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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Danislesestube:

Ein würdiger Nachfolger mit noch viel mehr vom Guten

Die Legende der Nathril von Asna Chiron

Vor ein paar Monaten habe ich den ersten Teil der „Die Legende der Nathril“ Reihe gelesen und war begeistert, wie unkompliziert ein großes Abenteuer geschrieben werden kann. Mein Vergleich mit Rollenspielen findet bis heute Anklang. Und soll ich euch etwas sagen? Auch hier im zweiten Teil gibt es wieder sehr viele Verweise auf mein liebstes Genre im Gaming Bereich.

Nach den Ereignissen im ersten Teil ist die Geschichte der einzelnen Charaktere noch lange nicht auserzählt. Im Gegenteil, jetzt geht es erst so richtig los. Zu Beginn der Reihe wurde erst einmal darauf eingegangen, was ein Nathril ist, in welcher Welt die Handlung spielt, wer die Charaktere sind, welche Wesen es gibt und welchen Einfluss die verschiedenen Völker auf die gegenwärtige Lage haben. Daraus hat uns die Autorin eine wundervolle und spannende Geschichte gezaubert.

Aufgrund der Informationsflut wurden wir am Anfang der neuen Handlung an die Hand genommen und im Schnelldurchlauf durch die vergangenen Ereignisse geführt. Kurz danach landeten wir in der Gegenwart. Hier haben wir nicht nur einige verschiedene Perspektiven, aus denen die Geschichte stattfindet, sondern auch zahlreiche Ausflüge in die Vergangenheit, um gegenwärtige Ereignisse besser verstehen zu können. Was wir wieder bekommen haben, ist eine ordentliche Portion Charaktertiefe und Entwicklung. Das betrifft sowohl alte als auch neue Charaktere. Selbstverständlich durfte auch ein Löffelchen Liebe nicht fehlen. Die liebevollen Momente zwischendurch haben der Handlung sehr gut getan. Auch etwas Herzschmerz war mit dabei. Wohl dosiert. Immerhin ist das hier immer noch ein Fantasy-Roman. Die gut geschriebenen Kampfszenen bildeten einen tollen Gegensatz zu den liebevollen und freundschaftlichen Szenen. Die generelle Atmosphäre hat mir gut gefallen.

Der Abwechslungsreiche Schreibstil gepaart mit den spannenden Charakteren und der einfach gehaltenen Handlung sorgte dafür, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte und es innerhalb von zwei Abenden zu Ende gelesen habe. Optisch ist das Buch wieder ein Augenschmaus. Ich mag die einfache Farbpalette gepaart mit den schönen Zeichnungen sehr gerne. Bin schon so gespannt, was mich im dritten Teil erwartet.

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Unglaublich gelungenes Buch

Fremde Scherben von Marie C. Becker

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Bücher sich unter dem Radar tummeln. Dieses Buch hätte ich ohne die Leiga Buchmesse nicht entdeckt. Was unglaublich schade gewesen wäre. Auch dieses Buch hat mir wieder gezeigt, was ich bei den großen Autoren schmerzlich vermisse. Marie C. Becker hat sich getraut, Charaktere zu schreiben, die nicht einmal im Ansatz der Norm entsprechen, aber dennoch erstaunlich real sind.

Ich habe in meinen fast sechs Jahren, in denen ich meine gelesenen Bücher mit der Welt teile, noch nie eine so lange Liste an Triggern gesehen wie bei diesem Buch. Ihr seid gewarnt.

Fangen wir mit Richard an, welcher in dieser Geschichte die Hauptrolle spielt. Wie schon im Klappentext angedeutet, kämpft er noch heute gegen die Dämonen aus der Vergangenheit. Die Postkarte, die irgendwann ihren Weg zu ihm findet, reißt alte Wunden wieder vollständig auf. Da helfen ihm selbst immense Mengen Kaffee und Zigaretten nicht mehr. Die Schatten aus vergangener Zeit kriechen nun auch bildlich umher und versuchen, Richard ins Verderben zu stürzen. Zum Glück muss er diese psychische Folter nicht alleine durchstehen. Neben seiner neuen „Familie“ stehen ihm auch andere Charaktere zur Seite. Dummerweise haben auch diese mit ihren ganz eigenen Dämonen zu kämpfen.

Die Welt, in der die Charaktere leben, ist ein grausamer Ort voller Gewalt und Lügen. Dies macht sich in regelmäßigen Abständen ohne Rücksicht auf Verluste bemerkbar. Als hätte es vor allem Richard nicht schon schwer genug. Die Szenen im Buch erinnerten mich irgendwie an die Filme Shutter Island und der Maschinist. (Kennt die jemand von euch?) Zwei unglaublich tolle Filme. Neben dem ganz persönlichen Horror, den die Charaktere umgibt, erfahren wir sehr viel über sie und wie sie zu dem geworden sind, was sie heute sind. Trotz aller Gewalt und verstörenden Details konnte ich nicht aufhören zu lesen. Vor allem bei den Szenen mit dem Doktor lief es mir kalt, den Rücken HINAUF. Der Schreibstil war ein Traum. Egal, ob ruhige, teilweise zärtliche Momente oder Abschnitte, bei denen mir das Herz in die Hose gerutscht ist, die Art, wie die Autorin diese in Szene gesetzt hat, war der Wahnsinn.

Von Anfang bis Ende war nie komplett klar, in welcher Gegenwart sich Richard wirklich befindet. Im einen Moment stirbt eine Person auf brutale Art und Weise, im nächsten Moment lebt sie wieder. War das nur eine Wahnvorstellung, ein Traum? Oder ist die Szene danach nur eine Wunschvorstellung von einer heilen Welt, die gleich wieder in Scherben liegt? Scherben sind ein gutes Stichwort. Jedes Ereignis, egal ob vergangen oder noch in der Zukunft, ist Teil eines großen Ganzen, welches am Ende aufgelöst wird. Dieser Abschluss war, wie man im Volksmund sagt, Mindblowing. Möchte an dieser Stelle erwähnen, dass „Fremde Scherben“ das erste Buch der Autorin ist. Lasst das mal auf euch wirken. ????

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Ein solider Fantasy Roman der mich etwas ein RPG erinnerte

Der Spiegel des Drachen - Weltenwandel von April Wynter

Das war das erste Buch, welches ich bei der Buchmesse Leiga mitgenommen habe, weil es mir direkt aufgefallen ist. Und auch, weil es offensichtlich etwas mit einem Drachen zu tun hat. Mittlerweile habe ich „Der Spiegel des Drachen: Weltenwandel“ zu Ende gelesen und wurde nicht enttäuscht. Der grobe Aufbau erinnert mich, ähnlich wie bei „Die Legende der Nathril“, an ein Rollenspiel in Richtung Final Fantasy.

Hier wurde zusätzlich der Zufallsgenerator für die Charaktere gedrückt, eine epische Geschichte drumherum geschneidert und fertig ist ein episches Abenteuer voller Legenden, Magie und Naturkatastrophen.

Glücklicherweise beließ es April Wynter nicht dabei. Die Charaktere sind nicht einfach nur leere Hüllen, die von der Königin von A nach B entsandt werden, bloß um dann an den Anfang der Geschichte zurückzukehren und um sich einem großen Boss entgegenzustellen. Das mit dem „Zufallsgenerator“ war eine gute Idee. Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein. Es gibt einen Ritter mit einer unfassbaren Loyalität seiner Königin gegenüber, eine Assassine mit einer dunklen Vergangenheit und ausgezeichneten Fähigkeiten, eine „Freudendame“, die nicht nur einmal ihren Charme spielen lässt (Spoiler: Sie kann auch mehr. ???? und zu guter Letzt haben wir meinen liebsten Charakter, welcher super mit Tieren umgehen kann. Wie zuvor erwähnt, ein bunter Haufen, der jetzt WIE GENAU die Welt vor dem Untergang retten soll? Indem sie ein Portal finden, das irgendwo im Gebirge liegt, welches in eine andere Welt führt. Natürlich wäre es besser, wenn man die bestehende Welt, die sich langsam in Nirvana verabschiedet, retten könnte. Ist das für unsere Gruppe machbar?

Die Handlung fällt im wortwörtlichen Sinne direkt mit einer Katastrophe zusammen mit der Tür ins Haus. Nach dem Prolog werden uns die Charaktere nach und nach vorgestellt, bis sie sich etwas später vor der Königin versammeln, um anschließend die Welt zu retten. Ich mochte den bunten Haufen sehr gerne. Auf ihrer Reise ins Gebirge und zurück habe ich gerne ihren Zankereien und Entscheidungen gelauscht bzw. gelesen. Der Einzige, der weniger zum Lachen hatte, war der Ritter bzw. Leibwächter der Königin. Zugegeben, er hatte sich vorher offenbar noch nie mit dem Pöbel abgegeben. Da die Gruppe meistens am A… der Welt unterwegs war, gab es nicht so viel zum Sehen außer ein paar höchst interessante Kreaturen und Wesen. Der Drache war natürlich das Highlight. Eh klar.

Die Wendung gegen Ende der Handlung hat dem Gesamtbild sehr gut getan, welches manchmal etwas zu handzahm daher kam, dafür, dass die Welt vor dem Abgrund steht. Alles in allem ein grundsolider Fantasy-Roman.

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Ein schräges Abenteuer einer Social Media Märchenprinzessin

Hashtag Happily Ever After | Humorvolle, digitale Märchenadaption über Social Media, Illusion und echte Begegnung von Christien Marie Wach

Social Media ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Egal auf welcher aktuellen Plattform, wir fühlen uns unterhalten und verbringen dementsprechend gerne Zeit in den digitalen Welten. Daran gibt es auch nichts auszusetzen. Besorgniserregend wird es dann, wenn der Aufenthalt derart viel Zeit in Anspruch nimmt, dass das echte Leben zu kurz kommt.

(sieht man gut an der Bildschirmzeit auf dem Telefon) Für Influencer ist das wiederum Normalität. So etwas wie ein Offline-Leben gibt es nicht mehr. Wir können froh sein, dass diverse Internetpersönlichkeiten ihren Stuhlgang nicht auch noch online stellen.

Die Autorin dieses Buches scheint wohl einen ähnlichen Gedankengang gehabt zu haben. Eingetaucht in ein Bad voller Märchen, gewürzt mit einer Wagenladung Humor und als Vollendung einen roten Faden, damit man in diesem dezent chaotischen Endprodukt nicht die Krise bekommt. Viola. Fertig ist ein wohlschmeckendes Endergebnis, welches oberflächlich sehr chaotisch wirkt, aber im Kern eine zuckersüße Realität zeigt, die sehr nah an dem ist, was wir tagtäglich im Internet sehen. Während unsere Protagonistin, begleitet von sprechenden Fröschen, durch verschiedene Welten wandert, wird ihr immer mehr bewusst, wie schön sich die echte Welt anfühlen kann. In dieser muss sie nicht perfekt, wunderschön oder gar immer gut gelaunt sein. Nein. Viralia darf ganz sie selbst sein und wird trotzdem gemocht. Auch wenn das Leben manchmal bitter schmeckt, fühlt es sich dennoch toll an, frei zu sein. So ganz nebenbei rettet sie mit ihren grünen Freunden mal eben ein paar verbuggte Welten. Was man halt so als Influencerin auf Abwegen macht.

Der Humor ist wie schon erwähnt recht präsent. Breit gefächert, stellenweise unfassbar schräg, fängt aber an vielen Stellen den aktuellen Zeitgeist inklusive Ausdrucksweisen sehr gut ein. Der Schreibstil selbst ist dementsprechend locker, flockig und leicht zu lesen. Die Handlung findet aus der Erzählperspektive statt, garniert mit ein paar märchenhaften Einlagen. Etwas Liebe kommt gegen Ende als Kirsche auf der Sahnehaube auch noch dazu.

Im Endeffekt hat mir das Buch eine schöne Zeit beschert. :)

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Toller Auftakt

Die Stimmen von Ascath von Chimana Bendor

Heute darf ich euch ein weiteres Buch von der Buchmesse in Leingarten vorstellen. Diesmal von der Autorin Chimana Bendor. „Die Stimmen von Ascath“ ist ein Fantasy-Roman, dessen Handlung in einer komplett erfundenen Welt spielt. In dieser gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Welten auf den ersten Blick sehr wenig Magie.

Die Umgebung wirkt wie eine Mischung aus Industrie, Mittelalter und Steampunk, mit einem Hauch aus der modernen Zeit. Klingt abenteuerlich, funktioniert aber erstaunlich gut, da viele Dinge einwandfrei miteinander harmonieren. Die Charaktere passen perfekt in diese Umgebung. Genauso wie in unserer Welt gibt es auch hier verschiedene Gesellschaftsschichten, aus denen die Mitglieder der Truppe, die uns durch die Handlung führen, stammen. Relativ schnell wird klar, dass z.B. Jarren zwei Leben führt, um über die Runden zu kommen. Aufgrund seiner Untergrundaktivitäten darf natürlich nichts an die Oberfläche gelangen. Einerseits um seine Freunde und Familie zu schützen, andererseits um keine Angriffsfläche für feindliche Bande zu bieten. Bis auf Kyra, welche bislang einem einfachen Alltag nachging, haben alle Mitglieder ihre Geheimnisse. Wobei Kyra auch so einiges zu bieten hat.

Die Handlung selbst ist, abseits von gut positionierten rasanten Abschnitten, relativ gemächlich. Auch wenn die Tatsache, dass Jarren mit seiner Truppe und Kyra im Gepäck eine gefährliche Waffe durchs Land schmuggeln muss, nicht wirklich beruhigend ist und sehr viele Risiken birgt, hat sich die Autorin sehr darum bemüht, uns die Vorgehensweise der Bande in aller Ruhe näherzubringen. Garniert mit sehr viel Liebe zum Detail und dem Wechsel der Perspektiven. Während eine Hälfte damit beschäftigt ist, eine Waffe zu finden und mitgehen zu lassen, hat die andere Hälfte unter anderem die Aufgaben, weitere Informationen einzuholen und die Lage unter Kontrolle zu halten. Von Anfang bis Ende konnten mich vor allem die Charaktere fesseln. Vor allem deren Gedanken und Emotionen wurden nachvollziehbar beschrieben. Es freute mich außerdem, dass die Ereignisse nicht einfach an ihnen vorbeigingen. Diese lösten etwas in jedem aus.

Momentan habe ich sehr viel Glück mit Autoren, die sich sehr auf ihre Charaktere fokussiert haben. Genauso hier. Auch wenn wir insgesamt recht wenig über die Charaktere erfahren, lernen wir sie dennoch gut genug aufgrund ihrer Taten kennen. Zusätzlich werden Kyras Fähigkeiten nach und nach durch ihre Erlebnisse während des Auftrags erklärt. Die Umgebung selbst wird in wenigen Worten beschrieben. Genauso wie einfache Namen für die Gegenstände und Örtlichkeiten im Buch. Leicht zu merken, ohne die Zunge zu verknoten. Das mag ich.

Gegen Ende kommt die Handlung noch einmal kurz in Schwung und endet recht abrupt. Sieht so aus, als käme da ein zweiter Teil. Würde mich freuen.

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Ein grundsolider Auftakt einer interessanten Reihe

Bloody Angel: Schatten der Vergangenheit von Yvonne Janosi

Dieses wunderschöne Buch habe ich auf der Buchmesse in Leingarten (Leiga) direkt bei der Autorin mitsamt ein paar Extras gekauft. ???? Nun stellt sich wie immer die Frage: Außen hui, innen auch oder pfui?

Der Einstieg in die Handlung wurde abwechslungsreich gestaltet. Während sich die Ereignisse überschlagen, machen wir Bekanntschaft mit den ersten beiden Hauptcharakteren Kitey und Loreo.

Gegen Ende der Hektik lernen wir auch die restlichen Charaktere, die aus Gründen ihrer Heimat entrissen wurden, kennen. Mein erster Eindruck fiel zunächst mau aus. Diese Individuen sollen die Welten retten und obendrein einen mächtigen Feind besiegen? Das kann ja heiter werden. Das war es auch. Aber im humorvollen Sinne. Denn obwohl alle Charaktere sich im Klaren darüber sind, was passiert, wenn sie scheitern, herrscht oft eine eher heitere Stimmung. Da eine blöde Bemerkung und da eine skurrile Situation (meist aufgrund mangelnder Erfahrung). Zwischen rasanten, ruhigen und humorvollen Abschnitten reihen sich Absätze ein, in denen auf die Vergangenheit einzelner Charaktere eingegangen wird. Zwar nur ein wenig, aber immerhin. Schade, dass nur angedeutet wurde, viele Geheimnisse blieben oft nur das, was sie sind. Geheimnisse. Nur Kitey und Loreo bekamen mehr Hintergrundinfos spendiert, was vermutlich mit der Gemeinsamkeit mit dem Feind zusammenhängt.

Der Schreibstil hat mir gefallen. Informationen zum Umfeld, der Welt im Allgemeinen und zu den Fähigkeiten der Wesen und Charaktere wurden häppchenweise geliefert und relativ logisch beschrieben. Die Charakterentwicklung gefiel mir ebenfalls. So ziemlich alle Mitglieder der ungleichen Truppe profitieren sehr von den Erfahrungen, die sie während ihres gemeinsamen Abenteuers gemacht haben. Auch die Interaktion untereinander konnte mich überzeugen. Durch den regelmäßigen Wechsel der Perspektiven, welche aus der dritten Person geschrieben wurden, kam selten Langeweile auf.

Die letzten Absätze waren in Ordnung. Kein Spannungs-Feuerwerk erfüllte aber ihren Zweck und leiteten einen nachvollziehbaren Übergang zu einem Nachfolgeband ein, welchen ich vermutlich lesen werde. :)

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Ein Debut, welches sich sehen bzw lesen lassen kann

Arasis von Marvin Bensi

Bevor ich mich in mein Fazit stürze, möchte ich mich noch einmal direkt beim Autor für das Rezensionsexemplar bedanken. Marvin Bensi hat mich vor einer Weile angeschrieben und gefragt, ob ich sein neues Buch lesen möchte. Natürlich wollte ich das. Nun liegt das Buch gelesen neben mir und ich habe Schreibbedarf.

Fangen wir außen an. Was sehen wir? Ein Cover, welches in einem besonderen Stil daher kommt. Es sieht aus wie eine farbenfrohe Malerei, in welcher die Farben schön miteinander harmonieren und auf eine minimalistische Art zeigen, wie man sich die Welt in diesem Buch vorstellen kann. Für Menschen, die damit wenig anfangen oder über wenig Fantasie verfügen und sich darunter wenig vorstellen können, gibt es eine Alternative. Die detailreichen Beschreibungen im Buch bzw. in der Handlung. Die ersten Seiten der Handlung verbringen sehr viel Zeit, damit euch die Welt, in der Arasis existiert, verständlich näherzubringen. Ein wichtiger Punkt an dieser Stelle, denn es gibt viel zu erklären. Diese Neue Welt weist sehr viele Besonderheiten auf, die gut durchdacht und im Rahmen der Möglichkeiten logisch erklärt wurden. Woher kommt Arasis? Wofür kann man es nutzen? Was ist möglich? Wie wird es zur Waffe? Welche Energiequelle ist nötig, um Arasis überhaupt nutzen zu können? All das und noch viel mehr wird einfach nebenbei erklärt. Oder: Welche Kreaturen gibt es? Welche werden als Reittiere genutzt?

Im gleichen Atemzug werden uns die Hauptcharaktere, allen voran die Prüfungsteilnehmer, näher gebracht. Ich erspare euch die Fragestellungen an dieser Stelle. Ihr wisst ja jetzt, wohin die Reise geht. ???? Glücklicherweise besteht auch dieser Teil der Handlung nicht aus Fragen, sondern aus Taten. Jeder Charakter hat mehr als ausreichend Zeit, um zu glänzen. Was bringt einem eine tolle Umgebung, wenn die Charaktere nur so vor sich hin vegetieren? Eben. Goa nix. Sogar die Nebencharaktere, welche hier mehr im Hintergrund agieren, tragen sehr viel dazu bei, die Welt rund um die eigentlichen Hauptcharaktere, die eine Prüfung zu bestehen haben, noch lebendiger wirken zu lassen. Als Kirsche auf der Blaubeeren Torte wechselt der Autor während der Handlung munter die Perspektiven. Bei einem anderen Buch ging mir diese Art der Erzählung tierisch auf den Zeiger. Marvin Bensi hingegen wusste genau, was er da tut. Dieser Stil ließ die Handlung umso dynamischer und abwechslungsreicher wirken.

Ich mochte das Buch sehr gerne. Habe mich teilweise so in Details verloren, dass ich für ein paar Seiten ewig gebraucht habe. Das Ende hat mich neugierig gemacht. Bin gespannt, was der Autor in Zukunft auf die Beine stellen wird.

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Ein gelungener Urban Fantasy Roman mit ein paar Extras

Die Kinder der Träume von Lily Stark

Dieses Buch habe ich bei meinem Besuch auf der Buchmesse in Rosenheim gekauft. Vor Ort habe ich die Autorin Lily Stark persönlich kennengelernt. Das war ein schöner Moment. Spiegelt sich dieser auch in diesem Buch wider? Immerhin passt das Genre schon einmal. Urban Fantasy begleitet mich schon seit meiner Jugend.

Es ist normalerweise eine gute Mischung aus der Realität und einer Fantasy-Welt. Zumindest in der Theorie. Jeder Autor bzw. jede Autorin setzt den Fokus auf etwas anderes.

Arbeiten wir uns von außen nach innen. Optisch ist dieses Buch wunderschön. Schöne Farben. Tolle Schriftart und die Symbole runden den Stil perfekt ab. Es hat sogar einen Farbschnitt, auf dem die Symbole, welche natürlich auch im Buch vorkommen, zu sehen sind. (In meinem Buchmesse Reel ist dieser zu sehen) Die Optik war im Übrigen der Hauptgrund, warum ich es letztendlich mitgenommen habe. Normalerweise lockt mich der Klappentext mehr als das Cover, aber in diesem Fall war es umgekehrt.

Der Anfang des Buches war genauso, wie ich es mag. Ohne ellenlange Einleitung geht es direkt ins Geschehen, in welchem die Protagonistin Lia und die Traumwelt vorgestellt werden. Kurz danach machen wir Bekanntschaft mit den anderen Charakteren und was das Ziel der Gruppe ist. Ein dramatischer Zwischenfall bringt etwas Schwung in die bisher handzahme Handlung. Ab sofort ist klar: Es geht um mehr als „nur“ um ein paar Träume, die es zu besuchen gilt. Ein abtrünniger Traumfänger schwört auf Rache und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lia mit in sein Verderben oder Reich, wie er es nennt, zu ziehen. Dabei ist ihm jedes Mittel recht. Jedoch hat er nicht mit der Stärke ihrer Kameraden gerechnet. Denn diese haben es auf dem Kasten. Anders als viele Nebencharaktere, die oft nur am Rand agieren, sind diese nahezu immer mitten im Geschehen. Um diesen Eindruck zu verstärken, wechselt der Fokus immer zwischen verschiedenen Charakteren hin und her. Damit die ohnehin schon zum Zerreißen gespannte Handlung nicht langweilig wird, gibt es eine kleine Liebesgeschichte obendrauf.

Das grundsätzliche Prinzip der Traumwelt, die Kräfte der Traumfänger und deren Ziele im Traum wurden von der Autorin in einfachen Worten im Laufe der Handlung erklärt. Es gibt auch keine komplizierten Namen. Fast alles hatte, so weit wie möglich, einen realen Bezug, an dem man sich orientieren kann. Das Ende zeigte ein letztes Mal, wie wichtig die Aufgabe der Traumfänger ist, und ließ alle Elemente, die man in der Handlung zu lesen bekommen hat, ein letztes Mal zusammen laufen. Ob es schlussendlich zu einem Happy End gekommen ist oder nicht, dürft ihr gerne selbst herausfinden. ????

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Interessante Idee, Die Umsetzung war nicht meins

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht. von Katie Kento

Eine Information vorweg: Dieses Buch habe ich von der Tyrolia Buchhandlung als Rezensionsexemplar erhalten.
Ein düsteres Hotel, um welches sich viele Geheimnisse ranken. Eines gruseliger als das andere. Wie viel Wahrheit steckt dahinter? Robyn, unsere Protagonistin, würde gerne hinter die Fassade blicken, jedoch ist es ihr aufgrund mangelnder Bewegungsfreiheit nicht möglich, selbst durch die Gänge zu streifen.

Zufälligerweise lernt sie A.J. kennen, der nach etwas Überzeugungsarbeit für Robyn ein Zimmer bezieht und fleißig Informationen sammelt, welche dann von seiner „Ermittlerkollegin“ ausgewertet werden. Bis es jedoch zum Kennenlernen und zum Zusammenschluss kommt, dauert es eine Weile.
Hier habe ich bereits etwas zum Meckern. Der Einstieg, so gut er auch gemeint war, dauerte mir entschieden zu lange. Es ist vollkommen okay, wenn man Robyns Liebe zu True-Crime-Podcasts und die Umstände ihrer Krankheit thematisiert, aber das geht auch etwas kürzer. Denn das eigentliche Thema sollte ja das Hotel Ambrosia sein. Dazu kommt es ja auch nach dem ersten Viertel des Buches. Ab da beginnt das Buch langsam in die Gänge zu kommen. Ich weiß, es ist ein Krimi, Bücher in diesem Genre sind eher langsamer. Aber nicht so langsam. Szenen, die hätten schnell sein können, spielten sich wie in Zeitlupe ab. Die Handlung selbst, welche eigentlich wirklich spannend gewesen wäre, tröpfelte seicht vor sich hin. Erst gegen Ende kam endlich Wind in die Segel. Denn das größte Geheimnis rund um das Hotel und seine Bewohner ist unscheinbar, löste aber bei der Entdeckung eine ordentliche Lawine aus. Dennoch konnte mich das Ende nicht vollends überzeugen. Irgendwie lief es mir dann doch zu sehr aus dem Ruder.
Die beiden Hauptcharaktere und die Nebencharaktere wurden ihrem Alter und ihrer Position in der Handlung entsprechend spannend geschrieben. Das gefiel mir wiederum gut.
Fazit: Ein Buch mit einer interessanten Idee, nur die Umsetzung war nicht meins.

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Tip Top Nachfolger

Das Reich der neun Geisterwesen von Jana Stehr

Vor ein paar Tagen habe ich den ersten Teil der Reihe „Fuchs & Krähe“ durchgelesen und war begeistert. Der Schreibstil, das Cover, die Handlung, die Charaktere und das Universum rund um die einzelnen Punkte waren der Wahnsinn. Bis zum heutigen Tag bereue ich meine Entscheidung nicht, sowohl der Autorin als auch dem Genremix (Dark Romantasy), eine faire Chance gegeben zu haben.

Nach dem ersten Teil habe ich mich dementsprechend sehr auf den zweiten Teil gefreut. Lest selbst, ob mich der Nachfolger auch begeistern konnte. An dieser Stelle noch einmal ein Dank für die beiden Rezensionsexemplare. ????


Fangen wir außen an. Das Cover ist wieder wunderschön. Zwei Farben, die ich, neben Violett, unfassbar gerne mag, wurden hier wundervoll kombiniert. Die weißen Akzente runden diese Schönheit hervorragend ab. Die Handlung ist diesmal etwas handzahmer, was den Gewaltanteil betrifft, als es der erste Teil war, was nicht heißen soll, dass mir nicht regelmäßig die Kinnlade Richtung Keller gefallen ist. Hier erwartet euch, neben Misshandlungen, Gewalt, Intrigen, vor allem sehr viel Drama und emotionale Ausbrüche. Normalerweise bin ich kein Fan davon, oftmals verdrehe ich bei Drama die Augen und kann die Charaktere anschließend kaum noch ernst nehmen. Zumindest in Liebesromanen oder Fantasy-Romanen mit einem sehr hohen Anteil an Gefühlen. Hier hingegen störte es mich nicht im Geringsten. Denn die Probleme der Charaktere, allen voran von Ilana, sind keine kleinen. Oh nein. Es steht so unfassbar viel auf dem Spiel. Da möchte man nicht in ihrer Haut stecken.
Dazu kommt noch, dass sie sich in jemanden verliebt hat, der ihr im schlimmsten Fall den Tod bringt. Ihr verbotener Liebhaber, dessen Name ich aus Spoilergründen nicht nenne, weil sein richtiger Name anfangs nicht bekannt ist, hat mir gefallen. Ich mag vielschichtige Charaktere, deren Motiv nicht klar ist und scheinbar immer wieder die Seiten wechseln, sehr gerne. Selbstverständlich ist Ilana nicht nur die Tochter einer fragwürdigen Herrin, sondern ebenfalls eine spannende Persönlichkeit. Die restlichen Charaktere, allen voran der Verlobte, sind gut gelungen, so wie man sich spätestens seit dem ersten Teil, „Bösewichte“ vorstellt. Wobei eindeutig Gut oder Böse ist hier niemand, jeder handelt schlicht und ergreifend in seinem persönlichen Interesse. Auslegungssache, wie man das auffasst. Wobei Blutfüchse und Menschen zu foltern nicht wirklich gut ist. Wobei auch unser Duo vor Gewalt nicht zurückschreckt. Erkennt ihr das Problem?^^


Insgesamt betrachtet war Teil zwei ebenfalls seine Zeit wert. Das Ende hat etwas Zeit gebraucht, um in Fahrt zu kommen, aber dann gings richtig ab. Ein Gegensatz zum Vorgänger, der am Ende eher dramatisch war. Ich wiederhole mich, aber ich freue mich auf den nächsten Teil aus der Reihe.

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