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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von div:

Weihnachts-Wahnsinn mit der Familie

Die Weihnachtsgeschwister von Alexa Hennig von Lange

Jeder kennt es - von Weihnachten hat man eine sehr romantische Vorstellung - besinnliche Stunden im Kreise der Familie.
Die Realität sieht oft anders aus - gerade die Zeit vor Weihnachten ist für viele eine sehr stressige Zeit. Und dann ist Weihnachten auch schon da.

Auch so in diesem Buch.

Die drei Geschwister Tamara, Elisabeth und Ingmar fahren mit Familie zu ihren Eltern - um traditionsgemäß gemeinsam Weihnachten zu feiern. Die perfekte Ausgangsbasis für das Chaos - viele gestresste Leute an einem Ort - Neid, Missverständnisse und Streit gehören da dazu. Dieses Jahr nicht - dachten sich da die Eltern und haben einen Plan, um ihren Kindern eine Lektion zu erteilen...

Eine schöne Geschichte - die für Unterhaltung sorgt und sich wunderbar liest. Sie regt aber auch zum Nachdenken an - was macht Weihnachten wirklich aus?
Perfekte Geschichte für die Weihnachtszeit, die vielleicht das nächste Jahr bei einigen unterm Christbaum liegt, da ich das Buch auch als das perfekte Geschenk erachte.

Von mir gibt es ganz klar eine Empfehlung.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein schwieriges Thema gut aufbereitet

Wirtschaftspolitik zwischen der Gier der Gewinner und der Wut der Verlierer von Manfred Drennig

Der österreichische Manager und Jurist Manfred Drennig beleuchtet in diesem Buch die Geschichte der Wirtschaftspolitik und die Auswirkungen bis heute (und in die Zukunft).

Dazu finden wir in acht Kapiteln interessante Statements:

Die beste aller Welten und ihre Erschaffung durch den Markt
Verhaltensökonomie als Suche nach dem Heiligen Gral
Einkommen als Ergebnis sozialer Leistung oder Beuteverhalten
Wirtschaftswachstum: notwendig, schädlich oder beides?
Internationale Arbeitsteilung: Der Traum von der heilen Welt
Die Macht des Geldes und die Ohnmacht der Geldpolitik
Politik: Vom öffentlichen Diskurs zur Manipulation
Es gibt viel zu tun

Mir hat besonders gut das Kapitel „Die Macht des Geldes und die Ohnmacht der Geldpolitik“ gefallen.

Hier wird u.a. erläutert wie es zum Börsencrash 1929 gekommen ist, dessen Folgen Millionen Menschen in den Abgrund gerissen hat. Oder, wie sich die gut gemeinte Idee der billigen Wohnraumkredite in einen Albtraum für Kreditnehmer, Banken und Staaten entwickelt hat. Aber, es ist ja bekannt, dass „gut gemeint“, das Gegenteil von gut ist.

Die enge Verzahnung der Weltwirtschaft untereinander wird uns auch in der Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Hoffen wir, dass uns die aktuelle Überregulierung, die aller Orten das Hervorbringen neuer Ideen hemmt, nicht noch mehr überhand nimmt.

„Wer Initiative zeigt, wer vor allem neue Wege gehen will, droht unter einem Wust von wohlmeinenden Vorschriften zu ersticken.“ sagte Roman Herzog, ehemaliger Bundespräsident Deutschlands, in seiner „Berliner Rede“ 1997. Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.

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Rezensionen von begine:

Gruseliger Fund

Knochengrab (Ein Sayer-Altair-Thriller 2) Ein Sayer-Altair-Thriller von Ellison Cooper


Knochengrab ist der zweite Fall der FBI Agentin Sayer Altair. Die Autorin Ellison Cooper versteht es Spannung aufzubauen.
Schon das vorige Buch hat mich gut unterhalten.
Das Hörbuch wird von dem gewieften Sprecher Peter Lontzek gibt diesem Thriller noch interessanter. Intensiv wird der Leser in die Geschichte hinein gesogen.

Im Shennandoah Nationalpark finden Max Scho und sein Leichenspürhund auf einem Spaziergang eine Grube mit 20 Jahre alte Menschenknochen. Bei der Bergung kommt Sayer Altair und ihr Team in große Gefahr. Da scheint jemand etwas gegen die Bergung zu haben.
Der Thriller ist teilweise ziemlich gruselig und etwas ekelig. Man erfährt von einigen Tragödien.
Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil, ihre Personen führen gute Dialoge.

Der Thriller ist spannend.

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Rezensionen von Gudrun Gaber:

"Das menschliche Äquivalent von Fahrstuhlmusik" Zitat

Rate, wer zum Essen bleibt von Philipp Tingler

Auf den Autor habe ich mich sehr gefreut. Ich folge Philipp Tingler schon einige Zeit auf Facebook und sehe mir immer gerne den schweizer Buchclub mit Nicola Steiner an. Und das Philipp Tingler heuer als Juror beim Bachmannpreis dabei ist, finde ich super.

Das Buch entspricht einem Bühnenstück mit einem großen wiederkehrenden Störfaktor, namens Conni, der nichts „heilig“ ist.

Auch wenn sie nur an der Oberfläche der teilnehmenden Personen kratzt und teilweise nur Phrasen und Sprüche von sich gibt, trifft sie doch fast be jedem der teilnehmenden Personen einen oder mehrere wunde Punkte. Manche Person verändert daraufhin drastisch ihr Leben und andere, zB Felix – einem dem Autor sehr nahe gelegene Person (Buchkritiker in einer Fernsehsendung, dem sein Social Media Profil sehr wichtig ist), den trifft gar nichts.

Das Buch hat 207 Seiten, ich hab das Buch nicht durchgehend gelesen, bin immer gut rein gekommen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn mir die letzten Seiten nicht ganz logisch/notwendig sind. Da sich die Einstellung von der Ehefrau von Felix – Franziska – zu arg ändert. Und das Buch hat zu viele Fremdwörter

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine gelungene Fortsetzung

Herbstleich von Lisa Gallauner

Die Prügelei während der Halloween-Party endet mit einem Toten. Dorfpolizist Friedrich Fesch, der diesem neumodischen Fest so gar nichts abgewinnen kann, darf wieder mit Michaela Mörderisch, der toughen Kriminalbeamtin ermitteln.

Ist der Streit um eine Dorfgrazie wirklich der Auslöser für den Mord? Bei näherem Hinsehen, scheint nichts wie es ist, zu sein.

Akribisch sortieren Mörderisch & Fesch die einzelnen Mosaiksteinchen und stellen fest, dass die dörfliche Idylle trügt.

Meine Meinung:

Lisa Gallauner ist eine gute Fortsetzung ihres ersten Krimis („Mörderisch & Fesch“) gelungen. Das höchst ungleiche Ermittlerpaar ergänzt sich prächtig.

Die Geschichte spielt in dem kleinen, fiktiven Ort St. Lindenbaum, der überall sein könnte. Die Dorfbewohner kennen sich von klein auf, man weiß um das eine oder andere Familiengeheimnis. Wenig bleibt verborgen, doch alles, was nicht eindeutig belegt wird, wird durch die eigene (oft bösartige) Fantasie ausgeschmückt. Mit dabei sind einige Charaktere, die wir schon kennen. So darf Jenny dem einen oder anderen Dorfcasanova wieder der Kopf verdrehen oder die Tupfinger-Martha, deren Tratsch-Sucht die „Bild-Zeitung“ gehörig in den Schatten stellt.

Lisa Gallauner hat einen leicht lesbaren und lockern Schreibstil, der die Seiten nur so dahin fliegen lässt.

Fazit:

Ein, bis auf die Leiche mit Bauchstich, unblutiger Krimi, der durch Wortwitz und eine flüssige Erzählweise besticht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich leider nicht vollends überzeugt

Tote Hunde bellen nicht von Carine Bernard

Tierärztin Dr. Katja Maus versucht einer Gruppe Schüler das Wachstum der Bäume im Ratinger Forst zu erklären, als sie buchstäblich über eine Leiche stolpern. Es scheint, als wäre Christian Witte, ein Schriftsteller, bei einem Fahrradunfall ums Leben gekommen. Doch als Pitter, der Hund des ermittelnden Polizisten Constantin Blum und Freund von Katja, wenig später einen blutverschmierten Ast apportiert, ist klar, dass es sich hier um ein Gewaltverbrechen handelt.

Anders als im ersten Fall („Ein Hund, der eine Grube gräbt“) kommt Katja Maus nicht dazu, sich mit dem Polizisten Constantin Blum über den Fall auszutauschen, denn Jenna, ihre Praktikantin sorgt für Troubles in der Praxis und in Katjas Seelenleben, das durch wohl gesetzte Spitzen ihres Ex-Mannes Harro ohnehin angeknackst ist.

Dennoch schafft es Katja, die eine aufmerksame Zuhörerin ist, einige wichtige Details aus dem Leben des Schriftstellers zu erfahren. Allerdings gibt sie die Informationen nicht an Constantin sondern an dessen Vorgesetzten weiter.

Meine Meinung:

Die Krimihandlung hat mir gut gefallen und auch die Arbeit als Tierärztin ist gut beschrieben. Die Idee, Auszüge aus dem buch des ermordeten Schriftstellers einzuflechten, ist eine nette Idee.

Katja Maus wirkt diesmal überfordert und depressiv. Daher benimmt sie sich manchmal wie ein Teenager, dabei ist sie 42 und hat ein Studium abgeschlossen! Eigentlich kein Grund, sich minderwertig zu fühlen. OK, es kommen mehrere Dinge zusammen: die Praxis läuft nicht so gut, ein zusätzlicher Tierarzt macht das Leben auch nicht leichter, Tochter Lenas Schulerfolg lässt zu wünschen übrig, diese intrigante Praktikantin Jenna und der ewig nörgelnde und besserwisserische Ex-Mann. Ja, das ist schon viel Ungemach, das Katja Maus trifft. All das scheint ihr über den Kopf zu wachsen.

Dass sich letzten Endes einige der Probleme (fast) von selbst lösen, lässt auf eine Verbesserung der Situation hoffen.

Fazit:

Mit der Krimi-Handlung bin ich zufrieden, mit dem privaten Chaos nicht. Das war für mich ein wenig zu dominant. Daher gibt es diesmal nur 3 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine gelungene Anleitung zur Selbsthilfe

Knie & Meniskus Schmerzen selbst behandeln von Petra Bracht; Roland Liebscher-Bracht

Mit dem Ratgeber „Knieschmerzen selbst behandeln“ hat das Autoren-Duo Liebscher & Bracht eine Anleitung zur Selbsthilfe gegen Knieschmerzen geschaffen.

Das Buch ist bei Gräfe & Unzer erschienen und beinhaltet neben einer theoretischen Abhandlung, wie Schmerz entsteht, insbesondere im Knie, und warum herkömmliche Versuche diesem Herr zu werden, nichts fruchten, Anleitungen und zahlreiche Fotos, wo z.

B. die Druckpunkte zu finden und wie sie zu benützen sind.

Das Duo Liebscher & Bracht schwört auf Faszientraining, was ich nach zwei Knieoperatioen an einem Knie, Knorpelglatzen in beiden und zahlreichen orthopädischen Konsulatationen mit mäßigen Erfolg, durchaus nachvollziehen kann, da selbst ausprobiert. Ich habe allerdings eine deutliche Verbesserung in meinen Knien durch eine Hyaluron-Spritzen-Kur erlebt, die die Autoren als „Placebo“ bzw. als nicht wirksam bezeichnen.

Dass mehr (sanfte) Bewegung Muskeln und Gelenken hilft, ihre Beweglichkeit bis ins hohe Alter zu behalten, ist jetzt nicht ganz neu.

Das (vielleicht) Neue an diesem Buch ist die kompakte Aufbereitung und das anschauliche Bildmaterial. Zusätzlich kann man sich per Newsletter weitere Informationen schicken lassen oder auf youtube Übungen ansehen. Ergänzt wird das Buch durch eine Liste von Therapeuten, die nach der L&B-Methode arbeiten. Die Arbeitsmittel, die verwendet werden kann man im Online-Shop erwerben. Allerdings können ebenso im Haushalt vorhanden Küchenutensilien verwendet werden.

Das einzige Manko: Üben muss jeder selbst, das kann einem nicht abgenommen werden.

Fazit:

Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Die Übungen sind durch die Fotos anschaulich dargestellt und scheinen machbar. Gerne gebe ich für diese Anleitung 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Gelungene Hilfe zur Selbsthilfe

Ischias & ISG-Schmerzen selbst behandeln von Petra Bracht; Roland Liebscher-Bracht

Mit dem Ratgeber „Ischias & ISG Schmerzen selbst behandeln“ hat das Autorenteam Liebscher/Bracht eine weitere hilfreiche Anleitung zur Selbstbehandlung von diesbezüglichen Schmerzen publiziert.

Wie schon im Ratgeber „Knieschmerzen selbst behandeln“ liegt das Geheimnis der Behandlung im Faszientraining und der Stimulation der Triggerpunkte.

Dass einiges manchmal, vor allem zu Beginn der Übungen schmerzhaft ist, verschweigen die Autoren nicht.
Dieses Buch befasst sich in einem ausführlichen Theorieteil mit den Ursachen der Schmerzen und den häufigen Fehlinterpretationen der Schulmedizin.

Dass mehr (sanfte) Bewegung Muskeln und Gelenken hilft, ihre Beweglichkeit bis ins hohe Alter zu behalten, ist jetzt nicht ganz neu.

Das (vielleicht) Neue an diesem Buch ist die kompakte Aufbereitung und das anschauliche Bildmaterial. Zusätzlich kann man sich per Newsletter weitere Informationen schicken lassen oder auf youtube Übungen ansehen. Ergänzt wird das Buch durch eine Liste von Therapeuten, die nach der L&B-Methode arbeiten. Die Arbeitsmittel, die verwendet werden kann man im Online-Shop erwerben. Allerdings können ebenso im Haushalt vorhanden Küchenutensilien verwendet werden.

Fazit:

Das Buch richtet sich an jene, die unter Schmerzen im Gesäß- und Hüftbereich leiden und eine Alternative zu Schmerzmitteln suchen.
Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Im Netz des Lemming von Slupetzky Stefan

In diesem fünften Krimi für das verschrobene Duo Leopold „Lemming“ Wallisch und Polivka bekommen es die beiden mit Fake News, Shitstorms und den sonstigen „Errungenschaften“ der Social Media-Gesellschaft zu tun.

Lemming arbeitet nach seinem Hinauswurf bei der Polizei nun als Nachtwächter im Tiergarten Schönbrunn und fährt auf seinem Weg in den Dienst, mit Mario, einem Schulkollegen seines Sohnes Ben, in der Straßenbahn.

Wie es heutzutage so üblich ist, wird in den Öffis wenig gesprochen und mehr auf das Smartphone gestarrt. Nach dem Eingang einer Nachricht springt Mario plötzlich aus der Tramway, der Lemming hinterher und bevor der es noch verhindern kann, stürzt sich der Schüler von der Kennedybrücke auf die darunterliegende U-Bahn-Trasse in den Tod. Zurück bleibt ein geschockter Lemming mit Marios Jacke und Mobiltelefon.
Innerhalb weniger Stunden werden Lemming und Ermittler Polivka in den Sozialen Medien, zerrissen. Der eine als Pädophiler, der andere als unfähiger Polizist, der dann auch auf Druck der Medien suspendiert werden soll, dem aber durch seine Kündigung zuvorkommt.
Gemeinsam machen sich die beiden auf die Such nach der Ursache für den Selbstmord und entdecken schier Unglaubliches. Je tiefer die beiden Ermittler in die Sache eindringen, desto dramatischer wird es und das Netz aus Hasstiraden und tätlichen Angriffen immer engmaschiger.

Meine Meinung:

Stefan Slupetzky nimmt sich in seinem fünften Fall für den Lemmig eines aktuellen Themas an: Der Macht der Sozialen Medien, die diesen Namen gar nicht verdienen, denn sozial sieht anders aus.

Neben der Krimi-Handlung, erhält der Leser Einblick in die Geschehnisse in Österreich die im Jahr 2019 das Land in Atem gehalten haben. Der Autor lässt Lemming und Polivka über die aktuelle politische Lage schwadronieren. Die beiden nehmen sich dabei kein Blatt vor den Mund und kommentieren die türkis-blaue Regierung und deren Flüchtlings-, Bildungs- und Sozialpolitik sowie den Populismus mit denen die Politiker aller Couleurs ihre früheren Werte verkaufen. Das klingt stellenweise humorvoll, ist aber vermutlich nur dem Galgenhumor des Autors geschuldet.

Die beiden Hauptfiguren sind desillusioniert und versuchen ihren Frust mit Alkohol zu betäuben. Sie ermitteln nach allen (verbotenen) Regel der Kunst und wirken manchmal tollpatschig. Mehr als einmal geraten sie in Lebensgefahr. Herrlich skurril ist die Szene, als sie sich in der schwankenden Gondel der Reinigungsfirma hoch über dem Trottoir befinden.

Stefan Slupetzkys Schreibstil ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Mir gefällt er außerordentlich gut. Die Beschreibung der Straßen und Plätze und deren Bewohner ist gut gelungen. Wortspielereien und auch Schüttelreime säumen den Weg des Lesers.


Fazit:

Wer einen intelligenten, durchaus politischen Krimi sucht, ist hier goldrichtig. Gerne gebe ich hierfür 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Die geliehene Schuld von Claire Winter

Deutschland um 1949. Die Folgen des verlorenen Krieges sind nach wie vor deutlich zu spüren, doch regt sich schon mancher Orts so etwas wie Aufbruchstimmung. Während auf der einen Seite in den Nürnberg ein Teil der Nazi-Verbrecher vor Gericht steht, können Dutzende Täter über die selben Fluchtrouten entkommen, über die vor einigen Jahren Juden und andere Verfolgte in Sicherheit gebracht wurden.

Gleichzeitig versuchen die Geheimdienste aller Alliierten ihren Einfluss und ihr Wissen zu vergrößern. Jetzt, nachdem der Faschismus besiegt scheint, kommt die Angst vor dem Kommunismus (begründet oder nicht) wieder ans Tageslicht.
Unter dem wachsamen Auge der Amerikaner versucht KOnrad Adenauer der Republik eine neue Verfassung zu geben ...
Das ist das historische Umfeld in dem sich dieser historische Roman bewegt.

Dass ein Menschenleben in dieser Zeit noch immer wenig zählt, wenn es darum geht die eigene Haut oder Gesinnung zu retten, wird klar, als Marie Fragen zu ihrem gefallenen Vater stellt. Für sie war er immer der Held, doch als sie erfährt, dass er als hochrangiger Mitarbeiter des RSHA in abscheuliche Kriegsverbrechen verwickelt ist und zusätzlich unter falschem Namen lebt, bricht sie mit ihrer Familie. Als sie die Jüdin Lina und das Schicksal deren Familie, kennenlernt, zerbricht sie beinahe an der von ihrem Vater "geliehenen Schuld".

Maries Freund, der Journalist Jonathan, ist geflohenen Kriegsverbrechern auf der Spur. Er fühlt sich beobachtet und kann seine Aufzeichnungen gerade noch rechtzeitig an seine Kollegin Vera übermitteln. Marie und Jonathan werde im Abstand von nur wenigen Tagen ermordet.

Für den Mord an Marie wird Lina verantwortlich gemacht, deren jüdische Familie bis auf sie und ihren Bruder in Maly Trostinec ermordet wurde, ausgerechnet zu jener Zeit als Maries Vater dort stationiert war.

Vera hingegen heftet sich auf die Spuren von Jonathan und fördert Haarsträubendes zu Tage. Auch sie wird mehrfach bedroht und gerät zwischen die Mahlsteine der konkurrierenden Parteien. Hier die Nazis, die ihre alten Machenschaften unentdeckt wissen wollen und bereits an neuen Seilschaften basteln und dort jene, die als Betroffene Aufklärung und „Recht, nicht Rache“ fordern.

Meine Meinung:

Das ist mein erstes Buch von Claire Winter. Die Autorin hat, so weit ich das überblicke, penibel recherchiert und geschickt Fakten mit Fiktion verknüpft. Die Verstrickung der katholischen Kirche in die Fluchthilfe für die alten Nazis ist ja unter dem Begriff „Rattenlinien“ bekannt. Allerdings wird die Beteiligung der Kirche gerne heruntergespielt. Leute mit Geld und Einfluss konnten es sich schon immer richten.

Gut gelungen ist der Autorin die perfiden Ränkeschmiede darzustellen. Besonders „Onkel Karl“ benützt sein Wissen und spielt die Mitglieder von Maries Familie zu seinem eigenen Vorteil rücksichtslos gegeneinander aus.

Der Schreibstil ist flüssig und eingängig. Stellenweise liest sich das Buch wie ein Krimi. Ich konnte es kaum aus den Händen legen und habe es in nur zwei Tagen gelesen. Durch die bildhafte Sprache habe ich mich gleich direkt im Geschehen gefunden.

Fazit:

Ein fesselnder Roman aus dem Deutschland der Nachkriegszeit, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

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