Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Willia:
Eine Hommage an die Kreativität
Big Magic von Gilbert Elizabeth
Bevor ich mit dem Buch begonnen habe, hatte ich die Vorstellung, dass es mich in meiner Denkweise beeinflussen könnte und etwas verändert. Gut, die Erwartungen waren somit sehr hoch, aber ich bin auch sicher gewesen, dass mir Liz Gilbert etwas im Leben mitgeben könnte. Schließlich hat sie auch schon viel erlebt.
Die ersten Kapitel haben mir auch wirklich gut gefallen, da die Autorin den Leser auch immer wieder dazu auffordert sein Leben in die Hand zu nehmen und endlich vor die Tür zu treten, um etwas, egal was, zu tun. Ich bin immer wieder mit meinen Gedanken abgeschweift und habe mein Leben im Ganzen betrachtet. Ich habe immer wieder versucht meine Kreativität zu entdecken und meine inspirierenden Momente in Erinnerung zu rufen. Es hat auch gut geklappt und Liz Gilbert motiviert im richtigen Augenblick. Ich habe etwas, das mich antreibt. Für jeden anderen, der nach einem Ratgeber gesucht hat, weil ihm die Kreativität fehlt, der wird mit diesem Buch enttäuscht werden. Die Autorin beschreibt mehr als ausführlich ihre Sichtweise von Kreativität, welche fast schon einer Religion gleicht.
Insgesamt mochte ich das Buch aber sehr gerne lesen, weil Liz Gilbert eine tolle Art zu schreiben hat. Leider fielen die letzte beiden Kapitel inhaltlich schwach aus und haben mir das Lesen des Buches sehr erschwert. Mir hat es anfangs nicht viel ausgemacht, dass die Autorin auf andere Künstler hinweist und ihren Riesenbestseller erwähnt, nur irgendwann wiederholt sich ihr Erfahrungsbericht.
Schlussendlich ist das Buch sehr gut recherchiert, aber dennoch sehr autobiografisch geschrieben. Wer einen tiefen Einblick in das Leben eines Schriftstellers kennen lernen möchte, der wird mit dem Buch sehr zufrieden sein. Ich habe mir leider etwas mehr versprochen.
Rezensionen von Iloenchen:
Ganz interessant aber wenig spezifisch
Big Magic von Gilbert Elizabeth
Big Magic ist ein Buch von Elizabeth Gilbert, der Autorin von Eat, Pray, Love, die sich mit dem Thema Kreativität beschäftigt hat und uns dazu anhalten möchte, ein kreatives Leben zu führen. Klingt erstmal spannend. Um ihre Meinung zu untermauern, bringt sie Beispiele aus ihrem eigenen Leben und von Begegnungen mit Freunden und Fremden.
Sie gibt Tipps, wie man es schafft, kreativer zu werden und beschäftigt sich damit, was Kreativität bedeutet.
Trotzdem bleibt sie oft unspezifisch. Nach Beendigung des Buches war ich etwas ratlos. Was genau war Big Magic eigentlich? Ein Ratgeber? Eine Autobiographie? Es scheint mir, als passt das Buch in keine dieser Kategorien. Eine etwas spezifischere Richtung hätte mir besser gefallen. Immer wenn ich dachte, dass ich gleich einen Hinweis bekomme, wie ich mein Leben kreativer gestalten könnte, verlor sie sich in unspezifischen Floskeln.
Die Geschichten aus ihrem Leben machen das Buch lesenswert, weil sie interessant und unterhaltsam sind. Leider sind sie nicht auf mein Leben übertragbar. Bleiben also nur noch die Ratschläge, die irgendwo zwischen den Zeilen versteckt auf mich warten und nicht genau erkennbar sind. Was genau soll ich denn nun tun? Big Magic mag als leichte Lektüre für zwischendurch geeignet sein, aber wer sich ein Ratgeberbuch erhofft, liegt falsch.
Zudem driftet die Autorin oftmals ins Esoterische ab und beschreibt ihre Kreativität in Dimensionen, die für mich nur schwer fassbar sind. Damit hat sie mir an einigen Stellen den Lesespaß genommen. Alles in allem ist Big Magic kein schlechtes Buch. Ich habe mich immer noch unterhalten gefühlt. Aber es ist weder das eine noch das andere sondern immer ein unspezifisches Etwas, das man liest. Schade, denn man hätte hier mehr draus machen können.
Rezensionen von bromer65:
Spannendes Psycho-Duell
Die Falle von Melanie Raabe
Linda Conrads, 38 Jahre alt, erfolgreiche Buchautorin, verlässt ihr Haus nicht mehr. Ihre Schwester Anna, 3 Jahre jünger als Linda, wurde vor 12 Jahren bestialisch ermordet. Den Mörder hat Linda damals gesehen, aber er wurde trotz Phantombild nie gefunden. Linda ist seitdem psychisch krank, sie hat ihr Haus seit 11 Jahren nicht mehr verlassen.
Die einzigen Kontakte, die sie zur Außenwelt hat, sind ihre Assistentin, ihr Verleger und ihre Agentin. Außerdem gibt es noch ihren Hund Bukowski, der auch in den Garten darf, den sie selbst aber nie betritt.
Eines Tages sieht sie im Fernsehen das Gesicht des Mörders ihrer Schwester. Er ist Nachrichtenreporter. Da Linda unbedingt wissen möchte warum ihre Schwester sterben musste, beginnt sie, zu recherchieren und einen Plan zu schmieden: Sie schreibt ein neues Buch, es heißt "Blutsschwestern" und handelt vom Mord an Anna. Ihr Plan: Sie möchte zu diesem neuen Buch ein Interview geben, als Interviewer wünscht sie sich Victor Lenzen, den Mann den sie im Fernsehen als Mörder erkannt hat. Monatelang bereitet sich Linda vor: Sie trainiert, um fit zu sein. Sie lässt sich Verhörtechniken von einem Profi beibringen. Sie stellt sich ihrer Angst (Die Spinnenphobie von Melanie Raabe lässt grüßen, ich sehe noch die Vogelspinne in ihrer Hand !!!). Sie plant akribisch für den Tag des Interviews. Sie möchte sich unbedingt die DNA des Täters beschaffen zum Abgleich mit den damaligen Spuren vom Tatort. Sie lässt versteckte Kameras und Mikrofone in ihrem Haus installieren. Der Tag des Interviews beginnt aber bereits sehr früh, aus dem Ruder zu laufen, es läuft nicht alles nach Linda's Wünschen... und wie es weitergeht, das dürft ihr selber lesen !!
Melanie Raabe hat mit diesem Buch einen packenden, beklemmenden, düsteren Thriller geschrieben.
Die Erzählweise ist spannend, gut fand ich auch die Idee vom "Buch im Buch", auf diese Weise erfährt der Leser vieles aus dem früheren Leben von Anna und Linda. Verwirrt haben mich anfangs die Buch-Kapitel um Jonas, den Kommissar, da wusste ich nicht so recht, wie ich den einordnen sollte. Im Duell zwischen Linda und Victor Lenzen ist die Spannung absolut greifbar. Geschickt führt die Autorin immer wieder auf falsche Fährten und lässt auch die Zweifel Lindas, ob sie denn die Mörderin sein könnte, sehr authentisch wirken. Das Buch möchte man, wenn man am Lesen ist, gar nicht mehr aus der Hand legen. Wer dann tatsächlich Anna ermordet hat, wird erst in den letzten Seiten des Buches klar. Ein Buch ganz nach meinem Geschmack, bei dem man nicht schon bei der Hälfte weiß, wer der Mörder ist. Die Handlung kommt ohne viel Blut aus, das liegt mir ebenfalls mehr, als wenn das Blut "aus dem Buch läuft".
Von mir erhält das Buch ganz klar eine 5-Sterne-Leseempfehlung
Rezensionen von bromer65:
Olympia einst und jetzt
Als der Himmel uns gehörte von Charlotte Roth
Das Buch von Charlotte Roth "Als der Himmel uns gehörte" ist im April 2015 im Verlag Droemer-Knaur als Taschenbuch erschienen.
Das Cover des Buches erinnert an die Spiele von 1936, als Jennifers Urgroßmutter an den Olympischen Spielen von Berlin teilgenommen hat.
Das Buch ist in 9 Teile zerlegt.
Wechselweise handeln die Teile von Jennifer und ihrer Urgroßmutter Alberta.
Der erste Teil spielt 2011. Die junge Jennifer aus London hat ein großes Ziel: Sie möchte als Langstreckenläuferin bei der Heim-Olympiade in London 2012 auf der 10 000m-Strecke antreten. Sie hat aber ein großes Problem: immer wieder versagen ihr die Nerven, ihr Trainer traut es ihr ebenfalls nicht zu. Auf einem ihrer Trainingsläufe im nahen Park lernt Jennifer den Iren Gregory O'Reilly kennen. Er spricht sie an und unterbreitet ihr das Angebot, sie zu trainieren. Gregory selbst, erfahren wir später, ist in Irland bei einem Bombenanschlag schwer verletzt worden und musste seine Karriere als Läufer aufgeben. Er möchte aber Jennifer helfen und macht ihr den Vorschlag, doch mal mit ihrer hochbetagten Urgroßmutter Alberta zu sprechen, da diese ja selbst 1936 an den Olympischen Spielen von Berlin teilgenommen hat.
Jennifer überlegt wird dann so neugierig, dass sie tatsächlich beschließt, Alberta auf ihrem Landsitz zu besuchen.
Der zweite Teil des Buches handelt von Alberta Bernhardt und beginnt 1931 in Berlin. Alberta und ihre Zwillingsschwester Auguste sind 16-jährige Mädchen. Der Vater ist Sportreporter beim Rundfunk. 1932 wird er als Berichterstatter nach Los Angeles zu den Olympischen Spielen fahren, und seine beiden Töchter dürfen mit ihm mit. Viele weitere Personen werden auch noch in die Geschichte eingewoben, Deutsche wie Giselher Mehring, Johannes von der Weydt oder der Engländer James Seaton-Carew, die im Verlauf des Buches noch große Rollen spielen.
Sehr anschaulich schildert Charlotte Roth die damalige Zeit, die Machtübernahme durch Hitler, die Olympiade von 1936 in Berlin, die Verfolgung der Juden und schließlich auch den 2. Weltkrieg und das Leben und Leiden jedes Einzelnen. Die Autorin lässt einen förmlich in die Geschichte hineinkriechen, ich konnte mich sehr gut in diese Zeit hineinversetzen und habe mitgefiebert und mitgelitten und sogar ein paar Tränchen verdrückt.
In ganz fantastischer Art und Weise verwebt die Autorin Zeitgeschichte und real existierende Personen mit ihren erfundenen und schafft eine fanzinierende, mitreißende Geschichte. Zu der natürlich nicht mehr verraten wird. Soll ja schließlich jeder sein eigenes Lesevergnügen haben...
Ich bin total begeistert von diesem Buch, vergebe 5 von 5 Sternen und empfehle: unbedingt lesen !!
Rezensionen von bromer65:
Unendlich Wir - Bonnie & Finn
Unendlich wir von Harmon Amy
Die Geschichte des Buches "Unendlich Wir" dreht sich um 2 Personen:
Bonnie Rae Shelby ist eine junge, erfolgreiche Countrysängerin, die alles hat. Und dennoch ist ihr Leben so aus den Fugen geraten, das sie von einer Brücke in Boston springen will und Selbstmord begehen möchte.
Infinity "Finn" Clyde ist ein Ex-Häftling.
Er ist für eine Tat seines Zwillingsbruders verurteilt worden und hat 5 1/2 Jahre im Gefängnis verbracht. Nun ist er auf dem Weg nach Las Vegas, wo er einen Job in Aussicht hat.
Bonnie ist 21 Jahre alt. Musik ist ihr Leben. Ihre Zwillingsschwester Minnie hat den Kampf gegen Leukämie verloren, und die Familie hat Bonnie nicht mal gleich verständigt, dass sie gestorben ist. Nach dem letzten Konzert ihrer Tour hat Bonnie die Schnauze voll. Sie schneidet sich ihre langen Haare ab und flüchtet. Dann steht sie auf einer Brücke und möchte springen. Wie durch ein Wunder taucht plötzlich Clyde neben ihr an der Brücke auf und rettet sie. Er erkennt sie nicht, kennt auch ihre Musik nicht.
Finn ist in der Welt der Zahlen zuhause, er hat ein besonderes mathematisches Gedächtnis. Auch er hatte einen Zwillingsbruder, Fisher. Tragischerweise ist Finn für einen Überfall seines Bruders verurteilt worden und ins Gefängnis gesteckt worden, Fish ist dabei gestorben.
Bonnie überredet nach ihrer Rettung Clyde, sie mit auf die Reise quer durch Amerika nach Las Vegas zu nehmen, da sie nicht dazu bereit ist, einfach wieder in ihr altes Leben zurückzukehren. Er bringt es nicht übers Herz, sie alleine zurückzulassen und lässt sie schließlich mitfahren. Auf ihrer Reise werden ihnen viele Steine in den Weg gelegt, die die beiden aber immer wieder irgendwie umschiffen können. Dabei lernen sie sich gegenseitig auch immer besser kennen. Pressemeldungen, die eine ganz andere Geschichte erzählen als das, was Bonnie und Finn tatsächlich erleben, machen die Reise aber immer mehr zu einer Flucht wie damals bei Bonnie & Clyde...
Fazit:
"Unendlich Wir" ist ein tolles Buch, das mich von Anfang an gefesselt hat. Der Schreibstil von Amy Harmon hat Bonnie und Finn ziemlich deutlich in meinem Kopf entstehen lassen, so manches Mal meinte ich, die Lieder hören zu können, die Bonnie gesungen hat. Ich habe mit den beiden mitgefiebert und mitgelitten und die Daumen gedrückt, dass das Buch ein gutes Ende nimmt. Einmal angefangen, konnte ich das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen und war im Nu durch.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung gibt es von mir für dieses wunderbare, gefühlvolle Buch !!
Rezensionen von bromer65:
Eversea - eine junge Liebe
Eversea - Ein einziger Moment von Boyd Natasha
Eversea - Ein einziger Moment:
Der junge Hollywood-Schauspieler Jack Eversea ist ein armer Kerl: Seine Freundin, ebenfalls Schauspielerin, betrügt ihn mit ihrem neuen Regisseur. Da er ebenfalls ziemlich bekannt ist, zerreißt sich die Klatschpresse das Maul über ihn. Er flüchtet nach Butler Cover in South Carolina in das Haus von Freunden, in der Hoffnung, dort unerkannt ein paar Tage oder Wochen seine Ruhe zu haben und wieder zu sich selbst zu finden.
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Bereits an seinem ersten Abend erkennt ihn die Kellnerin Keri Ann, als er sich im Restaurant etwas zu Essen bestellt. Keri Ann lässt sich nicht beeindrucken von Jack und bietet ihm auch mit Worten Paroli, da sie selbst ganz andere Sorgen hat als Probleme mit Männern. Sie muss sich um das alte Haus kümmern, während ihr Bruder Joey Medizin studiert. Sobald er fertig ist, kann Keri Ann an ihre Zukunft denken.
Jack ist erst mal erleichtert, dass Keri Ann ihn nicht "verpfeift" und sogar für ihn zum Einkaufen geht, damit er weiterhin unerkannt bleiben kann. Er wiederum bietet Keri Ann Hilfe an bei der Haus-Renovierung.
Im Lauf der Tage entwickeln Jack und Keri Ann tiefere Gefühle füreinander, auch wenn Jack immer wieder betont, dass er zurück nach Hollywood muss und dort Verträge zu erfüllen hat, die auch ein gemeinsames Auftreten mit seiner (Ex-) Freundin Audrey beinhalten...
Ich habe eine Liebesgeschichte erwartet, und meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Ich durfte Höhen und Tiefen, Glück und Trauer mit Keri Ann und Jack durchleiden. An sich erzählt die Geschichte ja nichts Neues, "normales Mädchen trifft Superstar" gab es ja schon öfter. Der Schreibstil von Natasha Boyd hat mir sehr gut gefallen, er hat mich in die Geschichte "mitgenommen" und ich mochte es, wie sie ihre Idee erzählt.
Das letzte Kapitel endet mit einem richtigen Paukenschlag. Wie es weitergeht erfahren wir erst in Teil 2, auf den wir noch bis September warten müssen. Zu lang, finde ich...
Auf jeden Fall habe ich Appetit auf das Nachfolgebuch bekommen !!
Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von bromer65:
Wunderschöne Geschichte für einen tollen Lesetag
Zwei fürs Leben Roman von Hanel Julia
Julia Hanel hat mit "Zwei fürs Leben" ihren ersten Roman verfasst.
Zum Cover:
Das Cover zum Buch zeigt einen Nachthimmel und die Skyline eines Ortes, links und rechts sieht man die Silhouetten von Ben und Anni, mit rotem Herzchen auf der Brust. Auf der Rückseite des Buches, die fast genauso aussieht wie die Vorderseite, sieht man beispielhaft einen Dialog, wie ihn Anni und Ben im Buch sehr oft führen.
Dank des Covers ist sofort zu erkennen, dass das Buch in die Kategorie Frauenroman/Liebesroman gehört. Ich finde das Cover wunderschön, mich würde es im Buchladen wie magisch anziehen !!
Zum Buch:
Anni erwacht im Krankenhaus aus dem Koma und hört auf einmal eine Stimme im Kopf. Diese Stimme gehört Ben, einem Architekten, der selbst im Koma liegt. Nur für ein paar Minuten können sich die beiden unterhalten, dann ist es wieder vorbei. Durch die täglichen Dialoge erfährt der Leser viel aus dem Leben von Anni und Ben. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Anni einen Freund hat und Ben verheiratet ist. Und trotzdem schließen Anni und Ben Freundschaft. Bis auf einmal der Kontakt abbricht... und später wiederkommt.
Die Dialoge von Anni und Ben sind frisch und unterhaltsam, und die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch wird teilweise aus Anni's Perspektive erzählt, teils aus Ben's Sicht. Die Dialoge, die die beiden im Kopf führen, sind gut als solche zu erkennen, da sie in einer anderen Schriftart gedruckt wurden.
Nur manchmal war es für mich nicht leicht, die Dialoge dem richtigen Gesprächspartner zuzuordnen, das gelang mir manchmal erst bei erneutem Lesen.
Dass diese Geschichte ein Happy End haben muss, versteht sich von selbst. meiner Meinung nach hätte auch nichts anderes gepasst. Nur finde ich, es ist ein bisschen plötzlich gekommen, ich hätte noch gern mehr darüber gelesen, wie es Anni und Ben ergeht, als sie sich tatsächlich dann treffen. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal eine Fortsetzung der Geschichte? Liebe Frau Hanel, ich habe Appetit auf mehr... !!!
Mein Fazit:
Eine wunderschöne Lektüre für einen tollen Lesetag. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und schwuppdiwupp war ich auch schon fertig. Das Buch hat mich großartig unterhalten. Geeignet für LeserInnen von Frauen- und Liebesromanen, der Rest möge die Finger davon lassen.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen (einen Stern ziehe ich ab, weil mir das Ende zu abrupt kam).
Rezensionen von bromer65:
Hannah und die Versöhnungssteine
Nur einen Horizont entfernt von Lori Nelson Spielman
Klappentext:
Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt.
Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat...
Hannah Farr ist Fernsehmoderatorin mit einer eigenen Sendung in New Orleans. Sie erhält die tolle Chance, für einen großen Sender in Chicago zu arbeiten. Das will sie aber eigentlich gar nicht, da sie in den Bürgermeister von New Orleans verliebt ist. Wäre da nicht auch noch seine Tochter... Und dann gibt es da noch den Brief mit den Versöhnungssteinen, den Hannah schon vor langer Zeit erhalten hat. Hannah weiß nicht so recht, was sie eigentlich möchte, sie bewirbt sich bei dem Fernsehsender in Chicago mit einem Expose über die Versöhnungssteine. Damit tritt sie eine gewaltige Lawine los...
Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist nicht schlecht, das Buch hat sich recht flüssig lesen lassen.
Dagegen wurde ich mit Hannah nicht recht warm. Je weiter ich im Buch kam, umso mehr nervte mich die Hauptprotagonistin. War sie mir am Anfang noch sehr sympathisch, so verzettelte sie sich im Lauf des Buches immer mehr und wurde immer naiver. Manchmal habe ich nur noch den Kopf geschüttelt und mich gefragt, wie sie es wohl angestellt hat, überhaupt so erfolgreich zu werden. Andere Charaktere des Buches hingegen waren mir sehr sympathisch, so z.B. Jade, die Maskenbildnerin. Die erschien mir "echt", nicht so aufgesetzt.
Was mich aber am Meisten gestört hat: Genau DAS Thema, weswegen Hannah sich mit ihrer Mutter zerstritten hatte, blieb unaufgeklärt. Ich finde, dieser Punkt hätte unbedingt geklärt werden sollen, dann würde mich das Buch nicht so unbefriedigt zurücklassen.
Fazit: Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Von mir gibt's 3 Sterne dafür.
Rezensionen von bromer65:
Medizin-Abenteuer zwischen 1492 und der Gegenwart
Tochter des Drachenbaums von Aernecke Susanne
"Tochter der Drachenbaums" von Susanne Aernecke ist im Mai 2015 im Alyna-Verlag erschienen.
Das Buch ist ein hochwertiges Taschenbuch mit Klappen und umfasst 582 Seiten.
Auf den Innenseiten des Einbands findet man sowohl vorne als auch hinten im Buch eine Karte, auf der man die Reise-Wege von Iriomé bzw.
Romy nachvollziehen kann.
Vorn im Buch findet man eine Buchbeschreibung, hinten sind die Hauptfiguren aus Vergangenheit und Gegenwart aufgeführt.
Das Buch beginnt mit Romy, einer Augsburger Ärztin, die in der Medizin-Forschung arbeitet. Romy ist mutterseelenallein zum Klettern unterwegs, ohne ihre Partnerin Thea. Das Wetter ist alles andere als ideal, es ist Winter, die ihr bekannte Kletterroute ist aber eisfrei. Es geht aber trotzdem nicht alles glatt, Romy erleidet eine Panikattacke und stürzt fast 10m in die Tiefe. Als sie einige Stunden später wieder zu sich kommt, ist sie wie durch ein Wunder unverletzt, hatte aber einen komischen, für sie sehr realen Traum. Von diesem Traum erzählt sie ihrer Freundin Thea, die schwer an Krebs erkrankt in einer Augsburger Klinik liegt. Sie nimmt an einer Studie für ein neues Medikament teil, allerdings scheint dieses neue Mittel auch nicht sicher zu sein. Die Pharma-Firma möchte dieses neue Medikament unbedingt durchboxen, koste es was es wolle...
Der zweite Erzählstrang spielt 1492 auf der Insel La Palma. Dort lebte Iriomé, 17 Jahre alt und eine der Schülerinnen der obersten Hohepriesterin. Sie braut nach den Angaben der Hohepriesterin einen (Zauber-) Trank. Die Hohepriesterin trinkt ihn und sagt dann die Zukunft für das nächste Jahr vor. Nun aber stirbt die Medizinfrau, weil sie in der Zukunft viele grausame Dinge sieht und nicht mehr weiterleben will. Vor ihrem Tod ernennt sie aber noch Iriomé zu ihrer Nachfolgerin.
Das Buch erzählt vor allem Iriomé's Geschichte, die damals den spanischen Eroberern in die Hände fällt. Sie verliebt sich in einen Spanier, rettet ihm sogar das Leben und wird später schwanger von ihm. Ihre Liebe hat aber keine Chance, da Joaquin auf der Seite der Spanier bleibt. Iriomé wird versklavt und muss vor der Inquisition durch ganz Spanien flüchten. Sie muss außerdem das Geheimnis von Amakuna, dem mysteriösen Pilz mit heilsamen Kräften, bewahren.
Romy, die Laborärztin, beginnt ihrem Traum nachzuforschen und fliegt schließlich mit ihrer Freundin Thea, die die Therapie abbricht, nach La Palma. Dort begeben sich die zwei Frauen auf die Suche nach Amakuna, dem Pilz, und finden diesen schließlich auch. Thea wird sogar nach der Einnahme des Pilzes gesund. Auf diese Entdeckung geht es Romy ähnlich wie vor 500 Jahren auch Iriomé, sie wird gejagt und muss sich gegen mächtige Gegner wappnen...
Das Buch erzählt abwechslungsreich die Erlebnisse der beiden Frauen, wobei mir persönlich der historische Teil um Iriomé besser gefallen hat. Ich finde die Verfolgung und Unterjochung der Juden, der Mauren und der Naturvölker wie die Guanchen von Iriomés Stamm durch die spanische Inquisition sehr packend beschrieben. Dagegen bleibt Romy's Geschichte in der Gegenwart etwas farblos, auch wenn der Kampf der Pharma-Firmen um neue Medikamente sicherlich treffend beschrieben wurde.
Mir hat das Buch gefallen, es bekommt von mir eine Leseempfehlung und 4 Sterne.
Erwähnen sollte ich noch, dass die Geschichte um den Pilz Amakuna weitergeht, die Autorin arbeitet bereits an der Fortsetzung. Ich denke, ich werde auch die Fortsetzung lesen.
Rezensionen von bromer65:
Spannender, lesenswerter Thriller um das Thema Malaria
Die Suche Thriller von Louth Nick
Der Autor:
Nick Louth ist Wirtschaftsjournalist und ehemaliger Auslandskorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters. Während seiner Zeit bei Reuters lebte er unter anderem in Amsterdam. Dort wurde er bei einem Mediziner-Kongress auf das Thema Malaria und das mangelnde Interesse der Pharmakonzerne aufmerksam.
Nick Louth ist verheiratet und lebt in Lincolnshire, England.
Klappentext:
Eine entführte Wissenschaftlerin. Ein Mann, der sie fieberhaft sucht. Eine Bedrohung von internationalem Ausmaß.
In Amsterdam sterben Menschen. Jeden Tag werden es mehr. Malaria breitet sich in der Stadt aus, übertragen von gezielt ausgesetzten Mücken. Eine könnte helfen: Die Wissenschaftlerin Erica Stroud-Jones steht kurz vor dem Durchbruch in der Malaria-Forschung. Doch sie ist spurlos verschwunden - alles deutet auf eine Entführung hin. Ihr Freund Max Carver sucht in der Amsterdamer Unterwelt nach ihr. Max muss wissen, woran Erica zuletzt gearbeitet hat, nur so lässt sich die Katastrophe aufhalten. Seine Suche führt ihn immer tiefer in Ericas Vergangenheit. Was hat sie in den 90er Jahren in Afrika gemacht? Und was hat das mit der Malaria-Epidemie zu tun? Max muss feststellen, dass er Erica kaum gekannt hat, denn was er über sie herausfindet, ist lebensgefährlich ...
Meine Meinung:
In diesem Thriller dreht sich alles ums das Thema Malaria. Wie erschreckend einfach es ist, solch eine tödliche Krankheit überall auf der Erde einzuschleusen, zeigt uns der Autor mit seinem Buch.
Zu Anfang des Buches verschwindet Erica, eine Wissenschaftlerin und die Freundin von Max Carver, spurlos, und das vor einem für sie sehr wichtigen Kongress, wo sie eine neue bahnbrechende Entwicklung im Kampf gegen die Malaria präsentieren will. Ihr Freund Max glaubt nicht, dass Erica einfach abgereist ist, aber die Polizei schenkt ihm keinen Glauben. Max sucht auf eigene Faust und gerät in einen Strudel aus ziemlich viel brutaler Gewalt und Blutvergießen.
Das Buch erzählt in 2 Zeitebenen, die eine erzählt in Form von Tagebuch-Einträgen von Ereignissen aus dem Jahr 1992, als Erica in Africa tätig war. Die zweite Zeitebene spielt im Jahr 2002, als der Kongress in Amsterdam stattfindet.
Die Spannung bleibt durch das ganze Buch erhalten, der Autor versteht es sehr gut, immer wieder neue Hinweise einzustreuen. Bis zum Schluss kommt man nicht drauf, wer denn eigentlich der "Bösewicht" ist, das klärt sich tatsächlich erst auf den letzten Seiten. Die Lösung ist aber sehr gut gemacht und schlüssig.
Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, ich finde es lesenswert. Sowohl das Thema Malaria als auch die Kämpfe in Afrika sind auch im Jahr 2015 immer noch aktuell. Ich vergebe 4,5 Sterne für "Die Suche".
Wer mit der Darstellung von brutaler Gewalt ein Problem hat, der sollte allerdings die Finger von diesem Buch lassen.










