Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Von Paris nach Kroatien
Die Nachkommende von Ivna Zic
Die Nachkommende von Ivna Zik ist eine Lyrik über eine Zugreise von Paris nach Kroatien. Es ist ihr Debüt. Eine junge Frau ist die Icherzählerin, die gerade den früher in Geliebten in Paris getroffen hat. Die Frau will zur Großmutterinsel, sie denkt auf der Reise über ihre Großmutter, den Großonkel und den Großvater, der nicht mehr spricht.
Sie denkt an Geschichten ihrer Vorfahren.
Sie erzählt von vielen Begegnungen, aus der Jugend und später. Die Dialoge mit denen sie gerade Gedankengänge verwebt sind poetisch.
Sie denkt auch mal spiegelverkehrt und sieht ihren toten Großvater. Die Frau hat viele Fragen, die sie sich beantworten will.
Wenn ich melde, war ich nicht da, sagt sie sich.
Ivna Zik greift die Momente auf. Sie schreibt mit guter bildhafter dichter Sprache.
Ich kann den Roman gerne empfehlen.
Ein halbes Jahr mit Adele
Flammenwand. von Marlene Streeruwitz
Marlene Streeruwitz ist eine österreichische Autorin. Der Roman „Flammenwand“ ist existenziell, sprachlich mit leichter Ironie. Es beginnt am Montag den 19. März 2018 in Stockholm, Adele fällt ein Bild auf, das Soldaten aus dem Vietnam Krieg auf.
Dann gab gab es eine Aufzählung der Gedanken über weitere Kriege, das hat mir gefallen.
Adele sieht ihren Freund in einem Café, wie er einen Text ins Handy schreibt, sie glaubt er schreibt ihr, aber der Text kam nie an. Es gibt eine Abrechnung.
Weiter geht es mit mehr kruden Gedanken. Sie rechnet noch mit ihrem Vater ab und mit dem Tod der Mutter. Der Roman endet am Dienstag den 19. Oktober in Wien. Am Ende gibt es einen Überblick von der Politik Österreichs.
Mich konnte der Roman leider nicht richtig erreichen, aber er ist eigentlich gut geschrieben..
Eine hinreißende Geschichte
Washington Black von Edugyan Esi
Die Autorin Esi Edugyan schreibt ihren Roman „Washingtom Black“ ergreifend und aufregend.
Es ist 1830 auf Barbados. Da lernen wir den Sklavenjungen Washington Black kennen.
Die Geschichte wird von ihm erzählt. Er musste schon als kleines Kind auf einer Zuckerrohrfarm arbeiten. Die Grausamkeit seines Lebens hat ihn gezeichnet.
Christoph der Bruder seines Besitzers nahm ihn als Hilfe in Betracht. Der lehrte ihn das Lesen und Washington Black konnte sehr gut zeichnen. Dann war er dabei, als sich der Cousin der Brüder selbst erschoss. Das ist für einen Sklaven schon ein Todesurteil. Christoph floh mit ihm. So beginnt eine große Reise.
Die Autorin hat die Figur sehr gut und detailliert gezeichnet. Sein Schicksal hat sie aufregend werden lassen. Ihre Sprache ist mitreißend.
Der Roman hat mich gut unterhalten.
Norwegen in der Besatzungszeit
Vergesst unsere Namen nicht von Stranger Simon
Der norwegische Autor Simon Stranger hat seinen Roman „Vergesst unsere Namen nicht“
nach wahren Begebenheiten geschrieben. Er beginnt vor 80 Jahren. In Trondheim.
Es ist erschreckend gut geschrieben, aber teilweise schwer zu verdauen.
Das die Kriegszeit in Norwegen genau so schlimm war wie in Deutschland, habe ich nicht so richtig gedacht.
Der Autor schreibt über die Familie Komissar.
In der Familie wurde nicht viel über die Vergangenheit erzählt.
Der Werdegang des Henry Oliver Rinnan war erschreckend. Die Vorgänge in dem Haus kann man sich nicht vorstellen. Ich möchte in so einem Haus auch nicht leben. Da bekommt man ja Alpträume.
Der Roman hat den norwegischen Buchhändlerpreis und den Riksmal Preis wirklich verdient.
Simon Stranger hat die Geschichte ehrlich und hart geschrieben. Dieses Thema darf nicht vergessen werden.
Eine wirklich hervorragende Lektüre.
Gesellschaftsroman
Der junge Doktorand von Bremer Jan Peter
Jan Peter Bremers Roman „Der junge Doktorand“ hat einen besonderen Stil.
Günter Greilach ist Maler, ein neuer Doktorand soll seine Bilder anpreisen.
Als der Doktorand Florian ankommt beginnt eine eigenartige Vorstellung. Günter Greilachs Frau nimmt ihn in Beschlag und textet ihn voll . Der Maler ist grummelig.
Das Ehepaar macht sich gegenseitig Vorwürfe. Die Beiden irritieren Florian und mich.
Jan Peter Bremer versteht es gut, diesem dünnen Buch einen besonderen Flair zu geben.
Der Roman ist spritzig mit einer schönen Prosa mit Sprachwitz geschrieben.
Das Cover passt und besticht von seiner Einfachheit.
Ich war von der Geschichte sehr angetan.
Ergreifend
Die Zeit der Töchter von Katja Maybach
Katja Maybachs Roman „Die Zeit der Töchter“ ist die großartige Fortsetzung von Die Stunden unserer Mütter.
Es sind die 1950er Jahre in München. Anna zieht zu ihrer Cousine Antonia. Anna beginnt mit Ihrer Kariere als Schauspielerin. Beide Frauen sind gezeichnet von den Kriegsjahren.
Ihre Mütter leben im Elternhaus und betätigen sich in der Flüchtlingshilfe.
Das bringt ihnen keine Freunde. Vivian trifft auf dem Bahnhof den kleinen Daniel, der ein dunkelhäutiges Besatzungskind ist. Die Autorun schreibt über die Anfeindungen der Flüchtlinge aus dem Osten Deutschlands, sie wurden genau so angefeindet wie heutzutage die Asylanten. Ich weiß aus Erzählungen meiner Mutter, das die Autorin das genau getroffen hat. Sie beschreibt die Schicksale aller Beteiligten sehr gut.
Der Roman ist manchmal richtig traurig. Ich war gefesselt und habe mit allen mitgefiebert. Die Autorin schreibt wunderbar voller Emotionen.
Dreißig Jahre später
Bis ihr sie findet von Lodge Gytha
Die britische Schriftstellerin Gytha Lodge hat mit „Bis ihr sie findet“ ihr Krimidebüt geschrieben.
Sechs Jugendliche zelten 1983 im Wald mit Drogen und Alkohol. Morgens ist die vierzehnjährige Aurora verschwunden. Trotz großer Suche wird sie nicht gefunden.
Dreißig Jahre später wird zufällig ein Skelett gefunden.
Detektive Jonah Scheens war damals als junger Polizist schon dabei. Jetzt hat er den Ehrgeiz mit seinem Team den Mörder zu finden. Verdächtig sind alle.
Die Autorin versteht es die Emotionen aller Beteiligten gut nach zu empfinden. Sie baut eine gute Spannung auf und lässt uns mit ermitteln. Es gibt immer wieder neue Wendungen. Fast bis zum Schluss ist der Schuldige ungewiss.
Gytha Lodge hat ihr Debüt glänzend bestanden, da ist viel Potential. Ihren Namen muss ich mir merken. Ich hoffe auf weitere interessante Romane.
Rassismus der nicht endet
Ein anderer Takt von Kelley William Melvin
Der Autor William Melvin Kelly Lebte von 1937 bis 2017. Sein Roman „Ein andere Takt“
spielt um 1957. Er wird ungewöhnlich von dem dunkelhäutige Autor aus der Sicht der Weißen geschrieben. Ein Lob an der Hoffmann &Campe Verlag, das er dieses brillante Werk herausgegeben hat.
Er ist ein Zeugnis der amerikanischen Minderheitenpolitik, die immer noch aktiv ist.
Man erfährt, wie der Vorfahre des 1957 lebenden Tucker Calibans mit seinem Sohn als Sklave nach Sutton im Süden der USA eintrifft. Die Geschichte ist wie üblich grausam und brutal. Da wird schnell gemordet, es kommt auf ein Menschenlehnen nicht an.
Als um 1962 die farbige Bevölkerung plötzlich aus dem Ort verschwinden sind die Weisen aufgebracht und suchen bis zum Ende Schuldige. Das Ende wird nicht direkt beschrieben aber doch angedeutet.
Ein anderer Takt ist eine bewegendes Stück Zeitgeschichte, eine gute Literatur.
Angenehme Lektüre
Die untalentierte Lügnerin von Eva Schmidt
Eva Schmidts Roman „Die untalentierte Lügnerin“ liest sich leicht und locker.
Die Protagonistin Maren, ist nach einer gescheiterten Schauspielerkarriere zurück nach Hause gekommen. Ihre Familie ist ein wenig verkorkst. Ihre Mutter ist Künstlerin und etwas eigenartig. Der Stiefvater ist mir etwas suspekt, er bezahlt zwar alles, aber ich frage mich oft, ob er etwas damit bezweckt.
Marens jüngerer Bruder hat sein Studium geschmissen.
Die Autorin erzählt Marens Gefühlswelt mit feinsinnigem Stil. Mich störte nur der Titel. Wenn auch Maren mal lügt, bemerke ich nicht, das es untalentiert ist. Ich hatte sogar geglaubt, das der Roman nur aus Lügen besteht. Da habe ich Glück gehabt, ich kann mich mit Maren zwar nicht identifizieren, aber ich kann sie teilweise verstehen.
Der Roman ist angenehm zu lesen.
Alterspubertät
Gregs Tagebuch - Eiskalt erwischt! von Jeff Kinney
Maxim Leo und Jochen Gutsch haben diesen humorvollen Männerroman „Du bleibst mein Sieger, Tiger“ geschrieben.
Von Alterspubertät hatte ich so ausgeprägt noch nichts gehört.
Teilweise gingen mir die Probleme etwas auf den Geist. Aber man weiß ja, wenn Männer einen Schnupfen haben, sind sie schwer krank.
Über weibliche Alterspubertät lassen sich hier nur die Männer aus, ich protestiere.
Die Autoren haben überhaupt die Grillszene gut beschrieben , das ist ja der Hammer. Wenn Männer mit ihrem Grill angeben immer müssen kenne ich. Aber verhungert bin ich dabei Gott sei Dank noch nicht.
Aber die Männerreise musste ich kichern, da war ich schadenfroh.
Die Geschichte ist ganz lustig, die Autoren kennen sich wahrscheinlich aus. Sehr schön war der Schluss.











