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Rezensionen von rewareni:

Magisches Hamburg

Veljkos Café von Nils Petersen

Veljkos Cafe ist ein beliebter Treffpunkt für den Prophet Obadja, wenn nicht eines Tages gleich gegenüber ein schrecklicher Mord passiert wäre. Bevor die Polizei eintrifft, hat er den Mord an der alten Prostituierten Berit von der Bremer bereits voraus gesehen. Als die Kommissarin Paula Philipp die Ermittlungen aufnimmt merkt Obadja, dass es kein gewöhnlicher Mord war, denn Berits vermeintlicher alter Gehhilfe Stock entpuppt sich als der legendäre Aaronstab, der ein magisches Artefakt aus längst vergangener Zeit ist und als verschollen galt.

Plötzlich gerät das ruhige und gemächliche Leben Obadjas gehörig außer Kontrolle und seine seltsamen Freunde und er stehen einer großen Gefahr gegenüber. Bis sie auch die Kommissarin davon überzeugen können, dass sie nur gemeinsam den Fall lösen können, passieren einige ungewöhnliche Dinge, die besser nicht an die Öffentlichkeit geraten sollten.
,, Veljkos Cafe“ ist der spannende Urban- Fantasy Roman in dem der Autor Nils Petersen seine Leser in das magische Hamburg entführt, wo man in eine humorvolle und geheimnisvolle Welt von Feen, Trollen, Nixen und Sehern eintauchen kann.
Liebevoll beschreibt hierbei der Autor immer wieder Orte und Plätze in Hamburg wo die Protagonisten ihre Abenteuer zu bestehen haben.
Es ist eine interessante Geschichte wo Magie immer wieder eine Rolle spielt. Dabei werden wunderbar die Eigenheiten von Obadja, dem Propheten, Monica, der Fee, Lau, der Nixe und Tjark, dem Troll, dargestellt.
Die Mischung zwischen feinem Humor, magischen Elementen und Spannung macht den Roman zu einem Lesevergnügen.
Es macht Spaß mit zu fiebern und sich immer wieder überraschen zu lassen, ob der interessanten Einfälle des Autors.
Wer sich also verzaubern lassen möchte, der wird in ,,Veljkos Cafe“ auf seine Kosten kommen.

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Die Puppen und ich

Das Schweigen der Puppen von Simon Bartsch

Kriminalhauptkommissar Philipp Jansen und sein Team bekommen es mit einer furchtbaren Mordserie zu tun. Junge und hübsche Frauen werden grausam ermordet. Das Besondere daran ist aber, dass sie alle wie Puppen geschminkt werden und ihre Leichen fast schon liebevoll drapiert werden.
Die Kölner Ermittlerin Iris Lottner hat ebenfalls einen Mord aufzuklären, wo eine alleinstehende alte Frau erschlagen in ihrer Wohnung gefunden wurde.

Beide ermitteln fieberhaft weiter bis zu dem Zeitpunkt, wo es anscheinend Gemeinsamkeiten bei den Fällen gibt nämlich Puppen. Und somit müssen Jansen und Lottner gemeinsam ermitteln, wenn sie den Serienkiller stoppen wollen.
Das düster Cover mit der nackten Puppe im Vordergrund ist bereits ein guter Eyecatcher für den Kriminalroman ,, Das Schweigen der Puppen“ , wo der Autor Simon Bartsch den Leser von Beginn weg in seinen Bann zieht.
Die kurzen Kapitel,die jeweils aus der Sicht des Mörders sowie den beiden Ermittlern berichten, steigern immer wieder die Spannung.
Es ist oft ein beklemmendes Gefühl dabei, wenn man durch die Augen des Mörders blickt und andererseits ist es dann im Laufe der Geschichte traurig zu lesen, warum er tötet.
Dabei hat der Autor gut die Emotionen, Gedanken und Gefühle eingefangen.
Die beiden Kommissare sind für meinen Geschmack nicht wirkliche Sympathieträger, aber im Laufe des Romans habe ich mich an sie gewöhnt und durch ihre gemeinsame Zusammenarbeit, die nicht immer reibungslos verläuft, ist sogar eine gewisse Spannung und Neugierde aufgetreten, wie die beiden zurecht kommen werden.
Sowohl Jansen, als auch Lottner haben beide mit privaten Schwierigkeiten und Problemen zu kämpfen, wo beide nicht immer korrekt handeln. Besonders Jansen zeigt sich dabei nicht immer von seiner besten Seite. Dadurch bekommt man als Leser gleich mehrere spannende Geschichten erzählt.
Auch wenn man nicht alle Hintergründe über gewisse Charaktere und deren Handlungen erfährt, hat es Spaß gemacht diesen spannenden Roman zu lesen und ich bin sicher, dass Jansen und Lottner bestimmt noch einmal gemeinsam ermitteln könnten.

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Mary und Max

Knochen & Dampf von Jasmin Jülicher

Die Privatermittlerin Mary Parker wird vom Kaiser persönlich mit einem höchst delikaten Auftrag betraut. Im Ossarium ist ein Skelett zu viel aufgetaucht und Mary soll nun die Identität des Toten herausfinden. Gemeinsam mit dem jungen Forensiker Max findet sie bald heraus, wer der Tote ist und dass er ermordet wurde.

Unter strengster Geheimhaltung sollen nun beide den Mörder finden. Viele Geheimnisse umgeben die Menschen im Palast und Mary ist wieder einmal bereit ihr Leben aufs Spiel zu setzen, damit sie den Mörder rechtzeitig finden kann.
Der Roman ,, Knochen und Dampf“ ist ein Krimi mit einem steampunkigen Setting, wo die Autorin Jasmin Jülicher den Leser ins fiktive Deutsche Autonome Kaiserreich des 19. Jahrhunderts entführt.
Von einer Mauer umgeben sollen die Menschen geschützt werden, da schon viele Kriege geführt wurden. Damit niemand das Patent der Dampfmaschinen stehlen kann gibt es für die Bewohner nur ihr Leben inmitten der Mauer.
Darauf baut nun der Krimi auf, da der Kaiser sein Reich in Gefahr sieht. Mit der Protagonistin Mary hat die Autorin eine Frau erschaffen, die als General in der Armee gedient hat und schwer verletzt wurde und sich nun ihren Lebensunterhalt als Privatermittlerin verdient. Ihre meist ruppige und direkte Art prallt dabei auf den ruhigen und besonnenen Forensiker Max, der ein toller Partner für sie ist.
Es ist eine spannende Geschichte wo es interessant zu lesen ist, wie akribisch Max bei seiner Arbeit nachgeht und wie genervt Mary dabei manchmal ist. Obwohl beide sowohl charakterlich als auch von ihrer Mentalität überhaupt nicht zusammen passen, gelingt es ihnen Schritt für Schritt den Fall gemeinsam zu lösen.
Dass dabei auch der Humor nicht zu kurz kommt und Max immer wieder Mary auf die Palme bringen kann, passt zu der Geschichte gut dazu.
Auch wenn ich mir mehr Steampunk gewünscht hätte wie z.b besondere Geräte mit denen Max in seinem Labor arbeitet, oder verschiedene Fortbewegungsmittel... war es trotzdem interessant zu erfahren, wie die Menschen im Kaiserreich leben und man am Ende überrascht war ob des Motivs des Täters.
Der Ausflug ins 19. Jahrhundert hat Spaß gemacht und so wie Mary und Max als Team aufgetreten sind, kann man sich als Leser nur wünschen, dass sie wieder einmal in einem Kriminalfall ,,ermitteln“ dürfen.

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Tödliches Experiment

Die Grenze der Dunkelheit von Michael Hirtzy

Nach vielen Wochen in der Tiefschlafkammer sind Erin und ihre Frau Jantila bereit, sich einem großen Abenteuer zu stellen. Völlig überraschend ist nach 40 Jahren plötzlich der verschollen geglaubte experimentelle Forschungskreuzer Koukishin im Weltall aufgetaucht und Erin möchte wissen, was damals mit ihrem Großvater Ishmael Molina und seiner Crew passiert ist.

Das Schiff scheint viele Geheimnisse in sich zu bergen und schon bald stehen sie einer Bedrohung gegenüber, aus der es scheinbar kein Entrinnen gibt. Schmerzhaft erfährt Erin nach und nach, was ihr Großvater mit seinen Experimenten damals ausgelöst hat.
,,Die Grenze der Dunkelheit“ lässt den Leser eintauchen in das Jahr 2192, wo ein Schrottsammler auf das verschwundene Schiff Koukishin trifft, dessen Schöpfer Molina im Jahr 2154 versucht hatte, durch ein Portal in eine andere Galaxie zu gelangen, aber nie zurückgekehrt ist. Der Autor Michael Hirtzy lässt dabei seine Protagonisten 40 Jahre später ein waghalsiges Abenteuer erleben. In Rückblenden erfährt man dabei wie kaltblütig dabei Molina das Leben seiner Crew aufs Spiel gesetzt hat ob seines Experimentes ohne zu ahnen welche Kettenreaktion er dabei ausgelöst hat. Das, was mit dem Schiff zurückgekehrt ist löst nicht nur beim Leser Gänsehaut Gefühl aus.
Es sind spannende Einblicke, wo ich mir aber bei vielen Szenen nicht immer vorstellen konnte wie die ganzen technischen Abläufe funktionieren. Da war es dann für mich etwas schwierig bei der Handlung dran zu bleiben.
Man findet aber auch recht gruselige und brutale Szenen wo sich SF und Horror vermischen.
Eine spannende Geschichte also die zeigt, dass es manchmal besser ist nicht zu erfahren, was sich in in den unendlichen Weiten des Weltalls befindet.

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Hass

Ich habe dich im Auge von Ramona Paul

Alessa Ahrens ist eine junge attraktive Frau aus wohlhabenden Haus. Bisher verläuft ihr Leben in geordneten Bahnen bis zu dem Zeitpunkt, als sie immer öfter das Gefühl hat beobachtet und verfolgt zu werden. Plötzlich scheinen Dinge in ihrer Wohnung nicht mehr an dem Platz zu stehen, wo sie hin gehören und als sie Drohbriefe erhält ist sie sicher, dass sie einen Stalker hat.

Da tritt der sympathische Finn in ihr Leben, der ihr Sicherheit und Geborgenheit vermittelt auch wenn er sich manchmal etwas geheimnisvoll verhält. Unheimliche Anrufe und weitere Drohbriefe lassen Alessa langsam aber sicher verzweifeln und bald schon weiß sie nicht mehr, ob oder wem sie noch vertrauen kann.

,, Ich habe dich im Auge“ ist der spannende Thriller von Ramona Paul, wo sie geschickt mit den Ängsten der Protagonistin spielt und auch den Leser daran verzweifeln lässt wer wohl der Stalker sein könnte.
Gleich von Beginn weg wird man Zeuge davon, wie leicht man jemanden ein ungutes Gefühl vermitteln kann und wie hilflos man sich dabei fühlen kann wenn nicht nur unerklärliche Dinge passieren, sondern man auch gestalkt wird und man keine Chance sieht aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen.
Mit Finn bekommt Alessa einen sympathischen Mann zur Seite gestellt, der sehr einfühlsam und empathisch ist, obwohl man als Leser auch nicht wirklich sicher sein kann, ob er ein ehrliches Spiel mit ihr spielt oder nicht.
Die ganzen Drohungen spitzen sich mit der Zeit immer mehr zu, wo man sich manchmal fragt, ob Alessa nicht zu lethargisch dabei wirkt und nicht anders handeln könnte. Denn selbst wenn die Polizei nicht gleich aktiv wird, hätte es trotzdem Situationen gegeben, wo sie diese einschalten hätte sollen.
Es ist ein Katz- und Mausspiel wo es einige an Verdächtige gibt und die Autorin den Leser auf eine falsche Spur schickt.
Interessant waren dabei auch Rückblenden, wo man Stück für Stück an den wahren Täter und seine Beweggründe heran geführt wird.
Ein spannender Roman über Hass, Verzweiflung und dem verzweifelten Wunsch nach
Gerechtigkeit.

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Der Fluch

Der Fluch des Fremden von Alexander Hartung

Wie jedes Jahr in Furtenblick freuen sich die Menschen auf ihr Dorffest. Doch dieses Mal taucht ein unheimlicher Fremder auf, der den Tod von vier Menschen prophezeit. Der Fluch alleine ist schon furchtbar, aber als er sich auch noch über den Klippen in den Tod stürzt ist die Aufregung natürlich groß.

Es dauert nicht lange und der erste Tote wird so gefunden, wie der Fremde es voraus gesagt hat. Panik ob des Fluches macht sich im Dorf bemerkbar, nur die Witwe Katharina Volck glaubt nicht wirklich daran. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn Jakob Kohlhepp beschließt sie der Sache auf den Grund zu gehen.
Aufgestachelt von dem Priester Theobald hat es Katharina schwer ihre Freunde und Bekannten davon zu überzeugen, dass es sich nicht um einen Fluch handelt, sondern um Mord. Als man bald danach die nächste Leiche findet ist ihr klar, dass sie schnellstens den wahren Mörder finden muss.
Der historische Roman ,, Der Fluch des Fremden“ entführt den Leser ins 17. Jahrhundert, wo eine unheimliche Mordserie die Dorfbewohner in Angst und Schrecken versetzt. Der Autor Alexander Hartung hat dabei mit seiner sehr willensstarken, klugen und unerschrockenen Protagonistin Katharina eine ,,Ermittlerin“ in Szene gesetzt, die einem von Beginn weg sympathisch ist. Dabei hat er ihr mit dem Witwer Jakob einen tollen ,,Helfer“ an die Seite gestellt, der nicht nur einmal an ihrem Dickkopf verzweifelt. Es mag zwar für die damalige Zeit etwas überraschend wirken, dass sie so emanzipiert und ,,modern“ ist, da sie nicht so wie alle anderen an einen Fluch glaubt oder sich alleine auf einen beschwerlichen Weg in die nächste Stadt auf macht um dort nach Hinweisen zu suchen.
Der Roman ist dafür gespickt an humorvollen Dialogen, wo der arme Jakob nicht nur einmal von Katharina an den Rande der Verzweiflung gebracht wird, er aber dann trotzdem bei jeder ,,Schandtat“ hilfreich zur Seite steht. Spannende, menschliche Schicksale, die bis weit in die Vergangenheit reichen, machen die Geschichte interessant und der angenehme und flüssige Schreibstil des Autors tragen dabei zu einem Lesevergnügen bei.
Die Dorfbewohner werden ebenfalls gut beschrieben, wo der Aberglaube eine große Rolle spielt. Dass aus Liebe Rache wird, ist in dem Roman das Hauptthema, das der Autor gut umgesetzt hat und es hat Spaß gemacht die resolute Katharina dabei zu begleiten, wie sie die ganzen Mordfälle aufklären kann.

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Gedanken über das Leben

Ein Reigen - Erzählungen und Kurzgeschichten von D.G. Ambronn

Auf gerade einmal 100 Seiten schafft es der Autor D.G. Ambronn mit seinen 11 Geschichten den Leser in andere Zeiten und Länder zu entführen.
,, Ein Reigen – Erzählungen und Kurzgeschichten“ bietet eine Sammlung an vielfältigen Gedanken des Autors, wo man als Leser immer wieder zum Nachdenken angeregt wird.

Besonders die Fabeln in dem kleinen Büchlein zeigen auf, dass Fremdsein oder Boshaftigkeit einem schwächeren gegenüber, sehr menschliche Züge aufweisen. Dafür ist aber dann die Hilfsbereitschaft und die Hoffnung auf ein besseres Leben wieder ein positiver Aspekt.
Man findet ein breites Spektrum an Geschichten, die unter anderem vom Krieg, vom ersten Verliebtsein, aber auch von Trennung und Schmerz erzählen.
Dass man das Gute und das Böse nicht immer gleich erkennen kann wird dabei vom Autor ebenfalls gut in seinen Geschichten verpackt.
Menschliche und tierische Schicksale halten dem Leser oftmals einen Spiegel vor, um über sich selbst und seine Mitmenschen, immer wieder einmal nach zu denken.

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Zukunft

Facetten der Zukunft von Werner Skibar; Faye Hell; Jacqueline Mayerhofer; Caroline Hofstätter; Michael Marcus Thurner; Stefan Cernohuby; Jana Paradigi; Roman Schleifer; Nora Bendzko; Andreas Gruber; Mia Faber; Leo Lukas; Melanie Vogltanz

Die Anthologie ,, Facetten der Zukunft“ - Science Fiction made in Austria, beschäftigt sich in 13 unterschiedlichen Geschichte mit der Zukunft wie sie sein könnte. 13 Autoren und Autorinnen haben dabei in humorvoller, berührender oder erschütternder Art und Weise ihre Gedanken zu diesem Thema verfasst.

So gibt es eine Reise zu einer anderen Galaxie, wo die KI beginnt Gefühle für eine Frau zu entwickeln oder man kann eine gute Zukunftsinvestitution tätigen, wenn man sein ungeborenes Kind nach seinen Wünschen ,,bestellen“ kann.
Man findet bei den Kurzgeschichten sowohl utopische, als auch dystopisch angehauchte, wo die Fantasie der Autoren keine Grenzen kennt.
Themen wie Pandemien, Klimakatastrophen finden sich in dieser Anthologie genauso wie soziale Ungerechtigkeit oder emotionale Abhängigkeit.
Jede Geschichte ist auf ihre eigene Art geschrieben, wo es mir bei manchen doch etwas schwer gefallen ist den wirklichen Sinn dahinter zu verstehen.
Nicht immer gehen die Geschichten gut aus, obwohl man hofft, dass sich der Protagonist vielleicht doch irrt oder einen anderen Weg einschlägt. Aber es gibt auch Geschichten, die zwar düster beginnen, wo aber das eigene Paradies zum Greifen nah ist und man die Möglichkeit hat selbst über sein Schicksal zu bestimmen.
Gut finde ich auch, dass jede Geschichte mit Content Notes versehen ist, da die beschriebenen Szenen vielleicht für den einen oder den anderen verstörend wirken können.
Auch eine kurze Vita der Autoren und Autorinnen zu Beginn finde ich immer nett.
Für Liebhaber von Anthologien kann ich die ,,Facetten der Zukunft“ gerne empfehlen.

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Rache

Der Nordseeritzer von Drea Summer

Kriminaloberkommissarin Steffi Teufel und ihr Kollege Kriminalkommissar Jan Graf bekommen es mit einem merkwürdigen Fall zu tun. Warum sprang Theodor Kröner vor den Augen von Jan von den Klippen? Einen möglichen Hinweis erhoffen sich Steffi und Jan von dem Video, das der Augenzeuge Stefan Wieber, mit seinem Handy gemacht hat.

Der zunächst scheinbare Selbstmord entpuppt sich aber dann schnell zu einem möglichen Mord. Bei ihren Recherchen finden sie im Haus des Toten ein altes Kinderfoto wo sie eine Spur verfolgen, die in weiter Vergangenheit zurück liegt. Plötzlich hat es den Anschein, als ob der damalige Mörder, der so genannte Nordseeritzer, wieder zurückgekehrt ist und da weiter machen möchte, wo er vor über 40 Jahren aufgehört hat.
Im ersten Teil der Krimi Reihe ,, Teufel und Graf“ werden die beiden Ermittler auf eine Reise in die Vergangenheit geschickt, wo sie mit Lügen, Verzweiflung, Rache und Hass zu tun bekommen. Der ,, Nordseeritzer“ ist der spannende Auftaktband der Autorin Drea Summer, wo sie dem Leser kaum Luft zum Atmen lässt. Sie beschreibt in ihrer Geschichte nicht nur eine, sondern gleich mehrere menschliche Tragödien. Dabei wird man in ein Labyrinth aus Lügen und Intrigen geschickt, wo man den Anschein nach nie heraus kommen wird. Die Geschichte ist sehr komplex und man muss sich als Leser gut konzentrieren, da es doch einige an Protagonisten gibt, die für die Handlung wichtig sind. Auch gibt es verschiedene Erzählstränge wo man leicht den Überblick verlieren kann.
Angenehm sind die kurzen Kapitel, wo man stets hautnah dabei sein kann wenn etwas spannendes passiert.
Die neuen Kommissare und ihre Kollegen sind einem von Beginn weg sympathisch und der Humor kommt dabei auch nicht zu kurz.
Die Autorin schafft es dabei immer wieder den Leser auf eine falsche Fährte zu locken und man weiß nie, wem man trauen kann und wem nicht.
Spannung, Humor und Nervenkitzel begleiten einem von Beginn weg und gut ist dabei auch, dass man am Ende noch einmal alle Zusammenhänge erklärt bekommt.
Dass offene Ende macht natürlich neugierig wie es mit Teufel und Graf weiter gehen wird.

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Charlotte und die Mörderjagd

Perchtoldsdorfer Punsch von Christian Schleifer

In Perchtoldsdorf ist sprichwörtlich der Teufel los. Nicht nur, dass der Pfarrer von unbekannten vom Wehrturm gestoßen wird, gibt es auch noch eine Bombendrohung gegen die Kirche. Dass man auch noch ein Edelbordell eröffnen möchte und der unbeliebte und weit rechts angehauchte Politiker Adefris seinen Wahlkampf zur Weihnachtszeit startet, stößt so manchen bitter auf.

Deshalb dauert es auch nicht lange bis Charlotte wieder einmal zu ,,ermitteln“ beginnt und gemeinsam mit ihrer Freundin Andrea in so manche verzwickte Situation gerät.
,, Perchtoldsdorfer Punsch“ ist bereits der 3. Band aus der Krimireihe rund um die Jungwinzerin und Ex- Polizistin Charlotte Nöhrer. Der Autor Christian Schleifer lässt dieses Mal seine Protagonistin gerade zur eigentlich besinnlichen Weihnachtszeit nicht zur Ruhe kommen. Dabei wird sie leider bei ihrem eigenen Punsch Stand eine ihrer besten Kundinnen und auch sonst entsteht der Eindruck, dass sie mehr als üblich dem Alkohol zu sagt.
In diesem Band werden einige aktuelle Themen wie die Fremdenfeindlichkeit oder der Rechtsextremismus immer wieder aufgegriffen und diese ziehen sich durch den gesamten Roman, wo ich es fast schon ein wenig zu viel fand und die oftmaligen Wiederholungen sich dabei etwas in die Länge zogen.
Schön waren dabei wie immer die Streitereien zwischen den Familienmitgliedern, die aber, wenn es drauf ankommt, immer zusammen halten.
Der Humor kommt nie zu kurz und so manche tollpatschige Situationen kann man sich als Leser gut vorstellen.
Etwas nervig waren aber die immer wieder erwähnten sexuellen Vorlieben der Charlotte und ihrer Freundin Andrea und die gefühlte zehnmalige Erwähnung, das Charlotte eine ,,Muschi- Schleckerin “ ist, hätte ich auch nicht gebraucht.
Schön ist auch immer wieder, wenn Personen aus den vorherigen Bänden auftauchen und man somit ,,alte“ Bekannte trifft.
Dass es in Perchtoldsdorf bestimmt wieder mörderisch zugehen wird und es in der Familie Nöhrer das eine oder andere Problem geben wird ist sicher und man darf auf den nächsten Band schon gespannt sein.

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