Kunden em pfehlungen
Rezensionen von liesmal:
Schicksale
Milch Blut Hitze von Dantiel W. Moniz
„Milch Blut Hitze“ – Das ist der Buchtitel, aber gleichzeitig auch die Überschrift der ersten von insgesamt elf Geschichten, die Dantiel W. Moniz erzählt. Es sind dies „intime Porträts von Menschen aus den unteren Gesellschaftsschichten Floridas“.
Dabei geht es um ganz persönliche Geschichten, die zu tun haben mit Schamgefühlen, Problemen unter Geschwistern, Schwächen, Versagensängsten, Missbrauch, Lügen und Grausamkeiten.
Begegnen können uns Menschen mit solchen Geschichten überall, beschreiben wie hier kann sie wahrscheinlich niemand so wie Dantiel W. Moniz. Gebannt habe ich ihre Geschichten gelesen, die mich mitgenommen haben in fantastische Welten, dunkle Ecken, in die Einsamkeit und Verzweiflung der Hoffnungslosigkeit.
Mich hat das Buch sehr berührt, doch obwohl es inhaltlich voller Schrecken ist, ist es dennoch wunderschön geschrieben und voller Emotionen.
Wenn ich manchmal denke, mir geht es schlecht, dann muss ich nur eine der Geschichten von Dantiel W. Moniz lesen, um zu spüren und zu erkennen, wie gut es mir geht.
Meine volle Empfehlung für dieses Buch!
Wertvoller Begleiter nicht nur für die Fastenzeit
Milch Blut Hitze von Dantiel W. Moniz
Die Fastenaktion der Evangelischen Kirche „7 Wochen ohne“ gibt es seit fast vier Jahrzehnten. Schon viele Jahre nehme ich gern daran teil. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto: „Üben! Sieben Wochen ohne Stillstand“. Das gleichnamige Buch von Susanne Breit-Keßler (Hrsg.) aus der edition chrismon wird mein guter Begleiter in der Passionszeit.
Es ist in sieben Abschnitte eingeteilt. Unter den Überschriften
Mein Ziel
Loslegen
Dranbleiben
Freuen
Koten lösen!
Stille
Neu vertrauen
bietet es Ideen und Vorschläge für die Fastenzeit. So gibt es kurze Texte und Geschichten verschiedener Autoren zum Lesen, Schmunzeln, Nachdenken. Für mich besonders interessant ist „Die Zielsetzung mit Hilfe der SMART-Ziele“. Oder zum Nachdenken Fragen wie diese: „Was ist in meinem Leben zu kurz gekommen und will mehr gelebt werden?“
Selbstverständlich nutze ich dieses Buch nicht nur in der Passionszeit. So hat mir sehr gut die Geschichte „#Herzraum“ gefallen. Vor allem der Satz: „Maria hält sich fest an ihrem Gott im Arm und der kleine Gott an ihr…“ Was für ein bewegendes Bild! Oder:
„Still war sie nicht, die Stille Nacht.“ Die Geschichte „Engelworte“ von Stefanie Schardien passt nicht nur gut in die Fastenzeit, sondern ich hoffe, dass ich in der nächsten Advents- und Weihnachtszeit an sie denke. Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte – wunderschön.
Ich hoffe, aus meiner Buchbeschreibung ist die Begeisterung zu spüren, die mich ergriffen hat. Aus vollem Herzen gebe ich meine Empfehlung für diesen tollen Begleiter!
Voll erwischt!
Ende in Sicht von Ronja von Rönne
Ein „Ende in Sicht“ sollte es sein für die 15-jährige Juli und die 69-jährige Hella. Davon erzählt die gleichnamige Geschichte von Ronja von Rönne. Das Hörbuch spricht die Autorin selbst.
Unabhängig voneinander machen sich die beiden Frauen auf den Weg, um ihrem Leben ein Ende zu setzen – Hella fährt mit ihrem alten Passat in Richtung Schweiz und Juli will sich von einer Brücke stürzen.
Durch einen unglücklichen Zufall treffen sie sich und – eigentlich ohne es zu wollen – nimmt Hella Juli mit. Scheinbar ziellos fahren sie durch Deutschland, erleben einiges, ohne dass die eine die Pläne der anderen kennt oder erkennt.
Was ich genau erwartet habe von dem Buch, kann ich im Nachhinein gar nicht mehr sagen. Auf jeden Fall bin ich wohl davon ausgegangen, dass beide ziemlich schnell auf ihr „gemeinsames Ziel“ zu sprechen kommen. Falsch gedacht!
Ronja von Rönne mit ihrer Stimme und der Art des Erzählens hat mich zunächst vor eine große Herausforderung gestellt. Schon nach wenigen Minuten dachte ich, dass es mir unmöglich wäre, noch viel länger zuzuhören. Aber dann…
… hat es mich voll erwischt! Als wäre ein Schalter umgelegt worden, habe ich mich auf Hella und Juli einlassen können. Ihre Gedanken und Absichten sind zu meinen geworden. Ich konnte vieles nachvollziehen, habe mit Juli gefühlt, die sich so wenig geliebt glaubte, aber auch mit Hella, die immer wieder ihre Vergangenheit gelebt hat. Und mir hat die besondere Art der Komik gefallen, die sich durch die ganze Geschichte zieht. Es mag sein, dass andere Zuhörer*innen das alles ganz anders empfinden. Ich kann es für mich nicht besser erklären.
Jedenfalls möchte ich mir nach den anfänglichen Schwierigkeiten sehr gern mehr von Ronja von Rönne erzählen lassen, und ich empfehle dieses Hörbuch als eines, das mich irgendwie sprachlos, aber vollkommen zufrieden zurücklässt.
Wer ist der Feuerteufel?
Feuer im Alten Land von Hanna Paulsen
Gesa Jansen und Björn Dalmann sind als Polizeireporter unterwegs, nicht nur, um über das „Feuer im Alten Land“ in der Hamburger Abendpost zu berichten, sondern auch, um dem Feuerteufel auf die Schliche zu kommen.
Das Alte Land ist ein wunderschöner Teil in Norddeutschland. Das Bild auf dem Cover würde gleich wieder meine Sehnsucht wecken, wenn da nicht das Feuer und die dicken Rauchwolken zu sehen wären.
Seit einiger Zeit werden immer wieder kleine Feuer gelegt, doch diesmal ist Gesa persönlich betroffen, denn das Hotel ihres Bruders Gunnar steht in Flammen. Gunnar mit Frau und Kind und seine Eltern, die alle im Hotel gewohnt haben, sind plötzlich obdachlos. Doch damit nicht genug: Gunnar gerät bald in Verdacht, der Feuerteufel zu sein. Dabei ist er doch selber ein aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr!
Für Gesa beginnt eine schwere Zeit. Für sie ist es selbstverständlich, ihre Familie in ihrem kleinen Zuhause aufzunehmen. Dann beginnt sie mit ihren Ermittlungen, denn sie will unbedingt die Unschuld ihres Bruders beweisen. Ob es ihr gelingt oder ob sie sich in etwas hineinsteigert, das bleibt über lange Zeit ungewiss. Es werden nicht nur weitere Brände gelegt, sondern es gibt auch eine Person, die durch ein Feuer ums Leben kommt.
Mir gefällt der leichte und lockere, aber dennoch fesselnde Schreibstil von Hanna Paulsen richtig gut. Und mit Gesa und Björn finde ich zwei wenn auch sehr unterschiedliche, so doch sympathische Protagonisten, die vielleicht nicht immer einer Meinung sind, sich aber gut ergänzen und sich auf jeden Fall aufeinander verlassen können.
„Feuer im Alten Land“ ist bereits der zweite Band, in dem Gesa und Björn gemeinsam unterwegs sind. Doch auch ohne das vorherige Buch zu kennen, war alles gut verständlich. Trotzdem – gerade weil mir dieses Buch so gefallen hat – werde ich auch das erste Buch noch lesen. Sehr gern empfehle ich das Buch allen, die leichte und dennoch spannende und fesselnde Unterhaltung mögen.
Mit Fürsorge für Sorge sorgen
Der fürsorgliche Mr. Cave von Matt Haig
Was kann man nur tun, wenn man nicht weiß, wie man seine Trauer bewältigen kann?
„Der fürsorgliche Mr Cave“ von Matt Haig sieht nur eine Chance, nachdem er seine Liebsten an den Tod verloren hatte. Zuletzt ist es sein Sohn Reuben, der auf tragische Weise ums Leben kommt. Danach bleibt ihm nur seine Tochter Byrony.
Aus Angst, auch sie noch zu verlieren, will er sie vor allen Gefahren beschützen.
Byrony ist 15 und ganz und gar nicht damit einverstanden, von ihrem Vater quasi auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden. Diesen Eindruck hat sie zumindest.
Das Cover ist unglaublich gut gelungen. Es zeigt auf der einen Seite, wie „gefangen“ sich Byrony fühlt, und auf der anderen Seite den ausgestreckten Arm ihres Vaters, der den Käfig hält. Die Tür ist offen, doch Mr Cave bleibt immer in der Nähe.
Es ist eine aufwühlende, eine finstere Geschichte, die Matt Haig erzählt. Dennoch hat sie mich gepackt und hineingezogen in das Leben von Mr Cave und Byrony. Meine Sympathien haben sie beide und auch mein Verständnis. Trotzdem möchte ich vor allem Mr Cave manchmal bei den Schultern packen und durchschütteln, damit er aufwacht und sieht, was er mit seiner übergroßen Fürsorge eigentlich anrichtet und wie sehr seine Tochter darunter leidet, die doch in einem Alter ist, in dem sie ihre Freiheit genießen möchte. Aber mit dem Durchschütteln würde ich wohl kaum etwas erreichen, denn in gewisser Weise ist er ebenso in seinem Tun gefangen wie Byrony.
Es ist gewaltig, welche Dramatik und welches Gespür für die Psyche des Menschen in dieser Geschichte stecken und mit welcher Glaubwürdigkeit Matt Haig die Gefühle zu transportieren in der Lage ist.
Meine volle Leseempfehlung für die tragische, emotionsgeladene Geschichte.
Brückenbaukunst im Prag des 14. Jahrhunderts
Die Brücke der Ewigkeit von Wolf Hector
„Die Brücke der Ewigkeit“ von Wolf Hector ist erschienen im Verlag Ullstein.
Die Unterzeile „Historischer Prag-Roman“ und dazu das Bild auf dem Cover, das die alte Stadt mit der Brücke zeigt, haben mich neugierig gemacht auf das Buch.
In der Buchbeschreibung ist von dem halbwüchsigen Otlin die Rede, der in einer Gewitternacht miterleben musste, wie die Judithbrücke zerstört und seine Mutter in die Fluten gerissen wurde.
Damals hat Otlin geschworen, er würde eine Brücke der Ewigkeit bauen… So geschehen im Jahr 1342 in Prag.
Gleich zu Beginn im Register der historischen und fiktiven Personen begegnet mir als erster Name Jan Otlin, Steinmetz und Baumeister. Er ist eine der historischen Figuren und in der Geschichte der Hauptprotagonist, der von Anfang an meine Sympathien besitzt.
Große Spannung gibt es nicht nur auf der Brückenbaustelle, sondern sie zieht sich durch die ganze Geschichte, die Wolf Hector in einer gelungenen Mischung aus fiktiven und historischen Elementen gezaubert hat. Neben Jan Otlin ist es die junge Maria-Magdalena, die mich damit beeindruckt hat, wie sie sich für ihre Familie einsetzt und sich dafür häufig in große Gefahr begibt.
Neben vielen Verstrickungen und Verwicklungen, Neid, Hass und Gewalt finden auch Nächstenliebe und Sinn für Gerechtigkeit Platz. Und natürlich gibt es interessante Informationen über die Baukunst, hier speziell die des Brückenbauens.
Was ich noch für erwähnenswert erachte, weil es eher ungewöhnlich, aber sehr gelungen ist: „Die Brücke der Ewigkeit“ ist eingeteilt in vier Bücher, deren jeweils erstes Kapitel „Am Ende“ beginnt – im Jahr 1367. Von dort aus lässt uns Wolf Hector zurückschauen, gibt damit immer ein wenig mehr preis und damit Antworten auf viele Fragen, von denen manche schon am Anfang, viele aber auch im Verlauf des Geschehens entstehen.
Mich hat der Roman sehr gut unterhalten und ich gebe gern meine Empfehlung dafür.
Mehr als das Flüstern des Meeres
Nichts als das Flüstern des Meeres von Willibald Schachenhofer
Mit „Nichts als das Flüstern des Meeres“ nimmt Willibald Schachenhofer seine Leser mit nach Griechenland und weckt damit die Sehnsucht nach der wunderbaren Inselwelt dieses Landes, das ich persönlich noch nicht bereist habe.
Kurze Geschichten und Gedichte, aber auch zeitkritische Texte, die zum Nachdenken einladen, sind in dem kleinen Büchlein zu finden.
Aufrüttelnde Texte über die von Menschen verschuldeten Dinge, die unsere Erde kaputt machen, haben mich nachdenklich gestimmt.
Auf der anderen Seite bin ich dahingeschmolzen, wenn ich Geschichten über Menschen lesen konnte, die ein einfaches Leben führen und damit zeigen, dass zum wirklichen Glück keine Reichtümer gehören.
Eine Bereicherung sind die vielen Fotos, die entsprechend der jeweiligen Texte zum Träumen einladen oder auch zeigen, welche verheerenden Folgen durch Menschenhand entstehen können.
Was ich nicht so ganz gelungen finde, sind die erotischen Texte, die mir zu persönlich erscheinen und die mir in diesem Rahmen nicht passend erscheinen. Doch das ist meine ganz persönliche Meinung. Dennoch empfehle ich das Buch sehr gern weiter.
Durch fiktive Figuren wird Historisches zu einer spannenden Geschichte
Gold und Ehre von Sabine Weiß
Mit dem historischen Roman „Gold und Ehre“ führt Sabine Weiß zurück ins 17. Jahrhundert.
Einer der Hauptprotagonisten, der junge Architekt Benjamin Aard aus Amsterdam, wird von seinem Vater nach Hamburg geschickt. Dort geht es „um den Bau des Hamburger Michels, um Krieg und Frieden und um die Freiheit, sein eigenes Glück zu suchen“.
Die Schilderung der Reise und das Leben in der Stadt Hamburg um 1650 herum haben mir sehr gefallen. Alles ist so lebhaft und detailliert beschrieben, dass ich mir nicht nur ein gutes Bild machen kann, sondern dabei auch spannend unterhalten werde, egal, ob es um die unterschiedlichen Bekanntschaften auf dem Schiff oder auch um zum Teil zwielichtige Gestalten in Hamburg geht. Benjamin kommt mir zunächst ein wenig zu blauäugig und vertrauensselig vor. Da ist es kein Wunder, dass er belogen und betrogen wird. Selbst Lucia, die in Hamburg für ihre Mutter und ihren kleinen Bruder sorgt, lernt er auf unschöne Weise kennen. Neben Benjamin ist sie eine weitere Protagonistin, die ich gern begleitet habe.
Dabei ist mir der Einstieg nicht ganz leicht gefallen. Ich musste mir sehr viel Zeit nehmen, damit ich die historischen Zusammenhänge und die vielen Personen erst einmal richtig einordnen konnte. Die Faszination und die Begeisterung gerade der geschichtlichen – auch der politischen - Zusammenhänge waren jedoch von Anfang an da. Und den Respekt vor dem Hintergrundwissen und den guten Recherchen der Autorin hatte ich bereits vorher.
Eine große Hilfe zum besseren Verständnis ist das Personenregister am Anfang, das die realen und die fiktiven Personen kenntlich macht. Im Glossar findet man viele Begriffe aus der Zeit gut erklärt.
Erwähnen möchte ich einige Stellen, die mich besonders bewegt und berührt haben: die Sturmflut, den Sklavenhandel, das Nieuw Amsterdam – stellvertretend für viele interessante, spannende und informationsreiche Themen, die in dem Roman zu finden sind. Sehr gern gebe ich eine Leseempfehlung!
Grausam und gefühlvoll
Perfect Day von Romy Hausmann
Der Wiedererkennungswert entsteht bereits durch das Cover: „Perfect Day“ von Romy Hausmann – ein Thriller aus dem Verlag dtv – mit Gänsehautgarantie.
Durch die ganz eigene Schreibweise begleitet mich der Nervenkitzel von Anfang an. Auch in diesem Buch begegnet mir die zwischen den Figuren wechselnde Perspektive.
Das ist zu Beginn noch etwas verwirrend, aber schon bald fängt mich das Geschehen ein und ich kann mich hineinfinden in das Seelenleben der unterschiedlichen Erzählenden.
In einem Zeitraum von 14 Jahren verschwinden immer wieder Mädchen im Grundschulalter. Was sie verbindet, sind rote Schleifenbänder, die zu ihren Leichen führen – aber leider nicht zum Täter. Bis ganz plötzlich der Philosophieprofessor und Anthropologe Walter Lesniak verhaftet wird. Die Polizei glaubt an seine Täterschaft. Doch seine Tochter Ann ist wild entschlossen zu kämpfen, um seine Unschuld zu beweisen.
Einfach ist es nicht für Ann. Freunde, Nachbarn und Bekannte ziehen sich nach der Verhaftung ihres Vaters von ihr zurück. Aber trotzdem gibt es Menschen, die ihr helfen und sie in dieser Situation nicht allein lassen. Was in ihr vorgeht, das wirkt durch bildhafte Beschreibungen sehr realistisch. Dadurch lässt mich Romy Hausmann mitfühlen, mal wütend, manchmal aber auch ohnmächtig werden und einfach nur zusehen. Ab und zu glaube ich den wahren Täter zu kennen, doch immer wieder tauchen Fragen auf, die meine Gedanken in andere Richtungen drängen.
Ich mag die Verbindung zwischen dem Cover und der Geschichte. Allein das, was entsteht, wenn ich das Buch beim Lesen in der Hand halte, ist für mich ein wichtiger Teil der Geschichte – rau, erdig, sandig ist das haptische Gefühl.
Ich liebe die Art, mit der es der Autorin gelingt, mich in die Geschichte hineinzuziehen und den Psycho-Thrill spüren zu lassen. Gern gebe ich meine absolute Leseempfehlung!
Gib mir mehr davon!
E.T.A. Hoffmann von Bernd Hesse; Jörg Petzel
Neugierig geworden bin ich auf E.T.A. Hoffmann, nachdem ich erfahren hatte, dass er auch einige Zeit in einer meiner Lieblingsstädte, in Bamberg gelebt hat. Ich habe mir das Haus inzwischen angesehen. Ein paar Tage später hat mich das Buch von Bernd Hesse und Jörg Petzel „E.T.A. Hoffmann – Ein Lebensbild in Anekdoten“ gefunden.
Bisher habe ich von Hoffmann kaum etwas außer seinem Namen gekannt. Dieses Buch ist für mich das erste, das sich mit ihm und seinen Werken beschäftigt, und ich glaube, als Einstieg ist es gut geeignet. Mir gefallen die vielen kleinen Anekdoten sehr. Es eignet sich dafür, es einfach zwischendurch einmal zur Hand zu nehmen, um sich einige Momente zu vergnügen und gut zu unterhalten.
Auch wenn Hoffmann „eine merkwürdige Erscheinung, ein kleines unruhiges Männchen mit dem beweglichsten Mienenspiel und stechenden Augen“ – so der Dichterkollege Ludwig Tieck – gewesen war, so empfinde ich ihn hier auch als liebenswert. Viele seiner Werke werden in den Anekdoten erwähnt und dabei erfahre ich auch viel zu den Verbindungen zwischen seinen Figuren und realen Personen.
In mehreren Abschnitten kann man E.T.A. Hoffmann auf seinen Lebensstationen begleiten. Außerdem gibt es eine Auflistung der Lebensdaten sowie ein Literatur- und ein Personenverzeichnis.
Das „Sahnestück“ in diesem Buch ist für mich natürlich die Zeit, die er in meinem geliebten Bamberg verbracht hat. Auch mehr als 200 Jahre später kann ich viele Verbindungen zu Namen und Orten feststellen.
Sehr gern empfehle ich dieses kleine Büchlein mit vielen großen Begebenheiten und Teilen von Hoffmanns Werken. Fest steht: Ich möchte mehr von ihm hören und lesen.










