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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

Wie aus einer kleine Welle eine „große“ wird

Kleine Welle Wellerich von Barth Rolf

„Die kleine Welle Wellerich“ ist eine Abenteuergeschichte in Reimen von Rolf Barth, bei dem ich mich herzlich für dieses tolle Buch bedanke. Die ganz besonderen Illustrationen hat Werner Brunner beigesteuert.

Darum geht es in dieser Geschichte:
Die Schwestern Anne und Nicola fahren jedes Jahr in den Sommerurlaub mit ihren Eltern zur Insel Rügen.

In einem kleinen Sandeimer fangen sie die kleine Welle Wellerich und einen Krebs und nehmen die Beiden schließlich mit zu sich nachhause in die Badewanne. Aber Wellerich und der Krebs haben Heimweh nach Meer, Sonne, Sand und Wind. Also schwappen sie aus der Wanne und beginnen ihren Heimweg zum Meer. Was sie dabei alles erleben und wen und was sie alles kennenlernen, erzählen die vielen kleinen Reime.

Unser kleiner Enkel und ich haben uns das Buch erst einmal angeschaut ohne es zu lesen. Die wie Kreidezeichnungen anmutenden sehr ausdrucksstarken Bilder, auf denen es so Vieles zu entdecken gibt, haben uns durchweg sehr gut gefallen. Zum Schluss kam natürlich gleich die Frage, ob auch wir mal eine Flaschenpost „ins Meer schmeißen“ wollen. Mal sehen, vielleicht ergibt sich ja mal eine Gelegenheit. Dann werden wir bestimmt an die kleine Welle Wellerich, ihren Freund den Krebs und Anne und Nicola denken.
Die vierzeiligen Reime, die sehr eingängig sind, sich leicht lesen lassen und eine schöne Klangfarbe haben, haben uns sehr gut gefallen. Sie erzählen eine wundervolle Geschichte von der kleinen Welle, die von ihren Artgenossen dauernd gehänselt wird. Aber als sie aus der Stadt von ihrer großen Reise zurück kommt und von ihren Abenteuern erzählt, plötzlich deren Respekt bekommt.

Ein so liebevoll geschriebenes und gestaltetes Kinderbuch, das mir mit seiner tollen Ausdrucksweise in Reimform und inhaltlich sehr schönen Bildern genau so gut gefallen hat, wie unserem Kleinen. Das wir innerhalb von 2 Tagen schon 5 x angeschaut und gelesen haben und das einen Platz ganz vorne im Bücherregal bekommen hat.

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Rezensionen von nanu?!:

Weil man nie wissen kann

Norman Foremans Weg zum Ruhm von Julietta Henderson

Norman und Jax waren die allerbesten Freunde und hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Wo der eine war, konnte der andere nicht weit sein.
Sie hatten vor das krass geilste Comedy-Duo der Welt zu werden, dafür machten sie sogar einen Fünfjahresplan um am Ende beim Comedy Fringe in Edinburgh aufzutreten.

Aber jetzt ist Jax tot und Norman ganz alleine.

Was für eine schöne, herzerwärmende Geschichte. Und ständig hatte ich beim Lesen nasse Augen.

Erzählt wird abwechselnd aus Normans und Sadies Sicht in der Ichform. Sadie ist Normans Mutter die befürchtet, ihren Sohn nie wieder lachen zu sehen.
Norman ist an seiner Schule der Außenseiter, mit seiner schlimmen Schuppenflechte die ihn regelmäßig wie ein Alien aussehen lässt. Er weigert sich, von Jax in der Vergangenheitsform zu sprechen. Aber vor allem will er beim Fringe in Edinburgh auftreten, so bleibt er Jax nahe.
Und wenn sie schon auf dem Weg sind, könnte man bei dieser Gelegenheit vielleicht seinen leiblichen Vater ausfindig machen?
Das sind ziemlich große Pläne für einen Jungen, der gerade mal zwölf geworden ist. Das findet auch Leonard, ein Rentner, den Sadie von der Arbeit kennt. Der ist richtig beeindruckt von Norman und beschließt, Mutter und Sohn nach Edinburgh zu fahren. Aber ganz uneigennützig sind seine Beweggründe dann doch nicht. Jedenfalls scheint er vor Norman und Sadie etwas zu verbergen.

Ich mochte den Teil wo Norman erzählt, der sich oft wie ein Text ohne Punkt und Komma liest. Halt wie ein Junge, der ordentlich was zu erzählen hat und keine Zeit zum Luftholen hat. Man erfährt einiges über seine Trauer um Jax, die aber nie zuviel Raum im Buch einnimmt, und über seine Bedenken wegen des Auftritts, denn er weiß, ohne Jax sind die Witze nur halb so gut.
Norman hat aber auch viele lustige Geschichten auf Lager. Überhaupt hat er einen ganz tollen Humor. Ich habe ihm einfach immer gerne zugehört.
Sadies Gedanken werden besonders von den Sorgen um Norman beherrscht. Ausserdem hat sie einiges aus ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. Immerhin ist sie dabei, die Männer ausfindig zu machen, die Normans Vater sein könnten. Und wer weiß schon, wen sie da findet?

Die Drei geraten in ein richtiges Abenteuer und kein Tag sieht wie der andere aus. Auf dem Weg nach Edinburgh lernen sie die unterschiedlichsten Menschen kennen. Ich mochte die ständige Abwechslung, nie kann man als Leser erraten was als nächstes kommt.
Und am Ende gibt es noch eine wundervolle Botschaft von Norman, der einfach was ganz Wichtiges im Leben begriffen hat.

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Rezensionen von eleisou:

Das neue Schulfach ist da: Wahrsagen!

Akademie Fortuna - Wenn Wahrsagen so einfach wäre von Sarah M. Kempen

„Akademie Fortuna – Wenn Wahrsagen so einfach wäre“ ist der erste Band einer Reihe über Sorry, eine Wahrsagerin, die von einer hochtalentierten Familie stamm, aber dennoch keine so große Magierin ist, wie alle von ihr anfangs erwarten. So kommt es, dass sie ihre Ausbildung als Wahrsagerin an der Akademie Fortuna beginnt, mit ihrer Mutter als Schulleiterin und ihrer Schwester als Schulbeste.

Da ist der Druck natürlich enorm, vor allem da auch Sterndeuterfamilie Astra den Posten ihrer Mutter gerne einnehmen möchte und damit die Leitung der Schule.
Das Buch hat, wie erwartet eine leicht schrullige, skurrile Atmosphäre und die Beschreibungen von Sorrys Mitschülern sind einfach megakomisch und geben so einige Insider Infos über das Wahrsagen an sich. Sorry auf der anderen Seite stürzt von einer komischen Panne in die nächste und es braucht seine Zeit bis sie einsieht, dass sie außergewöhnlich ist. Dazwischen ist natürlich für Spaß, Spannung und das komplette Chaos vorgesorgt!
Außergewöhnliche Figuren sowie ein mal anderes Thema sorgen für ein liebes lustiges Kinderbuch für jeden Fan für Zauberei und Magie. Immer wieder gerne.

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Rezensionen von eleisou:

Eine wunderbare Geschichte für Jung und Alt

Maxi von Phlip (1). Vorsicht, Wunschfee! von Anna Ruhe

Paula entdeckt in einer alten Flasche eine echte Wunschfee und kann ihr Glück kaum fassen. Maximeralda Feodora Dilara Nima von Phlip ist ihr Name und weil das etwas zu lang ist, wird sie kurz nur Maxi genannt. Weil sie etwas ausgeheckt hat muss sie nur ein paar Regeln beachten und hat eingeschränkten Zugang auf ihre Kräfte.

Erst wenn sie ein paar gute Taten für Paula vollbringt, erhält sie ihre Fähigkeiten zurück. Doch sie versteht nicht so recht was Paul sich unter guten Taten vorstellt und das Chaos ist vorprogrammiert!
Bei diesem tollen Kinderbuch geht es nicht nur um Feen und fantastischen Fabelwesen. Nein, auch wichtige Themen werden angesprochen wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Vertrauen. Die Illustrationen haben wir auch sehr gerne gemocht und fanden dass sie das Buch bereichert haben. Die Schrift ist sehr groß und die Kapitel und Sätze sind sehr kurz gehalten, daher ist das buch auch für Erstleser super geeignet und ich denke das ich auch damit gedacht. Fazit: eine wunderbare Geschichte für Jung und Alt!

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Rezensionen von Wetterfrosch:

Gesundheit und Wohlbefinden mit Ayurveda

Heilsam kochen mit Ayurveda von Dietrich Grönemeyer; Volker Mehl

Die Autoren des Buches Professor Dr. Dietrich Grönemeyer und Volker Mehl, Ernährungsberater und Yogalehrer, zeigen sehr anschaulich, wie die Heil- und Kochkunst des Ayurveda unsere Gesundheit therapeutisch unterstützen kann.
Professor Dr. Dietrich Grönemeyer sieht als Arzt, Wissenschaftler und Autor das Kulturgut der ayurvedischen Heilkunst als Teil der Weltmedizin.

Er engagiert sich für eine Vereinbarkeit von Naturheilkunde und Schulmedizin, damit eine ganzheitliche und nachhaltige Heilung möglich wird. Körper, Geist und Seele werden dabei in die Behandlung einbezogen. Es sollen individuelle und achtsame Wege für Gesundheit und Wohlergehen gefunden werden

In sehr gut verständlicher Sprache wird in diesem Buch ein Grundwissen der ayurvedischen Lehre vermittelt. Dabei werden die drei ayurvedischen Bioprinzipien, genannt Doshas, im Tages- und Jahresverlauf anschaulich aufgezeigt und die Wichtigkeit des Gleichgewichts zwischen Vata, Kapha und Pitta und damit auch der fünf Elemente erklärt.

Zusammen mit dem Koch und Ernährungsexperten Volker Mehl werden die 6 Geschmacksrichtungen mit ihren Elementen und Eigenschaften in geschmackvollen vegetarischen und veganen Rezepten vorgestellt.
Eingeteilt in Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Süßes und Getränke werden die Rezepte mit inspirierenden Fotos, übersichtlicher Zutatenliste und alltagstauglicher Zubereitungsanleitung zum Nachkochen vorgestellt. Alle Zutaten sind gängige Lebensmittel und für eine unkomplizierte Zubereitung bestens geeignet. Ich habe spontan das Gericht „Shakshuka – der Klassiker aus Israel“ nachgekocht, da ich alle Zutaten im Haus hatte. Die Zwiebel, Knoblauch und Paprikas waren schnell geschnitten, in der Pfanne gedünstet und gewürzt. Mit Tomaten, Ziegenkäse, Spinat und Ei wurde es noch kurz im Backofen gegart und mit frischer Petersilie und Fladenbrot serviert.
Es schmeckte uns hervorragend, ich kann es sehr empfehlen und ich werde mit Sicherheit noch einige weitere Rezepte ausprobieren.

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Rezensionen von Dana:

ernste, bewegende Geschichte

Calypsos Irrfahrt von Cornelia Franz

Oscar hätte sich die Ferien deutlich spannender vorgestellt, als die ersten Tage auf dem Segelboot sich gestalten. Wasser soweit das Auge reicht, wenn sie Glück haben ausreichend Wind, um voran zu kommen, der Bewegungsradius ist stark eingeschränkt und einen Freund durfte er auch nicht mitnehmen. Nicht gerade das, wovon er geträumt hat.

Doch als die Familie auf zwei Flüchtlingskinder trifft, die sich entkräftet an einen Rettungsring klammern, nimmt ihr Urlaub einen unerwarteten Verlauf. Oscars Eltern wollen Nala und ihren Bruder Moh an Land bringen, damit ihnen geholfen und sie untergebracht werden können. Immer wieder werden sie abgewiesen, niemand fühlt sich verantwortlich für die Kinder, die die Familie aus dem Meer gefischt hat.

Ob diese Geschichte wirklich schon für Zehnjährige geeignet ist, finde ich pauschal schwierig zu sagen. Einige Kinder sind in dem Alter schon sehr weit, aufgeschlossen und bereit für ernstere Themen, andere nicht. Ganz allein lassen sollte man die jungen Leser mit dem Buch aber vielleicht nicht, denn selbst bei mir bleiben hinterher so einige Gedanken zurück, die nachklingen und bei Kindern vielleicht dann für Gesprächsbedarf sorgen könnten.

Der Schreibstil von Cornelia Franz hat mir gut gefallen. Die Sprache ist einfach gehalten und damit auch für die Zielgruppe gut verständlich. Sehr gelungen fand ich, dass die Thematik ihre Ernsthaftigkeit nicht verliert. Es ist ein bedrückendes, teilweise sehr trauriges Thema, besonders unter dem Aspekt, dass so viele Schicksale dahinter stehen, auch wenn hier nur das von Nala und Moh geschildert wird. Wie schwierig es ist, für die Kinder ein zu Hause zu finden beziehungsweise jemanden, der überhaupt bereit ist, sich um sie zu kümmern, ist gut in die Handlung eingeflochten. Oscars Eltern bemühen sich, eine Lösung zu finden und werden immer wieder vor den Kopf gestoßen. Frustration, Wut und Zweifel spielen daher immer wieder eine Rolle. Es gibt aber auch zahlreiche schöne Momente, die zum Beispiel dadurch entstehen, dass die Kinder sich rasch annähern und die Sprachbarriere für sie kein all zu großes Problem darstellt. Nala und Moh bemühen sich, sich in den Alltag zu integrieren, die Sprache zu lernen und nicht negativ aufzufallen. Toll eingeflochen fand ich auch die kleinen Passagen, in denen die Geschwister miteinander sprechen. So hat man auch einen Eindruck davon, was in ihren Köpfen vorgeht. Vor allem der kleine Moh hat ziemlich viel Angst, was ich gut nachvollziehen konnte.
Immer wieder gibt es auch andere Turbulenzen auf dem Schiff, ausgelöst vom Wetter oder anderen Ereignissen. So wird die Reise auf unterschiedliche Weise spannend und abwechslungsreich. Die anschaulichen, bildhaften Beschreibungen lassen die Handlung lebendig werden, ohne dabei zu viel Wert auf die düsteren Details zu legen.

Man begleitet Oscar aus der Erzählerperspektive und erhält so Einblicke in seine Gedanken und Gefühlswelt. Der Zehnjährige empfindet manche Situationen natürlich anders, als ein Erwachsener es tun würde, gerade das mochte ich in dem Buch aber sehr gern. Teilweise nimmt er Dinge einfach etwas leichter und unkomplizierter, zerdenkt es nicht so, wie seine Eltern es tun, es zeigt aber gleichzeitig eben auch, dass er sich über manches einfach noch keine Gedanken machen kann oder will, weil er die Konsequenzen, die aus manchen Ereignissen folgen, gar nicht abschätzen kann. Nicht alle seine Entscheidungen sind klug, er macht Fehler und lässt sich von seinen Gefühlen mitreißen. Dass dieses Verhalten nicht richtig ist und schwerwiegende Folgen haben kann, wird für mich in der Geschichte allerdings auch deutlich.

Das Ende des Buches ist idealisiert und vielleicht nicht unbedingt realistisch. Nach der Tortur, die die Familie hinter sich hat, gönnt man ihnen aber auch diesen Funken Glück und Erleichterung, auch wenn es die vergangenen Erlebnisse vielleicht ein bisschen weniger schlimm und dramatisch erscheinen lässt. Die Ereignisse bis dahin empfand ich größtenteils nicht als beschönigt, manches ist für die Zielgruppe schon ziemlich bedrückend, auf jeden Fall wenn man länger darüber nachdenkt.
Nach dem Abschluss des Buches werden junge Leser -und vermutlich nicht nur die- sicher einiges zum Nachdenken haben, so dass ich das Ende für ein Kinderbuch als passend empfand. Günstig wäre es aber sicher, auch dieses Thema mit den Kindern aufzuarbeiten und sie mit ihren Gedanken dazu und zum Rest der Geschichte nicht allein zu lassen.
Fazit

Eine ernste, bewegende, gleichzeitig aber auch sehr angenehm und feinfühlig aufgearbeitete Thematik, die schön in die abenteuerliche Reise auf dem Segelschiff eingebunden ist. Es werden sowohl die Probleme und Missstände rund um die Flüchtlingssituation beleuchtet, als auch die schönen Freundschaftsmomente, die zwischen den Kindern entstehen. So ist das Buch nicht durchweg bedrückend und traurig, es hat mich aber immer wieder sehr berührt und auch zum Nachdenken angeregt.

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Rezensionen von yellowdog:

Es war einmal in einem Dorf

Der Himmel vor hundert Jahren von Yulia Marfutova



Der historische Roman „Der Himmel vor Hundert Jahren“ hat den Vorteil, dass er eine vergangene Zeit glaubhaft darstellt. Die Menschen und ihr Leben im russischen Dorf, das klein aber nicht winzig ist, wirken echt und unverstellt. Gut 100 Jahre liegt die Handlung zurück, aber die Autorin Yulia Marfutova vermag es, die Zeit so darzustellen, das man glaubt, man hätte dabei sein können.

Yulia Marfutova geht sorgsam mit ihren Figuren um. Es sind Originale, die fest in ihrem Dorf verwurzelt sind und manche sind abergläubisch, aber die Autorin macht keine Kasper oder Hanswurst aus ihnen. Ihnen verbleibt stets eine innere Würde. Ich mag das.
Das Element des Aberglaubens, z.B. an Flussgeister, beinhaltet Motive, die an den magischen Realismus erinnern.
Hinzu kommt eine entspannte, gute Handlungsführung, der man gerne folgt. Ein wirklich guter Debütroman!

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Rezensionen von v_im_wunderland:

eine besondere Freundschaft

Sylvia und der Vogel von Gemma Koomen

Sylvia ist eine Baumhüterin. Baumhüter leben in den Bäumen und bewachen diese, so dass den Bäumen nichts geschieht. Es ist eine Gemeinschaft, doch so recht fühlt sich Sylvia den anderen Baumhütern nicht zugehörig. Eines Tages sitzt ein verletzter Vogel in ihrem Haus und Sylvia beschließt dem Vogel zu helfen.

Dies ist gar nicht so einfach und der Vogel verursacht so einiges Chaos in der aufgeräumten Welt von Sylvia. Doch es beginnt eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden zu entstehen und Sylvia darf sogar auf dem Rücken von dem Vogel mitfliegen. Dort oben im Himmel ist es wunderbar, doch der Vogel sieht andere Vögel und beschließt diesen zu folgen. Nun müssen sich die beiden voneinander verabschieden und Sylvia ist ganz traurig, aber sie hat auch erkannt, dass Freundschaft schön und wichtig ist. Eine schöne Kindergeschichte über Freundschaft.

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Rezensionen von Miro76:

Liest sich wie eine Telenovela :)

Enriettas Vermächtnis von Sylvia Madsack

Enrietta da Silva verstarb über 80jährig und hinterlässt ein ordentliches Vermögen. Das Erbe sollte zwischen Emilio und Jana aufgeteilt werden. Während Jana dem Anwalt und Testamentsvollstrecker seit einigen Jahren in Freundschaft verbunden ist, hält Emilio mit der Begründung, warum er als Erbe genannt ist, hinter dem Berg.

Er gibt sich sehr geheimnisvoll, wirkt aber freundlich und zuvorkommend und unterstützt Jana, die sich nach einem Sturz starke Prellungen zugezogen hatte.

Obwohl sich die beiden in Zürich näher kommen, verrät Emilio nicht, wie er zu der Verstorbenen stand.

Bis eine dritte Person auf den Plan tritt und ordentlich Chaos stiftet.

Janas Gefühle geraten in Wallung und es fällt ihr schwer, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden.

Als Leserin war mir schnell klar, dass die überzogenen Rollenbilder in die Irre führen sollten und nicht alles so ist, wie es scheinen soll. Die Autorin hat hier etwas über das Ziel hinausgeschossen und daher kommen die Wendungen gar nicht so überraschend. Die gewünschten Aha-Effekte bleiben aus und die Motivation der Protagonist*innen darf man nicht immer hinterfragen.

Der Roman ist ein kurzweiliges Vergnügen für Leser*innen, die sich nach leichter Kost mit großen Gefühlen sehen. Ich habe die Lektüre wie eine Telenovela empfunden. Da ist auch alles etwas überzogen, damit wirklich jede*r versteht, warum es geht.

Um abzuschalten kann das ja mal ganz amüsant sein.

Somit empfehle ich dieses Buch nicht ganz unvoreingenommen als Strandlektüre, wenn die Sonne auf den Kopf prasselt. In dieser Situation könnte es dann vielleicht sogar ein fünf Sterne Buch sein. Ich hatte bei der Lektüre alle meine Sinne beisammen, deshalb kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben. Immerhin hat es mich ganz gut unterhalten!

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Rezensionen von nil_liest:

Was ist der Trumpf: Moral oder Gerechtigkeit durch Schuld?

Die Wahrheit der Dinge von Markus Thiele

„Gerechtigkeit ist Wunschdenken.“ (Seite 31)
Mich überzeugt immer, wenn jemand weiß wovon er schreibt und bei Markus Thiele liest man diesen Kenner deutlich durch die Zeilen! Er ist von Hause aus Anwalt. Der neuste Coup von ihm: „Die Wahrheit der Dinge“ ist ein gelungener spannungsgeladener Politkrimi.

Wenn nun ein Könner auch noch real existierend Begebenheiten als Grundlage für die Fiktion heranziehen, wird es umso spannender. Die „Vorbild-Fälle“ die hier eingeflossen, sind Marianne Bachmeier und Amadeu Antonio Kiowa. Aber keine Sorge, die muss man vorab nicht kenne.
Geschickt tauchen wir Leser:innen in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen parallel in das Geschehen ein, manches mal verwundert es einen und die Frage steht im Raum wie das alles zusammen kommt, aber keine Sorge: es passt!
Vor allem begleitet man den Richter Frank Petersen und taucht mit ihm in seinen letzten Fall ab und auch in seine persönliche Selbstfindung. Im Vordergrund dieses Buches steht das komplexe Zusammenspiel von moralischer Beurteilung im Bezug zu einer gerechten Verurteilung durch die Klärung der Schuldfrage.
Wir als Leser werden direkt mit der Justiz konfrontiert und wie versucht wird Gerechtigkeit herzustellen. Viel Futter für den Kopf um mal das System zu überdenken. Mich erinnerte es entfernt an Ferdinand von Schirach, der auch ähnliche Fragestellungen aufwarf.

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