Kunden em pfehlungen
Rezensionen von AngiF:
Auf der Flucht
Sie werden dich finden von Rayburn James
Kate Swift hat noch immer die Fähigkeit, Gefahr im Voraus zu erkennen, zu erahnen. Als sie die zwei Jugendlichen auf die Schule ihrer Tochter zugehen sieht, weiß sie im Bruchteil einer Sekunde, was die beiden vorhaben. Im selben Moment, wie sie entscheidet, einzugreifen und ihre Tochter aus der Gefahrenzone zu holen, weiß sie auch, dass ihre Tarnung damit auffliegen wird.
Doch sie muss diesen Amoklauf stoppen, bevor es zu spät ist und Suzie etwas zustößt. Es gelingt ihr, die Attentäter auszuschalten und sich Suzie zu schnappen. Nun beginnt die wahnwitzige Jagd auf sie, die Whistleblowerin des CIA, erneut.
Der Autor Roger Smith schreibt dieses Mal unter dem Pseudonym James Rayburn einen rasanten Agententhriller. Sein verwendetes Tempo ist von der ersten Zeile an atemraubend und ich als Leserin werde sofort in die Handlung hineingeworfen. Den hohen Spannungsbogen kann Roger Smith den gesamten Thriller über aufrecht erhalten, er schafft es mich zu fesseln und mitzureißen und die Flucht von Mutter und Tochter mitzufühlen. Die Charaktere sind brillant angelegt und verfügen über eine große Authentizität und Tiefe, sie sprühen vor Leben. Der Autor besticht mit seinem Schreibstil und seiner klaren Sprache. Die Dialoge sind real und in kurzen Sätzen gehlten, was meiner Meinung nach die Spannung antreibt. Der Plot selbst ist exzellent angelegt, mit vielen unerwarteten Wendungen.
Sehr gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter, an Leser, die harte, anspruchsvolle Thriller im Agentenmilieu lieben oder kennenlernen möchten. Ich wurde mit dieser Lektüre erstklassig unterhalten und kann dem Thriller das Prädikat ?Pageturner? verleihen. Ich kenne von Roger Smith bereits den Thriller ?Staubige Hölle? und war von dem Süd-Afrika Thriller genauso begeistert, wie von ?Sie werden dich finden?.
Rezensionen von Krimine:
Ein schlichter Krimi mit einem ganz eigenen Charme und tollen Figuren
Mord mit Meerblick von Nikolic Ranka
Auf seiner nächtlichen Tour durch die Straßen der kroatischen Hafenstadt Rijeka findet der Mitarbeiter eines Reinigungsunternehmens einen toten Mann, der inmitten einer großen Blutlache liegt. Ein Fall für Inspektorin Sandra Horvat und ihr Team, die bereits am frühen Morgen damit beginnen, erste Ermittlungen anzustellen.
Allerdings bringen einige sofort angestellte Befragungen der Nachbarn keinen Erfolg und weitere Zeugen sind nicht in Sicht. Grund genug, etwas genauer in das Umfeld des Mordopfers schauen, wo es bald erste Ansätze für ein Tatmotiv gibt. Fast zur gleichen Zeit wird eine 75-jährige Frau mit ihrem Schnellkopftopf erschlagen, und während die Mordkommission auch in diesem Fall zunächst einmal im Trüben fischt, stellt sich plötzlich heraus, dass beide Taten zusammenhängen.
?Mord mit Meerblick? ist das Debüt der Autorin Ranka Nikolic, die als Kind mit ihren Eltern von Kroatien nach Deutschland kam. Kein Wunder also, dass ihr erster Kriminalroman in der Hafenstadt Rijeka spielt, die als drittgrößte Metropole Kroatiens ein gut besuchter Urlaubsort ist. Hier lernt der Leser vor einer atemberaubenden Kulisse nicht nur die pulsierende Stadt und ihre Bewohner kennen, sondern erhält auch einen kleinen Einblick in die bewegende Geschichte des Landes. Doch vor allem stehen im Mittelpunkt des atmosphärischen Romans die Ermittlungen zu zwei brutalen Verbrechen, die dem vierköpfigen Team der Mordkommission von Rijeka ordentlich zu schaffen machen.
Erzählt werden die eher unspektakulär verlaufenden Ereignisse in chronologischer Reihenfolge, ohne die sonst üblichen Verfolgungsjagden oder andere Effekthascherei. Deshalb erscheint der Kriminalroman ungewohnt ruhig, hat es aber trotzdem in sich und liefert durch die in ihm akribisch geführten Ermittlungen ausreichend Material, um eigene Vermutungen anzustellen. Ob diese allerdings richtig sind, offenbart sich erst ganz zum Schluss. Bis dahin wird der Leser durch immer wieder neue Wendungen und humorvoll geführten Dialogen der Ermittler gut unterhalten, die sich trotz unterschiedlicher Charaktereigenschaften und persönlicher Handicaps in ihrem täglichen Miteinander gut verstehen.
Fazit:
?Mord mit Meerblick? ist ein eher schlichter Kriminalroman mit einem ganz eigenen, manchmal etwas rauen Charme, der dem wahren Leben sehr nahe kommt und mit angenehm realistischen Figuren, bei denen es Spaß macht, sie mit allen ihren Eigenarten kennenzulernen.
Rezensionen von heinoko:
Ein Buch wie ein Bilderteppich
Aimées geheimer Wunsch von Kelly Doust
Da ist der Autorin etwas sehr Schönes gelungen, eine Geschichte über das Lebensgefühl der Frauen in unterschiedlichen Zeiten, aber dennoch mit immer der gleichen Sehnsucht nach Liebe und Erfüllung.
Im Jahr 1891 stickt Aimée mit Hingabe an einem Kragen, der für ihr Hochzeitskleid gedacht ist. Sie kennt ihren zukünftigen Mann nicht und blickt deshalb sehr unsicher in die Zukunft.
Ihr strenger Vater erlaubt ihr keine Bildung, und so liest sie heimlich, wissbegierig wie sie ist.
Mit der leider nicht sehr ausführlichen Geschichte Aimées umrahmt das Buch die Geschichte dieses gestickten Kragens, der in viele unterschiedliche Hände gerät. So viele unterschiedliche Leben, so viel Unglück in all diesen Schicksalen, ob in London, Paris, Rom oder Istanbul. Verbindend dazwischen gesetzt ist das Leben von Maggie und ihrer Familie in der Jetzt-Zeit. Maggie ist Auktionatorin und Gutachterin, liebt alte Dinge und forscht nach deren jeweiliger Geschichte. Sie reibt sich auf zwischen Arbeit und Familie, will allem und allen gerecht werden und trägt doch selbst eine tief verborgene geheime Not in sich.
Bewundernswert ist der Schreibstil, der gekonnt in die jeweilig dargestellte Zeit und Person schlüpft und sehr bildhaft Sequenzen aus deren Leben beschreibt. Wie ein Bilderteppich webt sich dieses Buch durch die Zeiten, einzige Konstante der perlenbestickte Kragen... Faszinierend und wunderschön!
Rezensionen von Wolly:
Hält was der Titel verspricht
Last Minute Vegetarisch Richtig lecker kochen in nur 10 bis 20 Minuten von Weber Anne-Katrin
Last Minute vegetarisch hält genau was der Titel verspricht. Die Rezepte sind einfach nachzumachen, es geht schnell und meistens sind die Zutaten auch nicht allzu exotisch. Schonmal ein Pluspunkt für Jeden der es einfach und unkompliziert mag. Auch wer auf die Gestaltung großen Wert legt ist bei diesem Buch gut aufgehoben.
Wertig Verarbeitung, schöne Bilder und eine gute Übersichtlichkeit machen das Buch zu einem schönen Helfer am heimischen Herd. Besonders die Küchentricks vom Profi sind unabhängig von den Rezepten gerade für Menschen mit Zeitmangel gold wert.
Auch bei der Auwahl der Gerichte braucht sich dieses Buch nicht zu verstecken. Unter der Kapitelüberschrift "Schnell mal" finden sich Salate, Aufstriche, leichte Speisen, Pestos, deftiges, Stullen, knuspriges, Smoothies und süßes. Wie man sieht ist also für alle Gelegenheiten etwas dabei. Die Rezepte selbst sind dabei auf das wesentliche Beschränkt, mit Portionsangabe und Kochdauer versehen und bebildert, sodass selbst bei unerfahrenen Köchen nichts schief gehen sollte. Gewünscht hätte ich mir noch eine ungefähre Nährwertangabe vielleicht zumindest in Form von einer Farbskala oder ähnlichem. Wer sich gesundheitsbewusst ernährt möchte schließlich wissen womit er es zu tun hat. Dies ist aber schon Kritik auf hohem Niveau, denn grundlegend findet sich hier wirklich alles was man braucht. Und die schmackhaften Gerichte sind meiner Meinung nach auch für Nicht-Vegetarier gut geeignet. Veganer werden wahrscheinlich nicht zu 100% glücklich. Zwar findet sich auch eine gute Anzahl veganer Gerichte, die auch als solches gekennzeichnet sind, aber einiges kommt doch nicht ohne Milchprodukte, Eier und Co. aus. Da sollte einfach jeder für sich entscheiden. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit den bisher ausprobierten Rezepten und kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.
Rezensionen von TheUjulala:
Enttäuschend, kitschig und voller Klischees.
Meer Liebe auf Sylt von Claudia Thesenfitz
Hier geben sich Klischee und Stereotype die Hand und spazieren gemeinsam in den Sonnenuntergang.
Mein drittes Buch aus vorablesen.de ist mal wieder eine Enttäuschung. Die Leseprobe hatte mir richtig Spaß gemacht und versprach ein amüsantes Buch über zwei middel-aged Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können.
Leider haben die weiteren Kapitel meine Hoffnung nicht erfüllt.
Das Cover:
Das Klappenbild gefällt mir überhaupt nicht, aber es bildet das passende Pendant zu Thesenfitzs Debut-Roman ?Sylt und Selter?. Das geschulte Auge sieht sofort, dass das Model in die Szenerie hineingebastelt ist. Es passt mit seiner Aufmachung zu einem typischen Sommer-Sonne-Liebe-Roman, dem man von vornherein keine tiefgründigere Thematik zutraut. Darauf hätte ich vielleicht achten sollen.
Die Handlung:
Die zwei Omas Henrietta, ein konsumgeiles Karriereweib, und Ulla, die Verkörperung aller Esoteriktheorien, treffen auf Sylt zwangsweise zusammen und müssen alleine auf ihre gemeinsame 2jährige Enkelin Emma aufpassen. Alex, die Tochter von Henrietta und die Mutter des Schützlings, ist nach Amerika abgehauen, um ihre Ehe zu retten. Die beiden Großmütter können sich nicht ausstehen und prallen in der romantischen Kulisse des Sylters Meer und Dunenlandschaft aufeinander. Glücklicherweise werden die beiden noch von Henriettas älteren Tochter Jana unterstützt.
Der Sprachstil:
Anfangs war es frech und amüsant. Mit ironischem Augenzwinkern nahm Claudia Thesenfitz die beiden unterschiedlichen Lebensanschauungen unter die Lupe. Das hatte mir sehr gut gefallen. Mit Zuname der Seiten geht aber diese anfängliche Spritzigkeit total verloren und ergeht sich nur in langweiligen Beschreibungen eines Urlaubsalltags der High-Society auf Sylt. Es wurde mehr wörtliche Rede verwendet, aber die Dialoge wurden immer stumpfer und schwacher. Allgemein ist die Sprache doch eher normal ohne besonderen Merkmalen oder herausragender Wortgewandtheit.
Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ist leider etwas sehr zu plötzlich aber die ersten Kapitel haben mir dennoch richtig Spaß gemacht. Mit herrlich bissiger Zunge beschreibt Claudia Thesenfitz das erste Aufeinanderprallen der beiden Welten ?Konsum" gegen ?Öko". Trotzdem blieb dieser ?Eklat? zwischen den beiden Personen einfach aus. Dabei hat sich das Thema auch extrem gewandelt. Versprach der Klappentext und die Leseprobe den ironisch überspitzen Konflikt zwischen Esotante und Konsumweib, ging es plötzlich um pseudo-tiefgründige Gedanken über Kinderkriegen ab 40 und Sexualität im Alter - und das leider seitenweise. Das wollte ich eigentlich nicht lesen und wäre in meinen Augen eine glatte Themaverfehlung. Was sich anfänglich als frotzelndes Schubladenschubsen anmutete eskalierte in ein reines nervtötendes Rumreiten auf typischen Frauen-Klischees.
In die Personen konnte ich mich von Anfang an nicht einfühlen. Obwohl mir die übertrieben gezeichneten Charaktere anfangs gut gefallen hatten, wird es nur noch kitschig und stereotypisch. Aber eine besondere Tiefe konnte ich zu keinem aufbauen. Die Persönlichkeiten waren mir zu einseitig und klischeehaft.
Ab Mitte hatte ich das Gefühl ein anderes Buch in der Hand zu halten. Die Handlung ist von Anfang an nicht wirklich spektakulär und baut dann auch immer mehr ab. Trotz Henriettas Amüsement mit dem heißesten Flirt, kann mich die Geschichte nicht hinterm Ofen hervorlocken.
Abhängig von den vorkommenden Personen war auch die Erzählperspektive und Länge der Kapitel sehr unterschiedlich. Zunächst beschränkte sich Claudia Thesenfitz darauf, die Kapitel auch nur in der Sicht einer Person zu schreiben. Später aber mischte sie ständig und mich hat das furchtbar gestört.
Die letzten Seiten habe ich gar nicht mehr gelesen. Nur noch auf die letzten Seiten geguckt. Und trara!, sie haben sich ja doch alle so lieb.
Rezensionen von Ela_Ela:
Knox & Harlow : )
Meer Liebe auf Sylt von Claudia Thesenfitz
Harlow kann nicht glauben, dass der drei Jahre ältere Knox sein Versprechen hält, auf sie zu warten, bis sie endlich zusammen sein können. Schließlich ist sie es, die den Pakt bricht: Als Knox sie an ihrem achtzehnten Geburtstag anruft, hat sie ihr Herz einem anderen geschenkt. Aber sie merkt schnell, dass sie eine katastrophale Wahl getroffen und sich an den Falschen gebunden hat.
Wird Knox ihr je verzeihen können ? oder ist es bereit zu spät?
Da ich die Autorin total gerne habe und ihre Bücher sehr gerne lese, wollte ich dieses natürlich sofort verschlingen, als ich es in den Händen hielt. Ich mochte den Schreibstil wieder total gerne und bin einfach nur durch diese Seiten geflogen.
Doch die Thematik dieses Buch hat mich absolut getroffen, wie kann man so krank sein und das seiner Ehefrau antun, ich verstehen das nicht und ich werde es auch nie verstehen. So oft habe ich mir gedacht und jetzt spring ich rein und tu ihm das an.
Knox mochte ich schon im ersten Buch, wo es um Grey & Jagger ging. Und jetzt ist er mir noch sympathischer geworden. Harlow hat mir das ganze Buch über Leid getan, so etwas wie sie erlebt hat, sollte keiner erleben in diesem jungen Alter.
Fazit: Dieses Buch war wieder eine emotionale Achterbahnfahrt wo ich nicht wusste, was ich denken und fühlen soll. Ich war hin - & hergerissen zwischen Verständnis und unglaublicher Wut. Von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne.
Serie:
1. Letting go - Wenn ich falle
2. To the stars - Wenn du die Sterne berührst
Rezensionen von city of books:
Vielversprechender Start, der leider nicht lange anhält...
Forever 21 von Crow Lilly
Ava ist 21 Jahre alt. Für immer. Sie hat eine schwere Schuld auf sich geladen und wurde zur Strafe mit einem dunklen Fluch belegt. Nun muss sie immer wieder durch die Zeit reisen, an immer neue Orte, in unterschiedliche Situationen. Nur ihre Aufgabe ändert sich nie: Sie muss zwei Seelenverwandten helfen, zueinanderzufinden.
Dazu hat sie jedoch nie viel Zeit. Ihr Blut ist wie Säure, und wenn sie sich nicht beeilt, ihre Aufgabe zu erfüllen, leidet sie unsagbare Schmerzen.
Der Klappentext hat sich sehr toll angehört und auch das Cover hat mich sehr angesprochen, weshalb ich das Buch zum Glück in einer Leserunde lesen durfte. Was soll ich sagen...?, das Buch konnte mich letztendlich leider nicht überzeugen.
Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und angenehm zu lesen, weshalb man nur so durch die Seiten fliegt. Erzählt wird sowohl aus der Sicht von Ava, als auch aus der von Kyran, was mir gut gefallen hat, denn so hatte man verschiedene Einblicke in die Geschichte.
Ava war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie geht mit ihrer sehr ungewöhnlichen Situation sehr bemerkenswert um und hat mich deswegen oft überrascht. Kyran ist ein wenig eigen und auch verschlossen, was ihn in meinen Augen sehr interessant macht, allerdings konnte ich sein Verhalten immer weniger nachvollziehen. Es wurde einfach merkwürdig und gegen Ende ziemlich dämlich und unüberlegt. Die wechselnden Nebencharaktere haben immer frischen Wind in die Geschichte gebracht, was einerseits sehr gut war, andererseits konnte man dadurch aber keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen, was ich sehr schade fand.
Die Idee an sich hat mir sehr gut gefallen und ich finde, dass es ein Mix aus Changers & Rubinrot ist, mit dem Zusatz, dass unsere Protagonistin Amor spielen muss indem sie Liebende zusammenbringt. Das hört sich richtig gut an, doch leider ist die Umsetzung nicht wirklich gelungen und es wurde sehr viel Potenzial verschenkt.
Zu Anfang war das Buch sehr spannend. Es gab sehr viele Fragen und es wurden immer wieder Andeutungen geäußert, weshalb man ziemlich viel gerätselt hat, was die Geschichte sehr aufregend gemacht hat, man immer neugierig war und weiter lesen wollte. Ich muss allerdings sagen, dass die Probleme, die in dem Buch auftreten für mich viel zu schnell und einfach gelöst wurden, weshalb einem alles sehr konstruiert vorkam. Noch dazu kam, dass ich die Gefühle, die in diesem Buch entstehen, nicht wirklich autentisch fand und mir somit die Tiefe gefehlt hat.
Ein wichtiger Punkt, der mir zunächst nicht direkt aufgefallen ist, ist dass im Buch sehr viele Logikfehler vorhanden sind. Die Zeiten waren einfach nicht stimmig, was ein wenig Verwirrung gestreut hat und zudem bei einem Zeitreiseroman ein totales No go ist.
Insgesamt konnte mich die Geschichte leider nicht packen. Es gibt doch einige Schwächen und es wurde viel Potenzial verschenkt. Nichts desto trotz hat mir das Buch Spaß gemacht, auch wenn es eher seichte Unterhaltung bietet.
Rezensionen von vielleser18:
Erinnerungen
Alles, was ich nicht erinnere von Khemiri Jonas Hassen
"Ich rede mir ein, dass ich ein Teil der wirklichen Welt bin, dass Wörter nicht wichtiger als Menschen sind, dass ich nichts anderes will, als versuchen zu verstehen, was geschehen ist. " (Zitat, S. 315).
Samuel ist tot. Gestorben bei einem Autounfall. Selbstmord oder Unfall ? Die Geschichte "Alles, was ich nicht erinnere" ist ein Roman der ganz anderen Art.
Interessant, manchmal verwirrend, es braucht auch vom Leser Konzentration und vor allem Aufmerksamkeit. Doch wenn man sich hinein gefunden hat, dann ist es eine sehr intensive Geschichte, bei der man selber nachdenkt, selber versucht sich eine Meinung zu bilden.
Das Grundgerüst des Romanes ist einfach. Ein schwedischer Journalist/Autor versucht das Leben des letzten Jahres von Samuel und vor allem dessen Tod zu rekonstruieren. Warum, wieso, weshalb ? Dafür befragt er die Menschen, die Samuel kannten. Angefangen von Mitarbeitern des Heimes, in dem seine Großmutter (deren altes Haus übrigens auch eine große Rolle spielt) liegt, über Nachbarn, der Pantherin (eine Freundin, die in Berlin lebt) und vor allem kommen Samuels Freund und MItbewohner Vandad und seine Freundin Laide zu Wort.
Am Anfang muss man sich reinfinden. Wiedergegeben sind immer nur die Antworten, die Berichte der Bekannten und Freunde. Keine Fragen. Es liest sich wie ein Protokoll von Gesprächen, wie die Niederschrift von Aufnahmeprotokollen, was sie auch darstellen sollen. Die Antworten der verschiedenen Interviewpartner werden nur durch Sternchen abgegrenz, wechseln häufig, meist sind es nur sehr kurze Passagen und jedesmal muss man überlegen, wer berichtet hier gerade ? Doch nach einer Weile habe ich mich hineingefunden in diesen besonderen Erzählstil.
Mehr als interessant wird es spätestens als Vandad und Laida erzählen. Abwechselnd. Manchmal zu den gleichen Ereignissen. Jeder aus seiner Sicht - meist erzählen sie widersprüchlich. Man kommt als Leser ins Grübeln - wer hat Recht, wer übertreibt oder erzählt nicht die (ganze) Wahrheit? Der Autor zeigt auf, dass je nachdem aus welchem Blickwinkel über Samuel berichtet wird, das Bild sich ändert. Verzerrt wird, verschleiert wird, gefiltert wird. Eine gelungene Darstellungsweise von Khemiri. Man fragt sich, wer war Samuel wirklich ? Wie war er und woran lag es, dass er so unterschiedlich wahrgenommen worden ist. Hat jeder nur sein eigenes (Wunsch)Bild projeziert ?
Vor allem sieht man immer Samuel vor sich, der sich wahrscheinlich genauso zwischen seinen Mitmenschen aufgerieben hat. Was hat schlußendlich zu seinem Tod geführt ?
Durch die Berichte seiner Mitmenschen merkt man, wie sich die Situation, die Stimmung bei Samuel immer mehr zugespitzte.
Als Leser versucht man sich ein eigenes Bild zu machen, was nicht immer leicht ist.
Was bleibt ist der Tod eines jungen Mannes, der sich verraten und letztendlich verlassen und ungeliebt gefühlt haben muss, der keinen Sinn mehr in seinem Leben sah, sich entwurzelt gefühlt hat und ohne Hoffnung.
Fazit:
Man muss ich einlassen auf die Erzählweise, auf die Geschichte und die Protagonisten. Es ist eine ganz andere Leseerfahrung. Anspruchsvoll, manchmal verwirrend, aber interessant, sehr gut aufgebaut, man muss Nachdenken und MItdenken.
Rezensionen von city of books:
Nerd + Streber = verdrehte Geschichte mit Kuss
Ana und Zak von Katcher Brian
Ana und Zak leben auf zwei verschiedenen Planeten - bis zum ersten Kuss...
Das blaue Cover mit den lustigen Figuren ist mir sofort aufgefallen und nach dem mir auch noch der Klappentext ziemlich gut gefallen hat, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Zum Glück habe ich das Buch als Leseexemplar erhalten, denn mir hat die Geschichte richtig gut gefallen.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm, flüssig und sehr locker, weshalb man nur so durch die Seiten fliegt und das Buch sehr schnell gelesen hat. Die Geschichte wird abwechselnd aus Anas und Zaks Perspektive erzählt, was mir sehr gut gefallen hat, denn so konnte auf beide Charaktere gleich gut eingegangen werden.
Ana ist anfangs ein wenig oberflächlich. Sie macht nur das, was von ihr erwartet wird und dadurch ist sie ziemlich unglücklich. Sie macht sich auch selbst sehr viel Druck und man hat Mitleid mit ihr, aber im Laufe der Geschichte wird man sehr oft von ihr überrascht und sie macht eine sehr tolle Entwicklung durch. Zak ist der typische Nerd. Macht sich keine wirklichen Gedanken über sein Leben und ist ziemlich faul. Durch seine humorvolle Art mochte ich ihn allerdings von Anfang an sehr und man merkt auch, dass noch mehr hinter seiner lustigen Fassade steckt...
Sowohl die Handlung, als auch das Setting haben mir definitiv zugesagt. Es war mal etwas anderes und durch die spannenden, rasanten und auch leicht verdrehten Geschehnisse musste ich doch manchmal ziemlich schmunzeln. Die Geschichte besitz aber auch eine gewisse Tiefe. Es werden immer wieder Anspielungen gemacht, die immer mehr aufgedeckt werden, was mir sehr gut gefallen hat, denn so war es nicht nur lustig und süß.
Insgesamt kann ich nur sagen, dass mir die Geschichte richtig gut gefallen hat. Es ist ein Buch voller Witz, Schmerz, Verlust, Trauer und auch der ersten Liebe. Für jeden, der gerne eine süße kurzwellige nicht ganz so typische Liebesgeschichte lesen möchte definitiv eine Empfehlung!
Rezensionen von Xirxe:
Wenn Fussball und Gewalt der Sinn des Lebens sind
Hool von Philipp Winkler
Für den 27jährigen Heiko Kolbe gibt es nur wenig im Leben was ihm wichtig ist, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat: Es sind seine Freunde, mit denen er seine Liebe zum Fußball und zur Gewalt teilen kann. Immer wieder treffen sie sich zu Matches mit Gleichgesinnten aus anderen Städten, wo es ausschließlich darum geht, sich gegenseitig zusammenzuschlagen.
Den Kick, den sich Andere beim Bungeejumping oder Bergsteigen holen, erhalten diese jungen Männer durch Schlägereien bis auf's Blut, wobei die Gegnerschaft im Fußball der bereits vorhandenen Aggressivität noch einen zusätzlichen Schub verleiht.
Nach Niemand ist bei den Kälbern ist dies bereits das zweite Buch in kurzer Zeit, das mir einen Einblick in eine Welt liefert, die bei Hool zwar im wahrsten Sinne des Wortes um die Ecke liegt; doch wovon hier erzählt wird, wirkt so weit entfernt, als wäre von einem anderen Planeten die Rede. Wunstorf, Luthe, Hannover - all diese Orte, in denen Heiko sich aufhält, sind mir gut bekannt. Aber in seinem Leben gehören Alkohol und Drogen ebenso wie Gewalt und Kriminalität zum Alltag. Da werden Anabolika gehandelt, Drogen vertickt und konsumiert, Tierkämpfe mit Wettgeschäften veranstaltet; es wird gesoffen, gekifft und wenn es einem gerade danach ist, einer zusammengeschlagen. Klar weiß ich, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen (oder sowas in der Art) ist und es in unserer Gesellschaft Bereiche gibt, in denen die Uhren anders gehen. Doch was Philipp Winkler hier überzeugend durch seinen Protagonisten erzählen lässt, ist für mich eine völlig fremde Welt, obwohl sie in meiner unmittelbaren Nachbarschaft existiert.
Heiko ist kein wirklicher Sympathieträger ? wie könnte es bei einem Hooligan auch anders sein? Doch auch wenn seine Sprache vulgär, brutal und derb ist, ist er ebenso wenig der Widerling und die Dumpfbacke schlechthin, wie man vermuten könnte. Er war auf dem Gymnasium (wenn auch ohne Abschluss), machte Zivildienst und lehnt Nazis ab. So wie er seine Ruhe will, lässt er die Anderen in Ruhe und wäre nicht diese ständig schwelende Wut in ihm, der er bei den Matches freien Lauf lässt, könnte er der nette junge Nachbar von gegenüber sein. In Rückblicken, die in die laufende Erzählung immer wieder eingeschoben werden, wird erkennbar, woher diese Wut letzten Endes kommt. Auch der Blick auf Heikos Freunde widerspricht dem Klischee der rechten Schläger. Sie sind ebenfalls keine Nazis: Kai ist ein lebensfroher Student; Jojo ein braver Sohn, der bei seiner Mutter lebt.
Es ist ein brutales und grausames Buch ohne Schwarz-Weiß-Malerei, das ungemein realistisch wirkt und gerade im Hinblick auf die aktuellen Diskussionen um das Auseinanderdriften der Gesellschaft ein wichtiger Beitrag sein kann. Ich habe auf jeden Fall einen Einblick in eine Welt erhalten, der mir sonst nicht möglich gewesen wäre. Dafür Danke!










