Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Berührend
Fäden des Glücks von Marit Warncke
Den Roman, Fäden des Glück von der Näh – Queen Marit Warncke. Ich habe mir den Roman ausgesucht, weil eine Nähmaschine auf dem Cover ist.
Carla hat in einer Kleinstadt in der ehemaligen DDR von ihrem Vater ein Gut geerbt.Bis vor dreizehn Jahren machte die Familie jedes Jahr Urlaub auf dem Gut.
Sie hatte sich in den Nachbarsohn Rasmus verliebt.
Aber dann kam es zu einem Krach und die Mutter führ mit ihr holter die Polter zurück.Jetzt kommt sie zurück, weil sie das Anwesen renovieren und verkaufen will.
Rasmus kommt ihr wieder Nahe und hilft ihr das Haus zu erhalten.
Dann findet sie ein Tagebuch der früheren Besitzerin von 1943.
Die Autorin hat diese Geschichte nett geschrieben.
Gut, Rasmus Entscheidungen konnte ich nicht immer folgen.
Aber sie hat gut geschildert, wie Carla das Haus retten will.
Am Ende gibt es dann noch eine Nähanleitung.
Rezensionen von Chrystally:
Paul schreibt seine eigene Geschichte
Paul bekommt kein Kätzchen von Bernhard Hoëcker; Eva von Mühlenfels
Ach, Paul! Ein Kind wie jedes andere: fröhlich, neugierig, kreativ – und mit einem eigenen Kopf voller Ideen, die meist dem zuwiderlaufen, was sich die Erwachsenen vorstellen, in diesem Fall dem Erzähler von Pauls Geschichte. Paul soll aufstehen, frühstücken und dann mit einem Karton zum Zoohandel gehen, um sein Kätzchen abzuholen.
Aber Paul hat andere Pläne, und erklärt dem Erzähler auch geduldig, warum er es eben anders macht. Und der wiederum begleitet Paul, ebenso geduldig, wie ein wohlwollender Elternteil durch seine ganz eigene Geschichte – lässt ihn sich ausprobieren, unkonventionell sein, Spaß haben. Am Schluss stellt Paul - ohne Vorhaltungen! - fest, dass (ganz manchmal) die Erwachsenen doch auch Recht haben. Und der Erzähler, dass Kinder manchmal die interessanteren Geschichten schreiben.
Ich liebe Paul. Und sein „Kätzchen“. Und ich liebe den Erzähler, bei dessen Text ich immer Bernhard Hoeckers Stimme im Kopf hatte. Und ich liebe die Bilder – bunt, lebendig, ungezwungen, ausdrucksstarke Figuren. Und ich liebe die warme, herzliche, liebevolle Atmosphäre, die das Buch entstehen lässt. Ermutigend für Kinder, inspirierend für Eltern. Großartiges Buch!
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Salto
Salto von Kurt Prödel
"Salto" von Kurt Prödel ist in der Hörbuchfassung von Lukas von Horbatschewsky gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme des Sprechers kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören, Betonungen kamen gut heraus und auch verschiedene Charaktere waren durch eine gute modulierte Stimmführung erkennbar.
Protagonist Marko ist ein sehr nahbarer Charakter, dessen Lebensrealität von Widrigkeiten geprägt ist. Als Leser:in begleitet man Marko durch den Abschluss der Abiturphase und den Beginn des Studiums. Aufgrund fehlender Zusagen in Ungarn - eine Hürde für eine Person, die mit Armut aufwächst. Dabei schafft es Prödel hervorragend die Schwierigkeiten des Identitätfindens und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben im Rahmen der späten Adoleszenz zu beschreiben.
Sowohl bei Marko, als auch bei seiner (Ex-)Freundin Claire kommt es im Handlungsverlauf zu medizinischen Schicksalsschlägen, so dass auch auf dieser Ebene eine Auseinandersetzung stattfindet. Die Schwierigkeiten sich im eigenen eigenenständigen Leben zu navigieren, sich Sorgen um seine Liebsten zu machen und dabei selbst Einschränkungen zu erfahren sind in diesem Coming-of-Age-Roman gut dargestellt.
Die Stimmung des Buches ist meist düster ohne dabei zu deprimierend zu sein. Schwierigkeiten gehören zum Leben dazu und werden in diesem Buch ohne Stigma geschildert.
Insgesamt habe ich eine gute Zeit mit diesem Buch gehabt, zwischendurch gab es einige inhaltliche Längen, dennoch haben mir die Aufmachung und Thematik hervorragend gefallen.
Rezensionen von jori1020:
Eine Entscheidung, drei Leben
Die Namen von Florence Knapp
Die Ausgangsidee von 'Die Namen', dem Debütroman von Florence Knapp, ist ebenso originell wie faszinierend. Im Zentrum steht Cora, die ihr neugeborenes Kind beim Amt anmelden möchte. Eigentlich scheint alles vorgezeichnet: Der Junge soll, der Familientradition folgend, den Namen seines Vaters Gordon tragen.
Doch Cora zögert - zu belastet ist die Ehe, die von häuslicher Gewalt und Unterdrückung geprägt ist.
Der Roman entfaltet sich in drei unterschiedlichen Erzählsträngen und zeigt drei mögliche Lebensverläufe, die sich aus Coras unterschiedlichen (Namens-)Entscheidung ergeben. Damit wird eindrucksvoll vor Augen geführt, wie weitreichend selbst ein scheinbar kleiner Moment sein kann und welche Konsequenzen eine einzige Wahl für ein ganzes Leben haben kann.
Thematisch ist das Buch breit aufgestellt, im Zentrum steht jedoch die Auseinandersetzung mit häuslicher Gewalt und ihren Auswirkungen auf eine Familie. Diese werden teils sehr direkt und schonungslos beschrieben, sodass die Lektüre stellenweise durchaus belastend sein kann. Eine Triggerwarnung wäre hier nicht unangebracht. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, diese Themen in einer eigenen Sprache zu vermitteln, die zwischen nüchterner Distanz und eindringlicher Detailgenauigkeit wechselt.
Durch die Vielzahl an Themen und die parallelen Handlungsstränge wirkt der Roman an manchen Stellen etwas überladen. Auch die Orientierung fällt nicht immer leicht, da in den verschiedenen Versionen oft dieselben Figuren auftreten. Das macht das Lesen stellenweise etwas anspruchsvoll.
Dennoch hat mich das Buch insgesamt sehr berührt. Die zugrunde liegende Idee ist stark, und viele Szenen entfalten eine große emotionale Wirkung. Für mich bleibt 'Die Namen' trotz kleinerer Schwächen eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von readpassion9:
packender Agententhriller
Dunkelmann von Lars Findsen; Jacob Weinreich
In "Dunkelmann" ermitteln Maja Birk und Daniel Hartmann in ihrem ersten Fall. Nachdem Maja von ihrem letzten Einsatz verletzt zurück kam wird sie schneller als erwartet wieder gebraucht. In Kopenhagen wird eine Delegation aus China erwartet, ein Teilnehmer reist unter einer falschen Identität, was den dänischen Geheimdienst aufhorchen lässt.
Und das zu Recht, denn viel zu schnell wird es für Maja brandgefährlich.
Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, das Setting ist düster. Man lernt die Figuren kennen, sowohl Maja als auch Daniel haben private Probleme mit ihren Partnern. Was zum großen Teil daran liegt, dass sie über ihren Beruf, ihre Einsätze nicht sprechen dürfen. Klar dass diese Geheimnisse eine Beziehung belasten.
Der Plot beginnt und endet spannend, in der Mitte gibt es Längen, die Beziehungsprobleme nehmen für mich einen zu großen Raum ein. Spannend fand ich den Einblick in die Geheimdiensttätigkeit und wie die Agenten agieren.
Insgesamt ist es ein solider Thriller und toller Einstieg in eine neue Reihe, ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Claudia H.:
Rastlos
Der Wunschbaum im Neonregen von Julia Dankers
Worum es geht:
Loona ist unglücklich und leider nicht dazu imstande, über ihre Probleme zu reden. Sie läuft lieber davon, hinein in die Nächte Hamburgs und versinkt dort mit ihrem Kumpel Nick. Ihre Lebensgefährtin Larissa kommt deswegen häufig um vor Sorge, da sie nie weiß, wann Loona nach Hause kommt und wo sie sich rumtreibt.
Als dann eines Tages eine Polizistin vor ihrer Tür steht, wird das die Leben aller Beteiligten ganz schön auf den Kopf stellen.
Mein Fazit:
Man ist gleich mitten drin in der Story, so mag ich das immer gerne. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten erzählt. Loona hat wirklich massive Probleme und wir erfahren, wie sie alle um sich herum mit sich reißt. Irgendwann muss auch sie sich dennoch den Tatsachen stellen, sodass sie hier eine interessante Entwicklung durchmacht. Die Story ist spannend geschrieben. Manchmal wird mir hier allerdings zu viel erzählt, was die Story aber gar nicht weiterbringt. Nicht jeder Gedanke der Protagonisten ist auch erzählenswert und für mich manchmal auch nicht so ganz nachvollziehbar. Auch hierfür gibt es jedoch Liebhaber, die hier voll auf ihre Kosten kommen. Ich habe manchmal einfach quergelesen, was ich nicht weiter schlimm fand. Die Themen, die hier behandelt werden, sind schon was ganz Neues.
Deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung und ich vergebe 4 Sterne.
Rezensionen von brauneye29:
Tolles Buch
Darkly von Marisha Pessl
Zum Inhalt:
Dia würde alles dafür tun, das begehrte Praktikum an der Louisiana-Veda-Foundation zu bekommen, denn sie ist von Veda und deren genialen Darkly-Spielen total begeistert. Als sie mit sechs weiteren Praktikanten auf die abgelegene Insel des Veda-Imperiums gebracht worden ist, wird schnell klar, dass sie sich in einem Spiel um Leben oder Tod befindet.
Meine Meinung:
Mich hatte das Cover schon magisch angezogen und der Klappentext lässt echt auch auf ein gutes Buch hoffen und die Hoffnung wurde auch nicht enttäuscht. Ich habe zwischenzeitlich völlig vergessen, dass es eigentlich ein Buch für eine jüngere Leserschaft ist, weil das Buch gut geschrieben und auch sehr gut gelesen wurde. Die Story ist spannend, fantasievoll und die Protagonisten sind gut beschrieben. Man kann auch selbst immer miträtseln, was den Reiz eines Buches natürlich erhöht, weil es eben immer wieder neue Entwicklungen gibt. Insgesamt ein Buch, dass mir richtig gut gefallen hat.
Fazit:
Tolles Buch
Rezensionen von brauneye29:
Spannend
Die geheime Grotte von Garda von Isabella Archan
Zum Inhalt:
Eigentlich wollte Edwina nach dem geklärten Fall ein paar unbeschwerte Tage am Gardasee genießen und die aufgestaute Wut in den Griff bekommen. Doch dann beobachtet sie wie ein kleiner Junge bedroht wird. Sie hilft ihm, aber er weigert sich mit ihr zu sprechen. Während sie durch den Ort laufen, erfährt sie nur wenig über ihn, aber wenigstens seinen Namen.
Und sie spürt eine Gefahr für den Jungen.
Meine Meinung:
Wenn ich Romane sehe, die am Gardasee spielen, muss ich die förmlich lesen, da geht kein Weg weg dran vorbei. Und hier hat sich das durchaus gelohnt. Neben den wirklich guten Umgebungsbeschreibungen wird ein wirklich spannender Krimi erzählt, bei dem Edwina natürlich auch mit reingezogen wird. Und es kommt wie es kommen muss, bei den Recherchen wird es immer gefährlicher. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich habe die Lektüre genossen.
Fazit:
Spannend
Rezensionen von ytheyrr:
Nostalgie
You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees
You and Me – Die zweite erste Liebe von Rees und Lloyd ist eine schöne Geschichte die für nostalgische Gefühle sorgt.
Adam und Jules sind seit über 30 Jahren ein Paar. Doch nach Jahrzehnten der Ehe ist der Funke im Alltagstrott zwischen Kind, Karriere und Routine fast erloschen. Als sie beim Ausmisten auf ihre alten Mixtapes stoßen, geschieht das Unfassbare: Die Musik katapultiert sie zurück in die Vergangenheit, direkt in die Momente ihres Kennenlernens Ende der 80er Jahre.
Die Mixtapes dienen als eine Art Zeitmaschine, und die Geschichte weckt Erinnerungen and Früher. Die Geschichte verbirgt viele Emotionen und die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Es gibt auch einige humorvolle Stellen, sodass die gesamte Sprache sehr locker wirkt.
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Das Schreibstil ist flüssig und angenehm.
Insgesamt ein schönes Buch die ich empfehlen kann.
Rezensionen von nessabo:
Interessante Ausgangslage, aber zu nüchtern-distanziert weitergedacht
Toyboy von Jonas Theresia
Das Debüt von Jonas Theresia hat mich stark an ähnliche Bücher junger, männlicher, politisch links anmutender Männer erinnert (zuletzt bspw. an „Super einsam“). Und sie eint leider alle etwas, das ich in Büchern einfach nicht so gern mag - eine nüchterne Erzählweise mit emotionaler Distanz und skurril-trippigen Elementen.
Das ist mir auch bei diesem Werk wieder zum Verhängnis geworden, sodass ich ziemlich lange und mit großen Pausen an ihm gelesen habe. Ich konnte einfach keine Verbindung zum Protagonisten herstellen. In manchen Szenen blitzte seine Emotionalität auf, aber viel zu schnell härtete der Charakter sich wieder ab.
Dabei gab es auf dem Klappentext durchaus Elemente, die mich sehr interessiert haben. Die 6arbeitskomponente bei Männern spricht mich an und die wackelnde Beziehung zum jüngeren, sozial abgeschotteten Bruder hätte viel Potenzial gehabt, mich emotional zu ergreifen. Aber beides wurde für mich nicht zufriedenstellend umgesetzt. Der Job wirkte ziemlich fad und irgendwie irrelevant, die Beziehung ging mir nur selten unter die Haut. Levins Unsicherheit im Umgang mit seinem Bruder Gregor hat mich manchmal wirklich berührt, aber insgesamt einfach zu selten.
Und ich muss ehrlich sagen, dass diese Art Erzählung beginnt mich etwas zu langweilen. Warum bleibt es so oberflächlich, warum wird mehr Wert auf eine ziemlich trippige, weirde Szene am Ende gelegt als auf den emotionalen Ausbau des Protagonisten? Mich hat die Geschichte somit leider mehr deprimiert als berührt oder unterhalten.
2,5 Sterne











