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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R:

teuflisch gut ...

Luzifer junior (Band 8) - Ein Geschenk der Hölle von Jochen Till

Klappentext:

Weil er für einen Teufel viel zu lieb ist, wird Luzifer Junior von seinem Vater auf die Erde geschickt. Ob er bei uns hier oben wohl lernt, wie man richtig böse wird?

Die Zwillinge Luzie und Lilly haben Geburtstag und in St. Fidibus ist alles bereit für die große Feier. Doch plötzlich gibt es äußerst beunruhigende Nachrichten – und die Geburtstagsgesellschaft findet sich in der Hölle wieder! Dort ist schnell Schluss mit lustig, denn Luzie, Lilly und ihre Freunde geraten in ein lebensbedrohliches Abenteuer.

So hatte sich Luzie seine allererste Party ganz sicher nicht vorgestellt!

Cover:

Das Cover ist einfach höllisch gut, auch von der Farbwahl und Gestaltung. Man erkennt einen Jungen und ein Mädchen, wobei der Junge ein Geschenk in der Hand hält, aus dem ein kleines Monster sich zu fressen versucht. Bei den beiden Personen handelt es sich um Luzie und Lilly. Das Cover macht neugierig und weckt das Interesse und ist einfach toll gestaltet.

Meinung:

Dies ist bereits der achte Band der Luzifer Junior Reihe, aber auch ohne die vorherigen Bände zu kennen, kommt man sehr gut in diese Geschichte hinein, da man die Bände sehr gut auch unabhängig voneinander lesen kann, da sie abgeschlossene Geschichten erzählen.

In diesem Band geht es um den zwölften Geburtstag von Luzie und Lilly. Luzie freut sich schon höllisch auf seinen "ersten" richtigen Geburtstag uns ist voller Vorfreude auf diesen, denn er mit Lilly und seinen Freunden groß feiern will, doch dann erreicht sie plötzlich ein Hilferuf aus der Hölle und ein teuflisches spannendes Abenteuer beginnt, welches es in sich hat.

Doch zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich nicht zu viel vorweg nehmen möchte.

Der Aufbau ist wieder einfach nur fantastisch. Spannend und zugleich witzig und humorvoll, einfach richtig gut, unterhaltsam und fesselnd. Von der ersten Seite bis zum Schluss wird man regelrecht an das Buch gefesselt und möchte es nicht mehr aus der Hand legen.

Zu Beginn werden kurz die Charaktere vorgestellt, was gerade für Neueinsteiger sehr toll ist. Die kleinen Illustrationen dazu helfen dabei, sich die Charaktere besser vorzustellen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Geschichte wird spannend , lebendig und fesselnd erzählt. Es geht rasant und actionreich voran, aber auch Lacher und eine gewisse Portion Humor kommen hier nicht zu kurz.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut ausgearbeitet und man schließt diese sehr schnell in sein Herz. Neben Luzie überzeugt hier vor allem auch der kleine Cornibus mit seinen höllisch lustigen Wortschöpfungen.

Das Buch wird abgerundet durch teuflische und einfach wundervolle Illustrationen, die das Gelesene veranschaulichen und sehr gut abrunden. Die Illustrationen sind einfach toll und man merkt wieviel Teufel hier im Detail liegt. Diese sind sehr gut durchdacht und auch sehr schön gezeichnet.

Die Geschichte ist spannend bis zum Schluss und sorgt für ein Wechselbad der Gefühle und für unvorhersehbare Überraschungen, mit denen ich so gar nicht gerechnet hätte und die für so einige erstaunte Reaktionen sorgten.

Fazit:

Eine temporeiche, fesselnde und spannende Geschichte, mit teuflisch guter Unterhaltung und einer riesen Portion Humor.

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Rezensionen von nicole koppandi:

Wow, mal ganz was anderes

Die Perineum-Technik von Florent Ruppert; Jérôme Mulot

Onlinedating und Cybersex sind das Thema dieser besonderen Graphic Novel.

JH, ein Videokünstler und Sarah lernen sich über eine Dating-App kennen und haben online genialen Sex miteinander. JH reichen jedoch die online Treffen nicht, er will Sarah im echten Leben treffen, sie kennenlernen, mit ihr richtigen Sex haben.

Sarah lehnt dies vorerst ab, sie möchte unverbindlich bleiben. Obsessiv versucht er Sarah zu überreden.

Diese Graphic Novel greift ein aktuelles Thema auf: Dating und Sex im Netz und gleichzeitig unverbindlich bleiben. Es wird so deutlich gezeigt, dass das virtuelle Leben gar nichts mit dem realen Leben zu tun hat.

Ich war begeistert und fand die Geschichte, als auch die zeichnerische Umsetzung sehr gelungen.

Übrigens, die titelgebende Perineum-Technik verhilft zu oftmaligen Orgasmen beim Mann – Übungssache, steht in der Graphic Novel :-).

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Rezensionen von Mondtaube:

Cinderella mal anders

Zombierella: Fairy Tales Gone Bad von Joseph Coelho

Fast alle von uns mögen klassische Märchen kennen. Doch was passiert, wenn der Zustand eines Märchenbuches sich so sehr verändert, dass auch sein inneres dabei Veränderungen erfährt? Genau mit dieser Thematik befasst sich die englischsprachige „Fairy Tales Gone Bad“ Reihe, welche unsere klassischen Märchen in einem leicht unheimlicheren Verlauf der Geschichte wiedergibt.

Bei "Zombierella" handelt es sich, wie es der Name schon vermuten lässt, um eine Märchenadaption von Cinderella.
Bevor es jedoch mit der eigentlichen Geschichte losgeht, finden wir uns in dem Prolog wieder. In diesem begegnen wir einem Bibliothekar, der die Geschichte von Zombierella vorliest. Dieser kurze Abschnitt gibt auch Hinweise auf weitere „Fairy Tales Gone Bad“ Geschichten, auf welche man sich in Zukunft hoffentlich noch freuen darf.
Auch am Ende der Geschichte wird noch einmal kurz auf den Bibliothekar eingegangen.

Obwohl das Märchen durch den „Zombie-Aspekt“ eine komplett neue Richtung eingeschlagen hat, ist das ursprüngliche Märchen sehr gut erkennbar. Denn auch wenn das Märchen voll von neuen Ideen ist, wurden auch viele Details aus dem ursprünglichen Märchen in der Geschichte untergebracht.

Während der Geschichte findet man immer wieder detaillierte Schwaz-weiß Zeichnungen von Freya Hartas. Diese wurden sehr großzügig in dem Buch verteilt und werten die Geschichte regelrecht auf.

Die englische Sprache in dem Buch ist sehr einfach gehalten, genau so, wie man es von einem Buch für Kinder erwartet. Wer also eventuell noch nicht gut Englisch sprechen kann, jedoch gerne anfangen möchte in dieser Sprache zu lesen, sollte dementsprechend ebenfalls an diesem Buch gefallen finden können.

Manch einer mag sich eventuell fragen, ob es für Kinder nicht zu gruselig ist, ihnen eine Geschichte in die Hand zu drücken, in welcher ein Zombie vorkommt. Dies ist hier jedoch definitiv nicht der Fall. Ich habe bis jetzt noch nie in meinem Leben solch eine zuckersüße Geschichte über einen Zombie gelesen und bin mir sicher, dass ich dieses Buch auch als Kind sehr geliebt hätte.

Fazit:
Bei „Zombierella“ handelt es sich um eine sehr schöne Märchenadaption, welche sowohl leicht unheimlich, als auch unglaublich süß ist. Wer gerne Märchen mag und diese einmal anders erleben möchte, oder wer ein Kind hat, dass eine Vorliebe für leicht unheimliche Geschichten hat, sollte dem Buch definitiv eine Chance geben!
Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Märchenadaptionen, die in Zukunft noch zu dieser Reihe erscheinen werden und hoffe, dass es irgendwann auch deutsche Übersetzungen zu den Geschichten geben wird.

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Rezensionen von C.P.:

Gut, aber leider nicht so gut wie die Vorgänger

Die Spiegelreisende 4 - Im Sturm der Echos von Christelle Dabos

Das Ende des Abenteuers von Ophelia und Thron.
Noch immer ist der Andere nicht enthüllt und die Archen drohen auseinanderzubrechen. Ophelia und Thorn versuchen gemeinsam, das Ende der Archen aufzuhalten. Aber was hat es mit den immer häufiger auftretenden Echos auf sich?

Für mich zählt „Die Spiegelreisende“ zu den besten Buchreihen, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind.

Alle drei Vorgänger waren absolute Highlights und meine Erwartungen an diesen Band unglaublich hoch. Vielleicht war ich in meinen Erwartungen zu gierig, denn leider muss ich schweren Herzens sagen, dass mir dieser Band am wenigsten gefallen hat.

Das Erzähltempo war auch in den letzten Bänden immer mal wieder unterschiedlich schnell. Rasante Erzählungen wechselten sich ab mit eher leicht plätschernden Passagen. Doch blieb das Grundtempo der Erzählung immer relativ schnell. Dies war bei diesem Band leider nicht so. Viele Abschnitte zogen sich sehr in die Länge, was das generelle Tempo sehr verlangsamte. Ein langsames Tempo kann sehr passend zu einer Geschichte sein und auch sehr schön, weil man sich in aller Ruhe in eine Geschichte vertiefen kann. Dies war jedoch hier leider nicht der Fall.

Als großer Fan der Reihe tut es mir leid, dies nun schreiben zu müssen, aber der Band passte für mich einfach nicht zu den anderen großartigen drei Büchern. Irgendwie wirkte die Geschichte viel zu gehetzt und phasenweise aufgesetzt.

Das Ende kam für mich sehr überraschend und auch nach etlichen Tagen, die seit Beendigung des Buches vergangen sind, bin ich mir noch immer nicht gewiss genug, ob ich wirklich alles so schlüssig finde. Ein Rest Unbefriedigung bleibt erhalten. Zu viele Fragen sind noch offen, zu viele Erzählstränge noch etwas zu lose.

Ein würdiger Abschluss für die Geschichte von Ophelia und Thorn war es in meinen Augen nicht. Aber nichtsdestotrotz ist das Buch sehr gut gewesen. Nur nicht gut genug gemessen an der Skala der Vorgänger, um außerordentlich gut zu sein.
Und da meine Rezension leider so negativ klingt, möchte ich hier nur noch einmal vehement betonen: Ich liebe diese Reihe abgöttisch. Für mich ist sie eine der wenigen Reihen, die den „Harry Potter“-Hunger stillen konnte. Und damit meine ich nicht eine vergleichbare Erzählstruktur und –weise, sondern das Gefühl, nicht mehr von der Geschichte loszukommen, in einen Bann geraten zu sein, der erst mit dem Zuschlagen des Buchdeckels gebrochen wird.
Die Autorin hat mir bewiesen, was für ein Talent in ihr steckt. Ich werde fortan die Augen offen halten nach neuen Werken von ihr!

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Rezensionen von brauneye29:

Spannender Polit-Thriller

Final Control von Veit Etzold

Zum Inhalt: 

Wie wäre ein Leben, wenn es die totale digitalisierte Kontrolle gäbe und einzelne Mächtige Banken in den Ruin treiben und dadurch Europa vor einem Bürgerkrieg steht? Unvorstellbar, oder? Aber genau das ist der Plan und es scheint kaum einen Weg zu geben, dieses zu verhindern. 

Meine Meinung: 

Bei diesem Buch muss man seine Sinne ganz schön zusammen halten, denn es gibt so viele Handlungsstränge und Protagonisten, dass es schwer fällt all dies zusammen zu bekommen und nicht den Überblick zu verlieren.

Dennoch hat das Buch einen sehr hohen Spannungsbogen und die Geschichte einen starken Sog. Man hat auch das Gefühl, dass vieles sehr gut recherchiert ist und gut möglich ist, so schrecklich das auch sein mag. Die Geschichte passt auch sehr gut gerade in die heutige Zeit, denn das Kräftemessen zwischen so manchen Nationen ist präsenter denn je. Wer spannende Polit-Thriller mag, ist hier genau richtig. 

Fazit: 

Spannender Polit-Thriller

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Rezensionen von inya:

toller Ratgeber

Mein Familienkompass von Nora Imlau

Nach der Leseprobe fand ich diesen Ratgeber für Erziehung und Familie so interessant, dass ich ihn mir gleich gekauft habe. Auch das Cover mit der Autorin finde ich sehr ansprechend. Nun habe ich das gesamte Buch gelesen und ich finde den Ratgeber noch immer sehr ansprechend, ehrlich und hilfreich. Er zeigt viele verschiedene Wege in der Kindererziehung und in dem Familienleben auf und man kann sehr viel aus dem Buch herausziehen.

Dies ist mein erstes Buch von der Autorin Nora Imlau und ich denke nicht, dass es das letzte Buch gewesen sein wird. Ich finde ihren Schreibstil sehr angenehm und fand es sehr gut lesbar, obwohl es ein Sachbuch ist. Man kann auch gut einzelne interessante Passagen nochmals lesen.

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Rezensionen von hanna:

schade...

Am Rande des Tages von Wilhelm Bruners

Die Texte sind teilweise sehr interessant, gesellschafts- und kirchenkritisch, was ich grundsätzlich nicht negativ finde, mit wenigen Worten gelingt es dem Autor, den Finger auf die Wunden unserer Zeit zu legen. Was mich aber sehr gestört hat, ist speziell der Text auf Seite 48- über die Kleriker.

Das ist mir zu verallgemeinernd und abwertend, denn es gibt auch heute noch sehr viele Priester, die sich ehrlich bemühen den Menschen ein Seelsorger und Begleiter zu sein. Warum erhebt sich der Autor, selbst ein Geistlicher, in dieser Weise über seine Mitbrüder? Das ist weder notwendig noch zeigt es von Mitmenschlichkeit und Erbarmen, oder schließt er sich in dieses schlechte Bild selbst ein?

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Rezensionen von inya:

toll für kleine Entdecker

Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein erster Europa-Atlas von Andrea Erne

Ich liebe diese Bücherreihe von Ravensburger, da sie wichtige Themen unserer Welt behandelt und dies super schön für die Kleinsten Bürger dieser Welt aufbereitet. Dies ist ebenso in diesem Buch geschehen. Es wird das Thema Europa behandelt und auf die vielen verschiedenen Aspekte von Europa eingegangen und natürlich auch die vielen verschiedenen Länder werden wunderschön dargestellt.

Ich finde dieses Buch super, um eine erste Einführung für die Kleinen in das Thema Europa aber auch in das Thema Geographie. Eine wunderschöne Entdeckertour, welche man mit der ganzen Familie begehen kann, auch mit schon größeren Geschwistern. Das Buch ist sehr detailreich gestaltet und man kann wahnsinnig viel entdecken, auch beim zweiten, dritten und zwanzigsten Mal anschauen. Ganz toll!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Vom unbedingten Willen zu überleben

Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein erster Europa-Atlas von Andrea Erne

Der polnische Journalist Michał Wójcik erzählt vom Aufstand der jüdischen Häftlinge im deutschen Vernichtungslager Treblinka im August 1943.

Dieser Lager, rund 80 km nördlich von Warschau gelegen, ist von Beginn an als reines Vernichtungslager angelegt - ca. 900.000 Menschen werden hier unter dem Code „Aktion Reinhardt“ umgebracht.

Selbst für die arbeitsfähigen Deportierten gibt es nur eine kurze Überlebensphase. Sie wurden lediglich für die Sortierarbeiten von geraubten jüdischen Vermögen, wie schon ihre Bezeichnung „Goldjuden“, „Schuhjuden“ oder Kleiderjuden beweist, benötigt. Keiner konnte sich sicher sein, bei der Ankunft des nächsten Zuges nicht selbst in die Gaskammer geschickt zu werden - jeder ist leicht ersetzbar.

Die Augenzeugenberichte der wenigen Überlebenden berichten von besonders grauenvollen Erlebnissen. So sind die Knochen der Ermordeten zu feinem Knochenmehl zermahlen und gemeinsam mit Zement als Straßenbelag verwendet worden. Das klingt einfach so grausam, dass man es kaum glauben kann. Diese und ähnliche Ereignisse sind vermutlich auch daran schuld, dass die Engländer, die von den Gräueltaten gewusst haben, diese nicht glauben konnten.

Um dieser Vorhölle zu entkommen haben mehrer Ausbruchsversuche stattgefunden, die alle schon im Anfangsstadium gescheitert sind. Denn ohne Hilfe von außen, von der Bevölkerung der umliegenden Gehöfte ist ein Gelingen nicht möglich. Zudem wissen die Drahtzieher nie, ob sich unter den Verschwörern nicht doch ein Spitzel ist, der für einen Teller Suppe das Vorhaben verraten würde. Im August 1943 ist es dann soweit: Eine kleine Gruppe Entschlossener, teils mit militärischer Ausbildung aus dem Großen Krieg, haben kleinweise Waffen aus den Depots beiseitegeschafft und wagen den Aufstand. Und der gelingt! Rund 250 der 800 Lagerinsassen schaffen es, zu entkommen. Vieles ist improvisiert.

Doch damit ist ihre Flucht noch nicht zu Ende, denn einige polnische Partisanengruppen machen ebenso Jagd auf die Juden wie die Nazi-Schergen selbst. Hier widerspricht der Autor dem tradierten Geschichtswissen seiner Landsleute, die sich „ihren“ Anteil am Gelingen des Aufstandes in Treblinka auf ihre Fahnen heften.
Es stellt sich die Frage, warum nicht mehr aus dem Lager geflohen sind. Der Autor begründet das nicht nur mit der allgemeinen körperlichen Schwäche, sondern auch damit, dass nur ganz wenige in den Aufstand eingeweiht waren. Taktisches Geschick, das für eine solche beinahe militärisch anmutende Operation nötig ist, hat man den Juden ja seit Jahrzehnten abgesprochen. Die meisten sind gar nicht in der mentalen Lage, die Möglichkeit zu erfassen. Sie sind geknechtet, demoralisiert und nehmen sich selbst (fast) nicht mehr als Menschen wahr, sondern nur als dem Tod geweihte Masse.

Obwohl ich schon viele Bücher über die Shoa gelesen habe, war mir dieser Aufstand nicht bekannt. Es scheint, als würden es nicht einmal die Historiker so genau wissen (wollen). Ob dies an der Rolle der polnischen Partisanen und der nachfolgenden Politik der Warschauer Pakt-Staaten liegt?

Michał Wójcik hat jenen rund 100 Insassen, die Treblinka überlebt haben, nachgespürt. Einige von ihnen, wie Chil Rajchman oder Samuel Willenberg haben Erinnerungen hinterlassen, die Grundlage für dieses Buch sind. Allerdings lässt sich der Aufstand mangels weiterer, anderer Quellen nicht mehr rekonstruieren. Vielleicht gibt es noch Dokumente oder Berichte, die (noch?) tief in unzugänglichen Archiven schlummern. Und das ist gleichzeitig auch die Schwäche dieses Buches: Der Autor hat ausschließlich polnische Quellen benutzt, die im Anhang (samt deutscher Übersetzung) genannt sind
Das wundert mich ein wenig, denn die Ergebnisse der neueren (deutschen) Forschung sowie Gerichtsakte sollten eigentlich zur Verfügung stehen.

Dennoch gebe ich diesem Buch volle 5 Sterne, denn Michał Wójcik hat den Menschen, die im August 1943 alles riskierten, ein Denkmal gesetzt.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich diesmal nicht ganz überzeugt

Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein erster Europa-Atlas von Andrea Erne

Sven Ruge, Gastro-Kritiker und Privatermittler, trifft auf Sara Füssli, eine reiche Industriellentochter. Sven verliebt sich in die Schweizerin zeigt ihr die Insel und versucht ihr bei der Spurensuche nach ihren Großeltern zu helfen. Die haben 1940, um der Deportation nach Nazi-Deutschland zu entgehen, Selbstmord begangen.

Das erzählt sie zumindest. Doch bald kommen Sven erste Zweifel an Sara und ihrer Geschichte. Denn während er jeder noch so kleinen Spur nachgeht und seinen weitläufigen Bekanntenkreis nach Informationen abklappert, bleibt die vorgebliche Enkelin erstaunlich untätig. Als dann Sara dann noch verdächtigt wird, einen Mann vor einen Lastwagen gestoßen zu haben, erkennt Sven, dass Sara nicht unbedingt diejenige sein kann, für die sie sich ausgibt. Und dieser Tote wird nicht der Einzige bleiben.

Meine Meinung:

Dieser dritte Krimi um Sven Ruge, ist ein wenig anders als seine Vorgänger.
Insgesamt gibt es drei Handlungsstränge, die durch ein bestimmtes Bild, einen Beckmann, der einst im Besitz Saras Großeltern war, verknüpft ist. Da ist zum einem die historische Handlung und zwei Stränge, die in der Gegenwart spielen. Sara und ihre Suche nach dem Bild und ein chinesischen Sammler, der das Kunstwerk um jeden Preis haben will, aber im Dunklen bleibt.

Sehr gut gefallen hat mir die Rückschau in das Jahr 1940 bei der die politische Situation - hier die Franco-Dikatur in Spanien und dort Nazi-Deutschland - eine große Rolle spielt. Dieser Blick in die Vergangenheit bildet sozusagen den Kern des Krimis. Die Verzweiflung von Sara Füsslis Großeltern, die Wertsachen um Wertsachen verkaufen müssen, um gültige Ausreisevisa zu erhalten, um dann von einem Mitarbeiter des deutschen Konsulats betrogen zu werden, ist deutlich greifbar.
Nicht ganz so greifbar ist die Story, die Sara Füssli so erzählt. Ich hatte schon recht bald das Gefühl, dass mit der jungen Frau etwas nicht stimmt, und habe in allen Punkten recht behalten. In diesem Zusammenhang erscheint der sonst so toughe Sven Ruge ziemlich naiv. Okay, er hat sich verliebt und sieht Sara durch die rosarote Brille. Leider lässt ihn sein Instinkt diesmal in Stich, auch wenn er sich über den mangelnden Eifer an der Suche ihrer Großeltern und ihre Stimmungsschwankungen wundert.

Stellenweise plätschert der Krimi nur so dahin. Auch die Besuche in den Restaurants mit den köstlichen Speisen, die in den Vorgängern das Wasser in meinem Mund zusammenlaufen haben lassen, lesen sich irgendwie verwässert. Niemals hatte ich den Wunsch, unbedingt von der gebratenen Seezunge essen zu wollen, auch wenn sie noch groß und über den Tellerrand hängend, beschrieben worden ist. Diesmal hat mir ein wenig die Raffinesse der mallorquinischen Küche gefehlt. Wo bleibt hier der empfindliche Gaumen des wackeren Gastrokritikers Sven? Das habe ich von Brigitte Lamberts schon spritziger, interessanter gelesen.

Fazit:

Als entspannende Urlaubslektüre - gerne auch auf Mallorca - ist dieser Krimi durchaus passend. Mich persönlich hat er nicht ganz überzeugt. Diesmal reicht es leider nur für 3 Sterne.

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