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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesehörnchen99:

Die Angst vor dem Dreißigsten

Thirty von Christina Bradley


Dreißig Tage bis zum Dreißigsten. Dreißig Dates, um den Einen zu finden.

Bella Edwards' Leben ist ein einziges Chaos. Während ihre Freundinnen auf Facebook ihr ach so erfüllendes Leben feiern, ist Bella nicht mal ansatzweise da, wo sie mit fast dreißig sein wollte. Vor allem der Mann fürs Leben fehlt noch.

Hals über Kopf fliegt sie von London nach New York zu ihrer Freundin Esther. Die hat die rettende (oder völlig absurde?) Idee: dreißig Dates in dreißig Tagen. So macht Bella sich auf einen verrückten Trip von New York bis nach San Francisco mit dem Ziel: den Einen finden. Zwischen diversen Blind Dates, charmanten und weniger charmanten Typen, findet Bella zwar nicht den Mann fürs Leben, aber tatsächlich das Eine, was sie glücklich macht. Und vielleicht, nur vielleicht, gibt es ja doch noch Hoffnung auf den Einen ...

Ich hätte eigentlich ein lockeres Buch erwartet. Aber Bella hat ja echt ein Riesen Problem mit dem Älter werden. So schlimm, dass sie in den USA jedes Date annimmt, das sich ihr bietet. Das fand ich ein wenig erschreckend.
Auch die Party- und Trinkfestigkeit wirft nicht gerade ein gutes Bild auf die junge Frau.
Ansonsten war es ganz unterhaltsam. Vor allem die Mails von Bella an ihre Freundin, die später ja eins zu eins im Blog zu lesen waren.
Tja, man sollte aufpassen was man aufschreibt.

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Rezensionen von AnnaRuthRedler:

Perfekt für laue Sommerabende

Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde von Andreas Heidtmann

Dem Autor ist mit seinem Roman ein starkes Stück Literatur gelungen, dass dem Meer von Überlebensgeschichten Jugendlicher einen überraschend schönen Kontrapunkt entgegensetzt und damit das Sujet sehr reizvoll erweitert. Das ausgezeichnete Buch brilliert vor allem durch seine grandiose Sprache und seine vielfältigen musikalischen Bezüge.

Beim Lesen mit Wohlfühlfaktor schwelgte ich in Erinnerungen, hörte Musik die ich schon lange nicht mehr gehört hatte und wollte, dass die Geschichte um den Protagnisten Ben nie aufhört. Der Roman ist leicht und frisch, amüsant und dennoch ironisch und hintergründig, perfekt für laue Sommerabende, die man mit einem guten Buch verbringen möchte. Eine Playlist/Soundtrack mit sämtlichen 80! Musiktiteln, die im Roman vorkommen, kann man sich (nach kostenloser Registrierung) umsonst auf Spotify anhören: https://open.spotify.com/playlist/1jFXDgv1pI9Mp0WVLYT1JJ?si=wmR3khlcSWS345s4glMjbQ

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Keine literarische Morde in schwedischer Sommernacht

Mord in der Sonntagsstraße von Peter Englund

Historiker Peter Englund hat in seine Jugend in Stockholm verbracht, seziert einen aufsehenerregenden, weil realen Mordfall aus dem Jahr 1965, mit einer beeindruckenden Anatomie der gesellschaftliche Entwicklung Schwedens bis zur idyllischen Vorstadt mit neun unterschiedlichen Haustypen im Stil der „Volksheimatarchitektur“ und ebendort geschah der Mord.

Schweden sah sich zwar gerne als ein Land, in dem gesellschaftliche Klassen genauso tot waren wie die Ideologien was den sozialen Aufstieg einfacher machen sollte.

Die 18-Jährige Eva Marianne Granell, Spitzname Kickan, war in jenem Sommer im Bett ihres Elternhauses in der Sonntagsstraße, dem Söndagsvägen 88 im Stockholmer Vorort Hökarängen tot aufgefunden worden. Gerade war sie von einer mehrwöchigen Urlaubsreise mit ihrem Verlobten aus Spanien zurückgekehrt. Anfangs vermutete man einen Selbstmord der jungen Frau, weil Spuren von Fremdeinwirkung fehlten. Der Spurensicherer Lange erkennt im Tatortfundbericht eine kühl registrierende Prosa, die bestimmende Eigenschaft des gesamten Romans, sachlich und humorbefreit oder sollte hier etwas lustig sein.

Es wird über die Geschichte Stockholmer Vororts Hökarängen, die Verdächtigungen gegen den Svensson, den Verlobten von Kickan, den ermittelnden Kriminalkommissar GW Larsson, Kickans Nachbarin Lillian, die aufkommende Methode der Erstellung von Täterprofilen, dem sogenannten Profiling, die Bedeutung des Starts des Fernsehens, der Medien, des großen Detektivs Öffentlichkeit und nicht zuletzt über die Polizei-Dienstkleidung im Detail berichtet.

Peter Englunds höchst eigenartige persönliche Motivation: Es geht um seinen alten Traum, an einem Thema zu arbeiten, das noch in Erinnerung der Menschen ist. Rein technisch gesehen beschäftigt sich der Historiker nicht mit der Vergangenheit, sondern er studiert die Hinterlassenschaften der Vergangenheit, so Englund. Er interpretiert (im Nachhinein) Untersuchungsergebnisse mit dem verhafteten Verdächtigen auf seine eigene Weise.

Mit Prolog, sechs Kapiteln, Epilog, Nachwort und Anmerkungen, eine akribische Arbeit des Historikers Englund. Die 110 Fußnoten sind ein unwiderlegbarer Beleg dafür, dass die Geschichte dieses Verbrechens keine Fiktion ist, aber für die Verbrechensanalyse manchmal banal bis irrelevant. Es hat den Anschein, dass sich der Historiker Englund, gewohnt wissenschaftlich stichhaltig zu veröffentlichen, mit seiner Geschichte eines Verbrechens nur „austoben“ wollte. Sollte ein Programmdirektor des Fernsehens dieses Drehbuch für eine seiner „True-Crime“-Serie entdecken, wollte er frohlocken. Das Nachwort gibt Zeugnis von der unglaublichen Detailarbeit des Autors: Versuch, ein Bild von Schweden zur fraglichen Zeit zu entwerfen und er konstatiert eine abgrundtiefe Kluft in den Unterhaltungskrimis zwischen Schein und Wirklichkeit.

Das Gefühl der Bedrohung (Kalter Krieg, Berlin-Krise 1961 und Kubakrise 1962) sei oft unterdrückt worden, sublimiert, aber nach Art sublimierter Ängste tendierte es dazu, an anderer Stelle wieder an Tage zu treten, zum Beispiel in Situationen wie nach der Ermordung Kickans. Auf diese Schlussfolgerungen kann nur ein Historiker kommen. Eine fragwürdige Feststellung betrifft die Vermutung, dass Menschen selten als Mörder debütieren, sondern in der Regel zunächst mit anderen, kleineren Verbrechen angefangen haben.

Die Kombination aus True-Crime, Englunds Kindheitserinnerungen, zum Zeitpunkt des Verbrechens war er 8 Jahre alt und seinen sorgfältigen Recherchen ergeben einen sehr lesenswerten Roman.

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Rezensionen von heinoko:

Empfehlenswerte Urlaubslektüre

Der Sommer der Islandtöchter von Karin Baldvinsson


Auslöser, dieses Buch zu lesen, war für mich der Ort des Geschehens. Denn zu Island habe ich eine besondere Affinität, besonders zu Islands Pferden (die leider im Roman keinerlei Erwähnung fanden). Das Cover mit den Illustrierten-Frauen empfinde ich allerdings wenig einladend. Ich habe den unterhaltsamen Roman gerne gelesen, insbesondere haben mir die Schilderungen der Natur gut gefallen.

Dennoch ist es leider kein Buch, das mir länger in Gedächtnis bleiben wird.

2018: Hannah kann ihren Traumberuf als Violonistin nicht mehr ausüben. Sie sucht Abstand von ihrem wenig einfühlsamen Noch-Ehemann Nils, indem sie zusammen mit ihrem kleinen Sohn Max für ein Jahr nach Island reist. Sie fühlt sich innerlich leer, erschöpft, sucht einen Weg, sich neu zu finden.
1978: Monika, eigenwillige Tochter aus reichem Haus in Lüneburg, soll die Geschäfte ihres Vaters übernehmen, träumt jedoch von einer Zukunft als Malerin. Mit ihren Eltern verbringt sie den Sommer in Island, während ihr strebsamer Verlobter zu Hause an seiner Karriere arbeitet. Monika genießt die Freiheit Islands in vollen Zügen…

Die Autorin kennt Land und Leute aus eigener Erfahrung. Das spürt man dem Buch sehr wohltuend an. Tatsächlich liegt die Stärke des Romans in den Schilderungen von Natur und Landschaft, von Eindrücken, die Meer und Witterung, Licht und Wind hinterlassen, von den inneren Bildern, die man von Island gewinnt. Die Handlung, beide Zeitstränge, werden gefühlvoll und sehr unterhaltsam erzählt. Für beide Protagonistinnen kann man Sympathie empfinden und ihre Situationen, Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Die Ausgestaltung der Person Nils empfand ich jedoch als sehr klischeehaft und plakativ, vor allen Dingen unglaubwürdig. Ein Dirigent, der tatsächlich das Trauma seiner Frau, einer gefeierten Violonistin, nicht versteht? Sowohl Hannah als auch Monika finden auf Island Unerwartetes und stellen sich mutig neuen Herausforderungen. Letztlich ist die Geschichte, das Zusammenführen beider Handlungsstränge, vorhersehbar, aber dennoch mit einigen Überraschungen verbunden.

Fazit: Ein unterhaltsamer Roman, leicht zu lesen, ohne besondere Tiefe, mit schönen Naturschilderungen, als Urlaubslektüre sehr zu empfehlen.

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Rezensionen von Claudia R:

einfach toll .... Wohlfühlbuch!

Lieber den Spatz in der Hand als gar keinen Vogel von Ella Marcs

Klappentext:

100 To-do´s und nur 21 Tage Zeit? Kira Spatz kann einfach nicht Nein sagen. Statt mit ihrem Verlobten in den Urlaub zu fliegen, stellt sie für ihre hochschwangere Schwester eine Last-Minute-Märchenhochzeit auf die Beine. Von Anfang an geht schief, was nur schiefgehen kann, und dann gesteht ihr der zukünftige Schwager auch noch, dass seine Werbeagentur pleite ist und er die Hochzeit nicht bezahlen kann.

Retten würde ihn ein Auftrag von Marc, Erzfeind der Familie, der Kira vor zwölf Jahren das Herz gebrochen hat - und ausgerechnet sie soll ihn mit ihrem Charme überzeugen. Kiras Gefühle fahren ebenso Achterbahn wie ihr vollgestopfter Terminkalender ... wird sie dieses Mal Nein sagen können?

Cover:

Das Cover ist bunt und fröhlich und macht so auf sich aufmerksam. Man sieht die Silhouetten eines Mannes und einer Frau, welche Fröhlich vom Mann hochgehoben wird, mit Luftballons in der Hand. Eine sehr schöne Szene, die hier dargestellt wird und etwas liebevolles und glückliches beschreibt. Auch die Farben sind sehr schön gewählt und das Cover an sich ist sehr schön gestaltet, so dass es neugierig macht.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Man kommt sehr leicht und gut in die Geschichte und Geschehnisse hinein.

Erst einmal muss ich auf diese wundervolle Gestaltung des Buches eingehen. Nicht nur die Kapitelanfänge sind sehr schön gestaltet, sondern das komplette Buch. Durch kleine Applikationen, tolle to-do Listen und die kleinen Einschübe der Nachrichten, wird das Ganze sehr aufgelockert und einfach zauberhaft gestaltet. Mir gefallen die kleinen Illustrationen und vor allem die to-do Listen und Einschübe. Einfach toll gemacht.

Durch die tollen Beschreibungen und den guten Erzählstil findet man sich sehr schnell in die Geschichte hineintun wird von dieser mitgenommen.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und sie waren mir gleich sehr sympathisch. Vor allem Kira hat mir sehr gut gefallen. Durch die Ich-Perspektive kann man schnell in ihre Gedanken und Handlungen hinein und konnte diese sehr gut nachempfinden. Auch Emotionen und Gefühle werden sehr gut transportiert.

Die Geschichte ist spannend und humorvoll erzählt, so dass man hier sehr gut unterhalten wird. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und war leider viel zu schnall damit durch. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann es nur jedem weiter empfehlen. Eine wunderschöne Geschichte, mit tollen Charakteren und dazu eine wirklich einmalig gute Gestaltung des Buches.

Rund um gelungen und ein wahres Wohlfühlbuch, was viel zu bieten hat. Spritzig, locker, humorvoll und ein wenig chaotisch... ein wundervolles Buch, welches für gut Unterhaltung sorgt.

Fazit:

Eine wunderschöne Geschichte, mit tollen Charakteren und dazu eine wirklich einmalig gute Gestaltung des Buches.

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Rezensionen von Claudia R:

Lernheft zu Ritter Kahlbutz

Dorothea Flechsig: Ritter Kahlbutz – Besuch aus der Vergangenheit von Kubitza Maike; Jost Pietzcker

Klappentext:
„Ritter Kahlbutz - Besuch aus der Vergangenheit“ ist die ungewöhnliche Freundschaftsgeschichte zwischen dem Jungen Nils und einem uralten Ritter.
Der Roman bearbeitet die Sage. Im Dörfchen Kamel lebte vor gut dreihundert Jahren Ritter Kahlbutz. Seine Mumie kann noch heute in der Dorfkirche besichtigt werden.

Über 300 Jahre lag er unverwehrt, weil der vor Gericht einen Meineid geschworen hatte. Doch nun ist er wieder da! Deutschlands bekanntester Mumie genügen ein Blitz und etwas Regenwasser, um in der Gegenwart zu landen. Und wenn Tote aus alten Epochen die Gegenwart katapultiert werden, ist ihnen Aufmerksamkeit sicher!
Im Roman wird die Dorfleiche putzmunter. Sie garantiert Spaß beim Lesen, eine heitere Geschichte um Toleranz und eine lebendige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Die Unterrichtsmaterialien und Kopiervorlagen sind für die Klasse 5 und 6 konzipiert und können mündlich oder schriftlich genutzt werden.
Zahlreiche Lehrplanthemen werden aufbereitet: Leben im Mittelalter / Sagen und Legenden / Wer? Was? Wo? / Sich und Gebrauchstexte schreiben / Mobbing und Miteinander u.v.m.
Der in diesem Heft verwendete Schrifttyp OpenDyslexic wurde speziell für Legastheniker und Menschen mit Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) entwickelt. Jeder Buchstabe hat eine eindeutige Form, sodass beispielsweise d und b nicht mehr vertauscht werden. Durch die verdickten Buchstaben im unteren Bereich haben diese Gewicht und hüpfen so nicht vor den Augen auf und ab.

Cover:
Das Cover entspricht dem Cover des Buches von Ritter Kahlbutz. So ist das Kernheft dem Buch einfach zuzuordnen. Das Cover ist sehr ansprechend und macht neugierig.

Meinung:
Das Lernheft ist sehr ansprechend und Beinhalt sehr viele tolle Themen und Anregungen rund um das Buch von Ritter Kahlbutz.
Dabei geht es auf die verschiedenen Themen und Werte sehr gut ein.

Man erhält in diesem Heftchen sehr viel Anregungen zu verschiedenen Themen, so auch zum Thema Mobbing, Fördern von gutem Miteinander, aber auch das Thema Mumien unterschiede zwischen Mittelalter und Jetztzeit in Bezug auf Gesundheit, Verkehr, Transport, Schule, Gerechtigkeit und vieles mehr wird hier angesprochen.
Man bekommt hier sehr viele tolle Anregungen rund um die verschiedenen Thema und das Lehrmaterial ist sehr gut aufgearbeitet.

Hier wird sich auch mit dem Thema Sagen und Legenden auseinandersetzt und die Geschichte um Ritter Kahlbutz näher beleuchtet.

Das Lehrheft finde ich sehr vielseitig und gibt sehr unterschiedliche und tolle Anregungen rund um das Buch, aber auch Dinge, die an unabhängig vom Buch besprechen kann werden hier angeregt.

Auch Ideen zur Handhabung von Sach- und Gebrauchstexten und Schreibübungen werden hier vermittelt und angeregt. Ein Quiz und Spiele geben zusätzliche Ideen und halten das Material sehr vielschichtig und abwechslungsreich.

Mir hat dieses Lernheft sehr gut gefallen. Es enthält viele tolle Anregungen und Ideen und vertieft so den behandelten Stoff und den Inhalt des Buches.

Fazit:
Ein tolles Lernheft rund um das Buch Ritter Kahlbutz, mit vielen tollen Ideen und Anregungen zur Vertiefung des Inhalts.

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Rezensionen von Claudia R:

Ritter trifft auf Jetztzeit

Ritter Kahlbutz Besuch aus der Vergangenheit von Dorothea Flechsig

Klappentext:

Immer wieder wird Nils geärgert. Dabei hat er doch nichts getan. Die beiden Raufbolde Sven und Toni wollen ihn so richtig erschrecken. Sie stehlen die Mumie des Ritters Kahlbutz aus der Gruft ihrer Dorfkirche und binden sie an eine Laterne auf der Brücke. Sie wissen, dass Nils die Brücke an diesem Abend überqueren muss.

In der Dämmerung zieht ein Gewitter auf, und der Donner rollt drohend über das Dorf. Tatsächlich kommt Nils, aber alles wird ganz anders, als es Sven und Toni erwarten. Ritterliche Abenteuer beginnen und Nils hat einen ungewöhnlichen Freund, der ihn beschützt und lehrt, wie man des „Stolzes Krone auf dem Haupte trägt“.

Cover:

Das Cover ist ansprechend und macht neugierig. Man sieht am Rand eine Ritterrüstung bzw. einen Ritter auf einem Parkplatz und dahinter einige parkende Autos. Sozusagen Vergangenheit und Jetztzeit treffen aufeinander. Farblich und auch gestalterisch finde ich das Cover sehr gelungen und ansprechend.

Meinung:

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm. Es lässt sich leicht und locker lesen. Die Schriftgröße und-form ist gut und altersentsprechend gewählt, so dass es sich sehr gut selbst lesen lässt, aber auch zum Vorlesen geeignet ist.

Die Geschichte wird spannend und fesselnd erzählt, so dass es sehr viel zu entdecken und erleben gibt. Auch nachdenklich macht es zum Teil, da es Themen, wie Mobbing, Freundschaft und Zusammenhalt anspricht und dabei auf eine alte Geschichte bzw. eher Legende eingeht und diese mit der heutigen Zeit verbindet.

Nils hat es aufgrund seines Aussehens nicht immer leicht und wird häufig geärgert. Die Raufbolde Toni und Sven wollen ihm einen Streich spielend stehen die Mumie des Ritter Kahlbutz aus der Dorfkirche, um Nils mal so richtig zu erschrecken, doch es kommt anders als gedacht und ein ritterliches Abenteuer mit Kahlbutz beginnt.

Doch zu viel vom Inhalt möchte ich hier nicht verraten, da diese Geschichte sehr schön geschrieben ist, und selbst entdeckt werden sollte.

Die Geschichte ist humorvoll und spannend erzählt. Man kommt leicht in die Geschichte hinein und erlebt ein wundervolles Abenteuer. Die Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte sehr gut weiter. So vermittelt Ritter Kahlbutz Edelmut, Courage und ritterliche Tugenden und so lernen sowohl die kleinen , wie auch großen Leser noch was dazu. Es entstehen neue Freundschaften und auch Nils entwickelt sich sehr unter dem Einfluss des Ritters und erlangt so mehr Selbstvertrauen und Mut.

Den Ritter Kalebutz und dessen Mumie gab und gibt es wirklich, und kann noch immer in Neustadt (Dosse) besichtigt werden. So werden hier tatsächliche Vergangenheit, Jetztzeit und Geschichte auf abenteuerliche Weise miteinander vermischt und Sorgen so, bei alt und jung, für Spaß und Abenteuer.

Auch die besondere Sprechweise ist an die des Mittelalters angepasst und unterscheidet sich gut, von der heutigen Sprache. So kann. man gut auseinanderhalten, wer gerade spricht und erzählt. Jedoch macht die veraltete Sprache des Ritters auch das Lesen für jüngere Leser etwas schwieriger, daher würde ich das Selbstlesen eher für die erfahreneren Leser empfehlen und nicht für Leseanfänger, Jüngeren sollte eher vorgelesen oder gemeinsam gelesen werden.

Die Gestaltung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind sehr schön gestaltet. Nicht nur die Kapitelanfänge auch die kleinen Einschübe auf den Pergamentrollen lockern das Schriftbild auf und runden das Ganze sehr gut ab. Auch die Illustrationen in schwarz-weiß finde ich sehr passend und gut gewählt. Diese fügen sich sehr gut ein und veranschaulichen das Gelesene.

Eine humorvolle und abenteuerliche Geschichte, bei der man noch so einiges über Courage, Zusammenhalt und Nächstenliebe lernen kann.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und auch dessen Entwicklung. Die Geschichte wird spannend und humorvoll erzählt und lässt sich sehr angenehm lesen. Man wird sehr gut unterhalten und auch das Ende ist sehr stimmig. Ein tolles Kinder und Jugendbuch, was ich sehr gern empfehle.

Auch das Lernheft mit tollen Materialien können wir dazu empfehlen. Hier gibt es allerlei Anregungen rund um das Buch und die Geschichte und es gilt einige Aufgaben, Spiele und Rätsel zu lösen. Eine willkommene und kreative Lösung, die für viel Spaß sorgt und zusätzlich, die Geschichte und das Gelesene vertieft und man noch einiges mehr dabei dazu lernen kann.

Fazit:

Eine humorvolle und abenteuerliche Geschichte, bei der man noch so einiges über Courage, Zusammenhalt und Nächstenliebe lernen kann.

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Rezensionen von Harakiri:

nur im Duo mit "Die Rückkehr des Würfelmörders" gut

Der Würfelmörder (Ein Fabian-Risk-Krimi 4) von Stefan Ahnhem

Ich mag die Fabian Risk Reihe von Stefan Ahnhem sehr gerne. Aber dieses Mal kann ich nicht so richtig begeistert von dem Buch berichten. Sicher – geschrieben top. Sehr spannend erzählt und auch sehr einfallsreich. Aber ich hatte das Gefühl, Stefan Ahnhem presst dieses Mal viel zu viel in ein Buch, weniger wäre hier mehr gewesen.

Da ist zum einen der Strang mit dem Flüchtlingsjungen und der „braunen“ Partei und Kommissarin Lilja. Dann der Strang mit dem Mörder der würfelt, dann noch der Pädophile der auf seine Stimmen hört und zudem noch die Geschichte von Risks Familie und zum guten Schluss noch die Tatsache, dass er privat gegen einen Bekannten ermittelt. Klar, das Buch hat viele Seiten und ich war total gespannt, wie alles aufgelöst wird. Doch die restlichen Seiten wurden immer weniger und irgendwann war klar: aufgelöst wird kaum etwas. Und es bleiben sehr viele lose Enden. Ein Strang wurde sogar gar nicht weiterverfolgt, der Mörder bereitete sich auf einen Mord vor, zog sich um – und ein paar Seiten später hat er schon den nächsten Mord vorbereitet. Aber wo ist der letzte?
Zugegeben: jeder Strang für sich ist super geschrieben und interessant. Ganz neue Ideen, die Ahnhem hier anbringt. Zum Beispiel hat mich der Würfler zutiefst fasziniert. So jemandem kommt man ja wirklich nicht auf die Schliche. Und die Schläue des Mörders, gegen den Risk nebenbei ermittelt, hat mich auch begeistert. Das Ende wartet dann noch mit einem Cliffhanger auf, den es nun wirklich nicht mehr gebraucht hätte.

Fazit: Die Bücher „Der Würfelmörder“ und „Die Rückkehr des Würfelmörders“ muss man als Einheit sehen, sonst ist man enttäuscht von diesem ersten Band.

Der Würfelmörder erschien bei Ullstein bereits unter dem Titel „10 Stunden tot“.

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Rezensionen von Harakiri:

Unbedingt im Duo mit "Der Würfelmörder" lesen

Die Rückkehr des Würfelmörders (Ein Fabian-Risk-Krimi 5) von Stefan Ahnhem

Die Rückkehr des Würfelmörders beginnt genau da, wo „Der Würfelmörder“ endet. Und das ist auch gut so. War ich vom Ende des ersten Bandes noch sehr enttäuscht, wurden nun hier alle Fragen geklärt, die verschiedenen Fälle aufgeklärt und alle losen Enden verknüpft. Zugegeben: ich fand ein wenig schwer in das Buch, weil die Handlung anfangs für mich ein wenig auf der Stelle trat.

Es passierte viel, und das war auch super geschrieben und einfallsreich, allerdings tat sich in Richtung Lösung des Falles sehr wenig. Doch mit der Überführung des Würfeltäters begann dann für mich endlich das Lesevergnügen. Zu sehen, wie er den Ermittlern immer einen Schritt voraus war und wie manisch er sich an die Vorhersage seiner Würfe gehalten hat.
Auch der Strang mit Molander wurde aufgeklärt, wenn auch zum Teil etwas krude. Allerdings war ich so richtig zufrieden, dass er endlich gefasst wurde.
Ahnhem legt falsche Fährten, schreibt spannend und konnte mich so wieder von seinem Talent überzeugen. Und der Epilog lässt darauf hoffen, dass wir bald ein neues Buch von ihm in Händen halten dürfen.
Fazit: Die Bücher „Der Würfelmörder“ und „Die Rückkehr des Würfelmörders“ muss man als Einheit sehen, sonst ist man enttäuscht vom ersten Band.

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Rezensionen von Dana:

tolle Geschichte, locker-leicht und zeitgleich gefühlvoll

Die Rückkehr des Würfelmörders (Ein Fabian-Risk-Krimi 5) von Stefan Ahnhem

Thea ist Physiotherapeutin und hat schon mit 27 ihre eigene Praxis, in der sie sich sehr wohl fühlt. Das liegt vor allem auch an den netten Nachbarn, mit denen man sich immer mal auf ein Gespräch oder eine Tafel Notfallschokolade treffen kann. Egal welches Problem angegangen werden muss, irgendjemand wird eine Lösung finden.

Und auch wenn Thea in dem Haus nur arbeitet und nicht wohnt, so sind ihr die Menschen dort sehr ans Herz gewachsen, so unterschiedlich sie auch alle sind. Als dann die Nachricht kommt, dass das Gebäude verkauft werden soll, ist das nicht nur für Thea ein Schock. Alle müssen raus und sich neue Räumlichkeiten suchen und dabei ist es ziemlich ausgeschlossen, dass die Hausgemeinschaft beieinander bleiben kann. Doch der nahende Umzug ist nicht die einzige Veränderung, die gerade Theas Leben auf den Kopf stellt…

Die Geschichte war richtig toll und hätte für mich gern noch länger andauern können. Ich habe mich sofort wohl gefühlt mit der Hausgemeinschaft, die aus so unterschiedlichen Menschen besteht. Mit denen wird es definitiv nicht langweilig und man kann fast jede Krise besprechen und angehen, wenn manchmal vielleicht auch mit einem Kaffee oder einer ordentlichen Portion Schokolade, um den Frust in den Hintergrund zu schieben. Jeder darf seine Persönlichkeit mit einbringen, sowohl die Macken, als auch die liebenswerten Seiten und so gab es immer wieder Momente zum Schmunzeln.
Thea ist eine sympathische Protagonistin, die nicht perfekt, aber einfach liebenswert ist. Auch die Emanze, die sich immer mal an die Oberfläche schlägt, mochte ich. Vor allem wohl weil es so schön in die Handlung eingebunden war, dass man es sich einfach gut vorstellen konnte. Und in ihrem Emanzen-Modus auch mal was schief geht. Wenn mal keine Hüfte, kein Knie oder ein verspannter Rücken da ist, an dem man seine Energien abarbeiten kann, dann muss öfter eine Tafel Schokolade herhalten – immer wieder ein Thema im Buch, wie ein zusätzlicher roter Faden, der sich durch die Geschichte zieht.
Die Kombination der Figuren hat mir richtig gut gefallen. Von manchen erfährt man mehr, andere bleiben etwas im Hintergrund, aber jeder hat seinen Platz in der Geschichte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, neben Schröder, auch Theas Oma, die war einfach toll, wenn auch ein wenig speziell. Auch wenn man von Thea durch die Ich-Perspektive am meisten Einblicke bekommt, so empfand ich die Verknüpfung der anderen Figuren mit ihr und damit auch die Informationen, die man erhält, als gelungen. Genau das richtige Maß für die Entwicklungen in der Geschichte.

Die Sprecherin Vanida Karun ist großartig. Sie transportiert die Handlung intensiv und lässt sowohl die Geschehnisse, als auch die Charaktere lebendig werden. Es wird ausdrucksstark und abwechslungsreich vorgelesen. Durch die Anpassungen in der Tonlage, Sprechtempo und Sprechweise kann man die Figuren nicht nur gut unterscheiden, sondern einige ihrer Eigenarten werden dabei auch gleich noch deutlich. Während Schröder zum Beispiel sehr ruhig und entspannt wirkt, beherrscht, aber nicht unterkühlt, so ist Thea doch eher etwas aufgedreht, schlagfertig und lässt sich eher von ihren Emotionen leiten, als andere Bewohner der Hausgemeinschaft. Auch die unterschiedlichen Gefühlslagen der Beteiligten haben mich erreicht. Ich konnte mich mit ihnen freuen, mit ihnen bangen, lachen oder schmunzeln und auch grübeln und rätseln, was es wohl mit der einen oder anderen Begebenheit auf sich hat.

Insgesamt ist es eine locker-leichte Geschichte, die aber auch ernstere, emotionale Passagen enthält, ohne dabei die Leichtigkeit zu verlieren. Auch wenn es erst die zweite Geschichte der Autorin war, die ich kennengelernt habe, kann ich doch schon sagen, dass ich den Stil total gern mag. Die Bücher regen zum Nachdenken an, aber auf eine sehr schöne Weise, nicht so erdrückend oder niedergeschlagen, sondern einfach durch die Fragen, die sich die Figuren im Laufe der Handlung so stellen.
Einige der Entwicklungen waren zu erahnen, andere Wendungen haben mich dann jedoch überrascht. Vor allem in den Szenen, die mehr in die Tiefe gingen, hatte ich nicht erwartet, so etwas zu erleben. Das hat wieder deutlich gemacht, dass manches eben doch nicht so ist, wie es scheint und unterschiedliche, schwierige Situationen ähnliche Gefühle oder Einstellungen hinterlassen kann. Ich mochte aber auch die ernsteren Elemente in der Geschichte, denn jeder Mensch hat ja seine Vergangenheit, seine eigenen Dämonen, Ängste, Hoffnungen und Wünsche.
Für mich war die Liebesgeschichte richtig gut in den Gesamtkontext eingebunden. Die beiden Charaktere waren einfach so süß miteinander, ohne dabei zu kitschig zu werden. Es wirkte gar nicht aufgesetzt oder erzwungen und dadurch besonders authentisch. In der Hörrunde bezeichnete es jemand als „unaufgeregt“ und ich finde, das passt total gut. Die Gefühle flossen in die Handlung mit ein, es entwickelte sich Stück für Stück und natürlich hat man bei Thea dadurch Veränderungen bemerkt, aber sie war trotzdem noch sie selbst am Ende. Und die Geschehnisse rund um die Hausgemeinschaft standen trotz allem immer mit im Fokus des Buches.
Fazit

Eine wundervolle Geschichte, die mich mit der Mischung aus Leichtigkeit, Humor, tollen Charakteren, kleinen überraschenden Wendungen und auch ernsteren Momenten überzeugt hat. Ich mag den Stil der Autorin und auch die Sprecherin sehr gern und hätte auch die etwas chaotischen Hausgemeinschaft gern noch länger bei ihren Erlebnissen begleitet.

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