Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Hinreißend
Ein anderes Leben von Caroline Peters
Caroline Peters konnte mich mit ihrem Roman, Ein anderes Leben, fesseln.
Papi ist gestorben. Er ist der Vater von der Icherzählerin, aber ihre zwei Schwestern sind bei ihm aufgewachsen.
Jetzt wird an die Mutter gedacht.
Die hat nacheinander drei Studienkollegen geheiratet und von jedem ein Kind bekommen.
Auch ihren dritten Mann hat sie verlassen.
Sie war schon eine eigenartige Frau. Die Icherzählerin war das jüngste Kind, sie war immer nur das Anhängsel der großen Schwestern.
Von denen wird auch ihre Beziehung zu den eigenen Vätern erzählt.
Bei der Beerdigung erfährt man auch von den verschiedenen Erinnerungen an Papi. Das erfährt man in den eigenen Familien oft, das es verschiedene Ansichten gibt.
Die Autorin hat die Empfindungen wunderbar eindrucksvoll beschrieben. Sie hat diese eigenwillige Familie hinreißend dargestellt.
Es ist ein ernstes Buch mit Humor.
Empfehlenswert.
Gute Unterhaltung
Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan
Von der Schriftstellerin Isabel Bogdan habe ich schon einiges gelesen.
Der neue Roman, Wohnverwandtschaften, ist ihr gut gelungen. Die Figuren hätten etwas mehr Tiefe vertragen, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Vier Personen wohnen gemeinsam in einer Wohnung. Der Besitzer Jörg ist der Älteste.
Dann ist da die arbeitslose Schauspielerin Anke und Murat, der oft das Kochen übernimmt. Die Kinderzahnärztin Constanze kommt als Letzte dazu.
Die Autorin hat den Ablauf sehr gut hinbekommen. Es gibt immer wieder die Namen der Personen, die mit prima Dialogen versehen sind. Das macht das Lesen besonders einfach und perfekt.
Es ist interessant gemacht, wie das Zusammenleben gelingt. Als Jörg dann plötzlich erkrankt halten all zusammen.
Murat ist eine patente Figur , der mit tollen Gerichten brilliert. Das man Rotkohl mit Sauerkirschen mischt war mit neu und ich habe gleich nach einem Rezept gegoogelt.
Der Roman war unterhaltsam und konnten mich fesseln.
Tiefsinnig
Der Steinacker von Tove Jansson
Die Schwedisch finnische Schriftstellerin Tove Jansson war auch Illustratorin und Malerin.
Sie schrieb und illustrierte Bücher und Komik für Kinder.
Sie lebte Von 1914 bis 2001.
Ihr Roman Steinacker erschien in den zwei letzten Jahren ihres Lebens. Da verfasste sie Romane für Erwachsene.
Sie zeigt das altern und die Starrköpfigkeit des Journalten Jonas.
Es ist eine interessante Lektüre über Töchter und ihren alternden Vater.
Der Roman ist klug und brillant. Eine gute Unterhaltung.
Ein Schweizer und eine Sächsin
Die vorletzte Frau von Katja Oskamp
Die vorletzte Frau ist ein autobiografischer Roman der Schriftstellerin Katja Oskamp.
Ich habe das Hörbuch, das die Autorin selber liest, gehört.
Am Anfangs ihrer Beziehung mit Tosch war ich nicht so begeistert. Aber dann ging es interessant weiter. Die Autorin schildert die Liebe mit Tosch und ihre Beziehung zu ihrer Tochter Paula.
Da erfährt man, was man als Mutter alles machen muss.
Ihre Sprache ist direkt, humorvoll und ernst.
Tosch ist ein Schriftsteller, der von sich überzeugt ist.
Die Icherzählerin ist auch Schriftstellerin.
Am Anfang ist sie dreißig Jahre alt und Tosch neunundvierzig.
Tosch ist Schweizer.
Die Autorin erzählt immer wieder kleine Episoden, die sie mit ihrem Partner und der Tochter erlebt.
Manche sind von ernstem Thema. Dann gibt es wieder humorvolle Szenen, überhaupt mit Paula als Kind.
Es ist eine hörenswerte und Lesenswerte Geschichte.
Bewegendes Meisterwerk
Das große Spiel von Richard Powers
Der US-amerikanische Schriftsteller Richard Powers hat mit seinem Roman, Das große Spiel, wieder ein großartiges Werk geschaffen.
Er schreibt über künstlich Intelligenz und Umweltprobleme.
Es gibt vier Protagonisten, Rafi Young, Todd Keane, Eveline Beaulieu und Ina Arroita.
Jeder hat eine interessante Geschichte.
Rafi ist ein Büchernarr, durch Stipendien studieren. Sein Freund Todd interessiert sich für Computer und und entwickelt gute Programme, die ihn reich machen.
Ina baut aus Müll aus dem Meer Skulpturen.
Eveline kommt früh ans tauchen und kämpft sich als Frau zur Ozeanografin. Dafür lässt sie ihre Familie oft allein. Aber schon ihre Erlebnisse fesseln.
Auf der Insel Makatea endet alles.
Der Autor zeigt die Probleme der Zeit, mit all seinen Tücken. Richars Powers geht seine Romane psychologisch an und die Naturwissenschaft ist meist sein Inhalt.
Das große Spiel ist wieder besonders grandios.
Ich war total gefesselt und kann ihn nur empfehlen.
Einfach Klasse
Tage mit Milena von Katrin Burseg
Der Roman Tage mit Milena, von der Schriftstellerin Katrin Burseg
ist ein besonders gutes Werk.
Die Autorin versteht es prima, die heutige Situation der Umweltschützer und die Hausbesetzerszene der achtziger Jahre in Hamburg zusammen zu bringen.
Die siebzehnjährige Luzy kauft in Annikas Laden Sekundenkleber.
Kurz danach bemerkt Annika ein Verkehrschaos und sie bekommt einen Scheck. Sie Ahnt gleich das Luzy sich angeklebt hat. Durch diese Aktion wird sie an die achtziger Jahre erinnert. Durch ihre Freund macht sie bei den Hausbesetzern mit. Bei einem Polizeieinsatz stirbt ihre Freundin Milena.
Sie will jetzt Luiy retten und erzählt ihr ihre Geschichte und macht sich auf den Weg, um einen Freund in Venedig zu suchen.
Ich habe schon einige Romane von Katrin Burseg gelesen. Die schreibt immer wieder liebevoll über die Personen.Ich kann mich gut mit den Geschichten hineindenken.
Es ist immer wieder ein Erlebnis.Auch diesen Roman kann ich unbedingt empfehlen.
Anspruch und Unterhaltung
Zwei Leben von Ewald Arenz
Ewald Arenz schreibt mit eindrucksvoller Sprache.
Sein Roman, Zwei Leben, spielt auf dem Land. Der Autor versteht es gut , die Charaktere seiner Figuren.
Die Protagonistin Robertaist zwischen verschiedenen Zukunftsplänen hin und her gerissen.Sie hat eine Schneiderlehre abgeschlossen und träumt davon Kleider zu entwerfen.
Dann ist da der heimatliche Hof und sie ist die einzige Erbin. Diese Arbeit macht sie auch gerne.
Der Autor hat mich schon mit seinen vorherigen Romanen gefesselt.
Dieser Roman ist ihm wieder hervorragend gelungen. Er weiß wovon er schreibt.
Empfehlenswert.
Eindrucksvoll
Juli, August, September von Olga Grjasnowa
Olga Grjasnowa stammt aus Russland und kam als Kind nach Deutschland.
Der Roman Juli, August, September, ist eine Fantasiegeschichte, aus Russland stammender Juden.
Lou hat eine kleine Tochter. Ihr Mann ist Musiker und viel unterwegs.
Gemeinsam mit hier Mutter und Tochter fährt sie nach Gran Canaria.
Dort feiert eine Tante ihren 90. Geburtstag.
Es kommen alle Verwandte. Die anderen kommen aus Israel. Mit ihrer Tochter
Es gibt einige Missverständnisse und Reibereien zwischen den Verwandten.
Lou will mehr von den Vorfahren erfahren. Dafür fliegt sie gleich noch nach Israel, um im Archiv zu forschen. Die Familienverhältnisse sind eindrucksvoll. Es ist eigentlich auch normal. Die Erinnerungen sind oft verschieden.
Die Autorin schreibt leicht und locker. Der jüdische Glaube wird nur nebenbei erwähnt. So wird es ein unterhaltsamer Roman, den ich gerne gelesen habe.
Sklaverei
So gehn wir denn hinab von Jesmyn Ward
So gehn wir denn hinab ist ein mit lyrischer Brillianz geschriebener Roman von Jesmyn Ward.
Es ist ein Roman über die Sklaverei. Erst hatte ich Angst, das er zu grausam ist, denn meistens ist es schwer zu ertragen. Aber Jesmyn Ward schreibt über Elend mit Poesie, Geister und Magie.
Annis und ihre Mutter gehören einem Reishändler, er ist auch Annis Vater, aber das zählt nicht.
Von ihrer Mutter erfährt sie von ihren Vorfahren.
Als die Mutter verkauft wird, ist Annis verstört. Dann wird sie selber verkauft. Die Sklaven werden aneinander gekettet und werden dann weiter verkauft.
Annis kann ihr weiteres Leid nur mit der Magie und den Geistern ertragen.
Diese mystische Phase ist vielleicht etwas stark, aber auch so kann ich die Geschichte nur ertragen.
Ich war gefesselt von dieser gut geschriebenen Geschichte.
Empfehlenswert.
Feine Charakterstudie
Wütendes Mädchen auf einer Steinbank von Véronique Ovaldé
Veronique Ovaldé zeigt in ihrem Roman,Wütendes Mädchen auf einer Steinbank, eine Familientragödie.
Die Autoren versteht es gut, die einzelnen Charaktere ins Bild zu rücken.
Die Familie hat vier Töchter, Aida ist die Dritte und Mimi die vierte Tochter. Aida geht heimlich zum Karneval und die sechsjährige Mimi will mit.
Als die verschwindet wird Aida von ihrem Vater verantwortlich gemacht und darum verlässt sie früh das Elternhaus. Sie ist geprägt von der Schuld.
Als sie zur Beerdigung ihres Vaters zurück kommt, benehmen sich ihre Schwestern merkwürdig.
Die Autorin konnte mich mit ihrem tollen Rhythmus fesseln.
Es ist ein spannender Unterhaltungsroman, den ich gerne empfehle.











