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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra Sch.:

Die Weihnachtsgeschichte - mal anders und sehr humorvoll

Das letzte Schaf,1 Audio-CD von Ulrich Hub

Kurz zum Inhalt:
Mitten in der Winternacht werden die Schafe plötzlich von einem hellen Licht geweckt. Was ist das? Und die Hirten sind auch alle weg. Die Schafe erfahren, dass dieses Licht eine frohe Botschaft verkündet: ein ganz besonderes Kind wurde in einem nahen Stall geboren. Wenn das Kind besonders ist, muss es natürlich ein Mädchen sein.

Also macht sich die ganze Schafherde auf den Weg, um dem Kindlein seine Aufwartung zu machen. Und auf dem Weg passieren unvorhergesehene Dinge, und dann herrscht beim Stall auch noch so ein arges Gedrängel. Werden die Schafe das Kind überhaupt zu sehen bekommen?


Meine Meinung:
"Das letzte Schaf" verpackt die Geburt Jesu in eine humorvolle Geschichte, bei der einmal nicht das Jesuskind, sondern die Schafe - allen voran das letzte Schaf - im Vordergrund stehen, die man als Hörer sofort alle ins Herz schließt!
Schon allein die Namen der Schafe sind total witzig. Am besten haben meiner Tochter und mir das Schaf mit der Schnupfennase, das Schaf mit dem Gipsbein und das Schaf mit der Zahnspange gefallen.
Die Reise zum Geburtsort gestaltet sich schwierig; die Schafe müssen Probleme lösen, verirren sich und erleben jede Menge Abenteuer!

Der Autor liest das Hörbuch selbst, und das ist mehr als gelungen! Die Stimme von Ulrich Hub ist angenehm zu hören, die Sprechgeschwindigkeit ist genau richtig, und er verleiht allen Tieren eine ganz eigene Stimme, sodass die Kinder beim Hören sofort erkennen, welches Schaf denn nun gerade spricht.
Das Cover entspricht dem der Printausgabe und zeigt die Schafe (im Vordergrund natürlich das letzte Schaf) und dem Stern von Betlehem.


Fazit:
Die etwas andere Geschichte um die Geburt Jesu - witzig, charmant und außergewöhnlich.
Eindeutige Hörempfehlung für Klein UND Groß!!

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Spannung pur!

Das letzte Schaf,1 Audio-CD von Ulrich Hub

Der charismatische Privatschnüffler Sven Schäfer hat schon bessere Tage erlebt – als er die vermisste Iris Gulden endlich findet, ist die junge Frau bereits tot. Bei genauerer Untersuchung der Leiche gerät Sven in einen Kugelhagel aus dem Hinterhalt und anschließend wird am Tatort auch noch ein kleiner dicker Mops entdeckt.

Gehört dieser Hund etwa dem Täter? Kommissarin Elsa Dorn erhält inzwischen beunruhigende Neuigkeiten: ihr Chef Jansenbrink vermutet, dass in der scheinbar idyllischen Stadt Augsburg der Ausbruch eines Bandenkrieges unmittelbar bevorsteht. – Gleich zwei verbrecherische Organisationen kämpfen um die Vorherrschaft beim skrupellosen Geschäft mit moderner Sklaverei. Menschenhandel – mitten in Bayern? Noch ahnt niemand, dass Raubein Sven Schäfer und die pflichtbewusste Elsa Dorn bald Seite an Seite ermitteln müssen, um der organisierten Kriminalität Einhalt zu gebieten und dass ausgerechnet ein unschuldiger kleiner Mops ihrer aller Leben in Gefahr bringen wird…

Franz Hafermeyers Roman hat mich von Anfang an gefesselt, bis spät in die Nacht lesen lassen und restlos begeistert! Spannung pur – und zwar bis zum Schluss! Schnell taucht man dank des flüssigen, anschaulichen Schreibstils in die Geschichte ein, wird ohne Umschweife mitten in die Handlung katapultiert und fiebert fortan mit den Ermittlern mit. Beide Hauptfiguren, Sven wie auch Elsa, wirken trotz ihrer äußerst unterschiedlichen Ansichten und Vorgehensweisen bei der Verbrecherjagd sehr sympathisch und scheuen sich nicht, dem Anderen die ungeschönte Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Dennoch können sie sich aufeinander verlassen und harmonieren – bis auf wenige Zwischenfälle – wie ein eingespieltes Team. Ihre Wortgefechte haben mich des Öfteren schmunzeln lassen, überhaupt sind alle Dialoge herrlich authentisch gehalten. Die angenehm in die Handlung eingewobenen humorvollen Elemente und Details zum Privatleben der Ermittler schaffen einen perfekten Ausgleich zur Darstellung des spannungsgeladenen beruflichen Alltags.

Wer aufgrund der Covergestaltung (- leuchtende, helle Farben und eine niedliche Mops-Abbildung -) einen entspannten Soft-Krimi erwartet, wird sich wundern – knallharte Action, sadistische Morde und eine ernste Thematik verwandeln dieses Werk in einen echten Pageturner! Kaum meint man, eine Ahnung hinsichtlich des Täters zu haben, folgt prompt eine weitere überraschende Wendung, sodass man tatsächlich bis zum Schluss im Dunkeln tappt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass auch eine Verfilmung des Romans sehr erfolgreich wäre.

Fazit: Eine begeisterte Leseempfehlung für alle Fans von Kriminalromanen! Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall dieses traumhaften Ermittler-Duos!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Auch der 5. Fall für Käfer und Schneidmann absolut lesenswert

Kälter als die Angst von Drews Christine

Die ehemalige Opernsängerin Carla Dellbrück wird erschlagen in der Schreinerei ihres Mannes
Klaus aufgefunden. Sie erhielt Drohbriefe, die aber niemand ernst genommen hat. Genau solche Briefe bekommt auch Katrin Ortrup, die mit ihren Söhnen Leo und Finn in diesem Mehrfamilienhaus in Münster-Hiltrup, wo auch Charlotte früher gelebt hat, ein neues Leben beginnen will.

Sie wendet sich direkt an Kommissarin Charlotte Schneidmann, die sie vom Entführungsfall ihres Sohnes kennt. Charlotte versucht sie vorerst zu beruhigen.
Kommissar Peter Käfer und die im Außendienst zurückberufene Charlotte Schneidmann beginnen im Mordfall Carla Dellbrück zu ermitteln und stoßen dabei auf einen längst verjährten Fall. Till Brönne, der heute als geläuteter Frauenmörder ein Buch geschrieben hat und dieses jetzt gekonnt promotet, hat seine Frau vor dreißig Jahren gleich der Leiche Dellbrück versucht zu verbrennen.


Dies ist nun schon der 5. Fall, in dem ich mit Peter Käfer und Charlotte Schneidmann zusammen ermitteln darf. Da alle Fälle in sich abgeschossen sind, sind es nur Kleinigkeiten, die mir hier fehlen würden, würde ich die anderen Bücher nicht gelesen haben. Ich finde es allerdings sehr interessant, die Entwicklung der Ermittler bzw. des Teams ab des ersten Falles miterleben zu können.

Spannung baut sich ab der ersten Seite auf und steigert sich kontinuierlich bis zum Schluss. Die Geschichte kommt ohne die Beschreibungen großen Blutvergießens aus, was mir als Leserin sehr zugute kommt. So kann ich viele Szenen in meinem Kopfkino selbst in Szene setzen. Überhaupt habe ich nach kurzer Zeit den Lesestoff in meinem Kopf in Bilder umgesetzt und bin nun noch mehr im Geschehen drin. Ich kann mit rätseln und mit ermitteln, komme jedoch immer wieder an einen Punkt, wo ich meinen Verdächtigen laufen lassen muss, weil es eine neue Wendung oder neue Erkenntnisse gegeben hat.

Christine Drews verwebt die Handlung, die Akteure und die Handlungsorte so gekonnt, dass ich immer weiter lesen will. Sie schafft es mit Leichtigkeit mich am Ball zu halten und immer mehr wissen zu wollen. Sie schreibt sehr leicht, gut verständlich und flüssig mit einer oft sehr bildhaften Beschreibung. Sogar eine Prise Humor fließt hier und da mit ein.
Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, sind manchmal tiefgründig und nicht zu fassen. Zum Schluss, nach der schlüssigen und gut nachzuvollziehenden Auflösung, war ich jedoch erst mal perplex. Der Täter hat mich ganz schön an der Nase herum geführt und überrascht.

Auch diesmal kann ich jedem, der spannende, gut ausgearbeitete Krimis mag, dieses Buch empfehlen. Es hat mir einige interessante und unterhaltsame Stunden geschenkt.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Verbrannt, ohne je zu brennen

Der Verrat von Ellen Sandberg

„Am Zorn festhalten ist wie Gift trinken und erwarten, dass der andere daran stirbt“. Dieser Satz, hin gekritzelt an einer Bushaltestelle, gibt genau den Zustand wieder, in dem sich Ariane „Nane“ Rauch befindet, als sie von den wahren Umständen erfährt, die zu ihrer lebenslangen Verurteilung als Mörderin geführt haben.

Nane wird nach 20 Jahren aus dem Gefängnis entlassen und will endlich Klarheit haben über die Nacht auf dem Weingut Graven, die ihr Leben so verändert hat. Nur ihr Schwager Thomas kann ihr helfen zu klären, ob sein Sohn Henning durch ihre Schuld ums Leben kam. Aber nach einem Herzinfarkt liegt dieser im Krankenhaus und seine Frau Pia, ihre Schwester, versucht alles um sie von ihm fern zu halten. Warum? Nane beginnt die Suche nach der Wahrheit und findet Entsetzliches heraus...

Ellen Sandbergs neuer Familienroman hat mich gleich ab der ersten Seite in sich hineingezogen. Ich lerne die überspannte, chaotische, unberechenbare Ariane „Nane“ Rauch, ihren Exmann Mark, ihre konfliktscheue, immer um Vermittlung bemühte Schwester Birgit, ihre pragmatische, geerdete, emotionslose Schwester Pia mit ihrem charismatischen Ehemann Thomas von Mantey, Sohn Henning aus Thomas´ erster Ehe, deren Tochter Lissy, deren Enkelin Sonja – die Tochter von Henning, die einen Krimi über den Mord an ihrem Vater schreiben will und Thomas Zieh-Schwester Margot und ihren Sohn kennen. Alle sind detailliert und absolut menschlich beschrieben. Den einen mag ich mehr, den anderen weniger.

Durch den flüssigen, bildreichen und leicht zu lesenden Schreibstil sehe ich die Handlung bildlich in meinem Kopf an mir vorbei ziehen. Durch die vielen Geheimnisse, die es zu geben scheint, weiß ich allerdings erst sehr spät, wohin die Reise geht und was in der besagten Nacht wirklich passiert ist.

Die Geschichte zieht sich über zwei Zeitebenen. Ich bin dabei, wie Nane im Sommer 1998 nach zwei mehr oder weniger schmerzhaften Trennungen die Kontrolle verliert und eine große Dummheit begeht, die sie schließlich in den Knast bringt. Nach und nach erfahre ich, wie es dazu kommen konnte. Im Sommer 2018 wird Nane entlassen und versucht sich in ihr neues Leben hineinzufinden. Und sie will unbedingt wissen, was in der Nacht, die aller Leben verändert hat, wirklich geschehen ist. Was ist passiert, wenn „die Andere“ in ihr die Kontrolle übernahm.

Von Anfang an breitet sich auf den Leseseiten eine düstere Spannung auf, die für mich aber noch nicht zu greifen ist. Es ist damals etwas passiert. Aber was? Das kristallisiert sich im Laufe der Geschichte immer weiter heraus. Ganz langsam tritt das ganze Ausmaß dieser Familientragödie zutage und lässt mich etwas bestürzt zurück.

Ein großartiger Roman über Liebe, Leidenschaft, Geschwisterliebe und Schuld, der mich ab der ersten Seite berührt hat und den ich ohne Einschränkungen weiterempfehlen kann. Absolut lesenswert!

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Rezensionen von Cyrana:

Münster als Tatort

Kälter als die Angst von Drews Christine

Carla Delbrück wird am Totensonntag ermordet, umgeben von Grablichtern. Hat dieser Mord etwas mit einem lange zurück liegenden Mord zu tun? Und was ist mit den Drohbriefen, die die Bewohner des Hauses erhalten, in dem dieser Mord verübt wurde? Genau in dieses Haus ist Katrin gezogen, die die Leser der Reihe noch aus dem ersten Band, „Schattenfreundin“, kennen.

Katrin wendet sich an Charlotte, die sich im Innendienst langweilt und endlich wieder ermitteln möchte. Christine Drews ist wieder einmal ein spannender Münster-Thriller gelungen, der mit einer überraschenden Auflösung des Falles aufwartet, mit der ich so nicht gerechnet hätte, im Rückblick aber überzeugend ist. Auf die vorhergehenden Bänden wird immer mal wieder verwiesen, was den Kenner der Reihe erfreut, jedoch ist dieser Band auch gut unabhängig von den anderen Büchern zu lesen. Der Leser erfährt natürlich auch etwas über das Privatleben, aber die Ermittlungen stehen immer im Vordergrund. Durch die wechselnden Perspektiven und die Auszüge aus einem "Sachbuch" (ohne Spoiler kann nicht weiter darauf eingegangen werden) sowie der Bezug zu dem lange zurück liegenden Mordfall wird die Spannung auf hohem Niveau gehalten. Auch der lokale Bezug zu Münster hat mir sehr gefallen.

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Rezensionen von begine:

Finale der Saga

Die Frauen vom Löwenhof - Solveigs Versprechen von Corina Bomann

Den 3. Teil der Löwenhof Saga hat Corina Bomann wieder mit altbekannter Raffinesse zu einem Leseerlebnis gebracht.

In „Die Frauen vom Löwenhof – Solveigs Versprechen“ wird Solveig die neue Gräfin vom Löwenhof.

Sie studiert in Stockholm Tiermedizin.
Nach ihrem Abschluss erfährt sie, das der Löwenhof in Geldschwierigkeiten steckt.

Wir erleben nochmal Agneta und Mathilde und dann Solverig, alle 3 Frauen der Trilogie leben in verschiedenen Epochen und sind sympathische Charaktere. Es ergeben sich einige dramatische Situationen, die gemeistert werden. Die Trilogie endet 1974.

Im Großen und Ganzen ist die Geschichte unspektakulär und ruhig gehalten. Trotzdem macht es Spaß den Roman zu lesen.

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Rezensionen von LEXI:

Manchmal muss man einfach das Richtige tun

Flucht in die Schären von Sten Viveca

In Viveca Stens neuntem Band ihrer Bestsellerreihe um den sympathischen Ermittler Thomas Andreasson und Nora Linde liefert die Autorin einen dramatischen Einstieg, der dem Leser gleich zu Beginn einen Vorgeschmack auf das rasante Tempo dieses Buches gibt. Mina Kovac lebt in Todesangst vor ihrem unberechenbaren und gewalttägigen Ehemann Andreis.

Sein letzter Übergriff kostete der blonden jungen Schwedin mit den himmelblauen Augen beinahe das Leben, und sie lässt sich endlich davon überzeugen, Andreis zu verlassen. Während die Polizei versucht, Mina darüber hinaus auch zu einer gerichtlichen Aussage gegen ihren Mann zu überreden, versucht dieser mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, Mina wieder in seine Gewalt zu bringen. Andreis ist vollkommen skrupellos und hat treue Gefährten, die seiner hohen Gewaltbereitschaft in nichts nachstehen. Während Nora Linde und Thomas Andreasson versuchen, eine Verhaftung zu erwirken, hat Andreis in Ulrika Grönstedt eine der besten Strafverteidigerinnen Schwedens an seiner Seite. Als absoluter Vollprofi zieht Ulrika sämtliche Register, um den Kopf ihres Mandanten aus der Schlinge zu ziehen. Dabei riskiert sie ohne mit der Wimper zu zucken auch die Sicherheit und das Leben Minas. Einer abenteuerlichen Flucht folgt eine unerbittliche Verfolgungsjagd, und nicht nur Mina bekommt Andreis‘ Hartnäckigkeit und Brutalität zu spüren.

Viveca Sten wartet in ihrer aktuellen Neuerscheinung mit einem ungewöhnlich hohen Spannungsbogen auf und fesselte mich von der ersten, bis zur buchstäblich allerletzten Seite an ihre Geschichte. Wer einen gemütlichen Krimi inmitten der Schären als beschauliche Kulisse erwartet, wird vermutlich eine Überraschung erleben. Denn angesichts der großen Gewaltbereitschaft sowie der Schilderungen von Übergriffen im Zuge des Bosnienkrieges würde ich dieses Buch vielmehr dem Genre Thriller zuschreiben.

Das Buch thematisiert anhand der Protagonistin Mina Kovac die Misshandlung von Frauen und den langen Weg aus einer Spirale von Gewalt, Angst und Scham, wobei Viveca Sten auch reelle Zahlen zu derartigen Missbräuchen in ihrem Buch anführt.

Die handelnden Personen wirkten auf mich glaubwürdig und sehr gut dargestellt, man erhält als Leser zudem auch Einblicke in das Privatleben der Ermittler. Die Rückblenden in Andreis Kindheit und seine Erlebnisse im Bosnienkrieg empfand ich eher als Erklärung für dessen charakterliche Entwicklung, jedoch nicht als Entschuldigung oder Rechtfertigung für seine Taten. Viveca Sten ist es perfekt gelungen, rasch einen hohen Spannungsbogen aufzubauen und diesen dann bis zum aufregenden Finale konstant aufrecht zu erhalten. Das Buch verschaffte mir einige atemberaubende Stunden auf der Lesecouch, einzig die derbe Sprache von Andrej und Emir Kovac sowie deren Freund Dino Herco empfand ich für meinen Lesegeschmack als störend. Hier muss ich jedoch einräumen, dass die Gossensprache den betreffenden Figuren in ihrer von Drogenhandel und organisierter Kriminalität bestimmten Welt durchaus Authentizität verleiht.

Fazit: Mit „Flucht in die Schären“ hat Viveca Sten einen sehr treffenden Titel für ihre aktuelle Neuerscheinung gewählt. Die Flucht der Protagonistin ist tatsächlich Auslöser für die turbulenten und dramatischen Ereignisse dieses Buches, die mich als Leser regelrecht an die Geschichte gefesselt haben. Diese Lektüre stellte ein sehr aufregendes und aufwühlendes Abenteuer dar, das mir sehr gut gefallen hat und sich von den anderen Büchern dieser Reihe abhebt.

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Rezensionen von LEXI:

Chikondi bedeutet „geliebt“!

Chikondi von Ursula Häbich

In diesem bezaubernden Kinderbuch erzählt Ursula Häbich die Geschichte eines kleinen Babys, dessen Mutter bei der Geburt starb. Ihre armen Verwandten konnten das kleine Waisenkind nicht aufnehmen und gaben ihr den Namen „Sanikonda“ – „ungeliebt“. In ihrer Not wenden sie sich an den Erbauer und Leiter des Kinderheimes in Malawi, um ein Zuhause für Sanikonda zu finden.

Das Ehepaar Rolf und Tine Klein, die mit ihren beiden Kindern Phil und Lea als Missionare nach Malawi kamen, schlossen die kleine Sanikonda sofort in ihr Herz – und aus der „ungeliebten - Sanikonda“ wurde nach Überwindung einiger Hindernisse schließlich die „geliebte – Chikondi“.

Die Autorin hat mich mit dieser herzzerreißenden Geschichte um das kleine Baby Chikondi sehr berührt, die darüber hinaus auch auf einer wahren Begebenheit beruht. Sie schildert das Leben der Missionarsfamilie in Malawi und vermittelt ihrer kleinen Leserschaft in eindringlichen Worten, dass jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt ist. Die kindgerechte Schriftart und die lesefreundliche Schriftgröße, sowie die wunderschönen Illustrationen in diesem Buch haben mir ausgezeichnet gefallen. Ursula Häbich versucht darüber hinaus, durch verschiedene Rätsel und kleine Aufgaben, die Aufmerksamkeit der Kinder noch stärker auf den Inhalt zu lenken – was ihr aus meiner Sicht vortrefflich gelungen ist.

Das gesamte Buch ist einfach nur entzückend! Es stellt durch die liebevolle und kreative Gestaltung sowie die wunderschönen Illustrationen von Judith Hildebrandt auch optisch einen richtigen Blickfang dar. Ich empfinde lediglich das Titelbild, das auch auf Seite 15 noch einmal abgebildet ist, als irreführend. Hier wurde ein bezauberndes kleines Mädchen im Alter von etwa drei bis vier Jahren abgebildet, was den Anschein vermittelt, es handle sich um die kleine Protagonistin namens Chikondi. Doch Chikondi ist ein vier Tage altes Baby. Abgesehen von kleinen Fehlern im Buch vermisste ich auf den letzten beiden Seiten leider auch Inhalte. Hier wird in fettgedruckter Überschrift die Auflösung der Rätsel im Buch angekündigt, es folgt jedoch lediglich eine leere Buchseite. Die letzte Seite weist als Überschrift „Weitere Kinderbücher von Ursula Häbich“ auf, doch auch hier folgt erneut nur eine leere Buchseite und keine Auflistung von Buchtiteln, wie nach der Ankündigung zu erwartet wäre.

Fazit: „Chikondi“ ist ein wunderschönes Kinderbuch, das durch die gefälligen Illustrationen nicht nur ein wahrer Blickfang ist, sondern auch durch tiefgründigen Inhalt in kindgerechter Sprache und vielen kleinen Extras punktet. Mir hat dieses Buch ausgezeichnet gefallen und ich empfehle es trotz winziger Kritikpunkte sehr gerne weiter!

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Rezensionen von LEXI:

Ein wunderschöner Begleiter durch das ganze Jahr

Du kennst meinen Weg von Joni Eareckson Tada; Joni Eareckson Tada

Nachdem ich nähere Einzelheiten über die Person der Joni Eareckson Tada in Erfahrung brachte und mir Bücher, Lieder und Videos von ihr zu Gemüte geführt habe, wuchs meine Hochachtung und meine Bewunderung für Joni beinahe ins Grenzenlose. Ihre positive Lebenseinstellung, der unermüdlicher Einsatz für Menschen in Notsituationen und vor allen Dingen ihr unerschütterlicher Glaube an Gott haben mich zutiefst beeindruckt.

In diesem Andachtsbuch, das Joni gemäß Vorwort mit sehr viel Herzblut schrieb und in dem sie Erfahrungen ihres ganzen Lebens einfließen ließ, erzählt sie viele berührende Geschichten und möchte damit anderen Menschen neue geistliche, seelische und körperliche Kraft schenken.

Jede ihrer 365 Andachten beginnt mit dem jeweiligen Datum im Fettdruck und einer Bibelstelle. Anschließend folgen die Ausführungen der Autorin, ein von Joni formuliertes und kursiv gedrucktes Gebet beschließen die Andacht. Jeder neue Monat wird zudem mit einer ganzseitigen Landschaftsaufnahme eingeleitet, und für die Andacht eines Tages steht eine gesamte Buchseite zur Verfügung. Die Andachten sind daher nicht lang, weisen jedoch eine Tiefe und Lebensweisheit auf, bei der ich das Gefühl hatte, die Autorin möchte uns jede einzelne davon als Geschenk zum Tagesbeginn überreichen. Ich freue mich bereits darauf, im Jahr 2019 dieses wunderschöne Andachtsbuch als täglichen Begleiter zur Hand nehmen zu dürfen.

Die optische Aufmachung dieses Buches ist wunderschön. Der tiefblaue Himmel bildet einen starken Kontrast zur sonnendurchfluteten Abbildung einer toskanischen Landschaft, die sich auf der Rückseite des Buches fortsetzt. Das harmonisch gestaltete Cover und der übersichtliche Aufbau der Kapitel, die jeweils einem Tag im Kalenderjahr entsprechen, werden durch ein gelbes Lesebändchen ergänzt, das bei täglicher Verwendung meines Erachtens einfach unentbehrlich ist.

FAZIT: „Du kennst meinen Weg“ ist ein faszinierendes Andachtsbuch, das mir ausgezeichnet gefällt und das mich in den 365 Tagen des kommenden Jahres begleiten wird. Ich habe dieses Buch bereits in der Adventzeit zu Lesen begonnen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Rezensionen von LEXI:

Heil und Leben, vergiss das nicht, mein Junge!

Du kennst meinen Weg von Joni Eareckson Tada; Joni Eareckson Tada

„Nur, weil es Heilung für das verwundete Leben der Menschen gibt, feiern wir Advent. Und nur deswegen wird es auch in diesem Jahr wieder eine neue Christnacht werden.“

Elisabeth Eberle erzählt in diesem Buch die Geschichte dreier ganz besonderer Männer. Es handelt sich hierbei zwar nicht um eine penibel recherchierte Biografie, man erhält aber dennoch einen kleinen Einblick in ihr Leben und ihre auf der ganzen Welt bekannten Errungenschaften.

Die erste Geschichte handelt von Georg Weissel, der von ganzem Herzen der Musik zugetan war. Dem sanftmütigen mittellosen Pfarrer ist eines der am meisten gesungenen Adventlieder zuzuschreiben, nämlich „Macht hoch die Tür“. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch unter anderem auch jenen langen und anstrengenden Marsch in bitterer Kälte, der maßgeblich zur Entstehung dieses Liedes beigetragen hat. „Macht hoch die Tür“ öffnete darüber hinaus dem reichen, aber hartherzigen Kaufmann namens Sturgis nicht nur dessen Herz, sondern auch die Tore zu seinem weitläufigen Anwesen.

In der zweiten Geschichte spielt der Handwerkersohn Johannes Daniel Falk aus Danzig die Hauptrolle. Er kam aus einer gebildeten und kunstbegabten Familie und liebte das Geigenspiel. Nachdem vier seiner jüngsten Kinder innerhalb kürzester Zeit starben, nahm er viele Pflegekinder in seinem Haus auf und wurde als „Vater der Waisen“ bekannt. Aus seiner Feder stammt das wunderschöne Weihnachtslied „O du fröhliche“.

Die Erfindung des ersten Adventkalenders wird in der dritten Geschichte dieses Buches erzählt. Johann Hinrich Wichern liebte Kunst, Literatur und Musik und war an einer privaten Internatsschule tätig. Er setzte sich für die Armen und Vernachlässigten ein und wollte die Not von Kindern aus schlimmen Verhältnissen lindern. Gemeinsam mit Karl Sieveking und seiner Cousine Amalie wollte er diesen Kindern Hoffnung und eine Zukunft schenken und es folgte die Gründung des „Rauhen Hauses“. Um den Kindern die Wartezeit auf das ersehnte Weihnachtsfest zu verkürzen, nahm er im Jahre 1839 kurzerhand ein altes, hölzernes Wagenrad und befestigte darauf für jeden Tag der Adventzeit eine Kerze.

Das Eintauchen in die Geschichte dieser drei Männer, die mir zwar namentlich bislang unbekannt waren, deren Lebenswerke jedoch weltweite Bekanntheit erlangten, hat mir großes Lesevergnügen bereitet. Ich fand die Ausführungen der Autorin höchst interessant und freute mich, nach jeder Geschichte eine ganzseitige Anmerkung zum jeweiligen Hintergrund sowie zu historischen Fakten zu erfahren. Allen drei Männern war eine große Liebe zur Musik, ein enormer Einsatz für Menschen in Not, und ihr tiefer, unerschütterlicher Glaube gemein.

Elisabeth Eberles Ausführungen wurden in sehr schönem, einnehmendem Schreibstil und gewählter Sprache dargebracht. Der Inhalt dieses Buches ist anhand von detaillierten Angaben, Überschriften und Nennung von Jahreszahlen sehr übersichtlich gestaltet, und die bereits erwähnten Informationen zu historisch belegten Fakten stellten eine willkommene Ergänzung dar. Ich habe dieses Buch mit sehr großem Interesse gelesen und empfand es als Bereicherung, mehr über die Männer hinter den beiden Weihnachtsliedern und der Erfindung des Adventkalenders zu erfahren. „Gnadenbringende Weihnachtszeit“ hat mir ausgezeichnet gefallen und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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