Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Danislesestube:
Toller Auftakt
Die Stimmen von Ascath von Chimana Bendor
Heute darf ich euch ein weiteres Buch von der Buchmesse in Leingarten vorstellen. Diesmal von der Autorin Chimana Bendor. „Die Stimmen von Ascath“ ist ein Fantasy-Roman, dessen Handlung in einer komplett erfundenen Welt spielt. In dieser gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Welten auf den ersten Blick sehr wenig Magie.
Die Umgebung wirkt wie eine Mischung aus Industrie, Mittelalter und Steampunk, mit einem Hauch aus der modernen Zeit. Klingt abenteuerlich, funktioniert aber erstaunlich gut, da viele Dinge einwandfrei miteinander harmonieren. Die Charaktere passen perfekt in diese Umgebung. Genauso wie in unserer Welt gibt es auch hier verschiedene Gesellschaftsschichten, aus denen die Mitglieder der Truppe, die uns durch die Handlung führen, stammen. Relativ schnell wird klar, dass z.B. Jarren zwei Leben führt, um über die Runden zu kommen. Aufgrund seiner Untergrundaktivitäten darf natürlich nichts an die Oberfläche gelangen. Einerseits um seine Freunde und Familie zu schützen, andererseits um keine Angriffsfläche für feindliche Bande zu bieten. Bis auf Kyra, welche bislang einem einfachen Alltag nachging, haben alle Mitglieder ihre Geheimnisse. Wobei Kyra auch so einiges zu bieten hat.
Die Handlung selbst ist, abseits von gut positionierten rasanten Abschnitten, relativ gemächlich. Auch wenn die Tatsache, dass Jarren mit seiner Truppe und Kyra im Gepäck eine gefährliche Waffe durchs Land schmuggeln muss, nicht wirklich beruhigend ist und sehr viele Risiken birgt, hat sich die Autorin sehr darum bemüht, uns die Vorgehensweise der Bande in aller Ruhe näherzubringen. Garniert mit sehr viel Liebe zum Detail und dem Wechsel der Perspektiven. Während eine Hälfte damit beschäftigt ist, eine Waffe zu finden und mitgehen zu lassen, hat die andere Hälfte unter anderem die Aufgaben, weitere Informationen einzuholen und die Lage unter Kontrolle zu halten. Von Anfang bis Ende konnten mich vor allem die Charaktere fesseln. Vor allem deren Gedanken und Emotionen wurden nachvollziehbar beschrieben. Es freute mich außerdem, dass die Ereignisse nicht einfach an ihnen vorbeigingen. Diese lösten etwas in jedem aus.
Momentan habe ich sehr viel Glück mit Autoren, die sich sehr auf ihre Charaktere fokussiert haben. Genauso hier. Auch wenn wir insgesamt recht wenig über die Charaktere erfahren, lernen wir sie dennoch gut genug aufgrund ihrer Taten kennen. Zusätzlich werden Kyras Fähigkeiten nach und nach durch ihre Erlebnisse während des Auftrags erklärt. Die Umgebung selbst wird in wenigen Worten beschrieben. Genauso wie einfache Namen für die Gegenstände und Örtlichkeiten im Buch. Leicht zu merken, ohne die Zunge zu verknoten. Das mag ich.
Gegen Ende kommt die Handlung noch einmal kurz in Schwung und endet recht abrupt. Sieht so aus, als käme da ein zweiter Teil. Würde mich freuen.
Ein grundsolider Auftakt einer interessanten Reihe
Bloody Angel: Schatten der Vergangenheit von Yvonne Janosi
Dieses wunderschöne Buch habe ich auf der Buchmesse in Leingarten (Leiga) direkt bei der Autorin mitsamt ein paar Extras gekauft. ???? Nun stellt sich wie immer die Frage: Außen hui, innen auch oder pfui?
Der Einstieg in die Handlung wurde abwechslungsreich gestaltet. Während sich die Ereignisse überschlagen, machen wir Bekanntschaft mit den ersten beiden Hauptcharakteren Kitey und Loreo.
Gegen Ende der Hektik lernen wir auch die restlichen Charaktere, die aus Gründen ihrer Heimat entrissen wurden, kennen. Mein erster Eindruck fiel zunächst mau aus. Diese Individuen sollen die Welten retten und obendrein einen mächtigen Feind besiegen? Das kann ja heiter werden. Das war es auch. Aber im humorvollen Sinne. Denn obwohl alle Charaktere sich im Klaren darüber sind, was passiert, wenn sie scheitern, herrscht oft eine eher heitere Stimmung. Da eine blöde Bemerkung und da eine skurrile Situation (meist aufgrund mangelnder Erfahrung). Zwischen rasanten, ruhigen und humorvollen Abschnitten reihen sich Absätze ein, in denen auf die Vergangenheit einzelner Charaktere eingegangen wird. Zwar nur ein wenig, aber immerhin. Schade, dass nur angedeutet wurde, viele Geheimnisse blieben oft nur das, was sie sind. Geheimnisse. Nur Kitey und Loreo bekamen mehr Hintergrundinfos spendiert, was vermutlich mit der Gemeinsamkeit mit dem Feind zusammenhängt.
Der Schreibstil hat mir gefallen. Informationen zum Umfeld, der Welt im Allgemeinen und zu den Fähigkeiten der Wesen und Charaktere wurden häppchenweise geliefert und relativ logisch beschrieben. Die Charakterentwicklung gefiel mir ebenfalls. So ziemlich alle Mitglieder der ungleichen Truppe profitieren sehr von den Erfahrungen, die sie während ihres gemeinsamen Abenteuers gemacht haben. Auch die Interaktion untereinander konnte mich überzeugen. Durch den regelmäßigen Wechsel der Perspektiven, welche aus der dritten Person geschrieben wurden, kam selten Langeweile auf.
Die letzten Absätze waren in Ordnung. Kein Spannungs-Feuerwerk erfüllte aber ihren Zweck und leiteten einen nachvollziehbaren Übergang zu einem Nachfolgeband ein, welchen ich vermutlich lesen werde. :)
Ein Debut, welches sich sehen bzw lesen lassen kann
Arasis von Marvin Bensi
Bevor ich mich in mein Fazit stürze, möchte ich mich noch einmal direkt beim Autor für das Rezensionsexemplar bedanken. Marvin Bensi hat mich vor einer Weile angeschrieben und gefragt, ob ich sein neues Buch lesen möchte. Natürlich wollte ich das. Nun liegt das Buch gelesen neben mir und ich habe Schreibbedarf.
Fangen wir außen an. Was sehen wir? Ein Cover, welches in einem besonderen Stil daher kommt. Es sieht aus wie eine farbenfrohe Malerei, in welcher die Farben schön miteinander harmonieren und auf eine minimalistische Art zeigen, wie man sich die Welt in diesem Buch vorstellen kann. Für Menschen, die damit wenig anfangen oder über wenig Fantasie verfügen und sich darunter wenig vorstellen können, gibt es eine Alternative. Die detailreichen Beschreibungen im Buch bzw. in der Handlung. Die ersten Seiten der Handlung verbringen sehr viel Zeit, damit euch die Welt, in der Arasis existiert, verständlich näherzubringen. Ein wichtiger Punkt an dieser Stelle, denn es gibt viel zu erklären. Diese Neue Welt weist sehr viele Besonderheiten auf, die gut durchdacht und im Rahmen der Möglichkeiten logisch erklärt wurden. Woher kommt Arasis? Wofür kann man es nutzen? Was ist möglich? Wie wird es zur Waffe? Welche Energiequelle ist nötig, um Arasis überhaupt nutzen zu können? All das und noch viel mehr wird einfach nebenbei erklärt. Oder: Welche Kreaturen gibt es? Welche werden als Reittiere genutzt?
Im gleichen Atemzug werden uns die Hauptcharaktere, allen voran die Prüfungsteilnehmer, näher gebracht. Ich erspare euch die Fragestellungen an dieser Stelle. Ihr wisst ja jetzt, wohin die Reise geht. ???? Glücklicherweise besteht auch dieser Teil der Handlung nicht aus Fragen, sondern aus Taten. Jeder Charakter hat mehr als ausreichend Zeit, um zu glänzen. Was bringt einem eine tolle Umgebung, wenn die Charaktere nur so vor sich hin vegetieren? Eben. Goa nix. Sogar die Nebencharaktere, welche hier mehr im Hintergrund agieren, tragen sehr viel dazu bei, die Welt rund um die eigentlichen Hauptcharaktere, die eine Prüfung zu bestehen haben, noch lebendiger wirken zu lassen. Als Kirsche auf der Blaubeeren Torte wechselt der Autor während der Handlung munter die Perspektiven. Bei einem anderen Buch ging mir diese Art der Erzählung tierisch auf den Zeiger. Marvin Bensi hingegen wusste genau, was er da tut. Dieser Stil ließ die Handlung umso dynamischer und abwechslungsreicher wirken.
Ich mochte das Buch sehr gerne. Habe mich teilweise so in Details verloren, dass ich für ein paar Seiten ewig gebraucht habe. Das Ende hat mich neugierig gemacht. Bin gespannt, was der Autor in Zukunft auf die Beine stellen wird.
Ein gelungener Urban Fantasy Roman mit ein paar Extras
Die Kinder der Träume von Lily Stark
Dieses Buch habe ich bei meinem Besuch auf der Buchmesse in Rosenheim gekauft. Vor Ort habe ich die Autorin Lily Stark persönlich kennengelernt. Das war ein schöner Moment. Spiegelt sich dieser auch in diesem Buch wider? Immerhin passt das Genre schon einmal. Urban Fantasy begleitet mich schon seit meiner Jugend.
Es ist normalerweise eine gute Mischung aus der Realität und einer Fantasy-Welt. Zumindest in der Theorie. Jeder Autor bzw. jede Autorin setzt den Fokus auf etwas anderes.
Arbeiten wir uns von außen nach innen. Optisch ist dieses Buch wunderschön. Schöne Farben. Tolle Schriftart und die Symbole runden den Stil perfekt ab. Es hat sogar einen Farbschnitt, auf dem die Symbole, welche natürlich auch im Buch vorkommen, zu sehen sind. (In meinem Buchmesse Reel ist dieser zu sehen) Die Optik war im Übrigen der Hauptgrund, warum ich es letztendlich mitgenommen habe. Normalerweise lockt mich der Klappentext mehr als das Cover, aber in diesem Fall war es umgekehrt.
Der Anfang des Buches war genauso, wie ich es mag. Ohne ellenlange Einleitung geht es direkt ins Geschehen, in welchem die Protagonistin Lia und die Traumwelt vorgestellt werden. Kurz danach machen wir Bekanntschaft mit den anderen Charakteren und was das Ziel der Gruppe ist. Ein dramatischer Zwischenfall bringt etwas Schwung in die bisher handzahme Handlung. Ab sofort ist klar: Es geht um mehr als „nur“ um ein paar Träume, die es zu besuchen gilt. Ein abtrünniger Traumfänger schwört auf Rache und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lia mit in sein Verderben oder Reich, wie er es nennt, zu ziehen. Dabei ist ihm jedes Mittel recht. Jedoch hat er nicht mit der Stärke ihrer Kameraden gerechnet. Denn diese haben es auf dem Kasten. Anders als viele Nebencharaktere, die oft nur am Rand agieren, sind diese nahezu immer mitten im Geschehen. Um diesen Eindruck zu verstärken, wechselt der Fokus immer zwischen verschiedenen Charakteren hin und her. Damit die ohnehin schon zum Zerreißen gespannte Handlung nicht langweilig wird, gibt es eine kleine Liebesgeschichte obendrauf.
Das grundsätzliche Prinzip der Traumwelt, die Kräfte der Traumfänger und deren Ziele im Traum wurden von der Autorin in einfachen Worten im Laufe der Handlung erklärt. Es gibt auch keine komplizierten Namen. Fast alles hatte, so weit wie möglich, einen realen Bezug, an dem man sich orientieren kann. Das Ende zeigte ein letztes Mal, wie wichtig die Aufgabe der Traumfänger ist, und ließ alle Elemente, die man in der Handlung zu lesen bekommen hat, ein letztes Mal zusammen laufen. Ob es schlussendlich zu einem Happy End gekommen ist oder nicht, dürft ihr gerne selbst herausfinden. ????
Interessante Idee, Die Umsetzung war nicht meins
Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht. von Katie Kento
Eine Information vorweg: Dieses Buch habe ich von der Tyrolia Buchhandlung als Rezensionsexemplar erhalten.
Ein düsteres Hotel, um welches sich viele Geheimnisse ranken. Eines gruseliger als das andere. Wie viel Wahrheit steckt dahinter? Robyn, unsere Protagonistin, würde gerne hinter die Fassade blicken, jedoch ist es ihr aufgrund mangelnder Bewegungsfreiheit nicht möglich, selbst durch die Gänge zu streifen.
Zufälligerweise lernt sie A.J. kennen, der nach etwas Überzeugungsarbeit für Robyn ein Zimmer bezieht und fleißig Informationen sammelt, welche dann von seiner „Ermittlerkollegin“ ausgewertet werden. Bis es jedoch zum Kennenlernen und zum Zusammenschluss kommt, dauert es eine Weile.
Hier habe ich bereits etwas zum Meckern. Der Einstieg, so gut er auch gemeint war, dauerte mir entschieden zu lange. Es ist vollkommen okay, wenn man Robyns Liebe zu True-Crime-Podcasts und die Umstände ihrer Krankheit thematisiert, aber das geht auch etwas kürzer. Denn das eigentliche Thema sollte ja das Hotel Ambrosia sein. Dazu kommt es ja auch nach dem ersten Viertel des Buches. Ab da beginnt das Buch langsam in die Gänge zu kommen. Ich weiß, es ist ein Krimi, Bücher in diesem Genre sind eher langsamer. Aber nicht so langsam. Szenen, die hätten schnell sein können, spielten sich wie in Zeitlupe ab. Die Handlung selbst, welche eigentlich wirklich spannend gewesen wäre, tröpfelte seicht vor sich hin. Erst gegen Ende kam endlich Wind in die Segel. Denn das größte Geheimnis rund um das Hotel und seine Bewohner ist unscheinbar, löste aber bei der Entdeckung eine ordentliche Lawine aus. Dennoch konnte mich das Ende nicht vollends überzeugen. Irgendwie lief es mir dann doch zu sehr aus dem Ruder.
Die beiden Hauptcharaktere und die Nebencharaktere wurden ihrem Alter und ihrer Position in der Handlung entsprechend spannend geschrieben. Das gefiel mir wiederum gut.
Fazit: Ein Buch mit einer interessanten Idee, nur die Umsetzung war nicht meins.
Tip Top Nachfolger
Das Reich der neun Geisterwesen von Jana Stehr
Vor ein paar Tagen habe ich den ersten Teil der Reihe „Fuchs & Krähe“ durchgelesen und war begeistert. Der Schreibstil, das Cover, die Handlung, die Charaktere und das Universum rund um die einzelnen Punkte waren der Wahnsinn. Bis zum heutigen Tag bereue ich meine Entscheidung nicht, sowohl der Autorin als auch dem Genremix (Dark Romantasy), eine faire Chance gegeben zu haben.
Nach dem ersten Teil habe ich mich dementsprechend sehr auf den zweiten Teil gefreut. Lest selbst, ob mich der Nachfolger auch begeistern konnte. An dieser Stelle noch einmal ein Dank für die beiden Rezensionsexemplare. ????
Fangen wir außen an. Das Cover ist wieder wunderschön. Zwei Farben, die ich, neben Violett, unfassbar gerne mag, wurden hier wundervoll kombiniert. Die weißen Akzente runden diese Schönheit hervorragend ab. Die Handlung ist diesmal etwas handzahmer, was den Gewaltanteil betrifft, als es der erste Teil war, was nicht heißen soll, dass mir nicht regelmäßig die Kinnlade Richtung Keller gefallen ist. Hier erwartet euch, neben Misshandlungen, Gewalt, Intrigen, vor allem sehr viel Drama und emotionale Ausbrüche. Normalerweise bin ich kein Fan davon, oftmals verdrehe ich bei Drama die Augen und kann die Charaktere anschließend kaum noch ernst nehmen. Zumindest in Liebesromanen oder Fantasy-Romanen mit einem sehr hohen Anteil an Gefühlen. Hier hingegen störte es mich nicht im Geringsten. Denn die Probleme der Charaktere, allen voran von Ilana, sind keine kleinen. Oh nein. Es steht so unfassbar viel auf dem Spiel. Da möchte man nicht in ihrer Haut stecken.
Dazu kommt noch, dass sie sich in jemanden verliebt hat, der ihr im schlimmsten Fall den Tod bringt. Ihr verbotener Liebhaber, dessen Name ich aus Spoilergründen nicht nenne, weil sein richtiger Name anfangs nicht bekannt ist, hat mir gefallen. Ich mag vielschichtige Charaktere, deren Motiv nicht klar ist und scheinbar immer wieder die Seiten wechseln, sehr gerne. Selbstverständlich ist Ilana nicht nur die Tochter einer fragwürdigen Herrin, sondern ebenfalls eine spannende Persönlichkeit. Die restlichen Charaktere, allen voran der Verlobte, sind gut gelungen, so wie man sich spätestens seit dem ersten Teil, „Bösewichte“ vorstellt. Wobei eindeutig Gut oder Böse ist hier niemand, jeder handelt schlicht und ergreifend in seinem persönlichen Interesse. Auslegungssache, wie man das auffasst. Wobei Blutfüchse und Menschen zu foltern nicht wirklich gut ist. Wobei auch unser Duo vor Gewalt nicht zurückschreckt. Erkennt ihr das Problem?^^
Insgesamt betrachtet war Teil zwei ebenfalls seine Zeit wert. Das Ende hat etwas Zeit gebraucht, um in Fahrt zu kommen, aber dann gings richtig ab. Ein Gegensatz zum Vorgänger, der am Ende eher dramatisch war. Ich wiederhole mich, aber ich freue mich auf den nächsten Teil aus der Reihe.
Interessanter erster Teil einer düsteren Reihe
Das Reich der 9 Geisterwesen von Jana Stehr
Vor ein paar Tagen stöberte ich wieder durch Instagram auf der Suche nach spannenden Büchern, die mir gefallen könnten. Nach einer Weile stieß ich auf den Account von Jana Stehr. Sie scheint nicht nur ein grafisches, sondern auch ein Talent zu haben, wenn es um geschriebene Wörter geht. Zumindest war das mein erster Eindruck, als ich mir ihren Account genauer angesehen habe.
Mir fiel ein Beitrag ins Auge, in dem sie nach Lesern für den zweiten Teil der Reihe suchte. Ich wurde neugierig. Ich kannte zwar Dark Fantasy Romane. Aber Dark Romantasy war mir neu. Dark Romance sagte mir hingegen etwas. Hatte aber bisher meine Finger davon gelassen. Meine Neugier siegte und ich schrieb, dass ich zwar Interesse hätte, aber aufgrund des interessanten Themas gerne mit Teil 1 anfangen würde. (mag Romane über Geister, Übernatürliches und Sagen) Daraufhin erhielt ich von der Autorin zu meiner Freude die ersten beiden Teile als E-Book. Vielen lieben Dank. ????
Also. Wie hat mir das Buch in einem für mich unbekannten Genre gefallen? Zuvor noch ein paar Worte zum Cover. Das ist erfrischend anders. Nicht überladen, optisch passend zum Buch. Insgesamt schön schlicht. Das mag ich. Die Handlung ist von Anfang bis Ende durchzogen von sehr emotionalen Ereignissen, Gewalt, Folter, blutigen Szenen und Diskriminierung. Die Autorin verweist im Buch freundlicherweise auf eine Trigger-Warnung. Daher fielen die zärtlichen Momente zwischen den Charakteren noch viel mehr auf. Das Zusammenspiel der Charaktere, bzw. eher der Zusammenhalt, von Thyri und ihrem Verbündeten in dieser brutalen Welt hat mir sehr gefallen. Vor allem, wenn man einrechnet, was Thyri Tag für Tag durchleben muss. Sie ist eine Blutfüchsin, deren Schicksal es ist, zu dienen und zu leiden. Trotzdem findet sie immer einen Lichtblick, um nicht wahnsinnig zu werden. Ihre Herrin Mara mag zwar wie eine Freundin wie sie sein, dennoch, und das darf man nicht vergessen, ist Thyri immer noch ihr Eigentum. Wie Blutfüchse üblicherweise behandelt werden, sieht man bei den anderen Charakteren, die regelmäßig in der Handlung auftauchen. Die Charaktere wurden insgesamt allesamt hervorragend ausgearbeitet. Es blieb genügend Interpretationsspielraum, um sich seine eigenen Gedanken zu machen. Mein Kopfkino lief die ganze Zeit über auf Hochtouren. Ja, auch bei den Szenen, die nicht nur körperliche Schmerzen verursachen.
Der Schreibstil hat mich positiv überrascht. Die Autorin hat sich einerseits sehr bemüht, ihre erschaffene Welt so zugänglich zu machen wie möglich, dennoch hat sie sich ein paar kreative Freiheiten erlaubt. Thyris verbotene Gedanken sind durchgestrichen. Nur für uns lesbar, versteht sich, denn wenn jemand aus ihrem Umfeld etwas davon mitbekommt, ist ein Peitschenhieb ihr geringstes Problem. Apropos verboten. Nicht nur unsere Protagonistin denkt und macht verbotene Dinge, auch alle anderen Charaktere brechen regelmäßig Grenzen und Gesetze. Oder habt ihr geglaubt, dass die Reinblüter auch gedanklich rein sind und nichts Böses im Sinn haben?
Was ist denn jetzt mein Fazit? Das Buch hat mir in seiner Gesamtheit wirklich gut gefallen. Diese Genre-Mischung und die gut dosierten romantischen, gewalttätigen und emotionalen Momente haben mir gefallen. So absurd das klingt. Kann Teil zwei kaum erwarten.
gute Ergänzung zur Hauptreihe
Geschichten aus Ashturia von Naomi Huber
Mit der Ashturia Reihe verbinde ich viele schöne Erinnerungen. Angefangen mit der Entdeckung der Bücher und den ersten Seiten des ersten Teiles, die mich sofort in ihren Bann gezogen haben, bis hin zum dritten und bisher letzten Band der Reihe, welcher mich nicht weniger begeistern konnte. Mittlerweile habe ich nicht nur alle drei bisher erschienenen Bücher gelesen, sondern auch die Autorin inklusive ebenso sympathischer Begleitung mehrfach persönlich getroffen.
(Buchmessen und Loricon) Solche schönen Ereignisse sind es unter anderem, die ich am Blogger-Dasein so liebe.
Monate später hat uns die Autorin mit einem weiteren Buch aus dem Ashturia Universum beglückt. Diesmal blicken wir in die Vergangenheit. Wie haben sich Trina und Fecyre kennengelernt? Zugegeben, dieses wichtige Ereignis wurde in der Trilogie bereits angeschnitten. Dennoch fehlten noch ein paar kleine Puzzlestücke, welche der Geschichte noch etwas mehr Tiefe verleihen. Dies wird mit „Geschichten aus Ashturia: Tales of Trina“ nachgeholt. Da es „nur“ um die Vorgeschichte (Erstes Aufeinandertreffen mit Fecyre unter anderem) bis zur Krönung geht, ist das Buch nicht wirklich lang. 60 Seiten sind schnell gelesen.
Trotzdem hatte ich eine schöne Zeit mit dem Buch. Trina war zwar nicht unerfahren, immerhin hat sie lange vorher bis zur Prüfung trainiert, dennoch merkt man einen deutlichen Unterschied zu der Trina aus dem dritten Teil der Reihe. Was schön ist. Das zeigt einfach, wie sehr sie sich mit der Zeit entwickelt hat und mit ihren Erfahrungen gewachsen ist. Gleiches gilt natürlich für ihre Partnerin. Eben noch ein schwarzes Häufchen Schuppen, einige Zeit später ein riesiger Drache, der ihren Gegnern das Fürchten lehrt.
Ich bleibe dabei, dass die Ashturia Reihe für Fantasy-Fans ein Muss ist, und das schreibe ich nicht, weil ich das E-Book einfach so geschickt bekommen habe. ????
Ein gelungener Nachfolger
The Story of Mara - Getrennte Wege (inklusive Farbillustrationen) von Venice M. Summer
Es ist gar nicht so lange her, seit ich die Autorin und ihre „The Story of Mara“ Reihe kennen und lieben gelernt habe. Was mit der Suche nach ihrer Schwester begann, ist spätestens mit Teil zwei zu einem großen Abenteuer geworden, bei dem es nicht mehr nur darum geht, ein Leben zu retten, sondern mehrere Völker.
Am Ende des ersten Buches wurde Mara von einem Drachen entführt und vorerst außer Gefecht gesetzt. Dementsprechend liegt es an Blaze, Erion und Serena (die dem Volk der Serpentari angehört, einer eigentlich feindlichen Fraktion), die Suche nach Maras Schwester fortzusetzen.
Was zunächst etwas ungewohnt war, immerhin ist Mara vorerst nicht mehr Teil der gewohnten Gruppe, entpuppte sich recht schnell als gute Entscheidung, die Gefährten eigene Wege gehen zu lassen. Wie Blaze tickt und was seine Motive sind, wussten wir ja bereits aus den vergangenen Ereignissen. Aber Erion und vor allem Serena hatten bisher nicht so viel Rampenlicht spendiert bekommen. Wie haben sich vor allem diese beiden geschlagen? Ausgesprochen gut. Endlich erfahren wir, was Erion außer seinem guten Gemüt sonst noch so auf dem Kasten hat und wie es um die Gefühle für seine Partnerin bestellt ist. Seine Charakterentwicklung im Laufe der Handlung ist hervorragend gelungen.
Serena, von der wir bisher rein gar nichts wussten, außer dass sie eigentlich zu den Feinden gehört, war für mich am interessantesten. Ihr zunächst verschlossener und vor allem feindseliger Charakter entwickelte sich immer mehr ins Positive. Ihre Vorgeschichte wurde elegant und ohne von der spannenden Handlung abzuweichen, stückchenweise erzählt. Selbstverständlich haben sich auch alle andere Charaktere weiterentwickelt.
So ganz allgemein hat mir der Verlauf der Handlung und die Erzählweise wirklich gut gefallen. Trotz der Länge des Buches gab es keine Leerläufe oder langweilige Passagen. Die ruhigen Momente wurden genutzt, um uns die Charaktere/Umgebung näherzubringen, die rasanten haben für das nötige Tempo gesorgt. Zwischendurch wurde ich immer wieder von einer emotionalen Szene, oder dem Gegenteil, überrascht. Selbstverständlich gab es am Ende wieder einen Cliffhanger. Optisch ist das Buch ebenfalls wieder gelungen. Worum es geht, ist gut, im Hintergrund zu erkennen. Die Zeichnungen im Buch sind ein Traum.
Was bleibt mir am Ende zu schreiben als: Auch Teil zwei hat sich seinen Platz der spannendsten Fantasy-Romane, die ich bisher lesen durfte, verdient.
Grundsolider Thriller
Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder? von Emily Rudolf
Vor einiger Zeit habe ich „Die Auszeit“ von Emily Rudolf gelesen und insgesamt als lesenswerten Thriller bewertet. Monate später liegt das nächste Buch beendet neben mir. Was mir direkt aufgefallen ist, wie ähnlich sich die beiden Bücher sind. Wir haben es wieder mit einer Freundesgruppe zu tun, welche von Anfang an eine seltsame Dynamik hat.
Wieder ist etwas passiert/passiert etwas, worauf die Gruppe reagiert bzw. zurückblickt. In diesem Fall steht großteils letzteres an der Tagesordnung. Vor fünf Jahren verschwand Maria spurlos. Keiner kann sich erklären, was damals vorgefallen ist. Um nicht vollends den Kontakt zueinander zu verlieren/ihrer Freundin zuliebe, organisiert Jonathan mit seiner Verlobten Lotta ein Krimi-Dinner. Der alten Zeiten willen, so heißt es. Was kurz nach dem Aufeinandertreffen der Freunde passiert, ist interessant und leicht verstörend zugleich, was mich zweifeln lässt, wie sehr die Gruppe wirklich miteinander befreundet war.
Fangen wir mit den Charakteren an, welche die Handlung mit Masse am Leben erhalten. Diese bestehen mehr oder weniger aus Stereotypen, welche man z.B. aus Horrorfilmen kennt. Es gibt die Schöne, einen Nerd/intelligenteren Menschen, einen Halbstarken, eine mit einem „leichten“ Knacks, usw. Nichts Besonderes, sorgt aber für Abwechslung. Glücklicherweise haben diese Charaktere auch mehr zu bieten als ihre oberflächlichen Eigenschaften. Aber eben nur so viel, dass man erahnen kann, wie es in ihnen aussehen könnte. Letzteres wird durch mehrere Schwenks in die Vergangenheit mehr und mehr klar. Was nicht zwingend dafür gesorgt hat, dass mir irgendjemand, außer Lotta, sonderlich sympathisch war. Nicht selten rutschte mir ein Fluch nach einem „was davor geschah“ Kapitel raus.
Der Ablauf der Handlung läuft wie schon angedeutet nach einem einfachen Muster ab. In der Gegenwart, beim Krimi-Dinner, kommt etwas ans Tageslicht, worauf die Handlung kurz in der Vergangenheit spielt und im Nachgang etwas aufgedeckt wird, wovon bisher nur einzelne etwas wussten. So setzt sich nach und nach das Puzzle zusammen, was mit Maria damals passiert ist.
Das Spiel funktioniert bis etwa zur Hälfte des Buches so, wie es die Veranstalter geplant haben, bis dann alles eskaliert. Von da an verliert das Buch ein wenig von seinem bisher gut funktionierenden System. Ab diesem Zeitpunkt ähnelt die Handlung eher einem Jugenddrama als einem waschechten Thriller. Hier gibt es wieder Parallelen zum am Anfang erwähnten Buch. Ist das schlimm? Jein. Es kann einem etwas aus der Bahn werfen, wenn man etwas anderes erwartet hat. Das Ende ist dafür einwandfrei. Viele ungeklärte Fragen werden beantwortet und was in den letzten Absätzen passiert kann man interpretieren, wie man möchte. Es ist nicht eindeutig, was danach geschieht.
Insgesamt betrachtet wieder ein guter Thriller der Autorin.











