Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
mit Leidenschaft und Herzblut geschrieben
Herzfehler im Gepäck von Anke Trebing
Klappentext:
Da kommst du auf die Welt mit einem komplexen angeborenen Herzfehler und kassierst danach direkt die zweite chronische Erkrankung.
Seit 1994 lebt Anke mit zwei Krankheiten, die das Leben nicht immer einfach machen, aber auf eine ganz eigene Weise schön.
Geschichten aus dem wahren Leben, deutschen Krankenhäusern und ein Einblick in ihre Gedanken.
Ein Buch das nicht nur Betroffenen und Angehörigen Mut machen soll, sondern auf diese Erkrankung aufmerksam machen soll.
Wusstest du schon? Eins von einhundert Kindern kommt mit einem Herzfehler zu Welt.
Cover:
Das Cover reißt das Thema auf eine besondere Art und Weise an. Viele Puzzleteile ergeben ein Ganzes und hier besteht der Hintergrund aus einem zusammengesetzten Puzzle, einzig ein kleines rotes Puzzleteil aus einer Hälfte des angedeuteten Herzens fehlt. Diese Versinnbildlichen passt sehr gut zu dem Titel Herzfehler im Gepäck. Ich finde das Cover optisch sehr ansprechend und mir gefällt es sehr gut.
Meinung:
Das Buch und das Format ist sehr handlich und auch das es sich um ein Hardcover handelt finde ich sehr gut. So kann man es sehr gut in der Handtasche mitführen.
Richtig toll finde ich auch die innere Gestaltung der Kapitel und die Hervorhebungen durch verschiedene Schriften. Die Kapitelanfänge fand ich richtig schön und auch die unterschiedlichen kleinen Herzsymbole, welche immer ein klein wenig anders sind.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und authentisch. Man merkt, dass die Autorin sehr viel eigene Erfahrung, Wissen, aber auch Leidenschaft und Herzblut mit hineingelegt.
Ein Erfahrungsbericht, der Mut macht und die Probleme einer Erkrankung von vielen unterschiedlichen Seiten beleuchtet und damit den Leser auch nachdenklich stimmt, aber auch informiert und aufbaut.
Dies ist kein Fachbuch über Herzfehler, enthält aber Fachwissen, welches im Anhang auch sehr gut erklärt wird, sondern dies ist die Autobiografie der Autorin und die Erfahrungen dieser mit Herzfehler und weiterer chronischer Erkrankung.
Mir hat dieser Buch sehr gut gefallen, da man einen guten Einblick in ihr Leben und ihre Erfahrungen erhält und man diese direkt und sehr authentisch miterlebt. Gleichzeitig gibt sie dadurch Betroffenen und Erkrankten Mut.
Es ist eine Art kleiner Ratgeber für Betroffene und deren Angehörigen und auch für Interessierte, die gern mehr über diese Erkrankung und ein Leben damit, erfahren möchten.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht so viel erzählen, da ich nichts vorweg nehmen. möchte.
Die Autorin hat in ihren Leben schon sehr viel durchgemacht und bringt dieses sehr glaubhaft und feinfühlig hier zu Papier. Sie hat nicht aufgegeben und gibt anderen Mut. Gleichzeitig gibt sie aber auch einen Einblick in ihr nicht immer einfaches Leben und was es bedeutet mit Behörden und Krankenhäusern große und kleine Kämpfe durchzustehen. Man merkt ihren Kampfgeist und auch ihre Zuversicht. Mit Witz und Charme, aber auch sehr viel Herzblut erlebt man hier eine ganz eigene und wunderschöne Biografie, die es in sich hat.
Neben der tollen Schreibweise haben mir auch die kleinen Formulierungen und Hinweise und auch ihre Ansichten und Erfahrungen sehr gut gefallen. So z.B. auch, dass das Leben immer lebenswert ist und man immer das Beste daraus machen sollte.
Dieses kleine Büchlein gibt Kraft und Mut und informiert über chronische Erkrankungen und den Umgang damit.
Fazit:
Eine wunderschöne und interessante Autobiografie, die auch mit Witz, Emotionen und sehr viel Herzblut überzeugen kann.
Rezensionen von yellowdog:
Im Einsatz
Schockraum von Tobias Schlegl
Das Buch handelt von einem Notfallsanitäter und ist aus seiner Perspektive heraus erzählt. Obwohl das Buch ein ernstes Thema hat, ist das erste Kapitel wirklich amüsant. Eine gewisse Selbstironie behält der Sanitäter Kim auch das Buch hindurch. Es wird aber schon bald dramatischer.
Die Beschreibungen der Einsätze und Kims Erleben darauf finde ich sehr glaubwürdig und realistisch.
Man begleitet ihn als Leser bei den Einsätzen und da es viele sind, wird man selbst fast ein Profi dabei. Aber jeder Einsatz ist anders.
Für Kim wird es immer stressiger und belastender. Der Grund für seine posttraumatische Belastungsstörung ist offenbar ein besonders schlimmer Einsatz, der zwischendurch immer wieder mal angedeutet, aber zunächst nicht auserzählt wird. Das traumatisierte Kim und verfolgt ihn bis in die Träume, lässt auch sein Privatleben scheitern.
Tobias Schlegl hat nicht nur einen spannenden Roman geschrieben, er hat auch den Anspruch, die Situation des Gesundheitswesen und Rettungsdienstes zu zeigen und die Probleme zu thematisieren.
Rezensionen von C. P.:
Wissenswertes nicht nur für angehende Junghexen
Geheimnisse der Hexen von Légère Julie; Whyte Elsa
Die Welt der Hexen ist eine faszinierende Welt voller Geheimnisse und Missverständnisse. Schon früh galten die Frauen als der Natur besonders verbunden, daher waren Druidinnen und Priesterinnen einst hoch angesehen in ihren Künsten. Mit Einzug der christlichen Religion wurden diese Frauen jedoch immer mehr zum Feindbild, was in den Hexenverbrennungen als grausamer Höhepunkt der Geschichte endete.
Erst seit kurzem gibt es neben dem Klischee der buckligen alten Märchenhexe wieder ein positives Bild der Hexen, von denen Bibi Blocksberg und Hermine Granger nur zwei von vielen sind. Dieses Buch biete jede Menge Wissenswertes über die Geschichte der Hexen in chronologischer Form, von damals bis heute. Dabei gibt es Kurzbeschreibungen einiger berühmten Hexen. Ebenso gibt es für Interessierte und angehende Junghexen einige Hintergründe zu Hexenthemen wie Amulette und Talismane, Kräuterkunde, Pendel und noch einiges mehr.
Die Gestaltung des Buches ist aufwendig und ansprechend. Das Layout ist modern und wird durch viele schöne Zeichnungen ergänzt. Inhaltlich bietet es auf unterhaltsame Weise einen ersten Rundumblick über die faszinierende Geschichte der Hexen, über ihre Fähigkeiten, Aufgabenfelder sowie Wirkung auf andere Menschen. Als Einsteigerbuch in das Thema zu empfehlen.
Rezensionen von Ele:
Ein Leben für die Wissenschaft
Madame Curie und die Kraft zu träumen von Susanna Leonard
Madame Curie und die Kraft zu träumen, Historischer Roman von Susanna Leonard, eBook 324 Seiten, erschienen bei Ullstein eBooks.
Einblicke in das Leben einer großen Forscherin, die Unglaubliches geleistet hat. Eine Pionierin, ja Vorkämpferin die vielen Frauen den Weg in Forschung und Wissenschaft gebahnt hat.
Mania – Maria Skłodowska Curie, die weltberühmte Physikerin und Chemikerin die zusammen mit ihrem Mann den Nobelpreis für Physik und später den Nobelpreis für Chemie errungen hat, entdeckte zusammen mit ihrem Mann die Elemente Polonium und Radium. Die gebürtige Polin, die in Frankreich wirkte war die erste Professorin die einen Lehrstuhl an der Pariser Sorbonne innehatte. Sie prägte die Bezeichnung Radioaktivität. Bedingt durch ihre unermüdlichen Forschungen litt sie an der Strahlenkrankheit und starb an einer dadurch bedingten Knochenmarkschädigung.
Dieses Buch besteht aus drei Teilen, die in überschaubare Kapitel eingeteilt sind. Die Geschichte lebendig zu erzählen ist der Autorin sehr gut gelungen, da sie in zwei Zeitebenen erzählt wird. Madame Curie schildert hier in Rückblicken, die Geschichte ihres Lebens. Die einzelnen Kapitel sind mit Ort und Zeitangabe überschrieben, das ermöglicht dem Leser jederzeit den Überblick zu behalten.
Schon lange verehre und bewundere ich die Lebensleistung Curies, da erschien mir dieses Buch wie für mich geschrieben. Ich wurde hervorragend unterhalten die Lektüre hat mir große Freude bereitet. Dementsprechend rasch hatte ich das Buch auch gelesen. Dass die Autorin eine hervorragende Recherchearbeit geleistet hat, merkt man in jedem Satz. Nicht nur die biografischen Fakten wurden hier aufgeführt sondern auch die politische Lage und die damaligen Verhältnisse sind exakt geschildert.
Die Idee die Protagonistin aus der Gegenwart ihre Lebensgeschichte rückblickend selbst erzählen zu lassen, fand ich geschickt gelöst. Lesefluss stellte sich unmittelbar ein. Mir hat es sehr viel kurzweilige Freude bereitet, dieses Buch zu lesen, ich war in der Handlung und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, Ich habe schon viele Bücher und Filme über Marie Curie gelesen und gesehen, vorliegendes Buch fand ich besonders reizend, da ich eine Menge über ihre Kindheit und Jugendjahre erfahren habe, z.B. den frühen Verlust ihrer Mutter und Schwester, die schwierigen Verhältnisse durch die russische Diktatur in Polen. So musste Marie als Hauslehrerin arbeiten um ihr Studium in Paris zu finanzieren, was in Polen zu dieser Zeit für eine Frau nicht möglich war. Ihre erste unglückliche Liebe, das alles hat mir die große Wissenschaftlerin sympathisch und menschlich erscheinen lassen. Besonders gut gefallen hat mir die Schilderung des liebevollen und respektvollen Umgangs der Eheleute Curie. Pierre Curie hat seine Gattin stets bestärkt und unterstützt. Die Protagonistin kämpfte ihr ganzes Leben lang gegen die Vorstellung, dass Frauen Menschen zweiter Klasse oder das schwache Geschlecht sind. Und dafür, dass Frauen die gleichen Rechte wie Männer für sich beanspruchen dürfen, sich den Naturwissenschaften zu widmen und auch dafür anerkannt zu werden. Deshalb fand ich es schade, dass das Buch mit dem Tod ihres Mannes endet. Marie Curie hat als Witwe, auch ohne ihren Mann noch viel geleistet, gearbeitet und geschaffen. Sie hat in ihrem Leben alles erreicht was sie sich erträumt hat, dafür gekämpft und gelitten, das macht diese Frau für mich so bewundernswert.
Es gibt hier zwar keine klassischen Spannungsmomente, aber es ist eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden. Die Szenen und Charaktere, sind sehr bildhaft lebendig und detailliert dargestellt, aber nicht so ausschweifend, als dass sie an irgendeiner Stelle langatmig werden würden. Ich bin begeistert. Gerne empfehle ich diesen historischen Roman und vergebe 5 Sterne.
Rezensionen von C. P.:
Wunderschön wie ein persisches Märchen
Die Gefangene von Golvahar von Bashardoust Melissa
Vor aller Augen verborgen lebt Soraya im Palast, während die Zukunft ihres Zwillingsbruders der Thron des Schahs ist. Ein grausamer Fluch besiegelte einst ihr Schicksal, ausgesprochen von einem Dämon, auf dass jede ihrer Berührungen anderen den Tod bringt. Als sie den charmanten Azad kennenlernt, scheint er ihr erhoffter Retter zu sein wie in den vielen Märchen, nur dass Soraya die zu errettende Prinzessin und der tödliche Dämon, vor dem sie gerettet werden muss, in ein und derselben Person ist.
Es war einmal und es war niemals...
Seit jeher wuchs Soraya mit der Erzählung auf, wie ein Dämon damals das erstgeborene Mädchen ihrer Mutter zur Strafe für eine ihrer Taten verfluchte. Um keine Schande über das Herrscherhaus zu bringen wird sie daher verborgen gehalten, bewegt sich im Palast durch Geheimgänge zwischen den Wänden von Raum zu Raum. Folgsam hat sich Soraya ihrem Schicksal ergeben und musste erleben, wie die wenigen Personen, zu welchen sie in ihrer Kindheit Kontakt hatte, nach und nach immer weniger Zeit für sie erübrigten. Bis sie zum einsamsten Menschen des Landes wurde. Daher ist es nur allzu verständlich, dass sie Vertrauen zu Azad fasst, der keine Angst vor ihrem Fluch hat und ihr helfen möchte, den tödlichen Fluch des Dämons zu besiegen. Tatsächlich gibt es einen Weg, doch dieser würde ihre Familie in Gefahr bringen. Eine Familie, welche sich jedoch in letzter Zeit kaum mehr um sie und ihr Seelenheil gekümmert hat. Und während Soraya mutig abtaucht in eine ihr bisher unbekannte Welt der Dämonen, muss sie feststellen, dass viele Personen um sie herum ihre jeweils eigene Wahrheit haben und Soraya gegenüber nicht immer ehrlich sind, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven. Fortan muss Soraya nicht nur herausfinden, was andere wollen, sondern vor allem, was sie selbst will. Und wie sie ihre Ziele erreichen kann.
Wenn man diese Erzählung liest, taucht man quasi ein in ein fantastisches Abenteuer voller persischer Märchenelemente. Neben vielen kleinen Details sind es vor allem die Dämonen, welche der Story ihre besondere märchenhafte Atmosphäre verleihen. Die Protagonistin Soraya war mir sympathisch und ich empfand es als spannend, wie sie in dem Wirrwar aus Lügen versuchen musste, die Wahrheit herauszufinden sowie immer wieder bedeutsame Entscheidungen zu fällen, wie sie handeln und was sie glauben möchte. Tatsächlich konnte ich mit ihr mitfühlen: Jahrelang lebt sie so gut wie alleine und ihr Herz vereinsamt immer mehr, nur um dann festzustellen, dass sie in einem Netz aus Lügen gefangen ist. Auch bei den Dämonen blieb es bis zuletzt spannend, wer welche Ziele verfolgt und welche Aussagen wahr, welche eine Lüge sind.
Die Gefangene von Golvahar ist eine fantastische Erzählung über eine junge Frau, welche lernen muss, über sich hinauszuwachsen und Verantwortung zu übernehmen. Viele Elemente persischer Märchen machen die Erzählung dabei zu einem ganz besonderen Leseerlebnis.
Rezensionen von Claudia R:
sinnliche Spannung
Mach mich heiß, Vampir! Erotische Geschichten von Lucy Palmer
Klappentext:
Vampir Duncan fühlt sich leidenschaftlich zur sterblichen Riana hingezogen. Wie gern würde er nicht nur seine Zähne in ihrem zarten Hals versenken, sondern ihren gesamten Körper in Besitz nehmen! Als sie sich ihm anbietet und hingibt, kann er sein Glück kaum fassen. Wenn er seine Geliebte während des Geschlechtsaktes beißt, kennt die Ekstase beider keine Grenzen.
Auch Nathan war einmal ein Vampir, hat sich jedoch durch die Injektion eines Heilmittels in einen Menschen zurückverwandelt. Der Sex mit ihm ist dennoch überirdisch, seine wilde Gier bringt die Körpersäfte seiner Freundin Kate in Wallung und katapultiert ihre Lust in ungeahnte Höhen.
Aber sowohl Duncan als auch Nathan sind in großer Gefahr: Vampirjäger haben es auf sie abgesehen …Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.
Cover:
Das Cover wirkt etwas düster, aber auch sehr erotisch und sinnlich. Die dunklen Farben bringen diese Stimmung sehr gut herüber. Eine sinnliche Berührung und eine Silhouette aus Mann und Frau, wobei der Mann die Frau von hinten zart umarmt. Die macht eine sehr schöne und erotische Stimmung aus.
Meinung:
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. In diesen Geschichten ist Spannung, Fantasy, Leidenschaft und Erotik miteinander vereint. Diese tollen in einander verwobenen Kurzgeschichten entführen den Leser in eine kreative und fesselnde, aber auch erotische und anregende Welt, voller Leidenschaft und Spannung.
Das Buch ist voller Leidenschaft geschrieben und zusätzlich sehr spannend, so dass es eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Bereichen ist und sich sehr angenehm und locker lesen lässt. Dadurch eignet es sich auch sehr gut für Zwischendurch und für den kleinen erotischen Moment nebenbei.
Neben Duncan lernt man auch noch Leah, Riley, Kate, Nathan und Riana kennen und durchlebt mit ihnen heiße und erotische, aber auch durchaus auch gefährliche Situationen.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten, sondern empfehle gern, dies selbst zu lesen.
Fazit:
Erotik, Sinnlichkeit, gepaart mit Fantasy und Spannung, eine tolle Mischung, die für besondere Lesemomente sorgt.
Rezensionen von Claudia R:
vielseitige erotische Fantasien
Die unfreiwillig amourösen Abenteuer des Phil Smith | Erotischer Roman von Timon Banks
Klappentext:
Phil Smith gerät immer wieder in verfängliche, jedoch sehr erotische Situationen, denen er sich einfach nicht entziehen kann. Ob in der Umkleidekabine des Sportstudios oder am Strand – Phil findet immer eine Frau, mit der er sich vergnügen kann. Dabei ist es egal, ob seine Auserwählte nun die Nachbarin, Freundin oder gar seine Cousine ist.
Leidenschaftlich bricht Phil alle Tabus …Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.
Cover:
Das Cover zeigt ein Mann und eine Frau im Wasser, wobei der Mann die Frau regelrecht umschmeichelt und so ein sehr sinnliches und erotisches Bild entsteht. Hinzu kommt die wunderschöne Spiegelung der Sonne im Wasser. Farblich und auch von der Gestaltung finde ich dieses Cover sehr schön gewählt. Dies drückt eine sehr schöne erotische, sinnliche und romantische Stimmung aus.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es wird sehr erotisch und sinnlich erzählt.
Man trifft hier auf den Hauptprotagonisten Phil, der in seinen vielseitigen und unterschiedlichen Geschichten und Situationen seinen Mann steht und immer wieder in sehr unterschiedliche erotische Abenteuer verwickelt wird. Diese werden hier sehr sinnlich, anregend und erregend erzählt und machen dabei Lust auf mehr.
Die erotischen, sinnlichen und anregenden Szenen werden gut beschrieben und sorgen für sinnliche und erotische Lesestunden, jedoch brauchte ich teils eine Weile, um in die Geschichten hineinzugelangen und irgendwie fehlte mit auch das kleine iTüpfelchen, aber dies ist ja durchaus Geschmacksache.
Erotik, Leidenschaft, Sinnlichkeit, aber auch ein gewisse Portion Fantasie spielen hier eine ganz große Rolle, dazu sehr viel Kreativität und Vielseitigkeit.
Inhaltlich möchte ich hier nichts verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte, da dies nicht in meinem Interesse ist, sondern der Inhalt selbst entdeckt werden sollte.
Fazit:
Anregende Fantasiegeschichten, die Lust auf mehr machen und sehr erotisch, sinnlich und erregend beschrieben werden.
Rezensionen von skiaddict7:
Zwischen zwei Kulturen
Die Sommer von Ronya Othmann
"Du darfst diese Geschichte nicht vergessen, sagte der Vater, das ist deine Geschichte, Leyla.
Diese Geschichte, in der sie kein Land hatten, keinen Platz, und wegen der sie in Deutschland waren. Nicht im Land mit den singenden Hirten, den Frauen mit den Tätowierungen im Gesicht, den Bergdörfern, den weiten Landschaften aus dem kurdischen Fernsehen.
"
Leyla wächst als Tochter einer Deutschen und eines ezidischen Kurden in der Nähe von München auf. Die Sommer verbringt sie jeweils bei den Großeltern im Norden Syriens. Das kleine Dorf, die Lehmhäuser, die trockene Hitze, der Staub, das Obst, die Oliven, das selbst gebackene Brot. Tee trinken mit den Großeltern, Onkel, Tanten, Cousinen, Nachbarn... All das verbindet Leyla mit Kurdistan. Aber Kurdistan darf sie nicht sagen. "Wir gehen zu den Großeltern" soll sie sagen, wenn jemand fragt. Die Wochen vergehen immer langsam und doch zu schnell. Doch es kommt zunehmend zu Unruhen im Land und schließlich 2011 zum Bürgerkrieg. Leyla fliegt nicht mehr nach Syrien. Stattdessen verfolgt die Familie fast Tag und Nacht im Fernsehen, was im Land passiert und versucht verzweifelt, die Familie nach Deutschland zu bringen.
Ich mochte den erzählenden Schreibstil, was Leyla erlebt hat, wie sie mit diesen Kulturen groß wird und langsam mehr versteht. Ich fand es eindrücklich, wie Leyla sich zwischen diesen Welten hin-und hergerissen fühlt, wie sie nirgendwo richtig dazugehört, und wie schmerzlich es ist, dass keiner das Land kennt, in dem sie ihre Wurzeln hat. Mich hat das Buch unglaublich berührt. Ein großartiges, tiefgründiges, emotionales Debüt und eines der besten Bücher von 2020. Ich hoffe auf ein baldiges zweites Buch der Autorin!
Rezensionen von Dana:
erst etwas langatmig, dann immer bedrückender, spannender und interessanter, 3,5 Sterne
So weit die Störche ziehen von Theresia Graw
Doras Familie besitzt einen gut gehenden Gutshof in Ostpreußen, der es der jungen Protagonistin ermöglicht von einer wunderschönen Zukunft zu träumen. Doch dann kommt der Krieg und das sorglose, unbeschwerte Leben nimmt ein jähes Ende. Auch wenn Dora zunächst noch nicht so viel von den Auswirkungen mitbekommt und an ein rasches Ende der Auseinandersetzungen glaubt, muss sie diesen Glauben irgendwann begraben und der Realität ins Auge blicken.
Inmitten all dieser Veränderungen spielen auch die Herzensangelegenheiten von Dora eine große Rolle und auch in der Beziehung kommt vieles anders, als sie es sich ausgemalt hatte.
Ich bin nicht so häufig im historischen Kontext unterwegs, doch dieses Buch hat mit dem Klappentext mein Interesse geweckt. Die Liebesgeschichte gepaart mit den schrecklichen Erlebnissen des Krieges hat mich neugierig gemacht und ich war gespannt, wie das umgesetzt wird. Das Buch ist nicht komplett biografisch, es sind jedoch Berichte von Zeitzeugen und auch geschichtlich belegte Fakten mit eingearbeitet worden, so dass man sich gut vorstellen kann, dass vieles von dem, was beschrieben wird, so oder so ähnlich auch passiert sein könnte.
Zu Beginn des Werkes war es mir leider zu langatmig und stellenweise fast schon etwas zäh. Man lernt Dora und ihre Familie kennen und kann sich ein ganz gutes Bild davon machen, wie die Protagonistin aufgewachsen ist, was sie beschäftigt und bewegt. Als der Krieg ausbricht, ist es für die Twardys in Ostpreußen alles recht weit weg und auch wenn man sich Gedanken macht, geht das Leben doch recht normal weiter – zumindest zunächst. Auch als die ersten Familienmitglieder eingezogen werden und an die Front müssen, war es gefühlt noch ziemlich ruhig bei Dora. Ihr Leben geht weiter, sie träumt nach wie vor von ihrer schönen Zukunft, sie lernt Menschen kennen, geht tanzen und nutzt die Chancen, die ihr Königsberg bieten, auch wenn sie nicht freiwillig dorthin gegangen ist. In dieser Phase entwickelt Dora sich zwar und legt schon einen kleinen Teil der Naivität und Kindlichkeit ab, da sie fort für die Familie ihres Onkels Verantwortung übernehmen muss, aber was um sie herum passiert und wie schrecklich die Lage eigentlich ist, davon erfährt man nicht viel. Auch wenn Dora einiges erlebt und man auch mitbekommt, was all die neuen Erfahrungen mit ihrem Herz machen, konnte mich das alles noch nicht so richtig packen. Es plätschert eher dahin, so empfand ich es beim Lesen zumindest. Auch wenn mir bewusst ist, dass nicht alle Regionen und alle Menschen gleich von den Auswirkungen des Krieges betroffen waren und für einige das Leben vielleicht wirklich einfach weiter ging und man sich nicht zu viele Gedanken gemacht hat. Dennoch passierte mir einfach irgendwie zu wenig.
Erst als der Krieg dann mehr Auswirkungen auf alle hat und es auch um die Existenz des Hofes geht, konnte mich das Buch mehr mitnehmen. Die Protagonistin muss schneller Verantwortung übernehmen, als sie gedacht hätte und steht vor Problemen, die sich allein nicht lösen lassen. Es kommt eine entbehrungsreiche Zeit auf die Familie zu und es wird immer schlimmer und schlimmer. Mitzuerleben, wie die Familie Stück für Stück verliert, was sie besitzen und was ihre Existenz sichert, war bedrückend und bewegend. Gleichzeitig wachsen einige der Charaktere auch über sich hinaus und entwickeln eine Stärke, die sie vorher wohl selbst nicht in sich vermutet haben. Doras Gefühle in Bezug auf die Männerwelt spielen weiterhin eine Rolle, doch immer wieder werden diese Emotionen auch in den Hintergrund gedrängt, da andere Sachen Priorität haben. Doch man verliert nie ganz den Bezug dazu, so dass sich dieses Thema durch das komplette Buch zieht, wenn sich auch der Schwerpunkt etwas verändert und auch die Gedanken der Protagonistin dazu.
Autorin Theresia Graw gibt Einblicke in die Zeit zwischen 1939 und 1945 in der Region Ostpreußen, so dass man sich schon vorstellen kann, wie es zu der Zeit dort gewesen sein könnte und wie sich die Lage mit Voranschreiten des Krieges verändert hat. Ich konnte den Geschehnissen durchweg gut folgen und auch wenn es mir zu Beginn zu ruhig war, wurden auch dort die Ereignisse nachvollziehbar geschildert und man kann Dora dabei begleiten, was sie erlebt und wie sie sich entwickelt. Die Entwicklungssprünge, die die Protagonistin dann im Verlauf des Buches macht, waren auf jeden Fall beeindruckend. Sie wird mutig und sehr entschlossen, sie kämpft verbissen für ihre Familie und später auch ums Überleben im Allgemeinen. Die Schrecken des Krieges werden dabei dann auch nicht mehr verschwiegen, aber auch nicht bis ins kleinste Detail ausgeschmückt. Das Grauen ist aber auf unterschiedliche Weise präsent. Durch den personalen Erzähler wird in den Szenen teilweise auch eine gewisse Distanz gewahrt, auch wenn trotzdem deutlich wird, dass es die Charaktere mitnimmt, was sie dort erleben und sehen.
Fazit
Die Phase der Figureneinführung und der ersten Entwicklungen rund um Dora war mir persönlich einfach zu langatmig und ereignisarm. Auch wenn es nicht unwichtig ist, die Charaktere, besonders die Protagonistin, kennen zu lernen, hätte dieser Abschnitt für mich kürzer sein dürfen. Als dann der Krieg immer mehr ins Geschehen eingreift, konnte mich auch die Handlung mehr packen. Es wird bedrückender, die Schrecken der Zeit nehmen mehr Raum ein und viele andere Dinge rücken in den Hintergrund. Es muss eine furchtbare Zeit gewesen sein und man kann nur froh sein, es nicht selbst durchmachen zu müssen. Diese Passagen im Buch empfand ich als spannend und erschütternd gleichermaßen, dort konnte mich die Geschichte auf jeden Fall mitnehmen und erreichen.
Rezensionen von barbara.liest:
Heimatsuche
So weit die Störche ziehen von Theresia Graw
Drei Generationen - ein Ort.
Drei Generationen - eine Suche.
Drei Generationen - eine Geschichte.
Andreas Wagner gelingt es in Jahresringe die Geschichte von der geflüchteten Leonore, ihrem Sohn Paul und ihren Enkeln Sarah und Jan sehr anschaulich und nachvollziehbar darzustellen.
Leonore kommt als Flüchtige nach Lich-Steinstraß und wird vom Moppenbäcker Hannes und seiner Mutter wohlwollend aufgenommen, auch wenn die Leute im Dorf sehr skeptisch ihr gegenüber sind.
Nur der Harbinger Arnold, auch ein Verstoßener des Ortes, schließt Freundschaft mit ihr.
Leonore findet im Buchenwald immer wieder Zuflucht und erlebt dort magische Momente. So entsteht auch ihr Sohn Paul in einem magischen Moment im Wald und sie ist nicht mehr nur die Auswärtige sondern auch die Alleinerziehende.
Ihr gelingt es ihren Sohn großzuziehen und als der Moppenbäcker Hannes verstirbt erbt sie die Moppenbäckerei und führt sie weiter um sie schließlich an Hannes weiterzuvererben.
Hannes heiratet, bekommt zwei Kinder, es gelingt ihm aber nicht mit seiner Frau glücklich zu bleiben und schließlich ist er auch alleinerziehend.
Auch für Paul und seine Kinder ist der Buchenwald ein wichtiges Stück Heimat. Dieser soll ihnen allen genommen werden damit ein Braunkohlebergwerk entstehen kann.
Eine ergreifende Geschichte rund um Heimat, Heimatlosigkeit, Alleinerziehern, Menschen am Rand der Gesellschaft, Zusammenhalt und Engagement für die Gemeinschaft und die Umwelt.
Der Schreibstil ist klar, prägnant und flüssig zu lesen.
Die Covergestaltung passend zum Buch, denn auch Maiglöckchen spielen eine Rolle in der Geschichte.










