liebt Pläne und Zahlen und ist glücklich, dass alles in ihrem Leben genau nach Plan läuft. Ihre Wohnung, ihr Job, ihr Verlobter: Alles genau nach ihren Vorstellungen. Doch dann hat sie einen kurzen Traum von einem Moment in fünf Jahren, in dem alles anders ist und wo sie den Ring eines anderen Mannes trägt.

So echt er auch schien, ist der Traum schon bald vergessen und Dannie lebt ihr perfektes Leben weiter - bis sie den Mann aus dieser Vision zum ersten Mal trifft.

Ich weiß gar nicht, wie ich die Geschichte beschreiben soll, ohne zu viel zu verraten. Dannie hat schon zu Beginn der Geschichte eine Vision von der Zukunft und als sie den Mann von ihrer Vision wiedersieht, will sie diese Entwicklungen vermeiden und strengt sich an, ihr Leben in die ursprünglich geplante Richtung zu treiben. Aber wird das funktionieren oder nicht?

Beim Lesen war ich die ganze Zeit gespannt, ob sich die Vision letztendlich so abspielen wird und wenn ja, wie es dazu kommen wird, schließlich scheint so vieles dagegen zu sprechen. Es ist nur ein halbes Jahr, Dannie ist verlobt und Aaron, mit dem sie in dem Traum zusammen war, ist der Freund ihrer besten Freundin Bella, die verliebt ist wie nie zuvor in ihrem Leben.

Die Liebesgeschichte hat sich anders entwickelt als ich erwartet hätte, obwohl ich gedacht hätte, dass ich für alles offen bin, und ich fand das schon ein bisschen enttäuschend. Trotzdem mochte ich die Themen wie Freundschaft durch alle Schwierigkeiten, eigene Entscheidungen zu treffen, auch wenn alles vorherbestimmt scheint, und dass sich auch scheinbar perfekte Pläne ändern können, weil man sich immer weiterentwickelt.

Fazit:
Auch wenn ich nicht die Geschichte bekommen habe, die ich erwartet hätte, fand ich "In fünf Jahren" emotional, tiefgründig und mitreißend bis zur letzten Seite.

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Rittermagie, Trauerbewältigung und Rassismus

Legendborn – Der geheime Bund von Tracy Deonn

Seit dem Tod ihrer Mutter fühlt Bree sich nicht mehr wie sie selbst und auch der Beginn ihres Studiums an der University of North Carolina hilft ihr nicht aus ihrem Tief. Doch dann beobachtet sie an ihrem ersten Tag einen Dämonenangriff und wird verzaubert, damit sie alles vergisst - doch im Gegensatz zu ihren Kommilitonen kann sie sich an alles erinnern.

Außerdem wird ihr klar, dass sie schon davor einmal verzaubert wurde - am Tag, als ihre Mutter starb. Um herauszufinden, was es mit den Dämonen und den Artusrittern, die diese bekämpfen, auf sich hat, und wie all das mit dem Tod ihrer Mutter zusammenhängt, macht Bree sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Ich fand es schön, dass es nicht nur ein spannendes Fantasy-Abenteuer ist, es geht auch besonders um die Erfahrungen einer schwarzen Studentin in einer Gesellschaft, die eigentlich nur aus Weißen besteht, da die Magie der Artusritter hier traditionell genetisch vererbt wird. Aber nicht nur da begegnet man Bree mit Rassismus und Sexismus. Ich mochte auch verschiedene Details, die Brees Herkunft betonen und das ist viel mehr als nur ihr anspruchsvolles Haar. Auch die unterschiedlichen Arten der Magie sowie ihre Geschichte fand ich interessant und sehr gut gelungen.

Bei manchen Themen hatte ich schon ein bisschen das Gefühl, dass mir viel Wissen über schwarze Kultur fehlt, aber die Autorin sorgt auf jeden Fall dafür, dass die Gefühle beim Leser ankommen. Brees Trauer und Entschlossenheit sind absolut mitreißend und man muss einfach mitfiebern. Teilweise hat mich ihre verbissene Suche auch ein wenig gestört, weil Bree schon von Anfang an als clever präsentiert wird, da sie Erfolg im Unterricht hat und geschickt ihre Ziele erreichen kann, aber dann ist sie manchmal eher blind, was die Konsequenzen ihrer Aktionen betrifft. Trotzdem passt es auch zu ihrem Charakter, Initiative zu ergreifen.

Die Liebesgeschichte konnte mich auch mitreißen, auch wenn es mir am Anfang noch etwas zu schnell zu gehen schien. Bree hat auch einige Freundschaften, aber diese bleiben eher blass im Vergleich zum Love Interest oder ihren Gegnern.

Fazit
"Legendborn - Der geheime Bund" bietet nicht nur ein spannendes Fantasy-Abenteuer und eine zielstrebige Protagonistin, ich mochte auch besonders, wie hier eine alte britische Sage mit der Geschichte des nordamerikanischen Kolonialismus verwoben wird, sodass auch besonders Rassismus ein Thema ist.

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Friends-to-Lovers & Eifersucht

Dunbridge Academy - Anyone von Sarah Sprinz

Charles und Victoria sind schon lange beste Freunde und haben auch schon seit Jahren Gefühle füreinander. Aber um ihre Freundschaft nicht zu gefährden, haben sie diese Gefühle noch nie angesprochen.

Tori wil nun Valentine, dem Star der Rugby-Mannschaft, eine Chance geben, aber so richtig glücklich macht er sie nicht.

Valentine spricht abfällig über ihre Freunde und macht sich über Toris Interessen lustig, sodass sie sich manche Dinge nicht mehr traut, weil sie ihm gefallen und ihn nicht verärgern möchte. Charles hingegen kann sehen, wie toxisch diese Beziehung ist und er würde Tori gerne beschützen. Doch um seine Gefühle weiter zu verbergen, behauptet er, in Eleanor verliebt zu sein.

Es ist schon frustrierend, wie die beiden schon so lange umeinander herumschleichen und nicht sehen können, was für ihre Familie und Freunde schon lange offensichtlich ist. Trotzdem hat mir ihre Liebesgeschichte gefallen, weil sie auf einer guten Freundschaft basiert. Ihre Eifersucht und die Schulaufführung von Romeo und Julia bieten eine unterhaltsame und mitreißende Geschichte.

Von den Nebencharakteren konnte mich besonders Eleanor überzeugen, weil sie einfach durch und durch nett und freundlich ist. Ich mochte jede Szene, in der sie dabei war, zum einen weil sie so liebenswert ist, und auch, weil Tori und Charles sich in ihrer Nähe wegen ihrer Kommunikationsprobleme wie eifersüchtige Idioten benehmen und das für spannende Momente sorgt. Valentine hingegen war einfach das Klischee des toxischen Freundes.

Fazit
"Dunbridge Academy - Anyone" hat mir mit der schönen Friends-to-Lovers-Liebesgeschichte gut gefallen.

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Oberflächlich & eher enttäuschend

A Touch of Darkness von Scarlett St. Clair

Persephone ist eine junge Göttin, deren Existenz geheimgehalten wurde. Nun darf sie nach jahrelangem Leben in Abgeschiedenheit in New Athens studieren, soll aber ihre wahre Identität weiter verbergen - vor allem vor Hades, dem Gott der Unterwelt. Doch dann kommt es doch dazu, dass Persephone an seinem Spieltisch sitzt und eine Wette verliert, und Hades verlangt, dass die Göttin des Frühlings Leben in der Unterwelt erschafft.

Leider hat Persephone keine Magie; während ihre Mutter Demeter alles zum Wachsen und Blühen bringt, verwelken Blumen in ihren Händen nur. Unmöglich, dass sie da die Bedingungen der Wette erfüllen kann, aber sie muss es trotzdem versuchen, weil sie sonst ihre Freiheit verliert. Und Persephone weiß schon zu gut, wie es ist, eingesperrt zu sein, denn Demeter hat ja nichts anderes getan, als die junge Göttin fast ihr gesamtes Leben lang einzusperren. Persephone hatte gerade erst das Steuer selbst in die Hand genommen, als ihr die Selbstbestimmung auch wieder durch die Finger zu rinnen scheint. Verständlich, dass sie wütend auf Hades ist, der ständig Sterbliche in seine Falle lockt und ihnen unmögliche Aufgaben stellt. Aber natürlich ist er so unglaublich mysteriös und attraktiv, da beginnt Persephone auch schon bald seine guten Seiten zu entdecken.

Die Liebesgeschichte der beiden ist oberflächlich und vorhersehbar. Persephone fühlt sich von seiner düsteren Art angezogen und auch, weil er eben so verboten für sie ist. Er ist herrisch, aber sie widersetzt sich ihm und bringt Schwung in seine verstaubten Verhaltensmuster. Man merkt eigentlich nicht, dass sich da Gefühle entwickeln, es ist meist körperlich und wir sollen einfach glauben, dass Persephone Hades sehr viel bedeutet.

Ich mag griechische Mythologie schon sehr gerne, aber hier fand ich sie eher enttäuschend. Die Regeln der modernen Götterwelt waren nicht wirklich formuliert, sodass man sich schon selbst zusammenreimen muss, was schon war und welche Mythen wir in dem modernen Setting miterleben. Gerade die Unterschiede haben mich da öfter mal aus der Handlung gerissen. Ich war auch ziemlich enttäuscht von der Unterwelt, die mir einfach viel zu gemütlich war. Die Handlung hat nicht immer Sinn ergeben und an anderen Stellen war sie zu konstruiert, sodass die Geschichte so eine unnatürliche Art hatte, durch die auch kaum Spannung aufkam.

Fazit
In "A Touch of Darkness" fand ich die Geschichte der jungen Göttin und moderner Mythologie vielversprechend, aber die Handlung und Liebesgeschichte waren zu oberflächlich und bei der Mythologie hat man sehr viel Potenzial verschwendet.

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Geld, Macht und wenig Liebe

Heartless Dynasty - Der Erbe von K.I. Lynn

Atticus ist der Älteste der De-Loughrey-Enkel und hat nach dem Tod seines Großvaters die Chance, der neue König der Familie zu werden. Allerdings nur, wenn er es schafft, sehr bald zu heiraten und ein Kind zu bekommen, sonst geht der Stab an seine Brüder und Cousins weiter. Für Atticus kommt es nicht infrage, eine der reichen Frauen zu heiraten, die sein Vater ihm andrehen will.

Er bietet stattdessen Ophelia an, fünf Jahre seine Frau zu spielen, bis Atticus alles hat, was er braucht.

Ophelia hatte einen One-Night-Stand mit Atticus und war dann zufällig seine Kellnerin in einem sehr schicken Restaurant. Sie bedient ihn monatelang und weiß nicht, wie viel ihm das bedeutet und dass sie ihm nicht aus dem Kopf geht. Bei ihrer finanziellen Lage kann sie Atticus' Angebot kaum widerstehen und findet sich in einer Welt wieder, in der Geld alles ist. Der Umgang mit Atticus ist schwierig, denn bei ihm ist jedes Gespräch geschäftlich und seine Anweisungen bezüglich korrekten Verhaltens sind auch nicht so hilfreich, wie er vielleicht denkt - von freundlich ganz zu schweigen.

Das Tempo der Geschichte ist eher langsam, vermutlich auch, weil es eigentlich nur die erste Hälfte eines umfangreicheren Buches ist. Eigentlich geht es vor allem darum, wie mächtig und arrogant die Familie de Loughrey ist: Sie sind herablassend, behandeln andere Menschen, besonders Frauen, wie Objekte, und alle haben Angst oder Respekt vor ihnen. Und natürlich haben sie lächerlich viel Geld.

Ich hatte mich auf eine Fake-Dating-Geschichte gefreut, aber die Phase, in der Ophelia lernt, wie sie sich als zukünftige Mrs de Loughrey verhalten soll, dauert sehr lange und die Beziehung der beiden macht nur sehr langsame Fortschritte, weil Atticus so verschlossen ist und Abstand zu Ophelia hält - dabei hatte er ja eigentlich gute Gründe, warum er ausgerechnet sie für diese Position ausgesucht hat.

Fazit
"Heartless Dynasty - Der Erbe: Teil 1" ist eine halbe Geschichte, bei der mich die erste Hälfte noch nicht überzeugen konnte, weil es mir zu viel um Geld und die damit verbundene Arroganz der Charaktere ging, während die Liebesgeschichte zu kurz kam. Aber ich freue mich trotzdem auf die Fortsetzung!

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Wieder spannend, magisch und mitreißend

Midnight Chronicles - Todeshauch von Bianca Iosivoni; Laura Kneidl

So kurz vor dem Finale werden die Fäden noch weiter zusammengeführt und es wird wieder richtig spannend. Im vorherigen Band konnte mich die Geschichte von Ella und Wayne nicht so sehr mitreißen, aber ich mag Roxy und Shaws Geschichte ja sehr gerne und sie konnte mich wieder überzeugen.

Roxy ist ihrem Ziel näher als sie zu hoffen gewagt hätte und trotz all der Gefahren in der Welt der Hunter und mit den Feinden, die ihnen auf den Fersen sind, gibt es auch positive Entwicklungen in ihrem Leben.

Allerdings gibt es beim Zurückschicken der entflohenen Seelen ein großes Problem, für das sie keine Lösung finden kann.

Shaw kämpft mit seiner Vergangenheit, von der er nun erfahren hat, und wegen der ihn große Schuldgefühle plagen. Er muss nun ergründen, was eigentlich seine Identität ist, wie viel von ihm ist der grausame, mordende Hexenmeister und wie viel der Mann ohne Erinnerungen, der monatelang an der Seite der Hunter gekämpft hat? Durch Roxys Versehen hat er eine zweite Chance bekommen, aber die Frage ist, ob er sie auch verdient.

Das nächste Buch der Reihe ist leider auch schon das Letzte und ich bin schon sehr gespannt, was das Finale zu bieten hat, gerade weil man von Harper und Jules noch nicht so viel gesehen hat und ich mich frage, ob die Geschichte der bisher eher unbekannten Charaktere überzeugen kann, so dass man den letzten Band auch richtig genießen kann. Nach dem spannenden Cliffhanger kann ich jedenfalls kaum erwarten, "Nachtschwur" in die Finger zu bekommen!

Fazit
"Midnight Chronicles - Todeshauch" hat mir wieder so gut gefallen wie erhofft, nicht nur das magische Abenteuer der Hunter, sondern auch die Entwicklung der Protagonisten nach allem, was sie schon durchmachen mussten. Ich freue mich schon sehr auf das Finale!

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Ein anderer Blickwinkel auf Liebe und Glück

Loveless (deutsche Ausgabe) von Alice Oseman

Georgia liebt Liebesgeschichten, aber ein eigenes Liebesleben hatte sie noch nie. Jetzt hat sie sogar die High School schon hinter sich und ist trotzdem ungeküsst und war noch nie richtig verliebt. Sie hat das Gefühl, dass sie etwas verpasst, dass so viele andere Menschen glücklich macht und legt sich ins Zeug, um am College endlich auch all diese Erfahrungen zu machen - aber der oder die Richtige will ihr einfach nicht begegnen.

In diesem Buch bekommt man ein Gefühl dafür, was die Gesellschaft als erfolgreiches und glückliches Leben ansieht und ein romantischer Partner ist in diesem Szenario nicht wegzudenken. Wem romantische Liebe fehlt, der ist noch nicht am Ziel angekommen. Auch der aromantisch-asexuellen Georgia wird eingeredet, dass ihr Leben erst dann der Norm entspricht, wenn sie weiter nach dem richtigen Partner sucht, solange sie keinen hat. Ich fand es wirklich schön, mal eine andere Protagonistin zu haben und ich fand es wirklich bewegend zu sehen, wie sie darum kämpft, so zu sein wie die anderen, auch wenn ihre Gefühle ihr etwas anderes sagen - sie will einfach dazugehören. Das Buch hat wirklich schöne Botschaften über Glück, Liebe, Freundschaften und das Bedürfnis, dazuzugehören.

Georgias Erlebnisse fand ich wirklich mitreißend, die Geschichten ihrer Freunde hingegen konnten mich nicht immer überzeugen. Einige Entscheidungen fand ich schon fragwürdig, aber sie haben auch zu dieser oft quirligen und gleichzeitig auch ernsten Geschichte gepasst. Es ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam, queer und voller Gefühl.

Fazit
"Loveless" konnte mich mit der mitreißenden Nicht-Liebesgeschichte einer sympathischen Protagonistin überzeugen und ich fand, dass dieser andere Blickwinkel auf Glück und Liebe der Autorin sehr gut gelungen ist.

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Eine queere Schnitzeljagd

I Kissed Shara Wheeler von Casey McQuiston

Shara Wheeler ist das perfekte brave Kleinstadtmädchen, bis sie plötzlich verschwindet. Doch sie hinterlässt Hinweise für die letzten drei Menschen, die sie geküsst hat: Ihren Freund Smith, ihren Nachbarn Rory und ihre größte Rivalin im Kampf um den Titel als Klassenbeste: Chloe.

Chloe ist schon etwas besessen davon, Shara Wheeler zu übertrumpfen, denn Shara ist auch die Einzige ernstzunehmende Gegnerin wenn es um Schulnoten geht.

Abgesehen von ihrem Ehrgeiz sind sie aber sehr unterschiedlich. Während die liebenswerte Shara von der ganzen Schule bewundert wird, muss die queere Chloe sich in dieser engstirnigen Gemeinde noch mehr Mühe geben, um sich zu beweisen, weil sie eher auf die negative Art auffällt.

Als Shara nun ihr Verschwinden inszeniert, kann Chloe nicht widerstehen und folgt zusammen mit den anderen beiden den Hinweisen, denn Chloe ist nie vor Herausforderungen zurückgeschreckt und möchte gern beweisen, wie unvollkommen Shara hinter der perfekten Fassade wirklich ist und dass sie viele Geheimnisse hat.

Chloes Besessenheit mit Shara fand ich schon oft mal etwas anstrengend, weil sie auch ihre Gefühle so sehr leugnet und sich ziemlich in die Sache hineinsteigert, bis ihre angebliche Logik einfach nur noch irrational ist. Die Handlung fand ich oft chaotisch, unter anderem weil sie von Chloes Launen abhängig ist. Ich fand die queeren Themen gut gelungen, aber manchmal auch ein klein wenig intensiv. Man sieht schon einige verschiedene Facetten der queeren Gemeinschaft und wie kompliziert es für die Jugendlichen sein kann, da ihre Interessen frei zu erkunden. Ich mochte die ungleichen Freundschaften und die Charaktere meist auch, aber die Schnitzeljagd konnte mich einfach nicht überzeugen.

Fazit
"I Kissed Shara Wheeler" bietet schon eine schöne und unterhaltsame queere Liebesgeschichte und viele tiefgründige Gedanken, aber ich fand die Jagd nach Sharas Geheimnissen einfach nicht wirklich spannend und Chloes Besessenheit war mir manchmal etwas zu anstrengend.

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Fanfictions, Body Positivity und Protagonisten, deren Alter nicht überzeugt

The Stories we write von Olivia Dade

Eigentlich behält April ihre Hobbys für sich, denn sie hatte Angst, dass ihre Kollegen sie nicht mehr ernst nehmen würden, wenn sie wüssten, dass sie Cosplay macht und Fanfiction schreibt. Doch als sie sich endlich traut, ein Bild von sich in einem Kostüm zu ihrer Lieblingsserie auf Twitter zu teilen, sind die Reaktionen gemischt und viele kritisieren ihr Gewicht.

Der Schauspieler Marcus Caster-Rupp jedoch findet es gar nicht in Ordnung, wie die Fans April behandeln und lädt sie auf ein Date ein.

Sie haben beide ihre Unsicherheiten, bei April ist es vor allem das Gewicht und bei Marcus das Gefühl, nie gut genug zu sein, obwohl er eigentlich so erfolgreich ist. Er hat sich über die Jahre ein Image aufgebaut, das ihn davor bewahren sollte, Menschen zu enttäuschen, denn die Fans und Journalisten erwarten nicht viel von einem Schauspieler, der außer einem schönen Gesicht nichts zu bieten hat. Aber manchmal möchte er auch mehr sein als nur ein dummer Schönling, zum Beispiel, wenn er eine Frau kennenlernt, die einfach etwas Besseres verdient hat.

April hat mehr als nur ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften und muss sich schon seit Jahren eine Menge gefallen lassen, vor allem von Dates oder auch von ihren Eltern, und alle meinen, ihr nur helfen zu wollen. Sie reagiert sehr empfindlich auf alles, was mit Sport oder Ernährung zu tun hat, da braucht ihr Gegenüber nicht mal seinen Satz zu beenden, April steckt die Menschen schnell in eine Fat-Shaming-Schublade. Ich fand das Bodypositivity-Thema schon gut gelungen, zum Beispiel ging es um Fat-Shaming in Medien, aber April will einerseits bodypositive sein und ist gleichzeitig so dünnhäutig bei dem Thema, dass ich es auf Dauer ein bisschen anstrengend fand.

Die unterhaltsamen Fanfictions bringen schon eine gute Prise Humor in die Geschichte, aber da sind auch die ganzen albernen und schlechten Filme, in denen Marcus in den letzten Jahren gespielt hat, bevor er durch die neuste Serie erst richtig berühmt wurde. Ich fand es aber etwas schade, dass der Humor mehr zwischen den Kapiteln war, als in der Geschichte.

Eines meiner Probleme mit der Geschichte war das Alter der Protagonisten. Sie sind Mitte/Ende dreißig, aber mir kamen sie immer gut zehn Jahre jünger vor. Das liegt vermutlich auch zum Teil daran, dass ich viel New Adult lese und auch Fanfiction und Cosplay eher mit einem bestimmten Alter assoziiere, aber auch das sonstige Verhalten der beiden passte in meinen Augen eher zu jüngeren Charakteren.

Fazit
In "The Stories We Write" haben mich die Liebesgeschichte und die Welt der Fanfictions schon gut unterhalten, doch die Unsicherheiten der Protagonisten fand ich schon etwas anstrengend und sie konnten mich auch nicht davon überzeugen, dass sie schon Mitte dreißig sind.

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