Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Das Buch möchte ich vor allem wegen der oft dichten, sehr starken Sprache empfehlen
KNOI. von Schalko David
Knoi ist ein besonderes Buch!
Ziemlich mühsam zu lesen, verwirrend, manchmal anstrengend, aber oft poetisch, ganz im Gegensatz zum unromantischen Inhalt, der großteils verbogene, unglückliche, beziehungslose, ziemlich seltsame Menschen schildert.
Die Sprache ist es, die für mich das Buch stark macht, die Bilder, die immer wieder entstehen, die Suche, die doch nur mehr Verwirrung und Leere bringt.
Witz, Sarkasmus, Traurigkeit, Hlflosigkeit gehen fast übergangslos ineinander über.
Manchmal habe ich Abschnitte zweimal gelesen und meist haben sie mir beim zweitenmal besser gefallen.
Ich möchte nicht in der Haut eines der Protagonisten stecken....
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Knoi bleibt mir ein Rätsel
KNOI. von Schalko David
Fernsehen ist Fernsehen und ein Roman ist ein Roman. Man soll einen Autor nicht in Schubladen stecken, aber vermutlich habe ich mir etwas mehr ?Braunschlag? erwartet, der ?Knoi? bleibt mir ziemlich fremd.
Es geht um schwierige Menschen mit komplizierten Beziehungen und einem oft merkwürdigen Sexualverhalten.
Ich habe versucht die Geschichte als Satire zu verstehen, habe aber nicht die Geduld und das Interesse aufgebracht, die Verwicklungen bis zum Ende mit Aufmerksamkeit zu lesen. Die ständige indirekte Rede hat mich sehr ermüdet, ich bin auch sicher, dass ich manchmal den Faden verloren habe und von Seite zu Seite nicht mehr genau gewusst habe, wer jetzt da am Wort ist. Sie machen sich alle das Leben schwer und man kann gut verstehen, dass der kleine Max manchmal lieber ein stummes Reh oder eine Giraffe ist.
Mit einem Knoi an sich habe ich keine Schwierigkeiten, ich kenne die Krulben von Erich Fried, manch merkwürdige Gestalten von Christian Morgenstern und auch in unserer Familie gibt es Kuis und Trattis, aber mit der Geschichte vom Knoi werde ich nicht so recht warm, damit sollen sich andere herumschlagen.
Rezensionen von carcarocaroline:
Es geht nicht immer nur um Sex
KNOI. von Schalko David
Bei einem Titel wie »Es geht immer nur um Sex«, ist die unwillkürliche Assoziation, dass es sich um eine Plattitüdensammlung in Romanform handeln muss. Dass es sich aber keinesfalls um leichte Kost handelt, macht das Buch nicht weniger unterhaltsam. Man hat am Ende ein unbehagliches, aber auch höchst befriedigendes Gefühl.
Befriedigend, weil man ein großartig geschriebenes Buch beendet hat, und unbehaglich, weil es einen noch lange zum Nachdenken über das eigene Leben bringt.
Die Geschichte dreht sich um Marius, einen Enddreißiger, der den Leser mit seinen zynischen Monologen und seinem egoistischen Verhalten wechselweise unterhält, und so dafür sorgt, dass man sich absolut nicht mit ihm identifizieren möchte - und es am Ende doch tut. Die anderen Charaktere im Buch werden von Marius entweder verachtet, belächelt oder benutzt. Bis er Sophie kennenlernt, bei der er sich die Frage stellen muss, ob wirklich immer alles nur um Sex geht...
Der Roman wird aus Marius? Perspektive erzählt, und alle Dialoge sind in indirekter Rede verfasst. Tatsächlich kommt auch der im Titel versprochene Sex im Buch nicht zu kurz. Marius Monologe wirken dazwischen wie Gedankenströme, in denen er Sachen auf den Punkt bringt, die sich die meisten Menschen nur heimlich eingestehen würden. Genau das macht die Geschichte so ansprechend. Marius heuchelt keinen Moralvorstellungen nach, die stehen einem nur im Weg. So benimmt er sich zwar wie ein richtiges Arschloch, aber wenigstens ist er ehrlich, zu sich selbst und auch allen anderen gegenüber.
Würde Marius ein bisschen brutaler agieren, könnte es sich um einen Roman von Bret Easton Ellis handeln. Lucas Fassnacht schafft es, sehr schlicht und sachlich den Werteverfall unserer Konsumgesellschaft zu kritisieren. Eine Gesellschaft, die immer auf der Suche nach Spaß, Sex und Liebe ist, dabei keine Rücksicht auf andere nimmt, aber sich dennoch konstant Moral vorheuchelt. Außerdem schafft es Fassnacht durch intelligent eingesetzte Stilmittel, viele der Geschehnisse im Buch vorausahnen zu lassen, was eine Freude für jeden aufmerksamen Leser bedeutet.
Lucas Fassnacht war bisher durch Poetry Slam Auftritte bekannt, der Sprung vom Kurztext zum Roman ist ihm aber definitiv gelungen. Das Buch ist absolut empfehlenswert, besonders für Menschen, die keine Angst davor haben, die eigenen Entscheidungen im Leben einmal in Frage zu stellen und beim Lesen nachzudenken.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :
"Das Handbuch" für alle, die wissen möchten, wie die Dreier-, Viereckliebesgeschichten funktionieren oder nicht funktionieren!
KNOI. von Schalko David
"KNOI"ist für die Leser die Spaß an den bösen Liebeskonstellationen haben. In diesem Liebesviereck wird der Leser durch sexuelle Deviationen von einem zu anderen Eck geworfen. In jedem Eck, der sich als Versteck für neue Konstellationen herausstellt, wiederholt sich die Suche nach dem Glück, der Liebe, Verdrängen, nicht vorgetäuschten Orgasmen usw.
. Durch sexuelle Obsessionen sind die Menschen verklemmt und bewegen sich in ständig gleich wiederholtem Gefühlschaos, das sich auch im Stil des Buches widerspiegelt!!!!
Rezensionen von buchleserin:
Schwesterlein, komm stirb mit mir
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander
In Düsseldorf ist eine Frau in ihrer Wohnung bestialisch ermordet worden. Diese Anwältin war einmal ein Mann.
Kriminalhauptkommissar Georg Stadler glaubt an einen Serienmörder.
Er erinnert sich an einen früheren Fall. Doch dieser Mörder sitzt bereits im Gefängnis. Ein neuer Jack the Ripper?
Stadtler bittet die Psychologin Liz Montario um Hilfe.
Sie hat bereits eine Mordserie sehr erfolgreich aufgeklärt.
Es gibt weitere Mordfälle. Wieder Transsexuelle. Ist es doch ein Serienmörder?
Liz bekommt anonyme Briefe und derjenige scheint sie sehr gut zu kennen. Sie hat einen unglaublichen Verdacht. Doch der Polizei gegenüber erwähnt sie zunächst nichts von den Briefen.
Das Cover gefällt mir ganz gut. Es ist irgendwie nicht sehr spektakulär, aber doch ansprechend. Auffällig ist die rote und grüne Schrift. Der Hintergrund ist schlicht grau. Dieses Kreuz wurde mit ungeschickten Stichen genäht, es wirkt irgendwie unheimlich auf mich.
?Schwesterlein, komm stirb mit mir? hat mich sofort gefesselt. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist schön flüssig und lässt sich leicht lesen. Dieser Thriller ist unglaublich spannend geschrieben. Die Seiten flogen nur so dahin. Die Kapitel sind kurz gehalten, was ich bei diesem Buch als sehr angenehm empfand. Es war mir dadurch jedoch kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Spannung wird durchgehend aufrecht gehalten.
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Das Ermittlerduo Stadler und Montario war mir sehr sympathisch. Auch die anderen Charaktere haben mir gefallen.
Die Beschreibungen der bestialischen Morde sind nichts für schwache Nerven.
Dieses sehr spannende Buch hat mir richtig gut gefallen.
Ein paar Fragen bleiben zum Schluss jedoch ungeklärt.
Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Ich bin schon sehr auf den nächsten Band gespannt.
Fazit:
Ein spannender und gelungener Auftakt einer neuen Thriller-Reihe.
Sehr zu empfehlen.
Rezensionen von Renate Geissler:
KNOI - kein reines Lesevergnügen
KNOI. von Schalko David
Ich habe das Buch eigentlich gerne gelesen. Sprachlich sehr dicht, musste ich mich wirklich sehr konzentrieren und habe trotzdem teilweise den Überblick über "wer mit wem und warum" und "was hat es mit diesem Kind Max auf sich"immer wieder verloren ! Mühsam fand ich auch das Wechseln zwischen real und surreal.
Ein interessantes Buch, das man nicht so nebenbei lesen kann .
Rezensionen von Fieber:
Leider nein!
KNOI. von Schalko David
Ich kann weder dem Stil, noch der Handlung ? gibt es überhaupt eine? - etwas abgewinnen. Die handelnden Personen werden für meine Begriffe zwanghaft skurril dargestellt.
Mir war es auch beim zweiten Versuch - schade um die Zeit - nicht möglich, in die Tiefe einzudringen bzw. einen Faden zu finden.
Rezensionen von Firma.Schleicher-GbR@t-online.de:
Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander
Der Düsseldorfer Kriminalpolizist Georg Stadler bearbeitet einen Mordfall und hat aufgrund von Parallelen mit einem älteren Fall den Verdacht, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben. Zur Ausarbeitung eines Täterprofils engagiert er die Psychologin Liz Montario, die eine Koryphäe auf diesem Gebiet ist.
Tatsächlich ereignen sich im Laufe der Ermittlungen weitere Morde, die zusammen zu hängen scheinen.
Stadler weiß jedoch nicht, dass Liz zur gleichen Zeit Drohbriefe erhält. Sie verschweigt ihm auch die familiäre Katastrophe ihrer Jugend, die sie schwer traumatisiert hat und die maßgeblich für ihre Berufswahl war. Es dauert nicht lange und die Vergangenheit holt sie ein. Liz befindet sich plötzlich selbst in Lebensgefahr.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem Krimi-Fan nur ans Herz legen. Karen Sander hat meiner Meinung nach hier einen Triller allererster Güte geschrieben. Die Spannung bleibt von der ersten Seite bis zum Schluss erhalten. Jedes Kapital beantwortet offene Fragen, endet aber wieder mit neuen Fragen. Dadurch ist es nicht einen Moment langweilig und ich als Leser hatte das Bedürfnis, sofort weiter zu lesen um zu wissen, wie es weitergeht. Zwischen den einzelnen Kapiteln werden vor allem anfangs immer wieder Zeitungsartikel eines Vorfalls vor 16 Jahren abgebildet. Erst nach und nach wird klar, wie diese mit den aktuellen Mordfällen zusammenhängen. Eine nach meiner Einschätzung exzellente Art, die Spannung aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Hintergrundinformationen zum Mordmotiv zu bekommen.
Die Autorin hat nach meiner Einschätzung auch genügend Hintergrundinformationen medizinischer, psychologischer und polizeidienstlicher Art recherchiert. Die Geschichte klingt glaubwürdig und ist überwiegend schlüssig. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Dadurch, dass die Hauptdarsteller selbst auch Fehler begehen und entsprechende Stärken und Schwächen haben, wirken sie sehr authentisch und menschlich. Die Darstellungen von Orten und Tatorten sind sehr detailliert. Vor allem die Beschreibungen der Tatorte und Leichen zeigen Abgründe menschlicher Phantasie auf und machen dieses Buch zu einem exzellenten und spannenden Thriller.
Ein absolut spannendes und uneingeschränkt zu empfehlendes Buch.
Rezensionen von jutscha:
Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander
Der Düsseldorfer Kriminalpolizist Georg Stadler bearbeitet einen Mordfall und hat aufgrund von Parallelen mit einem älteren Fall den Verdacht, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben. Zur Ausarbeitung eines Täterprofils engagiert er die Psychologin Liz Montario, die eine Koryphäe auf diesem Gebiet ist.
Tatsächlich ereignen sich im Laufe der Ermittlungen weitere Morde, die zusammen zu hängen scheinen.
Stadler weiß jedoch nicht, dass Liz zur gleichen Zeit Drohbriefe erhält. Sie verschweigt ihm auch die familiäre Katastrophe ihrer Jugend, die sie schwer traumatisiert hat und die maßgeblich für ihre Berufswahl war. Es dauert nicht lange und die Vergangenheit holt sie ein. Liz befindet sich plötzlich selbst in Lebensgefahr.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem Krimi-Fan nur ans Herz legen. Karen Sander hat meiner Meinung nach hier einen Triller allererster Güte geschrieben. Die Spannung bleibt von der ersten Seite bis zum Schluss erhalten. Jedes Kapital beantwortet offene Fragen, endet aber wieder mit neuen Fragen. Dadurch ist es nicht einen Moment langweilig und ich als Leser hatte das Bedürfnis, sofort weiter zu lesen um zu wissen, wie es weitergeht. Zwischen den einzelnen Kapiteln werden vor allem anfangs immer wieder Zeitungsartikel eines Vorfalls vor 16 Jahren abgebildet. Erst nach und nach wird klar, wie diese mit den aktuellen Mordfällen zusammenhängen. Eine nach meiner Einschätzung exzellente Art, die Spannung aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Hintergrundinformationen zum Mordmotiv zu bekommen.
Die Autorin hat nach meiner Einschätzung auch genügend Hintergrundinformationen medizinischer, psychologischer und polizeidienstlicher Art recherchiert. Die Geschichte klingt glaubwürdig und ist überwiegend schlüssig. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Dadurch, dass die Hauptdarsteller selbst auch Fehler begehen und entsprechende Stärken und Schwächen haben, wirken sie sehr authentisch und menschlich. Die Darstellungen von Orten und Tatorten sind sehr detailliert. Vor allem die Beschreibungen der Tatorte und Leichen zeigen Abgründe menschlicher Phantasie auf und machen dieses Buch zu einem exzellenten und spannenden Thriller.
Ein absolut spannendes und uneingeschränkt zu empfehlendes Buch.
Rezensionen von Alexandra Cohen:
Viele Fakten zu Kosova/o
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander
Auf dem Buchklappentext steht: ? Kosova - Kosovo ist und bleibt ein gefährliches Pulverfass in Südosteuropa. Massenarmut und soziales Elend prägen das Leben der Menschen. Wie kann die soziale und nationale Frage in Kosova gelöst werden?? Der Autor beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung in Kosova.
Das Buch ist ein Sachbuch. Dennoch ist die Beschreibung des Privatisierungsprozesses, der Massenarmut und des sozialen Widerstandes sehr lebhaft. Das Buch ist ein aus linker Sicht geschriebener Text zu diesen Themen. Damit schließt das Buch eine Lücke auf dem deutschen Buchmarkt. Der Autor spricht sich klar und deutlich für das Selbstbestimmungsrecht Kosovas aus. Im Buch wird sowohl der alte und neue serbisch kolonialistische Anspruch auf Kosova zurückgewiesen. Sehr genau analysiert der Autor ,die neue kolonialistische Struktur unter der Oberhoheit der EULEX in Kosova. Anhand vieler Beispiele wird der Privatisierungsprozess in Kosova dargestellt. Es gelingt dem Autor mittels vieler konkreter Fälle wie dem Verkauf von Ferronikel in Drenas, oder der Privatisierung der Post und Telekommunikation ( PTK) den negativen Privatisierungsprozess zu beschreiben. Auch der Autobahnbau durch das Konsortium Bechtel & Enka wird aufs Korn genommen. Schlecht kommt auch das führende politische Establishment in Kosova weg. Max Brym zeigt die Korruptheit dieser Schicht auf. Grundsätzlich geht es dem Autor um soziale Gleichheit und Demokratie. Das Buch enthält wichtige Vorschläge zur Reaktivierung der Arbeiterbewegung in Kosova. Wer über das Leben und den Kampf der einfachen Menschen in Kosova informiert sein will kommt um das Buch nicht herum. Der Autor stellt die ? Kosova- Frage? aber auch in seinen internationalen Zusammenhang. Kosova wird als kolonialistisches neoliberales Versuchsfeld dargestellt. Beschrieben wird die Konkurrenz verschiedener internationaler Kapitalgruppen, um die Rohstoffreichtümer Kosovas. Dazu gibt es viel Material. Grundsätzlich merkt der Leser wie gut Max Brym mit der Materie Kosova vertraut ist. Das Buch liefert eine enorme Menge an soziologischen und historischen Fakten.



