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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von csac:

Ein tierisch-kulinarisches ABC-Buch

Die Kürbiskatze kocht Kirschkompott von Elisabeth Steinkellner

"Akrobatische Affen haben abends um acht Appetit auf Apfelmus mit Ananas", so beginnt dieses etwas andere ABC-Buch, das nicht nur Schreibanfänger faszinieren wird. Collagenartige Bilder von Tieren, die den ausgefallensten kulinarischen Gelüsten (Chips aus der Tüte nur heimlich, X-trawurst lehnen alle ab) nachgehen, begleiten diese skurillen Texte.

Meiner sieben Jahre alten Tochter hat es gefallen, ich (Mutter) hatte ein paar nette Schmunzelmomente und war vor allem von den Bildern angetan. Insgesamt erscheint mir das Buch eher anspruchsvoll und sowohl aufgrund der Wortwahl als auch der Illustrationen v.a. für schon geübtere LeserInnen geeignet. Beim Vorlesen besteht stellenweise Zungenbrecheralarm. Daher ein Punkt Abzug.

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Wundersames "Träume-Buch" für große und kleine Träumer

Wir träumen uns ein Land von Georg Bydlinski

"Gib mir deine Hand, wir träumen uns ein Land", heißt eines der Kurztexte zu wundersam magischen und anrührenden Illustrationen. Dazwischen zwölf kurze fantastisch-träumerische Geschichten vom "Hinzel-Henzel-Hunzelmann", den "Streithasen", vom "Herrn Gump und dem Glück", und, und, und.

..Meiner Tochter (Grundschule) haben die Geschichten wahnsinnig gut gefallen, die zum Nachdenken und Austausch anregen. Unser älteste Sohn (zehn Jahre) fand die Erzählungen merkwürdig skurril, konnte aber auch nicht von ihnen lassen. Ich selbst (Mutter) fühlte mich bereits durch die Illustrationen sehr angesprochen, verzaubert und in eine andere Welt versetzt. Das Vorlesen verstärkte diesen Eindruck noch.

Faszit: Ein wunderbares Büchlein für die ruhigere Zeit im Jahr, zum Lesen, Betrachten und einfach nur zum Staunen!

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Ein Buch, das Lust am Lesen, am Schreiben und an Sprache generell vermittelt und die Phantasie anregt

Neue Lese-Rezepte von Maria-Theresia Rössler; Gudrun Sulzenbacher

Dieses Buch begeistert mich. Eigentlich wendet es sich ja an Bibliothekare oder Lehrer, ich denke aber, es könnte für alle interessant sein, die Kindern Freude am Lesen, an Büchern, an Sprache und Literatur vermitteln wollen. In insgesamt 27 "Rezepten" stellen die beiden Autorinnen Schritt für Schritt Methoden und Projekte vor, durch welche Kindern (vorwiegend ab dem Grundschulalter, adaptiert aber sicher auch schon ab dem Vorschulalter nutzbar) zur Auseinandersetzung mit der Materie "Buch" animiert werden.

Alle Vorschläge wurden von den Autorinnen bereits erprobt, zahlreiche Bilder untermauern dabei den Fun-Faktor dieser Experimente.

Dabei erfolgt der Zugang auf mehreren Ebenen: Neben den Schlüsselkompetenzen wie Lesen, Hören, Sprechen, Schreiben, erfolgt die Auseinandersetzung mit den Büchern etwa auch visuell (Bilder lesen lernen), so z.B. über Galerien, in denen Bilder aus Bücher ausgestellt und in einem spannenden Forschungsprozess und Detektivarbeit den einzelnen Büchern wieder zugeordnet werden sollen. Da werden Inszenierungen und Rituale im Umgang mit Büchern erprobt, Lieder zu Texten gefunden und vertont, einzelne Elemente nachgebastelt (etwa ein "Wutdrache"), und, und , und...

Dieses Buch macht Lust, selbst mal eine Schreibwerkstatt oder ein Leseprojekt mit Kindern durchzuführen - mit diesen genauen Anleitungen kann dabei gar nichts mehr schief gehen. Es macht Lust, mit Kindern zu experimentieren, Bilder als Ausgang für Entdeckungsreisen zu nutzen und Sachbücher als Aufbruch in neue phantasievolle Welten zu betrachten. Es macht Sinn. Und es sollte Pflichtlektüre für Deutschlehrer, Bibliothekare und allen Menschen sein sollte, die kreativ mit Kindern arbeiten und mal aus dem "Alltagsgrau" ausbrechen möchten.

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Inspirierendes Büchlein über Ethik, christliche Werte und Solidarität

Herzschrittmacher von Schärmer Georg

Ich habe dieses mit 115 Seiten relativ dünne Büchlein geschenkt bekommen, aber schnell gemerkt, dass es trotz seiner geringen Seitenanzahl sehr reich an Inhalt und Tiefe ist und nicht schnell "verschlungen" werden kann. Dabei ginge zu viel verloren. Daher ist es gut, dass das Buch in viele kurze Kapitel unterteilt ist, eine Geschichte meist kaum länger als eine Seite ist.

So ist es gut möglich, das Buch immer wieder zur Seite zu legen, innezuhalten, nachzudenken über das Gelesene oder es auch einfach ganz spontan nach Gutdünken zu öffnen und sich von den zufällig aufgeschlagenen Gedanken überraschen zu lassen.

Es ist, wie Georg Schärmer beschreibt, ein Buch für Menschen mit "Herz-Augen, die das Wesentliche sehen und sehen wollen. Unter Umständen aber auch ein Anstoß, dem Herzen Beine zu machen". Der Autor berichtet in einer unglaublich schönen, methaphernreichen Sprache von kurzen Begebenheiten, die zum Nachdenken anregen, Mut machen und berühren. Er erzählt von jungen Männern, die spontane Hilfsaufrufe an Freunde über das soziale Netzwerk starten, um ein Hungerprojekt in Afrika zu unterstützen. Von Menschen, die sich einlassen auf die Hilfsbedürftigkeit Anderer, für die Wegschauen und Vorbeigehen nicht der richtige Weg ist, ganz im Sinne von "Der Zufriedene hat immer etwas für Andere ,übrig`".
Immer wieder nimmt Herr Schärmer dabei auch auf die aktuelle Lage Bezug, angesichts der Flüchtlingskrise und der politischen Lage in Österreich erscheinen Gedanken zur Solidarität und Zuwendung notwendiger denn je.

Er läd ein, achtsam zu bleiben, für sich, seine Umwelt und das Leben generell, immer wieder einmal inne zu halten und sich zu fragen: Was tue ich? Was berührt mich? Was gibt meinem Leben Sinn?, und gibt dem Leser dabei auf unaufdringliche Art und Weise eine Art Kompass und Richtungsweiser in die Hand.

In diesem Sinne ist Georg Schärmers kostbares Büchlein wohl richtig für all jene, die sich auf Spurensuche begeben wollen, die ihren inneren Kompass fein nach adjustieren oder neu ausrichten wollen oder aber auch ganz einfach für Leser, die Momente der Besinnung und Rückbesinnung erleben wollen.

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Stubai: Heimat, bist du schöner Berge und Täler!

Herzschrittmacher von Schärmer Georg

Der Autor, Fotograf, Bergführer, Kletterer und Slackliner Heinz Zak hat es auch mit diesem Buch: "Stubai, die Berge und das Tal" geschafft, dem Leser unglaublich atemberaubende Eindrücke der heimischen Bergwelt zu vermitteln. Dabei sprechen schon die wunderschönen Bilder für sich, aufgenommen aus teilweise sehr ungewohnten Perspektiven (etwa beim Abseilen in eine Gletscherspalte entstanden) und lassen den Leser staunend und überwältigt zurück.

Das Buch selbst ist in mehrere Kapitel unterteilt und erforscht dabei nicht nur die Höhen sondern auch die Täler des Stubai und dessen Bewohner. So erfährt man so manches über die Besiedelung, über Menschen, die dieses Tal prägen und von ihm geprägt wurden, wie etwa von Roman Pfurtscheller, der selbst noch mit 79 Jahren die steilen Wiesen vor seinem Haus in Neustift mäht.
Beindruckend auch die Fotostrecke zu den Lärchenwäldern in Vergör und auf den Eulenwiesen. Obwohl ich selbst mit der Familie schon mehrmals dort war, laden alleine diese Bilder zu einem neuerlichen Besuch ein, neue spannende Einblicke garantiert.

Auch dem Element Wasser kommt in diesem Bildband eine tragende Bedeutung zu: Neben versteckten Bergseen wie den Rinnensee, den Mutterberger See oder den kleineren Seen unter der Mairspitze wird insbesondere dem Grawa Wassefall ein eigenes Kapitel gewidmet - mit Recht.

Daneben geht der Autor auch auf klassische Höhenwege wie den Stubaier Höhenweg oder herausragende Gipfelziele wie etwa das Zuckerhütl ein: Während er einen Überblick über die einzelnen Etappen gewährt und dabei auch persönliche Erlebnisse mit einfließen lässt, untermauern auch hier wunderschöne Bilder das Geschriebene. Dennoch muss ich an dieser Stelle anführen, dass Heinz Zaks Buch nicht mit einer Wanderführrer verwechselt werden darf. Dieses Buch gibt Anregungen und macht Lust auf das Ent-, oder Wiederentdecken des Stubai; es ersetzt aber nicht den klassischen Wanderführer.

Neben Wandertouren schreibt der Kletterer Heinz Zak auch von den wunderbaren Möglichkeiten, das Stubai über den Fels zu erkunden und berichtet etwa von Touren in den Kalkkögeln und Klettersteigen von Elferkogel bis zur Ochsenwand.

Beeindruckend auch seine Schilderung einer Highline zwischen Illmturm und der senkrechten Westwand der Illmspitze, die dazu gehörenden Bilder lassen einem selbst im Wohnzimmer den Atem stocken.
Last but not least berichtet der Autor von Winterüberschreitungen der Kalkkögel, von Skitouren im Gebiet der Franz-Senn-Hütte und Pulverschnee bei Abfahrten von den Daunkögeln.

Insgesamt ist dieses Buch für aktive und passive Natur- und Bergliebhaber, die einen Moment innehalten und sozusagen von der Coach aus in das "Erleben Berg" eintauchen möchten. Für jene, die es - angeregt durch die Landschaftsimpressionen und Actionfotos - dann doch ins Freie lockt, bietet Heinz Zack eine Fülle an Anregungen für mögliche Touren, Wanderungen und Outdoorerlebnisse zu jeder Jahreszeit im Stubai, denn das Schöne liegt oft so nahe!

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Der Sekundenschlaf der Ewigkeit: Schafe in Tirol

Schafe in Tirol von Susanne Schaber

Wenig Tiere prägen wohl so sehr das Bild unserer Alpen wie jene, die hier in einem ungewöhnlichen Buch in den Mittelpunkt gesetzt werden: die Tiroler Schafe. Wohl kaum eine Wandertour, bei der sie nicht zugegen, wohl kaum ein Gipfelerlebnis, ohne die braunen, grauen oder auch gescheckten Punkte in der Ferne.

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an diese widerstandsfähigen, genügsamen und ausdauernden Tiere, die ohne ihre Herde verloren sind.

Der einleitende Essay der in Innsbruck geborenen Susanne Schaber erzählt über die Geschichte der Schafshaltung in Tirol, der Verwobenheit von Mensch und Tier, die sich auch im Tiroler Brauchtum widerspiegelt, von SchäferInnen, Hirten und Hirtinnen und gibt einen interessanten Einblick in eine für mich bisher relativ unbeachtete Materie.

Im Anschluss untermauern analoge Schwarz-Weiß-Fotografien des Fotografen Thomas Stoffaneller die Thematik Schafe, Schaftrieb, Schafzucht, Schafausstellungen, Produkte, Mensch und Tier. Wie bereits in einigen vorangehenden Rezensionen angeführt, ist es etwas irritierend, dass sich Erklärungen zu den einzelnen Bildern erst Seiten später finden. Auch die Schwarz-Weiß-Fotografien mögen für manche Leser in ihrer Melancholie und zeitweisen Düsterheit gewöhnungsbedürftig sein, entbehren aber nicht eines gewissen Charmes und ihres ganz eigenen Zaubers.

Last but not least komme auch ich nicht umhin, den Einband aus Schafswolle hervorzuheben, der es meinen Kindern sofort angetan hatte: Während unser Sohn das Buch nicht mehr aus den Händen geben wollte ("so fein, so kuschelig zum Halten"), fühlte sich unsere Tochter zum Durchblättern der Seiten eingeladen. Letztendlich hielt sie dann in der Schule ein Referat über die Tiroler Schafe, wobei dieses Buch als Wissensspender, Ansichtsmaterial und Inspirationsquelle diente. Mäh ;-)

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Wunderschöner Bildband über das Wesen des Almlebens früher und heute in Österreich

Schafe in Tirol von Susanne Schaber

Dieses Buch ist ein kleines Stück Kulturgeschichte, es erzählt von teilweise alten Traditionen und regionalen Besonderheiten, vom Reichtum und der Vielfalt des Lebens auf der Alm.

Es gelang der Autorin Susanne Schaber in wunderschönen, einfühlsamen Texten aufzuzeigen, wie sehr Almen ein Teil der österreichischen Identität sind.

Dabei sind ihre Begegnungen mit Menschen und Almen höchst unterschiedlich: Neben Dichtern und Hirten, lassen auch Gespräche mit einer Kräuterpädagogin, einem Bauern oder einen Volkskundler erahnen, welche Bedeutung Almen für uns haben (sollten) und auf welch vielfältige Art und Weise Menschen von dieser Landschaft geprägt werden können.

Die einzelnen Kapiteln geben dabei unterschiedliche Einblicke ins Alm-Leben, sei es ins Tagwerk eines Hirten ("Zu Besuch bei Bodo Hell auf der Grafenbergalm im Dachsteingebiet), in den Schaftrieb vom Schnalstal hinüber ins Ötztal, bei dem rund 3500 Schafe in teils abenteuerlichen Wanderungen über die Pässe getrieben werden ("Hooo-hoi, leck, leck), in Almsagen ("Wenn der Hochkönig grollt") oder in das traditionelle und bodenständige Wirtschaften auf der Alm, fernab von jedem Kitsch und Klischee ("Fritz Schrempf - Zwischen damals und heute das nachhaltige Wirtschaften auf der Alm"). Interessant auch Susanne Türtscher, die als 'Kräuterhexe' auf der Alpe Klesenza in Vorarlberg Einsichten ins Kräuterwissen vermittelt, Friedl Geisler, der mit dem Krimmler Tauernhaus den einzigen Bauernhof auf dem Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern betreibt oder Hans-Jörg Aschbacher, der im Kärtner Karlbad, einem alten Bauernbad, Kurgäste auf der Alm empfängt.

Begleitet werden diese Einblicke und Ausblicke ins Almleben von wunderschönen Bildern des Fotografen Herbert Raffalt. Im Gegensatz zu so mancher vorangehenden Rezension empfinde ich diese Illustrationen als sehr gelungen und authentisch: Sie zeigen Almen und Alm-Menschen bei jeder Witterung und zu jeder Jahreszeit und spiegeln dadurch die Vielfalt und Wandelbarkeit dieses Lebensraumes wider bzw. untermauern auf wunderbare Art und Weise die Aussagen der beschriebenen Personen.

Ein zweiter Teil des Buches gibt in "Hundert Almtipps, oder: Die Qual der Wahl' Kurzinformationen über Almen in den einzelnen österreichischen Bundesländern. Kurz und prägnant werden darin Besonderheiten der jeweiligen Almen, deren Lage und Erreichbarkeit beschrieben.

Nichtsdestotrotz sollte dieses Buch nicht mit einem klassichen Wander- und Almführer verwechselt werden. Vielmehr dient es als Anregung für nächste Wandertouren und mögliche Ziele, vor allem aber dazu, Augen und Ohren zu spitzen und mit den Hüttenbewohner ins Gespräch zu kommen. Es könnten sich Einblicke in ganz neue, bisher unbekannte Lebenswelten ergeben!

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Nives Meroi: Ein Bergsteigerbuch der besonders (langsamen) Art

Ich werde dich nicht warten lassen von Nives Meroi

Nives Meroi, eine der besten Höhenbergsteigerinnen der Welt, schildert in ihrem Buch ihren Weg zu ihrem zwölften Achttausender, den 8586m hohen Kangchendzönga. Drei Anläufe benötigt die Autorin letztendlich, um den Gipfel auch tatsächlich zu erreichen, der Weg dorthin, beschwerlich und gezeichnet von Krankheit und körperlicher Schwäche ihres Mannes und Seilgefährtens Romano Benet.

Trotz der Favoritenrolle, die Nives Meroi im Kampf um den Titel" erste Frau auf allen 14 Achttausendern" innehat, zögert sie keinen Moment, auf eben diesen zu verzichten und ihren sich krank fühlenden Ehemann beim ersten Versuch vom Berg hinab zu begleiten. Was folgen sind Jahre der Entsagung, der Angst und der Krankheit, bis das Ehepaar allen Prognosen zum Trotz wieder am Fuße des Kangchendzönga steht. Doch auch der zweite Versuch ist zum Scheitern verurteilt: Zusammen mit zwei Bergsteigerkollegen wollen sie den Gipfel erreichen, versteigen sich aber und werden so zum Aufgeben gezwungen.
Einige Monate und eine Hüftprothese (Romano) später wagen sich die beiden ein drittes Mal an den Kangchendzönga, den sie nach fünf Jahren als Paar vereint doch noch erobern.

Insgesamt erschien mir das Buch sehr langatmig. Bewundernswert das Ehepaar, das nicht aufgab und allen Tücken zum Trotz sein Ziel nicht aus den Augen verlor - als Leser tat ich mir da etwas schwerer. Vielleicht wäre das Buch für mich etwas Packender gewesen, hätte ich mehr über die Gefühle und Empfindungen der Autorin im Umgang mit diesen Schicksalsschlägen erfahren. Doch die damit einhergehenden Schilderungen bleiben an der Oberfläche und lösen damit auch keine tiefergehenden Emotionen bei mir aus.
Auch die Besteigungsversuche selbst werden auf undramatische, eher "leise" Art und Weise erzählt, was auf manchen Leser sehr angenehm und wohltuend wirken mag, mir war es schlichtweg zu langweilig.

Last but not least noch ein Wort zu Merois Kritik am Massenalpinismus. Sie prangert den Höhentourismus an, das Ersteigen der Achttausender mit Flaschensauerstoff und macht sich gleichzeitig für einen "reinen, puren Alpinismus" by fair means stark. Wie bei einigen anderen Büchern dieses Gebietes auch frage ich mich, welchen Sinn diese ständigen Vergleiche mit anderen Bergsteigern und deren Entwertung haben sollen. Ist es wirklich notwendig, die Leistung andere herabzuwürdigen, um sich selbst dadurch in ein scheinbar besseres Licht zu rücken? "Wenn man einen Achttausender mit zusätzlichem Sauerstoff bestiegen hat, kann man dann behaupten, bis zum Gipfel gekommen zu sein?" (Meroi. 2016, 51) fragt die Autorin. Als Leserin kann ich dazu nur mehr irritiert und genervt mit dem Kopf schütteln. Freut Euch doch, es gesund bis nach oben geschafft zu haben und heil nach Hause gekehrt zu sein und lasst doch die anderen ihren eigenen Weg finden, wie auch immer der aussehen mag, ohne permanent den Drang zu verspüren, deren Leistung zu schmälern!, möchte ich ihnen in solchen Momenten am liebsten zurufen. Gerade dieses Verhalten widerspricht für mich auch ein Stück weit der im Buch propagierten Gelassenheit und dem philosophischen Blickwinkel auf das Bergerleben. Letztendlich geht es offenbar ja doch nur wieder um das "Schneller, höher, stärker".

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