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Rezensionen von Danislesestube:

Spannender und gut durchdachter Zeitreiseroman

Lindenherz - 824 Jahre durch die Zeit von Tala T. Alsted

Ich liebe Zeitreiseromane. Das Fantasieren, wie Zeit XY auf Basis der geschichtlichen Aufzeichnungen, wenn vorhanden aussehen könnte, garniert mit einer gut durchdachten Mechanik, wie der Zeitsprung funktionieren soll. Mal ist es ein Portal, welches an einen Supercomputer angeschlossen ist, dann ein einfacher Steinbogen in einem unterirdischen Labyrinth, oder wie in diesem Fall ein uralter Spiegel.

Wobei es in diesem Fall nicht nur der Spiegel ist, welcher die Reise in die Vergangenheit möglich macht. Der Aufbau und die Erklärungen dazu gefielen mir ausgezeichnet. Auch die Beschreibung, was Katharina darin sah, bevor sie hindurchschritt, erzeugte in mir eine gewisse Vorfreude. Jedoch schwang immer etwas Gefahr mit, welche schlussendlich dafür sorgte, dass sich die beiden nicht mehr sehen durften. Selbstverständlich haben sich Katharina und Johann nicht daran gehalten.

Kommen wir zu den Charakteren. Angefangen mit unserer Protagonistin, welche zu Beginn der Handlung 17 Jahre alt ist. Wer mich schon länger verfolgt, der weiß, dass ich mich mit meinen bald 33 Jahren nicht mehr so wirklich mit derart jungen Charakteren identifizieren kann. Dazu muss ich auch sagen, dass ich ein kleines Trauma habe, was das angeht. Bisher kannte ich junge Hauptcharaktere nur als wehleidige, zu emotionale, sture, und viel zu naive Individuen, welche mir gerne den Genuss der Geschichte etwas vermiest und mir generell den letzten Nerv geraubt haben. Von fehlender Selbstständigkeit mal ganz abgesehen. Denn ohne ihren Helden waren diese gänzlich verloren.

Wie sieht es hier aus? Katharina hat mich überrascht. Ja, sie ist etwas unerfahren, naiv, und gelegentlich emotional, aber das hält sich alles in Grenzen. Sie wirkt wie eine nahezu erwachsene Person. Wenn man ihre Vergangenheit vor Augen hat, passt ihr Verhalten. Auch ihr optischer Stil unterscheidet sich von den bisherigen Mädchen, die ich in Buchform kennenlernen durfte. Jede ihrer Aktionen, jede Emotion kaufte ich ihr zu jedem Zeitpunkt ab. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie an ihren Erfahrungen reift und Fehler nicht wiederholt und ihre Schritte vorausplant. Es freut mich sehr, dass der Punkt Hauptcharakter/in von der Autorin so gut durchgeplant wurde. Die Handlung steht und fällt mit dieser.

Gleiches gilt für ihr Gegenstück Johann. Er ist kaum älter als Katharina. Nur eben in einer anderen Zeit aufgewachsen. Das merkt man. An der Art wie er spricht, wie er sich kleidet, welche Interessen er hat, was seine Pläne für die Zukunft sind. Auch seine Reaktion auf die Zukunft könnte man nicht spannender schreiben. Nicht übertrieben, nicht zu lasch, er war einfach neugierig. Eine gesunde Portion Neugier ist in diesem Buch ein häufig gesehener Antrieb, Dinge zu tun. Diese Eigenschaft siegt nicht selten über Angst, Unsicherheit und Zorn. Auch hier bietet die Autorin ordentlich Abwechslung.

Katharinas näheres Umfeld, Großmutter Edi, ihre Mutter Gabriele, ihre beste Freundin wurden so gut wie es geht ausgearbeitet. Alle nehmen brav ihren Platz ein und agieren dann, wenn es erforderlich ist. Könnte man meinen. Neben Neugier ist Überraschung auch ein Thema, welches hier ausgezeichnet funktioniert. Viele Wendungen konnte ich tatsächlich nicht vorausahnen.

Eine Frage, die ich mir nach dem Beenden des Buches gestellt habe, war: Wie akkurat wurde das Mittelalter von der Autorin beschrieben? Nach etwas Google Recherche kann ich sagen, dass sie relativ wenig dazu gedichtet und sich sehr nah an die uns bekannte Geschichte gehalten hat. Der Fantasy-Anteil ist somit nicht so hoch und beschränkt sich großteils auf den Spiegel. Klar, die Charaktere sind natürlich zum Teil erfunden. Aber das ist logisch.

Wie sieht es mit der Liebesgeschichte aus? Diese ist doch sicher vorhanden. Ja, ist die. Aber zum Glück nur in Maßen. Herzschmerz, Liebeskummer, Verlustängste und große Gefühle sind natürlich vorhanden, nehmen aber nicht Überhand, sondern ergänzen die spannende Handlung.

Das Buch war/ist ein großes Abenteuer mit Wendungen aller Art und einer spannenden Handlung, wie ich sie zuvor noch nicht gelesen habe. Fans von Zeitreisen und/oder Fantasyromanen sollten sich dieses Buch näher anschauen.

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Hier bekommt ihr einen spannenden, emotionalen und mitreißenden Zeitreiseroman serviert

Lindenherz - 824 Jahre durch die Zeit von Tala T. Alsted

Ich liebe Zeitreiseromane. Das Fantasieren, wie Zeit XY auf Basis der geschichtlichen Aufzeichnungen, wenn vorhanden aussehen könnte, garniert mit einer gut durchdachten Mechanik, wie der Zeitsprung funktionieren soll. Mal ist es ein Portal, welches an einen Supercomputer angeschlossen ist, dann ein einfacher Steinbogen in einem unterirdischen Labyrinth, oder wie in diesem Fall ein uralter Spiegel.

Wobei es in diesem Fall nicht nur der Spiegel ist, welcher die Reise in die Vergangenheit möglich macht. Der Aufbau und die Erklärungen dazu gefielen mir ausgezeichnet. Auch die Beschreibung, was Katharina darin sah, bevor sie hindurchschritt, erzeugte in mir eine gewisse Vorfreude. Jedoch schwang immer etwas Gefahr mit, welche schlussendlich dafür sorgte, dass sich die beiden nicht mehr sehen durften. Selbstverständlich haben sich Katharina und Johann nicht daran gehalten.

Kommen wir zu den Charakteren. Angefangen mit unserer Protagonistin, welche zu Beginn der Handlung 17 Jahre alt ist. Wer mich schon länger verfolgt, der weiß, dass ich mich mit meinen bald 33 Jahren nicht mehr so wirklich mit derart jungen Charakteren identifizieren kann. Dazu muss ich auch sagen, dass ich ein kleines Trauma habe, was das angeht. Bisher kannte ich junge Hauptcharaktere nur als wehleidige, zu emotionale, sture, und viel zu naive Individuen, welche mir gerne den Genuss der Geschichte etwas vermiest und mir generell den letzten Nerv geraubt haben. Von fehlender Selbstständigkeit mal ganz abgesehen. Denn ohne ihren Helden waren diese gänzlich verloren.

Wie sieht es hier aus? Katharina hat mich überrascht. Ja, sie ist etwas unerfahren, naiv, und gelegentlich emotional, aber das hält sich alles in Grenzen. Sie wirkt wie eine nahezu erwachsene Person. Wenn man ihre Vergangenheit vor Augen hat, passt ihr Verhalten. Auch ihr optischer Stil unterscheidet sich von den bisherigen Mädchen, die ich in Buchform kennenlernen durfte. Jede ihrer Aktionen, jede Emotion kaufte ich ihr zu jedem Zeitpunkt ab. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie an ihren Erfahrungen reift und Fehler nicht wiederholt und ihre Schritte vorausplant. Es freut mich sehr, dass der Punkt Hauptcharakter/in von der Autorin so gut durchgeplant wurde. Die Handlung steht und fällt mit dieser.

Gleiches gilt für ihr Gegenstück Johann. Er ist kaum älter als Katharina. Nur eben in einer anderen Zeit aufgewachsen. Das merkt man. An der Art wie er spricht, wie er sich kleidet, welche Interessen er hat, was seine Pläne für die Zukunft sind. Auch seine Reaktion auf die Zukunft könnte man nicht spannender schreiben. Nicht übertrieben, nicht zu lasch, er war einfach neugierig. Eine gesunde Portion Neugier ist in diesem Buch ein häufig gesehener Antrieb, Dinge zu tun. Diese Eigenschaft siegt nicht selten über Angst, Unsicherheit und Zorn. Auch hier bietet die Autorin ordentlich Abwechslung.

Katharinas näheres Umfeld, Großmutter Edi, ihre Mutter Gabriele, ihre beste Freundin wurden so gut wie es geht ausgearbeitet. Alle nehmen brav ihren Platz ein und agieren dann, wenn es erforderlich ist. Könnte man meinen. Neben Neugier ist Überraschung auch ein Thema, welches hier ausgezeichnet funktioniert. Viele Wendungen konnte ich tatsächlich nicht vorausahnen.

Eine Frage, die ich mir nach dem Beenden des Buches gestellt habe, war: Wie akkurat wurde das Mittelalter von der Autorin beschrieben? Nach etwas Google Recherche kann ich sagen, dass sie relativ wenig dazu gedichtet und sich sehr nah an die uns bekannte Geschichte gehalten hat. Der Fantasy-Anteil ist somit nicht so hoch und beschränkt sich großteils auf den Spiegel. Klar, die Charaktere sind natürlich zum Teil erfunden. Aber das ist logisch.

Wie sieht es mit der Liebesgeschichte aus? Diese ist doch sicher vorhanden. Ja, ist die. Aber zum Glück nur in Maßen. Herzschmerz, Liebeskummer, Verlustängste und große Gefühle sind natürlich vorhanden, nehmen aber nicht Überhand, sondern ergänzen die spannende Handlung.

Das Buch war/ist ein großes Abenteuer mit Wendungen aller Art und einer spannenden Handlung, wie ich sie zuvor noch nicht gelesen habe. Fans von Zeitreisen und/oder Fantasyromanen sollten sich dieses Buch näher anschauen.

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Was dein Gesicht verrät

Was dein Gesicht verrät von Dirk Eilert

Worum geht es in etwa? Nach einer kurzen Einführung beginnt Dirk Eilert damit, die grundsätzlichen Dinge zu erklären, sodass die Leser eine Basis haben, mit der sie arbeiten und diese nach und nach erweitern können. Danach folgen Fallbeispiele, Geschichten aus dem Alltag, eine Analyse dieser, ein schlussendliches Fazit und eine Zusammenfassung.

Es finden sich auch Übungen und Hilfestellungen bei einzelnen Kapiteln. Die nächsten Kapitel nehmen immer wieder Bezug auf das zuvor gelesene/gelernte.

Richtig spannend wurde es für mich als das Thema Reaktionen in bestimmten Situationen angesprochen wurde. Denn, manchmal bin ich etwas „tollpatschig“ wenn es darum geht angemessen zu reagieren und den dazu passenden Tonfall zu verwenden. Klingt so als könnte ich nicht sprechen. Willkommen in meiner emotionalen Welt. Ich nehme alles wahr, was um mich herum passiert, kann den Brei aber nicht klar definieren. Gerade hier hat mir das Buch in Form von Übungen, Selbstanalysen und Fragestellungen, die im Vorhinein schon einiges abgrenzen. Auch das Trainieren der Stimme wird kurz angeschnitten.

Wie man Menschen beim Interagieren und in der Öffentlichkeit beobachten kann, ohne dass sich diese davon gestört fühlen, wurde ebenfalls klar und verständlich erklärt. Klingt vermutlich alles etwas seltsam für jene, die ihr Verhalten nicht ständig hinterfragen oder das andere genau beobachten müssen. Das bewusste Analysieren und Auswerten von Informationen, welche man von seinem Gegenüber erhält, sind immens und kräftezehrend. Es lohnt sich aber. Nicht nur für einen selbst. Zumindest wird in diesem Buch darüber gesprochen, dass auch unsere Mitmenschen von meinem/unserem Lerneffekt profitieren können.

Ein weiteres spannendes Thema ist das Gesichter lesen. Wusste gar, wie viele Informationen man in wenigen Sekunden (teilweise Millisekunden) aus dem Gegenüber lesen kann. Wieder etwas gelernt. Glaube, das wird neben Gestik und Mimik eines der ersten Dinge sein, welche ich wieder verstärkt lernen werde. Es tut mir gut, mein Umfeld besser zu verstehen.

Zu Beginn fragte ich mich auch, wie das Buch gelesen werden sollte. In einem Rutsch? Jeden Tag ein Kapitel? Wie ein Lexikon? Ganz ehrlich. Ich habe wie immer mein Ding durchgezogen. Montag habe ich begonnen, Mittwoch beendet. So einfach ist das.

Der Schreibstil ist angenehm und leicht verständlich, daher haben die Schnellleser unter euch leichtes Spiel und kommen gut damit zurecht. Auch diejenigen, welche sich eventuell gerne neben dem Lesen Notizen machen möchten, werden mit dem Aufbau ihre Freude haben.

Wenn ihr Interesse an den angesprochenen Themen habt, oder ihr eine Hilfestellung bei diesen benötigt, könnte das Buch etwas für euch sein.

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Ein guter Kriminalroman mit seinen Ecken und Kanten

30 Tage Dunkelheit von Jenny Lund Madsen

Ich weiß nicht, wann mir zum letzten Mal ein Hauptcharakter in einem Buch direkt unsympathisch war. Eine verbitterte Schriftstellerin, welche dem Alkohol alles andere als abgeneigt ist und ihre Kollegen inklusive Fangemeinde bis ins hinterste Eck verabscheut, ist eine sagen wir interessante Wahl für eine Protagonistin, welche wir knapp 400 Seiten an der Backe haben.

Aber dieser Eindruck hält glücklicherweise nicht so lange, da Hannah recht schnell Gefallen an ihrer „Ermittlerrolle“ gefunden hat und dadurch etwas sympathischer wirkt und ein paar anstrengende Charaktereigenschaften kindlicher Neugier gewichen sind. Was alleine daran liegt, dass sie sich bei Befragungen selten dämlich anstellt. Da die Bewohner des kleinen Dorfes keine Gefahr in unserer Schriftstellerin zu sehen scheinen, erzählen sie ihr (meistens) bereitwillig, was unsere Inspirationsjägerin wissen möchte. Informationen, die nicht einmal unser bester und einziger Polizist aus den Leuten heraus quetschen konnte. Die Szenen der Befragung und die kleinen Streitereien zwischen Hannah und unserem Gesetzeshüter fand ich witziger, als sie es vermutlich sein sollten.

Die Handlung selbst wurde ordentlich, ohne große Spitzen oder Leerläufe relativ spannend erzählt. Die teilweise schweigsamen Bewohner ließen immer einen Hauch Gefahr mitschwingen. Eine Frage, eine Nachforschung mehr und Hannah kann sich warm anziehen. Die ältere Dame, welche unsere Schriftstellerin bei sich wohnen lässt, schärft ihr immer wieder ein, nicht zu viele Fragen zu stellen. Wer weiß, was sonst passiert. Selbst verständlich hält sich zweitere von da an brav an den Ratschlag.

Nicht. Wenn Sturheit, Entschlossenheit und Neugier aufeinandertreffen, ist der Zeitpunkt angelangt, sich Popcorn zu holen.

Hannah kam mir oft vor wie ein kleines Kind, welches nicht einsehen wollte, dass langsam ein Punkt erreicht ist, an dem man besser nichts mehr sagen sollte. Trotzdem wird nachgehakt. Das sorgte im Endeffekt nicht nur für weiteren Unmut, sondern auch dafür, dass der Täter etwas mehr Arbeit hatte. Das unvermeidbare Ende wurde gut umgesetzt. Ein spannender Showdown mit ein paar unvorhersehbaren Wendungen. Diese retteten die gelegentlichen Leerläufe innerhalb der Handlung.

Noch ein paar Worte zu den Charakteren. Hannah hat sich im Laufe des Buches positiv weiterentwickelt. Ihre Gastgeberin zeigte viele Facetten, welche man ihr gar nicht zugetraut hätte. Die restlichen Charaktere entsprachen mehr oder weniger den typischen Stereotypen. Eine Ehefrau, welche sich um ihren und Kinder kümmern muss und sich eigentlich nach mehr sehnt, ein aggressiver Ehemann, eine alte sehr gesprächige Dame mit Hund, eine Handvoll Jugendliche, welche fröhlich dem Alkohol frönen, und viele mehr. Ihr seht schon, es ist alles da, um ein Dorf mit den wichtigsten Persönlichkeiten auszustatten, mehr aber auch nicht.

Insgesamt ein guter Krimi, welcher grundsätzlich alles richtig macht und sich keine groben Fehler leistet. Die Umgebung lädt zum Träumen ein. Möchte gerne einmal nach Island fahren.

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Tip. Top. Thriller.

Nachtjagd von Jan-Erik Fjell

Skandinavische Thriller haben das gewisse Etwas. Beinahe bei jedem welchen ich bisher gelesen habe, bekam ich mehrfach Gänsehaut. Sie sind vom Stil so viel anders als ihre deutschen Vertreter. Natürlich kann es auch (nur) an der Umgebung liegen. In diesem Buch beispielsweise spielt die Handlung in Norwegen.

Die Gegend scheint an sich erst einmal schöne Plätze zu bieten. Gleichzeitig schafft es der Autor selbst, die gewöhnlichsten Orte unheimlich erscheinen zu lassen. Wenn es dann in der Handlung zu regnen beginnt, oder die Telefonnetze herumzicken, ist die Ruhe vorbei. Natürlich ist es langweilig, wenn immer die gleiche Stimmung herrscht. Eine gute Mischung darf es schon sein.

Der Autor hat definitiv ein Gefühl dafür. Sobald es zu einem Verdacht kam, oder Anton Brekke in Gefahr war, kippte die Stimmung entweder ganz langsam, oder ur plötzlich. Als hätte jemand das Licht ausgeknipst. Wahnsinn wie gut das umgesetzt wurde. Auch Ereignisse außerhalb der eigentlichen Handlung wurden nicht vernachlässigt. Unser Ermittler leidet z.B. an körperlichen Beschwerden, welche sehr detailliert und nachvollziehbar beschrieben wurden. So gut, dass ich automatisch mit ihm gelitten habe.

Die Geschichte von unserem Mann im Todestrakt wird nebenher erzählt, wirkt aber nie so, als diente sie nur als Beiwerk, damit die Haupthandlung nicht so alleine da steht. Die Geschichte unseres Todeskandidaten wurde spannend erzählt. Man erfährt auch, dass er eigentlich ein ganz normaler Mensch ist. Wenn man jedoch erkennt, worin dieser verwickelt ist, sieht man ihn vielleicht mit anderen Augen. Ich glaube, das ist dem Leser überlassen, ob seine Strafe gerechtfertigt ist, oder nicht.

Machen wir weiter mit dem Rest.

Die Arbeitskollegen von Anton Brekke erfüllen ihren Zweck, steuern immer wieder hilfreiche Informationen bei, aber viel mehr bekommen wir von ihnen nicht zu sehen. Das ist jetzt kein Beinbruch, oder Grund für eine Abwertung. Immerhin liegt der Fokus ganz klar bei Stig Hellum, dem Mann in der Todeszelle und unserem Kriminalkommissar. Daher passt das gut, wie es ist.

Die Umgebung, die Reihenfolge der Ereignisse, der rote Faden, alles hatte seinen Platz und bot ausreichend Details um keine Langweile aufkommen zu lassen.

Das Ende rundete das Ganze perfekt ab. Rasant, plötzlich und unvorhersehbar. Top.

Ein rund um gelungener Thriller.

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Tolle Idee trifft auf grandiose Umsetzung

Vortex - Der Tag, an dem die Welt zerriss von Anna Benning

Doch dies hielt mich nicht davon ab, mir das Hardcover bei meinem Lieblingsbuchladen zu kaufen. Erstens, weil ich Bücher in physischer Form liebe und zweitens, weil es wunderschön ist. Die Seiten wurden außen in einem wunderhübschen violettfarbenen Ton gefärbt. Vorn wechseln sich ein schönes Türkis mit einem einfachen Weiß und Violett Akzenten ab.

Optisch ist das Buch schon hervorragend gelungen. Außen hui, aber innen? Mal sehen.

Es ist das Jahr 2020, (welch Zufall ???? ), plötzlich entsteht ein riesengroßer Wirbel auf unserer Welt und durchzieht so ziemlich alles mit den uns bekannten Elementen. Egal, ob Menschen, Tiere oder Bauten. Fortan ist diese neue Kraft ein neuer Bestandteil unseres Planeten.

Einige Jahre später treffen wir auf Ellie, die gerade mit Luka auf dem Weg zu einem Vortex Rennen ist. Nach ein paar Komplikationen vor dem Start treffen beide an der Startlinie ein. Recht schnell werden wir mit der Umgebung, deren Menschen und natürlich den Vortexen bekannt gemacht. So weiß man was gleich passieren wird. Ellies Sprung durch einen Vortex. Das Rennen gewinnt sie natürlich letztendlich, nur das WIE ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, denn einfach so ist sie nicht über die Ziellinie gelaufen.

Wesentlich später werden uns die Auswirkungen der Vortexe näher erklärt, denn nicht alles ist so friedlich, wie es zunächst scheint…

Ihr merkt es schon, ich liebe dieses Buch. Tolle Charaktere, richtig interessante Umgebung, ein flottes und sehr spannendes Tempo. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass es sich zieht. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.

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Ein etwas anderer Plot trifft auf grundsolide Umsetzung

Vortex - Der Tag, an dem die Welt zerriss von Anna Benning

Max und Stella. Es sollte für immer sein. Doch eines Tages zerspringt der Traum in viele kleine Scherben. Genauso wie die Liebe der beiden. 

Jahre vergehen bis sie sich wiedersehen. Es fühlt sich zwar an wie früher, aber die Gefühle sind nicht mehr dieselben. Max und Stella führen ein getrenntes Leben, bis die noch nicht ganz erloschene Glut wieder zu glimmen beginnt, und die alte Liebe wieder vom Feuer der Leidenschaft erfasst wird.

Doch was ist seitdem Bruch passiert? Stella ist mittlerweile in der Chirurgie tätig und ist auf einem guten Weg eine höhere Position zu bekommen. Max hingegen war mal Hier und einmal Da. Früher wie auch heute begleitet von seiner Kamera, die das einzige Überbleibsel seines Vaters ist. Als er eines Tages Stella wiedersieht, fluten die Erinnerungen seine Gedanken und seitdem ist es wieder um ihn geschehen. 

Sie hingegen möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Denn sein Verrat hat ein tiefes Loch in ihr Herz gerissen. Da dieses noch nicht ganz verheilt ist, schmerzt sein Anblick umso mehr. Dennoch ist sie neugierig, ob ein zweiter Versuch klappen könnte. Ihre Gefühle stehen ihnen dabei nicht im Weg. Im Gegenteil. 

Jedoch ist der Weg selbst von Schlaglöchern und Steinen übersät. Da hilft nur vorsichtig außen rumgehen und hoffen, dass sich kein weiteres Loch vor einem öffnet.

So entfaltet sich die Handlung, und die Neuentdeckung einer beinahe verblassten Liebe. 

Max und Stella kommen sich wieder näher. Nur um dann wieder zwei Schritte erneut zurückzufallen. Denn es stehen immer noch viele unausgesprochene Wörter im Raum. Viel zu viel ist seitdem geschehen. Die schönen Erinnerungen, mit denen wir zwischen den Kapiteln versorgt werden, helfen den beiden ihre Krisen zu überstehen.  

Die Autorin schmeißt bekannte Szenarien mit einem Wohlfühl-Schreibstil in den Mixer und rührt das Ganze schön durch. Raus kommt eine Geschichte voller Sehnsucht, Liebe, Tränen, Schmerz und Vergebung. Garniert mit Gänsehaut Momenten. Bis zum Ende des Buches ist, man sich nicht so ganz sicher, ob die vergangene Liebe eine Zukunft hat. Die Autorin fährt in Schlangenlinien am direkten Weg vorbei und zeigt uns, was sich außerhalb befindet und warum es sich lohnt, für eine anscheinend aussichtslose Liebe zu kämpfen.

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Erfrischend anders und fesselt von Beginn an

Vortex - Der Tag, an dem die Welt zerriss von Anna Benning

Es ist eine Welt, in der du sein kannst was/wer du willst. Niemand wird ein Problem mit dir in Euphoria haben. Hier kannst du dich außerdem spannenden Aufgaben widmen, deinen Alltag vergessen, Freunde treffen, und je nach Fleiß sogar aufsteigen. Wie in einem Rollenspiel.

Was du dazu brauchst? Nur eine Handvoll goldener Pillen.

Die bringen dich, je nach eingenommener Menge, in unterschiedliche Ebenen dieser scheinbar perfekten Welt. Doch gib acht, zu viel davon können abhängig machen.

Die Handlung dreht sich einerseits um Nora, die ihren Bruder an das Spiel Euphoria verloren hat, und andererseits um Sami, der von diesem sonderbaren Mädchen auf überzeugende Art und Weise dazu gebracht wird, ihr zu helfen, diesen wieder zurückzuholen. Sami scheint eine noch nicht erweckte Kraft in sich zu tragen, die dem Krähenmädchen (so wird Nora unter anderem genannt) helfen soll, die in Gold getauchte Welt zu vernichten. 

Doch bevor der Trip losgeht, beleuchtet die Autorin kurz und knackig das private Umfeld der beiden Protagonisten. Nach der Vorstellung wird klar, warum Nora ihr Ziel um jeden Preis erreichen will. Vor allem wird uns schnell bewusst, dass die goldene Oase mehr Schein als Sein ist. Doch das stört die beiden herzlich wenig. So stürzen sich Nora und Sami ins Abenteuer.

Durch Pillen in eine andere Welt zu reisen klang zu Beginn sehr nach einem Drogentrip.(Es gibt ja nicht umsonst eine Warnung diesbezüglich, u. v. m.) Als ich mich damit abgefunden habe, konnte ich das Buch in vollen Zügen genießen. Genau wie Sami, der die Welt zum ersten Mal betreten hat, staunte ich nicht schlecht über die Möglichkeiten in dieser, für normale Menschen unsichtbare, Welt. Die Handlung selbst wird sehr detailreich, spannend und passend zum Geschehen flott erzählt. Das Buch ist, wenn man es grob herunterbricht, eine Mischung aus Inception, MMORPG, und einer Störung der Wahrnehmung beschreiben. Es ist also definitiv einen Blick wert.

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Starker zweiter Teil

Vortex - Der Tag, an dem die Welt zerriss von Anna Benning

Einst war sie eine ausgezeichnete Kopfgeldjägerin im Dienste Luzifers. Aufgrund der letzten Ereignisse gegen Ende des ersten Bandes kämpft Antonia nun für die Nephilim und die Engel.

Diese sind natürlich alles andere als begeistert davon, dass ihre ehemalige Feindin plötzlich auf ihrer Seite kämpft.

Doch die Situation lässt ihnen nicht lange Zeit, um darüber nachzudenken, ob es Antonia passt oder nicht, denn die Welt wird von den Handlangern Luzifers bedroht.

Immer mehr Menschen werden meist unfreiwillig, und als letzte Option für das eigene Wohl, in einen Vertrag mit dem Teufel gezwungen.

Dazu kommt noch, dass Tai, Tonis ehemaliger Verbündeter, auf der Seite des dunklen Herrschers steht.

Warum? Weil sie anscheinend für sein Leid verantwortlich ist. Diesen Hass nutzt Luzifer, um ihn auf seine ehemalige Kollegin zu hetzen.

Was wird passieren, wenn die beiden aufeinandertreffen? Wird es Toni mit ihren Mitstreitern schaffen wieder Frieden einkehren zu lassen?

Was für ein zweiter Teil. Wo der erste Teil noch etwas schwächelte ist dieses Buch hier der Wahnsinn.

Knallharte Gefechte, tiefe Gefühle, Hass, Traurigkeit, Entscheidungen, die gefällt werden und ernste Konsequenzen nach sich ziehen, und das allerwichtigste: Charaktere die sich weiterentwickelt haben und entgegen ihren Prinzipien handelten, um eine Veränderung zu bewirken, die ein wichtiger Schritt zum Frieden darstellt.

Das Ende gibt dem Leser noch einmal etwas Zunder und bereitet euch auf den dritten Teil vor.

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Gemächlicher vierter Teil

Blutige Gnade von Leo Born

Nach den Ereignissen in Brennende Narben (Teil 3) sollte sich Mara eigentlich eine Pause gönnen. Sich mit einem Gläschen Wein auf ihrem Sofa bequem machen und mal nicht an die Arbeit denken. Pustekuchen.

Das erste Opfer lässt nicht lange auf sich warten. Es wurde lange von seinen Peinigern gequält.

Ihm wurden Nägel aus einer Nagelpistole in den Körper gejagt. Außerdem wurde er die ganze Zeit über mit Drogen wach gehalten, damit dieser nicht einfach wegdämmert.

Wie konnte es so weit kommen?

So starten die neuen Ermittlungen, die Mara und ihr Team tief in den Sumpf verschiedener Gruppierungen und Täter blicken lässt. Deren Methoden an gewünschte Informationen, oder an ihren „Frieden“ zu kommen sind grausam, Menschenverachtend, und äußerst effizient.

Je länger die Ermittlungen laufen, desto mehr Opfer gibt es. Es werden Personen ermordet die unterschiedlicher nicht sein können. Sie scheinen auf den ersten Blick nichts gemeinsam zu haben. Mara und ihr Partner Rosen ermitteln trotz der unfruchtbaren Arbeitsstunden immer weiter, bis sie auf etwas stoßen, was ihnen sehr bekannt vorkommt.

Zwischen den Kapiteln zeigt uns der Autor wieder einen Teil von Maras Vergangenheit. So erfahren wir wieder etwas mehr über die toughe Ermittlerin.

Etwas gemächlicher, aber nicht weniger brutal. So lässt sich der mittlerweile vierte Teil der Reihe gut zusammenfassen. Mara ist von den letzten Geschehnissen noch etwas mitgenommen, und das merkt man immer wieder. Sie zeigt noch mehr Schwäche, und vor allem Angst als letztes Mal. Klar, wenn man bedenkt, WER hinter ihr her ist, dann braucht es einen nicht groß zu wundern.

Die Atmosphäre ist etwas bedrohlicher und dichter als beim dritten Teil. Der Schreibstil zackiger und schneller. Passend zu den zahlreichen Verfolgungsjagden. Diese erleben immer wieder eine kleine Vollbremsung. Denn Mara hat ja auch ein Privatleben, und einen Vater, mit dem sie sich langsam wieder besser versteht.

Insgesamt ist es wieder eine gut gelungene Fortsetzung einer spannenden Reihe.

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