Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Die Abschottung
Die Stadt am Ende der Welt von Thomas Mullen
Die Stadt am Ende der Welt ist Thomas Mullens Debütroman von 2006, der in den USA ca. 1918 angesiedelt ist und die Stadt Commonwealth in einem Ausnahmezustand zeigt. Aus Angst vor der Spanischen Grippe schottet die Stadt sich ab. Zu den bewaffneten Wächtern der Stadtgrenze gehören die Hauptfiguren Graham, der sogar einen fremden erschießt, der sich nähert und der erst 16jährige Philip, der kurze Zeit später vor der gleichen Problematik steht.
Nur ist es bei ihm so, dass er und der fremde Soldat in Kontakt kommen und daher beide außerhalb der Stadt evakuiert werden. Sie kommen ins Gespräch, aber es sind auch Gegensätze und Konflikte da. Gerade diese Abschnitte sind sehr interessant.
Man fragt sich auch, ob der Soldat ein Deserteur oder ein Spion ist.
Philips Gefühle kann man nachvollziehen. Jeden Morgen prüft er sich besorgt, ob er noch gesund ist.
Für seine Recherchen wurde Thomas Mullen preisgekrönt. Ich glaube auch, dass er es schafft, ein glaubwürdiges Porträt dieser Zeit zu zeichnen. Sprachlich ist der Roman durchwachsen, aber Atmosphäre kann man ihm nicht absprechen. Und als Gesellschaftsroman funktioniert es. Es ist daher ein lesenswertes Buch!
Rezensionen von Jonas1704:
Unterhaltsam und lakonisch
Mord in Highgate von Anthony Horowitz
Was mir an den Autor Anthony Horowitz besonders gefällt ist diese humorvolle Selbstironie mit der seine Krimis geschrieben sind und eine sehr spezielle Atmosphäre somit erschaffen, die das Lesevergnügen steigert.
Kurz zum Inhalt: Der Anwalt Richard Pryce wird mit einer teuren Flasche Wein als Tatwaffe ermordet von seiner Haushälterin aufgefunden.
Detective Inspector Cara Grunshaw ermittelt zusammen mit dem Privatdetektiven Daniel Hawthorne und unserem Autor. Die Tatsache, dass Letzerer sich selbst in das ganze Geschehen miteinbezieht finde ich sehr gelungen. Darauf muss man erst mal kommen.
Die verdächtigen häufen sich und es wird komplizierter als gedacht.
Die Fälle lesen sich unabhängig voneinander und die Auflösung von dem aktuellen Fall war spannend genug um mich durchgehend zu unterhalten. Am Ende gab es noch so einige Umreimheiten, jedoch war das bestimmt Absicht um auf einen weiteren Fall hoffen zu können. Empfehlenswerte Lektüre und ein klarer Lesetipp.
Rezensionen von Jonas1704:
Ein toller Lebensratgeber
Das Think Like a Monk-Prinzip Finde innere Ruhe und Kraft für ein erfülltes und sinnvolles Leben. 08.09.2020. Paperback / softback. von Shetty Jay
Der ehemalige hinduistische Mönch Jay Shetty möchte uns mit diesem Buch einen anderen Blickwinkel erklären, mit dem wir das Leben betrachten und unsere Einstellung ändern sollten. Das Buch ist voll von weisen Zitaten, viele von denen ich mir aufgeschrieben habe um sie wieder und wieder lesen zu können.
Darüber hinaus ist eines der wichtigsten Botschaften des Autoren die Dankbarkeit und das Positive Denken, damit man das Glück im inneren Frieden finden kann.
Der wunderbar leichte Schreibstil macht es dem Leser einfach sich in all diese Strategietipps hineinzuversetzen und obwohl mir manche bewusst waren, versuche ich doch immer mehr von dieser Einstellung in mein tagtägliches Leben und miteinander einzufügen. Was mir auch ausswerdem gut gefallen hat ist, dass das Buch nicht belehrend ist, sondern auf eine lockere Art und Weise zeigt es uns wie wir selbst zur Ruhe kommen können. Vielleicht ist es auch nichts Neues was der Autor uns da von sich und seinen Gedanken preisgibt, es ist aber gut geschrieben und warum nicht auch, gut vermarktet worden.
Man sollte dem Ratgeber nicht in einem Stpck durchlesen, das Buch verlang Zeit und schrittweise Veränderungen.
Ein paar Kritikpunkte sind meiner Meinung nach das Cover, mir gefallen Gesichtsportraits nicht als Cover sowie die detailierten Lebenabschnitte die er und von ihm erzählt. Beides könnte man veglassen, und deswegen auch der eine Stern Abzug. Trotzdem vor allem für Selbstsucher in ihren ersten Schritten prima geeignet.
Rezensionen von nicole koppandi:
Das ist keine Klimadystopie, das ist fast schon Realität
Zugvögel von Charlotte McConaghy
Franny Stone macht sich von Grönland aus auf den Weg nach Süden in die Arktis, um den Küstenseeschwalben zu folgen. Drei Vögel hat sie mit Peilsender ausgestattet. Dafür muss sie jedoch ein Schiff finden, dass sie dorthin bringt. Sie findet einen Kapitän, jedoch die Crew ist ihr und ihrem Vorhaben gegenüber eher ablehnend eingestellt.
In Rückschauen, die in unterschiedlichen Zeitebenen angelegt sind, wird erzählt, was Franny dazu getrieben hat. Zu Beginn ist ihre Vergangenheit noch kryptisch und voller Rätsel, jedoch nach und nach wird klar, was es mit dieser Reise auf sich hat.
Im Roman gibt es keine Zeitangabe, jedoch spielt er in einer nicht allzu fernen Zukunft. 90% aller Wildtierarten sind ausgestorben, die Meere sind leergefischt, bald wird auch die Fischerei verboten. Die Zerstörung der Umwelt, der damit einhergehende Klimawandel und vor allem die Folgen sind die großen Themen des Romans.
Die Autorin schreibt eindringlich, tiefsinnig, poetisch und mit Gefühl und lässt Bilder im Kopf entstehen. Durch den puzzleartigen Aufbau der Geschichte, stellt man als Leserin Vermutungen an, was wohl in der Vergangenheit passiert sein mag, was sehr neugierig macht und für Überraschungen sorgt. Die Geschichte geht wirklich unter die Haut, vielleicht auch, weil mit Drama nicht gespart wurde.
Rezensionen von Lesemama:
Sehr romantisch und berührend
Das Glück so leise von Leonie Lastella
Bewertet mit 4.5 Sternen
Zum Buch:
Sam reist zu seiner Großmutter nach Gut Auweide, weil er sie dringend um einen Kredit bitten möchte. In Hamburg ist er seinen Job, seine Freundin und auch seine Wohnung los.
Lillan lebt mit ihrer kleinen Tochter bei Henriette auf Gut Auweide und betrachtet es als ihr Zuhause.
Nachdem Sam sich jahrelang nicht um seine Großmutter Henriette gekümmert hat ist Lillan Sam gegenüber sehr vorsichtig.
Aber Henriette hat ihre eigene Pläne und das Glück ebenso ...
Meine Meinung:
Es fing schon sehr berührend an, Sam hat in Hamburg alles hinter sich gelassen und ist emotional gerade sehr angeschlagen. Es ist zwar relativ schnell klar, auf was es hinausläuft, aber der Weg zur Liebe von Sam und Lillan war romantisch und hat mich sehr berührt.
Das letzte Drittel hat mich dann richtig tief erwischt, mitten ins Herz getroffen und unglaublich bewegt.
Toller Schreibstil der Autorin, auch das Setting war sehr schön beschrieben und macht Lust auf mehr.
So eine Wunscherfüllungsagentur ist eine wunderschöne Sache, auch wenn es nur am Rande eine Rolle spielte, hat es mich sehr beeindruckt.
Eine sehr emotional erzählte Geschichte, die mich von Beginn an in seinen Bann zog und mich einfach nur sehr berührt. Absolut Lesenswert und ich kann es jedem, der gerne berührende Liebesromane liest, empfehlen.
Rezensionen von yellowdog:
Nachhaltigkeit auf allen Ebenen
Heimat muss man selber machen von Sina Trinkwalder
Die Unternehmerin Sina Trinkwalder hat mit „Wunder muss man selber machen“ schon ein Buch über ihre Unternehmensgründung geschrieben. Wer das nicht gelesen hat, dem fehlt ein wenig war. Das neue Buch beschäftigt sich viel mit dem Erfolg nach 10 Jahren ihrer Firma manoma.
Sie ist eine erfolgreiche Unternehmerin, weil sie Ideen und Mut hat und ihre Einstellung, wie sie führt, konsequent durchzuhalten.
Sina Trinkwalder sagt, Sprache ist etwas wunderbares und sie weiß, damit umzugehen und offenbar auch, mit ihren Leuten wirklich und richtig zu reden. Sie gibt auch Beispiele für z.B. rassistische Sprache.
Sie thematisiert überhaupt viele Werte in diesem Buch: Mut, Ehrlichkeit, Umgang mit Neidgefühle, Zusammenhalt.
Ihre Einstellung finde ich sehr gut. Natürlich ist ihr Beispiel nicht gerade flächendeckend im Mittelstand. Aber wer heute noch nur von oben herab führt, wird auf lange Dauer Probleme haben.
Rezensionen von manu63:
Tödliche Vergangenheit
El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde von Brigitte Lamberts
El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde ist der dritte Band der Reihe rund um den Gastrokritiker Sven Ruge, den die Autorin Brigitte Lambert verfasst hat. Dieses Mal wird Sven in die Erkundungen zum Tod der Urgroßeltern von Sara Füssli verwickelt, welche er zufällig in den Markthallen von Santa Catalina kennen gelernt hat.
Wieder einmal versteht es die Autorin Reisetipps mit Kulinarischem und einer spannenden Handlung zu verquicken. Die Spannungsbögen sind gut gesetzt und wer die vorherigen Bände kennt, begegnet lieb gewonnenen Charakteren wieder, die sich weiter entwickelt haben. Das Buch ist aber auch ohne Kenntnisse der Vorbände lesbar, wobei das größere Lesevergnügen besteht wenn man die Entwicklungen der ersten beiden Bände kennt. Insgesamt hat mir das Buch wieder einige schöne Lesestunden bereitet und Kenner der Insel Mallorca werden bekannte und unbekannte Plätze der Insel neu erleben.
Rezensionen von manu63:
Selbstfindung
El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde von Brigitte Lamberts
Beas Traum in Weiß ist eine Geschichte aus der Feder der Autorin Morag McAdams und lässt die Leser teilhaben an einem wichtigen Abschnitt in Beas Leben. Diese ist alleinerziehende Mutter einer Tochter und hat immer versucht stark zu sein, doch unerwartete Ereignisse werfen sie aus der Bahn und sie nimmt sich eine Auszeit im Kloster, dort begegnet ihr Maximilian den sie für einen Mönch hält und ihr Leben bekommt neue Impulse.
Die Autorin hat die Sorgen und Nöte von Bea gut eingefangen und beschreibt ihren Weg zu einem selbstbestimmteren Leben in guter Weise. Die Gedankenwelt von Bea wird gut eingefangen und auch warum sie immer wieder zu Tränenausbrüchen neigt. Der Schreibstil ist ruhig, ohne große Spannungsbögen und bleibt dabei in einem stetigen Fluss. Das Ende verspricht für Bea die Erfüllung ihrer Wünsche und Sehnsüchte und lässt dem Leser Handlungsspielraum, um die Geschichte weiter zu spinnen. Nun liegt es an Bea ihr Leben in die Hand zu nehmen.
Rezensionen von Gaby 2707:
„Vom Saulus zum Paulus“
Auf der Straße gilt unser Gesetz von Khalil O.
Khalil O. stammt aus einem polizeibekannten Clan in Berlin. In diesem Buch darf ich einen ganz seltenen Blick hinter die Kulissen einer arabischen Großfamilie und in sein Leben werfen. Gerichtsreporterin Christine Kensche hat diese Biografie nach sehr vielen privaten, sehr persönlichen und intensiven Gesprächen in diesem Buch zusammengefasst.
Die Gedanken und Geschichten sind alle aus Khalils Perspektive in der Ich-Form geschrieben. Ich fühle mich so nah dran, bin sofort in der Geschichte drin und es ist schwer, mich dem Sog, die sie auf mich ausübt, zu entziehen.
Khalil O. stammt ursprünglich aus dem Libanon und kam mit seinen Eltern nach Berlin, als dort schon sehr viele Verwandte seit Jahren lebten. Freunde brauchte er hier keine – er hatte ja seine vielen Cousins. Seinen ersten und einzigen Freund Birol außerhalb der Familie lernt er erst viel später kennen. Er schmeißt die Schule, kommt mit Diebstahl und Gras in Berührung, und „verdient“ richtig Geld. Seine Welt sind die dicken Autos, Geld, Schmuck und Nutten. Er heiratet seine Frau Marva, bekommt einen Sohn, aber seine „Geschäfte betreibt er weiter. Mit 21 wechselt er vom Gras zu Koks, er beginnt selbst zu konsumieren. Als ihm langsam die dunklen Seiten seiner Geschäfte klar werden, haben sich viele seiner Kunden bankrott gekokst. Sein schlechtes Gewissen meldet sich diesen Menschen gegenüber und als eines nachts das SEK seine Wohnung stürmt, reißt er das Steuer herum und steigt aus.
Er macht einen kalten Entzug, hört auf mit lügen und betrügen, mit Drogen und Huren, holt die Schule nach, macht Abitur und studiert. Es ist so interessant zu lesen, wie sich langsam sein Horizont erweitert, wie er immer neugieriger wird. Heute ist er Sozialarbeiter, arbeitet als Anti-Gewalt-Trainer mit Intensivtätern und betreut junge Männer aus dem kriminellen Milieu, aus der sogenannten „Parallelgesellschaft“, um sie auf den richtigen Weg zu bringen.
Ich durfte ihn ein Stück auf seinem Weg begleiten. Vieles von dem, was er getan hat, hat mich entsetzt, schockiert und verstört. Aber ich bewundere den Mann, der es geschafft hat, sich von seiner Großfamilie zu lösen, der deren Wertvorstellungen hinterfragt und der heute ein ganz normales bürgerliches Leben führt.
Besonders interessant finde ich auch den Anhang, in dem ich von Christine Kensche ein Überblick über die Clan-Kriminalität in Deutschland bekomme.
Ein absolut fesselndes, sehr interessantes Buch mit richtig gutem Unterhaltungswert, das ich allen empfehle, die wissen wollen, was hinter den Kulissen dieser Clans wirklich ab geht. Jetzt weiß ich auch, woher der Ausdruck „Gangster-Rapper“ kommt und was er bedeutet.
Ein tolles Buch, das die volle Punktzahl von 5 Sternen absolut verdient hat.
Rezensionen von manu63:
Andolas
Auf der Straße gilt unser Gesetz von Khalil O.
Der zweite Band Der Lichtstein Saga der Autorin Nadine Erdmann trägt den Titel Andolas und die vier Cay müssen dieses Mal den Stein des Windes Andolas holen. Wieder geht es auf eine gefahrvolle Reise welche viel von den vier abverlangt. Durch Freundschaft und Gefühl verbunden geben die Cay ihr Bestes und die Verbundenheit zwischen ihnen vertieft sich.
Der Schreibstil ist angenehm und die Geschichte ist flüssig lesbar. Die Charaktere gewinnen an Tiefe und der Leser erlebt durch die Gedankenwelt der Protagonisten hautnah alles mit. Gut gesetzte Spannungsbögen geben einen Anreiz sich in der Geschichte zu verlieren und die Lesezeit wurde mir an keiner Stelle durch Langeweile oder Langatmigkeit getrübt. Nun warte ich gespannt auf den dritten Teil und die Enthüllung des angekündigten Geheimnisses.









