Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Zum Verlieben schön!
Heuer hat Susana Sawoff & Band Kärnten konzertant besucht und die Besucher beim ausverkauften „Kunst im Werk“-Jazzbrunch bei den Treibacher Werken in Althofen derart verzaubert, dass es unbedingt nötig ist, von der Existenz dieser tollen Sängerin, Pianistin und Komponistin einer möglichst breiten Öffentlichkeit gegenüber zu erzählen.
Daher empfehle ich nun eine CD, die bereits vor 6 Jahren erschienen ist. Das Debüt von Susana Sawoff ist eine der schönsten Jazz-/Pop bzw. Pop-Jazzplatten, die mir je unter gekommen sind. Fulminant begleitet von Jörg Haberl am Schlagzeug und Christian Wendt am Bass/Kontrabass zeigt Sawoff beeindruckend, zu was gutes Songwriting kombiniert mit handwerklichem Können am Instrument im Stande ist: Sich in eine Platte zu verlieben und einfach glücklich zu sein, wenn man sie hört!
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Eine der besten Bands Österreichs!
Eine der besten Bands Österreichs, die leider (noch) nicht mal ansatzweise die Medienöffentlichkeit genießt, die sie verdient.
Die 4 jungen Ausnahmemusiker Arthur Darnhofer-Demár (bs & git.),
Nicolas Fischer (bs & keyb), Andreas Johannes Kinzl(Voc. & Keyb),
Simon Reif (dr.) liefern darauf den eindrücklichen Beweis, dass gutes Songwriting samt schönen Melodien mit Songlängen von bis zu 8 Minuten keineswegs unvereinbar ist und, dass man auch musikalische Härte mit wunderbarem Gefühl mischen kann.
Nebst ungewöhnlicher Besetzung (zwei (!) Bässen, Keyboards und Drums) fällt die außergewöhnlich gute Stimme des Sängers Kinzl auf. Jede Band kann sich glücklich schätzen, wenn ein solcher Kapazunder vor seinem Keyboard am Mikro sitzt und jeder Sänger darf sich nicht weniger freuen, von drei derart begabten Musikern umgeben zu sein.
Musikalisch sind Tenta schwer einzuordenen (vielleicht sollte man „Tenta“ per se als neuen Genrebegriff definieren) daher kann ich nur einen Mixversuch anbieten: Man fülle zu gleichen Coldplay, Soundgarden, Sofa Surfers, The Doors und Tricky in einen Mixer und mixe kräftig durch: dann könnte fast Tenta herauskommen, aber eben nur fast, denn das geheime Tenta-Gewürz kennt nur die Band selber ;-)
Derzeit ist die Band an den Arbeiten für ihr zweites Album (dem ich gespannt entgegenfiebere) und ich freue mich sehr, das Debüt von Tenta nun nachdrücklich empfehlen zu dürfen.
Tipp: am 14.12.17 spielen Tenta im Wiener Fluc und am 27.2.18 im Klagenfurter Raj
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Äußerst gelungen!
Auf dem sechsten Studioalbum der umjubelten US-amerikanischen Jazzsängerin und Komponistin mit der dunklen rauchigen Stimme, die ein wenig an Billie Holiday erinnert, befindet sich erstmals kein einziges eigenes Stück – sondern Lieblingsstücke von Wright und Klassiker. Natürlich ist es schade, dass uns Lizz Wright neue eigene Stücke vorenthält (denn komponieren kann sie genau so gut, wie singen), aber die 10 Songs von „Grace“ entschädigen reichlich.
Ohne Pomp, klar und (gottlob) nicht überproduziert entführt uns Wright mit feiner Band in die Musikgeschichte des amerikanischen Südens! Äußerst gelungen!
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Sensationell!
Was für ein g**** Album. Selten hat der Begriff Genre-Begriff „Desert-Blues“ und ein Cover so gut zu einer Platte gepasst. Was der britische Sänger und Gitarrist, der nach Zusammenarbeit mit Größen wie Eric Burdon oder dem Leader der Band von James Brown ein immer größeres Interesse an der Musik Afrikas entwickelte mit seiner afrikanischen Blues Band da abliefert ist wirklich sensationell.
Da treffen treibende und flotte Blues-Riffs auf afrikanische Instrumente und Gesäng, das einem Hören und Sehen vergeht und man definitiv nicht mehr ruhig sitzen kann. Virtuos gespielt, stets groovig (selbst bei den langsameren Track) und teils auch gehörig rockig verstehen es Goose und seine 9 Köpfige Band, Blues und afrikanische Musik so perfekt zu verweben, das man meint, das hat in dieser Intensität einfach immer so gehört (ein musikgeschichtlich auch gar nicht so abwegiger Gedanke). Eines der besten Alben der letzten Jahre - von Anfang bis Ende gut und nicht nur für Bluesliebhaber ein Gewinn!
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Perfekte Hörfreuden!
Auf Ihrem viertem Album „Dreams And Daggers“ (ein Live-Doppelalbum aufgenommen im »The Villange Vanguard«-Jazzclub in New York City ) entführt uns die amerikanische Jazzsängerin mit unerhört viel Verve und Elan durch 23 wundervolle Jazztunes – eigene Stücke, bekannte und weniger bekannte Fremdware werden großartig interpretiert.
Gleich zu Beginn zeigt sich die Klasse von Salvant bei dem fast schon totgespielten Stück „Devil May Care“: So frisch und auch etwas anders habe ich den Song selten gehört. Die mehr als solide Band bestehend aus Aaron Diehl (Piano), Lawrence Leathers (Schlagzeug) und Paul Sikivie (Bass) brilliert und bekommt auch genug Freiraum für eigenes Spiel (und ein paar sehr erfreuliche Gastauftritte anderer MusikerInnen gibt es auch noch) . Man hört, dass Salvant und ihre Band ihr Fach bestens verstehen! So mirnixdirnix gewinnt man ja auch nicht gleich in 4 Kategorien die DownBeat Critics Poll (2014) oder bekommt mal einen Grammy in der Rubrik „Best Jazz Vocal Album“ (2015). Ein Spitzenalbum, das die Spielfreude der MusikerInnen perfekt in Hörfreuden beim Publikums umsetzt!
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine interessante Lebensgeschichte
Durch alle Zeiten von Hammer Helga
Da ich die Region Schladming-Dachstein, in der die Geschichte spielt, sehr gut kenne, musste ich dieses Buch unbedingt lesen.
Elisabeth, aufgewachsen mit einigen Geschwistern in einem ärmlichen Bergbauernhof in der österreichischen Ramsau, ist die Protagonistin in dieser Geschichte. Sie will sich mit dem kargen Leben auf ihrem Bauernhof nicht abfinden, setzt bei ihren Eltern durch, dass sie eine Ausbildung auf der Haushaltungsschule machen darf.
Sie trifft auf Niklas, ihre große Liebe, die aber nicht gelebt werden kann. Als Kindermädchen in London wird sie vom Hausherrn schwanger. Um nicht den Makel einer ledigen Mutter zu haben, heiratet sie in der Steiermark Mertin, einen Nachtwächter. Sechs Jahre später bekommt sie ein Kind von ihrem Cousin Richard und Martin reicht die Scheidung ein...
Elisabeth ist eine Frau, die sich auf der Suche nach sich selbst immer wieder auf die falschen Männer einlässt. Sie fühlt sich zerrissen und ist immer auf der Suche nach dem Glück bzw. der großen Liebe.
Helga Hanner, die die einen Teil der Lebensgeschichte einer Freundin erzählt, schreibt ihr Buch in zwei Zeitsträngen. Einmal ab dem Zeitpunkt der Geburt von Elisabeths drittem Kind Alfons, dann immer wieder in Rückblicken ab Elisabeths Geburt. Habe ich mich beim Lesen zuerst etwas schwer getan mit den dauernden Zeitsprüngen, haben sie mir aber dann geholfen, Elisabeths Tun besser zu verstehen und sie haben eine gewisse Spannung in die Geschichte gebracht.
Elisabeth ist mir nie richtig sympathisch geworden. Manchmal tat sie mir leid, wie sie immer wieder neue Schicksalsschläge hat hinnehmen müssen. Andererseits finde ich sie sehr egoistisch und hart, wie sie teilweise ihrem Umfeld begegnet. Nur für ihre Kinder kämpft sie wie eine Löwenmutter.
Der schnörkellose, lebendige und offene Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Detaillierte und farbige Beschreibungen lassen sofort Bilder in meinem Kopf entstehen. Es ist kaum vorstellbar, dass noch bis vor einigen Jahren – vielleicht sogar heute noch – in einigen Regionen in unserer Umgebung das Leben der Frau durch ihren Mann bzw. ihre Herkunft bestimmt war.
Eine starke Frau, deren Leben geprägt ist von harter Arbeit, den falschen Männern und der Liebe zu ihren Kindern; die versucht, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Spannende und fesselnde Unterhaltung.
Rezensionen von heinoko:
Ein grandioses Buch
Max von Markus Orths
„Ich male Bilder, die es nicht gibt, Bilder, wie ich sie aber sehen möchte.“ Leonor Fini
Max Orth malt im vorliegenden Buch eines dieser Bilder, die es so nicht gibt, die man aber als Leser so gerne sehen möchte, voyeuristisch angehaucht vielleicht, zu erlesendes Wissen erhoffend. Der Autor öffnet mit diesem Buch ein Fenster, er zeigt einen Ausschnitt der Welt in einer ausufernden Zeit rund um Max Ernst, aber eben nur einen Ausschnitt, bewusst durch die Begegnungen mit sechs ausgewählten Frauen diesem gewählten Ausschnitt einen Rahmen gebend.
Sechs Frauen, sehr junge, exzentrische Frauen, die von Max Ernst ausgesaugt werden teilweise bis zur völligen Zerstörung, bis zum Verfall der eigenen Persönlichkeit. Die eigensinnige und eigenwillige surrealistische Malerin Leonor Fini, die allen Dogmen ablehnend gegenüberstand, begegnete Max Ernst ca. 1937 in Paris und war eine seiner unzähligen Affären, widersetzte sich jedoch aufgrund ihrer Stärke und Selbstbezogenheit erfolgreich dem Sog der Selbstaufgabe und fand bis auf eine winzige Erwähnung keinen Eingang in das Buch.
Wir erleben Max Ernst im Buch nur ganz selten „Auge in Auge“. Wir müssen ihn uns aus den verschiedenen Prismen der sechs Frauen zusammensetzen, und unser Blick auf Max Ernst wird zusätzlich gefärbt von unserem persönlichen Denken, unseren Erfahrungen, unseren moralischen Urteilen. Markus Orth lässt uns die Freiheit, unser eigenes Bild von Max Ernst entstehen zu lassen. Das mag irritieren, da wir gewohnt sind, Festgefügtes zu konsumieren und es als „Wissen“ abzuspeichern. Und genau hier liegt eine der grandiosen Seiten des Buches: Wir vermeinen, nach der Lektüre des Buches mehr über Max Ernst zu wissen, sind aber vielleicht doch nur durch Spiegelbilder verführt worden, unsere eigene Moralvorstellungen anzuschauen. Max Ernst bleibt unfassbar genial, unfassbar groß, unfassbar narzisstisch, unfassbar eben.
Der Autor schreibt an einer Stelle über Bilder von Geisteskranken, dass sich die Werke jeglicher Beurteilung entzogen, „man war vor den Kopf, vor die Seele gestoßen.“ Genauso fühlte ich mich stellenweise beim Lesen dieses unglaublichen Buches: vor den Kopf, vor die Seele gestoßen. Und manchmal steht der Autor selbst da wie der im Buch beschriebene Soldat, der aus dem Schützengraben klettert, einen Stock aufhebt und die um ihn herum fliegenden Granaten dirigiert, wobei der Autor nicht Granaten, sondern Wörter, Wortbilder dirigiert. Geduld braucht der Leser, denn die teils verstörende Sprache, in der über Max und andere erzählt wird, fordert Aufmerksamkeit, Nachspüren, Nachfühlen. Und genau in dieser Sprache liegt die weitere Genialität des Buches. Ein wahnwitziges Leben, eine wahnwitzige Zeit, ein wahnwitziger Künstler – und ein Autor, der eine unglaubliche Fähigkeit besitzt, all diesen Wahnwitz in atemlose Sätze, in surreale Wortbilder, in expressionistische Bildsprache zu packen, sodass nicht nur der Maler Max Ernst in seiner Besessenheit, in vielen Facetten seiner narzisstischen Persönlichkeit vorstellbar sind, sondern auch ein Zeitgemälde entsteht, das plastischer nicht sein könnte. Bei Öffnen des Buches springt uns eine aus den Fugen geratene Welt entgegen, die zu verstehen uns der Autor hilft. Die Welt der Künstler in ihrem Sich-selbst-Genügen, im Abheben in surreales Handeln und Denken. Immer wieder wurde ich beim Lesen auch an Else Lasker-Schüler und ihre intensive expressionistische Sprache erinnert.
Vielleicht macht es Sinn, dieses Buch (mindestens) zweimal zu lesen, beim ersten Lesen Seite um Seite zu „trinken“, einzutauchen und sich bedingungslos dem Rausch der Sprache hinzugeben. Beim zweiten Lesen mag die Sorgfalt dazu kommen, das Genießen, das Wahrnehmen der vielen Details und Schattierungen. Und auch dann haben wir, dessen bin ich sicher, noch lange nicht alle Facetten dieses genialen Buches erfasst…
Rezensionen von heinoko:
Zurücklehnen und genießen!
Inselcocktail von Anja Eichbaum
Wir lernen vier Frauen kennen, vom Äußeren und vom Wesen her sehr unterschiedlich, aber alle Vier auf der Suche nach einem, nach dem Partner, der all ihre Sehnsüchte stillen kann. Auf Datingportalen sind sie einem „Johannes dwsw“ näher gekommen und reisen, ohne voneinander zu wissen, für ein erstes Kennenlernen auf die Insel Norderney, nervös, gespannt, mit großen Erwartungen.
Ein schwerer, orkanartiger Sturm zieht auf und eine Frauenleiche wird am Strand aufgefunden…
Dieses Buch ist wie ein großes, weiches Sofa, in das man sich hineinfallen lässt, eine kuschelige Decke überwirft und so voller Wärme den erzählten Menschen und Geschehnissen folgt. Ohne Hast, ohne Eile, gemächlich-gemütlich und wohlig. Das Buch fordert Zeit, genaues Hinschauen, genaues Hinhören, so genau, dass die Beschreibung, wie sich Sahne in der Teetasse wölkchenartig verteilt, eine innere Ruhe vermittelt, als sei man bereits mehrere Wochen zu Urlaub auf Norderney. Nicht jeder Leser mag einen Krimi in dieser Beschaulichkeit lesen wollen, aber wer sich gerne für das Lesen eines Buches Zeit nimmt, nicht nur Seiten konsumiert und Lust hat, die Protagonisten und Örtlichkeiten in ihrer jeweiligen Besonderheit genauer kennen zu lernen, wer Freude an sorgsamer bildhafter Erzählweise hat, verbunden mit einer im Hintergrund immer lauernden Bedrohung und der daraus resultierenden immanenten Spannung, für den ist das vorliegende Buch ein Genuss. Mir gefällt die aufmerksam-subtile, detailfreudige Erzählweise der Autorin sehr!
Rezensionen von niknak:
Ein überraschendes und tragisches Familiengeheimnis
Das Geheimnis des Winterhauses von Sarah Lark
Inhalt:
Ein großer Familienroman über Verrat und Vertrauen, Hass und Liebe
Wien, Gegenwart: Für Ellinor bricht eine Welt zusammen, als eines Tages durch Zufall ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht kommt: Ellinor und ihre Mutter sind mit dem Rest der Familie nicht blutsverwandt. Auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln macht sich Ellinor auf den Weg nach Dalmatien und Neuseeland, wo sie einer tragischen Liebesgeschichte und einem großen Familiendrama auf die Spur kommt .
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Diese Reise bringt ihr Leben durcheinander und ihre Ehe ins Wanken. Wird sie am Ende Geborgenheit und ihr Glück finden?
Ein dunkles Familiengeheimnis, eine unglaublich starke Geschichte, große Frauenunterhaltung.
Mein Kommentar:
Dies ist das erste Buch welches ich von der Autorin Sarah Lark gelesen habe und es wird sicher nicht mein letztes sein. Sie hat einen fesselnden Schreibstil, sodass der Leser das Buch gar nicht mehr zur Seite legen will. Das Buch hat einen tollen Spannungsaufbau und es kommen laufend neue und überraschende Situationen dazu, sodass der Leser keine Ahnung hat, wie es am Ende ausgehen könnte. Dadurch bleibt es spannend und man wird immer wieder aufs Neue überrascht, was mir sehr gut gefallen hat.
Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und besitzen alle einen tollen Charakter, auch wenn er bei manchen erst zum Teil sichtbar wird. So ändert sich das Bild von manchen Personen im Laufe des Buches und man kann eine Wandlung miterleben.
Trotzdem gibt es im Buch eine tolle Mischung aus sympathischen und unsympathischen Charakteren.
Die Autorin schaffte es auch dem Leser die Gegend in der die Geschichte spielt näherzubringen. Man hat teilweise das Gefühl vor Ort zu sein und alles live mitzuerleben. Die Landschaft ist richtig anschaulich dargestellt, als ob die Autorin selbst vor Ort war.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin die Erzählungen der Vergangenheit anders gestaltet hat als die Geschichte der Gegenwart. So hat man schon vom Schriftbild her eine Unterscheidung, aber auch durch die Kapitelüberschriften ist dies klar ersichtlich.
Etwas ungewöhnlich fand ich, dass die Einzelnen großen Kapitel in kleinere unterteilt waren und diese Unterteilung immer neu bei eins begann, aber fürs Lesen war dies kein Problem.
Mein Fazit:
Eine wirklich tolle Geschichte, die einem Familiengeheimnis auf die Spur geht und zu vielen unerwarteten Wendungen führt.
Dies wird sicher nicht mein letztes Buch der Autorin sein, da mir ihr Schreibstil sehr gut gefallen hat.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von re.maier-henze@web.de:
Mut zur Realität
Mehr Kopf als Tuch von Leyla Derman; Kübra Gümüsay; Soufeina Hamed; Anja Hilscher; Dudu Kücükgöl; Haliemah Mocevic; Kevser Muratovic; Maisa Pargan; Nadia Shehadeh; Betül Ulusoy; Menerva Hammad; Munira Mohamud; Fatima Moumouni
Junge muslimische Frauen berichten im vorliegenden Büchlein über ihre Erfahrungen im Umgang mit jenen, die kein Kopftuch tragen und/oder einer anderen Religion als der ihren angehören.
In ihren Schilderungen über das, was sie kränkt(e), wovon sie träumen, was sie vom Miteinander erwarten, nehmen sie sich kein Blatt vor den Mund, und insofern tadeln sie in ihrer Offenheit die das Bild der muslimischen Frau verfäschenden Medien.
Die Frage, weshalb denn ein Kopftuch das Haar verdeckt, beantwortet eine zum Islam konvertierte Autorin. Dabei überrascht ihr Zitat aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 1,11.6): „Wenn eine Frau kein Kopftuch trägt...“. Sie sagt, das Kopftuch sei lediglich Teil der islamisch gebotenen bedeckenden Kleidung, es ist nichts anderes als Bekleidung, und es habe nichts mit einer Zweitrangigkeit der Frau zu tun. Weshalb im Lauf der Zeit das Kopftuch „zum Symbol hochstilisiert“ (75) wurde, ist unklar.
Am Ende mehrerer Kapitel stehen Endnoten, auch Anmerkungen zur Recherche nach weiterführender Literatur.
Um Vorurteilen, wie sie den Medien durch negative Berichterstattungen unterstellt werden, entgegenzuwirken, wäre es angebracht, die Frage nach einem angemessenen Umgang mit islamisch geprägten Mitmenschen innerhalb entsprechender Unterrichtsfächer (Ethik, Gesellschaftslehre) zu diskutieren.
Am Ende des Buches sind Kurzbiographien der 11 Autorinnen nachzulesen; in ihnen wird auf deren Schul/Hochschulbildung aufmerksam gemacht.






