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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von froschman:

Thriller aus dem 19. Jahrhundert

Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1) von Oliver Pötzsch

Der Grazer ehemalige Untersuchungsrichter Leopold von Herzfeldt wird zum Wiener Polizeiagenteninstitut versetzt, um dort seine Dienste zu verrichten. Da er Hochdeutsch spricht und jüdischer Abstammung ist, wird er von seinen neuen Kollegen nicht gut aufgenommen. Außerdem will er neue Untersuchungsmethoden einführen, die den eingesessenen Polizisten nicht geheuer sind.

Sein direkter Vorgesetzter ist ein eingefleischter Antisemit und macht ihm das Leben schwer. Obwohl brutale Mädchenmorde aufzuklären sind, wird Herzfeldt ins Archiv geschickt, um Fotos von möglichen Tätern zu durchforsten bzw. soll er einen Selbstmord untersuchen.
Am Zentralfriedhof in Simmering lernt er den schrulligen Totengräber Augustin Rothmayer kennen, der wegen seiner langjährigen Erfahrung mit Leichen zahlreiche Hinweise geben kann und gerade dabei ist, ein Handbuch für Totengräber zu schreiben. Es entwickelt sich langsam eine Zusammenarbeit zwischen den beiden.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Eine kleine historische Karte am Innendeckel des Buches ist von Vorteil, interessant sind auch die Landschaftsbeschreibungen.
Ich habe selten einen historischen Roman gelesen, der einen richtig fesselt. Pötzsch ist dies mit diesem Buch gelungen.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Tolle Story-Idee, die mehr Raum zum Entfalten gebraucht hätte

Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1) von Oliver Pötzsch

Ich bin sowohl hoffnungsvoll als auch völlig erwartungsfrei an die Lektüre dieses Romans herangegangen, denn ohne jegliches Wissen über den Inhalt zu haben, hatte hier ein Blick auf das edle, von funkelnden Gold- und Silberelementen durchzogene Cover gereicht, um meine Neugier zu wecken. Der Titel klang nach einer verheißungsvollen, spannenden Story und ich liebe Geschichten mit einem royalen Background, egal ob es sich dabei um Romantasy-Schauplätze oder um ein Setting in der realen Welt handelt.

Außerdem wollte ich schon seit Langem mal ein Buch aus der Feder von Valentina Fast gelesen haben, über deren Schreibstil ich (insbesondere im Hinblick auf ihre Secret-Academy-Reihe) bereits viel Positives gehört hatte.

Das Königreich Alandra, dargestellt auf einer Karte im Innencover, wird seit einem großen Krieg von zwei Königen/innen regiert, bei denen es sich stets um die mächtigsten Magieträger des Landes handelt. Ihre Fähigkeiten werden alle zehn Jahre in einem Wettkampf, dem Kronenkampf, ermittelt. Aktuell herrschen der Kupferkönig Theon und die Eisenkönigin Sadira einträchtig Seite an Seite. Es gilt, das Volk (das aus Eisernen, Kupfernen und normalen Menschen besteht) gegen Angriffe von monsterartigen Wesen zu schützen, die hinter der großen Mauer im Ostwald lauern. Jene Dämonen werden Dragen genannt.

Die junge Fiana, aus deren Perspektive in Ich-Form erzählt wird, ist die beste Freundin der Königstochter Ariana. Sie wuchs nach dem Tod ihrer Mutter im königlichen Palast auf und arbeitete sich von einer Küchenmagd bis zur Gesellschafterin hoch. Niemand ahnt, dass sie seit klein auf regelmäßig einen Schleierzauber über sich ergehen lässt, der sie unauffällig wirken lassen soll. Auf keinen Fall dürfte ihre wahre Identität bekannt werden. Ausgerechnet der charismatische Bruder des Kupferkönigs, Kayden, kommt hinter einen Teil von Fianas Geheimnis und enttarnt sie öffentlichkeitswirksam. Daraufhin bleibt ihr keine Wahl: Sie muss am direkt bevorstehenden Kronenkampf um die eiserne Krone teilnehmen und zahlreiche Prüfungen bestehen. Alternativ würde ihr in einem Ritual ihre magische Kraft entzogen werden - was bisher noch niemand überlebt hat. Zur Panik angesichts der Ausweglosigkeit ihrer Situation gesellen sich Beschämung und Wut, weil sie sich zuvor tatsächlich kurz der Hoffnung hingegeben hatte, Kaydens Interesse an ihr wäre aufrichtig gewesen. Doch selbst dann hätten sie keine wirkliche Chance gehabt - denn jeder in Alandra kennt das Gesetz: Nur Menschen haben die freie Wahl; für Eiserne und Kupferne hingegen würde eine gemeinsame Beziehung den sicheren Tod bzw. die Verwandlung in ein Monster bedeuten…

Im Nachhinein kann ich sagen: Ich habe den Roman sehr gerne gelesen, aber in meinen Augen hätte die Geschichte enorm davon profitiert, auf mehrere Bände aufgeteilt und dafür detaillierter erzählt zu werden. Es ist extrem viel Handlung in den Einzelband gequetscht worden, wodurch viele unheimlich interessante Elemente, die für sich allein schon so viel Ausschmückungs-Potential gehabt hätten, relativ schnell abgehandelt wurden und daher nur oberflächlich angerissen wirkten, was ich super schade fand. So hätte ich mir nicht nur intensivere Beschreibungen des titelgebenden Kronenkampfes (der trotz mangelnder Trainingserfahrung etwas zu glatt ablief) sowie der Reise durch Alandra gewünscht, sondern vor allem eine tiefgründigere Ausarbeitung der Storywelt und zum Teil auch der Figuren. Die verbindenden Elemente zeigen ganz klar, dass die Autorin sehr wohl erzählerisches Talent besitzt, ihr Schreibstil ist durchaus angenehm, weshalb ich mich gefreut hätte, wenn dieser kreativen Geschichte mehr Raum gegeben worden wäre. (Nicht tragisch, nur ein paar kleine Anmerkungen am Rande: Im 4. Kapitel wird Arianas Vertraute Dalia zwischendurch mehrere Male abwechselnd auch Delia genannt und im Laufe des Romans ist mir die häufige Wiederholung des Adjektivs 'faustgroß' aufgefallen. Zudem hat mich die Entwicklung der Enemies-to-Lovers-Story mehr überzeugt als der plötzliche Sinneswandel Dalias, den ich zwar guthieß, jedoch nicht nachvollziehen konnte. Warum entschloss sie sich gerade in besagtem Moment zu einem kompletten Verhaltenswechsel?)

Fazit: Nicht ganz so mitreißend wie erwartet. Aber auch wenn mir insgesamt die Tiefe fehlte, wurde es aufgrund der Handlungsvielfalt - jede Menge Action und mehrere verbotene Liebesbeziehungen - zumindest nie langweilig. Gerne vergebe ich 3 ½ Sterne.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Reihen-Auftakt entführt in eine außergewöhnliche Stadt

Catacombia, Band 1: Abstieg in die Tiefe. Ausgezeichnet mit dem Leipziger Lesekompass 2022! (Spannendes Fantasy-Abenteuer ab 10 Jahren) von R. L. Ferguson

Als sich Sam und sein Hund Einstein in der Untergrundstadt Catacombia wiederfinden, zögert der Dreizehnjährige keine Sekunde bei der Vorstellung, an diesem wundervollen Ort bleiben zu können - ein magische Stadt, die altes Wissen und neuste Technologien verbindet. Diese scheinbare Utopie bietet ihm ein komfortables Leben, zukunftsweisenden Fortschritt und sogar Zauberei.

Jedoch wollen Fanatiker den Frieden kompromittieren und Sam weiß schon bald nicht mehr, wem er noch trauen kann.

Mir ging es genau wie Sam: erstmal hatte ich keinen Durchblick und war überwältigt von den fortschrittlichen Errungenschaften - wie in einem Freizeitpark möchte man sofort alles erkunden. Catacombia ist eine Stadt, die auf erneuerbare Energien und Vorstellungskraft setzt, sowie Zukünftiges und Vergangenes durch Magie und Technologie vereint. Die Ideen sind für die jüngere Zielgruppe spannend umgesetzt und bedienen sich an vielen, bereits existierenden und beliebten Werken wie „Atlantis“ oder „Zurück in die Zukunft“ . Durch das schnelle Voranschreiten der Handlung und das zügige Abhandeln der unbekannten Begrifflichkeiten, - die unweigerlich in einer fremden Zivilisation auftreten - geht das Potenzial der wissbegierigen Leserschaft etwas verloren. Schreibstil und Charakterentwicklung konnten durchweg begeistern. Besonders Sam ist ein einfühlsamer Junge, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt.

Fazit: Abwechslungsreiches und spannendes Lesevergnügen, bis hin zu einem packenden Finale, das vielversprechend auf die weiteren Teile der Reihe blicken lässt. Wer gern Heldengeschichten über Außenseiter, fremde Welten und technologische Zukunftsvisionen liest, sollte sich seine eigene Meinung bilden. Steigt in die Tiefe und besucht selbst das magische Catacombia!

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Rezensionen von Schlafmurmel:

Alles Rum oder was

Rum oder Ehre von Carsten Sebastian Henn

Ein toller spannender Krimi, mit einem hauch Exotik auf Jamaikanische Art,
Der 72Jährige Martin, fliegt nach Jamaika, als sein bester Freund Lasse gestorben ist um nach seinen verschollenen Bruder zu suchen der vor 20 Jahren dort verschwunden ist und nicht mehr aufgetaucht ist.
Natürlich um den letzten Wunsch des verstorbenen Freundes zu erfüllen reist Martin genannt Kapitän eben nach Jamaika.

Dort angekommen findet er seine reizende Nichte Babe die mit allen Wassern gewaschen ist und auch noch eine Taxifahrerin ist unter anderem auch die sehr anziehende Polizistin Joanna. Auf der Suche nach seinem Bruder Christian geschehen immer sehr merkwürdige Dinge und es geschehen auch sehr viele Morde komisch oder? Je mehr Martin nach seinem Bruder sucht desto mehr Geheimnisse tun sich auf. In die Geschichte werden noch einige Tagebucheinträge von Christian eingebaut, sowie wunderbare Rezepte von Rum Mixgetränken und die Kunst von Rum zu brauen und einige Fremdwörter die rund um den Rum. Sehr interessant und lehrreich, man merkt der Autor hat sich sehr große Mühe gemacht zu recherchieren. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Die Morde werden mehr und welch eine Überraschung, sie enden in seinem Heimatland Flensburg, das Ende ist in Sicht und die Aufklärung naht.
Ein super Krimi fand ich, etwas witzig, spritzig und dennoch spannend. Mir persönlich haben die Rum Rezepte am besten gefallen

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Rezensionen von Anja:

einfach eine Spur drüber

Wie man seine Eltern richtig groß rausbringt (Eltern 6) von Johnson Pete

Eigentlich möchte Luis ins Fernsehen und die Menschen mit seinen Witzen unterhalten. Stattdessen geben seine Eltern ein Interview und werden plötzlich berühmt. Das hatte sich die ganze Familie so nicht vorgestellt…

Den ersten Band der Reihe fand ich total toll. Ich mochte die Kombination aus Spaß und ernsten Themen.

Dann habe ich erst wieder Band 5 gelesen, wo diese Mischung für mich nicht ausgewogen war.
Auch Teil 6 konnte mich leider nicht recht überzeugen.

Erneut empfand ich die Handlung als arg übertrieben. Luis zieht wieder alle Register, um seine Ziele durchzusetzen. Es wird kräftigt getrickst und gelogen. Dabei passiert natürlich wieder jede Menge Mögliches und Unmögliches – für mich insgesamt zu viel Chaos für die kurze Zeitspanne.
Dabei mag ich die Art und Weise, wie er seine Eltern als Geldgeber darstellt, die doch bitte ansonsten seinen Wünschen zu folgen haben, nicht. Diese Haltung zieht sich allerdings über weite Strecken durch das Buch.

Auch Luis Eltern sind wieder ziemlich schräg drauf und übertreiben für mich an etlichen Stellen ebenfalls. Ich finde es dadurch schwer, die Geschichte überhaupt ernst zu nehmen (auch wenn man das zu einem gewissen Grad natürlich auch nicht soll…).

Dabei gibt es durchaus auch diesmal ernste Themen, die in die schräge Handlung auf ihre typische übertriebene Weise eingewoben sind:
Beispielsweise dass die inneren Werte mehr zählen als das Äußere.
Zudem geht es um Freundschaft, Loyalität, und kleine Probleme in der ersten Beziehung.
Und letztlich stellt Luis dann doch auch fest, dass nicht alles Mist ist, was seine Eltern ihm zu vermitteln versucht haben, während auch seine Eltern wieder Luis’ Talente zu schätzen lernen.
Einen gewissen Entwicklungsprozess gibt es also glücklicherweise auch diesmal.

Die Sprache ist einfach gehalten und damit kindgerecht. Die Tagebuchform mit den vielen kurzen Einträgen, in denen Luis seine Leser/innen direkt anspricht, ist ansprechend. Und natürlich erzählt Luis auch wieder jede Menge Witze.

Fazit

Während ich Luis im ersten Band noch mochte, empfinde ich ihn hier erneut als zu übertrieben und die Handlung mit zu vielen chaotischen Ereignissen überfrachtet. Luis zieht vieles ins Lächerliche, lügt und trickst, wo er nur kann. Besonders gestört haben mich Luis’ extrem dargestellten Denkmustern (=Eltern als Taschengeldgeber), die doch etwas fragwürdige Werte vermitteln.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein absoluter Dino-Schatz

Der Ravensburger Dinosaurier-Atlas - eine Zeitreise zu den Urzeitechsen von Anne Rooney

Als ich vor ein paar Tagen eine recht große, schwere Buchsendung bekam, war ich schon überrascht, dass sich darin der „Ravensburger Dinosaurier Atlas“, der mit seinen Maßen von ‎26.2 x 2.2 x 28.4 cm ein übergroßes Format und durch die Doppelseiten ein ordentliches Gewicht hat, zum Vorschein kam.

Mit seinem Gewicht und den Ausmaßen hatte ich nicht gerechnet. Ich bin absolut positiv überrascht. Sofort aufgefallen ist mir aber, dass man mit den Seiten, die nicht allzu stabil sind, vorsichtig umgehen muss, um sie nicht zu beschädigen.
Das Cover mit 5 verschiedenen Echsenarten bietet nicht nur etwas für´s Auge. Beim streichen mit den Fingerspitzen über die Vorderseite wird auch der Tastsinn angesprochen. Ein absoluter Hingucker.

Mit diesem Buch hat Anne Rooney ein Werk mit erschaffen, das jeden kleinen und auch großen Dinosaurier-Fan begeistern wird.

Das Sachbuch erklärt auf den ersten Seiten, in welchem Zeitalter die Dinos lebten und wann ihre Zeit zu Ende war. Unterteilt nach Kontinenten werden die verschiedensten Arten, viele davon waren mir bis hierher noch kein Begriff, vorgestellt. Fast alle Seiten lassen sich ausklappen, so dass extra große Schaubilder entstehen. Außerdem gibt es viele kleine und größere Klappen, die unter z.B. dem Giganotosauruskopf das Skelett dazu zeigen.
Die vielen Zeichnungen der Dinosaurier sind von James Gilleard eher einfach gestaltet. Die graphische Umsetzung wirkt insgesamt sehr modern. Trotzdem werden die Verschiedenartigkeiten sehr gut sichtbar. Auch verschiedene Fotos finden sich im Buch.
Zu den Bildern, Illustrationen und Grafiken gibt es kleine Texte, die die verschiedenen Dinge noch mal ausführlich erklären.

Es gibt so Vieles zu entdecken in einem Land, wo vor über 200 Millionen Jahren diese Urechsen lebten. Hier werden nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, ganz bestimmt ihre Freude dran haben.

Als Altersempfehlung wird 7 Jahre angegeben, was ich wegen der riesigen Informationsflut fast etwas zu früh finde. Zusammen mit einem Erwachsenen wird das Buch aber bestimmt zu einem großen Lese- und Lern-Abenteuer – für Beide. Ich werde es mit unseren Enkeln bestimmt sehr oft anschauen – und immer noch etwas dazu lernen.

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Rezensionen von Claudia R:

turbulent, humorvoll ...

Der Ravensburger Dinosaurier-Atlas - eine Zeitreise zu den Urzeitechsen von Anne Rooney

Klappentext / Inhalt:

Das hätte Wally nie gedacht! Er wollte sich doch eigentlich nur ein Tatz-O-Gramm von Winnie Wombat holen, dem besten Zehnkämpfer der Welt. Doch dann hat man ihn mit Winnie verwechselt und nun muss er selbst als Athlet bei den Olympischen Spielen antreten. Wally kann zwar schnell rennen, aber Hochsprung …? Kugelstoßen …? Wie soll das gutgehen? Außerdem ist sich Wally sicher, dass sein Konkurrent, der Nasenaffe Marvin, irgendetwas im Schilde führt.

Jetzt braucht Wally wirklich viel Glück!
Ein spannendes und super witziges Tierabenteuer, das nicht nur Sportbegeisterte zum Lachen bringt.
Mit hohem Bildanteil und kurzen Dialogen besonders geeignet zum ersten Selbstlesen oder Vorlesen für alle Jungen und Mädchen ab 7 Jahren.
Mit vielen farbigen Illustrationen von Leonard Erlbruch.

Cover:

Das Cover wirkt energiegeladen, lebendig und sportlich. Mehrere Tiere auf einer Tartanbahn beim Schnelllauf sind erkennbar. Bunt und sehr vielfältig überzeugt das Cover durch seine optische und zeichnerische Gestaltung.

Meinung:

Eine wunderschöne, spannende, liebevolle und humorvolle Geschichte. Eigentlich möchte Wally Wombat nur ein Tatz-o-Gramm von seinem Idol Winnie Wombat haben, den besten Zehnkämpfer aller Zeiten. Doch als er versucht dieses zu bekommen, läuft alles schief und plötzlich steht Wally, statt Winnie, auf dem Sportplatz und soll dort Winnie vertreten. Ob ihm das gelingen wird?

Zu viel vom eigentlichen Inhalt möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, das lest am Besten selbst.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. Die Textabschnitte haben eine angenehme Länge, jedoch sollten die Selbstloser schon ein wenig geübter sein, da für Erstleser, die Textpassagen, dann vielleicht doch ein wenig lang sind. Es eignet sich sehr gut zum Vorlesen, aber auch zum Selbstlesen für geübtere Leser. Die Schriftgröße ist gut gewählt und auch die Kapitellängen sind sehr angenehm.

Wally ist einfach fantastisch. Kämpferisch, mutig und selbstbewusst stellt er sich den Dingen, die da kommen. Mir war Wally durchweg sympathisch und auch die anderen Charaktere sind sehr gut durchdacht und sehr liebevoll gestaltet. Das Buch wirkt sehr lebendig, sportlich und überzeugt durch die richtige Portion an Spannung, Charme und Humor.

Toll sind auch die bunten Zeichnungen im Buch, welche die Geschichte zusätzlich unterstützen und das Ganze perfekt abrunden. Die schönen Bilder laden zum Anschauen ein und veranschaulichen das Gelesene.

Eine turbulente, etwas chaotische, aber auch sehr spannende und humorvolle Geschichte, die, durch sympathische Charaktere und wunderschöne Zeichnungen, überzeugt.

Fazit:

Sportlich, turbulent und humorvoll, eine Geschichte für kleine Leser ab 7 Jahren, die hier sehr gut unterhalten werden.

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Rezensionen von KimVi:

Konnte mich leider nicht überzeugen

Eine Frau bei 1000° von Hallgrímur Helgason

Die 80-jährige Herbjörg Maria Björnsson ist aus dem Altersheim getürmt und verbringt die letzten Tage ihres Lebens in einer Garage. Lange wird es wohl nicht mehr dauern, denn Herbjörg ist vom Krebs zerfressen. Sie wird vom Pflegedienst betreut und vertreibt sich ihre verbliebene Zeit im Internet.

Dabei verdreht sie mit gefakten Profilen Männern den Kopf oder spioniert ihrer Familie hinterher. Außerdem bucht sie schon einmal den Termin für ihre eigene Einäscherung. Dann beginnt sie, in Gesellschaft einer alten Handgranate, ihr Leben Revue passieren zu lassen...

Herbjörg Maria Björnssons Geschichte wird in der Ich-Form erzählt. Dabei stellt man sich allerdings keinen Moment vor, am Bett einer alten, netten Dame zu sitzen und ihren Erinnerungen zu lauschen. Denn Herbjörg stellt von Anfang an klar, dass die keine nette alte Dame ist. Zu erzählen hat sie allerdings viel, denn Herbjörg hat einiges erlebt. Der Zweite Weltkrieg hat ihr Leben entscheidend geprägt. Und so springt sie bei ihrer Erzählung durch Zeiten und Länder. Manchmal kann man ihr nur schwer folgen, denn einen roten Faden, der durch die Handlung führt, sucht man leider vergeblich. Sie spricht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Dabei hat man manchmal das Gefühl, dass ein Mann diese Geschichte erzählt, denn Herbjörgs Ausdrucksweise ist oft derb und wenig damenhaft. 

Gerade die Aussicht, dass eine grantige alte Frau, die mit einer Handgranate in einer Garage lebt und sogar den Termin ihrer eigenen Einäscherung selbst vereinbart, unverblümt aus dem Nähkästchen des Lebens plaudert und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt, hat mich an diesem Buch gereizt. Denn ich habe vor einigen Jahren "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" von Hallgrimur Helgason gelesen und war von dem tiefschwarzen Humor, mit dem der Profikiller Toxic durch die Geschichte führt, begeistert. Das, zumindest in ähnlicher Form, hatte ich mir von Herbjörgs Schilderungen auch erhofft.

Meine Erwartungen wurden allerdings nur bedingt erfüllt, denn leider wurde ich mit der Hauptprotagonistin überhaupt nicht warm. Deshalb habe ich ihre Erzählung auch eher distanziert betrachtet. Der Schreibstil konnte mich bei diesem Buch leider auch nicht überzeugen. Die Geschichte wirkte auf mich viel zu sprunghaft und ausschweifend erzählt, um mich fesseln zu können. Obwohl Herbjörg wirklich viel erlebt hat, habe ich schon bald das Interesse verloren. Ich habe zwar bis zum Schluss durchgehalten, da ich immer die Hoffnung hatte, dass mich dieses Buch noch "packt", doch diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt. 

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Rezensionen von manu63:

Nichts für schwache Nerven

Der Blutkünstler von Chris Meyer

Der Blutkünstler ist der Auftaktband zur Tom Bachmann Reihe des Autors Chris Meyer. Tom Bachmann ist Profiler und sein Hauptgebiet ist die Suche nach Serienkillern und Psychopathen. Im ersten Band geht es um einen Serienkiller der Frauen foltert, bevor er sie tötet und die Leichen zu einem Kunstwerk gestaltet.

Der Schreibstil ist flüssig und durch Rückblenden erfährt der Leser immer mehr zu den Charakteren. Das Team rund um Tom Bachmann ist facettenreich und interessant. Die Schilderungen der Folterungen durch den Blutkünstler sind nichts für schwache Nerven, der Autor beschreibt sie mit blutigen Details. Die einzelnen Handlungsstränge werden am Ende des Buches gut zusammengeführt und bieten einen interessanten Rahmen für weitere Bände der Reihe. Der Täter wird zum Schluss identifiziert, allerdings liefert das Drumherum interessante Aspekte in Hinblick auf das Seelenleben von Tom Bachmann und seinen weiteren Lebensweg.

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Rezensionen von nil_liest:

Gehör schenken und echte Wahrnehmung zulassen

Drei Kameradinnen von Shida Bazyar

Der Roman beginnt mit einer Zeitungsmeldung in dem Saya zur Täterin eines Brandanschlags verurteilt wird. Dann tauchen wir ein und es beginnt mit drei Freundinnen, die auf einem Dach sitzen in der Nacht, zeitlich kurz nach dem Anschlag aber noch vor dem Druck der vorangegangenen Meldung. Dort sitzen sie: Hani, die wütende Saya und die Ich-Erzählerin Kasih.

Drei Freundinnen, ja drei Kameradinnen. Wem der Titel geläufig ist und ihn eher ins Jahr 1936 verortet, liegt richtig, denn Erich Maria Remarque hat einen Roman mit exakt diesem Titel geschrieben. Eine Ehrung der Autorin an dieses immer noch sehr starke Buch auch wenn es mehr als 80 Jahre alt ist? Ich weiß es nicht, kann es nur vermuten.
Nun zurück zu den Dreien auf dem Dach: Gemeinsam aufgewachsen sind sie in „der Siedlung“ am Rand einer deutschen Stadt und sie eint die Ungerechtigkeit, sie eint der alltägliche Rassismus. Die Dynamik untereinander ist spannend, denn das verbindende Element des Alltagsrassismus ruft in jedem andere Reaktionen hervor, bezeugt andere Erlebnisse und es werden Wunden und Reibungen mit der Gesellschaft unterschiedlichster Art offengelegt.
Neben dem sehr zentralen Thema des Rassismus, dass die starke politische Komponenten in seiner gesellschaftlichen Dimension aufzeigt, geht es im Kern um diese drei Freundinnen. Der Roman beleuchtet, wie der Umgang untereinander ist, dass die Summe der Einzelnen erst ihre Freundschaft ausmacht.
Spannend ist es wie Shida Bazyar literarisch aufarbeitet was in Deutschland bittere Realität ist. Aber eben nur literarisch und mit Abstand, hier werden Akte des rechten Terrors wiedergegeben, sind Nahe an den echten Geschehnissen dran, aber hat keine Deckung mit der Realität! Das gibt noch einmal einen frischen Blickwinkel auf das Unsägliche auf eine fiktive Art.
Dieser Roman ist ein starker toll geschriebener Text, der viel Wucht hat und sich Gehör verschaffen will. Es will raus und ist wie ein einseitiger Dialog, was zunächst paradox erscheint – eine ungewohnt Perspektive, die bereichert trotz der vielen Wut. Aber es gibt auch aufheiternde Elemente, wenn man sich plötzlich skurriler Weise in Bärbel Schäfers Talk Show-Format aus dem letzten Jahrhundert wiederfindet. Daher keine Sorge, kein schweres Werk!
Ihr seht: mannigfaltig, gut geschrieben, lesenswert!

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