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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von rewareni:

Was damals geschah

Perchtoldsdorfer Schweigen von Christian Schleifer

Charlotte Nöhrer könnte eigentlich zufrieden sein. Wenn nicht vor dem geplanten Showkeller eines Tages eine Leiche mit einer geheimnisvollen Botschaft, die an sie gerichtet ist, liegen würde. Doch es sollte noch schlimmer kommen, als beim Hiataeinzug ihr Lieblingsfeind Herbert Zaitler durch ein seltsames Unglück auch noch stirbt.

Plötzlich wird ein geheimnisvoller Nazi Bunker in den
Perchtoldsdorfer Weinbergen entdeckt und dieser fördert eine tragische Geschichte ans Licht, in die sogar die geliebte Omama verstrickt ist. Wer Charlotte kennt weiß nun, dass sie erst Ruhe gibt, bis alle Geheimnisse aufgeklärt sind.
,,Perchtoldsdorfer Schweigen“ ist der zweite Band aus der Krimireihe rund um die
Winzerin Charlotte Nöhrer. Wer den ersten Band nicht kennt, kann zwar problemlos in die neue Geschichte einsteigen, trotzdem ist es aber spannender, wenn man die Protagonisten und ihre Vorgeschichte bereits kennt. Der Autor Christian Schleifer erzählt in diesem Band eine tragische Familiengeschichte, die in der Nazi Zeit beginnt und in der Gegenwart endet. Man findet alle liebgewonnenen Protagonisten wieder und es ist schön zu lesen, wie sich so manche weiterentwickelt haben und sich gut in das aufregende Familienleben der Nöhrers eingefügt haben. Der Schreibstil ist ein wenig ungewohnt weil jedem Namen ein bestimmter Artikel vorangesetzt wird und das für jemanden, der den Roman nicht kennt, sicherlich seltsam vorkommt. Die Geschichte zeigt ein Stück Zeitgeschichte auf, die nicht nur berührend und traurig ist, sondern auch wie sehr Hass und Gier viele Menschenleben zerstören kann. Die unterirdischen Bunker und Tunnelsysteme hat der Autor gut beschrieben und man konnte sich als Leser gut vorstellen, welch Tragödien sich darunter abgespielt haben. Da die Nazi Zeit auch heute noch bei so manchen verherrlicht wird, war die Geschichte durchaus glaubhaft. Die Rückblenden der damaligen Ereignisse haben den Roman noch intensiver wirken lassen. Trotz ernstem Themas schafft es der Autor immer wieder dazwischen humorvolle und slapstick artige Szenen einzubauen, die die Geschichte wunderbar auflockern. Die Gespräche werden immer wieder recht locker und manchmal auch etwas frech geführt. Schön ist auch, dass immer wieder ein wenig an Lokalkolorit zu finden ist, egal ob bekannte Orte oder ländliche Traditionen beschrieben werden. Eine gut gelungene Fortsetzung also, wo man sich auf weitere Abenteuer von der Charlotte freuen kann.

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Rezensionen von readpassion9:

ein Pageturner

Die Karte von Andreas Winkelmann

Schauplatz Hamburg: Eine Joggerin wird nahe den Landungsbrücken brutal erdrosselt, ihren Todeskampf filmt der Killer mit ihrem Handy. Sie hatte sich einer Laufgruppe angeschlossen und ihre Laufstrecken mittels Fitness-Tracker für jeden sichtbar ins Netz gestellt. Das wurde ihr nun zum Verhängnis.

Jens Kerner und Rebecca Oswald ermitteln in dem Mordfall, doch bald überschlagen sich die Ereignisse und es gibt weitere Opfer.

Dazu gibt es noch einen anderen Fall zu lösen, Kerners Bauchgefühl sagt ihm, dass beide zusammenhängen. Doch wo sind die Zusammenhänge? Als auch noch ein Kollege ermordet wird, spitzt sich die Handlung zu, ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Für mich war es der erste Fall der Reihe um Jens Kerner und Rebecca Oswald und ich bin so begeistert, dass ich die vorigen Teile auf jeden Fall noch lesen werde.

Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, der Autor erzeugt Bilder. Ich hatte die Szenerie wie bei einem Film vor Augen, die Spannung war greifbar und ich habe das Buch fast am Stück gelesen. Kerner und Rebecca wirken sympathisch, sie sind sehr gut skizziert, Typen wie aus dem Leben gegriffen mit denen ich mitfiebern konnte.

Der Plot ist dicht, das Thema am Puls der Zeit. Die Spannung ist durchweg vorhanden und auf einem hohen Niveau, genau wie ich es mag.

Fazit: Ich habe für mich eine neue Reihe entdeckt, der Thriller hat mich begeistert. Verdiente 5 Sterne.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Super Auftaktband der neugierig macht

School of Talents 1: Erste Stunde: Tierisch laut! von Silke Schellhammer

Eine ganz besondere Schule ist die School of Talents. Oder eher ganz besondere Schüler besuchen diese Schule.
Ein Internat für Schüler mit besonderen Fähigkeiten, so ist die Schule der besonderen Talente.
Da ist z.B. Alva, sie kann Tiere verstehen, dann ihre Freunde Mala, Jonas und Till, die ebenfalls alle ein besonderes Talent haben, wie das beherrschen von Wasser und das verwandeln in ein .

.. das verrate ich jetzt nicht.

Auf jeden Fall ist es ein sehr gelungener Start in die Reihe. Alva will ja nicht so gerne auf sie Schule, will aber ihre Ruhe haben und findet sich schnell Freunde. Und auch welche, die ihr nicht so freundlich gesinnt sind.
Es ist für jeden Charakter die richtige Person dabei, Vorlaute, Stille, Mutige, Vorsichtige.
Mit hat der Auftakt jedenfalls so gut gefallen, dass ich die Reihe unbedingt weiterlesen möchte. Eine spannende, abenteuerliche und abwechslungsreiche Story mit vielen verschiedenen Kinder und anderen Wesen.
Einfach mal wieder ein absolut empfehlenswertes Buch mit viel Lesespaß.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Vier Geschichten zum Vorlesen und Selberlesen

Tierfreunde aus Blumenstadt 1: Ein tierisches Hallo von Marianna Korsh; Katharina Abel

Vier unterschiedliche Geschichten über die Tierfreunde Basti und Lisa.
In dem Buch sind die Geschichten
"Schweigen ist Gold"
"Die missglückte Flucht"
"Pech mit Lucky"
und "Der stachliche Poltergeist" vereint

Jede Geschichte ist für sich lesbar, außen den Kindern Basti und Lisa sowie ihre Familien haben sie nichts gemeinsam, man kann sie sehr gut einzeln und auch nicht in der vorgegebenen Reihenfolge lesen.

Im Buchvorsatz ist sehr anschaulich und bunt die Blumenstadt abgebildet. Noch besser wäre aber , wenn auch noch dabei stehen würde wo was ist. Dann werden die Kinder und ihre Familien vorgestellt, auch das gefällt mir gut, so weiß man, mit wem man es zu tun hat.
Die Geschichten sind kurz, sie sind bebildert, zwar nicht farbig, aber die Bilder passen sehr gut zu dem gelesenen. Das Schriftbild ist für Leseanfänger geeignet, schön groß und einfach zu lesen. Ein schönes Buch zum Selberlesen oder auch zum Vorlesen gut geeignet.
Wir hatten jedenfalls viel Spaß damit.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Tatwaffe Dampflok

Endstation Waldviertel von Günther Pfeifer

Die Waldviertler Schmalspurbahn ist der ganze Stolz der Hobby-Eisenbahner mit viel Zeit und Geld in diese Sehenswürdigkeit investieren. Regelmäßig wird von der Lok aus auch ein prächtiges Schwammerl gesichtet und zur Freude der Fahrgäste ein Sonderstopp eingelegt. Dass der Pilz regelmäßig von Hannes Dangl am vereinbarten Platz deponiert wird, braucht ja niemand zu wissen.

Doch dann gibt es einen schrecklichen Unfall, Hannes wird von der Dampflok überrollt und „wer versteckt jetzt unsere Schwammerl?“ ist die Sorge der Eisenbahner. Huber, als umtriebiger Zeitgenosse auch „Gschaftlhuber“ genannt, beginnt mit seinen Privatermittlungen, denn der örtliche Revierinspektor ist mehr als unpopulär.

Auch die extra geschickten Beamten Frau Dr. Limbach und ihre Kollege, der Hajdusic, erfreuen sich im Ort keiner besonderen Beliebtheit.

Dieser Krimi aus dem Waldviertel hat alles was ich an Regionalkrimis mag: Eine wunderbare Atmosphäre, durchgehend viel Humor mit Situationskomik und Dialogwitz. Günther Pfeifer hat eine sehr charmante Art zu schreiben, immer mit einem Augenzwinkern und ganz viel österreichischen Schmäh. Da bleibt wirklich kein Auge trocken. Ich liebe die Fußnoten, die sich erklärend an den Leser wenden und mindestens genauso witzig sind, wie die Begriffe, die sie erklären sollen.

Die Figuren sind einfach urig und auch skurril gestaltet. Die arrogante Stadtpflanze Limbach, auf Karrierre versessen und ihr Gegenspieler Hajdusic, der es faustdick hinter den Ohren hat und natürlich all die Bewohner des Ortes und ganz besonders die Eisenbahner. Ich habe mich von der ersten Seite an köstlich amüsiert und mich mit diesem Buch so richtig wohlgefühlt.

Das Rätsel um den toten Hannes Dangl ist nicht einfach zu lösen und das Miträtseln hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Mir scheint, dass Waldviertel ist – nicht nur kriminalistisch – eine unterschätzte österreichische Landschaft. Schön, dass der Autor sie dem Leser so nahe bringt.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Einfach genial

Paradise Pirates von Jay Spencer

Ein Tierkapitän sticht in See.
Salty, ein Eichhörnchen, will einen Schatz bergen, den seine Eltern auf einer Karte markiert haben. Aber alle sind hinter dem Schatz her, allen voran die Fuchsgang.
Sie entführen Saltys Freundin und fordern im Tausch die Schatzkarte.
Aber zuerst braucht Salty ein Schiff und eine Crew um seine Freundin Ozeane zu retten .

..

Was für eine wundervolle Geschichte. Ich liebe sie. Von der ersten Seite an war es ein wahrer Genuss dieses Buch zu lesen. Ganz wundervolle Bilder, die Figuren sind so anschaulich beschrieben und anzuschauen. Ein Vorlesespaß, der nicht nur dem Zuhörer Spaß macht, sonder bei dem man beim Vorlesen richtig mitfiebern. Für erfahrene LeserInnen auch sehr gut zum Selberlesen.
Für mich war es ein absolutes Lesehighlight, ich habe die Geschichte rund um Salty und ihre Freunde und Feinde sehr genossen und richtig gerne (vor)gelesen.
Ein Buchschatz für das Regal. Ich gebe es jedenfalls nicht mehr her.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Ein Neuanfang

Was wir sehen, wenn wir lieben von Kristina Moninger

Was wir sehen. Was wir fühlen. Warum wir uns nicht erkennen (wollen).
Teresa war als junges Mädchen un Henry verliebt, ein Freund ihrer Schwester. Sie trifft ihn zufällig wieder und verabredet sich mit ihm. Das ist ihre letzte Erinnerung.
Dann wacht sie auf einer Bahre auf, kommt una Krankenhaus und kann sich an die letzten fünf Jahre nicht erinnern.

Alles weg. Auch Henry?

Was für eine gefühlvoll erzählte Geschichte. Teresa und Henry, Gegenwart und Vergangenheit, abwechselnd erzählt.
Teresa hat sich so unglaublich verändert während der letzten fünf Jahre, das sie sich selbst nicht mehr erkennt. Absolut keine Erinnerung an die Zeit, es ist, als würde sie bei Null anfangen.
Ein toller Schreibstil, man fühlt mit, man erlebt die Verwirrung mit. Und dann immer wieder ei Rückblick in die Vergangenheit. Ich mag solche Geschichten einfach sehr gerne und auch Teresa und Henry konnte mich sehr gut unterhalten. Eine sehr gefühlvolle, berührende Geschichte über die Liebe. Absolut empfehlenswert.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Klimawandel

Fair Play von Kerstin Gulden

Ein Experiment über drei Monate.
Eine gewagte Idee. Eine Schule, die nach den Sommerferien beschließt an einem Experiment teilzunehmen um einerseits was für den Klimawandel zu tun, aber auch um den Wettbewerb zu gewinnen. Ein Wettbewerb der ein wenig außer Kontrolle gerät.

Würdest du dich darauf einlassen? Eine App die deinen Energieverbrauch misst, die deinen biologischen Fußabdruck misst.

Die immer grün bleiben sollte. Ein Experiment, welches so verheißungsvoll beginnt.

Wow, was für eine Vorstellung. Kann man tatsächlich Klimaneutral leben, oder noch besser, der Umwelt was zurückgeben? Eine ganze Anzahl von Jugendlichen stellt sich dem Experiment. Ich fand die Idee einfach großartig und war sehr gespannt auf das Buch.
Ein sehr fesselnder Scheibstil, gut zu lesen und für die Zielgruppe auf jeden Fall total spannend.
Ein geniales Experiment, sher gut umgesetzt und absolut spannend und unterhaltsam. Wie schnell doch sowas aus dem Ruder gerät. Ich fand das Buch sehr genial und es weckt den ein oder anderen vielleicht endlich auf. Wir haben nunmal keinen Planet B.

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Rezensionen von Anna625:

Erwachsenwerden im Suffolk der 1930er

Vom Ende eines Sommers von Melissa Harrison

In den 1930er Jahren wächst die kleine Edith, auch Edie genannt, auf der Farm ihrer Eltern in Suffolk auf. Der Alltag der Familie ist geprägt von der Arbeit auf dem Feld, immer gibt es etwas zu tun, immer gilt es, irgendwo mitanzupacken. Dabei verbringt Edie ihre Zeit viel lieber irgendwo in der Natur mit einem guten Buch in der Hand.

Als dann eines Tages die Londonerin Constanze in dem kleinen Dörfchen auftaucht, änder sich vieles - für Edie, aber auch für alle anderen. Edie bewundert diese Frau, die in Männerkleidung herumläuft, den Einwohnern Fragen zu ihrem alltäglichen Leben stellt um darüber schreiben zu können, und die auch sonst so ganz anders ist als die Menschen, die Edie kennt. Doch das ist noch nicht alles, denn Constanze bringt neben ihrer Neugierde auch eine fragwürdige politische Meinung mit ins Dorf...

Ich fand das Buch insgesamt gut, sehe allerdings noch etwas Luft nach oben. Die Geschichte ist sehr ruhig erzählt, wer große Action oder Spannung erwartet, ist hier falsch, darauf kommt es hier auch gar nicht an. Aus der Sicht der etwa vierzehnjährigen Protagonistin erhält man einen Einblick in das Landleben zu jener Zeit. Edie berichtet von ihren Aufgaben und Pflichten, davon, was als Mädchen von ihr erwartet wird, aber auch, was ihr verboten ist. Das Bild der kleinen Familie, bestehend aus ihren Eltern, ihren Geschwistern und den Arbeitern, ist sehr authentisch und nachvollziehbar und Edie als Hauptfigur war mir sympathisch, wenn ich ihr Handeln auch nicht immer ganz verstanden habe und sie manchmal etwas sehr blauäugig durchs Leben geht.

Noch ausbaufähig fand ich zum Beispiel Constanze als Charakter, der Ansatz ist gut, allerdings hat mir hier irgendwie noch etwas gefehlt, ich fand sie nicht wirklich greifbar. Damit einhergehend hätte der Roman für mein Empfinden auch noch etwas mehr Tiefe gut vertragen. Dass Connie eine eher antisemitische Haltung vertritt, wird zwar durchaus angesprochen, bis auf wenige Stellen wird dies aber gar nicht so deutlich, und wie die verschiedenen Dorfbewohner zu diesen Ansichten stehen hätte auch noch deutlich vertieft werden können. Dementsprechend bleibt das Thema Antisemitismus eher oberflächlich behandelt, was ich schade finde, weil ich denke, dass es sich gut in den Roman hätte einfügen können, noch näher darauf einzugehen. Bei einem anderen Thema, das ich hier nicht nennen möchte um nichts vorwegzunehmen, hätte ich mir sogar noch mehr einige zusätzliche Details gewünscht.

Fazit: Ein ruhiges, schön erzähltes und auch etwas trauriges Buch übers Erwachsenwerden zu einer Zeit großer politischer Umwälzungen, von dem ich mir jedoch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte!

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Rezensionen von Petra Sch.:

ein außergewöhnlicher Roadtrip mit einem ungleichen Paar; leider sehr überzogen

Reise mit zwei Unbekannten von Brisby Zoe

3,5 Sterne


Maxine, Mitte 90, energisch und selbstbewusst, will nach Brüssel, um dort ihr Leben selbstbestimmt zu beenden.
Alex, Mitte 20, introvertiert und depressiv, will nach Brüssel, um dort eine Jugendliebe zu finden.
Die beiden finden einander auf einem Mitfahr-Portal im Internet.
Auf der langen Fahrt in einem uralten Twingo von Paris quer durch Frankreich lernen sich die beiden besser kennen, fassen Vertrauen zueinander, erzählen sich Geheimnisse, erleben jede Menge Abenteuer - und vor allem wollen sie sich gegenseitig das Leben wieder lebenswert machen.

Meine Meinung:
Der Beginn des Buches war total witzig - Alex glaubt aufgrund der Beschreibungen im Mitfahrportal, sein Mitfahrer ist ein kräftiger junger Kerl; Maxine glaubt, dass sie eine junge schüchterne Mitfahrerin bekommen wird. Humorvolle Missverständnisse.
Man lernt Alex und Maxine dann nach und nach immer besser kennen - Alex ist ein schüchterner Kerl, der starke Depressionen hat, weil seine Eltern ihn nicht richtig wahrnehmen und seine große Liebe diese nicht erwidert.
Und Maxine glaubt, dass sie Alzheimer hat, und will ihr Leben beenden, bevor ihr Hirn "Matsch" ist - sie hat diese Krankheit bei ihrem verstorbenen Mann miterleben müssen und will selbst nicht so enden.

Somit kombiniert das Buch ein ernstes Thema - zwei schwere Krankheiten - mit viel Witz und Esprit, und zwar hauptsächlich in Form von Maxines Aussagen. Diese Frau ist eine Wucht, sie überrennt alles wie ein Bulldozer, doch versprüht dabei Esprit und liebenswürdigen Charme. Besonders humorvoll ist natürlich auch ihre 'Gabe', sämtliche Sprichwörter zu verdrehen und falsch zu zitieren. Sie hat jedoch auch viel Lebenserfahrung und ihre Weisheiten sind oft sehr berührend.
Alex´ Verhalten hingegen kann ich nicht wirklich nachvollziehen - zum Glück, muss ich sagen, hatte ich noch nie Depressionen. Er wird hier jedoch als komplett unselbständig und 'lebensunfähig' dargestellt; Maxine hingegen kann und weiß alles.

Leider ist der Mittelteil der Geschichte so überzogen und unglaubwürdig, zb die "Entführung", aber auch was es mit Maxines' Krankheit auf sich hat, das macht die ganze schöne Geschichte zunichte. Humorvoll und witzig ja, aber derart skurril hätte es nicht sein müssen. Weniger albern wäre toll gewesen, denn das Buch begann sooo schön humorvoll.
Die Beziehung zwischen Alex und Maxine, bzw. wie diese sich entwickelt, und wie beide sich vom Sterben abhalten wollen, war aber total schön zu verfolgen und sehr emotional.

Der Schluss war mir dann irgendwie zu schnell abgehakt und zu glatt - aber dieses Buch brauchte ein Happy-End, und ich war sehr glücklich damit.


Fazit:
Wenn man nicht auf einer realistischen Geschichte besteht und es einen nicht stört, wenn vieles total überzogen dargestellt ist, dann kann man mit dem Buch unterhaltsame Lesestunden verbringen. Für mich war es leider too much - schade , denn der Plot und der Humor ohne die Übertreibungen waren richtig schön.

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