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Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

Großartiger Serienauftakt

Falcon Peak - Wächter der Lüfte (Falcon Peak 1) von Heiko Wolz

„Falcon Peak – Wächter der Lüfte“ ist der Auftaktroman der Falcon Peak Reihe von Heiko Wolz. Der erste Band erscheint Anfang Märt im arsEdition Verlag. Es wird damit geworben, dass das Buch Mädchen und Jungen ebenso begeistert wie Erwachsene – und damit wird nicht zu viel versprochen.

Worum geht es?
Kendrick kehrt mit 13 Jahren mit seinem Vater in sein Elternhaus zurück – wobei „Haus“ ziemlich untertrieben ist, da es sich um eine Burg handelt, die mittlerweile vollständig zu einer Schule umgebaut wurde.

Viele Jahre nach dem Tod von Kendricks Mutter entschloss sich der Vater, als Schulleiter zurückzukehren um die schlechten Geschäftszahlen wieder aufzubessern.
An dieser Schule gehen seltsame Dinge vor sich – und, als hätte Kendrick nicht schon ausreichend Probleme mit den Jungs in seinem Jahrgang, begeistern ihn sowohl die bildhübsche Ivy wie auch Sienna. Die Lehrerinnen Ms Bocksworth und Ms Heart machen ihm das Leben auch nicht leichter – bis Kendrick einem Geheimnis auf die Spur kommt, dessen Teil auch er ist.

Meine Meinung
Fantasybücher werden meist für Mädchen geschrieben, ganz besonders, wenn sie im Schulsetting spielen. Diesmal hat der Autor einen Protagonisten gewählt – der sich meiner Meinung nach für 13 Jahre schon extrem erwachsen verhält, was jedoch auch am englischen Privatschulsystem, seiner Lebenssituation und der Androhung, auf ein Internat geschickt zu werden, wenn er sein Verhalten nicht im Griff hat oder keine entsprechenden Leistungen bringt.
Auch die anderen Schüler*innen verhalten sich, meiner Meinung nach, eher wie 15 bis 17. Was mich außerdem verwundert hat ist, dass moderne Kommunikationstechnologien so gar keine Rolle spielen, weshalb auch nicht ganz klar ist, zu welchem Zeitpunkt das Buch spielt. Dass der Protagonist, wie auch seine Mitschüler, hauptsächlich einen Computer zu Recherchezwecken verwendet und offenbar niemand ein Smartphone mit sich herumträgt, ist mir erst im Laufe der Geschichte bewusst geworden und passt nicht ganz zur Lebensrealität der Jugendlichen heute.
Das muss jedoch bei einem Fantasyroman auch überhaupt nicht der Fall sein, gibt es hier doch spannendere Orte, wie zum Beispiel die geheime Abteilung der Bibliothek oder die atemberaubende Landschaft, von der die Schule umgeben ist.
Ich finde sowohl die Unterrichtsgestaltung wahnsinnig spannend wie auch die Familiengeschichte des Protagonisten, die nach und nach aufgerollt wird.
Ich konnte das Buch nicht zur Seite legen, denn durch die für ein Jugendbuch typischen vielen direkten Reden konnte ich schnell einen guten Draht zu den einzelnen Charakteren finden. Meine Identifikationsfigur in diesem Buch ist Ms Heart, da ich mich der Rolle der Lehrerin wesentlich näher fühle als jener der Mitschülerinnen. Frischen Wind in eine Schule zu bringen entspricht auch meiner Auffassung von zeitgemäßer Ausbildung.
Ivy finde ich beeindruckend und Sienna sympathisch, so, dass ich gut nachvollziehen kann, dass Kendrick beide Mädchen toll findet. Und in Ms. Bocksworth findet er eine Lehrerin, die schon seine Eltern ausgebildet hat.
Das Cover passt hervorragend zur Geschichte – das wird auch aus dem Verlauf der Handlung klar. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Titel der Serie und den Fortgang der Geschichte, auch, wenn die Handlung in Band 1 in sich weitgehend abgeschlossen ist.

Fazit: Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Ich lese auf jeden Fall beim zweiten Band weiter, wenn dieser erscheint. Eines meiner absoluten Jugendfantasybücher.

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Identifikationsfigur

Heimweh nach uns von Helen Schreiber

„Heimweh nach uns“ von Helen Schreiber ist im Februar 2021 als Taschenbuch und eBook im FeuerWerke Verlag erschienen. Das wunderschön gestaltete Cover mit Sternenhimmel, Schirmakazien und einer Frau am See, die Richtung Himmel blickt, hat mich sofort angesprochen.

Worum geht es?
Lena ist seit über zwei Jahrzehnten mit Malte zusammen, sie haben zwei jüngere Kinder.

Lena arbeitet weiterhin und hat sich entschieden, wie Malte, zusätzlich zum Familienglück Karriere zu machen. Überlastung ist ein Dauerzustand, und auch der Körper meldet Alarmzeichen. Schwester Judith, Yogaehrerin, überredet Lena, Einzelstunden beim befreundeten Yogalehrer Reik zu nehmen – bei dem sie sich sofort wohlfühlt, vielleicht ein bisschen zu sehr.

Meine Meinung
Als ebenfalls Vollzeit berufstätige Mutter kann ich die Mehrfachbelastung, die Lena empfindet, sehr gut nachvollziehen. Lena jammert nicht, jedoch merkt man ihr die Überforderung an, auch durch die Ungeduld und die Fehler im Alltag. Ebenso sympathisch und nachvollziehbar finde ich es, dass sich die Protagonistin immer wieder hinterfragt. Ihre Kinder sind toll – aber vielleicht schon zu eigenständig, der Job klasse – aber vielleicht ein bisschen zu fordernd, das Mietshaus toll – aber vielleicht ein bisschen zu beengt.
Auch die Weigerung, Yoga auszuprobieren, kann ich sehr gut nachvollziehen, wo ich selbst eher der Actiongeladene Typ bin. Bei einem Lehrer wie Reik könnte es mir auch Freude machen. Reik ist meine Lieblingsfigur im Roman, weil er es auf eine unaufdringliche Art und Weise schafft, authentisch zu erscheinen, ohne zu klischeebehaftet zu wirken. Die Dialoge zwischen Lena und ihm sind mir gut im Gedächtnis geblieben.
Malte ist sicher auch ein toller Mann, erscheint für mich jedoch im Verlauf des Romans etwas zu flach, weshalb ich nicht den Eindruck hatte, mich gut in ihn hineinversetzen zu können.
Judith ist für mich ein wandelndes Klischee, was sie jedoch nicht weniger sympathisch macht und auch nicht unglaubwürdig, da ich selbst Frauen vom Typ Judith kenne. Ebenso finde ich die Eltern von Lena sehr nett, auch, wenn sie im Hintergrund bleiben und einem daher nur wenige Informationen zur Verfügung stehen. Vielleicht ändert sich das in einem Folgeband, denn auch andere Yogis, neben Reik, finde ich als Charaktere interessant und könnte mir dieses Buch auch als Reihenauftakt oder Band eins einer Dilogie gut vorstellen.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und mit zahlreichen direkten Reden gefüllt, so dass die Leserin sehr schnell einen Einblick in die Gedankenwelt der unterschiedlichen Figuren erhält. Ihre Art zu sprechen passt jeweils gut zu deren Persönlichkeit, so dass ich oft das Gefühl hatte, in Lenas Leben ein bisschen Mäuschen zu spielen.
Großartig gelungen finde ich auch die Kinder als Figuren im Buch. Die beiden sind sehr detailliert ausgearbeitete Figuren, was auch verständlich ist, weil sie der Lebensmittelpunkt der Mutter in diesem Alter sind. Einige der Aussagen könnten ebenso von meinem Kind stammen, wodurch ich die beiden schnell liebgewonnen habe.
Für mich war dieses Buch ein tollerJahresauftakt und die Entdeckung einer Autorin, deren Schreibstil mir sehr gut gefällt. Als Essenz nehme ich mir aus dem Buch mit, auch mein eigenes Leben zu entschleunigen, was mir deutlich besser gelingen wird, wenn ich es schaffe, Hilfe aus meinem Umfeld besser anzunehmen. Etwas, was die Protagonistin vor mir gelernt hat und was ihr sichtlich gut bekommt.

Fazit: Eine schöne Liebesgeschichte (oder zwei), eingebettet in der Lebenswelt berufstätiger Mütter.

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Wahre Freundschaft

Akademie Fortuna - Wenn Wahrsagen so einfach wäre von Sarah M. Kempen

„Akademie Fortuna – Wenn Wahrsagen so einfach wäre“ ist der erste Band einer Reihe, die in einer Schule der besonderen Art spielt. Das Buch ist im Februar 2021 im Schneiderbuch Verlag erschienen. Von der Autorin Sarah M. Kempen habe ich bisher noch nichts gelesen.

Worum geht es?
Die Geschichte beginnt mit dem ersten Tag der Protagonistin Anniversary, genannt Sorry, Fortune an ihrer neuen Schule.

Wie alle Familienmitglieder ist Sorry Visionistin und soll an der Schule für Wahrsagerei auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet werden, um wichtige Ereignisse für bedeutende Persönlichkeiten vorhersagen zu können. Sorrys ältere Schwester ist Schulbeste, weswegen ihre Mutter auch den Schulleiterposten inne hat.
Das Problem ist jedoch, dass Sorry nur Visionen von Ereignissen sieht, die innerhalb von einigen Minuten bevorstehen. Von ihrer Familie wird sie unter Druck gesetzt, sich mehr anzustrengen, die Sterndeuterfamilie Astra wartet nämlich schon darauf, den Posten der Schulleitung an sich zu reißen.

Meine Meinung
Schon das Grundkonzept der Schule finde ich spannend. Die wichtigste Figur ist Fortuna, die Requisiten für jede der neun Wahrsagedisziplinen bereithält. Acht davon werden an der Akademie unterrichtet, die neunte gilt als ausgestorben und ist nur noch als Mahnmal vorhanden – bis plötzlich Ben Dulum am ersten Schultag auftaucht, der diese Disziplin scheinbar beherrscht und dadurch für große Unruhe sorgt und auf Ablehnung stößt.
Er und Sorry finden einander von Beginn an sympathisch, jedoch untersagt Sorrys Mutter ihr den Kontakt mit ihm, um in keinem schlechten Licht vor den Familenoberhäuptern der anderen Wahrsagedisziplinen zu stehen. Doch wahre Freundschaft lässt sich nicht verbieten, durch die Ablehnung von Sorrys Familie finden die Treffen daher heimlich statt.
Die andere Freundin, die Sorry findet, ist mein Lieblingscharakter in diesem Band. Die schusselige Missy Hap, Tochter des Hauswarts, ist immerzu in kleine und größere Unfälle verwickelt. Und die erste richtige Freundin, die Sorry an der Akademie findet.
Ich konnte nicht mit dem Lesen aufhören, so dass ich die Geschichte in einem Rutsch gelesen habe. Besonders angetan haben es mir die zu den Disziplinen passenden Namen. Taurus Astra, das Familienoberhaupt der Sterndeuter, ist auch noch vom Sternzeichen her Stier, wie es auch der Name erwarten lässt. Das ganze Auftreten und auch die Illustrationen passen hervorragend zu dem Bild, das ich mir von ihm gemacht habe.
Die Illustrationen selbst werden sparsam eingesetzt, für mich war es eine tolle Möglichkeit, meinen Eindruck mit den Ideen der Autorin abzugleichen, was meiner Meinung nach bei Kinderbüchern passend ist.
Sehr gerne hätte ich noch mehr von den anderen Wahrsagedisziplinen mitbekommen, jedoch war die Geschichte dann irgendwann aus. Was gar nichts macht, weil es sich ja um den Auftaktroman einer Serie handelt, die ich ganz sicher weiterlesen werde. Der Cliffhanger am Ende lässt mir auch gar keine andere Chance.

Fazit: Eine neue aufregende und fantastische Schule mit tollen Protagonisten und einer schönen Freundschaftsgeschichte.

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Gelungener Abschluss

Stoneheart 2: Befreites Feuer von Asuka Lionera

Bei „Stoneheart: Befreites Feuer“ handelt es sich um den zweiten Band der Stoneheart Dilogie, die bereits vollständig erschienen ist. Die beiden Bücher sind sowohl einzeln wie auch als Bundle als E-Book only erhältlich. Bitte diese Buchkritik nicht lesen, wenn du Band 1 nicht kennst. Spoilergefahr!

Worum geht es?
Es handelt sich um den zweiten Band der Stoneherat-Dilogie.

Der erste Band soll unbedingt zuerst gelesen werden, da die Handlung aufbauend ist. Die Handlung des zweiten Bandes schließt nahtlos beim ersten Band an – weshalb ich auch keine Inhaltsangabe schreibe. Lass dich überraschen und nicht spoilern – es wäre schade.

Meine Meinung
Wer hätte mit dem Ende von Band 1 gerechnet? Ich jedenfalls nicht. Dass sich Cressa und Drayce schon mal begegnet sind, habe ich vermutet. Was genau hinter dem Opferritus der Jungfrauen steckt, hätte ich nicht mal erahnen können. Mit den weiteren Handlungen aus Band 2 macht das jedoch total Sinn. Dass sich Cressa bemüht, mit Drayce zusammenzuarbeiten, hat mir gut gefallen, ein bisschen erwartet habe ich das natürlich auch. Vor allem, wo nach und nach klar wird, was ihr Beitrag zu den Geschehnissen war.
Die besitzergreifende Art von Drayce kommt sehr gut durch, ebenso die Standhaftigkeit von Ez, der erst nach und nach dämmert, was für ein großes Geschenk Drayce ihr mit der Herzschuppe gemacht hat.
Seine Rückkehr in die alte Heimat kommt nicht überraschend, jedoch hätte ich auch nicht vermutet, wie verwoben die Geschichte ist und welchen Grund sein damaliger Weggang hatte.
Das Ende hat mich total überzeugt, auch, wenn ich es in dieser Form nicht erwartet hätte. Ich finde es sehr schade, dass die Dilogie damit abgeschlossen ist und würde gerne noch weitere Bücher über die Dracheninsel lesen – es gebe ja noch genügend Jungfrauen und männliche Jungdrachen, deren Geschichte erzählt werden könnte. Und auch für Cressa wäre ja jetzt eine Alterative denkbar. Ich blicke also hoffnungsvoll in die Zukunft, dass die Autorin diese fantastische Welt noch einmal (oder mehrmals aufgreift).

Fazit: Die bisher besten Drachenbücher, die ich als Vampirfan bisher gelesen habe. Ich möchte mehr!

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Toller Fantasyroman über Freiheit und Freundschaft

Stoneheart 1: Geraubte Flamme von Asuka Lionera

Bei „Stoneheart: Geraubte Flamme“ handelt es sich um den ersten Band der Stoneheart Dilogie, die bereits vollständig erschienen ist. Die beiden Bücher sind sowohl einzeln wie auch als Bundle als E-Book only erhältlich.

Worum geht es?
Ezlain lebt, zusammen mit ihrer Sklavin Cressa, bei ihrer wohlhabenden Tante und soll demnächst verheiratet werden.

Auf der fiktiven Insel herrscht eine männerdominierte Kriegergesellschaft, wo Frauen dem Mann zu Diensten sein sollen und eine eigene Meinung nicht geduldet wird. Für Freigeist Ezlain Grund genug, mit ihrer Sklavin gemeinsam zu fliehen – und zwar als Männer getarnt auf einem Segelboot. Der Schwindel fällt jedoch auf, und Ezlain wird ins Meer geworfen, überlebt wie durch ein Wunder und trifft auf einer Insel einen rätselhaften Fremden – mit dem sie sich gemeinsam auf die Suche nach ihrer besten Freundin macht.

Meine Meinung
Ezlain ist ein starker Charakter, der im Buch eine große Entwicklung durchmacht. Ihre behütete Naivität merkt man ihr in vielen Situationen an, sie wirkt jedoch nicht aufgesetzt sondern total authentisch. Sie bietet für moderne Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft eine gute Identifikationsfigur, hält sie doch wichtige Werte wie Freundschaft hoch und geht aktiv gegen Unterdrückung vor, anstatt wegzusehen oder sich gar daran zu beteiligen.
Ich konnte mir die fiktive Welt und die Charaktere sehr gut vorstellen, das Kopfkino ist bei mir schon am Beginn des Buches angesprungen, die Seiten sind beim Lesen nur so dahingeflogen.
Der geheimnisvolle Fremde war jetzt für mich nicht so geheimnisvoll, war mir doch recht schnell klar, um welche Art es sich handelt. Auch er spielt seine Rolle wunderbar und authentisch, auch wenn im ersten Band noch einige Handlungsmotive im Verborgenen bleiben, so ergibt sich doch ein stimmiges Gesamtbild, ohne, dass einem alle Hintergründe bewusst sind.
Das Ende des ersten Bandes war für mich überraschend und ein riesiger Cliffhanger, so dass ich froh war, gleich im zweiten Band weiterlesen zu können.
Die Dilogie sollte daher unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, auch, wenn die Rahmenhandlung des ersten Bandes abgeschlossen ist und sich für den zweiten Band neue Probleme mit einem neuen Handlungstwist aufgetan haben.

Fazit: Ein großartiger Fantasyroman, in dem die Protagonistin ihre beste Freundin sucht und sich dabei selbst besser kennenlernt.

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Handlung endet kurz nachdem sie endlich Fahrt aufgenommen hat

Die Drachenwandler 1: Fire in your Eyes von Annika Hanke

„Fire in your eyes“ ist der erste Band der Drachenwandler-Reihe von Annika Hanke. Die Reihe ist bisher nur als E-Book erschienen, ob eine Veröffentlichung als Druckwerk geplant ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Worum geht es?
In diesem Jugendbuch lernt Protagonistin Romy gerade mit ihrer sehr schlauen besten Freundin und deren Freund für Prüfungen im Park, als Hamburg plötzlich angegriffen wird und sich in ein Kriegsgebiet verwandelt.

Drachen, Wandler, Berkane - alle Angreifer und potentielle Gefahr. Vorerst zumindest, denn die Drachenwandler befinden sich auf der Suche nach den Bruchstücken eines Juwels, das ihre Existenz retten kann und das auf die Erde gefallen ist. Die Menschen sind nicht die Zielgruppe, sondern geraden mehr oder weniger zufällig zwischen die Fronten. Doch EIN Erdling ist besonders und wird dringend für die Suche gebraucht und gerät nicht nur deshalb ins Visier der Anführer der Drachenwandler

Meine Meinung
Die Rahmenhandlung finde ich spannend, auch, wenn die einzelnen Elemente (Suche nach einem zerbrochenen Juwel wird zum Beispiel auch in dem Nintendospiel Yoshi’s Crafted World und anderen Teilen der Serie als Rahmenhandlung verwendet) nicht neu sind, so versprach der Klappentext gerade als Jugend und Young Adult Buch eine gute Unterhaltung und eine spannende potentielle Liebesgeschichte zwischen Romy und dem Anführer der Drachen.
Wer damit gerechnet hat, liegt zumindest in Band 1 daneben. Denn 50 Seiten, nachdem die Handlung, die eher an Shakespears Stücke erinnert (leider nicht vom Gefühlsfaktor, sondern nur vom Blutvergießen), endlich etwas Fahrt aufnimmt, endet die Geschichte dort, wo ich Band 1 eigentlich handlungsmäßig vermutet hatte, und lässt mich daher neugierig auf Band 2, aber extrem enttäuscht von Band 1 zurück.
Viele Menschen, die Romy nahe stehen, finden in der Handlung den Tod oder werden verschleppt. Die Trauer wird zwar im Buch kurz erwähnt, ist jedoch nicht spürbar. Es kam mir vor, als wäre der Verlust Jahre her, und nicht erst Tage, so, wie Romy und auch andere damit umgegangen sind. Ich hatte beim Lesen nicht mal Tränen in den Augenwinkeln, obwohl mir der Verlust von Nahestehenden von Protagonisten meist extrem nahe geht, da ich selbst das Thema Tod meiner Liebsten seit langer Zeit versuche aufzuarbeiten. Im emotionalen Bereich fehlen mir Schilderungen, wodurch viele Charaktere für mich sehr flach wirken.
Für mich liest sich der erste Teil leider eher nach einem Drehbuch mit fehlenden Regieanweisungen als ein Jugendfantasyroman. Da mir die letzen Seiten sehr gut gefallen haben, würde ich dem zweiten Band noch eine Chance geben.
Weiterempfehlen kann ich den ersten Band jedoch nicht, da ich niemanden kenne, der wiederholt von Angriffen und Gemetzel ohne spürbare Konsequenz oder Veränderung lesen möchte. Wesentliche Inhalte werden so oft wiederholt (z.B. dass die Splitter gesucht werden), dass ich innerlich schon die Augen verdreht habe, als die Information wieder und wieder im Buch auftauchte –und zwar nicht in Dialogen mit Charakteren die davon nichts wussten. Hier würde ich das Lektorat auch in der Pflicht sehen, da es sich um keinen Indyroman handelt (wo so etwas passieren kann, weil Budget und Erfahrung fehlen).

Fazit: Wenig Handlung, viel Redundanz, viel Blutvergießen, wenig Gefühl, Charaktere bleiben flach und machen in Band 1 keine nennenswerte Entwicklung durch.

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Das Glück ist ein steinzeitlicher "Babyelefant"

Aufgetaut von David Safier

In Österreich läuft derzeit die Werbung, dass man einen Meter Abstand halten soll – das ist so viel, wie ein Babyelefant lang ist. Für die Protagonistin aus dem neuen Buch von David Safier ist das kein Problem – hat sie doch ein Babymammut treu an ihrer Seite. „Aufgetaut“ ist 2020 im Kindler Verlag als Klappbroschur erschienen.

Dieses Buch war auf meiner Wunschliste und ich war entsprechend gespannt darauf

Worum geht es?
Und wieder werden zwei Schicksale miteinander verknüpft – eigentlich mehrere – diesmal wieder über den zeitlichen Horizont hinweg. Steinzeitfrau Urga hat eine unfreiwillige Konservierung überstanden und wird lebendig in unserer Zeit wieder aufgetaut. Felix ist glückloser Start-Up-Unternehmer, der mit seiner Tochter, die sich dem Umweltschutz verschrieben hat und äußerst Klug und schlagfertig ist, auf einer Kreuzfahrt befindet, weil er auf dem Schiff Vorträge hält, um irgendwie seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Nachdem er mit der Mutter seiner Tochter getrennt lebt, kommen die beiden so auf ungestörte Zeit zu zweit. Bis Urga und das Babymammut auftauchen.

Meinung zum Buch
Von der Handlung möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen, notwendig finde ich es aber, zu erwähnen, dass die aktuelle Start-Up-Idee von Felix eine Glücksapp ist. Dafür findet er gerade bei Urga viel Inspiration, denn sein neues Projekt ist es, sie über alle Sprachgrenzen und Zeitgrenzen hinweg glücklich zu machen.
In der gesamten Handlung ergeben sich Irrungen und Wirrungen – und wichtige Charaktere aus dem früheren Leben von Felix tauchen dabei auf.
Viele der Figuren machen eine große Wandlung durch, was das Buch so lesenswert macht. Wer Bücher von David Safier bereits kennt, schätzt seine unverwechselbaren Charaktere, die stets sehr authentisch rüber kommen.
In diesem Buch ist mein Lieblingscharakter Felix Tochter, ich habe immer das Gefühl, sie durch das Buch sprechen hören zu können.

Fazit: Wieder ein gelungenes Buch aus der Feder (oder dem PC) von David Safier. Es hat mir gefallen, mit Felix, Urga und den anderen nach dem Glück zu suchen.

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Zähe erste Hälfte

Aufgetaut von David Safier

Das Buch „The Belles – Königreich der Dornen“ ist der zweite Band einer Dilogie und sollte unbedingt erst nach dem ersten Band gelesen werden, da die Handlung aufbauend ist. Ich empfehle auch ganz dringend, sich die Inhaltsbeschreibung von diesem Band nicht durchzulesen, bevor man Band 1 gelesen hat, da wesentliche Spannungselemente damit wegfallen.

Ich verzichte daher ganz bewusst darauf, Namen zu verwenden. Beim Klappentext ist das jedoch nicht der Fall.

Worum geht es?
Die Flucht der ehemaligen Favoritin ist geglückt – der Liebhaber hat sie verraten, doch eine treue Person aus dem Palast beschützt sie und zwei ihrer Schwestern auf ihrer gefährlichen Mission. Die Königin ist in Aufruhr und lässt nach den geflüchteten Belles fahnden.
Diese haben als Ziel, die Prinzessin zu finden und die Schwestern aus den Teehäusern zu befreien, denn vom ursprünglichen Prestige der Belles ist nichts mehr geblieben, sie werden nur noch als Arbeitssklavinnen gehalten und vor der Bevölkerung schlecht gemacht.

Meinung zum Buch
Nachdem sich im ersten Band eine völlig neue Welt offenbart hat, die für mich sehr interessant war, ebenso der genaue Arbeitsbericht von Belles und der Wahl der Favoritin, kommt man in Band 2 in eine bereits bekannte Welt zurück. Während der ersten Hälfte des Buches plätschert die Handlung auch seicht vor sich dahin, was es mir sehr schwer gemacht hat, motiviert zu bleiben. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich nach 100 Seiten abgebrochen.
Von der Begeisterung nach Band 1 war daher bei der Hälfte des Buches schon nichts mehr übrig geblieben – bis auf den letzten 100 Seiten die Handlung richtig Fahrt aufnimmt. Das Ende empfinde ich auch als lieblos geschrieben – und hätte noch gerne mehr über die Zukunft erfahren, woran ich nicht glaube, weil ich von einer Dilogie ausgehe.
Die Charaktere entwickeln sich im Rahmen der Handlung so gut wie gar nicht, einzig interessant sind politische Verstrickungen und Allianzen für mich gewesen.
Die große Begeisterung vieler andrer LeserInnen kann ich leider nicht teilen – daher am besten selbst reinlesen und entscheiden, ob der Band euch sofort fesselt oder nicht.

Fazit: Hat mir bei weitem nicht so gut gefallen wie Band 1. Die Handlung braucht lange, um Fahrt aufzunehmen, am Schluss ist mir zu viel offen geblieben.

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Schön illustriert

Die kleine Hummel Bommel feiert Geburtstag von Britta Sabbag; Maite Kelly

Ich habe das Buch gemeinsam mit meinem 7-Jährigen gelesen. Die Hummel Bommel kennen wir bereits aus dem Band „Die kleine Hummel Bommel entdeckt die Wiese“, indem viel Wissenswertes zu diese Ökosystem zu finden war. Umso gespannter waren wir darauf, wie die kleine Hummel ihren Geburtstag erleben wird – denn auch bei uns zu Hause wurde Geburtstag gefeiert, als wir dieses Buch gelesen haben.

Worum geht es?
Die kleine Hummel Bommel hat Geburtstag und zieht los, um alle Freunde auf der Wiese persönlich zur Feier einzuladen, denn Mama Hummel hat vergessen, Einladungen auszuschicken.

Meinung zum Buch
Ganz besonders toll finden wir die Illustrationen im Buch. Obwohl mein Sohn schon ein guter Leser ist und auch viele dickere Bücher verschlingt, findet er die kleine Hummel Bommel immer noch toll und freut sich, wenn er ein neues Abenteuer entdeckt. Diese Geschichten möchte er dann auch noch vorgelesen bekommen, die Aufmachung des Buches passt als gemeinsames Vorlesebuch wunderbar. Während ein Erwachsener vorliest, gibt es auf den liebevoll illustrierten Seiten viel zu Entdecken für die kleinen LeserInnen.
Die Handlung ist sehr süß geschrieben und wir haben mit der kleinen Hummel alle mitgelitten, dass niemand zur Geburtstagsfeier kommen wollte. Und fanden es sehr schade, warum die Freunde alle absagen oder zu viel zu tun haben. Das Ende versöhnt dann jedoch wieder mit der Handlung. Leider geht es momentan wirklich vielen Kindern so, dass niemand zur Geburtstagsfeier am Geburtstag kommen kann – außer den Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben. Was für Kinder total schlimm ist, und auch andere Kinder sich über die kleine Hummel daher in diese Situation versetzen können.

Fazit: Auch dieses Buch aus der Reihe kam bei Groß und Klein wieder sehr gut an – und wir freuen uns darauf, auch noch andere Abenteuer mit Bommel zu erleben.

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Toll illustriertes Sachbuch für Kinder

Tagesschau & Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen von Sarah Welk

„Tagesschau und Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen“ ist 2020 im arsEdition Verlag erschienen. Zielgruppe sind Kinder ab 10 Jahren, so wie Jugendliche, die sich oberflächlich über das Thema informieren wollen. Bei diesem Buch handelt es sich um ein Sachbuch, indem sich Informationen mit Interviews abwechseln.

Das Buch ist illustriert.

Meine Meinung:
Die kurzen Kapitel und die kindgerechte Sprache kommen auch schwächeren Leser*innen der Zielgruppe zu Gute. Die Texte sind leicht verständlich und zusätzlich mit passenden Illustriationen versehen. Die persönliche Note erhält das Buch durch die Interviews mit ModeratorInnen von unterschiedlichen Nachrichtensendungen auf verschiedenen deutschen Sendern. Vorab wird von jedem Format erklärt, wann und wie es entwickelt wurde und ob und wie es sich im Laufe der Zeit verändert hat.
Ebenso wird der Blick über die Ländergrenzen nach Österreich und in die Schweiz gewagt und über Sendungen und Sender in diesen beiden Ländern berichtet, wodurch das Buch auch für Kinder, die dort wohnen, ansprechend gestaltet wurde.
Das Buch geht nicht nur auf verschiedene Sender, sondern auch auf unterschiedliche Formate und Onlinemedien ein.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sendung logo, die den meisten Kindern (und mittlerweile auch schon deren Eltern aus der eigenen Kindheit) geläufig sein dürfte. Es wird ausführlich erklärt, wie und warum sich Kindernachrichten von Erwachsenennachrichten unterscheiden.
Besonders positiv möchte ich die Darstellung des Themas „Bilder in Nachrichten“ erwähnen. Hier wird ausführlich dargelegt, welche Bildquellen warum nicht verwendet werden und welche Art von Bildern aus ethischen Gründen nicht für Nachrichten verwendet wird.

Fazit: Ein toll gestaltetes Sachbuch für Kinder und Jugendliche, das einen umfassenden (ersten) Einblick in die Nachrichtengestaltung gibt.

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