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Rezensionen von csac:

Ansprechend gestaltetes Geschenkbüchlein für junge Menschen mit Texten, die in Erinnerung bleiben

Was ich dir zur Firmung wünsche von Stephan Sigg

Dieses kleine Büchlein ist ein wunderbarer Begleiter für Jugendliche und junge Menschen nicht nur auf dem Weg zur Firmung. In bewährter Manier geht der Schweizer Aurot Stephan Sigg dabei mit prägnanten, philosophischen, inspirierenden, nachdenklichen, Mut machenden und humorvollen Texten in der Sprache der Jugend auf seine Leser ein und ermutigt sie, sich auf den Weg zu machen, denn "Wir brauchen deine Gedanken, deine Stimme, deine Hände, deine Schultern, deine Füße" Das Büchlein betont die Wichtigkeit jedes Einzelnen, seinen Wert für die Gesellschaft und traut den jungen Menschen ganz viel zu: "Du wirst es schaffen, es wird dir gelingen, du rockst die Welt".

Unterstützt werden die Texte von einem farbenfrohen Layout und ansprechenden Bildern, die bereits für sich betrachtet gute Laune verbreiten.

Faszit: Ein wunderschönes Büchlein, das sowohl sprachlich als auch inhaltlich den Nerv von Jugendlichen trifft. Seelennahrung für alle jene, die unterwegs ins (Erwachsenen-)Leben sind und dabei zweifeln, hoffen, glauben, straucheln, lieben. Anregend und inspirierend!

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Reiseerfahrungen aus Ecuador - einmal anders!

Dona Laura spielt Bingo und gewinnt ein Huhn von Ingrid Hayek

Es ist ein unterhaltsames kleines Büchlein, das die Autorin Ingrid Hayek da über ihre insgesamt drei Aufenthalte in Ecuador geschrieben hat.
Auf humorvolle Art und Weise lässt sie den Leser daran teilhaben, wie sie zunächst als freiwillige Helferin in einem Dorf an der Küstengegend (La Florida) ihren Dienst antritt und dabei unzählige einzigartige, skurrile und wertvolle Lebenserfahrungen sammeln kann.

Auch wenn sie in erster Linie Englisch- und Computerunterricht geben soll, weitet sich ihr Aufgabengebiet relativ rasch aus. Letztendlich umfasst ihr Dienst teilweise so merkwürdige Aufgaben wie den Kauf von Kakaomaschinen (die bis heute noch nicht geliefert wurden), der Korrektur von Liebesschwüren am Computer, Verhandlungen mit schlafenden Kakaobauern, das Einfangen eingeseifter Hunde, das Behandeln von Knochenbrüchen mit gekühltem Fleisch, das Anhören und Aufschreiben von Lebensbeichten..und..und..und.
Neben Eindrücken aus dem Alltag berichtet die Autorin von vielen erfrischend andersartigen Erlebnissen und Begegnungen. Unvergesslich so etwa der Dialog über einen Vergleich Österreichs mit Ecuador, in welchem wir "Austriacos" aufgrund unseres Mangels an Gold, an Küstenabschnitten, Orangenbäumen und Erdöl äußerst bemitleidenswert erscheinen. Reichtum ist relativ, auch davon erzählt dieses Buch!

Ergänzt werden diese farbenfrohen Berichte durch kleinere Informationsblöcke, die Einblick in die Besonderheiten, Auffälligkeiten und Widersprüche des Landes geben.

Insgesamt macht Ingrid Hayeks Werk Lust auf Reisen, Lust auf Ecuador und versprüht nicht nur durch die leicht zu lesenden Inhalte, sondern auch durch bunte, fröhliche Bilder Lebendigkeit und Lebensfreude.

Einen halben Punkt Abzug würde ich einzig und alleine für den Buchtitel geben, der mir persönlich zu nichtssagend und unattraktiv für ein ganz und gar nicht nichtssagendes Buch scheint.

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Die Vision eines Einzelnen verändert die Welt - absolut lesenswert!

Eine Schale Getreide verändert die Welt von MacFarlane-Barrow Magnus

"Eine Schale Getreide verändert die Welt" von Magnus MacFarlane-Barrow ist ein unglaublich fesselndes Buch, das den Leser staunend und hoffend zurücklässt. Auf insgesamt 364 Seiten gewährt der schottische Autor Einblick in sein Leben, das mit einer Idee beginnt und einer weltweit agierenden Hilfsorganisation wohl noch lange nicht endet:

Ein tief religiöser Brite, Lachsfischer von Beruf, beschließt nach einem verstörrenden Aufenthalt in Bosnien-Herzegowina in den Zeiten des Bürgerkrieges sein Leben umzukrempeln.

Er gibt seinen Job auf, verkauft sein Haus, sammelt Spenden, kauft damit einen LKW, macht den LKW-Führerschein, um eine solche "klapprige Kiste" auch quer durch Europa lenken zu dürfen, um alsdann Hilfsgüter in das kriegszerrüttete Balkangebiet zu bringen. Unterstützt von seiner Familie, seiner Freundin und späteren Frau Julie, von Freunden, Bekannten, aber auch völlig Fremden baut er diese einzelnen Hilfsleistungen zu einer kontinuierlichen Mission aus. Nach ersten Entwicklungshilfeprojekten in Bosnien-Herzegowina erwachsen neue Projekte, zunächst in Rumänien, später dann in Afrika und weiteren Teilen der Welt. Schließlich führt der Wunsch eines kleinen Jungen aus Malawi, täglich ein warmes Essen an der Schule zu sich nehmen zu können, zur Entwicklung von "Mary´s Meal", einer inzwischen weltweit agierenden Hilfsorganisation, die mittlerweile über eine Million hungernde Kinder weltweit mit Nahrung versorgt.

Dieses Buch macht Mut, es inspiriert und gibt Anlass zur Hoffnung. Es zeigt, wie der Gedanke eines Einzelnen das Leben so vieler positiv verändern, wenn nicht sogar retten kann. Magnus MacFarlane-Barrow gilt heute als einer der "Top Heroes" der Welt (laut Time Magazin), wobei er wahrscheinlich auf diesen Titel keinen allzu großen Wert legen wird. Wohl aber darauf, weiterhin zum Helfen zu animieren und anderen Menschen ihre soziale Verantwortung bewusst zu machen.

Ein Buch für all jene, an denen das Leid der Welt nicht spurlos vorbei geht. Die sich vielleicht bereits damit auseinandersetzen oder aber auch noch nicht wissen wie. Beim Lesen springt ein Funken über: Tatkraft anstelle von Zaudern, Aufbruch, der den zögerlichen Stillstand ablöst. Mögen beim Lesen neue Ideen und Visionen entstehen und ebenso reiche Früchte tragen wie jene von Magnus MacFarlane-Barrow !

Zum Selberlesen und verschenken. Mit dem Kauf unterstützen Sie darüber hinaus Mary´s Meal.

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Eine Biographie über einen ?Schönwetterguru? und ?Sturmpropheten?

Ich habe die Wolken von oben und unten gesehen von Karl Gabl

Vor vielen Jahren saß ich in einem Lawinenkurs von Karl Gabl und schon damals beeindruckten mich sein Wissen, seine Erfahrenheit am Berg und seine Leidenschaft für den Alpinismus. Sein Resümee nach vielen eingebrachten Beispielen bereits damals: Selbst jahrzehntelange Erfahrung, umfangreiches Wissen, Können und große Vorsicht sind letztlich kein Garant für absolute Sicherheit in den Bergen.

Diese seine Worte begleiteten mich als ständige leise Mahnung, in den Bergen achtsam zu bleiben.

Auch in diesem Buch weist er auf die Schwierigkeit von Prognosen zu Vorgängen in der Natur hin und wird doch oder vielleicht auch gerade deshalb von vielen als "Wettergott" bezeichnet.
Karl Gabl, einer der bekanntesten Expeditions-Meteorologen, jahrzehntelanger Leiter der Wetterdienststelle in Innsbruck, geprüfter Berg- und Skiführer, erfahrener Bergsteiger und leidenschaftlicher Alpinist, schildert in diesem Buch Stationen seines mittlerweile bereits 70-jährigen Lebens. Dabei kann man als Leser nur über die Fülle und den Reichtum der gemachten Erfahrungen staunen.

Er erzählt in chronologischer Reihenfolge, mit den Kindheitserfahrungen beginnend und in insgesamt 20 Kapiteln von Klettererlebnissen, Erfahrungen am Berg und mit Bergsteigern, Schicksalsschlägen und Glücksmomenten.
Sein Buch liest sich leicht und locker, die großen Passagen kommen eher auf leisen Sohlen daher. So etwa, als er von einer vierköpfigen Familie berichtet, die sich im Herbst in den Südtiroler Bergen verirrt und erst im Frühjahr entdeckt wird ? eng umklammert, um der Kälte zu trotzen.
Solche Textstellen berühren sehr und bleiben im Gedächtnis.
So auch seine Ausführungen zum furchtbaren Lawinenunglück in Galtür: ?Es schien, als ob es nicht mehr zu schneien aufhören würde?. Es sind solche Sätze, die bei mir als Leserin sofort das Bild der zunächst herrlichen weißen Pracht in jenem Februar 1999 heraufbeschwören, nach tagelangem Schneefall aber auch der angespannten Stille und besorgten Blicke, der Unruhe und der Angst.

Anhand dieser und unzähliger anderer Ereignisse beschreibt Karl Gabl ein Stück Regionalge-schichte. Momente, die für viele von uns alltäglich (Föhntage im Inntal), spannend (WM Arlberg), aufwühlend (Lawienenabgang Jamtalhütte) oder auch einfach nur furchtbar waren (eben besagter Lawinenwinter 1999). Er bringt damit auf den Punkt, was für Menschen, die wir in den Alpen leben, so vertraut und dennoch so erschreckend ist: Das Leben und der Tod in den Bergen, sie gehören zusammen.

Dazwischen erzählt der Autor von Erlebnissen am Berg, in Südamerika, den Alpen, mit 66 Jahren schließlich auf einem Siebentausender in Nepal. Aber auch von persönlichen Verlusten und Schicksalsschlägen. Aufgelockert wird dieses Buch durch die vielen eingeschobenen und humorigen Beiträge von Berggefährten und Freunden Karl Gabls, wie etwa Simone Moro oder Ralf Dujmovits.

Was nach Lesen dieses Buches bleibt? Der Eindruck, dass wir Karl Gabl viel zu verdanken haben, insbesondere im Bereich der alpinen Meteorologie und der Unfallprävention in den Bergen.
Und: Karl Gabl scheint mit seinem Kopf und auch seinem Herz oft in sehr hohen Gefilden zu schweben, mit seinen beiden Füße steht er aber offenbar fest und sicher auf dem Boden und ist trotz seiner Verdienste doch ein sehr bescheidener Mensch geblieben.

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Besser Tiger als Schaf ? die facettenreiche Biographie eines Ausnahmebergsteigers

Besser Tiger als Schaf von John Porter

In diesem Buch folgen wir dem Lebensweg des Ausnahmebergsteigers, Juristen und Funktionärs beim BMC (British Mountaineering Council) Alex MacIntyre , der in seinem kurzen Leben von nur 28 Jahren mehr erlebt hat, als wahrscheinlich so mancher in seinem gesamten Leben.

In 380 Seiten lässt der Autor und Bergfreund John Porter das Bild eines sehr lebendigen, spontanen, eigensinnigen und von Leidenschaft geprägten Mannes wiederaufleben, der sich nicht nur in der britischen Bergszene, sondern auch international durch zahlreiche Erstbegehungen und waghalsige Kletterabenteurer einen Namen machte.

Gleichzeitig galt Alex MacIntyre als ?enfant terrible? der Bergsteigerszene: Mit seinem unangepassten und widersprüchlichen Verhalten polarisierte er Zeit seines Lebens, letztendlich wurde ihm sein Ehrgeiz und der Wunsch, ?der beste Bergsteiger der Welt zu werden? zum Verhängnis. Ein einzelner Stein löste sich an der Südwand der Annapurna und löschte das kurze, intensive Leben von Alex MacIntyre aus.

Der Autor John Porter beschreibt in 29 Kapiteln nicht nur den Werdegang von Alex MacIntyre, sondern wirft gleichzeitig auch einen Blick auf die Geschichte des britischen Bergsteigens in den 70er und 80er Jahren. Neben ausführlichen und pointierten Beschreibungen der Bergsteigerszene in Großbritannien, widmet sich der Autor immer wieder auch ethischen Fragen, die Bergsteiger bis heute beschäftigen: Wie weit soll Kommerz am Berg gehen? Wie weit soll der einzelne Bergsteiger zu einem Teil der ?Tourismusindustrie? verkommen?

Insgesamt ist das Buch recht interessant und kurzweilig zu lesen, einzelne Anekdoten über die wilden 70er Jahre regen zum Schmunzeln an. Dennoch ist es meines Erachtens aber weit davon entfernt, als eines der?spannendsten Bergbücher ever? bezeichnet zu werden, wie der Klappentext wirbt. Dafür versteht es mich als Leser streckenweise zu wenig zu packen, der Funke ist in vielen Kapiteln (etwa in jenen, in welchen über den BCM berichtet wird), nicht übergesprungen, so dass ich diese Seiten letztendlich überblätterte. Gerne hätte ich dafür noch mehr über den Menschen Alex MacIntyre erfahren, der trotz der zahlreichen und unterschiedlichen Facetten, die Porter aufzuzeigen versucht, dennoch blässlich bleibt ? und wenig greifbar.

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Informativer und lehrreicher Kunstführer

Kunstführer Tirol von Reinhard Rampold

Als an Kunst interessierte "Einheimische" habe ich mich sehr darüber gefreut, einen Tiroler Kunstführer geschenkt zu bekommen. Ich versprach mir von diesem einen kompetenten Begleiter für kleine und größere Ausflüge in der näheren Umgebung. Erhalten habe ich einen unglaublichen Reichtum an Wissen und Information, ein vielschichtiges Lexikon, zusammen getragen von ausgewiesenen Fachleuten, die sich teilweise schon seit Jahrzehnten mit der Kunstgeschichte Tirols beschäftigen.

Gegliedert nach Bezirken werden über 400 Kunstobjekte detailliert und ausführlich beschrieben, begleitet von wunderschönen, farbigen Bildern sowie Informationen zu Öffnungszeiten, Telefonnummern und Internetadressen.
Dieser Führer macht Lust darauf, die eigene Heimat und viele der im Buch beschriebenen Schätze wieder oder auch neu zu entdecken!

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Ein Nachschlagewerk für geschichtlich und kulturell Interessierte

Reiseführer Tirol von Anton Prock

Als "Einheimische" habe ich mich darauf gefreut, endlich einmal einen Reiseführer über meine Heimat in Händen zu halten und so vielleicht neue Anregungen für Ausflugsziele mit den Kids zu bekommen. Leider aber muss ich meinen Vorgängern Recht geben:

Auf über 360 Seiten und in sieben Kapiteln erfährt der kulturell und geschichtlich interessierte Leser sehr viel Wissenswertes zu wahrscheinlich jedem einzelnen der Tiroler Orte und Gemeinden.

Größere Städte wie etwa Kitzbühel werden auch ausgiebiger in so genannten Rundgängen vorgestellt, wobei die Gewichtung auch hierbei auf der Darstellung von Burgen, Kirchen, Schlössern und Ruinen beruht.

Was dabei beinahe völlig unter den Tisch fällt sind attraktive Ausflugsziele für Familien. Dies trotz des vielversprechenden Titels: "Alle Orte und Sehenswürdigkeiten mit Freizeittips". So wird - stellvertretend für viele andere tolle Erlebnisorte in Tirol - auf das "Hexenwasser" in Söll, "der" Attraktion für Tiroler Familien mit Kindern, in gerade einmal einem kurzen, trockenen Infoblock hingewiesen. Nach Lesen desselben verspürt man weder Lust noch Neugier auf dieses eigentlich doch wirklich sehr nette Bergerlebnis.

Auch auf viele tolle Wanderungen, etwa den Zirbenweg, wird in einem lieblos anmutenden grauen Infoblock hingewiesen. Nichts von der wilden Romantik dieser Wanderung, den uralten Baumbeständen und der Leichtigkeit der Tour.

Generell fällt auf, dass auch auf Angaben von Unterkünften, Einkehrmöglichkeiten, Empfehlungen zur Gastronomie, zu Festen und Feierlichkeiten weitgehend verzichtet wurde. Auch ein Anhang mit allen im Buch genannten Freizeittipps fehlt, so dass es nicht möglich ist, sich schnell zu einem bestimmten Ausflugsziel schlau zu machen - es sei denn, man googelt zunächst, in welchem Ort sich dieses Ziel befindet. Damit erscheint mir der Sinn dieses Reiseführers verfehlt.

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Ganz Europa auf der Flucht - Ein unglaublich trauriges, berührendes Buch zu einem aktuellen Thema!

Flucht von Glattauer Niki

E.T. heißt die Katze, "so wie in dem Film dieser Außerirdische, der mit diesem großen Telefon ins Weltall telefoniert, um Hilfe zu holen. Dann kommt ein Raumschiff und rettet ihn. Bei uns haben sie am Schluss nicht einmal mehr in die Nachbarwohnung telefonieren können".

So beginnt E.

T`s Erzählung über ein Europa, das im Chaos versinkt, in dem das Telefonnetz zusammenbricht, ebenso wie die Stromversorgung, so dass die Menschen schließlich komplett im Dunklen leben und der Kampf ums Überleben beginnt: Kein Strom, keine Heizung, kein fließendes Wasser, kein Benzin, keine Lebensmittel, keine Kommunikation, keine Schule. Schließlich bleibt nur mehr die Flucht.

E.T. darf mit, da Katzen ja bekanntlich sieben Leben haben und seine Besitzer (Vater, Mutter, Suzie und Daniel) "auf dem Meer weitere Leben noch gut gebrauchen können". Das hat der Vater "lustig gemeint, aber niemand hat gelacht". Für Katzenfutter ist kein Platz: "Wir nehmen nur mit, was wir unbedingt brauchen", bestimmt die Mutter.

Aus Sicht dieser Katze wird in Folge geschildert, wie eine Million Europäer die Boote entern, um über das Meer in Sicherheit zu gelangen. Völlig emotionslos schildert E.T., wie Ali stolpert und nicht mehr aufkommt, so dass 1 Million Menschen über ihn drüberlaufen. In dieser klaren, kindlich naiven Sprache kommentiert er auch die weiteren Tage an Bord. Er berichtet über die Wassergeister, die unter dem Boot lauern und bei jeder Welle zum Sprung ansetzen. Und von Suzie, die aus dem Boot fällt und deren Kopf zwischen den Schaumkronen tanzt, bevor die Eltern sie wieder an Bord ziehen können. In einfachen Worten bringt die Katze auch die Probleme und Ängste der Familie auf den Punkt: Wohin? Wo werden wir wohnen? Wie werden wir uns in einer fremden Sprache unterhalten können? Wie werden uns die Menschen verstehen?
"Sogar das Meer wartet auf eine Antwort. Dann sagt der Vater: ´Die Menschen werden euch verstehen - am Anfang mit dem Herzen´".

Dieses Buch ist für Kinder ab dem Schulalter geeignet, wobei es sich empfiehlt, dieses Buch gemeinsam zu lesen, um eventuell auftauchende Fragen direkt beantworten zu können. Da sowohl Text als auch Bilder sehr nahe gehen und eine Vielzahl an Emotionen auslösen können, ist es ratsam, sich bei diesem Buch viel Zeit zu lassen, um die Kinder auch in ihren auftauchenden Gefühlen achtsam zu begleiten.

Ein Buch, das man lesen sollte, gerade weil es verstört, Ängste weckt, Sicherheiten in Frage stellt. Denn es könnte "jeden von uns treffen. Jederzeit. Überall".

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Ein Kinderbuch über "K" und "T" in Groß und Klein

Krokonil und Tupfentiger von Gabriela Hoffmann

Dass dieses Kinderbuch anders als die meisten anderen Exemplare seiner Gattung ist, erkennt man schon am Titelbild: Text und Bild vermischen sich dort zu einem fröhlichen Miteinander. Dabei fällt es schwer, den Titel korrekt zu lesen, die teils groß, dann wieder kleiner werdenden und nach allen Seiten hin ausbrechenden Buchstaben als Teil des Inhaltes von jenem der Illustration klar abzugrenzen.

Es entsteht ein Sprach- und Bildersalat. Und dieser macht Lust auf mehr...

Die Geschichte selbst ist schnell erzählt: Ein kleines k und ein kleines t treffen sich am Spielplatz, beginnen sich zu streiten, weil das kleine k wirklich ewig schaukelt und dies das kleine t stört. Im "Normalfall" schmeißen sich die lieben Kleinen daraufhin womöglich die Schaufeln um die Ohren, in diesem Buch sind es herrlich verdrehte Wortfindungen und Buchstaben, die nicht unbedingt Sinn ergeben, darum aber nicht minder amüsant sind. Natürlich vertragen sich die beiden Streithähne letztendlich doch wieder, um mit einer "Buchstabenkindergruppe" zu spielen, "Schokotorte" zu essen und von zukünftigen Unternehmungen wie "Kochtopftrommeln" zu träumen - das kleine "k" und "t" wieder glücklich vereint.

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Österreichische Kinderlyrik einmal anders!

Krokonil und Tupfentiger von Gabriela Hoffmann

Elisabeth Schawerda entführt uns in diesem wunderschön bebilderten Kinderbuch in die Welt der Farben. Mit sehr viel Sprachwitz und melodischen Reimen werden dabei die einzelnen Farben vorgestellt: "Es ist wie Weite, Luft und Licht. Kühl wie blau ist es doch nicht. Wunderschön ist Türkis".

Eine bezaubernde Art und Weise, um Kindern nicht nur Sprache und Lesen, sondern auch die Poesie näher zu bringen, die zum Nachdenken, Nachhaken und zu Phantasiereisen anregt.

Beeindruckend sind auch die Illustrationen von Helga Bansch, in denen es so vieles, auch an Surrealem, zu entdecken gibt!
Es braucht nicht immer eine Reise, oft reicht ein wunderbares Buch für Luftsprünge und Gedankenspaziergänge ;-)

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