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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Captain Shalacco

Obwohl es sich bei Die Blauröcke um eine Romanreihe handelt, ist der Roman eigenständig.

U.H.Wilken legt die Handlung dieses Romans in das Jahr 1864, die Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs. Die langen Jahre des Kriegs hat das Land ausgebrannt.
Die Umgebung ist karg, rauchverhangen, versengt.

Wilken Beschreibungen machen deutlich, wie sich das auf die Menschen auswirkt.
Man denkt beim Lesen auch mit, das U.H.Wilken selbst Berufssoldat war.

Im Mittelpunkt steht interessanterweise ein Südstaatler. Captain Shalacco.

Captain Shalacco wählt für den Geheimauftrag 4 unterschiedliche Männer für einen höllischen Auftrag aus. Ziel ist es, den Nachschub aus dem Norden aufzuhalten und Schienen sowie Depots zu sprengen.

Das erinnerte fast an den Plot klassischer Kriegsfilme aus Hollywood, aber Wilken geht größeren Klischees aus dem Weg. Er bleibt realistisch und heroisiert den Krieg nicht.

U.H.Wilken schaffte ein große sprachliche Dichte und eine düstere, gefahrvolle Atmosphäre.

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Rezensionen von C. P.:

Brutale Gewalt gegen entführte Frauen

Der Spiegelmann von Kepler Lars

Auf Kommissar Joona Linna wartet ein neuer, ziemlich brutaler Fall: Ein vor einigen Jahren spurlos verschwundenes Mädchen wird auf einem Spielplatz regelrecht hingerichtet tot aufgefunden. Vermutlich gibt es einen Zeugen der Tat, doch dieser ist psychisch nicht in der Lage, über die besagte Mordnacht zu reden.

Daher bittet Joona den Hypnotiseur Erik Maria Bark um dessen Mithilfe.
Diesmal begibt sich das Autorenduo auf das ziemlich brutale Gebiet der Gewalt gegen Frauen. Die Ermittlungen im Fall der ermordeten Jenny Lind verlaufen zunächst schleppend, es gibt kaum Anhaltspunkte. So dauert es eine ganze Weile, bis die Polizei weiteren Hinweisen nachgehen kann und Parallelen zu früheren Fällen erkannt werden. Positiv gefiel mir, dass Joona zunächst mit weiteren Ermittlern zusammenarbeiten muss, bevor er später mehr oder weniger im Alleingang unterwegs ist. Besonders ging mir zudem das Schicksal der jungen, entführten Frauen nahe, deren Martyrium man in immer wieder eingeblendeten Szenen mitverfolgen kann. Zumal bis zum Schluss nicht klar ist, wer hinter diesen Entführungen und Folterungen steckt.
Der behandelte Fall gestaltet sich als spannend, aber auch als brutal. Stellenweise fragte ich mich beim Lesen, ob gewisse Szenen und Obszönitäten wirklich notwendig waren - für die Spannung oder den Fall selbst wären sie oftmals nicht erforderlich gewesen. Etwas befremdlich empfand ich auch, dass der Finne Joona Linna scheinbar übermenschliche Kräfte besitzt und schwerste Verletzungen und Vergiftungen locker wegsteckt, während andere davon ausser Gefecht gesetzt wären. Tatsächlich wäre die Handlung realistischer, hätten die Autoren auf den ein oder anderen Superlativ im Roman verzichtet. So hatte ich das Gefühl, von einem schwedischen Krimi in einen Avengers-Roman katapultiert worden zu sein. Und auch die Spannung selbst wurde wiederholt von langweiligen Szenen oder aneinandergereihter Brutalität unnötig unterbrochen. Nicht zu vergessen die Auflösung, die zwar realistisch klingt, aber dennoch auch wieder dermassen speziell ist, dass ich eher enttäuscht statt begeistert war.
So leid es mir tut, bei diesem Band wäre weniger mehr gewesen: Weniger Brutalität, weniger Superheldenkräfte, stattdessen lieber gleichbleibend hohe Spannung und eine realistischere Handlung.

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Rezensionen von E.Tap:

Tolles Buch!

Coffee Art von Sylvia Neulichedl

Das Kunstbuch "Coffee Art" von Sylvia Neulichedl ist wie der Genuß eines köstlichen italienischen Espressos.
Es ist ein gelungenes Werk mit vielen interessanten Texten rund um die braune Bohne und tollen Fotos.
Macht richtig Lust zum Experimentieren.
Bin begeistert! Emilia

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Rezensionen von C. P.:

Weitere Rätsel und Codes im zweiten Band der schwedischen Trilogie

Code: Elektra von Maria Engstrand

Nach "Code Orestes" geht es auch im zweiten Band der Schweden-Trilogie um Codes, versteckte Nachrichten, die Sternenuhr und die Frage, wer das besagte Rutenkind ist, um welches sich Silvias Weissagung dreht. Malin und Orestes finden weitere Botschaften, lernen neue Codierungen und Erfindungen kennen und können dennoch das Rätsel noch nicht endgültig knacken.

Diesmal spielt die Handlung in Herbst und Winter, die Nächte werden länger und kälter, es gibt Halloween-Kürbisse und Weihnachtsfeiern in der Schule. Orestes' kleine Schwester Elektra hat es sich zur Aufgabe gemacht, allein durch die Gegend zu laufen und bei den Nachbarn reinzuschauen, während ihre Mutter Mona sich mehr um ihre helionatischen Aufgaben kümmert. Ein Umstand, der Orestes Sorge bereitet, da er immernoch fürchtet, die Anhänger der Sekte von Elektras Vater könnten das Kind entführen, weil es in deren Augen eine wichtige Rolle spielt. Zudem wird Mona wiederholt Opfer von irgendwem, der ihr Grundstück verwüstet. Und auch Malin sorgt sich um ihre Eltern, da ihre Mutter immer mehr arbeitet, während ihr Vater neuerdings Geheimnisse vor der Familie hat. Vor diesem großen Hintergrund an Nebenthemen geht das Hauptthema, das Rätsel um die Sternenuhr, leider im zweiten Band ein wenig unter. Zwar greift alles gekonnt ineinander und es werden Themen aus dem ersten Band geschickt wieder aufgenommen, dennoch bleibt die Spannung diesmal eher gemässigt und die Magie des Geheimnisvollen konnte mich beim Lesen nicht so sehr packen wie im ersten Band. Sehr schön ist natürlich, dass der Alltag der Kinder nicht in der Geschichte untergeht, dennoch ist mir dieser manchmal zu stark gewichtet, um das Rätsel an sich ausreichend voranzubringen. Das fand ich sehr schade, da doch wieder einige sehr gute Ideen vorkamen und mir die Gesamtidee der Trilogie auch sehr gefällt. Auf Band drei bleibe ich natürlich weiterhin neugierig.

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Rezensionen von eleisou:

Eine merkwürdige Freundschaft

Das Eismonster von David Walliams

Ein kleines Mädchen wird im Waisenhaus "Haus Wurmig" auf den Stufen abgelegt. Ihr wurde der Name Elsie gegeben. Sie verbrachte zehn schwierige Jahre im Waisenhaus unter grauenhaften Bedingungen. Als sie aber im Jahre 1899 mit zehn Jahren aus dem Waisenhaus flieht wartet auf sie das große Abenteuer.

Die Verhältnisse auf der Straße sind schwierig und ungerecht und Elsie gibt jeden Tag ihren Kampf ums Überleben. Eines Tages sieht sie ein Foto in einer Zeitung von einem Mammut, das nach 10 000 Jahren in der Arktis gefunden wurde und auf dem Weg nach London sei. Elsie beschließt das Mammut zu besuchen, da es selbst ein Waise ist genau wie sie.
Die Geschichte ist traurig und witzig zugleich und die Altersempfehlung ab 10 Jahren finde ich somit berechtigt. Eine schonungslose Beschreibungen sorgten für viele Fragen aber man sollte sich auch mit diesen Tatsachen so langsam auseinandersetzen, selbst als Kind. Die grau weißen Illustrationen peppen die Geschichte auf und die hilfreiche Karte Londons im Jahr 1899 bereichert das Buch.
Bisher hatten wir noch nichts vom Autor lesen können, der Schreibstil ist etwas eigen, aber dennoch wortwitzig und lebendig. Der schwarze Humor kam bei meinem Kleinen nicht immer sofort an und es war etwas schwierig für ihn sich in diese Zeit zurückzudenken, aber die Geschichte hat auf ihn überzeugend gewirkt. Danach gab es auch einige Diskussionen, sofern empfehle ich das Buch auch als Anregung. Das Buch ist mit knapp 500 Seiten sehr umfangreich und das Cover ist zudem ein Highlight. Zu guter Letzt sind das Nachwort und die Anmerkungen sehr informativ. Für schon geübte Leser eine gute Wahl.

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Rezensionen von eleisou:

Grundverschieden und trotzdem vereint

Dark von Candice Fox

Candice Fox hat wirklich eine besondere Schreibart, die mir sehr gefällt und ich habe auf diesen Roman lange gewartet.
Vier unterschiedliche Frauen finden zueinander, eine verurteilte Mörderin, eine Kleinkriminelle und Drogenabhängige, ein weiblicher Gangsterboss und ein Polizistin. Alle mitsamt hatten in der Vergangenheit miteinander zu tun.

Die Polizistin hat Blair, die Mörderin und ehemalige Ärztin hinter Gitter gebracht, die Drogenabhängige Sneak war mit ihr in einer Zelle und Ada, die Bossin, hatte im Zellentrakt auch das Sagen. Alle vier verfolgen verschiedene Ziele, doch das Leben bringt sie auch außerhalb des Gefängnisses zusammen. Als Blair nach ihrer Entlassung in einer Tankstelle jobbt und versucht Neuigkeiten über ihren Sohn zu erfahren, der in einer Pflegefamilie aufwächst, wird sie von einer jungen Frau überfallen. Und diese ist keine andere als Sneaks Tochter..
Alle erschaffenen Charaktere sind auf ihre Art sympathisch. Die Autorin versteht es auch skurrile Personen uns ans Herz wachsen zu lassen und all die verrückten Wendungen lassen dem Leser kaum Zeit vom Buch aufzuschauen.
Ich war positiv überrascht und würde gerne weiterhin von Blair und Co. lesen.

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Rezensionen von Fatma :

Erebos-Schülerheft

Erebos - Ursula Poznanski - Schülerarbeitsheft von Martina Grüner; Daniel Schoberth

Rezensionen von SAW:

berührend

Versprich es mir von Joe Biden

Dieses Buch hat mich gepackt und berührt. Was immer seine Gegner über Joe Biden sagen, dieses Buch erzählt etwas anderes. Ein Politiker, wie es selten geworden ist, für den "seinem Land dienen" nicht nur eine leere Floskel ist. Ein warmherziger Mann und Vater, der durch die Trauer um seine verlorenen Lieben nur noch sympathischer geworden ist.

Ehrgeizig, aber mit dem Ziel den Menschen zu helfen. Gemäßigt und voller Erfahrung, der sich mit allen vernetzt und das durchsetzt, was mehrheitsfähig ist. Das mag man als konservativ bekritteln, aber er setzt lieber auf Bewährtes, an das er glaubt, als ungewisse Experimente zu riskieren.
Der Familienausflug nach Nantuckett, wo seine Großfamilie den Thanksgiving-Urlaub genießt, eskortiert von der Airforce 2 und dem Secret Service, aber doch ein normaler Großvater und seine Frau Jill eine Oma, die sich liebevoll um die Enkel sorgt. Biden sorgt sich um das Glioplastom im Kopf seines Sohnes Beau, das diesem bald das Leben kosten wird und seine Karriere als kommender Gouverneur abrupt beendet. Im Schock der Verzicht, 2016 für das höchste Amt zu kandidieren. Und doch das Versprechen an seinen toten Sohn, dass er antreten wird, was er mit 78 Jahren tut, wo andere gar nichts mehr tun.
Biden erzählt von seinen vielen Freunden in aller Welt, die er mag und die mit ihm auf gutem Fuß stehen. Viele Insidergeschichten wie über die Maidan-Revolution in der Ukraine, wo er als Obamas Sonderbotschafter versuchte, zu retten und die Wogen zu glätten.
Es gibt wenige Politiker, die mich begeistert haben, Obama gehört dazu, Martin Luther King und Mahatma Gandhi. Biden könnte der nächste sein, wenn er tut, was er in diesem Buch verspricht. Auf jeden Fall kommt Hoffnung auf nach den 4 entsetzlichen Chaos-Jahren, die die Welt an den Rand des Abgrunds trieben.
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Die grüne Vision. Leben im Jahr 2100"

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Rezensionen von yellowdog:

entwickelt sich langsam, aber stetig

Bären füttern verboten von Rachel Elliott

Es dauert eine Weile, sich in den Roman einzufinden und den Figuren näher zu kommen. Das gilt besonders für die anfängliche Hauptfigur Sidney, die ein Schuldgefühl aus der Vergangenheit mit sich rumschleppt. Mit den anderen Figuren geht es teilweise leichter, besonders Maria und ihre Tochter Belle mochte ich auf Anhieb.

Mit Sydneys Vater Howard war es auch nicht ganz einfach, denn er ist sehr verschlossen.

Überraschender tritt Sydney zur Hälfte des Romans deutlich zurück, davon profitieren die anderen Figuren und deren Geschichten.

Nach einer Weile entfaltet sich der Roman und es entwickelt sich aus dem ruhigen Stil ein Erzählton, der funktioniert.
Vielleicht gelang es mir auch daher schließlich, mich noch mehr für die Figuren zu interessieren. Sie sind psychologisch fein gearbeitet. So fand ich den Roman, den ich am Anfang langweilig fand doch noch ganz interessant. Ich glaube, es ist ein Buch zum noch einmal lesen, denn wegen dem unaufdringlichen Schreibstil kann einem auch einiges entgehen.

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Rezensionen von Ele:

Sophias Zukunft

Die Farben der Schönheit - Sophias Triumph (Sophia 3) von Corina Bomann

Die Farben der Schönheit – Sophias Triumph, Roman von Corina Bomann, 521 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag.
Der 3. Und Abschlussband der „Die Farben der Schönheit“ – Trilogie, Sophia will den Puderkrieg hinter sich lassen, gelingt ihr ein neuer Anfang?
New York in den 30er Jahren, Sophia steht erneut vor einem Scheideweg in ihrem Leben.

Sie hilft ihrer Freundin Henny wieder gesund zu werden. Deshalb und um ihr Studium wiederaufzunehmen kehrt sie zu Helena Rubinstein zurück. Sie findet ihr privates Glück bei Darren. Doch diesmal droht der beginnende 2. Weltkrieg ihr Glück erneut zu zerstören.
Das Buch ist im Ich-Stil aus der Sicht der Protagonistin verfasst, deshalb ist der Lesende auch ganz nahe am Geschehen. 55 pralle Kapitel, die die Bestseller-Autorin in ihrer bildhaften und flüssigen Schreibweise verfasst hat, haben mich durch das Buch fliegen lassen. Da das Geschehen unmittelbar an das Ende des 2. Bandes anschließt stellte sich sofort Lesefluss ein. Briefe, fremdsprachliche Phrasen sind kursiv gedruckt und haben sich somit deutlich von der Erzählung ab. Als besondere Dreingabe ist in der vorderen Umschlagklappe ein Rezept für ein Cremedeodorant abgedruckt.
Bildmalerisch, emotional und sehr flüssig erzählt die Autorin das weitere Leben der Protagonistin. Leider konnte Sophia sich im dritten Teil nicht weiterentwickeln, wieder lässt sie sich von Helena Rubinstein vor deren Karren spannen und begibt sich durch das von ihr finanzierte Studium wieder in Abhängigkeit der Kosmetikkönigin und zwischen die Fronten des „Puderkriegs“. Sie muss erkennen, dass die beiden Damen sich im Umgang mit ihren Angestellten wirklich nichts schenken. Darren erkennt dies schon viel eher und stellt Sophia vor eine Entscheidung. Gut gefallen haben mir die Szenen mit ihrer Freundin Henny, wie die es schafft sich in der neuen Welt ein neues Leben aufzubauen hat mich beeindruckt.
Das bewegende Schicksal Sophias ist im Abschlussband eher im privaten Umfeld zu finden. Das Ende jedoch konnte mich wirklich überraschen und war von mir in keinster Weise vorauszusehen. Insgesamt ist es eine tolle Reihe der Autorin, es machte mir viel Freude das Leben und das Erleben von Sophia und ihren Angehörigen zwischen Lippenstift und Puder und zwischen Naziregime und zweitem Weltkrieg mitzuverfolgen. Eine rundherum gelungene Trilogie. Alle Charaktere außer Helen Rubinstein waren mir sympathisch und handelten nachvollziehbar, der Plot war zu jeder Zeit glaubhaft. Die Schilderungen der Weltausstellung in New York und auch der Zustand nach dem zweiten Weltkrieg in Berlin sind hervorragend gelungen und vor meinem inneren Auge wie ein Film abgelaufen. Der letzte Band kann m. M. nach nicht als Einzelband gelesen werden. Meine Empfehlung die Trilogie hintereinander wegzulesen. Auch der letzte Band bekommt von mir 5 Lesesterne.

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