Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
(k)ein Schrott-Abenteuer
Amanda und das Herz aus Schrott von Rahlff Ruth
Klappentext:
Das war sein Geheimnis: mehr, mehr, immer noch mehr. Es war nie genug und das war gut so. denn bald war es so weit. Bald war er stark genug. Niemand konnte sich dann wehren. Gegen ihn. Er würde sie alle verschlingen.
Auf dem alten Schrottplatz stimmt was nicht! Amanda hört seltsame Geräusche, zwischen rostigen Autoskeletten und aufgetürmtem Gerümpel huschen Schatten umher.
Als sie eines Tages quer über das Gelände verfolgt wird, stürzt sie auf ihrer Flucht in ein Becken mit einer ekligen Flüssigkeit. Von nun an ist alles anders. Plötzlich kann Amanda mit ihren selbstgebauten Figuren aus Schrott sprechen. Schon bald werden die witzigen und ziemlich eigenwilligen Geschöpfe zu ihren besten Freunden. Verbündete hat Amanda auch bitter nötig, denn als eine dunkle Bedrohung Gestalt annimmt, muss sie sich einem mächtigen Gegner stellen.
Cover:
Das Cover finde ich sehr schön und liebevoll gestaltet mit sehr viele Details, die man erst bei mehreren und näheren Betrachten erkennt. Die Gestaltungen, aber auch die farblichen Komponenten im Cover haben mir sehr gut gefallen und das Cover macht auf jeden Fall neugierig auf das Buch.
Meinung:
Ein bezauberndes Buch mit einer tollen Idee, die dahinter steckt und wundervollen Charakteren.
Um in die Geschichte hineinzufinden brauchte ich erst eine Weile, da man fast direkt hinein gestoßen wurde und sich damit erst ein wenig orientieren musste.
Das Buch wird aus der Sicht von Amanda in der Ich-Perspektive geschrieben und so findet man sich sehr gut und schnell in ihre Gefühle und Handlungen hinein. Man bekommt ihre Erlebnisse und Wahrnehmungen Direkt mit.
Aber nicht nur Amanda hat es mir als Charakter angetan, auch Lenny, Archie und die anderen haben mich schnell in ihren bann genommen. denn die Charaktere hier sind alle sehr gut durchdacht und sehr sympathisch, so dass man gern mehr mit ihnen erlebt.
Doch zu viel vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, da ich nicht allzu viel vorweg nehmen möchte.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich locker und gut lesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind nicht allzu lang, so dass man die Geschichte zügig und flüssig lesen kann.
Toll fand ich auch die Karte des Schrottplatzes, zu Beginn des Buches, da diese sehr hilfreich ist und einen guten Überblick gibt.
Die Geschichte ist nicht nur spannend und fesselnd erzählt, sondern handelt zudem auch noch von Freundschaft, Zusammenhalt und wichtigen Themen, wie Umweltschutz, Umweltverschmutzung und Müll und stimmt den Leser dadurch auch nachdenklich, berührt und bewegt. Gerade über diese Themen, hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, aber dies ist durchaus Ansichtssache.
Ein bewegendes, fesselndes und spannendes Abenteuer rund um Amanda und ihre besonderen Freunde. Mir hat es sehr gut gefallen. Es konnte mich sehr gut unterhalten, aber auch berühren, bewegen und hat mich teils auch nachdenklich gestimmt, ein Abenteuer mit vielen Fähigkeiten.
Fazit:
Ein bewegendes, fesselndes und spannendes Abenteuer rund um Amanda und ihre besonderen Freunde.
Rezensionen von Petra Gruber:
Ein Sommer, der alles verändert
Der große Sommer von Ewald Arenz
Frieders Sommer sieht wenig vielversprechend aus. Während seine ganze kinderreiche Familie zum Campingurlaub fährt, muss er zu Hause bleiben, um für die Nachprüfungen zu lernen, Mathe und Latein. Und das noch dazu bei seinem strengen, unnahbaren Großvater, der gar nicht sein richtiger Großvater ist.
Das sieht wirklich nicht gut aus. Einziger Lichtblick, seine Schwester und beste Freundin Alma bleibt auch in der Stadt, weil sie ein Praktikum macht. Und auch der beste Freund Johann würde die meiste Zeit da sein.
Doch dann war plötzlich alles ganz anders, er war gar nicht den ganzen Tag eingesperrt, sondern hatte die Nachmittage frei, sein Großvater besorgte ihm einen Ferialjob und er begegnete Beate und mit ihr zum ersten Mal der Liebe. Doch es ist auch ein Sommer der Verluste und schwerer Entscheidungen, ein Sommer der Jugend und einer des Erwachsenwerdens.
Es ist gar nicht so einfach, einen Roman zu beurteilen, in dem so viele Themen angesprochen werden, die einem vertraut sind, wenn man sich der Geschichte und den Protagonisten*innen so nahe fühlt, weil einem so vieles bekannt ist. Das beginnt mit der Farbe „Flaschengrün“, die meine Lieblingsfarbe ist und die immer wieder vorkommt und vom Verlag sehr schön auch im Vorsatzpapier und im Lesebändchen zitiert wird, das sind die Sommer im Freibad mit den Mutproben am Sprungturm, das ist die erste Liebe in einem dieser Sommer, das ist aber auch der frühe Verlust von einem geliebten Menschen, auch in einem Sommer, und der Ausnahmezustand danach, auch die Faszination für Friedhöfe teile ich, der Umgang mit Sterbenden ist mir vertraut und auch wie schwer es zu entscheiden ist, was zu tun ist, wenn jemand im nächsten Umfeld eine psychische Krise hat. Das alles kommt vor und ruft Erinnerungen wach.
Der Autor geht mit all diesen Themen sehr differenziert und feinfühlig um, ich fand sie ganz wunderbar in die Geschichte eingewoben. Und mochte, wie er diesen Sommer erzählt.
Ein Highlight ist natürlich auch die hochwertige Aufmachung des Romans. Es gibt keinen Schutzumschlag, dafür ist der Einband reliefartig gestaltet, man kann die Seifenblasen fühlen und der Titel ist geprägt. Das farbige Vorsatzpapier und das dazu passende Lesebändchen runden das Ganze ab. Sehr schön, sehr hochwertig, ein Buch zum Streicheln.
Mich hat der Roman sehr berührt, ich fand ihn schön zu lesen und er hat viele Erinnerungen wach gerufen. Eine schöne Neuerscheinung in diesem Jahr!
Rezensionen von Claudia R:
Hazel und Daisy ermitteln ...
Ein Fall für Wells & Wong - Der Tod setzt Segel von Robin Stevens
Klappentext:
Daisy und Hazel sind in Ägypten und freuen sich auf eine Nilkreuzfahrt, Mumien und Tempel. Doch ein Mordfall durchkreuzt auch hier ihre Urlaubspläne! Eine Gruppe vornehmer englischer Damen und Herren, die sich für Reinkarnationen der alten Pharaonen halten, reisen ebenfalls auf ihrem Schiff.
Kurz nach beginn der Kreuzfahrt wird die Anführerin der Gruppe erstochen in ihrer Kabine aufgefunden. Daisy und Hazel ist schnell klar. dass deren schüchterne Tochter, die zum Schlafwandeln neigt, als Täterin herhalten soll. Doch innerhalb der verschrobenen Gesellschaft hätte jeder einen Grund für diesen Mord gehabt...
Die Mädchen beginnen ihren bisher schwierigsten und letzten Fall. Überall lauert Gefahr und nur ein Mitglied der Detektei wird es dieses Mal lebend nach Hause schaffen...
Cover:
Das Cover hat seinen ganz eigenen und ganz besonderen Stil. So sieht man hier die beiden Silhouetten der beiden Mädchen Wells & Wong, sowie weitere kleine Details, wie ein Schiff, die untergehende Sonne, ein Messer und einen Käfer. Das Cover ist zwar farblich recht minimiert gehalten, aber dies passt sehr gut zum Stil und die Gestaltung finde ich einfach richtig toll. Wenn man sich die weiteren Cover der Reihe anschaut, erkennt man hier einen Widererkennungwert, da alle im ähnlichen Stil gehalten sind.
Meinung:
Dies ist bereits der neunte und letze Fall für Wells & Wong, wie es bereits auf dem Klappentext heißt, denn nur ein Mitglied wird es dieses Mal lebend nach Hause schaffe.
Diese Ankündigung allein, fand ich schon sehr spannend und hatte mein Interesse geweckt.
Bisher kannte ich diese Mädchen Krimi-Reihe nicht und war um so gespannter. Da jeder Fall für sich und in sich geschlossen ist, habe ich mich einfach mal heran gewagt und wurde nicht enttäuscht.
Vor allem der Aufbau und die Gliederung, aber auch das gesamte Drumherum hat mir an diesem Buch richtig gut gefallen.
Es beginnt mit einer interessanten Einleitung. Daran schlisst sich eine Zeichnung der Kabinenübersicht und Lageplan des Schiffes an und auch eine Aufzählung der Auftretenden Personen, folgt ganz zu Beginn. Dann geht es mit dem ersten Teil los und beginnt gleich mit der Vorstellung der Schriftführerin Hazel Wong, die beginnt ihren Bericht und den Fall näher zu erläutern und nimmt den Leser mit nach Ägypten, aber auch in Zeit des Englands der 30er Jahre.
Es wird aus Sicht von Hazel in der Ich-Perspektive geschrieben und so kann man sich sehr gut in sie, aber auch in Daisy und die anderen Charaktere hineinfinden. Daisy und Hazel befinden sich auf einer Urlaubsreise, während ein Mord ihre Pläne durchkreuzt und da sie bereits einige Fälle gemeinsam als Wells & Wong gelöst haben begeben sie sich auch hier auf Ermittlungen.
Aber zu viel möchte ich hier nicht verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte.
Ich kann nur erwähnen, dass es heiß hergeht und wirklich die ganze Zeit über sehr spannend ist und bleibt. Aber auch die Hintergründe und die Zeit um 1930 , sowie die Situation in England und Ägypten wird hier mit eingebunden und kommt sehr schön zum Tragen. Der Fall hält einige Überraschungen und Wendungen bereit, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Die Mädchen haben so einiges drauf und haben mir richtig gut gefallen. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und auch die Story ist fesselnd und wird keineswegs langweilig. Mir hat dieser Fall richtig gut gefallen und ich war ganz gespannt, wie sich dieser löst. Auch Emotionen und Gefühle spielen hier eine große Rolle und werden durch die Charaktere sehr gut transportiert.
Ein Mädchen-Krimi, der keineswegs nur für Mädchen geeignet ist, auch Jungs und Erwachsene werden hier ihre Freude haben.
Dieser Fall hat mich auch sehr neugierig auf mehr der beiden sympathischen Ermittlerinnen gemacht und ich werde sicherlich mal in die vorherigen Bände hineinschauen.
Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert und diese wiederum in einzelne Kapitel welche eine angenehme Länge haben und sich so sehr gut lesen lassen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen.
Auch die Anmerkungen der Autorin und Aminas Ägyptenführer am Ende hat mir sehr gut gefallen und war an einigen Stellen auch sehr hilfreich und interessant.
Das Buch hat mir richtig gut gefallen und es konnte mich sehr gut unterhalten und von sich überzeugen.
Ein spannender letzter Fall für Wells & Wong, oder?
Fazit:
Ein spannender Fall für die beiden Mädchen Hazel und Daisy, aber nicht nur für Mädchen interessant, auch für Jungs und Erwachsene ein gelungener Krimi!
Rezensionen von Doris Oberforcher:
Grundwissen über Spionage, DDR und Sowjetunion vorausgesetzt!
Geiger von Skördeman Gustaf
Vom Klappentext: Das Festnetz-Telefon klingelt, als sie am Fenster steht und ihren Enkelkindern zum Abschied winkt. Agneta hebt den Hörer ab. "Geiger", sagt jemand und legt auf. Agneta weiß, was das bedeutet. Sie geht zu dem Versteck, entnimmt eine Waffe mit Schalldämpfer und tritt an ihren Mann heran, der im Wohnzimmer sitzt und Musik hört.
Sie setzt den Lauf an seine Schläfe - und drückt ab. Als Kommissarin Sara Nowak von diesem kaltblütigen Mord hört, ist sie alarmiert. Sie kennt die Familie seit ihrer Kindheit.
Dieser Mord ist der Beginn einer Jagd, bei der man bis zum Schluss nicht weiß, wer der Gejagte überhaupt ist. Ein Schläfer wird nach Jahrzehnten wieder aktiviert, Schwedens beliebter Fernsehmoderator Stellan Broman, von allen liebevoll „Onkel Stellan“ genannt, wird kaltblütig hingerichtet. Die Polizistin Sara Nowak recherchiert in dem Fall, obwohl sie ihm eigentlich gar nicht zugeteilt wurde. Da ihre Mutter viele Jahre als Haushälterin für Stellans Familie gearbeitet hat, wuchs Sara in seinem Haus und mit den Töchtern Malin und Lotta auf. Je mehr ihre Ermittlungen voranschreiten und je mehr Wahrheit ans Licht kommt, desto mehr verwandelt sich Saras Märchenschloss jedoch in ein Haus des Horrors. Das Bild der einstigen Vorzeigefamilie zerbricht und löst sich in Staub auf. Aber nicht nur das Bild der Familie Broman zerfällt, auch das von Saras eigener Familie wird auseinandergenommen und neu zusammengesetzt.
Die Charaktere sind anfangs etwas zweidimensional, die Art und Weise der Handlungen sind robotisch, emotionslos, die Gedankengänge der Personen fehlen. Man stößt leider immer wieder auf holprig formulierte Satzstrukturen, wobei dies auch an der Übersetzung liegen kann.
Die größte Problematik allerdings liegt darin, dass dieser Thriller ein gewisses Grundwissen über die Spitzelkultur der ehemaligen DDR, den KGB, die NATO, den Kalten Krieg, die Sowjetunion und die Rolle Palästinas voraussetzt. Der Autor macht sich leider nicht viel Mühe, Zusammenhänge zu erklären, sodass der Lesefluss nicht von ständigen Google-Recherchen unterbrochen werden muss, um der Geschichte folgen zu können. Nach über der Hälfte des Buches versteht man gerade einmal, dass irgendwelche „Information ver- und gekauft“ werden und irgendwelche Terrorgruppen von irgendwelchen Ex-Spionen daran gehindert werden sollen.
Das Buch ist insgesamt sehr spannend, jedoch nimmt es nach zu vielen Wendungen in zu kurzer Zeit ein abruptes Ende. Auch wenn wohl ein weiterer Teil geplant ist, bleibt das Gefühl, dem Auto ging zum Schluss die Luft aus. Mir leider auch.
Rezensionen von brauneye29:
Ein Buch voller Wärme
Der große Sommer von Ewald Arenz
Friedrich läuft über den Friedhof und sucht nach einem Grab. So ist das jedes Mal. Diesmal fragt er sich wie er wurde, was er ist. Für ihn sehr entscheidend war der Sommer als er mit 16 in die Nachprüfung muss und damit Urlaub quasi gestorben ist. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, muss er den Sommer beim Großvater verbringen.
Trotz aller Widrigkeiten lernt er seinen Großvater neu kennen, begreift die Liebesgeschichte seiner Großeltern und erlebt auch selbst die erste Liebe. Meine Meinung: Ich habe Friedrich sehr gerne ein Stück auf seinem Weg begleitet. Es war schön zu lesen, wie er quasi wurde was er ist. Es war eine schöne Geschichte, die auch sehr schön erzählt wurde. Das Buch strahlt eine gewisse Wärme aus, die einen sicher noch eine Stück begleitet. Der Schreibstil ist sehr angenehm lesbar und so war das Buch sehr kurzweilig. Fazit: Ein Buch voll Wärme
Rezensionen von brauneye29:
Bitte mehr davon!
Eine Sehnsucht nach morgen von Eva Völler
Zum Inhalt: Als Bärbel nach ihrer überstürzten Abreise aus Hamburg nach Essen zurückkehrt, ist es seltsam vertraut, aber auch völlig anders. Ihre Familie kämpft mit mehr als einer Schwierigkeit und auch sie wird in neuerliche Probleme gestürzt als sie dem Mann gegenüber steht, den sie vor Jahren so sehr geliebt hat.
Wie wird das Leben für sie weitergehen? Meine Meinung: Hach, ich mag diese Serie um die Familie aus dem Ruhrpott richtig gerne und bin immer wieder traurig, wenn ein Teil beendet ist. Ich hoffe sehr, dass das nicht der letzte Teil ist, denn ihr möchte die Protagonisten gerne noch eine Weile begleiten. Der Schreibstil ist sehr gut und dadurch liest sich das Buch sehr flott weg. Ich mag besonders, dass auch immer wieder die doch recht derbe, aber ehrliche Ruhrpottsprache im Buch verwendet wird. Ich habe das Buch sehr genossen und empfehle das Buch auf jeden Fall sehr. Fazit: Bitte mehr davon!
Rezensionen von Henjo:
Immer wieder
ridiculous 2/2 von Miku Kumiko
Sehr praktisch als Taschenbuch, noch praktischer als E-Book. Immer wieder hole ich mir einen Gedanken. Tiefsinnig und befreiend.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HenjoRezensionen von brauneye29:
Schreibstil toll, Geschichte eher nicht
Krass von Martin Mosebach
Zum Inhalt:
Krass, ein Geschäftsmann, der einerseits extrem großzügig ist, andererseits extrem fordernd ist, ist durch seine Art total unberechenbar. Sein Bild, sein Leben, seine Art zu denken, wird hier quasi durch seinen Sekretär Dr. Jünger erzählt. Aufgeteilt ist das Buch in drei Teile, die sich deutlich voneinander unterscheiden.
Meine Meinung:
Was für ein extrem sonderbares Buch. Immer wieder entstand im meinem Kopf das Wort "warum" und zwar im Wesentlichen, weil ich mich gefragt habe, was der Autor mit dem Buch eigentlich erzählen will. Vielleicht ist die Botschaft einfach nicht bei mir angekommen. Was mir aber gut gefallen hat, ist der wirklich grandiose Schreibstil, der mich auch bewogen hat weiter zu lesen und nicht abzubrechen. Mir war der Autor bisher nicht wirklich bekannt und wahrscheinlich würde ich auch nicht wieder etwas von ihm lesen, auch wenn mir der Schreibstil gefallen hat.
Fazit:
Schreibstil toll, Geschichte eher nicht
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Einfach Zelda
Jeder Tag ist eine Schlacht, mein Herz von Andrew David MacDonald
Andrew David MacDonald hat mit Zelda eine ganz eigene und unheimlich sympathische Protagonistin geschaffen, die dieses Buch zu einem wahren Erlbenis werden lässt. Zelda ist 21 und hat eine Behinderung: ihre Mutter hat während der Schwangerschaft Alkohol getrunken, infolgedessen hat Zelda das Fetale Alkoholsyndrom (FAS), welches mit spezifischen Besonderheiten, u.
a. kognitiven Einschränkungen, Störungen der Exekutivfunktionen, Schwierigkeiten bei der Verarbeitung großer Mengen an Außenreizen, fehlende oder eingeschränkte Möglichkeiten zur selbstständigen (Tages-)Strukturierung und des vorausplanenden Handelns, sowie eingeschränkte Möglichkeiten aus
Erfahrungen, insbesondere Gefahren, zu lernen.
Damit ist Zelda eine eher ungewöhnliche Protagonistin, denn Menschen mit Behinderungen kommen nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch als Buch-Protagonisten häufig nicht oder nur selten zu Wort. Umso schöner und wichtiger finde ich damit dieses Buch.
Die Story wird aus Zeldas Perspektive geschildert, man begibt sich beim Lesen vollkommen in ihren Blickwinkel. Sprache und Schreibstil sind sehr direkt und auf den Punkt gebracht, passen gut zur Protgonistin und lassen sich flüssig lesen.
Zelda ist eine vielseitige und authentische Protagonistin, die mir ab der ersten Seite sympathisch war. Auch die weiteren Charaktere sind authentisch und vielschichtig, durch Zeldas Blick ergibt sich ein ganz eigenes Bild auf die Personen, was sehr spannend zu lesen ist.
Die Story hat mir auch gut gefallen, es gab für mich keine unnötigen Längen. Während Zelda ihre Legende beschreitet, ergibt sich auch ein guter Einblick in ihren Alltag, der sehr liebevoll und eindrücklich beschrieben wird - das hat mir gut gefallen.
Insgesamt hat mich dieses Buch positiv überrascht und konnte mich auf ganzer Linie überzeugen.
Rezensionen von Tara:
Dunkle Familiengeheimnisse – interessante Charaktere
Enriettas Vermächtnis von Sylvia Madsack
„Enriettas Vermächtnis“ ist ein fesselnder und feinfühliger Roman der Journalistin und Autorin Sylvia Madsack.
Nach dem Tod der Autorin Enrietta da Silva sollen Emilio – ein Arzt aus Argentinien - und Jana – eine Schauspielern aus Österreich - ihr Vermögen erben. Sie reisen in die Schweiz, wo dies über den Anwalt Leuthard geregelt werden soll.
Hier trifft dann auch Armando – der Sohn Enriettas – zu ihnen und fordert seinen Anteil am Erbe.
Das bisherige Leben der drei Charaktere könnte kaum unterschiedlicher sein, ihre einzige Gemeinsamkeit ist das Erbe der Autorin. Zunächst erscheinen Jana und Emilio sehr sympathisch und sie sind sich auch recht schnell einig, aber Emilio will Armando sein Pflichtteil streitig machen. Nachdem zu Beginn alles klar und offensichtlich erscheint, sind die drei nun für Anwalt Leuthard eine echte Herausforderung.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht lesen, ist eher nüchtern und ruhig, fesselt aber trotzdem. Sie beschreibt ihre Charaktere interessant und facettenreich. Es dauert eine ganze Weile, bis sich das Verhältnis zwischen Armando und seiner Mutter erklärt und welches dunkle Familiengeheimnis dem zugrunde liegt.
Der gesamte Roman dreht sich fast ausschließlich um Jana, Emilio, Armando und den Anwalt. Die übrigen Charaktere spielen eigentlich keine Rolle. Am Ende hat sich das Leben und das Bild, das sie von Enrietta hatten, komplett verändert.
Mir hat das Buch und die Botschaft der Autorin – erst zu werten, wenn alle Fakten bekannt sind und nicht nur aus einem Blickwinkel zu schauen – gut gefallen, allerdings hätte ich mir etwas mehr Emotionen von den Charakteren gewünscht.











