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Rezensionen von rewareni:

Hass

In der Schlinge des Hasses von Herbert Dutzler

Bereits als Kind muss Leo schmerzhaft erfahren wie es ist, wenn sein Vater wütend auf ihn ist und er nicht so ist, wie ein Junge zu sein hat. Nämlich hart, selbstbewusst und nicht so verweichlicht. Seine Mutter versucht zwar ihn zu schützen, aber mit der Zeit merkt Leo, dass er von ihr auch keine Hilfe zu erwarten hat.

Als Student ist es Leo, der oft wütend ist. Nicht nur auf seine ständig betrunkene Mutter, sondern auch auf die vielen Ausländer, die seiner Meinung nach an allem Schuld sind und es endlich jemanden geben muss der dafür sorgt, dass sie wieder dorthin kehren, wo sie her kommen. So wird sein Hass immer stärker und seine Verbindung in einer rechtsradikalen Gruppe verstärkt diese Abneigung.
Da lernt er die aus Kroatien stammende Marinca kennen, die sich für ihn und seine Ansichten interessiert und dabei versucht seine Meinung zu ändern. Leo ist verwirrt ob seiner Gefühle zu ihr. Trotzdem muss er ein Zeichen setzen und zeigen, dass jemand für seine Überzeugung bereit ist alles zu tun.
,, In der Schlinge des Hasses“ befindet sich in diesem erschütternden und aufwühlenden Roman der junge Protagonist Leo, der von Kindheit an mit physischer und psychischer Gewalt aufgewachsen ist.
Der Autor Herbert Dutzler hat dabei ein Szenario beschrieben, das keinen Leser kalt lässt und man gleich von Beginn weg in der Geschichte gefangen ist.
In abwechselnden Kapiteln begleitet man Leo als Kind und dann als jungen Studenten.
Die Kindheit wird dabei drastisch dargestellt, wo der Vater nichts als Verachtung für seinen schwächlichen Jungen hat und dieser ständig in Angst leben muss, wenn er wieder einmal etwas tut, was seinem Vater nicht gefällt. Dass dabei die Mutter immer mehr dem Alkohol verfällt zeigt, dass auch sie es nie geschafft hat sich ihrem Mann entgegen zu stellen.
Erschütternd sind die Gedanken von Leo als jungen Mann, der von seinem Hass auf Ausländer richtig zerfressen wird. Dabei hat der Autor sehr gut die Wandlung beschrieben wo man merkt, dass Leo immer mehr in seinem Wahn, von anderen beobachtet oder verfolgt zu werden, gefangen wird.
Man fiebert ständig mit und man wird Zeuge davon, wie selbstverständlich es für Leo immer mehr wird, wenn er eine Gewalttat nach der anderen beginnt.
In seinem Wahn merkt Leo schon gar nicht mehr, dass sich die Schlinge um seinen Hals immer mehr zusammen zieht und es nur mehr eine Frage der Zeit ist, bis es zu seinem eigenen Untergang kommt.
Ein toll geschriebener Roman mit einem ernsten Hintergrund, den der Autor hervorragend umgesetzt hat.

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Auf der Suche

Ankunft von Beatrice Spahni

Obwohl sich die 56 jährige Lucy vor spontanen Entscheidungen fürchtet, lässt sie sich von ihrer Freundin Elsa zu einer Kreuzfahrt überreden. Nie hätte sie gedacht, dass es ihr gefallen könnte und sie sogar einige Freundinnen von früher trifft, die auf der ganzen Welt verstreut sind. Ihre Begegnung mit Roy bringt ihr bisheriges Leben durcheinander, denn sie verliebt sich in ihn und es beginnt für beide eine romantische Zeit.

Doch dann merken beide, dass ihre Lebensanschauungen und ihre Bedürfnisse doch nicht immer zusammen passen und nach Lucys Heimkehr in die Schweiz müssen sich beide entscheiden, ob oder wie sie zusammen leben wollen.
In dem Roman ,, Ankunft“ begleitet der Leser Lucy, die nach der Kreuzfahrt merkt, dass sie ihr Leben ändern muss um wirklich glücklich zu werden. Die Autorin Beatrice Spahni hat dabei einige schöne und emotionale Gedanken über das Leben, dem Verzeihen und der Liebe zu sich selbst beschrieben.
Trotzdem war für mich die Geschichte zu sehr auf der meditativen Ebene aufgebaut. Lucy war mir dabei auch nicht wirklich sympathisch weil sie sehr widersprüchlich in ihren Empfindungen war. Sie ist schnell beleidigt, erwartet immer wieder von anderen, dass sie sie verstehen....
Es dauert sehr lange bis sie mit sich ins Reine kommt und ihr ,,inneres Kind“ ihren Frieden findet.
Auch waren mir die ,,Nachstellungen“ zu Roy etwas zu viel wo ich das Gefühl hatte, dass sie ihn zu sehr bedrängt. Es wird dabei oft über negative Gefühle und Empfindungen geredet bis Lucy dann in der Natur oder beim Lied texten wieder zur Ruhe und zur Einsicht kommt, was sie an sich ändern müsste.
Der Roman hat dabei nicht wirklich eine fortlaufende Handlung, sondern es sind fast wie Tagebuch ähnliche Geschichten die einmal früher und dann später passiert sind.
Wer also einen Roman lesen möchte der von einer Reise zu sich selbst erzählt ohne einer wirklichen Rahmenhandlung wird hierbei sicher fündig und kann eintauchen in eine Welt in der es gilt sich selbst lieben zu lernen, damit man auch andere lieben kann.

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Was damals geschah

Elbpakt von Nicole Wollschlaeger

Der Kommissar Philip Goldberg und sein Kollege Hauke Thomsen sind verwirrt, als die alte Frau Neumann einen Einbruch meldet und bei ihrer Ankunft sehr unfreundlich reagiert und alles als Irrtum hinstellt. Mysteriös und gruselig wird es aber spätestens dann, als man Grabkreuze findet und in den Behältnissen die dort vergraben sind Dinge findet, die man lieber nicht sehen möchte.

Als dann noch Frau Neumann verschwindet und es jemand anscheinend auch auf die Familie von Hauke abgesehen hat wissen alle, dass sie schnellstens den unbekannten Täter finden müssen, wenn nicht noch mehr Unheil geschehen soll.
In dem Kriminalroman ,, Elbschuld“ schickt die Autorin Nicole Wollschlaeger ihr Dreamteam, die Kommissare Philip, Hauke und Peter, zum unglaublichen 7. Mal auf Verbrecherjagd.
Wie jedes Mal hat es die Autorin geschafft den Leser von Beginn weg mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen und man wird unaufhaltsam in einen Strudel gerissen, aus dem man bis zum Schluss nicht heraus kommt.
Sie hat dabei ein sensibles und auch grausames Thema angeschnitten, wo das ganze Unheil in der Vergangenheit liegt und jetzt erst zum ,,Ausbruch“ kommt.
Die Geschichte ist so spannend geschrieben, dass man auf jeder Seite mit fiebert, sich auch gruseln kann und vor allem und dass macht diese Krimireihe auch aus, dass es menschlich und humorvoll zu geht.
Die drei Kommissare sind bereits liebgewonnene Protagonisten, die sich immer wieder in das Leserherz einschleichen und man sie gerne begleitet.
Auch die Nebenhandlung, wo sich Peter für seinen manchmal etwas cholerischen, aber zum Knuddeln liebgewonnenen Hauke , etwas besonderes einfallen lässt, lässt dem Leser immer wieder ein Schmunzeln auf das Gesicht zaubern.
Mich hat die Geschichte wieder begeistert und es ist immer wieder wie ein ,,Heimkommen“ zu sympathischen Protagonisten, die hoffentlich noch lange ihr ,,Unwesen“ in Kophusen treiben dürfen.

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Ohne Hoffnung

Ein einsamer Ort von Dorothy B. Hughes

Der ehemalige Jagdflieger Dix Steel trifft in Los Angeles seinen früheren Kameraden Brub wieder. Der mittlerweile mit der schönen und unnahbar scheinenden Sylvia verheiratet ist. Dix ist fasziniert von ihr, obwohl er sich immer wieder unwohl in ihrer Nähe fühlt. Was Brub, der mittlerweile als Detective bei der Mordkommission arbeitet nicht ahnt ist, dass sein Freund in der Nacht immer wieder Frauen verfolgt.

Als Brub mit Mordfällen an junge Frauen beauftragt wird ist es Dix, der fasziniert seine Arbeit verfolgt und so aus erster Hand immer wieder erfährt, wo die Ermittlungen gerade stehen. Als sich Dix in die geheimnisvolle Laurel verliebt ahnt er noch nicht, dass sich sein Leben von nun an ändern wird.
Der Roman ,, Ein einsamer Ort“ der sogar 1950 mit Humphrey Bogart verfilmt wurde ist ein wieder entdeckter Kriminalroman von Dorothy B. Hughes.
Der Autorin ist es dabei gelungen einen ,,leisen“ Roman zu schreiben, wo ohne Blutvergießen oder brutalen Szenen eine Spannung erzeugt wird die einfach dadurch entsteht, dass man auf emotionaler Ebene das Katz-und Mausspiel zwischen Dix und Brub miterleben kann.
Dix ist dabei eine eher tragische Figur, die es nicht geschafft hat nach dem Krieg ins echte Leben zurück zu finden. Er ist ständig auf der Suche nach einem Ort der Zufriedenheit, nach einem Ort wo er angekommen ist. Sein Frauenbild ist dabei getrübt wo er es nicht verkraften kann, dass es auch starke und selbstbewusste Frauen gibt. Die beiden Protagonistinnen Sylvia und Laurel machen ihm Angst, obwohl er denkt, dass er mit Laurel ein Leben in Liebe und Zufriedenheit leben kann. Er sieht sich auch immer wieder als Opfer der Gesellschaft wo er denkt, dass nur das Geld, das er nicht besitzt, schuld daran ist, dass es in seinem Leben nicht so läuft, wie er sich das vorstellt.
Gut beschrieben werden dabei immer wieder die Gedanken und Gefühle von Dix die von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt reichen. Man bekommt als Leser sogar ein wenig Angst, wenn er in tiefes Loch fällt und plötzlich alle Freuen von ihm als Lügnerinnen und als Huren bezeichnet werden.
Brub ist dabei auch nicht zu beneiden, weil er in Dix einfach einen alten Freund sieht und nicht merkt, welch dunkles Geheimnis er in sich trägt.
Ein toller Roman, der berührend und spannend zu lesen ist.

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Schuldig oder nicht?

Ein einsamer Ort von Dorothy B. Hughes

Der dänische Journalist Kristian Corfixen hat in dem Roman ,, Die Krankenschwester“ den spektakulären Kriminalfall aus Dänemark rund um die Krankenschwester Christina Aistrup Hansen als ,,True Crime“ geschrieben.
Jahrelang soll es dabei der Krankenschwester gelungen sein Menschen auf ihrer Station zu töten, ohne, dass es jemand bemerkt hat.

Erst als bei einem ungeklärten Todesfall die Polizei eingeschaltet wird, gerät der Stein ins Rollen und es folgen unglaubliche Geschichten rund um Christina und ihrem Leben.
Der Autor hat dabei aus unzähligen Patientenakten, Gerichtsprotokollen, Polizeiberichten und Expertengutachten versucht zu beschreiben, was damals im
Krankenhaus Nykøbing Falster passiert ist und wie es zu den Vorfällen kommen konnte.
Manche Szenen mögen dabei vielleicht etwas trocken rüber kommen, aber gerade das macht den Reiz der Geschichte aus. Er hat dabei auch Christina selbst, sowie ihre ehemalige Kollegin und nunmehrige Kronzeugin Pernille, befragt und konnte somit viele Szenen und Dialoge noch intensiver rüber bringen.
Ohne medizinische Kenntnisse ist es manchmal etwas langatmig wenn darüber diskutiert wird wie viel mg von welchem Medikament tödlich ist oder nicht oder welche Ampullen man hätte wann aufziehen müssen.
Die Geschichte ist wirklich unglaublich und der Autor hat dabei sehr intensiv recherchiert ohne dabei seine eigene Meinung kund zu tun.
Gut zur Geltung kommt dabei auch immer wieder, dass es zwei Gruppen rund um Christina gibt. Die einen Kollegen halten bis zum Schluss zu ihr und halten sie für unschuldig und die anderen hatten schon lange den Verdacht, dass sie für die Todesfälle verantwortlich ist.
Erschütternd dabei ist nicht nur wie lange dabei zugesehen wurde und sich niemand aus Angst, eine Unschuldige zu verdächtigen, etwas zu sagen getraut hat sondern auch wie sich das Krankenhaus dabei verhalten hat und somit für weitere Todesfälle verantwortlich war.
Ein spannender True Crime Roman mit einer besonderen Protagonistin.

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Sieg oder Niederlage

Ein einsamer Ort von Dorothy B. Hughes

,, Weg ohne Wiederkehr“ ist der dritte und letzte Band aus der Reihe ,, Bilder der Apokalypse“.
Nachdem ANCOS, die KI, über die Menschheit gesiegt hat und Millionen dabei den Tod gefunden haben, kämpfen die letzten Überlebenden ohne Technologie und hoffen, dass sie von Plünderer und Mörder verschont bleiben.

Der scheinbare Frieden zwischen ANCOS und den Menschen trügt, denn es hat sich eine Gefahr entwickelt, die noch gefährlicher ist als die Übermächtige KI. Plötzlich müssen die Überlebenden, die für den damaligen Untergang verantwortlich waren versuchen den neuen Feind zu bekämpfen, denn der ist brutal und kennt keine Gnade.
Der Autor Michael Hirtzy hat mit dem dystopischen Science Fiction Roman einen spannenden und actionreichen Abschlussband geschrieben, wo man auf einige bekannte Protagonisten stößt, die schon im Laufe der Vorgängerbände einiges mitgemacht haben.
Hier haben diese die Möglichkeit bekommen auch unter Einsatz ihres Lebens, einiges wieder gut zu machen oder es zumindest zu versuchen.
Die Geschichte läuft dabei über verschiedene Handlungsstränge wo man immer wieder Zeuge wird was die Personen an verschiedenen Orten erleben. Dabei geht es nicht immer zimperlich zu und zeigt, wie die Not und die Verzweiflung der letzten Menschen diese brutal und unmenschlich werden lassen.
Die Handlung ist auch gespickt mit technischen Details, die manchmal doch eine kleine Herausforderung waren.
Schön beschreibt der Autor die Gefühle der Personen, die immer wieder zwischen Hoffen und Bangen leben und sich verzweifelt gegen einen gefährlichen Gegner auflehnen.
Dabei wird den Protagonisten immer wieder klar, dass ihr damaliges Erschaffen von ANCOS viel Leid den Menschen gebracht hat und sie nie damit gerechnet hätten, dass sich einmal die KI gegen sie stellen würde.
Hier sind es hauptsächlich die Frauen, von denen es abhängt, ob die letzte Mission zur Rettung der Menschheit gelingt.
Mit einem berührenden und auch überraschenden Ende schließt sich die Bilder der Apokalypse Trilogie.

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Rache

Nils von Jürgen Geiger

Eine Schülerclique wird brutal ermordet. Jeder Mord scheint grausamer und blutiger zu sein als der vorherige. Trotzdem haben die Morde etwas Kindliches an sich und deshalb fällt es den Kommissaren Julia Kramer und Dennis Lubinski auch so schwer den Täter zu finden. Als die Spuren zu dem jungen Schüler Nils führen, ein Außenseiter mit unheimlichen Augen, beginnt ein Katz- und Mausspiel, wo plötzlich nichts mehr so ist, wie es zunächst den Anschein hat.

Dass sich Julia und Dennis sowohl privat, als auch dienstlich nicht wirklich verstehen, ist für die Aufklärung der Morde nicht gerade von Vorteil.
Der Debüt Roman ,, Nils“ von Jürgen Geiger, ist ein Thriller, der mehr als gelungen ist.
Bereits das gruselige und wunderbar zum Inhalt passende Cover leitet die kommende Geschichte wunderbar ein.
Nils der Außenseiter, der durch einen furchtbaren Schicksalsschlag dazu verdammt ist einen starren Blick zu haben und seine Augen nicht schließen kann, ist die tragischste Figur in dem Roman, die der Autor wunderbar dargestellt hat.
Durch Rückblenden erfährt man immer wieder, was Nils als Kind passiert ist und was der Auslöser für die ganzen Morde war.
Die beiden Kommissare verhalten sich eher untypisch als Kollegen, da beide private Probleme haben und nie mit jemanden darüber gesprochen haben. Deshalb gibt es ständig Reibereien zwischen ihnen, was nicht immer gut für die Zusammenarbeit ist. Ihre Sticheleien und gehässigen Äußerungen dem anderen gegenüber lässt sie vielleicht unsympathisch erscheinen, was sie aber letztendlich gar nicht sind.
Der Thriller ist gut aufgebaut und die kurzen Kapiteln steigern immer wieder die Nervosität beim Lesen, was als nächstes passieren wird.
Beim Lesen schwankt man immer wieder zwischen Mitleid, Wut, Traurigkeit und dem plötzlichen Erkennen, dass der Autor mit einem Ende überrascht, mit dem man als Leser nicht gerechnet hätte.
Ein toller Thriller den ich gerne weiterempfehlen kann.

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Verhängnisvolle Briefe

Liebesbrief statt Totenschein von Sabine Buxbaum

Die schreckliche Nachricht, dass sie nicht mehr lange zu leben hat veranlasst Melanie zu einer unüberlegte Handlung. Sie schreibt Abschiedsbriefe an verschiedene Menschen und löst damit eine Lawine an Ereignissen aus, mit denen sie nicht gerechnet hätte. Dass im Spital ihre Blutproben vertauscht wurden und sie jetzt doch nicht sterben muss, konnte Melanie nicht wissen.

Und so kommt es, dass in ihrer Heimatstadt Battle Creek in Minnesota so manche Einwohner nicht gut auf sie zu sprechen sind und so mancher verwirrt, ob ihrer Briefe. Bei dem jährlichen statt findenten Drei-Städte-Wettbewerb wird sich nun weisen, ob die Einwohner Melanie verzeihen können.
In dem Roman ,,Liebesbrief statt Totenschein“ bringt die Autorin Sabine Buxbaum ihre Protagonistin Melanie immer wieder in verzwickte und unangenehme Situationen. Es ist eine humorvolle und romantische Geschichte wo eine unbedachte Handlung eine ungeahnte Kettenreaktion hervor ruft. Die Autorin erzählt dabei in einem angenehmen und flüssigen Schreibstil wie Melanie immer wieder mit ihrer Unsicherheit voreilige Schlüsse zieht und nicht nur sich selbst, sondern auch andere damit vor den Kopf stößt.
Es gibt dabei viele liebenswürdige Nebenfiguren, wo man sich auch gut das Leben in der Heimatstadt von Melanie vorstellen kann. Sehr schön ist dabei auch, wie letztendlich alle zusammen halten. Viele in der Stadt haben auch dank Melanie ihre eigenen Sorgen, Probleme und heimliche Wünsche erkannt und somit ihr eigenes Leben reflektiert.
,,Liebesbrief statt Totenschein“ ist ein leichter Liebesroman, wo man vergnügliche Stunden damit verbringen kann.

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Mord in Venedig

Venezianisches Intermezzo von Thomas Michael Glaw

Der Münchner Kriminalrat Benedict Schönheit hätte nie gedacht, dass er einmal in Venedig ,,ermitteln“ würde. Doch als sein Bruder Jean- Baptiste wegen Mordverdacht in Untersuchungshaft sitzt, beschließen er und seine Freundin die Journalistin Martina nach Italien zu fahren. Dass der zuständige Commissario Degasperi nicht begeistert darüber ist, war voraus zu sehen.

Aber schon bald merken Bene und er, dass sie sich doch gut verstehen und sie nur gemeinsam den komplizierten Fall lösen können. Schon bald gibt es eine weitere Leiche und die resolute zuständige Staatsanwältin Claudia Agnelli, fordert bereits vehement nach einem Ermittlungserfolg. Es gibt auch viele Verdächtige und noch mehr Spuren, die es den beiden Kommissaren nicht leicht machen, aber Bene ist fest entschlossen nicht nur seinem Bruder, sondern auch dem Commissario zu helfen, auch wenn es alles andere als leicht ist.
In dem Roman ,,Venezianisches Intermezzo“ ermittelt der sympathische Benedict Schönheit bereits in seinem sechsten Fall. Auch ohne Vorkenntnisse der anderen Teile lässt sich dieser Krimi problemlos lesen.
Der Autor Thomas Michael Glaw lässt seinen Protagonisten mehr oder weniger unfreiwillig in Venedig ermitteln, wo man als Leser obendrein nicht nur Land und Leute kennen lernt, sondern auch kulinarische Genüsse präsentiert bekommt.
Es war schön zu lesen wie aus anfänglichem gegenseitigen Misstrauen ein freundschaftliches Miteinander entsteht. Die Handlung verläuft ruhig und lässt den Leser gemütlich an den Fällen teilhaben.
Der ICH Erzähler Benedict überlegt seine Schritte und kann sich immer wieder auf seinen guten Spürsinn verlassen. Die deutsch- italienische Zusammenarbeit funktioniert dabei sehr gut und so manch knifflige Fragen können so gemeinsam gelöst werden.
Ein angenehm zu lesender Krimi wo Liebe, Gier und Verzweiflung Auslöser für die Morde sind.

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Seelensplitter

Sandmann: Albtraumleben von Dieter Aurass

Schon seit vielen Jahren ist es sein Schicksal, dass er, der sich selber Sandmann nennt, bei jedem Vollmond in den Körper eines anderen schlüpft und für ein Jahr lang sein Bewusstsein den ,,Wirtskörper“ übernimmt. Als er dieses Mal in dem Kleinkriminellen Bogdan erwacht hat er ein Jahr Zeit ihm zu helfen, da dieser unschuldig wegen Mordes an seiner Frau im Gefängnis sitzt.

Ein nicht leichtes Unterfangen, das schon bald beide in gefährliche Situationen bringt. Aber der Sandmann hat ja noch andere ,,Wirtskörper“, die sie dabei tatkräftig unterstützen.
,,Sandmann- Albtraumleben“ ist der ungewöhnliche und originelle Mystery Krimi von Dieter Aurass. Ich gebe zu, dass ich die Handlung bezüglich der 13 Seelensplitter die gerade unterwegs sind und welche Erinnerungen der Sandmann an vergangene Ereignisse hat oder auch nicht, nicht immer wirklich verstanden habe, da die Geschichte sehr komplex und vor allem mathematisch gedacht sehr anspruchsvoll ist.
Trotzdem macht es Spaß den Protagonisten zu folgen, da es auch interessant ist, wie sich die Person, in der der Sandmann gerade steckt, sich mit ihm unterhält. Der Gedanke dabei, dass man eine Zeit lang in einem fremden Körper steckt, egal ob Frau oder Mann, ob alt oder jung, hat dabei seinen eigenen Reiz. Das besondere bei der Geschichte war dabei auch, dass das Bewusstsein des Wirtes zurückgedrängt werden kann und somit der Körper positiv beeinflussbar ist. Gerade in gefährlichen Situationen, konnte der ,,Seelensplitter“ seinen Wirt mit Taten und Gesprächen positiv leiten.
Witzig war dabei auch wenn sich mehrere Wirtskörper gleichzeitig getroffen haben und der Sandmann sich mit seinem Alter Egos selbst unterhalten konnte.
Es ist eine ungewöhnlich Geschichte auf die man sich einfach einlassen muss ohne viel nachzudenken, wie und warum etwas zusammen hängt.
Man bekommt Spannung, mystische Elemente und vor allem viel an Humor geboten. Es hat Spaß gemacht den Sandmann auf seiner abenteuerlichen Reise zu begleiten, wo ihn nicht nur einmal seine Wirtskörper ob ihrer Handlungen zur Verzweiflung gebracht haben, wenn er nicht schnell genug ihr Bewusstsein übernommen hat.

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