Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Unterhaltsam
Liebe auch an Regentagen von Robyn Carr
Die US-amerikanische Schriftstellerin Robyn Carr schreibt über Frauen, Scheidung und ähnliche ´Themen. Ich habe schone einige Romane von ihr gelesen, in denen die Landschaft auch immer idyllisch beschrieben wird.
Der Roman „Liebe auch an Regentagen“ hat die Protagonistin Lauren, die 24 Jahre unglücklich aber versorgt ausgehalten hat.
Sie hat den Zeitpunkt der Trennung genau berechnet, denn ihre Töchter studieren und sie ist nicht mehr auf den Unterhalt ihres gewalttätigen Mannes angewiesen.
Sie zieht au und trifft den Landschaftsgärtner Beau, der auch in Scheidung lebt und zwei Stiefsöhne hat, für die er verantwortlich ist.
Das sind 2 Ehepaare mit extremen Partnern. Irgendwie sind mir die Unterschiede zu groß. Es gibt nur die beiden guten Personen und die Partner sind nur schlecht. Das ist mir etwas zu viel.
Trotzdem habe ich den Roman verschlungen und mit Lauren gezittert.
Es ist eine unterhaltsame lockere Geschichte.
Ein guter Einstieg in die neue Serie
Das Buch des Totengräbers von Oliver Pötzsch
Von dem Schriftsteller Oliver Pötzsch kenne ich schon einige Romane.
Den Roman „Das Buch des Totengräbers“Ein Fall für Leopold von Herzfeldt habe ich als Hörbuch gelesen. Der Sprecher Hans Jürgen Stockerl versteht es wunderbar den Hörer durch das Buch zu leiten. Seine guten Betonungen, mit verschiedenen Dialekten sind ihm gut gelungen.
Dieser historische Kriminalroman führt uns 1893 nach Wien und ist der erste Teil von Die Totengräber – Serie.
Der Totengräber August Rothmayer ist ein Unikum. Er stammt aus einer Merowingerdynastie. Sein Buch, in denen er seine Beobachtungen über Tote niederschreibt geht durch den ganzen Roman.
Von Graz kommt der Inspektor Leopold von Herzfeld, mit neuen Erkenntnissen nach Wien. Gleich bei seiner Ankunft stolpert er in eine Mordentwicklung und von seinen modernen Vorschlägen, wie Tatrotfotografie usw., kommt er bei den älteren Vorgesetzten nicht gut an.
Typisch, wie Junge Experten, versteht er nicht, das diplomatisch anzufangen.
Dann gibt es noch die Telefonistin Julia Wolf. Bei ihr sieht man, das Frauen im Beruf nicht anerkennt werden.
Zwar waren mir einige Schilderungen zu detailliert, aber das ist typisch Pötzsch.
Trotzdem ist der Roman wieder brillant erzählt und sehr zu empfehlen.
Zwei Mütter
Nelkenblatt von Yusuf Yesilöz
Der als Kurde geborene und in der Schweiz lebende Schriftsteller Yusuf Yesilöz besticht durch seine lebendige Darstellung des Alltags.
In dem Roman „Nelkenblatt“ wird da Sterben von zwei Müttern erzählt. Es ist liebevoll und berührend.
Pina ist als politischer Flüchtling ins Land gekommen.
Sie nimmt eine Auszeit im Studium und wird als Pflegerin für eine schwerkranke Frau angestellt.
Elsas Tochter gibt Pina Anweisungen. Aber Elsa will nicht viel Essen und an die Luft will sie auch nicht mehr. Sie fragt Pina aus und so erfahren wir von deren Schmerz. Denn durch ihre Flucht konnte sie nicht bei ihre sterbenden Mutter sein.
Der Autor hat das Thema intensiv bearbeitet. Da ich selber meine Eltern gepflegt habe, konnte ich vieles wieder erkennen.
Der Roman ist wunderbar. Von Yusuf Yesilöz möchte ich gerne mehr lesen.
Aktuell
Gute Nachbarn Roman. Gebunden. von Fowler Therese Anne
Die amerikanische Schriftstellerin Therese Anne Fowler hat mich mit ihrem Roman
„Gute Nachbarn“ aufgewühlt. Was für ein Buch, einfach gut.
Der Schreibstil ist besonders gut. Die Sichtweise kommt von außen, eventuell von Nachbarn. Das zeigt die Sichtweise von allen Mitwirkenden und auch von den nur Beobachtenden.
Diese Geschichte zeugt die reale Situation Amerikas.
Sie spielt in einem kleinen Ort in Nord Carolina, in dem bis jetzt alles in Ordnung war.
Der 18jährige Xavier ist halb schwarz und halb weiß. Sein weißer Vater lebt nicht mehr. Seine Mutter hat ihn gut erzogen. Xavier hat ein Stipendium um zu studieren. Da zieht eine weiße Familie mit einer 17jährigen Tochter nebenan ein. Die beiden Jugendlichen verlieben sich und es kommt zu einer Katastrophe.
Diesen Roman konnte ich nicht aus der Hand legen.
Es ist eine hervorragende Lektüre, die ich nur weiter empfehlen kann.
Drei Frauen in verschiedenen Zeiten.
Das Stranddistelhaus von Lina Behrens
Die Schriftstellerin Lina Behrens entführt uns in ihrem Roman „Das Sanddistelhaus“ auf die Insel Spiekeroog.
Es gibt drei Zeitebenen mit jeweils einem Frauenschicksal.
1933 kommt Silvia mit ihrem Mann Joachim auf die Insel. Joachim ist Journalist und gegen die Partei. Sie hoffen auf Spiekeroog etwas sicherer zu sein.
!962 erleben wir Viola, eine Lehrerin, die ihre Mutter pflegt.
2019 erwischt die Karrierefrau Rieke ihren Mann mit ihrer Assistentin. Sie erleidet einen Hörsturz und ihr Arzt empfiehlt ihr Ruhe. So fahrt sie nach Spiekeroog, da hat sie von ihren Eltern ein Ferienhaus.
Die Autorin beschreibt die Insel besonders gut. Die Personen sind eindrucksvoll bearbeitet. Die Inselbewohner sind ein besonderes Völkchen.
Wind und Wetter werden genau geschildert.
Der Roman ist unterhaltend.
Erzählungen
Der Friedhof der vergessenen Bücher von Carlos Ruiz Zafón
Von dem verstorbenen spanischen Schriftsteller Carlos Ruiz Zafon sind die Erzählungen „Der Friedhof der vergessenen Bücher“ Ich habe alle seine Romane gerne gelesen.
So lernte ich Barcelona kennen.
Diese Erzählungen sind wie eine schöne Reise, durch Zafons Werke. Die Dialoge sind perfekt.
Ich bin eigentlich nicht so für Erzählungen und Kurzgeschichten. Diese flossen aber gut ineinander. Es war ein gelungener Abschied von einem großen Literat.
Frauen aus 3 Generationen
Zwischen uns ein ganzes Leben von Melanie Levensohn
„Zwischen uns ein ganzes Leben“ ist das Erstlingswerk der Schriftstellerin Melanie Levensohn. In der Familie ihres Mannes erfährt sie von einer tragischen Liebesgeschichte. Davon wird sie inspiriert für diesen Roman.
Es wird in mehreren Zeitebenen mit intensivem Tiefgang erzählt.
Es sind drei Frauen mit besonderen Charakteren gezeichnet, die die Autorin einfühlsam entwickelt hat.
Der Schreibstil ist flüssig, man erlebt alle drei so richtig mit, sie werden lebendig.
Judit ist Jüdin und lebt seit 1940 in Paris gefährlich.
Über 50 Jahre später will Jacobina, das Versprechen, das sie ihrem Vater gab, erfüllen. Sie soll ihre Halbschwester suchen. Sie lebt in Washington und lernt Beatrice kennen, die ihr dabei hilft.
Der Roman entwickelt sich außerordentlich spannend und ist sehr lesenswert.
Eine patente Familie
Der Himmel ist hier weiter als anderswo von Valerie Pauling
Die Schriftstellerin Valerie Pauling wohnt im Alten Land. In ihrer Familie ist auch die Musik ein Thema.
In ihrem Roman „Der Himmel ist hier weiter als anderswo“ lässt sie ihre Erfahrungen einfließen.
Die Protagonistin ist die Geigerin Felicitas.
Sie ist seit zwei Jahren Witwe, mit vier Kindern.
Sie verliert ihre Arbeit und die Vermieter melden Eigenbedarf an. Jetzt muss sie eine neue Wohnung finden.
Da sie in Hannover nichts findet, mit vier Kindern ist sie anscheinend eine Zumutung, kauft sie von der
Sterbeversicherung ihres Mannes, einen alten Gashof im Alten Land.
Die Autorin versteht es glänzend alle Personen mit tolle unterschiedlichen Charakteren zu versehen.
Felicitas kann nicht mehr Geige spielen.
Ihr 16jähriger Sohn Rasmus ist ihr eine große Hilfe, allerdings gibt es über seine Zukunft unterschiedliche Meinungen.
Die 14jährige Rike ist ein patentes Mädchen.
Die 10jährige Martha und der 5jhrige Golo sind auch besonders.
Es macht richtig Spaß die Familie zu begleiten.
Der Roman hat einen einfühlsamen Stil mit vielen Überraschungen.
Jüdische Familiengeschichte
Viktor von Judith Fanto
Die niederländische Schriftstellerin Judith Fanto erzählt in ihrem Roman Viktor“ aus ihrer Familiengeschichte.
Die Studentin Geertie van der Berg wohnt 1994 in Nimwegen. Sie weiß das sie Jüdin n ist, aber ihre Familie verschweigt viel. Es ist als wenn sie sich schämen überlebt zu haben.
Ihre Großeltern waren und Urgroßeltern waren eine angesehene wohlhabende Wiener Familie.
1914 ist Viktor Fanto ein aufgeweckter wilder Junge. Er entwickelt sich zu einem verwegenen Mann, der vieles anfängt, aber aus Sicht seines Vaters es zu nichts bringt.
Der Roman wechselt stets von Geerties Suche nach den Verwandten und Viktors Leben. Teils ist es ziemlich bedrückend zu lesen, wie sich das Leben der Juden nachdem Einmarsch der Deutschen so grausam ändert.
Die Autorin schreibt bewegend und humorvoll über die Familie Fanto.
Ich war von der Geschichte gefesselt und möchte den Roman unbedingt empfehlen.
Hommage an die Mutter
Sturmvögel von Manuela Golz
Sturmvögel ist der neue Roman von der Schriftstellerin Manuela Golz.
In den Roman lässt die Autorin viel von ihrer Mutter einfließen.
Emmy ist 1995 bereits 87 Jahre alt. Wir erfahren viel aus ihrem Leben. Sie wurde auf einer Frieslandinsel geboren und lernen auch ihre Eltern und Großeltern kennen.
Das waren ja ganz andere Zeiten. Eigentlich wurden Ehen nicht aus Liebe geschlossen. Bei ihren Eltern war das anders, aber die Mutter hatte es schwer und auch dem Vater war kein gutes Schicksal beschieden.
Sie starben früh und Emmy war noch sehr jung, als sie als Haushaltshilfe nach Berlin vermittelt wurde.
Die Autorin hat einen besonders guten Schreibstil, das der Leser sich in Emmys Lage hinein versetzen kann.
Der Roman ist gute Unterhaltung und gut zu Empfehlen.











