Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Danislesestube:

Carina Schnell - When the Stars Collide

When the Stars Collide von Carina Schnell

Fangen wir mit den Charakteren an. Blake und Rachel kennen viele von euch bereits aus den ersten beiden Büchern.

Beide Charaktere waren mir nicht direkt sympathisch.

Vor allem bei ihm habe ich mich sehr schwergetan, irgendeine Art von Sympathie zu entwickeln.

Ein gescheiterter Football Star, der sich entweder die Kante gibt, sich selbst bemitleidet oder etwas mit seinen Freunden unternimmt, die ihn zum Glück nicht aufgegeben haben.

Seine Sprüche machen es nicht besser. Genau so ein Charakter soll eine der Hauptrollen im dritten Buch spielen?

Funktioniert das? Ja, erstaunlich gut. Vor allem, weil Carina seine Stärken in diesem Buch gut zur Geltung gebracht hat und uns damit zeigt, dass er eigentlich ein korrekter Mensch ist und nur einen Tritt in seinen mittlerweile untrainierten Hintern braucht.

Wie sieht es bei Rachel aus? Mit ihr konnte ich wesentlich mehr anfangen. Nicht nur, dass sie trotz ihrer eigenen Probleme für ihre Freunde da ist und gerne zu extremen Mitteln greift, um eine Beziehung zu retten, sondern auch mit einigen unerwarteten Charakterzügen punkten kann. Wer ihr das erste Mal begegnet, wird nicht glauben, wie es hinter der schönen Fassade aussieht. Von eingebildet und dumm, keine Spur.

Sie weiß genau, was sie im Leben erreichen möchte und tut alles dafür.

Der Aufbau ist wieder phänomenal gut gelungen. Spätestens hier merkt man als Leser, wie gut Carina die einzelnen Liebesgeschichten miteinander verflochten hat.

Üblicherweise vergeht immer etwas Zeit, bevor die nächsten Charaktere aufeinandertreffen. Nacheinander versteht sich.

Hier bildet „When the Storm Comes“ die Basis. Die beiden Teile danach flechten sich in verschiedene Schlüsselereignisse ein und bilden so eine zusammenhängende und harmonische Geschichte.

Einen Teil der hier statt findenden Handlung konnten wir bereits im Vorgänger verfolgen. Hier finden die gleichen Ereignisse aus einer anderen Perspektive und nicht weniger spannend statt.

So bekommen wir einen besseren Eindruck, warum ein Charakter, zum Beispiel Rachel, in einer bestimmten Situation so gehandelt hat, wie es der Fall war.

Diese Erzählweise hat einen weiteren Vorteil. Die bereits eingeführten Charaktere stehen nicht nur in der Gegend herum und greifen stellenweise mal ein, wenn es brenzlig wird, sondern nehmen aktiv an der Handlung teil. So bleibt der Eindruck bestehen, dass es sich bei der Gruppe tatsächlich um Freunde handelt, die sehr viel miteinander unternehmen.

Dass es viele Details gibt, brauche ich wohl nicht mehr erwähnen. So viel Landschaft und Eindrücke.

Hier gibt es wesentlich mehr intimere Szenen bedingt durch die Vorlieben von Rachel. Diese geschehen aus einem eher traurigen und sehr tiefsinnigen Grund. Hier wird wieder klar, wie wichtig Charaktertiefe in einem Liebesroman ist. Vor allem Emotionen machen so viel aus. Hier gibt es reichlich davon. Wie diese eingesetzt wurden, hat mir unglaublich gut gefallen.

Die Protagonisten sind nicht einfach mechanische Schaufensterpuppen, die ihr Programm abspielen und gut ist. Sie sind so viel mehr. Ausnahmslos alle von ihnen.

Dieses Buch, nein die ganze Reihe zeigt hervorragend, wie viel man aus einem (scheinbar) ausgelutschten Genre holen kann.

Dass es ausgerechnet Carina ist, die uns gezeigt hat, was möglich ist, freut mich umso mehr. Danke.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Liebe treibt die schönsten Blüten

When the Stars Collide von Carina Schnell

Auch nach dem zweiten Durchgang hat mir das Buch nicht schlechter gefallen. Im Gegenteil.

Es fängt bei der lockeren Handlung an, geht mit den gut geschriebenen Charakteren weiter und hört mit den schönen Details noch lange nicht auf. Denn jedes Kapitel wird von einem Eintrag aus einem Fachbuch eingeleitet.

Ihr lernt also beim Lesen etwas über Insekten und die Pflanzenwelt im Allgemeinen.

Aber zurück zum Anfang. Denn dieser ist bekanntlich am wichtigsten. Er entscheidet, ob ihr ein Buch weiter lesen wollt oder es lieber zurück ins Regal stellt und es dort vor sich hin gammeln lässt. Welches im Gegensatz zu einem Wein, oder Schimmelkäse nicht besser wird.

Dieses wundervolle Werk fällt für mich natürlich in erstere Kategorie.

Auf den ersten Seiten wird klar, mit welcher Art von Charakteren wir es zu tun haben. Auch die Handlung wird recht schnell dargelegt, jedoch nur in sehr groben Zügen.

Gut so. Denn so werden wir als Leser:innen motiviert weiter zu lesen, um immer weiter in die schöne Welt von Svea zu tauchen. Alleine die Tatsache, dass Pflanzen und Insekten keine kleine Rolle spielen, lässt mein Herz höher schlagen.

Natürlich haben auch Nebencharaktere wie eben die Mitbewohnerin von Svea, ihre Eltern und einer Handvoll Bekannte wie z. B. die Mitglieder des Trainingsprogramms einen würdigen Auftritt. Keiner, wirklich keiner der Charaktere hat einen austauschbaren oder gar unnötigen Auftritt. Was alles andere als leicht ist und ein großes Lob verdient.

Die Liebesgeschichte an sich wurde richtig schön in Szene gesetzt.

Gefühle spielen hier die Hauptrolle, nicht die Tätigkeiten, die man (angeblich) in dieser ausführt. Sie kommen eben nur dezent und in den passendsten Momenten vor. Hier merkt man deutlich, dass das Buch eher an Erwachsene Richtung 30 oder darüber gerichtet ist.

Die Charaktere stehen außerdem mitten im Leben oder haben es schon weitestgehend hinter sich. Auch deren Probleme unterscheiden sich deutlich von Mitte 20ern. Es liest sich reifer, das möchte ich eigentlich damit sagen.

Habe ich etwas vergessen? Nö. Mehr Informationen würde euch zu sehr spoilern. Daher würde ich vorschlagen, ihr lest das Buch einfach selbst, sofern euch die Beschreibung und das Cover zu sagen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Ein Satz mit X, das war wohl nix.

Erben der Ewigkeit von Derufin Denthor Heller

Beginnen wir mit der grundsätzlichen Idee/Handlung. Denn die finde ich gut gewählt.

Eine Musikgruppe, die eigentlich nur auf Durchreise ist, um an ihrem Ziel ein Konzert zu geben.

Jedoch wird der Ort von grausamen Morden erschüttert. Daher ziehen die Mitglieder los, um dem Töten ein Ende zu setzen und etwas Vertrauen zu gewinnen.

Was oberflächlich betrachtet einen guten Eindruck auf mich macht.

Was wir von der Umgebung zu sehen bzw. zu lesen bekommen, deutet insgesamt auf eine Welt hin, die nur so vor Geheimnissen und unterschiedlichsten Lebensformen strotzt. Dies lässt uns der Autor auch jederzeit wissen. Denn sogar bestimmte Insekten, welche eine tragende Rolle spielen werden, tragen zur Handlung bei.

Das ist euch noch nicht genug? Sogar eine Fliege lässt uns an ihren Gedanken Teil haben.

Wahnsinn. Ich wollte schon immer mal wissen, was solch einem Insekt durch den Kopf geht. Nicht.

Auch die Mitglieder der angesprochenen Musikanten zerbrechen sich über viele, teils belanglose Dinge ihren Kopf. Vor allem die männlichen Mitglieder haben Gedankengänge, die zeitweise wirklich grenzwertig sind.

Sonst können diese kaum glänzen. Außer herausstechenden Merkmale und eine Handvoll Fertigkeiten bekommen wir kaum Details zu den einzelnen Charakteren spendiert, daher wirken sie mehr blass als geheimnisvoll.

Die Nebencharaktere sind leider sehr uninteressant und in viel zu großer Zahl vorhanden. Sie haben sogar so wenig Wiedererkennungswert, dass ich manche bis zu ihrem nächsten Auftritt wieder vergessen habe.

Daher stellte ich mir nicht selten die Frage: „Wer war das noch mal? Ach ja, genau … habe ich vergessen.“

Der Autor scheint Überraschungen zu lieben, denn egal wie ruhig, gemütlich und schlüpfrig es gerade ist, urplötzlich und ohne Vorwarnung dreht sich die Situation um 180°. Einerseits weil der Autor das Geschehen verlangsamt, um nachfolgend kurz jedem Charakter die Chance zu geben etwas zu machen, andererseits weil dann ein Unglück passiert, welches mindestens ein Leben fordert.

Natürlich dürfen herumfliegende Fleischfetzen und literweise Blut nicht fehlen. Nur um dann im Anschluss ein gespenstisch ruhiges Schlachtfeld zu hinterlassen, welches wir zeitweise gar nicht mehr mitbekommen, da unsere Aufmerksamkeit auf eine andere Situation gelenkt wird. Ebenfalls ohne Vorwarnung.

Der nächste Schauplatz ist dann vergleichsweise langweilig und man ist kurz verwirrt. Zu Beginn dachte ich, mir sind durch meine Lesegeschwindigkeit ein paar Zeilen durchgerutscht. Aber nein. Frei nach dem Motto: Cut, und nächste Szene.

Beim zweiten Mal ging es mir eher auf die Nerven. Als würde man ein Geschehen filmen und immer wie ein Bekloppter durch die Gegend schwenken, anstatt draufzuhalten, um nichts zu verpassen. Das ist auch so eine Sache, die das Buch auszeichnet.

Bei anderen Büchern fand ich es immer spannend, wenn der Autor/die Autorin eine Nebengeschichte erzählt und im Anschluss wieder zur Haupthandlung schwenkt. Hier funktioniert das Ganze selten bis gar nicht.

Manche Situationen hätte ich gerne länger genossen. Denn an Details mangelte es definitiv nicht. Lange Zeit lässt uns der Autor, wie zuvor erwähnt, keine Zeit, um zu staunen. Das ständige Herausreißen nervte mich irgendwann nur noch.

Habe ich etwas vergessen? Ach ja, das Thema Ewigkeit. Wurde ein paar Mal erwähnt und das war es auch schon.

Langsam sollte ich zum Ende kommen.

Dem Leser wird ein grausiges Fantasy Spektakel versprochen. Ich habe ein spektakuläres Durcheinander bekommen. Welches weder sonderlich grausig, noch schaurig war.

Abschließend möchte ich erwähnen, dass das Buch, nur weil es mir nicht gefallen hat, ihr der gleichen Meinung sein müsst.

Wie so oft gilt, Geschmäcker sind verschieden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Denn das Leben ist eine Reise

Denn das Leben ist eine Reise von Hanna Miller

Es sah für eine Zeit lang so aus, als hätte Aimee ihr Glück endlich gefunden. Sie konnte endlich aufatmen. Weg von ihrem alten Leben, welches in einem Wohnwagen stattfand.

Der gemeinsame Sohn Len sollte das Glück perfekt machen. Leider bekam das schöne und von Zukunftsplänen gepflasterte Leben immer mehr Risse, die selbst unsere Restauratorin Aimee, die jedes Möbelstück wieder in alten Glanz erstrahlen lassen konnte, nicht mehr zu mehr zu flicken vermag.

Als sich Per dann auch noch klar gegen ihren Sohn aussprach und ihr dann auch etwas nahm was man nicht einfach so ersetzen konnte, war es aus. Aimee wollte nur noch weg von ihm.

Mit ihrem Sohn und dem Allernötigsten im Gepäck, holte sie ihren alten Bus aus der Garage und fuhr los. Egal wohin, Hauptsache weg. Nach einer langen Fahrt landeten die beiden in St. Ives. Auf einem gemütlichen Platz konnten Aimee und Len ihr Lager aufschlagen.

Wie ging es nun weiter? Wie kam sie an Geld? Eines wusste sie mit Sicherheit. Dieser Ort markierte einen Neuanfang in ihrem Leben.

Als dann Daniel, ein alter Bekannter aus einem vergangenen Leben welches eigentlich unter einer Staubdecke ruhte, wieder auftauchte kamen alle Erinnerungen wieder hoch. Der Neuanfang rückte wieder in die Ferne. Zuerst müssen alte Risse und Löcher geflickt werden um darauf etwas Neues aufbauen zu können.

Die Autorin hat es auch mit diesem Buch geschafft mich zu überzeugen und darüber nachzudenken, dass das Wort “Reise” in diesem Fall bei Weitem nicht nur eine Bedeutung haben kann.

Dass Aimee und Len mit ihrem Bus verreisen ist eine offensichtliche Sache. Aber dies kann man genauso auf eine Reise in die Vergangenheit der beiden, die Lebenszeit der Gegenstände mit denen sie ihr Leben verbracht haben und auf die Menschen in ihrem Leben übertragen. Von den Erlebnissen ganz zu schweigen.

Da passt Aimees Beruf perfekt dazu. Denn die Gegenstände die sie restauriert, können auch mit einer Geschichte und einer Reise dienen. Ihr seht also das Thema des Buches erstreckt sich nicht nur auf einen engen Radius. So viele Erlebnisse jeglicher Art versammeln sich auf vielen Buchseiten und warten darauf, euch an ihren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Ihr werdet so viele schöne Details entdecken. Aber auch weniger schöne die euch umso mehr im Gedächtnis bleiben werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Sterbende Seelen

Sterbende Seelen von Leo Born

Von einem Ritual geweiht, ihrer Seele nahezu beraubt und von einem Schwur gefesselt, reisen die Mädchen mit Geschäftsmännern durch das Land um Geld zu beschaffen. Von einfachem Geschlechtsverkehr, bis zur Auslebung brutaler Gelüste ist alles dabei. Hauptsache die Kunden sind zufrieden.

Wenn eines der Mädchen ihr Versprechen bricht, oder “verbraucht” ist verschwindet diese ziemlich schnell von der Bildfläche.

Eine junge Frau, die ihrer Familie entrissen wurde, lässt sich nicht unterkriegen und hält tapfer durch. Ihre Geschichte wird von der gegenwärtigen Handlung sanft umschlossen, und uns in allen grausamen Facetten präsentiert. Genauso nackt und unschuldig wie die gierigen Blicke, die sie einst ertragen musste. Allerdings ist es (noch) nicht vorbei. Die Verbrecher laufen immer noch frei herum. Stets auf der Suche nach neuem Frischfleisch.

Wir befinden uns in der Gegenwart. Unsere Lieblings Ermittlerin Mara Billinsky wühlt sich mit ihrem Team durch den dunklen Sumpf der Zwangsprostitution, und bringt Details ans Tageslicht, die ihrem schwarzen Auftritt durchaus Konkurrenz machen.

Das Netzwerk der Drahtzieher erstreckt sich bis nach Sizilien. Dementsprechend breitet unsere Krähe ihre Schwingen aus und stattet einem zunächst sympathischen Ermittler einen Besuch ab. Dort wird sie recht schnell mit der Gewalt der Hintermänner bekannt gemacht. Mara muss also schleunigst herausfinden was hinter verschlossenen Türen vor sich geht, denn wichtige Zeugen sterben ihr vor der Nase weg.

Trotzdem macht sie das was sie am Besten kann, und weswegen wir unsere Ermittlerin lieben: Den Verbrechern ordentlich Beine machen.

Der letzte Teil war schon der Hammer, aber Nummer 6 legt eine große Schippe drauf.

Das Lesetempo lässt sich am Besten mit Maras Fahrstil beschreiben: Rasant, mit schnellen Wendemanövern und mit der Hand immer am Schaltknüppel mit der Absicht jeder Zeit einen Gang hoch schalten zu können. Was uns der Autor hier an Details präsentiert ist wahrlich eine Wucht. Gerade die Geschichte von Joy lässt einem regelmäßig Schauer über den Rücken laufen, nur um dann im Fahrtwind der gegenwärtigen Handlung wieder fortgeweht zu werden. Dennoch wurde nicht auf eine Durchleuchtung von Maras privatem Alltag verzichtet. Genauso wenig wie ihre Gedanken, Sorgen und was sonst noch hinter ihren dunklen Augen vor sich geht.

Es gibt auch hier wieder eine klare Empfehlung von mir.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Ein solider Horror Roman für kalte und dunkle Tage

All Horrors Eve von Tanja Hanika

“Süßes oder Saures” ist wohl der bekannteste Satz der uns im Bezug zu Halloween einfällt. Gleichzeitig kommen uns gruselige Verkleidungen in den Sinn die sich Kinder und Jugendliche für diesen besonderen Tag einfallen lassen. Ausgerüstet mit einer Tasche klappern sie jedes Haus in ihrer Umgebung ab in der Hoffnung Süßigkeiten zu erhalten.

Dieses Buch geht noch etwas weiter. Vor vielen Jahren wurde ein kleiner Junge brutal ermordet. Beim Tathergang ist man sich nicht so einig. Man hört immer wieder von Teufelsanbetern die vor allem an diesem Tag Menschenopfer bringen. Auch deuten die Tiermorde sehr auf diese Gruppierung hin. Aufgrund der jüngsten Ereignisse wird eine Ausgangssperre an Halloween verhängt. Natürlich hält diese eine Gruppe junger Erwachsener nicht davon ab ein Spukhaus zu besuchen, und anschließend eine Party zu besuchen. Beide Ortschaften warten mit mehr Schockern auf als einem lieb ist.

Hailey und Ella ziehen also los zum Spukhaus um sich dort ihre Zeit mit einer ganz speziellen Herausforderung zu vertreiben. Auf der anderen Seite haben wir Scott, Caleb, und ihre Kollegen die den gleichen Plan haben. Mehr erfahren wir nicht über die Charaktere.

Zugegeben, mehr Info hätten der Handlung nicht geholfen, deren Ziel es ja ist dem Leser eine Gänsehaut zu bescheren. Schon im Spukhaus passieren seltsame Dinge. Spätestens auf der Party wird klar: Der Horror hat gerade erst angefangen.

Wie schon erwähnt habe ich diesen kleinen aber feinen Horrorroman von der Autorin zum Vorablesen bekommen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass die Handlung, die generelle Umsetzung, die Charaktere, der Detailgrad der Umgebung, und der Schreibstil grundsolide waren bzw sind.

Die Gänsehautmomente jedoch kann ich, trotz Vorbereitung auf das Buch (warten bis es dunkel ist, Decke, flackerndes Licht, uvm) an einer Hand abzählen. Die letzten Szenen fand ich etwas übertrieben, außerdem wurden diverse Dinge entweder zu früh oder gar nicht aufgelöst. Ist das schlimm? Wenn man zuviel darüber nachdenkt ist es das. Da bin ich ehrlich. Ist es deswegen schlecht? Nö. Auf keinen Fall. Für den kleinen Horror für Zwischendurch kannst du es dir auf deinen eBook Reader ziehen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Ein Fantasy Abenteuer aller höchster Güte

All Horrors Eve von Tanja Hanika

Moira lebt mit ihrem Ziehvater ein einfaches aber schönes Leben in einem kleinen Dorf. Eines Tages jedoch wird eine sehr liebenswerte Bewohnerin in ihrem Haus ermordet vorgefunden. Schnell wird klar, dass es sich bei dem Mörder nicht um einen Bewohner handelt, sondern um einen Vampir. Kjell, Moiras Ziehvater, zieht los um nach der Basis der Vampire zu suchen, um dort den Mörder ausfindig zu machen.

Nun ist sie alleine auf sich gestellt. Leider folgt schon das nächste Unglück das Moira dazu zwingt das Dorf zu verlassen, und in Richtung Norden zu reisen, auf der Suche nach Kjell. Mit dabei ist ein sprechender Rabe, der ihr fortan Gesellschaft leistet.

Die Handlung ist recht einfach, aber nicht weniger spannend, aufgebaut. Der Fokus liegt, nach dem Prolog aus anderer Sicht, auf Moira, die wir auf ihrer Reise begleiten. Diese ist voller Gefahren, böser Kreaturen die sie sehr gerne tot sehen möchten, scheinbar freundliche Bewohner aus benachbarten Ortschaften. Garniert mit etwas Lügen, Verrat, Liebe, und Zusammenhalt.

Passend zur Handlung gesellt sich ein einfacher, aber sehr aussagekräftiger Schreibstil. Die Autorin hat das Talent Situationen, Menschen, Kreaturen und Umgebungen mit wenigen Sätzen und einfachen Worten nahezu perfekt zu beschreiben.

Ein weiteres positives Beispiel war der Spannungsaufbau und das Spielen mit Erwartungen, im positiven Sinne. Was daran lag, dass sie zuerst augenscheinlich offensichtliche Denkweisen (Oh, gleich passiert das, und dann…) direkt zerstörte, weil es plötzlich anders kam als es den Anschein hatte. Daraus entwickelte sich dann wieder eine scheinbar gewöhnliche und (anscheinend) vorhersehbare Situation. Ich mag sowas. Nichts nervt mich mehr als zu wissen wie das Buch endet oder was als Nächstes passiert.

Was für ein tolles Buch. Kann ich jedem Fantasy Fan empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Poppy: Wie ich euch liebte

All Horrors Eve von Tanja Hanika

Weg aus dieser trostlosen Kleinstadt namens Deggendorf. Das hat sich Caggy, ein zu Anfang der Handlung 15-jähriges Mädchen, felsenfest vorgenommen. Allerdings kippt diese Entscheidung sehr schnell als sie auf die Wildes trifft. Eine freundliche und musikalisch sehr begabte Familie mit zwei Söhnen in die sich Caggie verliebt.

Dies und ein paar andere Erlebnisse sind der Anfang der Vorhölle zum Erwachsenwerden.

Denn normalerweise ist es ja bei Jugendromanen so: Die Protagonistin verliebt sich in zb zwei (oder mehr)Typen und nach einer Weile entscheidet sie sich für einen (oder beide) und alle sind glücklich.

Da bei diesem Buch allerdings Alex J. Nitrak drauf steht kann man sich als Leser darauf gefasst machen, dass sie Caggy nicht nur durch bunte flauschige Welten führt wo es keinen Schmerz, Trauer, Verlust, uvm gibt. Oh nein.

Wir begleiten Caggy durch einige Monate ihres Lebens die von einem Gefühlschaos begleitet werden welches ich in einer derart komprimierten und gut gelungenen Form noch nicht gelesen habe. Einfach nach einem Kapitel Pause machen? Schwierig. Durch die knappe, aber sehr facettenreiche Erzählweise wird man in einen Sog gezogen der einen nicht mehr loslässt.

Es ist schon erstaunlich wie viel Caggy auf dem hier gezeigten Weg zum Erwachsenwerden erlebt. Sie begleitet die von der Familie Wilde gegründete Musikgruppe auf ein paar ihrer Auftritte, sie lernt Roman und Kolja mehr und mehr zu lieben und teilweise zu hassen, sie macht Erfahrungen auf die sie gerne verzichtet hätte, aber sie schlussendlich stärker machte.

Natürlich passieren Dinge die alles andere als schön sind. Daraus entwickelt sich manchmal etwas Neues und Unbekanntes. Ein neuer Weg der vielleicht der Richtige ist? Man weiß es nicht. Caggy tastet sich nach und nach voran bis sie sich schlussendlich entscheiden muss.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Sehr empfehlenswert. Wieder ein Grund mehr diese Autorin zu unterstützen. Kein Einheitsbrei. Einfach nur ein Buch das Leser begeistert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Finde mich. Jetzt. Kurz Rezension

Finde mich. Jetzt von Kathinka Engel

Manchmal will man einfach weg. Weil die Familie nicht fähig ist, die eigenen Wünsche zu akzeptieren, und im besten Falle eine Unterstützung anbietet. Dein Freund, der dich in den zukünftigen vier Wänden betrogen hat, ist nur die Sauerkirsche auf der verbrannten Torte.

Tamsin hat genug davon. Sie will machen worauf sie Lust hat, und nicht ihre Eltern.

Daher entschließt sie sich für ein Studium in Pearley. Gleichzeitig sieht sie so einen Freund aus ihrer Kindheit wieder, der an der Uni arbeitet.

Bei einem Besuch im Kaffee lernt sie Rhys kennen. Der zunächst unheimlich verschlossen und unsympathisch rüber kommt. Warum? Dies erfahren wir aus seiner eigenen Perspektive.

Doch so viel sei gesagt: Er wurde vor wenigen Tagen aus dem Gefängnis, in dem er unschuldig saß, entlassen. Sein Verhalten ist also durchaus verständlich. Gerade weil die Welt in der er entlassen wurde sich verändert hat.

Zum Glück trifft er auf Tamsin. Blöd nur, dass er sich am Anfang mehr als nur ungeschickt anstellt. Aber zum Glück ist sie eine Frohnatur sondergleichen, und lässt sich nicht so einfach verscheuchen. Es folgen viele schöne und auch traurige Kapitel.

Ein Glück, dass ich dieses wunderschöne Buch entdeckt habe. Es wurde so schön geschrieben. Die wichtigen Szenen und Ereignisse richtig gut hervorgehoben. Schmerz und Kummer wechselten sich mit zärtlichen und liebevollen Momenten ab.

Apropos Abwechslung. Der Perspektivenwechsel passte immer wie die Faust aufs Auge. Im richtigen Moment drehte sie sich in von Tamsin auf Rhys und umgekehrt. So bekam man auch mit was auf der anderen Seite passierte. Außerdem wirkten die Momente zwischen Tamsin und Rhys viel lebendiger. Bin schon sehr gespannt auf die nachfolgenden Bücher.

Für Fans des Genres ein Muss.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Halte mich. Hier. Kurz Rezension

Halte mich. Hier von Kathinka Engel

So viele schöne Details, ein toller Schreibstil, sympathische Charaktere und dank dem Perspektivenwechsel fühlt man sich immer gut zurecht und kann sich in die Charaktere mit Leichtigkeit hineinversetzen.

Die Handlung im zweiten Teil knüpft nahezu nahtlos an die vom ersten Teil an. Diesmal geht es um eine Freundin von Tamsin.

Zelda, das ausgeflippte und lockere Mädchen erweckt von außen nicht den Anschein, dass sie einer wohlhabenden Familie entstammt. Natürlich nicht. Denn sie kann niemanden aus den hohen Kreisen ausstehen. Außerdem will sie einfach nur sie selbst sein. Kein geschminktes Püppchen in teuren Klamotten.

Ganz ehrlich, so wie ihre Eltern mit ihr umgehen ist es auch kein Wunder, dass der Leser Zelda in ihrer Sicht recht gibt.

Vorher nur im Hintergrund, aber hier im Rampenlicht ist Malik. Ein sympathischer Charakter, den wir ebenfalls aus dem ersten Teil kennen, spielt hier mit Zelda die Hauptrolle.

Was die beiden unterscheidet ist der soziale Status. Zeldas Familie gehört der Oberschicht an, die auf Menschen wie Malik herabschaut und in ihnen den “Abfall der Gesellschaft” sehen. Nur weil er schwarz ist, und seine Familie allerhöchstens als Durchschnitt bezeichnet werden kann.

So wie es das Schicksal will, finden Malik und Zelda auf einem gemeinsamen Ausflug mit Freunden zusammen. Danach verbringen die beiden jede freie Minute miteinander.

Dass das Glück nicht ewig währt wird den beiden schnell bewusst. Dennoch kämpfen sie für ihr Glück.

Der zweite Teil ist wenig überraschend mindestens genauso schön geschrieben wie der erste Teil. Ich verfolgte die Geschichte der beiden Charaktere mit Spannung. Dank dem tollen Schreibstil konnte ich auch nachvollziehen wie sie sich in den verschiedenen Momenten fühlen. Es war wieder ein sehr schönes Leseerlebnis.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube