Kunden em pfehlungen
Rezensionen von re.maier-henze@web.de:
Der Hl. Geist im Alltag
Der Heilige Geist und das Auto von Reinhold Stecher
Im Jahr 2014 feierte die Diözese Innsbruck ihr 50-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Festlichkeiten kam engagierten Christen der Gedanke, die Gläubigen auf die Möglichkeit eines vom Hl. Geist durchwirkten Alltagsgeschehens hinzuweisen mit dem Ziel, ihnen die Kraft und Schönheit des Glaubens auf neue Weise zu vermitteln.
Klaus Egger, ein guter Kenner der Ansprachen Reinhold Stechers, fand 38 ihm für die genannte Option geeignete und edierte sie unter dem Stichwort "Predigten" (172-175). Er unterteilte sie in folgende Rubriken: Wegweiser zum Christsein (13-29), Stationen auf dem Weg (31-89), Vorbilder (91-114), Worte der Ermutigung an den Lebenswenden (115-150) und Geerdeter Glaube (151-171). Wegweiser zum Christsein subsumiert 4 Hirtenbriefe für die jeweilige Fastenzeit; ihr gemeinsamer Tenor ist das "Ja" zu Gott. Stationen auf dem Weg meint einen vom Hl. Geist inspirierten Gang durch das Kirchenjahr, in Vorbilder werden die Eltern Jesu und 3 für die österreichische Kirche bedeutsame Heilige vorgestellt, Worte zur Ermutigung ... betrachten neben kirchlichen Festen (Firmung u.a.) den hohen Wert von Ehe, Familie und Sterben. In Geerdeter Glaube denkt Stecher u.a. über ein harmonisches Gemeindeleben und über Stufen der Nächstenliebe nach.
Eine 2010 erfolgte Preisverleihung an den Altbischof anerkannte "theologischen Tiefgang" und "Humor" in seinen Reden (10); der für seine Predigtkandidaten konzipierte Leitfaden, das "Kochbuch", empfahl, die Homilie ganz auf die Zuhörerschar abzustimmen: Kranke trösten, Kinderlachen hervorrufen, Hoffnung stärken, und das alles in Anlehnung an Jesus, dessen Gleichnisse aus der damaligen Lebenswelt genommen waren. Die Meditation "Der Heilige Geist und das Auto" (73) wird zur Parabel, bedenkt man drei KFZ-teile übergeordnet: Scheinwerfer beleuchten Kurven - sie verweisen auf eine eventuelle Lebenskorrektur; die Klimaanlage regelt die Temperatur - ihre richtige Einstellung bestimmt z.B. das Flair einer Gemeinschaft; Zündkerzen bringen den Motor in Gang - sie können Liebe ecken.
Ein "BRAVO" an den Herausgeber, verbunden mit herzlichem Dank für dieses Buchgeschenk!
Rezensionen von Ela_Ela:
Wieder unglaublich spannend : D Bin gespannt auf den dritten Band : )
Shadow Falls: After Dark - Unter dem Nachthimmel; Bd.2 von Hunter C. C.
Inhalt: Nach ihrer Wiedergeburt muss sich Vampir Della entscheiden: Für wen schlägt ihr Herz wirklich? Und ist ein Blutsbund stärker als ein Herzenswunsch? Nachdem Della ihre Wiedergeburt nur knapp überlebt hat, fühlt sich ihr Körper fremd an. Und ihr Liebesleben wird komplett auf den Kopf gestellt, denn mit dem mysteriösen Vampir Chase Tallman, dem sie ihr Überleben verdankt, verbindet sie ungewollt ein irres Gefühl.
Und plötzlich sind da auch noch Stimmen in ihrem Kopf. Sie verlangen von Della die Aufklärung eines Verbrechens, in das auch ihre Familie verwickelt zu sein scheint: Ihr Vater soll einen Mord begangen haben?
Das ist das zweite Buch über Della und ich muss sagen ich habe mich mega darauf gefreut es zu lesen. Meine Vorfreude wurde zum Glück belohnt. Ich habe es mal wieder in Rekordzeit gelesen und mir hat es wieder total gut gefallen. Es hat einen absolut packenden und flüssigen Schreibstil.
Ich liebe C. C. Hunters Bücher. Wie sie sich solche spannenden Geschichten immer ausdenkt fasziniert mich, aber ich bin froh so kann ich sie lesen und mich ins Shadow Falls Camp entführen lassen und mal mein Leben für kurze Zeit vergessen. Einige Passagen im Buch waren so intensiv das ich alles um mich herum vergessen habe.
Fazit: Wieder ein absolut gelungenes Shadow Falls After Dark Buch das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Das einzige kritische am Buch es endet so abrupt das ich mich jetzt schon auf den dritten Teil freue, auf den ich hoffentlich nicht zu lange warten muss. ; D
Serie:
1. Shadow Falls After Dark - Im Sternenlicht
2. Shadow Falls After Dark - Unter dem Nachthimmel
3. Shadow Falls After Dark - Im Dunkel der Nacht (noch nicht erschienen)
Rezensionen von Martin Zirkl, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt/Celovec:
Der gehörnte Mose und eine falsche Madonna von Imbach Josef
Ein Bild sagt mehr... Imbach hört in (vor allem) mittelalterliche Gemälde hinein und findet eine Fülle von theologisch und historisch interessanten Aussagen. So zeigt er, dass gerade in den Details Botschaft vermittelt wird, und erklärt z.B., warum der gehörnte Mose eigentlich doch strahlt. Eine anschauliche und anschauenswerte Hinführung in christliche Ikonographie.
Rezensionen von Mel.E:
Platt aber nett (wobei nett die kleine Schwester von Scheixxe ist ?)
Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich Das Manifest gegen das schlechte Gewissen Aus dem Amerikanischen erfunden von Tommy Jaud (Fischer Paperback). 30.09.2015. von Jaud Tommy
Wäre das Buch nicht Teil einer Challenge, hätte ich es vielleicht nicht zur Hand genommen, da ich erstens den Titel ein klein wenig blöd finde und zweitens Tommy Jauds Hummeldumm absolut nichts abgewinnen konnte.
Bücher erreichen jeden Leser / jede Leserin anders und das ist auch gut so, denn ich muss mich nicht der Masse anpassen, soviel habe ich aus dem Ratgeber lernen können.
Comedy hin oder her, einige Aussagen in "Einen Scheixx muss ich" sind wirklich absolut überspitzt oder eben auch unpassend, nichtssagend und dennoch wäre eine Scheixxegal Mentalität vielleicht wirksam gegen Burn Out oder anderen Leistungsdruck, den wir uns täglich stellen müssen. Trotzdem ist "Einen Scheixx muss ich" für mich kein Auslöser in naher Zukunft einen Dirty Kitchen Wettbewerb zu gewinnen, denn ich räume für mich auf und nicht für andere. Überhaupt gestalte ich mein Leben fast ausschließlich für mich und nicht für andere.
Positiv zu vermerken ist, dass sich meine Mundwinkel doch hin und wieder nach oben verzogen und ich das Buch nicht nur Scheiße fand, sondern eben auch mal Schmunzeln musste. Klar findet man sich als Leser/in manchen Passagen wieder und manchmal auch absolut aufs Korn genommen, aber wer Sean Brummel, der ja nun erfunden ist, Ernst nimmt, hat Selbst Schuld.
Was ziehe ich also mein Fazit? Mit "Einen Scheixx muss ich" lesen wir einen Ratgeber der ganz besonderen Art, denn eigentlich sollte man sich von den geschriebenen Worten Sean Brummels nicht eines wirklich zu Herzen nehmen, denn sonst sitzen wir alle im Unterhemd auf der Couch, Fluppe im Mund, Bierchen in der Hand und schauen Fußball. So zumindest habe ich Sean wahrgenommen und wenn ich dann noch betrachte, wie seine Wohnung aussieht, läuft mir der eine oder andere Schauer über den Rücken, ohne das dieses jetzt abwertend gemeint ist, aber ebenso hat Sean Brummel sich mir präsentiert.
Wer das Buch nur zur Belustigung lesen will, ist damit genau richtig, alle anderen lassen lieber die Finger davon.
Rezensionen von KimVi:
Konnte mich leider nicht ganz überzeugen
Heimweh Thriller von Raabe Marc
Trotz seiner katastrophalen Kindheit hat Jesse Berg seinen Weg gemacht. Er ist mittlerweile ein angesehener Kinderarzt. Doch nun scheint die Vergangenheit ihn einzuholen, denn seine Exfrau wird ermordet und seine heißgeliebte Tochter Isa entführt. Der Täter hinterlässt Jesse den Hinweis "Sie gehört dir nicht.
Du musst sie vergessen." Jesse denkt nicht einen Moment daran, den Ratschlag des Täters zu befolgen, sondern macht sich auf die Suche nach Isa. Erste Spuren führen nach Adlershof, dem Heim, in dem Jesse seine Kindheit verbrachte. Er ahnt, dass er sich endlich dem düsteren Geheimnis, das ihn dort damals beinahe sein Leben gekostet hätte, stellen muss......
Marc Raabes Thriller "Heimweh" startet gewohnt spannend. Durch einen Prolog, in dem man in die Vergangenheit zurückblickt und dabei ein geheimnisvolles Ereignis beobachtet, ist das Interesse sofort geweckt. Man möchte unbedingt erfahren, was damals genau geschehen ist und wie sich die Vorgänge mit dem aktuellen Geschehen verknüpfen werden.
Der Autor verwendet verschiedene Zeit- und Erzählperspektiven. In der Gegenwart beobachtet man den erwachsenen Kinderarzt Jesse Berg bei der Suche nach seiner Tochter und bekommt Einblicke, was Isa in ihrer Gefangenschaft erdulden muss. Ein weiterer Strang führt in die Vergangenheit. Hier bekommt man häppchenweise Informationen aus Jesses Kindheit. Da die verschiedenen Handlungsstränge oft an entscheidenden Stellen stoppen und mit Cliffhangern enden, bleibt das Interesse an der Handlung konstant erhalten.
Die Atmosphäre wirkt düster und bedrohlich und man ist beim Lesen hin- und hergerissen, was man nun eigentlich glauben soll. Dadurch ist eine unterschwellige Spannung durchgehend spürbar. Die Charaktere wirken weitestgehend lebendig. Doch leider bleibt der Hauptakteur Jesse etwas blass. Er macht es einem schwer, ihn richtig einzuschätzen. Man bleibt beim Lesen etwas auf Distanz und kann sich nicht so richtig mit ihm identifizieren.
Obwohl der Plot gut durchdacht ist und einige Spannungsspitzen aufweist, gibt es leider auch ein paar Längen, in denen die Geschichte ein wenig auf der Stelle tritt. Das geht leider etwas zu Lasten der Spannung. Die Auflösung ist überraschend und kann dann wieder mit einem Spannungsanstieg punkten.
Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen recht gut unterhalten. Nicht weniger - doch leider auch nicht mehr! Die Längen im Mittelteil haben bei mir dafür gesorgt, dass ich keine Schwierigkeiten hatte, das Buch auch mal aus der Hand zu legen. Bei anderen Büchern des Autors habe ich mich deutlich spannender unterhalten gefühlt. Ich vergebe deshalb auch "nur" drei von fünf möglichen Bewertungssternen, denn die Spannung kam mir hier stellenweise etwas zu kurz und auch der Hauptprotagonist Jesse wirkte auf mich zu blass, sodass ich nicht richtig mit ihm mitfiebern konnte, sondern stets etwas Distanz gehalten habe.
Rezensionen von KimVi:
Interessanter Kriminalfall und sympathische Ermittler
Heimweh Thriller von Raabe Marc
Nach einem schweren Motorradunfall hat sich Leonie Ritte endlich wieder soweit erholt, dass sie das Ermittlerteam um Kommissarin Verena Irlenbusch verstärken darf. Momentan sind zwar nur ein paar Stunden am Schreibtisch als Wiedereingliederung geplant, doch der erste Schritt zur Rückkehr in den normalen Dienst ist damit gemacht.
Gemeinsam mit dem Kollegen Christoph Todt haben die drei einiges zu tun. Denn ein tödlich verunglückter Journalist, eine ermordete Fußpflegerin und eine Bibliotheksmitarbeiterin, die auf ganz ähnliche Weise getötet wurde, fordern dem Team einiges ab. Die Morde scheinen irgendwie zusammenzuhängen, doch Täter und Motiv lassen sich nicht so leicht durchschauen.....
Nach "Vergessen" ist "Treuetat" der zweite Fall für die Ermittlerin Verena Irlenbusch. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, können sie durchaus unabhängig voneinander gelesen werden. Denn auch ohne die Vorkenntnisse aus dem ersten Fall kann man den aktuellen Ermittlungen problemlos folgen.
Die Handlung startet mit einem geheimnisvollen Prolog, den man zunächst nicht zuordnen kann. Durch die düstere und beklemmende Atmosphäre, die in dieser Szene herrscht, ist das Interesse daran, wie sich das Geschehen wohl in die aktuellen Ermittlungen einfügen wird, und um wen es sich dabei überhaupt handelt, sofort geweckt.
Der Kriminalanteil ist ebenfalls sehr interessant. Man stellt sich die Frage, wie die Morde zusammenhängen könnten und wer überhaupt ein Interesse daran haben könnte, diese ganz unterschiedlichen Menschen zu töten. Was verbindet sie? Und welches Motiv treibt den Täter? Beim Lesen stellt man deshalb eigene Ermittlungen an und fiebert mit dem Team um Kommissarin Irlenbusch mit. Immer wenn man gerade denkt, dass man nun den richtigen Ansatz gefunden hat, kommt es aber zu einer überraschenden Wendung. Deshalb muss man die Schlussfolgerungen, die man gezogen hat, oft neu überdenken. Dadurch bleibt der Krimi bis zum Schluss spannend und das Ende kaum vorhersehbar.
Die Protagonisten wirken sehr lebendig. Man kann sich gut mit ihnen identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen. Das liegt sicher mit daran, dass das Privatleben der Hauptakteure ebenfalls eine große Rolle spielt. Denn so kann man sich die drei Ermittler lebhaft vorstellen, da sie durch diese Hintergrundinformationen sehr menschlich wirken. Die Nebenhandlungen fügen sich sehr gut in die Haupthandlung ein. Sie hemmen die Kriminalermittlungen keinesfalls, sondern bereichern die Gesamthandlung. Denn man kann sich so einfach besser auf die Akteure einlassen und mit ihnen mitfiebern.
Insgesamt gesehen habe ich mich bei diesem Krimi sehr gut unterhalten. Die Kriminalhandlung wirkte auf mich durchgehend interessant und die Auflösung schlüssig. Die Protagonisten konnten mich ebenfalls überzeugen, sodass ich sicher zu weiteren Fällen greifen werde, in denen das sympathische Team ermittelt.
Rezensionen von KimVi:
Phil Brennans fünfter Fall überzeugt auf ganzer Linie
Heimweh Thriller von Raabe Marc
Marina Esposito und ihr Mann Phil Brennan wollen die Vergangenheit hinter sich lassen und in Birmingham ein neues Leben beginnen. Profilerin Marina nimmt eine Dozentenstelle an der Universität an. Dort sucht der Psychologe Hugo Gwilym auf einer Weihnachtsfeier ihre Nähe. Obwohl Hugo sehr gut aussieht, kann Marina ihn auf Anhieb nicht ausstehen.
Er wirkt einfach zu selbstherrlich und keine einzige seiner Thesen findet ihre Zustimmung. Ihre Abwehrhaltung scheint Hugo allerdings anzuspornen, denn er lässt nicht locker. Am nächsten Morgen wacht Marina mit starken Kopfschmerzen auf und kann sich nicht mehr daran erinnern, wie der Abend geendet hat. Hugos Version erscheint Marina nahezu unglaublich. Statt mit ihrem Mann darüber zu sprechen, zieht Marina sich in sich selbst zurück. Phil Brennan hat momentan selbst viel um die Ohren, denn in seiner Position als Detective Inspector muss er seinem neuen Team erstmal beweisen, dass er fähig ist die Ermittlungen zu leiten. Besonders Detective Sergeant Sperring macht es ihm nicht leicht, denn er hat selbst auf Phils Posten spekuliert und muss sich nun mit einem neuen Vorgesetzten arrangieren. Für Reibereien innerhalb des Teams bleibt allerdings keine Zeit, denn ein spektakulärer Fall, bei dem ein Transvestit getötet wird, der wie eine Puppe hergerichtet ist, fordert die gesamte Aufmerksamkeit aller Ermittler.....
Nach "Entrissen", "Der Stalker", "Stirb, mein Prinz" und "Jäger" ist dieser Band bereits der fünfte Fall für Phil Brennan. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch problemlos folgen, wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat. Wenn man aber an der Weiterentwicklung der Charaktere, sowohl im beruflichen wie privaten Bereich, interessiert ist, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.
Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt mühelos, da man hier Zeuge einer geheimnisvollen Verabredung wird. Die Atmosphäre ist angespannt, wobei man aber auch eine gewisse Vorfreude spüren kann, die hier in der Luft liegt. Trotzdem hat man beim Lesen ein ungutes Gefühl, welches dafür sorgt, dass das Interesse an der Handlung sofort geweckt wird.
Phil Brennan und Marina Esposito fangen in Birmingham ein neues Leben an. Deshalb muss man sich hier mit einem ganz neuen Ermittlerteam anfreunden. Phils Start verläuft nicht ganz reibungslos. Das wirkt allerdings sehr glaubwürdig und bildet einen interessanten Nebenhandlungsstrang. Auch Marina Espositos Erfahrungen an der Universität fügen sich gut in die Handlung ein und bilden einen abwechslungsreichen Gegenpart zu den Ermittlungen. Der Mordfall und die Ermittlungen sind durchgehend spannend und es gelingt der Autorin hervorragend, einen etwas in die Irre zu leiten. Denn wenn bereits vermutet, wie alles zusammenhängen könnte, taucht noch ein weiteres Puzzleteil auf, welches auch noch zugeordnet werden muss. Dadurch bleibt die aufgebaute Spannung bis zum Ende hin erhalten.
Allzu zartbesaitet darf man auch bei diesem Band der Serie nicht sein. Denn der Killer und die Welt, die man nach und nach beim Lesen entdeckt, ist ziemlich extrem. Hier bleiben keine Fantasien offen und man schaut in die schlimmsten menschlichen Abgründe. Tania Carvers Schreibstil ist wieder sehr flüssig und angenehm lesbar. Sie schafft es mühelos, die Szenen so zu beschreiben, dass man sie regelrecht vor Augen hat. Dadurch gerät man förmlich in den Sog der Ereignisse und kann das Buch nur schwer aus der Hand legen. Mir hat der fünfte Band der Reihe wieder außerordentlich gut gefallen und deshalb vergebe ich begeisterte fünf Bewertungssterne und eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von KimVi:
Spannender Krimi mit komplexer Handlung
Heimweh Thriller von Raabe Marc
Kommissar Fabian Risk ermittelt mit seiner hochschwangeren Kollegin Malin Rehnberg im Fall des entführten Justizministers. Trotz intensiver Bemühungen gelingt es den beiden nicht, den Minister lebend aufzuspüren. Seine Leiche wird schließlich grausam zugerichtet aufgefunden. Leider bleibt er nicht das einzige Opfer.
Eine genauere Untersuchung der Toten ergibt, dass bei allen Organe entnommen wurden. Zunächst hat es den Anschein, als ob der Fall schnell geklärt werden könnte, denn der einzige Verdächtige begeht Selbstmord. Doch Risk hat seine Zweifel und ermittelt weiter.
Dunja Hougaardt ermittelt zur gleichen Zeit in Kopenhagen. Sie hat es mit einer übel zugerichteten Frauenleiche zu tun. Ihr Vorgesetzter sorgt mit seinem Verhalten dafür, dass innerhalb ihres Teams plötzlich Neid und Missgunst ausbrechen. Trotzdem gelingt ihr schnell ein Ermittlungserfolg. Doch auch sie stellt sich schließlich die Frage, ob der Fall damit wirklich abgeschlossen ist.......
"Herzsammler" ist bereits der zweite Band, in dem Fabian Risk ermittelt. Er ist allerdings zeitlich vor dem ersten Teil "Und morgen du" angesiedelt. Die Ermittlungen sind in sich abgeschlossen und die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Der Einstieg in den aktuellen Kriminalfall gelingt relativ mühelos. Zunächst erfährt man von einem geheimnisvollen Brief, der allen Widrigkeiten zum Trotz, schließlich seinen Empfänger erreicht und damit einen Stein ins Rollen bringt, der eine unglaubliche Lawine auslösen wird. Genaueres wird dort nicht verraten und deshalb ist das Interesse sofort geweckt. Bis zur Auflösung muss man sich allerdings gedulden, denn Stefan Ahnheim hält einige Überraschungen bereit.
Der Krimi besteht aus verschiedenen Handlungssträngen, die nicht auf Anhieb miteinander in Verbindung gebracht werden können. Das weckt von Anfang an das Interesse mitzuermitteln, um so zu erfahren, wie alles zusammenhängen könnte. Da die Handlung allerdings sehr komplex ist, ist es ratsam, die Ermittlungen mit größter Aufmerksamkeit zu verfolgen, da man sonst entscheidende Details überlesen und den Anschluss verpassen könnte. Im Verlauf der Handlung werden zahlreiche Charaktere eingeführt. Auch hier ist es zu empfehlen, sich gut auf die Namen und die jeweiligen Verbindungen untereinander zu konzentrieren, damit man die Übersicht behält und die spannende Rahmenhandlung genießen kann.
Denn an Spannung hat dieser Krimi wirklich einiges zu bieten. Immer wenn man denkt, dass man der Lösung einen Schritt näher gekommen ist, sorgt eine überraschende Wendung dafür, dass man die eigenen Ermittlungen über den Haufen werfen und neu ansetzen muss. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen übrigens nicht sein, denn der Täter geht mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich um und deshalb hat man stellenweise das Gefühl, dass eigentlich Blut zwischen den Zeilen heraustriefen müsste. Abrupte und an entscheidenden Stellen geschickt eingesetzte Szenenwechsel sorgen dafür, dass man unweigerlich in den Sog der Handlung gerät und das Buch deshalb nur ungern aus der Hand legen mag.
Doch nicht nur die Haupt-, sondern auch die Nebenhandlungen überzeugen bei diesem Krimi. Denn man erfährt einiges aus dem Privatleben der unterschiedlichen Charaktere. Das drängt sich auch nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern rundet das Gesamtbild ab, da die Akteure dadurch viel lebendiger, und ihre Handlungen nachvollziehbarer, wirken.
Obwohl ich manchmal Schwierigkeiten habe, mit skandinavischen Kriminalromanen richtig warm zu werden, da mir die Atmosphäre, die in diesen Romane herrscht, oft zu düster und schwermütig ist, hatte ich hier keinen Moment das Gefühl, sondern konnte mich ganz auf die spannende Handlung einlassen. Dabei habe ich mit den Ermittlern mitgefiebert und versucht die richtigen Schlüsse zu ziehen. Überraschende Wendungen haben allerdings dafür gesorgt, dass ich einige Male in die Irre geleitet wurde. Ich vergebe deshalb begeisterte vier Bewertungssterne und eine ganz klare Leseempfehlung! Das eine Sternchen ziehe ich ab, da ich zugeben muss, dass es nicht immer ganz einfach ist, die Übersicht über die recht komplexe Handlung zu behalten.
Rezensionen von KimVi:
Hochspannende Mischung aus Fakten und Fiktion
Zerschunden von Tsokos Michael; Gößling Andreas
Die sechsundsiebzigjährige Irina Petrowa befindet sich auf dem Heimweg vom Supermarkt. In der Berliner Gluthitze, die seit Tagen in der Hauptstadt herrscht, wird jeder Schritt für Irina zur Qual. Mühsam schleppt sie sich in ihren Wohnkomplex. Plötzlich geht alles ganz schnell, denn jemand stößt sie in ihre Wohnung, schließt die Tür und dann bemerkt Irina nur noch einen schwarzen Schatten, der seine Hände um ihren Hals legt.
Rechtsmediziner Dr. Fred Abel wird nach dem Auffinden ihrer Leiche an den Tatort gerufen. Abel findet minimale Spuren des Täters. Dadurch lässt dieser sich zwar nicht genau identifizieren, aber eine Eingrenzung ist immerhin möglich. Die Ergebnisse sorgen dafür, dass Lars Moewig ins Visier der Ermittlungen gerät. Der ehemalige Soldat ist Abel bestens bekannt, denn die beiden waren gemeinsam bei der Bundeswehr. Moewig hat für die Tatzeit allerdings kein Alibi und landet in Untersuchungshaft. Er beteuert seine Unschuld und hofft darauf, dass er schnell aus der Haft entlassen wird, denn seine kleine Tochter Lilly ist an Leukämie erkrankt und hat nur noch wenige Tage zu leben. Ihr größter Wunsch ist es, sich von ihrem Vater zu verabschieden. Abel beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Er ahnt noch nicht, in welche Gefahr er sich und andere dabei bringt.......
Bei "Zerschunden" handelt es sich um einen True-Crime-Thriller, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Im Nachwort erfährt man, inwieweit sich Fiktion und Realität mischen. Die Handlung wird in verschiedenen Strängen erzählt. Man beobachtet, wie Rechtsmediziner Fred Abel die Ermittlungen aufnimmt und dabei durch halb Europa hetzt. Außerdem ist die kleine Lilly, die nur noch wenige Tage zu leben hat und darauf hofft, ihren Vater noch einmal zu sehen, Teil der Handlung. Es gibt außerdem Rückblicke in die Vergangenheit eines äußerst brutalen Killers. Das Buch besteht aus fast 100, manchmal recht kurzen, Kapiteln. Da jedes mit dem Handlungsort, Datum und Uhrzeit versehen ist, fällt es leicht, die Übersicht über die unterschiedlichen Perspektiven zu behalten.
Der Schreibstil wirkt zunächst etwas knapp und eher distanziert. Daran gewöhnt man sich allerdings recht schnell, denn schon nach kurzer Zeit gerät man in den Sog der Handlung und möchte unbedingt wissen, wie sich die Handlungsfäden verknüpfen und mit welchem Killer man es hier zu tun hat. Fred Abel ist ein sehr sympathischer Hauptprotagonist. Der Rechtsmediziner hat das Herz auf dem richtigen Fleck und scheut sich nicht, auch mal etwas zu riskieren. Man kann deshalb wunderbar mit ihm mitfiebern und gebannt seine Jagd durch halb Europa verfolgen. Durch das Fachwissen von Michael Tsokos wirkt der Rechtsmediziner besonders authentisch. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen dieses True-Crime-Thrillers allerdings nicht sein, denn der Killer geht mit seinen Opfern äußerst brutal um. Das Wissen, dass das Geschehen auf einer wahren Begebenheit beruht, verstärkt den Gänsehautfaktor beim Lesen zusätzlich. An einer zuweilen recht vulgären Ausdrucksweise, sollte man sich auch nicht stören, doch selbst die wirkt nicht aufgesetzt und übertrieben, sondern passend zu den entsprechenden Szenen.
Die aufgebaute Spannung ist durchgehend spürbar und kann sich zum Ende hin sogar noch steigern. Michael Tsokos gelingt es hervorragend, die unterschiedlichen Handlungsfäden zum Schluss stimmig zu verbinden. Ein Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man unbedingt erfahren möchte, wie es mit Dr. Fred Abel weitergeht.
Ich bin mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und wurde nicht enttäuscht. Die hochspannende Mischung aus Fakten und Fiktion konnte mich restlos überzeugen. Ich war so gebannt von der Handlung, dass ich das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen habe. Der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass ich unbedingt erfahren möchte, wie es weitergeht. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssterne und freue mich bereits jetzt auf ein Wiedersehen mit dem sympathischen Rechtsmediziner.
Rezensionen von KimVi:
Empfehlenswerte Fortsetzung
Straße nach Nirgendwo Roman von Löwenberg Nele
Nach einem Familienstreit verlässt Sheridan Grant die Farm ihrer Adoptiveltern, um in New York eine Karriere als Sängerin zu starten. Auf dem Weg dorthin erfährt sie aus dem Fernsehen, dass Esra auf der Farm Amok gelaufen ist und dass er in seinem Rausch einige Menschen getötet hat. Sheridan ist geschockt.
Doch sie hat keine Möglichkeit die Nachricht zu verarbeiten, denn Rachel Grant setzt sich äußerst medienwirksam in Szene und behauptet, dass Sheridan die Schuld an Esras Amoklauf trägt. Die Presse stürzt sich begierig auf die Geschichte und schon bald schlägt Sheridan der Hass der Bevölkerung entgegen. Sie versucht unterzutauchen und ein neues Leben zu beginnen. Doch das ist gar nicht so einfach, da Sheridan ständig von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.....
Dieser Roman ist die Fortsetzung zu "Sommer der Wahrheit" und schließt nahtlos an das Ende des ersten Bandes an. Da die Ereignisse aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich, die beiden Teile in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Der Schreibstil von Nele Löwenberg ist auch in diesem Roman wieder sehr flüssig und angenehm lesbar. Es gelingt ihr hervorragend, die Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man sie beim Lesen mühelos vor Augen hat. Die Atmosphäre wirkt sehr amerikanisch, sodass man sicht stets bewusst ist, wo sich die Handlung zuträgt.
Da Sheridan eine sehr sympathische Protagonistin ist, fiebert man regelrecht mit ihr mit. Das Schicksal hält für sie einige Ungerechtigkeiten bereit, bevor ein wenig Ruhe für sie einkehrt. Auf ihrem Weg lernt sie einige Menschen kennen und muss mit etlichen Rückschlägen fertig werden. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und interessant geschrieben. Allerdings gibt es auch in diesem Band Zufälle, die nicht unbedingt glaubhaft wirken, sondern einen eher klischeehaften Eindruck hinterlassen. Weniger Dramatik hätte die Erzählung realistischer wirken lassen.
Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen dieser Fortsetzung wieder sehr gut unterhalten und den Roman, der ja nicht gerade ein dünnes Heftchen ist, an einem Tag durchgelesen. Die Geschichte konnte mich also wieder ganz in ihren Bann ziehen und ich habe dabei mit Sheridan mitgefiebert. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der ein oder andere Zufall etwas zu viel des Guten war und deshalb ziehe ich ein Bewertungssternchen ab.








