Kunden em pfehlungen
Rezensionen von liesmal:
Tolles Staffel-Schreib-Lese-Erlebnis
Zehn Autor*innen haben gemeinsam ein Buch geschrieben. „Annemone Apfelstroh“ ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen, aber großartigen Idee in Zeiten von Corona. Zu verdanken haben wir die Idee des „Staffel-Schreibens“ der Autorin Karin Müller, die den Anfang des Buches geschrieben und dann die Staffel an den nächsten Autoren weitergereicht hat usw.
Dadurch ist aus kleinen einzelnen Geschichten mit Annemone Apfelstroh und vielen unerwarteten Ereignissen, mit Abenteuern, Wünschen und großartigen Überraschungen und viel Magie am Ende eine ganz große Geschichte geworden. Ganz deutlich ist die Liebe zu spüren, mit der alle „Schreiberlinge“ ihren Teil beigetragen haben.
Mir hat das Lesen einen unglaublichen Spaß bereitet und ich freue mich darauf, das Buch auch bald gemeinsam mit Kindern zu lesen. Witzig finde ich, dass alle Autor*innen für ihre Kapitel eine andere Schriftart bekommen haben und dass sich die Geschichten außerdem durch die verschiedenen Farben für Überschrift und Seitenzahl voneinander abheben. Ein weiteres Plus sind die wunderbaren Illustrationen von Florentine Prechtel. Sie haben den bildhaften Beschreibungen der Autor*innen noch das I-Tüpfelchen aufgesetzt.
Sehr gern gebe ich meine volle Empfehlung für dieses Buch mit Annemone Apfelstroh und den Namen der zehn Autor*innen auf dem Cover und mit dem wunderbaren Layout aus dem Carlsen Verlag.
Es ist nicht alles recht im Leben
Bonuskind von Saskia Noort
Hinter dem Titel „Bonuskind“ verbirgt sich ein spannender Roman, für mich ein Psycho-Thriller, geschrieben von der niederländischen Autorin Saskia Noort.
Die Hauptprotagonistin ist Lies, die mit ihrem kleinen Bruder Luuk nach der Trennung ihrer Eltern abwechselnd bei Vater und Mutter lebt. Als Lies eines Morgens in der Wohnung ihrer Mutter mit einem komischen Gefühl und der Angst erwacht, ihrer Mutter könne etwas geschehen sein, ist und bleibt diese tatsächlich verschwunden.
Lies kann im Gegensatz zu allen anderen nicht daran glauben, dass ihre Mutter sie und ihren Bruder einfach so im Stich gelassen hat. Darum macht sie sich allein auf die Suche nach den Gründen für das plötzliche Verschwinden ihrer Mutter – und stößt dabei auf ein Tagebuch ihrer Mutter mit unglaublichen, ganz persönlichen und erschütternden Eintragungen.
Dass Lies erst 15 Jahre alt ist, kann ich fast gar nicht glauben. Sie wirkt unglaublich erwachsen, kümmert sich rührend und voller Liebe um ihren kleinen Bruder und lässt sich trotz aller gegenteiliger Meinungen und allem, was sie erfährt, nicht von ihrer Überzeugung abbringen, dass ihre Mutter nicht freiwillig fortgegangen ist.
Egal, ob Lies mit ihrer Meinung recht hat oder nicht, ist sie für mich eine überzeugende und damit meine Lieblingsprotagonistin. Sehr gut gefällt mir, dass es Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven gibt. Dabei ist die Schrift - teilweise in Kursiv - eine gute Idee und sehr hilfreich. Einen großen Raum nimmt die erschütternde, aber außerordentlich interessante Beschreibung einer toxischen Beziehung ein.
Hat Lies mit ihrer Vermutung recht? Kann sie beweisen, dass ihre Mutter nicht freiwillig gegangen ist? Oder ist vielleicht doch alles ganz anders? Diese Fragen haben mich bis zum Schluss nicht losgelassen und für eine ordentliche Portion Spannung gesorgt. Das Ende war dann allerdings tatsächlich eine totale Überraschung für mich. Wenn es vom Verständnis her auch gut erklärt war, kann ich mich damit nicht zufrieden geben – aber so ist das Leben manchmal!
Wunderschöner Jahresbegleiter
Bonuskind von Saskia Noort
Ich mag Bücher, die für jede Jahreszeit etwas zu bieten haben. „Ein Buch, vier Jahreszeiten“ ist mir mit seinem tollen Einband und den wunderschönen Abbildungen sofort ins Auge gefallen.
Doch nicht nur das Cover, sondern das gesamte Layout ist besonders liebevoll gestaltet. Egal, welche Seite ich aufschlage, es ist ein Augenschmaus!
Ein ansprechendes Inhaltsverzeichnis – sortiert nach Jahreszeiten - zeigt auf einen Blick alles, was in dem Buch zu finden ist.
Mit einer freundlichen Begrüßung, „Hallo, lieber Frühling/Sommer/Herbst/Winter“, beginnt jeder Abschnitt. Der Begrüßung schließt sich eine „Schöne-Dinge-Liste“ mit tollen Ideen für Unternehmungen und Beschäftigungen in der jeweiligen Jahreszeit an.
Außerdem sind zu finden: Gedichte, Geschichten, Rezeptideen, tolle Bastelangebote und vieles mehr – für mich „Alles, was Spaß macht“. Das Lesebändchen, das ich im Buch gefunden habe, liegt an der Stelle, die ich gern als Beispiel geben möchte für eine der zahlreichen wunderschönen Ideen: „Gute Gedanken im Glas“ laden dazu ein, besondere Momente nicht nur zu genießen, sondern sie „einzuwecken“ und zumindest symbolisch zu konservieren.
Wie das geht? Das ist genau nachzulesen in dem wunderbaren Buch, das ich herzlich gern empfehle.
Ein Stück Geschichte gut verpackt
Kinderklinik Weißensee - Jahre der Hoffnung von Antonia Blum
Nach der „Zeit der Wunder“ geht es im zweiten Teil der Reihe „Kinderklinik Weißensee“ weiter mit „Jahre der Hoffnung“.
Das Cover, das ein Mädchen mit dem Stationsteddy in der Hand im Vordergrund der Klinik zeigt, hat große Ähnlichkeit mit dem Cover des ersten Teils und dadurch einen guten Wiedererkennungswert.
Das gefällt mir.
Eine spannende Geschichte um fiktive Protagonisten bildet den Rahmen um die Zeit gegen Ende des Ersten Weltkriegs und den Beginn der Weimarer Republik. Antonia Blum schildert sehr eindrucksvoll und realistisch, wie es den Kämpfern an der Front ergangen ist, erzählt aber auch von auf wahren Begebenheiten beruhenden Erlebnissen und Schicksalen der vielen Verletzten, die hier von Maximilian behandelt werden. Auch das Bild über die Arbeit in der Kinderklinik mit den unterschiedlichen Krankheitsbildern und allen Schwierigkeiten und Problemen zeigt die sehr gute Recherchearbeit der Autorin. Dabei gleichen die Beschreibung und der Umgang mit der Spanischen Grippe damals der heutigen Zeit mit Corona und wird dadurch brandaktuell.
Alleinerziehende Mütter, so wie Emma, haben es in der damaligen Zeit nicht leicht gehabt. Emma gelingt es trotzdem, eine gute Krankenschwester zu sein und dabei ihren Sohn gut versorgt zu wissen. Und durch Marlene, die ihr Jahr als Medizinalpraktikantin in der Kinderklinik absolviert, wird deutlich, mit welchen Schwierigkeiten eine Frau konfrontiert wird, die den Beruf der Ärztin ergreifen will, und gegen welche Vorurteile sie dadurch zu kämpfen hat.
Mir ist der Einstieg in den zweiten Teil der Geschichte leicht gefallen und ich habe die Fortsetzung genauso gebannt und gespannt verfolgt wie den Anfang. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass Willy Pinke wieder mit von der Partie ist, und dass er eine so tragende Rolle bekommen hat. Sehr gut gelungen ist es Antonia Blum, die Inhalte aus dem ersten Teil einzuarbeiten, so dass man sogar dieses Buch lesen und verstehen kann, wenn man das erste Buch nicht kennt.
Auch mit dem Ende des zweiten Teils bin ich sehr einverstanden und zufrieden, obwohl noch Fragen offen bleiben, die mich neugierig auf den nächsten Teil warten lassen.
Was man mit Liebe macht, tut gut
Wenn die Faust des Universums zuschlägt von Johannes Wimmer
In diesem Buch erzählt Dr. Johannes Wimmer, wie er und seine Frau Clara damit umgehen, „Wenn die Faust des Universums zuschlägt“.
Leider haben sich die Angst und Sorge, dass etwas nicht stimmen konnte mit ihrer kleinen Tochter, bewahrheitet. Maximilia war nur ein Leben von wenigen Monaten auf dieser Erde vergönnt, aber in dieser Zeit haben ihre Eltern ihr so viele wunderschöne Momente geschenkt, wie es nur möglich war.
Dr. Wimmer beschreibt die Zeit vor Maxis Geburt bis zu ihrem Tod in vielen kurzen Geschichten und Episoden, aber er erinnert sich auch an selbst Erlebtes aus früherer Zeit. Dabei sind die Geschichten nicht nur traurig, sondern auch humorvoll und respektvoll. Ich denke an den Hund Primus, wie er am Sandstrand als „panierte Liebe“ beschrieben wird, oder beispielsweise an die Reinigungsfachkraft aus Ghana, die im Krankenhaus ihre Anteilnahme ausdrückt dadurch, ihr nächstes Kind Maxi zu nennen.
Mich hat die Offenheit berührt, aber auch die große Liebe, mit der die Eltern gemeinsam durch diese schwere, schöne Zeit mit Maxi gegangen sind, ohne die Menschen drumherum zu vergessen, wie die Whatsapp-Gruppe zeigt.
Ich glaube, Maxi war ein tapferes kleines Mädchen, das trotz vieler notwendiger medizinischer Maßnahmen glücklich war und gespürt hat, wie sehr es geliebt wird.
Ein wunderbares Buch, das Hoffnung schenkt und Mut macht. Wer so dankbar sein Schicksal annehmen kann, ist gesegnet.
Eine starke Frau in schwerer Zeit
Die vier Winde von Hannah Kristin
Der Roman „Die vier Winde“ spielt in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts und beginnt in Texas.
Die Autorin Kristin Hannah erzählt die Geschichte der fiktiven Protagonistin Elsa und ihrer Familie stellvertretend für unendlich viele Menschen, die in der Zeit der Great Depression alle Hoffnung auf ein Leben in ihrem Land verloren und sich auf den weiten Weg nach Kalifornien gemacht haben, um sich und ihre Familien ernähren und vor dem Hungertod bewahren zu können.
Elsa hat mit der Familie ihres Mannes auf einem Bauernhof vom Weizenanbau gelebt und immer schwer gearbeitet. Doch durch die große Umweltkatastrophe wurden schwere Sandstürme über das Land gefegt, die den Menschen sämtliche Nahrungsgrundlage nahmen. Der goldene Weizen – so kräftig und schön, wie er auf dem Cover zu sehen ist – gehört schon lange der Vergangenheit an. Triftige Gründe zwingen Elsa, sich trotz ihrer tiefen Liebe zu ihrer Heimat wie viele andere auf den Weg zu begeben in „das Land, wo Milch und Honig fließen“: Kalifornien.
Kristin Hannah beschreibt dramatisch und eindrucksvoll den beschwerlichen Weg, auf den sich Elsa mit ihren beiden Kindern macht in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Ihr gelingt es, mich abzuholen in meiner heilen Welt und mitzunehmen auf die Reise in eine ungewisse Zukunft. Voller Bewunderung blicke ich auf Elsa, die Frau, der im Leben nichts geschenkt wurde. Als ungeliebtes Kind kam sie sich wertlos vor und hat sich doch nie unterkriegen lassen und sich immer wieder für ihre Kinder eingesetzt.
Mich hat der Roman, der ein trauriges Stück Geschichte mit all seinen Ungerechtigkeiten, aber auch den Versuchen, dagegen anzukämpfen, zeigt, sehr bewegt. Einfach grausam, aber dennoch so, wie wir ihm auch in unserem Land leider häufig begegnen, habe ich den Fremdenhass gespürt. Besonders aber hat mich die starke Freundschaft zwischen Elsa und Jean berührt. Obwohl Elsas Gottvertrauen in den Jahren gelitten hatte, habe ich großen Respekt vor dem, was sie Jean verspricht: „Ich werde für dich da sein… Vielleicht ist das die Art, wie Gott uns hilft. Er hat dafür gesorgt, dass wir uns begegnet sind.“
Sehr gern empfehle ich diesen großartigen Roman einer großartigen Autorin.
Kleiner Kaiser ganz groß
Der Junge, der Kaiser werden sollte von Ryan Holiday
Mit den vielen Illustrationen sieht fast es aus wie ein Kinderbuch: das Buch „Der Junge, der Kaiser werden sollte“ von Ryan Holiday. Schnell habe ich allerdings festgestellt, dass es an kein Alter gebunden ist.
Ich habe über Marc Aurel bisher nicht viel gewusst, muss sogar sagen, dass ich nur seinen Namen kannte, den allerdings verbunden mit einem positiven Eindruck.
Nachdem ich die Geschichte gelesen hatte, hat sich das positive Bild von ihm fest in mir verankert. Ich bin total begeistert, wie der Autor mit einfachen Worten ein so genaues Bild von Marcus Aurelius gezeichnet hat. Einer seiner Lehrer, Rusticus, sagte: „Durch die Seiten eines Buches können wir mit Menschen sprechen, die vor langer Zeit lebten, und mit Leichtigkeit lernen, was sie sehr mühsam lernen mussten.“ Marcus war ein einzigartiger Mensch, der sehr viel gelernt hat und der Liebe und einen großen Gerechtigkeitssinn in sich getragen und an alle Menschen weitergegeben hat. Ich bin tief beeindruckt – allerdings auch von Rusticus, der auch sagte: „Wir können von jedem lernen. Unsere Gegner ebenso wie unsere Freunde, jeder ist in irgendetwas besser als wir.“
Im Anschluss an die Geschichte folgen einige Erläuterungen des Autors, so zum Beispiel einige seiner Errungenschaften von Marc als Kaiser. Interessant ist auch die Karte in den Innenseiten des Einbands, auf der die Orte zu sehen sind, die Marc Aurel bereist hat. Außerdem sind die Jahreszahlen der Reisen und kurze Notizen übersichtlich gestaltet und auf einen Blick erkennbar.
Ich empfehle das Buch sehr gern, weil es einen gelungenen Einstieg bietet, einen großen Mann der Geschichte ein wenig besser kennenzulernen.
Beten entsteht im Herzen
Hilf mir. Danke. Wow. von Anne Lamott
„Hilf mir!“ – „Danke!“ – „Wow!“ Als Ausrufe sehe ich diese drei Begriffe. Die Autorin des Buches schreibt, dass allein eines dieser Worte ein Gebet sein kann und darf.
Bereits in der Einleitung über das Beten gefällt mir der einfache, leicht verständliche und manchmal auch humorvolle Schreibstil von Anne Lamott.
Einen besonders schönen Satz über das Gebet finde ich gleich auf der ersten Seite: „Es ist etwas, das in unserem Herzen entsteht, und sich mit dem verbindet, was unseren Verstand übersteigt.“
In drei Abschnitten widmet sich die Autorin jeweils einem der drei Begriffe. Sie bringt wunderbare Beispiele mit kleinen Erzählungen, selbst Erlebtem und Zitaten. Damit bestätigt sie mir, dass Gott mich hört, auch wenn ich keine langen Gebete spreche, sondern ihn anrufe mit den Worten „Hilf mir!“, oder wenn ich für etwas Gutes aus vollem Herzen „Danke“ sage. Dass aber auch das lockere „Wow!“ ein Gebet ist, das ist mir tatsächlich erst durch dieses kleine, aber großartige Buch bewusst geworden. „… wenn also alles, was wir als Reaktion äußern können „Wow“ ist, dann ist das ein Gebet.“ Jeden Tag lasse ich mich von vielen Kleinigkeiten in meinem Alltag, aber auch draußen in der Natur, begeistern und mein Staunen mit einem „Wow!“ zum Ausdruck bringen.
Gern empfehle ich das Buch allen, die mit dem Beten beginnen möchten, aber auch denen, die die Bestätigung haben möchten dafür, dass für ein Gebet auch einfach mal nur ein einzige „Wow“ ausreichend sein darf.
Trau, schau, wem!
Das Flüstern der Puppen (Thriller) von Gunnar Schwarz
Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich mir den Namen eines Autoren merken muss: Gunnar Schwarz hat mit „Das Flüstern der Puppen“ nicht nur einen außerordentlich packenden Thriller geschrieben, sondern mit der Art des Spannungsaufbaus auch noch genau meinen Geschmack getroffen.
Lena Freyenberg ist gerade an ihrem neuen Arbeitsplatz angekommen, als sie bereits mit einem Mordfall konfrontiert wird. Es ist der erste Fall, in dem sie und ihr Kollege Henning Gerlach gemeinsam ermitteln. Bei der grausam zugerichteten Leiche finden sie eine Puppe. Und schnell stellt sich die Frage, ob dies der Beginn einer Mordserie ist. Spielen die sieben Todsünden eine Rolle? Die Ermittlungen beschränken sich nicht nur auf die Gegenwart, sondern es gibt auch Hinweise, die sich auf Vergangenes beziehen.
Ich mag es, dass nicht nur die Polizeiarbeit Thema ist, sondern dass ich vieles aus dem Privatleben von Lena und Henning erfahre, auch wenn sich dadurch der Kreis der Verdächtigen in meinem Kopf erheblich erweitert. Immer wieder habe ich einen neuen möglichen Täter vor Augen und trotzdem fühle ich, dass ich von einer Auflösung weit entfernt bin. Und dann spielt auch noch die Frage eine Rolle, wem man eigentlich trauen kann und wem nicht.
Ruckzuck gelesen, empfehle ich das Buch gern weiter und freue mich jetzt schon auf einen neuen Fall mit Lena und Henning.
Beklemmende Atmosphäre und viele Wendungen
Die Stille des Bösen von Kyle Perry
Mit dem Thriller „Die Stille des Bösen“ aus dem Verlag Atrium ist dem Autor Kyle Perry ein grandioses Debüt gelungen.
Schauplatz ist die Gegend der Great Western Tiers in Tasmanien. Tasmanien, ein Inselstaat Australiens, den ich erst durch diesen Roman kennengelernt habe.
Wie verschleiert wirkt das Cover mit der Felsenlandschaft und den kahlen Bäumen.
An einem entdeckt man bei näherem Hinschauen ein Paar Schuhe. Damit zeigt das Cover bereits viel von dem geheimnisvollen, sagenumwobenen schaurigen Schauplatz des Geschehens.
Bei einem Schulausflug in der Wildnis der undurchdringlichen tasmanischen Berge sind plötzlich vier Mädchen spurlos verschwunden. Als eines davon tot aufgefunden wird, wird Detective Badenhorst auf den Plan gerufen. Keine leichte Aufgabe, die auf ihn wartet. Er hat es mit den Bewohnern von Limestone Creek zu tun, die sich auf unterschiedliche Art merkwürdig verhalten und außerdem dazu neigen, sich leicht beeinflussen zu lassen und Vorurteile zu haben. Immer wieder tauchen auch Schauergeschichten auf und es fällt nicht schwer, bei den Geschehnissen an die bereits in den achtziger Jahren verschollenen Teenager und damit an die Legende des Hungermanns zu denken.
„Die tasmanischen Berge geben nicht gern wieder her, was sie einmal verschlungen haben.“
Mir gefällt der klare und leichte Schreibstil des Autors, der ganz deutliche Kopfbilder entstehen lässt durch die detaillierte Beschreibung des Ortes, der Tiere und der geheimnisvollen Landschaft. Die Menschen verbreiten eine düstere Atmosphäre und beklemmende Gefühle. Für mich gibt es immer wieder neue Verdächtige, doch alle Wege, die in meinem Kopf entstehen, führen in die Irre. Zum Schluss gibt es eine grandiosen Auflösung, die mich vollkommen überzeugt.









