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Rezensionen von Miro76:

Eine Ehe vor dem Abgrund

Der Brand von Daniela Krien

Rahel und Peter sind seit vielen Jahren verheiratet. Ihre Kinder sind erwachsen, die Tochter selbst schon Mutter, der Sohn angehender Gebirgsjäger. Ihre Familie hat sich wieder auf die beiden als Paar reduziert. Ihre Liebe ist ihnen im Alltag abhanden gekommen. Sie schlafen nicht mehr im selben Zimmer und seit einiger Zeit auch nicht mehr miteinander.

Peter scheint das nichts auszumachen. Er war schon immer sehr introvertiert, eher ein Kopfmensch, dem seine Triebe nicht so wichtig sind. Doch Rahel leidet darunter. Sie versucht ihren Körper straff zu halten, weiß aber, dass ihre Tage als schöne Frau vorbei sind.

Ihren ersten Corona-Sommer wollten die beiden in einer Hütte in den Bergen verbringen, doch wie es der Zufall will, werden sie das Haus einer Freundin in der Uckermark hüten und deren Tiere versorgen.

So stehen die beiden vor völlig neuen Aufgaben und stellen fest, dass ihnen das Landleben gefällt. Anfangs schleichen sie umeinander, gehen sich aus dem Weg und suchen doch immer wieder das Gespräch.

Ihre Ehe scheint unrettbar und als Leserin hatte ich das Gefühl, die Einsamkeit der Uckermark wird den Abgrund zwischen ihnen noch verstärken.

Doch ihre Ehe hätte nicht so lange gehalten, wenn sie sich nicht immer aufeinander verlassen könnten, ehrlich miteinander umgehen, auch wenn es nicht immer der einfachste Weg ist und sich Raum geben, wenn es nötig ist.

Das Buch scheint mitten aus dem Leben gegriffen. Ihre Probleme sind stellvertretend für viele Paare, die versuchen ihr Leben gemeinsam zu verbringen. Eine Ehe verläuft nicht linear und Daniela Krien zeigt auf, wie es laufen kann, wenn man bereit ist, für den Erhalt etwas zu tun, um einen geliebten Menschen zu kämpfen.

"Der Brand" liest sich fast wie von selbst. Es passiert nichts dramatisches, es ist aber auch nicht langweilig. Die Geschichte ist so durchschnittlich, wie ein ganz normales Leben und das macht sie wieder besonders. Manche werden sich darin finden, andere nicht und wieder andere sehen vielleicht ihre Eltern darin.

Die Geschichte ist gänzlich unaufgeregt. Aber dadurch hat sie mich emotional nicht berührt. Das Buch hat mir gefallen, mitgerissen hat es mich nicht. Daher vergebe ich 4 Sterne.

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Rezensionen von Miro:

Eine Ehe vor dem Abgrund

Der Brand von Daniela Krien

Rahel und Peter sind seit vielen Jahren verheiratet. Ihre Kinder sind erwachsen, die Tochter selbst schon Mutter, der Sohn angehender Gebirgsjäger. Ihre Familie hat sich wieder auf die beiden als Paar reduziert. Ihre Liebe ist ihnen im Alltag abhanden gekommen. Sie schlafen nicht mehr im selben Zimmer und seit einiger Zeit auch nicht mehr miteinander.

Peter scheint das nichts auszumachen. Er war schon immer sehr introvertiert, eher ein Kopfmensch, dem seine Triebe nicht so wichtig sind. Doch Rahel leidet darunter. Sie versucht ihren Körper straff zu halten, weiß aber, dass ihre Tage als schöne Frau vorbei sind.

Ihren ersten Corona-Sommer wollten die beiden in einer Hütte in den Bergen verbringen, doch wie es der Zufall will, werden sie das Haus einer Freundin in der Uckermark hüten und deren Tiere versorgen.

So stehen die beiden vor völlig neuen Aufgaben und stellen fest, dass ihnen das Landleben gefällt. Anfangs schleichen sie umeinander, gehen sich aus dem Weg und suchen doch immer wieder das Gespräch.

Ihre Ehe scheint unrettbar und als Leserin hatte ich das Gefühl, die Einsamkeit der Uckermark wird den Abgrund zwischen ihnen noch verstärken.

Doch ihre Ehe hätte nicht so lange gehalten, wenn sie sich nicht immer aufeinander verlassen könnten, ehrlich miteinander umgehen, auch wenn es nicht immer der einfachste Weg ist und sich Raum geben, wenn es nötig ist.

Das Buch scheint mitten aus dem Leben gegriffen. Ihre Probleme sind stellvertretend für viele Paare, die versuchen ihr Leben gemeinsam zu verbringen. Eine Ehe verläuft nicht linear und Daniela Krien zeigt auf, wie es laufen kann, wenn man bereit ist, für den Erhalt etwas zu tun, um einen geliebten Menschen zu kämpfen.

"Der Brand" liest sich fast wie von selbst. Es passiert nichts dramatisches, es ist aber auch nicht langweilig. Die Geschichte ist so durchschnittlich, wie ein ganz normales Leben und das macht sie wieder besonders. Manche werden sich darin finden, andere nicht und wieder andere sehen vielleicht ihre Eltern darin.

Die Geschichte ist gänzlich unaufgeregt. Aber dadurch hat sie mich emotional nicht berührt. Das Buch hat mir gefallen, mitgerissen hat es mich nicht. Daher vergebe ich 4 Sterne.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Eine dramatische Zugfahrt

3 1/2 Stunden von Robert Krause

Der historische Roman dreht sich um den 13. August 1961, dem Tag des Mauerbaus. Reisende sind mit dem Interzonenzug von München auf dem Weg nach Ost-Berlin und erfahren über das Radio von dem Bau der Grenzsperrung. Nun bleiben ihnen noch Dreieinhalb Stunden, zu entscheiden, ob sie vorher aussteigen und im Westen bleiben, oder nach Osterberlin weiterfahren und nicht zurück können.

Ein Buch, das die innere Zerrissenheit des Landes und der Protagonisten auf dramatische Weise erfahrbar macht.

Als Leser ist man den Protagonisten einen Schritt voraus. Man weiß, dass diese Mauer 28 Jahre lang bestehen wird und es sich nicht um eine vorübergehende Maßnahme zur Grenzsicherung handelt. Ohne dieses umfassende Wissen müssen die Protagonisten eine lebensverändernde Entscheidung treffen: gewohnte Sicherheit oder ungewisse Freiheit? Freunde, Familie, Liebe oder eine berufliche Zukunft? Dabei sind die Protagonisten sehr unterschiedlich: ein älteres Ehepaar, dessen Sohn im Westen lebt; eine freiheitsliebende Band, die ihre Erfolge jedoch im Osten feiert; Marlis und Gert, die sich lieben, aber nicht die selben Ansichten teilen oder Edith, die erste Lokführern der DDR, die große Träume hat.

Eine spannend umgesetzte Idee, die Kapitelweise aus der Sicht verschiedener Protagonisten, mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensweisen, erzählt und näher beleuchtet, welche Argumente und Gegenargumente es überhaupt in so einer Situation zu durchdenken gab. Hier lag meiner Meinung nach die Stärke und historische Relevanz der Thematik, die Robert Krause authentisch erdacht hat. Die Zeit schreitet unbarmherzig voran. Dieser Druck macht den Reiz aus, bringt mehr Dynamik ins Geschehen und es bleibt spannend, wie sich jeder am Ende entscheidet.

Ein historisch authentisches Buch über schicksalshafte Entscheidungen, das die Frage aufwirft: Wie hättest du dich entscheiden? Der Erzählstil funktioniert in meinen Augen besser als Drehbuch, weil in einer verhältnismäßig kurzen Geschichte zu viele Personen unterkommen mussten. Unabhängig vom Format, möchte ich die Geschichte aber jedem ans Herz legen.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat mich gut unterhalten

3 1/2 Stunden von Robert Krause

Zum Inhalt:
Aurelie und Andre sind seit einem Jahr zusammen und eigentlich möchte Andre Aurelie endlich die Frage aller Fragen stellen, am besten am Valentinstag. Doch es ist wie verhext, immer kommt etwas dazwischen. Als Aurelie wegen einer Verwechslung einen Sternekoch näher kennen lernt, ist Andre förmlich rasend vor Eifersucht und das hat er so noch nie erlebt.

Meine Meinung:
Das war mal so ein richtig nettes und unterhaltsames Buch, wobei ich dieses nicht gelesen sondern gehört habe. Die Protagonisten fand ich klasse, die ganzen, zum Teil lustigen Begebenheiten, die dann zu immer größerer Eifersucht bei Andre führten, haben mich sehr amüsiert. Das Hörbuch wurde von einem Sprecher und einer Sprecherin gelesen, die jeweils das Erleben von Aurelie und Andre verkörperten und das war auch richtig gut passend. Nur ein Sprecher oder Sprecherin wäre sich nicht so gut gewesen.
Fazit:
Hat mich gut unterhalten

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Rezensionen von brauneye29:

Hinterlässt mich ein wenig verwirrt

Unsichtbar im hellen Licht von Sally Gardner

Zum Inhalt:
Celeste wacht in einem Kostümkorb in der königlichen Oper auf. Was ist passiert? Was will der Mann im smaragdgrünen Anzug von ihr, der ihr ein sonderbares Spiel vorschlägt. Und wieso nennen alle hier sie Maria? Schon bald merkt Celeste, dass hier ein Spiel gegen die Zeit läuft. Wird sie schaffen, die Aufgaben zu erledigen und die geliebten Menschen zu retten?
Meine Meinung:
Das Buch hat mich ungeheuer verwirrt.

Ich habe besonders in den ersten hundert Seiten so ein Gefühl gehabt, dass ich überhaupt nicht mitkriege, was da eigentlich passiert. Irgendwann habe ich dann aufgegeben, darüber nachzudenken und dann wurde es deutlich besser und ich konnte die Geschichte schon genießen, bin aber dennoch auch am Ende immer noch ein wenig verwirrt. Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen, das Buch liest sich von der Seite her extrem gut.
Fazit:
Hinterlässt mich ein wenig verwirrt

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Rezensionen von April1985 :

Ein Tag auf dem Bauernhof

Meine Schiebebahn-Pappe: Fahr mit auf dem Bauernhof von Julia Klee

Schauen, Staunen und schieben! Meine 2-jährige Tochter ist begeistert von dem kleinen Pappbilderbuch aus der "Fahr mit! Reihe". Wir haben zwar schon einige Bauernhof-Bücher daheim, allerdings keines, bei dem mein Töchterchen aktiv am Hof mitarbeiten kann. Und genau dieser Aspekt macht das Ganze so besonders.

Den Kindern wird spielerisch der Alltag am Hof nähergebracht. Welche Aufgaben fallen an? Welche Tiere müssen versorgt werden? Wie kommt die Milch in den Karton? Fragen, die spielerisch beantwortet werden.

In der Früh mäht Bäuerin Frieda frisches Gras für die Kühe. Der Milchmann holt die frisch gemolkene Milch ab und Bauer Franz kann auch ganz gut Hilfe auf dem Feld gebrauchen. Mittels zahlreicher Schiebeelemente lassen sich die diversen Fahrzeuge und Landmaschinen quer über die Buchseiten fahren. Die dicken beschichteten Pappseiten wirken dabei sehr robust und ich denke, dass wir länger eine Freude mit dem Buch haben werden.

Ganz toll sind im übrigen auch die bunten Illustrationen, welche die kleine Geschichte von Bauer Franz und seiner Familie bildhaft wieder gibt. Der Text dazu ist sehr einfach und altersentsprechend gehalten. Ich würde sagen ab ca. 1,5 Jahren. Also absolut Top!

Von uns gibt's auch für diesen Band der "Fahr mit!"-Reihe eine absolute Empfehlung!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eine wunderbare Liebesgeschichte

Wenn jedes Wort nur Liebe ist von Lotte R. Wöss

Clea hat an ihrem 5. Hochzeitstag mit ihrem Mann Jonas etwas ganz besonderes vor. Bei einem tollen Menue will sie das Thema Kinder ansprechen. Aber es kommt alles ganz anders. Jonas, engagierter Chirurg, kommt mal wieder eine Stunde zu spät nachhause; gegessen hat er auch schon. Und dann erklärt er ihr auch noch, dass er eine andere Frau kennengelernt hat, die besser zu ihm passt, packt seine Koffer und verschwindet.

Clea ist tief verletzt. Ihre beste Freundin Luise, die sie nur "Lulu" nennt und die ihren Lars über eine Dating-Plattform gefunden hat, meldet Clea bei Tinder an. Was Clea hier alles erlebt ist lesenswert. Nur der Richtige ist leider nicht dabei. Ihr reißt der Geduldsfaden und in ihrer Wut steigt sie aufs Brückengeländer über dem Fluss in der Stadt und pfeffert ihr Handy in die Fluten.
Emil Sternberg hält die Aktion für eine Kurzschlusshandlung und denkt Clea will springen. Kurzentschlossen reißt er sie vom Geländer und Clea spürt in seinen Armen sofort, dass sie sich ihm so nahe fühlt, wie selten Jemandem vorher. Sie verbringen einen Abend und eine fantastische Nacht zusammen – und am nächsten Morgen ist Emil weg.


Beim Lesen der Geschichte habe ich immer wieder gedacht, hier wäre Reden Gold und nicht Schweigen. Aber Clea hat einfach den richtigen Mumm, greift ein und vor allem bestärkt sie ihren Emil, der stark unter einem Handycap leidet.

Lotte R. Wöss ist ein sehr einfühlsames Buch gelungen. Ich msste einfach immer weiterlesen um zu erfahren: kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht? Wäre natürlich blöd gewesen, wenn es kein Happy End gegeben hätte. So gibt es ein paar Momente, bei denen bei mir ein paar Tränchen gekullert sind.

Ihre Personen stattet die Autorin mit den verschiedensten Attributen aus, die sie in der Geschichte unvergleichlich machen. So habe ich die qirlige Lulu mit ihrer dauernd wechselnden Haarfarbe immer noch vor Augen. Die meisten der Menschen, die ich hier kennenlerne, sind mir sympathisch. Allen voran Clea, die eine so herzliche und herzerfrischende Art hat, mutig und tatkräftig ist, aber auch sehr verletzlich. Und auch Emil mochte ich ab der ersten Begegnung. Naja, Cleas Mutter möchte ich nicht unbedingt haben und auch Emils Cousin hat lange gebraucht bis ich ihn akzeptiert habe.
Sie baut auch immer wieder neue Wendungen ein und ich erlebe mich auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle und Emotionen. Ich liebe und leide mit Clea und auch mit Emil mit.

Da Clea einen Buchladen führt und Emil, wie mein Sohn, als Schreiner arbeitet, habe ich mich als Leserin in der Geschichte sofort wohl und angekommen gefühlt. Der Schreibstil ist leicht und eingängig und die Seiten fliegen nur so dahin. Leider war das Buch für meinen Geschmack viel zu schnell ausgelesen und die Geschichte leider vorbei.

Ein wunderbares Buch voller Emotionen und Gefühl, das mich sehr gut unterhalten hat. Von mir bekommt „Wenn jedes Wort nur Liebe ist“ eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Natalie:

Berlin in der Nachkriegszeit und zwei starke Frauen

Stunden des Aufbruchs von Nina Konstantin

Wir begleiten die 19-jährige Charlotte ins Berlin der 1950ger Jahre. Charlotte musste schon früh als Waise für sich selber sorgen. Die Aufnahme bei ihrer Tante und ihrem Onkel ist geprägt von Ausbeutung als Arbeitskraft und sexueller Bedrängung durch ihren Onkel.
Als sie schließlich wegläuft, wird sie von einem amerikanischen Offizier aufgenommen.

Zwischen ihnen entwickelt sich zuerst eine Freundschaft, welche schließlich in Liebe übergeht. Um den GI bei der Aufklärung eines Mordfalls zu helfen, nimmt sie Arbeit im Midnight, einem Tanzlokal an. Vera, die Besitzerin, traut Charlotte anfangs nicht wirklich viel zu. Bald merkt aber auch sie, dass Charlotte viele Talente besitzt, die sie für den weiteren Erfolg ihres Midnights nutzen möchte.
Immer öfter steht Charlotte zwischen den Interessen von Vera und ihrem GI. Aber auch ihre eigenen Interessen schwanken und sie merkt, dass sie nicht allem gerecht werden kann. Auch das Geheimniskrämerei sowohl vor dem Offizier als auch vor Vera kann nicht auf Dauer funktionieren. Zudem Vera in dunklere Machenschaften verwickelt ist, die auch vor Charlotte nicht halt machen…

Der Roman nimmt den Leser ein Jahr im Leben der beiden Frauen mit. Ein Jahr, in dem Berlin nicht nur immer noch mit den Folgen des Krieges zu kämpfen hat, sondern auch ein geteiltes Berlin ist, immer noch Besatzungen vor Ort sind, gleichzeitig aber auch ein Aufschwung zu spüren ist und sich viel verändern wird.

Die Autorin schafft es meiner Meinung nach sehr gut, das Nachkriegsleben in Berlin darzustellen. Die Charaktere sind im Wesentlichen sehr greifbar, wenngleich auch nicht immer sympathisch. Vor allem Charlotte durchlebt in diesem Jahr eine große Entwicklung.

Mich persönlich konnte der Roman im ersten Drittel am meisten fesseln, je näher das Ende kam, umso vorhersehbarer wurden einige Handlungen. Auch manche Charakterzüge bzw. Verhaltensweisen von einzelnen Protagonisten waren mir etwas zu überzogen und nicht immer authentisch.

Trotz kleiner Kritikpunkte war das Lesevergnügen über weite Strecken gegeben und ich bin gern mit Charlotte durchs Berlin 1951/52 gereist.

Von mir gibts 4 Sterne.

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Rezensionen von Tara:

Ein weiteres Abenteuer mit Kasimir und seinen Freunden

Auf fliegender Mission 4 - Malas geheime Insel von Lutz Kucher

„Auf fliegender Mission – Malas geheime Insel“ ist bereits der vierte Band der Kinderbuchreihe des Autors Lutz Kucher für junge Leser ab acht Jahren, in der es um Umweltthemen geht. Das Anliegen des Autors ist es seine Leser auf wichtige Themen aufmerksam zu machen und sie dazu zu ermutigen, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

Die einzelnen Bände lassen sich unabhängig voneinander lesen, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind und es vorweg eine kurze Zusammenfassung „Was bislang geschah“ gibt, in der die wichtigsten Fakten zusammenfasst sind.

Dieser Band beginnt mitten im Atlantik, den Kasimir (der fliegende und sprechende Teppich), Kainu (der Kakadu) und die Geschwister Stella, Matteo und Hanna überqueren, um die „Inseln unter dem Winde“ zu erreichen. Dummerweise müssen sie feststellen, dass ihr Ziel nicht über das Navi zu finden ist und dass es sich bei dem Schiff, von dem sie sich Hilfe versprechen, um ein Geisterschiff handelt….

Auch dieses Mal stehen die Natur, Tiere und Menschen, die Hilfe benötigen im Vordergrund. Die Freunde begeben sich in ein Abenteuer wodurch die Werte, die diese Reihe vermittelt, einprägsam und altersgerecht aufgezeigt werden. Der Schreibstil ist lebendig und leicht zu lesen. Die Ereignisse sind spannend und aufregend, ein Abenteuer folgt dem nächsten. Fiktion und wichtige Fakten werden hier gemischt und dadurch unterhaltsam und einprägsam vermittelt.

Im gesamten Buch findet man zahlreiche Illustrationen von Lidija Plestenjak, die die Handlung optisch gelungen unterstreichen.

Fazit: Ein weiterer gelungener Band, der Lust auf weitere Abenteuer macht.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

"Kann man vom Tennisspielen je genug bekommen?"

Julius oder die Schönheit des Spiels von Tom Saller

Da ich eine Vorliebe für Romane hege, die vor einem historischen Setting angesiedelt sind und selbst eine Weile Tennis gespielt habe, war ich äußerst gespannt auf dieses Werk, dessen in Sepiatönen gehaltenes Cover bereits eine Anspielung auf besagte Sportart liefert und zugleich das Genre erkennen lässt.

Der poetisch dichte, fiktiv an das Leben des berühmten deutschen Tennisspielers Gottfried von Cramm angelehnte Roman von Autor Tom Saller umspannt die Jahre 1907-1984 und ist im August 2021 beim List Verlag erschienen.

Julius von Berg ist adliger Abstammung und wächst wohlbehütet, aber dennoch bodenständig erzogen auf einer Burg im Rheinland auf. Seine ganze Familie schwingt begeistert den Schläger auf dem privaten Tennisplatz, doch bei Julius, geht die Beziehung zum Sport tiefer; er lebt Tennis und schickt sich an, der beste Spieler der Welt zu werden.

"Sobald ich den Platz betrat, geschah etwas mit mir, erfasste mir eine mich selbst nicht erklärliche monomane Energie."

Mit den Eltern, die ihn (trotz allem Verständnis für seine Leidenschaft) lieber als Diplomat sehen würden, geht er einen Kompromiss ein – er zieht zum Jura-Studium nach Berlin, wird sich in der Freizeit allerdings weiter dem Spiel widmen. Aber einmal in der großen, aufregenden Stadt angekommen, wird er mit politischen Entwicklungen und zwischenmenschlichen Beziehungen konfrontiert, die den bisher vom Trubel der restlichen Welt relativ abgeschirmten jungen Mann herausfordern und in seiner weiteren Entwicklung formen werden. Über die Jahre, in denen er immer erfolgreicher wird, sich zum Vorzeigesportler mausert, seine Jugendliebe Julie heiratet - und dennoch sein Herz auch an einen anderen Mann, den Juden Moses, verschenkt – bleibt er seinen moralischen Prinzipien treu.

"»Ein Mensch ohne tief verankerte sportliche Werte ist ein Mensch ohne Moral. Auf und neben dem Platz«, hatte Julius gesagt und danach gehandelt." 'Fair play in jeglicher Hinsicht' lautet seine Devise.

Julius ist ein ehrlicher, loyaler Mann. In einer Welt (und vor allem zur Zeit des Nationalsozialismus), in der es den meisten Menschen hauptsächlich um Machtdemonstrationen und die Potenzierung der eigenen Macht geht, wirkt die Selbstverständlichkeit von Julius' Gutmütigkeit, seinem Anstand und seiner Aufrichtigkeit beinahe rührend naiv und macht ihn verletzlich. "»Manchmal denke ich, Tennis ist nicht nur eine eigene, sondern eine bessere Welt als die wirkliche. Eine Welt in der es gerecht zugeht.«"

Mit zunehmendem Erfolg kommt auch eine gewisse öffentliche Erwartungshaltung auf ihn zu, derer Julius, der sich selbst als unpolitischen Sportler sieht, sich zunächst nicht bewusst ist. Ausgerechnet durch einen unerwarteten Anruf direkt vor dem bedeutendsten Match seines Lebens wird ihm klar, dass er seine eigenen Überzeugungen nicht verraten kann – trotz aller Konsequenzen, die seine Entscheidung nach sich ziehen könnte.

"»Sobald du dich für ein Turnier meldest, bist du in den Augen der Öffentlichkeit nicht nur Sportler, sondern auch Deutscher und damit automatisch Vertreter deines Heimatlandes. Ob du willst oder nicht.«"

Zwischenzeitlich erschien mir der Schreibstil etwas nüchtern, was mir eine engere Bindung an die männliche Hauptfigur erschwert hat, und ich hätte mir gewünscht, dass die Passagen bezogen auf das alles entscheidende, im Klappentext angekündigte Spiel etwas intensiver ausgearbeitet (und nicht erst gegen Ende des Werkes eingeschoben) worden wären. Zudem dauerte es eine Weile, bis ich mich zeitlich in der Geschichte zurechtgefunden hatte, da insbesondere zu Beginn des Romans und auch im Laufe der Handlung immer wieder Zeitsprünge erfolgen; so beginnt die Story im Jahre 1984, schwenkt zurück zum Zeitraum 1907-1926, es folgt ein Kapitel des Jahres 1938, ehe man – ohne jeglichen Hinweis auf das Jahr im nächsten Abschnitt landet und zunächst nur vermuten kann, um welche Zeitspanne es sich handelt.

Fazit: Ein vielschichtiger, sprachlich anspruchsvoller Roman voller inspirierender Zitate (- "Auch eine vermeintliche Niederlage konnte sich als Sieg erweisen. Es kam schlicht auf die Haltung an." -), in welchem neben dem Hauptthema Tennis auch politische Handlungselemente eingebunden worden sind.

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