Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Danislesestube:
Gelungener erster Teil, der Lust auf mehr macht
Der Weg des Feuers von C.A. Federschrieb
Die junge Feuermagierin Gwendolin kann es nach dem Abschluss ihrer Ausbildung kaum erwarten, endlich in die große weite Welt zu ziehen, um einen Auftrag nach dem anderen zu erledigen. Jedoch unterscheidet sich die Außenwelt sehr von der Umgebung, die sie bisher kannte. Nach dem kurzen Kulturschock rutscht das Mädchen direkt in das nächste Problem.
Der Heiler Euronimus ist zwar ganz nett. Aber die beiden Barbaren (eigentlich sind sie Söldner), welche nicht nur so wirken, sondern offenbar auch so riechen, sind ihr ein Dorn im Auge. Mal abgesehen davon treiben sich diese auch noch in sehr speziellen Etablissements herum, um ihren „Stress“ abzubauen. Trotzdem versucht Gwen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Was ihr als Feuermagierin nicht immer gelingt, was zahlreiche Situationen beweisen.
Auf ihren Abenteuern trifft die Gruppe auf zahlreiche Kreaturen, Rätsel, zwielichtige Wesen und manchmal auch auf Dinge, bei denen es sich noch mehr lohnt, die Hände dreckig zu machen. Beim Lesen hatte ich nicht selten ein Déjà-vu, was vor allem daher rührt, dass sich die Handlung wie ein Rollenspiel, garniert mit Nebenmissionen, liest. Kommen euch diese Zeilen bekannt vor? Bei „Die Legende der Nathril“ habe ich sinngemäß das Gleiche gesagt. Hier wurde dieser Aspekt etwas anders aufgezogen. Die Autorin hat sich hier auf die größten Abenteuer fokussiert. Gelegentlich durfte ich eine Handvoll Informationen über die Mitglieder der Gruppe lesen. So machten ihre Handlungen und ihre Beweggründe wesentlich mehr Sinn. Generell erschließt sich hier sehr viel erst nach und nach. Was eine gute Erzählweise ist. Bin kein Fan davon, alles unter einmal hineingedrückt zu bekommen.
Auch wenn ich zu Beginn etwas über Sibrand und Konstantin gelästert habe, sind diese eine wertvolle Ergänzung in zahlreichen Situationen. Hier zeigt sich wieder der Rollenspiel-Aspekt in Form einer ausgewogenen Gruppe, ohne die man in Spielen nicht wirklich weit kommt. Was nützt mir ein starker Magier, wenn dieser nach einem Treffer umfällt? Eben. ????
Freu mich schon auf den zweiten Teil, denn das Ende macht Lust auf mehr.
Humorvolles Büchlein
Wie erziehe ich nervige Verwandte?. Life is a Story - story.one von Jennifer Böhm
Man kennt sie, man liebt sie nicht immer so, wie es diese erwarten. Verwandte. Es gibt sie in allen Formen und Konstellationen. Von angenehm bis zum Davonlaufen ist alles dabei.
Nicht selten überlegt man vor oder während des Besuchs, wie man diese effektiv wieder den Heimweg antreten lässt. Immerhin ist man im Arbeitsalltag bereits von ausreichend tollen und super sympathischen Menschen umgeben, die natürlich nie lästig sein wollen.
(Ist klar)
Diesen oder einen ähnlichen Gedankengang hatte wohl auch Jennifer Böhm. Eine sympathische Autorin, welche ich auf der Buchmesse in Niederösterreich getroffen habe. Auch sie scheint von Verwandten umgeben zu sein, die ihr das Leben nicht selten „etwas“ erschweren. Demzufolge ließ sie es sich nicht nehmen, diesen wundervollen und natürlich vollkommen ernst gemeinten Ratgeber für all die gequälten Seelen da draußen zu schreiben.
Inhaltlich beschäftigt sich die Autorin mit den bekanntesten Szenarien. Vom Babysitter spielen bis zum gemeinsamen Urlaub mit der ganzen Familie ist alles dabei. Die Tipps und Tricks wurden nur mit einem Hauch Sarkasmus versehen, damit man unbedingt auf die Idee kommen sollte, das Gelesene bei der nächsten Gelegenheit in die Tat umzusetzen. Wäre doch schade, wenn man mit diesem Büchlein nichts anzufangen weiß. Oder? ????
Selten habe ich bei einem Buch so oft und lang anhaltend lachen müssen. Das ist genau mein Humor. Sarkasmus nimmt hier den größten Platz ein. Dennoch gibt es auch Stellen, die vor schwarzem Humor nur so triefen. Manche könnten diese Passagen als gemein abstempeln. Ich wiederum bin fast vom Stuhl gefallen vor Lachen.
Passend zu den garantiert ernst gemeinten Ratschlägen gibt es passende Bilder und Überschriften. Das Cover selbst passt perfekt zum Inhalt und zeigt gleichzeitig, dass manche Tipps nur bedingt zum Nachmachen geeignet sind. Wobei. Wo ein Wille, da auch ein Weg. ????
Wenn ihr Fans von Sarkasmus, schwarzem Humor seid und/oder einfach etwas Kurzweiliges zum Lachen braucht, ist das euer Buch.
Spannender Thriller mit einem ernsten Thema
Zerrissen von Vanessa Maurer
Am 09.11.24 fand in Gutenstein in der Dorfpension Mariahilfberg die Buchmesse “Bücher(t)räume” statt. Von dieser habe ich bereits in einem Reel auf Instagram geschwärmt. Heute soll es um das erste Buch gehen, welches von mir als erstes gekauft wurde. Schon vom Eingang lachte mich das Cover dieses Buches an.
Einfach gehalten, man kann sich ungefähr vorstellen, worum es gehen könnte. Wer ist das Mädchen auf dem Bild? Was könnte ihr zugestoßen sein?
Kriminologin Rebeka Michels und ihr Kollege Roman Winter schreiten nach dem ersten Mord an einer Frau zur Tat. Relativ schnell gerät ihr Ex-Freund ins Visier. Dieser stirbt jedoch wenige Stunden nach dem ersten Verhör. Zufall? Unsere Ermittler glauben nicht daran. Verübt hier jemand Selbstjustiz? Was hat eine bekannte Frauenbewegung damit zu tun? Es wird spannend.
Nach dem Kauf habe ich natürlich etwas mit der Autorin gesprochen. Sympathisch ist sie alle mal. Kann ich das vom Buch auch behaupten?
Zunächst zum Thema der Handlung. Es geht um Gewalt an Frauen. Diese passiert auch heute noch viel zu oft und dementsprechend braucht es niemanden wundern, wenn Frauen lieber Single bleiben, als bei einem gewalttätigen Partner zu landen. Die Autorin hat das Thema einwandfrei in die Handlung integriert. Nicht nur den Opfern wurde Gewalt angetan. Auch unsere Protagonistin kämpft noch heute mit den Folgen. Das merkt man vor allem in den Befragungsszenen deutlich. Wie sollte sie auch die Zwischenfälle in der Vergangenheit einfach so vergessen können? So passiert es, dass ihre Erlebnisse immer mehr mit jenen aus der Gegenwart zu verschwimmen scheinen.
Zum Glück hatte unsere Kriminologin den besten Partner an der Seite, den man sich vorstellen kann. Roman war mir durchgehend sympathisch. Mit ihm kam sie der Wahrheit immer näher. Die Frage, die man sich während des Lesens eventuell stellen könnte: Ist es richtig, dass die Täter ihre Taten am eigenen Leib zu spüren bekommen haben? Ist Selbstjustiz ein legitimer Grund, dem Leid ein Ende zu bereiten, wenn die Peiniger vom Gericht freigesprochen werden? Ist man dann selbst nicht auch ein Täter?
Ja. Das Buch war mir ebenfalls sympathisch. Spannend bis zum Schluss.
Unglaublicher fesselnder Fantasy Roman, klare Empfehlung
Die Legende der Nathril von Asna Chiron
Wenn ich mir bei einem Buch bewusst Zeit lasse, weil ich sonst zu schnell lese, ist das ein sehr gutes Zeichen. Sonst lese ich eher in der Geschwindigkeit der Handlung. Dieses Buch hat mich in vielerlei Hinsicht fesseln können.
Zum einen, der Aufbau der Welt und dann der Einstieg in die Handlung.
Sehr angenehm, unkompliziert und vor allem nicht zu schnell, nicht zu langatmig. Passiert gerne bei High Fantasy Romanen, weil eben die Welt zuerst beschrieben werden muss, damit sich die Leser auskennen. Hier haben wir das perfekte Mittelmaß.
Zum anderen sind es die vielschichtigen Charaktere. Ich konnte nie so wirklich sagen, wer jetzt der oder die Böse ist und wer ein reines Herz hat. Jeder der Charaktere hat etwas getan, bzw. wird etwas tun, was gut oder schlecht ist.
Das hängt auch sehr stark vom Blickwinkel des Betrachters ab. Das Miteinander der Charaktere, und wie sie miteinander und mit ihrer Umgebung interagiert haben, war anders als in anderen Fantasy-Romanen weit weniger distanziert. So wirkte es zumindest auf mich. Generell wirkte alles wie aus einem Guss. Als hätte man die Charaktere nicht einfach in eine fertige Welt gesetzt und das war es. Natürlich fanden auch Liebesszenen ihren Weg in das Buch. Dezent. Aber sie sind da.
Der Verlauf der Handlung erinnerte mich stark an die Rollenspiele, die ich gerne spiele. Es gibt Charaktere, die schon länger mit ihrer derzeitigen Situation zurechtkommen, und dann gibt es jene, die frisch hineingeworfen werden und erst damit klarkommen müssen. Nach und nach wird eigentlich klar, worum es eigentlich geht und dass die Nathril zwar der Aufhänger sind, aber noch viel mehr dahintersteckt.
Kurz vor dem Ende wurden die Karten noch mal neu gemischt und durch die Informationen aus den Passagen aus der Vergangenheit stehen vor allem die Charaktere abermals in einem anderen Licht da. Beim Ende hat mir gut gefallen, dass es nicht so ein übertriebener Cliffhanger war, sondern fast schon gemächlich mit einem Blick in die unbekannte Zukunft ausblendete.
Der Einband ist ein Traum. Die Zeichnungen auf der Rückseite inklusive der beiliegenden Charakterkarten runden das Gesamtbild super ab.
Eine gute Ergänzung
Der Sehende von A. N. Green
Das ist das letzte Buch, welches ich bei der Buchmesse in Pasching gekauft habe. Es ist der Nachfolger von Seelenfluch, welches bereits von mir gelesen wurde. Wobei „der Nachfolger“ nicht ganz korrekt ist. Die Handlung ist nicht neu, sondern wurde nur rund um den Nebencharakter Thomas Hader, den wir im Vorgänger kennengelernt haben, erweitert.
Zeitlich gesehen sind die Bücher gleichauf.
Fangen wir mit dem an, was wir bereits wissen. Thomas hat eine besondere Gabe, die sich durch Berührung aktiviert. Er kann hauptsächlich die Vergangenheit dieser Person sehen. Eine lebende kann ihm sogar einen Ausschnitt aus ihrem Leben zeigen. Ein toter Körper zeigt ihm den Grund für dessen Ableben. Dadurch ist er ausgezeichnet darin, hartnäckige Fälle zu lösen. Thomas kann diese Gabe nicht kontrollieren und da Berührungen im Alltag stellenweise unvermeidbar sind, kratzt das stark an seiner Psyche. Soll heißen, er verfällt immer mehr der Sucht nach Alkohol und Zigaretten.
Wenn diese beiden Mittelchen ihm nicht ausreichend Befriedigung verschaffen, gibt es ja noch seinen besten Freund, mit dem er eine Freundschaft + Beziehung pflegt. Den Rest könnt ihr euch ja denken. ???? Irgendwann trifft er auf die beiden Hauptcharaktere aus Seelenfluch und deren Kameraden. Von da an gerät sein Leben komplett aus den Fugen. Fleißige Leser:innen wissen ja bereits, was dort vorgefallen ist.
Zum Aufbau. Im ersten Drittel dürfen wir Thomas dabei zusehen, wie er sich im Kreis dreht. Er sieht eine Vision. Ballert sich mit den erwähnten Suchtmitteln zu, knattert seine Liebschaft und wieder von vorn. Bis zu seiner schicksalhaften Begegnung. Ab da wird es wieder interessanter. Die andere Perspektive gibt der gesamten Handlung beider Bücher mehr Tiefe und klärt Fragen, die zwischen den Ereignissen passiert sind. War das zwingend notwendig? Nein. War es trotzdem spannend? Ja. Obwohl die Handlung gerade am Anfang und gegen Ende spürbare Leerläufe hatte. Das ist vor allem dann etwas bitter, wenn man den ersten Teil noch gut im Kopf hat und weiß, was wann passiert. Das trage ich dem Buch nicht nach.
Insgesamt betrachtet ein guter Lückenfüller bzw. eine gute Ergänzung zur bereits gut bestückten Geschichte von Seelenfluch.
Ein gelungener Auftakt
Seelenfluch von A. N. Green
Das ist das Erste von fünf Büchern, dass ich mir bei der Buchmesse in Pasching gekauft habe.
Die Autorin hat mich bei ihrer Lesung neugierig gemacht. Ein modernes Buch, in dem es um Vampire geht, die nicht glitzern und auch nicht verboten gut aussehen? Ja. Scheinbar gibt es solche Exemplare. Aus diesem Grund durften gleich beide Bücher der Reihe mit nach Hause fahren.
Hinzu kommt noch das wunderschöne Cover. Wie dieses entstanden ist, hat mir A. N. Green auch neben einer Signatur mit auf den Weg gegeben.
Der Anfang des Buches hält sich nicht lange mit zu vielen Rückblenden auf, sondern zieht uns direkt ins Geschehen. Wer ist Lucia? Was macht sie? Wie lernt sie Laurent kennen? All das und noch viel mehr wird uns direkt im Prolog erklärt. Ein solider Einstieg, dem eine ebenso gelungene Handlung folgt. Bedingt durch die Fülle an Details und den Leidensweg, den beide Charaktere gehen (mussten) und den schlussendlichen Ausgang der Handlung, kommt eigentlich nie Langeweile auf. Es wirkt alles gut durchgeplant. Höhen und Tiefen, genauso wie Schicksalsschläge, wurden elegant in die laufende Handlung integriert. Die Atmosphäre war meistens eine Mischung aus Dunkelheit und (sexuellem, lebensnotwendigem) Verlangen.
Die Charaktere selbst waren mir direkt sympathisch, und bedingt durch ihre Geschichte konnte ich sehr viele Entscheidungen gut nachvollziehen. Und ja, die Handlung dreht sich um mehr als nur zwei Charaktere. Jedoch möchte ich euch an dieser Stelle nicht zu viel verraten. ???? Fakt ist: So gute Nebencharaktere gab es schon länger nicht mehr.
Selbstverständlich finden sich im Buch auch zahlreiche Liebesszenen. Mal leidenschaftlich, mal schmerzhaft. Auch das Umfeld kann seine Finger nicht voneinander lassen. Diese Tatsache/n hat/haben mich jedoch nie gestört. Es passte alles gut zusammen. Die Geschichte rund um den titelgebenden Seelenfluch konnte mich ebenfalls überzeugen.
Teil eins konnte mich jedenfalls überzeugen. Bin vor allem nach dem Ende gespannt, wie es weitergeht. ????
Ideal für Zwischendurch
Sideliner von Lena Corina
Na ihr? Das ist Buch Nummer zwei von fünf, welches bei der Buchmesse in Pasching in mein Bücher-Sackerl wandern durfte. Dieses ist mir im Vorbeigehen beim Stand von Lena Corina, einer sympathischen Autorin, aufgefallen. Nicht nur, weil es scheinbar der einzige Thriller auf ihrem Stand war, sondern auch die Farbgebung, im Vergleich zu ihren anderen Büchern, hob sich stark ab.
Dazu kommt noch der Fakt, dass ich es auf den ersten Blick für einen Prospekt oder eine Leseprobe gehalten habe. Aber nein. Das ist das vollständige Werk.
Die Handlung ist verständlicherweise recht einfach gehalten. Sieht man ja am Klappentext. Dennoch hat sich die Autorin erlaubt, ein paar Details und kleine Fallen bzw Ablenkungen zu integrieren, damit man nicht gleich auf den Trichter kommt, was Sache ist. Der Hauptcharakter, dessen Name zunächst nichts Besonderes ist, weist interessante Facetten auf, welche nach und nach essenziell werden. Denn darauf stützt sich die komplette Handlung. Selbst wenn man schon vorher herausgefunden hat, was der Kniff ist, kommt Spannung auf.
Die Nebencharaktere sind nichts Besonderes und dienen, bis auf eine Person (Auslöser), ausschließlich ihrem Zweck.
Es lässt sich also sagen, dass mich das Buch für ca. 30 min gut unterhalten konnte. Es enthält alles Nötige, um Spannung aufzubauen, welche in einem Aha-Moment endet. Für die ca. 7 € nicht uninteressant. Spannend wäre eine erweiterte Version dieser Kurzgeschichte.
Kennt ihr das kleine Büchlein schon?
Eine gute Ergänzung
When Stars Unfold. Life is a Story - story.one von Josefine James
Wie wir ja bereits wissen, hatte es auch Simone Schneider, welche später Bekanntschaft mit Macks macht, kein allzu einfaches Leben. Dennoch schaffte sie den Sprung ins Rampenlicht. Der Weg dorthin war lang und steinig. Simone wuchs in einer recht altmodischen und gläubigen Familie auf. Alles, was von deren Grundsätzen abwich, wurde bestraft und/oder verboten.
Doof nur, dass unsere Protagonistin in dieser Kurzgeschichte so gar nicht dem Standard entsprach und entsprechen wollte. Sie wollte mehr aus sich machen. Dementsprechend kämpfte die werdende Schauspielerin so lange für ihren Traum, bis dieser eines Tages in Erfüllung ging. Auf diesem Weg lernte sie viele neue Menschen kennen. Auch wurde ihr durch diverse Ereignisse beigebracht, eine Maske für die Öffentlichkeit zu erschaffen. Denn auch beim Thema Liebe war Simone anders. Diese Tatsache wurde nicht nur von ihrer Familie, sondern auch von allen anderen Menschen in ihrem Umfeld nicht wirklich akzeptiert.
So viel zur groben Handlung. Das Leseerlebnis war in Ordnung. Selbstverständlich löste es in mir nicht die gleichen Gefühle wie „Macks: The Color of Music“ aus. Logisch, da fehlen nicht nur einige Seiten, sondern auch mehrere Perspektiven, aus der die Geschichte erzählt wird. Simone Schneider selbst war mir auch hier sympathisch. Die zusätzlichen Informationen über ihre Herkunft, ihre Gefühlswelt, ihr Leben vor ihrer Karriere waren spannend, aber so richtig gebraucht habe ich diese jetzt nicht. Es muss nicht immer alles erklärt werden. Außerdem soll es ja noch einen zweiten Teil von Macks geben. Demnach würde ich sagen, ja, kann man lesen, muss aber für den Taschenbuchpreis nicht sein. Denn das wäre mir eindeutig zu teuer. Fragt da lieber die Autorin freundlich und nett um ein Rezensionsexemplar oder um die E-Book-Version.
Twelve of Nights: Das gestohlene Herz
Twelve of Nights - Das gestohlene Herz von Nena Tramountani
Wer mich schon länger verfolgt, weiß, ich liebe Mythen und Legenden. Stellenweise bin ich sogar etwas abergläubisch. Da passt dieses Buch doch perfekt zu mir, könnte man meinen. Das dachte sich auch meine Buchhandlung und legte es mir zur Abholung bereit. Danke dafür. ???? Von der Autorin selbst habe ich schon ein paar Bücher gelesen.
Darunter die „Cards of Love“ Reihe, welche mir ausgezeichnet gefallen hat. Dementsprechend war ich gespannt, was Nena Tramountani aus ihrem für das Buch gewählten Thema herauskitzeln konnte.
Fangen wir diesmal mit der Optik des Buches an. Der Umschlag ist der Autorin, bzw. der Person, die dieses Design entworfen hat, unglaublich gut gelungen. So viele kleine Details und schöne Lichteffekte habe ich bisher selten gesehen. Hinter dem Umschlag befindet sich ein dezenteres Herz, welches ebenfalls ein Hingucker ist. Im Inneren findet ihr eine Zeichnung der beiden Protagonistinnen. Einfach nur schön. All das passt perfekt zur düsteren Grundstimmung des Buches.
Der Anfang der Geschichte beginnt zeitlich gesehen in Daphnes Gegenwart, in der sie theoretisch zum ersten Mal auf Ioanna trifft. Praktisch trifft das nicht so ganz zu, was ihr relativ schnell klar wird. Die beiden haben sich bis zu diesem scheinbaren ersten Treffen nicht nur einmal oder gar zweimal gesehen. Genauso verwirrt, wie die Protagonistin versuchte auch ich, die Wahrheit hinter Ioannas Worten zu ergründen. Wer ist dieses mysteriöse und wunderschöne Mädchen, welches so bekannt und fremd wirkt? Im Verlauf der Handlung begleiten wir die beiden durch verschiedene Zeitabschnitte, die uns langsam zur anfänglichen Gegenwart führen und aufzeigen, wie gnadenlos der Fluch für Daphne und Ioanna ist. Es dauert nicht lange, bis erstere merkt, dass Mythen um die Kalikanzari durchaus einen wahren Kern haben und der lebende Beweis vor ihr steht. Dazu kommt noch, dass die Liebe nur innerhalb der Raunächte existieren kann. Davor und danach müssen sie getrennt verbringen. So will es der Fluch. Daphne vergisst dabei jedes Mal Ioanna. Diese wiederum behält ihr Gedächtnis.
Was mir gut gefallen hat, ist, wie sich die beiden nach und nach eine gut funktionierende Lösung für das Vergessen erarbeitet haben. Somit können Daphne und Ioanna mehr miteinander verbringen, bevor sich alles wiederholt. Die beiden waren mir die ganze Zeit über sehr sympathisch. Ihre Gefühle und Hingabe kaufe ich ihnen jederzeit ab. Generell bot die Autorin ihren Lesern hier wieder einen hohen Detailgrad und aufgrund des Themas eine gesunde Portion Nachvollziehbarkeit. Die Nebencharaktere passten perfekt zum Geschehen und spielten ihre Rollen so, wie man es sich von ihnen erwarten würde.
Der Handlungsverlauf und das schlussendliche Ende haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Vor allem letzteres holte noch einmal alles aus der Geschichte heraus.
Ein rundum gelungenes Buch.
Interessantes Konzept trifft auf guten Schreibstil
Böse Mädchen sterben nicht von Christina Henry
Nachdem ich in letzter Zeit sehr viele Liebesromane bzw. Romantasy Bücher gelesen habe, habe ich mich sehr über etwas Abwechslung gefreut. >> Böse Mädchen sterben nicht << stach mir bei meiner Suche nach etwas Abwechslung ins Auge und komme mich schlussendlich durch den interessanten Klappentext vom Kauf überzeugen.
Fangen wir mit dem Konzept des Buches an. In diesem werden uns nacheinander drei Geschichten von drei Frauen erzählt, welche aus ihrer natürlichen Umwelt gerissen werden. Und das zu unterschiedlichen Zeitpunkten innerhalb des jeweiligen Handlungsstrangs. Sprich, Maggie merkt als Erstes, dass mit ihrem Umfeld etwas nicht stimmt, danach folgt Allie und knapp dahinter ist Celia. Der interessante Teil ist der, als noch alles in Ordnung zu sein scheint und die Frauen langsam realisieren, dass gerade etwas sehr Komisches abgeht. Das Rätselraten findet natürlich nicht nur im Buch statt, auch außerhalb machte ich mir während des Lesens ausreichend Gedanken, wie es weitergehen könnte. Die Anordnung der Gegenstände, der Gebäude, das Verhalten der Charaktere in (vor)bestimmten Situationen brachten das gewisse Etwas mit sich. Natürlich ging alles relativ schnell vonstatten, immerhin hatten die einzelnen Geschichten nur wenige Seiten zur Verfügung, um ihr Potenzial ausschöpfen zu können. Ist das gelungen? Ja. Definitiv.
Celia beispielsweise nutze ihren verbliebenen Verstand, welcher immer mehr zurückkehrt, dafür, ihre Umgebung zu beobachten und im richtigen Moment zu handeln. Andererseits überrumpelten sie unvorhersehbare Ereignisse, die sie aus dem Konzept bringen sollten. Ihre Handlungen und Gedanken waren für mich jederzeit nachvollziehbar.
Allie war wiederum ein komplett anderer Charakter. Sie wollte eigentlich nur mit ihren Freunden eine schöne Zeit haben und landete dabei in einem Horrorszenario. Was ihr gleich stutzig vorkam, waren kleine Details, welche die Umgebung irgendwie seltsam erscheinen ließen. Sie konnte schlussendlich durch ihren Verstand das Rätsel um den seltsamen Ausflugsort lösen und konnte so einen Schritt weiter in Richtung Freiheit wagen. Auch mit ihr hatte ich eine schöne Zeit. Durch ihre logische Herangehensweise war sie mir sogar etwas sympathischer als Celia.
Am Ende haben wir noch Maggie. Diese landete, wie die Klappentextbeschreibung eventuell vermuten lässt, in einem an die Tribute von Panem inspirierten Szenario. Zehn Frauen müssen in einem Labyrinth um ihr Überleben kämpfen. Im besten Fall können alle überleben. Praktisch für den Veranstalter wäre keine. Maggie unterschied sich von den beiden anderen Charakteren noch einmal ein Stück weit. Ihre Eigenschaften passten perfekt zum Szenario, in welches sie geworfen wurde. So langsam kommt ihr auch dahinter, wie die Autorin das Buch aufgebaut hat, und welches Ende dieses nehmen könnte. Oder? Gut. Wenn nicht, lest das Buch. ????
Allgemein betrachtet bietet das Buch einen sehr spannenden und detailreichen Erzählstil. Alles ist da, wo man es erwartet. Überraschungsmomente gibt es ausreichend. Die Gegenspieler wurden gut inszeniert und passten perfekt zu ihrer Rolle. Das gelungene Ende rundete alles noch einmal schön ab. Außerdem gibt es eine kleine Message, welche perfekt zu allen drei Geschichten passt. Zum Meckern habe ich nichts. Das Buch hat mich gut unterhalten. Kann es euch sehr empfehlen.











