Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
KÖstliches aus heimischen Beeren
Himbeerschnitte und Holundereis von Sophia Dünser
Sophia Dünser ist Lehrerin in Vorarlberg und hat sich mit diesem Backbuch einen Herzenswunsch erfüllt. Mitten im Covid-19-bedingten strengen Lockdown hat Familienrezepte für uns alle nachkochbar gemacht.
Die Rezepte sind einfach und lassen sich auch von weniger begabten Köchen und Köchinnen herstellen.
Was mir besonders gefällt: Die Fotos sind nicht „zu Tode“ retouchiert. So sieht man da und dort einen Krümel oder, wie gleich beim Titelbild, ist der Übergang zwischen Teig und Creme ein wenig wellig. DAS macht es mir leicht, an ein leichtes Gelingen der Köstlichkeit zu glauben. Diese akkurat geschönten Speisen mancher Fooddesigner machen mir persönlich Bauchgrimmen, wenn das Ergebnis von der picobello getunten Vorlage abweicht.
Aber zurück zu den Rezepten. In über 100 werden vorrangig Beeren aus den mitteleuropäischen Gärten oder Wäldern verarbeiten. Kein exotischer Firlefanz, sondern bodenständige Zutaten.
Entzückend finde ich die „Erdbeer-Maulwurftorte“ - die ist auf jedem Kindergeburtstag ein Highlight.
Die Rezepte sind nach Früchten geordnet. Zu jeder Frucht gibt es eine kurze botanische Beschreibung, was sehr hilfreich ist. Hier merkt man, dass Sophia Dünser eine gelernte Biologin ist. Am Ende des Buches finden sich die Rezepte für die Torten- und Gebäckteige sowie Platz für eigene Notizen.
Das Buch ist im kleinen, aber feinen Vorarlberger Verlag EDITION V als Hardcover mit lila Lesebändchen erschienen und beeindruckt durch eine sorgfältige Verarbeitung.
Fazit:
Wer Süßspeisen aus heimischem Beerenobst liebt, ist hier richtig! Auch als Geschenk eine gute Idee. Gerne gebe ich diesem liebevoll gestalteten Backbuch 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Einmal rund um das Meer der Wiener
111 Orte rund um den Neusiedler See, die man gesehen haben muss Reiseführer. 22.04.2021. Paperback / softback. von Németh Bernadette
Es war mir eine Freude, mit den Tipps von Bernadette Németh rund um den Neusiedler See zu reisen. Eine Vielzahl der Orte kannte ich bereits, dennoch durfte ich Neues entdecken.
Das Spektrum der Empfehlungen reicht von den Naturdenkmälern über kulinarische Schmankerl bis hin zu Gedenkstätten der Shoa, denn die vormals jüdischen Gemeinden wurden während der NS-Zeit fast völlig ausgelöscht.
Natürlich darf der See, „das Meer der Wiener“ und seine Seebäder nicht fehlen. Daneben wird unser Blick auch auf alte Handwerkstradition wie die Fassbinderei und Künstlerateliers gelenkt.
Wir dürfen einen Trip auf die ungarische Seite des Neusiedler Sees machen, was erst seit 1898 problemlos möglich ist. Zuvor hat der „Eiserne Vorhang“ die Reiselust stark gehemmt. Erinnerungen hierzu findet man bei der Brücke von Andau, die 1956 eine der letzten Fluchtmöglichkeiten aus Ungarn war.
Wie wir es in diesen Reiseführer gewöhnt sind, bietet auch Bernadette Németh Einblicke in kuriose und nicht so bekannte Attraktionen. Viele kleine Museen und Schausammlungen wie z.B. das „Eisenbahnlampenmuseum“ oder das „Zuckermuseum“ (beides auf der ungarischen Seite des Sees) machen Lust, den Neusiedler See zu umrunden. Egal ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder für ganz Mutige per Pedes, es findet sich für Jeden etwas Interessantes.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Reisebegleiter 5 Sterne.
Rezensionen von yellowdog:
Verdrängte Vergangenheit
Weiches Begräbnis von Fang Fang
Ein wichtiger Roman einer bedeutenden chinesischen Autorin. Erzählt wird von einer jungen Frau, die verletzt aus dem Fluß geborgen wurde. Sie hat anscheinend ein Trauma erlebt und das Gedächtnis verloren. Sie heiratet ihren Retter, Dr. Wu, bekommt ein Kind und wird früh Witwe. Erst als ihr Sohn schon erwachsen ist, kommen frühe Erinnerungen, die sie in einen katalonischen Zustand versetzen.
Ich denke, man muss dieses Schicksal exemplarisch lesen als Beispiel für eine Generation, die Vergangene s verdrängte
Es gibt Rückblicke, aber auch viele Passagen mit Quinlin, ihren Sohn. ER beginnt schließlich selbst über die Vergangenheit nachzuforschen, liest das Tagebuch seines verstorbenen Vaters und besucht die alte Heimat der Mutter.
Fang Fang schreibt ansprechend und zugängig. Sie arbeitet die Emotionen der Figuren vorsichtig heraus, ohne ihnen dabei zu Nahe zu treten. Eine Qualität.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein etwas anderer "Reiseführer"
111 Bibeltexte, die man kennen muss von Andreas Malessa
Dieses Buch aus der 111er-Reihe des Emons-Verlages „tanzt“ ein wenig aus der Reihe. Werden in den bereits zahlreich erschienenen Büchern interessante Reiseziele abseits der Touristentrampelpfade vorgestellt, so beschäftigt sich diese hier, mit dem „Buch der Bücher“, mit der Bibel.
111 ausgewählte Textstellen aus dem Alten und Neuen Testament werden in einen modernen Kontext gestellt.
Manchmal ist die Sprache ein wenig flapsig. Doch dadurch kann der eine oder andere Leser hinzugewonnen werden, macht doch der saloppe Umgangston neugierig auf das Originalzitat in der Bibel.
Wie es für diese Reihe üblich ist, ist man dem bewährten Konzept, links der Text und rechts ein eindrückliches Bild, treu geblieben. Statt der Wegbeschreibung zum Ort findet sich die Originalstelle aus der Bibel. Ein kleiner Wermutstropfen: Die Schrift ist leider extra klein gehalten, was aber der Länge der Zitate geschuldet ist.
Fazit:
Macht Lust, das Buch mehrmals in die Hand zu nehmen und sich mit der Bibel (kritisch) auseinanderzusetzen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Schattenland von Benjamin Cors
In diesem 6. Band wird der ehemalige Personenschützer des französischen Präsidenten, Nicolas Guerlain, von den Schatten der Vergangenheit heimgesucht.
Er soll, obwohl nicht mehr im aktiven Dienst, die kapriziöse Schauspielerin Noemi Rey während des Filmfestivals in seiner Heimat Deauville beschützen.
Rey ist mit der 24-Stunden-Bewachung sogar nicht einverstanden, doch als zwei Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung ermordet werden, bleibt ihr nicht viel anderes übrig, als sich widerwillig zu fügen.
Gleichzeitig schreibt ein sichtlich verwirrter Mann auf jede freie Fläche von Deauville Gedichte, die mit Noemie Rey in Verbindung gebracht werden. Ein Mitläufer oder „nur“ ein Stalker?
Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Alexandre Guerlain, Nicolas‘ Vater, der wieder einmal mit einer unliebsamen Überraschung aufwartet.
Meine Meinung:
Die unterschiedlichen Handlungsstränge finde ich spannend. Es gefällt mir, wie sie verknüpft werden. Diesmal kommt der Krimi ohne Nicolas‘ großer Liebe Julie aus. Ich gebe zu, das Verwirrspiel rund um Julie ist mir nicht abgegangen.
Was mich in diesem Band gestört hat, ist das breite Auswalzen der Gedichte von Baudelaire. Ich meine, der Dichter kommt in vielen französischen Krimis vor. Diesmal sind die Zitate inflationär. Gibt es keine anderen Dichter, wenn schon Poesie und Lyrik eine Rolle spielen sollen?
Alexandre Guerlain zieht wieder unheilvoll seine Fäden, bis ihn ein Herzinfarkt niederstreckt. Doch Unkraut vergeht nicht und so bleibt es aufregend bis zum nächsten Fall.
Fazit:
Ein Ausflug zum Filmfestival von Deauville, der sich gelohnt hat. Über die Lyrik kann man hinweglesen. Diesmal gibt es 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Regt zum Nachdenken an
Wollen wir wirklich 100 werden? von Kris Krenn
Kris Krenn, Autorin und u.a. Mitbegründerin des Vereis „Cliniclowns“ macht sich Gedanken darüber, ob es wirklich erstrebenswert ist, 100 Jahre und mehr zu werden. Dazu hat sie zahlreiche Prominente, einige sehr alte Menschen (darunter 100-jährige) sowie Kinder interviewt.
Das Ergebnis dieser Überlegungen hat sie in diesem Buch zusammengefasst.
Fein säuberlich lässt sie ihre InterviewpartnerInnen das „Für-und-Wider“ darlegen.
Interessanterweise wollen nicht alle wirklich 100 Jahre alt werden, da es nicht vorhersehbar ist, wie es sich der eigene Gesundheitszustand entwickelt bzw. wie es mit Unterstützungsleistungen im hohen Alter bestellt sein wird.
„Wenn es einem gut geht, ist nix einzuwenden gegen das Altwerden.“ (Theresia, 100 Jahre)
Die Vorstellung, krank und 24 Stunden auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, schreckt viele ab, sich ein extra langes Leben zu wünschen. Es sieht so aus, als ob die Gesellschaft sich noch ändern wird müssen. Doch wie soll das funktionieren, wenn der Status der Menschen über ihre Arbeitskraft und Leistung definiert wird? Darauf gibt es leider noch keine Antwort.
Meine Meinung:
Ein einfühlsames Buch, das das Altwerden von verschiedenen Seiten beleuchtet, indem es Menschen aus allen Altersgruppen um ihre Meinung fragt.
Allen ist gemeinsam, dass sie das für sie vorgesehene Alter möglichst ohne Schmerzen und im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte erreichen wollen. Bei machen wie bei Hannes (101 Jahre) schleichen sich leichte Ermüdungserscheinungen ein:
„100 Jahre muss man nicht unbedingt werden. Meine Frau und ich sagen oft: Herr es ist Zeit. Davonstehlen wollen wir uns auch nicht. Also tun wir uns noch ein bissel vertragen, aber nur ein bissel.“ (S.147)
Fazit:
Ein einfühlsames Buch zum Thema Altwerden/Altsein. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gelungerer Kurzkrimi
Totensang von Tom Finnek
In diesem Kurz-Krimi wird Maik Bertram, den wir aus den bisherigen Münsterland-Krimis „Tenbrink & Bertram“ kennen, vorgestellt.
Aufgrund eines schwerwiegenden Fehlers ist er aus Magdeburg ins Münsterland versetzt worden, um ihm eine zweite und letzte Chance zu geben. Sowohl Bertram als auch das eingespielte Team rund um Tenbrink haben mit einigen Vorurteilen zu kämpfen.
Doch allzu viel Zeit bleibt dafür nicht, denn gleich nach seinem Dienstantritt, bekommt er es mit einem Mord an einer Prostituierten zu tun, der einige Rätsel aufgibt. Man hat zwar den mutmaßlichen Täter verhaftet, aber Tenbrink & Bertram haben hier so ihre Zweifel. Der Verdächtige, der Krimiautor Henner Holtkamp, ist lediglich aufgrund der Indizien in U-Haft, denn von der Frau bzw. ihrer Leiche fehlt jede Spur. Holtkamp benimmt sich eigenartig und leidet an psychischen Störungen.
Wird es Tenbrink & Bertram gelingen, das Rätsel um die tote Frau zu lösen?
Meine Meinung:
Ich habe mich auf ein Wiedersehen mit dem sympathischen Duo Tenbrink & Betram sehr gefreut. Leider ist ein Kurz-Krimi immer zu kurz.
Herrlich sind die Wortspielereien zwischen Tenbrink & Bertram oder auch zwischen Maik und dem Holtkamp. Das gefällt mir sehr. Maik zitiert häufig aus Filmen. Ein Beispiel gefällig?
“Lern deinen Text und stoß nicht gegen die Möbel.“
„Was?“
„Robert Mitchum hat das mal gesagt. Über die angebliche Kunst des Schauspielens. Text lernen und nicht gegen die Möbel stoßen. Vielleicht war’s auch James Stewart.“
Mein Lieblingszitat aus der gesamten Reihe ist allerdings: „Keine blöden Sprüche“.
Ach ja, die erste Begegnung Maiks mit Martina Derksen, der feschen und ehrgeizigen Oberstaatsanwältin, spricht auch Bände.
Fazit:
Ein gelungenes Prequel, das die Wartezeit auf den nächsten Fall „Finsterbusch“ verkürzt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Verfehlt von Christiane Dieckerhoff
Dieser 6. Fall bringt Kriminalkommissarin Klaudia Wagner an ihre Grenzen. Nicht nur, dass sie die interimistische Leitung übernehmen muss, was Spannungen im Team erzeugt, steigt in der sommerlichen Hitze das große Spreewaldfest in Lübbenau. Wie immer zeigt die Polizei in Uniform Präsenz. Doch niemand kann verhindern, dass der Schützenkönig während des Bootskorsos mit einem Messer im Rücken tot aus dem Kahn fällt.
Eine Spreewaldgurke auf Stelzen soll der Täter sein. Wenig später gibt es ein zweites Opfer: Schiebschick, Klaudias väterliche Freund und der stadtbekannte Fährmann. Ist er das eigentliche Ziel des Täters? Denn in den letzten Jahren hat er das Boot im Korso geführt.
Da man nicht ausschließen kann, dass es weitere Opfer geben könnte, wird eine „Amoklage“ ausgerufen und die Kollegen vom LKA rücken an. Klaudia und ihr Team werden zu Hilfskräften und Wasserträgern degradiert, was aber Klaudia nicht daran hindert, weitere Ermittlungen anzustellen. Dabei kommt sie einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur.
Meine Meinung:
Christiane Dieckerhoff ist wieder ein spannender Krimi gelungen. Sie verbindet das Lokalkolorit gekonnt mit den Zweifeln der Ermittlerin. Klaudia Wagner, sie kommt aus dem Ruhrgebiet, ist noch immer nicht ganz in Lübbenau angekommen. Dass sie während der Abwesenheit von PH, dem Dienststellenleiter, die Truppe leiten soll, stellt sie vor neue Herausforderungen, denn der Papierkram um Dienstpläne etc. ist nicht zu unterschätzen. Ich denke, sie wird ihren Chef nach seiner Rückkehr mit anderen Augen sehen.
Die Autorin fängt das Lokalkolorit des Spreewalds mit seinen Menschen und den kulinarischen Genüssen plastisch ein, die durch die Landschaft und die politische Randlage geprägt sind. Es scheint hier mit allem ein wenig gemütlicher zuzugehen als in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München.
Die Charaktere haben alle so ihre Ecken und Kanten. Klaudia sowieso, aber auch Peter Demel, Uwe Michalke, der als Witwer sich um seine drei Kinder kümmern muss oder Thang Rudnik. Daneben gibt es natürlich auch die Reibebäume „von außen“ wie Mark Meinert, der Kollege vom LKA, der ein wenig auf die Ortspolizisten herabsieht und Staatsanwältin Demeter-Anders, die Klaudia ähnlich ist, was häufig zu Konflikten führt.
Mir hat der Krimi gut gefallen, vor allem auch deswegen, weil sich die Figuren weiter entwickeln dürfen.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung der Spreewald-Krimi-Reihe, der ich gerne 5 Sterne gebe.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein Plädoyer für die Menschlichkeit
Ich habe einen Namen von Lawrence Hill
Dieser Roman basiert auf historischen Tatsachen. Worum geht’s?
Das Dorf der elfjährigen Aminata Diallo, Tochter eines Schmuckerzeugers und einer Hebamme, wird von weißen Sklavenfängern überfallen und die Bewohner getötet oder auf einen mehrwöchigen Marsch zur Küste getrieben. Die Menschen werden wie Vieh behandelt und auf einem Sklavenschiff nach Amerika verschleppt.
Aminata, die von ihrer Mutter als Hebammeausgebildet worden ist, bringt schon auf der Überfahrt Kinder zur Welt. Ihre schnelle Auffassungsgabe und, dass sie Lesen und Schreiben kann, retten sie vorerst vor der Schwerstarbeit.
Sie wird, wie alle anderen, auf dem Sklavenmarkt verkauft. Zuerst an einen Großgrundbesitzer, dann an einen jüdischen (Sklaven)Händler. Sie lern die Willkür, Hunger und Elend, Freude und Trauer kennen. Sie muss erkennen, dass Zusagen der Weißen das Papier nicht wert sind, auf das sie geschrieben sind, wenn sie überhaupt aufgeschrieben werden.
Meine Meinung:
Der Leser begleitet Aminata, die von den meisten Meena genannt wird, durch ihr ganzes Leben. Wir müssen miterleben, wie sie zwei Mal Mutter wird und jedes Mal werden ihr die Kinder weggenommen. Sehr spannend zu lesen war für mich, wie emanzipiert Aminata im Rahmen ihrer Möglichkeiten agiert hat. Aufgrund ihrer raschen Auffassungsgabe gelingt es ihr, ihresgleichen zu unterrichten. Sie will ihre ehemalige Heimat in Afrika wiedersehen und muss erkennen, dass sie abermals in Gefahr gerät, versklavt zu werden. Über Umwege landet sie in London, wo sie sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzt.
Das Buch ist verstörend und berührend zu gleich. Es deckt die korrupten Machenschaften zahlreicher Menschen auf, die keine Skrupel haben und auch vor Verrat nicht zurückschrecken. Schwarze Menschenleben zählen nicht. Kommt uns das bekannt vor? Black Lives Matter!
Fazit:
Ein Plädoyer für die Menschlichkeit. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Regt zum Nachdenken an
Alterslos - Grenzenlos von Simone Rethel-Heesters
Simone Rethel-Heesters ist vielen nur als Ehefrau von Johannes „Jopi“ Heesters, der 46 Jahre älter als sie war, bekannt. Die frühere Schauspielerin hat sich schon lange für die Fotografie und Malerei interessiert. Seit 2005 ist sie außerdem Botschafterin für die „Initiative würdig altern“.
In diesem Buch hat sie 25 Persönlichkeiten interviewt. Darunter solche, denen man die Lebendigkeit geradezu ansieht: die beiden Peter (Kraus & Maffay), Mario Adorf, Rita Süßmuth, Waltraud Haas oder die Schauspiellegende Otto Schenk, der sich erst vor Kurzem von der Bühne verabschiedet hat.
Die Gespräche sind sehr herzlich geführt. Zahlreiche wunderschön gestaltete schwarz-weiß Fotos der InterviewpartnerInnen ergänzen dieses liebevoll gestaltete Buch.
Eines haben diese 25 Zeitzeugen gemeinsam: Lebensgeschichten, die Mut machen! Denn nicht bei allen ist der Lebensweg geradlinig verlaufen. Sie haben Verluste erlitten, Neuanfänge gewagt und sind immer offen für Neues geblieben.
»Ich glaube, wir hätten sehr viel gesündere, ältere Menschen, wenn sie sich nicht zur Ruhe setzen würden, denn Ruhestand hat meist Stillstand zur Folge, und das ist ungesund für Geist und Körper.«











