Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Harlem Renaissance
Die Hochzeit von Dorothy West
In letzter Zeit werden häufig ältere Romane neuentdeckt. Manche sind echte Perlen, andere eher überflüssig. Die Hochzeit von der Bostoner Autorin Dorothy West ist irgendwo dazwischen. Zu den Figuren blieb leider eine Distanz.
Thematisch ist der Roman relevant und auch mit einigen guten Passagen versehen, doch kommt es mir literarisch sehr zurückhaltend vor und konnte mich nicht begeistern.
Es ist nicht unbedingt James Baldwin-Niveau.
Zu loben sind aber die Detalilliertheit und die präzisen Beschreibungen.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Vulkane - Richtig gut erklärt
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 2 - Vulkane von Sandra Noa
Ein Buch für Erstleser rund um das Thema Vulkane aus der Reihe Wieso Weshalb Warum. Mein Sohn liest es richtig gut und gerne. Die Schrift ist größer und es steht auch nicht zu viel auf einer Seite. Es gibt zu den jeweiligen Fakten auch viele passende Bilder, die das Lesen leichter machen. Außerdem gibt es auf fast jeder Seite einen kleinen lustigen Drachen zu entdecken.
Viele Dinge werden erklärt, z.B. wie ein Vulkan entsteht, wie die Menschen Vulkane nutzen oder auch welche Schätze in Vulkanen stecken. Vor allem sind die einzelnen Fakten nicht allzu schwer erklärt sondern so, dass es auch für Kinder leicht verständlich ist.
Es gibt nach den Kapiteln auch Leserätsel, mit denen man auch gleich das gerade erlesene Wissen testen kann. Außerdem enthält das Buch noch ein Lesequiz, ein Leselotto und ein paar Aufkleber.
Ein richtig gutes und interessantes Buch!
Rezensionen von Bücherwurm78:
Spannend bis zum Schluss
Eine perfekte Ehe von McCreight Kimberly
Die Anwältin Lizzie Kitsakis lebt in New York zusammen mit ihrem Ehemann, der mit Alkoholproblemen kämpft. Da erreicht sie ein Anruf ihres alten Studienfreundes Zach sehr ungelegen. Er sitzt im Gefängnis und wird verdächtigt, dass er seine Frau Amanda umgebracht hat. Kann und will Lizzie ihm helfen?
Mir hat dieser Thriller richtig gut gefallen.
Von Anfang an bis zum Ende war es spannend und die Spannung hat auch das ganze Buch über gehalten. Der Thriller ist aus Sicht von Lizzie geschrieben, aus Sicht von Amanda vor deren Tod und zwischendurch gibt es Zeugenbefragungen. Dieser Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Zudem ist der Schreibstil sehr flüssig, es gibt keine langweiligen Passagen im Text. Die Story ist gut durchdacht und umgesetzt. Für mich blieb es auch bis zum Schluss spannend, wer der Täter war.
Fazit: Ein empfehlenswerter Thriller
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Melancholisch und federleicht zugleich
Dein Herz in tausend Worten. von Judith Pinnow
Dieser im Juni 2021 beim Ullstein Verlag erschienene Roman hat mich von Anfang an in eine ganz sonderbar melancholisch-sentimentale Stimmung versetzt. Der Schreibstil von Judith Pinnow ist einfach wundervoll poetisch, voller Liebe fürs Detail und wortgewaltig – selbst in den leisen Tönen. Bei zahlreichen Formulierungen habe ich innehalten müssen und dachte: 'Welch wunderschöne Beschreibung!'
Die verträumt-sympathische Heldin, Millie, erinnerte mich in vielerlei Hinsicht an Amélie aus "Die fabelhafte Welt der Amélie" – eine Einzelgängerin, die gedanklich in ihrer eigenen Welt zu leben scheint.
Hin und wieder wollte ich sie ein wenig wachrütteln, aus ihrem Schneckenhaus locken und in die Realität zwingen – auch die netteste Tagträumerin kann nicht ständig einen Freipass fürs Zuspätkommen auf der Arbeit bekommen, eigenes Zeitgefühl hin oder her. Sie huscht wie ein verschüchtertes Häschen durch den Alltag, bringt Fremden gegenüber kaum ein Wort heraus, beobachtet alle Details um sich herum scharfsinnig, kann ihr eigenes liebenswertes Wesen allerdings nicht erkennen. Die innige Beziehung zu ihrem Bruder Felix, der sich nach dem Tod der Eltern stets liebevoll um sie gekümmert hat und voller Verständnis für Millies spezielle Sicht auf die Welt ist, gefiel mir ausgesprochen gut. Zeitweise waren mir Millies Angst vor ihrem Umfeld und vor menschlicher Nähe sowie ihr Wunsch, unsichtbar zu sein bzw. nicht wahrgenommen/beachtet zu werden, etwas zu ausgeprägt. Ich konnte ihre Sorge zwar nachvollziehen, anderen Menschen womöglich nicht genug zu sein oder beim näheren Kennenlernen als Enttäuschung betrachtet zu werden, doch teilweise erschien mir dieser Charakterzug zu übertrieben, zu überspitzt dargestellt. Es kratzte gerade so an der Grenze meines Empfindens von 'unglaubwürdig' und 'anstrengend' (- vor allem Millies permanentes Wegrennen in gewissen Situationen).
"Vielleicht ist das ein Fehler, den man generell im Leben oft begeht. Etwas nicht zu versuchen aus Angst davor, dass es sowieso nicht klappt."
Millie arbeitet bei einem Verlag, der finanziell schon bessere Tage erlebt hat, aber abgesehen davon ist ihr Arbeitsumfeld ein Traum für jeden Bücherfan – zumal ihr Vorgesetzter ungemein verständnisvoll für ihre Marotten ist (Millie scheut sich, E-Mails zu schreiben und hat keinerlei Zeitgefühl). Auch das Lektoren-Team besteht aus drei sympathischen Kollegen/innen. Und dann ist da noch der Dachboden – der "Raum des Vergessens", wo die abgelehnten Manuskripte gesammelt und von Millie 'gerettet' werden – bis sie eines Tages dermaßen begeistert von einem dieser Werke (mit dem schönen Titel "Dein Herz in tausend Worten") ist, dass sie beschließt, kleine Passagen daraus in London zu verteilen.
"Ich spiele den guten Geist, der mit ein paar Wörtern Mut macht, zum Nachdenken anregt, lobt oder tröstet."
Der Autor der besagten Geschichte hingegen ist alles andere als begeistert davon und möchte unbedingt herausfinden, wer hinter dieser Aktion steckt, die ihn an sein persönlichstes Werk und an die schmerzhafteste Erfahrung seines Lebens erinnert.
Das Setting des charmanten Londoner Viertels Notting Hill ist prädestiniert für Romantik. Im Verlauf der Handlung erleben die Figuren natürlich eine Annäherung, wobei der Fokus deutlich mehr auf der persönlichen (Weiter-)Entwicklung der Charaktere als auf der sich langsam entspinnenden Liebesgeschichte liegt. Ein Highlight für mich waren die Nebenfiguren Rebecca (Millies extrovertierte und enorm charismatische Arbeitskollegin) und Coren (Williams bester Freund und Agent); auch die eigentümliche und voller Überraschungen steckende Mrs. Crane hat mich für sich eingenommen.
Es gibt ein paar wiederkehrende Elemente (Stichwort: Eule sowie der Obdachlose), die etwas märchenhaft bzw. bewusst unrealistisch inszeniert worden sind, der Story jedoch keinen Abbruch tun.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, die allesamt im Präsens geschrieben sind – zunächst lernen wir Millie (in der Ich-Form) kennen und lieben, später kommt die Sichtweise von William Winter, dem erfolgreichen Star-Autor, hinzu (in dritter Person) und abschließend übernimmt auch mal ein allwissender Erzähler die Perspektive, der Einblick in die Gedanken und Gefühle aller Figuren hat.
Fazit: Ich könnte mir sehr gut eine Verfilmung dieses leicht weltentrückten, mit einem Hauch zum (positiven) Kitsch neigenden Romans vorstellen. Klare Leseempfehlung für alle Fans von "Die fabelhafte Welt der Amélie".
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Ein wunderschöner Wohlfühlroman
Die Roseninsel von Anna Reitner
Liv ist Ärztin im Berliner Charité und sie ist am Ende ihrer Kräfte. Als sie eine Annonce entdeckt, das für die Roseninsel im Starnberger See eine Verwalterin gesucht wird, beschließt sie, eine Auszeit zu nehmen. Die Ruhe wird ihr guttun.
Als sie unter einem alten Dielenbrett ein altes Tagebuch entdeckt, welches sie in die Zeit vor hundert Jahren zurückführen, nimmt ihr Leben einen völlig neuen Lauf.
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Was für eine wunderschöne Geschichte. Sehr bewegend und berührend geschrieben. Ich mag es eh sehr gerne, wenn es auf zwie Zeitebenen spielt. Und die Zeit Ende des neunzehnten, Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts hat es mir historisch eh sehr angetan.
Eine sehr schöne geschrieben Geschichte, immer wieder gehen wir zurück in die Zeit der Könige in Bayern und auch das Setting am Starnberger See ist ein Traum.
Eine ganz bezaubernde Unterhaltung für laue Somernächte. Absolut empfehlenswert für alle, die doppelte Geschichte und alte Geheimnisse gerne mögen.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Eheprobleme oder Glücksroman ?
Sylt auf unserer Haut von Claudia Thesenfitz
Maya und Robert machen seit über zwanzig Jahren Urlaub auf Sylt. Maya ist gelangweilt, sie steckt in eine Ehe fest, in der sie mehr nebeneinander als miteinander leben.
Auf Sylt sind ein Kollege ihres Mannes mit Frau ihre Nachbarn und sie verbringen viel Zeit zusammen.
Als es zwischen Maya und Bernd, dem Kollegen von Robert, anfängt zu knistern muss sich Maya entscheiden.
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Also das Cover ist ein Hingucker, es macht Lust auf Urlaub, auf die Insel, aufs Meer. Die Geschichte liest sich sehr angenehm, ist aber wohl eher für das "reifere" Alter, ich mag es lieber, wenn die Protagonisten noch jünger sind. Aber trotzdem sind sie angenehm, auch wenn sich Maya mit ihrem exzessiven Weingenuss ein wenig unsympathisch gemacht hat. Davon halte ich nämlich gar nichts.
Ansonsten kam die Insel natürlich ganz gut weg, die Geschichte ist sehr leicht zu lesen. Angenehme Unterhaltung, auch wenn mit das Glücksgefühl ein wenig fehlte.
Rezensionen von yellowdog:
Hunde-Episoden
Meine Jahre mit den Hunden von Susanna Maria Rossmann
Der Untertitel „Aus dem Leben einer Hundesitterin“ verrät schon, dass das Buch aus eigenen Erfahru.ngen schöpft. Es sind einige kurze Episoden, in der die Autorin Susanna Maria Rossmann immer wieder verschiedene Hunde in Pflege nimmt. Zum Teil dann, wenn die Besitzer in Urlaub fliegen und den Hund nicht mitnehmen können, manchmal auch aus anderen Gründen.
Die einzelnen Geschichten zeigen verschiedene Erlebnisse dar, denn kein Hund ist wie der andere.
Da gibt es den furchtlosen Rottweiler oder einen schon alten, kranken Hund.
Es gibt kleine und große, einmal auch eine gestörte Hündin, aber überwiegend sympathische Hunde.
Auf eine relevante Rahmenhandlung wird verzichtet, so sind die Hunde immer im Mittelpunkt. Es gibt detaillierte Berichte über die Umstände und Eigenheiten der Hunde.
Potentielle Leser dieses Buches sollten also auch wirklich an Hunden interessiert sein.
Rezensionen von TheUjulala:
BUCH VERSCHLINGT LESER - Berührend, mitreißend und spannend wie ein Thriller
Der Junge, der das Universum verschlang von Trent Dalton
Dieses Buch zog schon mit seinem Cover im Adventskalender von Netgalley meine Aufmerksamkeit voll auf sich. Da ich in letzter Zeit nur fast ausschließlich Romance oder Romantasy lese, wollte ich gerne mal wieder das Genre wechseln. Der australische Journalist Trent Dalton debütiert mit diesem Roman sehr erfolgreich und es wurde schon in mehrere Sprachen übersetzt.
Mein Dank geht an den HarperCollins Deutschland Verlag und an Netgalley für das Rezensionsexemplar. Gelesen habe ich das Buch bereits im Dezember.
Coverbild
Das Cover ist schrill und bunt, geprägt durch knalliges Magenta bis hin zu Rot- und Blautönen. In der Mitte sitzt ein farbenprächtiger Türkisstaffelschwanz auf einem weißen Punkt, in dem das Zitat “Dein Ende ist ein Blauer Zaunkönig” steht. Jetzt weiß ich nicht, ob ein Türkisstaffelschwanz auch hierzulande Blauer Zaunkönig genannt wird, oder die Übersetzung nicht richtig ist, oder lediglich ein falscher Vogel abgebildet wurde. Der Türkisstaffelschwanz ist ein nur in Australien, vor allem in Queensland - wo sich diese Geschichte abspielt - beheimateter Vogel. In großen serifenlosen Lettern steht der Titel des Buches “Der Junge, der das Universum verschlang”. Leider wurde hier der Originaltitel “Boy Swallows Universe” nicht richtig übernommen. Denn gerade die Tatsache, dass der (Original) Titel nur aus drei Wörtern besteht, ist ein elementarer Bestandteil der ganzen Geschichte und ein sich durch den ganzen Roman ziehendes und wiederkehrendes und vor allem wichtiges Element.
Handlung
Eli Bell lebt mit seinem stummen Bruder August und seiner Mutter Francis bei Lyle, dem neuen Mann der Mutter und Elis Vaterersatz in Darra, einem Vorort von Brisbane in Queensland. In einer sozial schwachen Gegend, in der sich die Eltern mit Drogengeschäften über Wasser halten. Doch sein großes Vorbild und Vaterersatz ist der alternde “Slim”, Arthur Halliday, ein Exknacki, der wegen seinen mehrfachen Ausbruchversuchen zu einem zweifelhaften Ruhm gelangte. Elis großer Traum ist Journalist zu werden, weil er sich viele Details merken kann, auf viele Einzelheiten achtet. Mit dieser Fähigkeit drängt er sich bei den Geschäften seines Stiefvaters mit auf, was der Familie aber zum Verhängnis wird. Seine Mutter landet im Knast und Lyle ist verschwunden. Sein Bruder August und er gehen zurück zum leiblichen Vater, den von Panikattacken und Alkohol verlotterte Robert Bell. Eli kämpft sich weiter und will seinen Traum, Journalist zu werden, nicht aufgeben, vor allem nachdem er die Kriminalreporterin Caitlyn Spies kennen gelernt hat. Aber seine Vergangenheit holt ihn ein und alte Rechnungen wollen beglichen werden.
Buchlayout / eBook
Die Aufmachung des eBooks ist eher schlicht. Die 512 Seiten werden in 23 Kapitel aufgeteilt, die jeweils in mehrere Abschnitte durch ein Sternchen getrennt werden. Die Kapitel werden konsequent nur mit drei Wortsätzen in Versalien betitelt, bei dem der Satz immer mit “JUNGE” beginnt.
Idee / Plot
Trotz Gewalt, Dreck und Drogen lieben Kinder unvoreingenommen ihre Eltern, ihre Vorbilder, ihre Bezugspersonen. Auch wenn ihnen traumatische Erlebnisse zugeführt wurden, die sie unterbewusst in Ersatzbilder überführen müssen, um die seelischen Verletzungen ertragbar zu machen, um den Blick auf das Gute nicht zu verlieren. Der Glaube, dass das Verhalten der Peiniger aus Liebe zu ihnen geschieht ist die treibende Kraft, und wird von den Erwachsenen auch bewusst als Druckmittel eingesetzt.
Emotionen / Protagonisten
Der 11-jährige Eli ist mit seinem ein Jahr älteren Bruder August sehr eng verbunden. Beide wachsen in einer abgewrackten Umgebung mit einer ambivalenten Beziehung zum gewalttätigen Stiefvater auf. Aber in Elis kindlichen Unvoreingenommenheit und Naivität schaut er zu seinen Vorbildern auf, sucht in jedem Menschen das Gute und empfindet trotz alledem Liebe für seine Eltern. Mit seiner überbordenden Fantasie überlebt er den unterschwelligen Psychoterror nicht nur seines Ziehvaters sondern verdrängt damit auch seine traumatischen Erlebnisse aus seiner Kindheit. Genauso wie sein Bruder Gus, der beschlossen hat nicht mehr zu reden. Dieser nutzt autistische Verhaltensweisen, um sich von seinen traumatischen Erlebnissen abzuschotten.
Die Suche nach dem Guten in den Menschen, und der Überzeugung, dass auch schlechte Menschen Gutes in sich tragen, bzw. die Frage, wann der Punkt erreicht ist, bei dem ein guter Mensch böses tut, treibt den Jungen an weiter zu machen, selber Gutes zu tun.
Mich hat Elis Verwundbarkeit aber auch Stärke sehr beeindruckt. Seine anfängliche Situation tut einem als Eltern weh, die Gewalt, ob körperlich aber vor allem auch psychisch, die er erleiden musste, haben mich sehr bedrückt. Er erkennt, dass seine Fantasie sein Schutzschild ist und er trotzdem unbeirrt seinen Weg geht. Er beginnt sich abzunabeln, ohne abzustumpfen und verzweifelt nicht an seiner Situation, sondern schöpft immer neue Kraft daraus.
Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Am Anfang hatte ich Probleme in die Geschichte zu kommen. Das lag an den verworrenen Gedanken und Ausschnitten, die zunächst sehr zusammenhanglos erscheinen. Aber relativ bald kommt man in das Geschehen rein und beginnt den Faden aufzunehmen. Man durchlebt mit Eli seine Höhen und Tiefen. Die Geschichte nimmt immer mehr Fahrt auf, sei es emotional aber auch spannungstechnisch. Durch geschickte Rückblenden über das gesamte Buch hinweg puzzeln sich die einzelnen Handlungsstränge zusammen. Am Ende wird es sehr packend und gipfelt in einem Thriller ähnlichen Showdown.
Szenerie / Setting
Australien in den 80ern. Ich bin wahrscheinlich im ähnlichen Alter wie der Autor, und habe die Zeit gut vor Augen. Keine moderne Technik, das einzige Unterhaltungsmittel waren damals nur 3 Fernsehprogramme. Trostlosigkeit wird in Alkohol ertränkt. Ein perfektes Setting für diese Geschichte.
Sprache / Schreibstil
Trent Dalton benutzt einen sehr facettenreichen Stil. Streckenweise reihen sich elendig lange Schachtelsätze aneinander, die aber die verstrickten Gedankengänge des Jungen widerspiegeln. Daneben denkt Eli dann auch in Sätzen mit wenigen Worten, bis hin zu nur noch 3 Worten, bei denen er oft den Gedanken wiederholt, um ihn sich selber zu verdeutlichen. Es ist auch das wiederkehrende Element der Reduktion auf das Wesentliche, die Zusammenfassung eines Inhalts auf nur 3 Worte.
Die gesamte Geschichte erleben wir aus Elis Perspektive als Erzähler. Der Haupthandlungsstrang wird im Präsens dargestellt, die Rückblenden im Präteritum.
FAZIT
Ein in sich absolut gelungener, emotionaler aber auch spannender Roman, der einen berührt und mitreißt. Anfänglich hatte ich etwas Schwierigkeiten den Hauptfaden aufzunehmen, war aber dann von der gesamten Entwicklung ziemlich gefesselt.
Rezensionen von Streiflicht:
Bunt und berührend
Odo und der Beginn einer großen Reise: von Dayan Kodua
Als ich das erste Mal von diesem Buch gehört habe, habe ich mich sofort ein bisschen verliebt. Ich bin wahrlich kein Coverkäufer, aber in diesem Fall war ich sofort begeistert. Das Cover ist kindgerecht, farbenfroh und ansprechend. Und auch die Kurzbeschreibung der Geschichte hat mich sofort angesprochen.
Besonders mochte ich auch das Vorwort der Autorin Kirsten Boie, das mich sehr berührt hat. Es passt perfekt und ist so wahr. Ich finde es unglaublich wichtig, dass unsere Kinder schon ganz früh erfahren, dass jeder Mensch anders ist und vielleicht auch anders aussieht und das genau das das Schöne ist, das unsere Welt so bunt, vielfältig, lebens- und liebenswert macht.
Odo lebt mit ihrer Mama in Ghana und liebt das Leben in ihrem kleinen, wunderbaren Dorf. Man lernt sie und ihre Spielkameraden kennen. Dann erfährt sie, dass sie mit ihrer Mama zum Papa nach Deutschland auswandern soll. Das macht sie traurig… Wie Odo ihre Angst in den Griff bekommt, wie sie Abschied nimmt und endlich ihren Papa wieder trifft, das erleben alle großen und kleinen Leser live mit.
Ich mochte nicht nur die erzählte Geschichte, sondern auch die wunderbaren Illustrationen, die jede Seite so bunt machen und zum Entdecken und Erzählen einladen. Sie machen das Buch so herrlich rund und schön.
Auch das Nachwort und die vielen Infos hinten im Buch haben mir gut gefallen. Ich fand es spannend, dass in Ghana viele Kinder nach den Wochentagen benannt werden. Wusste ich gar nicht. Sollte ich demnächst mal eine Puppe verschenken wollen, werde ich eine Odo-Puppe kaufen! Die sind super!
Rezensionen von Streiflicht:
Gruselig und spannend
Die Nacht der Acht von Philip Le Roy
Dieses Buch hat mich von der Beschreibung her sehr neugierig gemacht und ich war sehr gespannt darauf, es zu lesen. Horror ist eigentlich nicht so mein Bereich, aber da es ein Jugendbuch ist, wollte ich es gerne versuchen. Zum Glück ist das Buch eher ein Krimi oder Thriller und hat mich gut unterhalten.
Ich fand es wirklich spannend zu lesen, was mit den Jugendlichen passiert und wie sich das Haus nach und nach auf gruselige Weise leert.
Einige haben ja kritisiert, dass das Buch nicht so realistisch ist und das mag auch stimmen, meinem Lesespaß hat das aber keinen Abbruch getan. Für mich müssen Bücher und vor allem Romane nicht immer bis ins Letzte realistisch sein. Auch wenn natürlich der Vorwurf bleibt, dass Jugendliche, die dieses Buch lesen, hier vielleicht das eine oder andere mitnehmen, das nicht so gut ist. Gerade am Ende… aber gut, mehr kann ich dazu nicht sagen, sonst muss ich spoilern.
Ich fand die Geschichte schlüssig und auch sehr spannend, an der einen oder anderen Stelle wäre es vielleicht gut, darüber zu reden, wenn Jugendliche dieses Buch lesen. Auch weil es um Themen wie Extremismus und Selbstmord geht.
Das Ende hat mich überrascht, aber ich fand, es passt zum Buch. Muss man nicht gelesen haben, sorgt aber für kurzweilige und unterhaltsame Lesestunden.











