Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von CanYouSeeMe:

No Hard Feelings

No Hard Feelings von Genevieve Novak

"No Hard Feelings" überzeugt vor allem durch seinen angenehmen, leicht zugänglichen Schreibstil und seine zeitgemäßen Figuren. Die Protagonistin wirkt glaubwürdig und authentisch, ihre Gedanken, Unsicherheiten und Probleme spiegeln viele Erfahrungen wider, die Menschen kurz vor dem 30.

Lebensjahr beschäftigen. Gerade die Auseinandersetzung mit Erwartungen an Karriere, Beziehungen und das eigene Leben wird nachvollziehbar und stimmig erzählt.
Besonders gelungen ist die Charakterentwicklung der Hauptfigur. Ihre persönlichen Schwierigkeiten werden nicht überdramatisiert, sondern entwickeln sich auf eine Weise, die in sich schlüssig und realistisch wirkt. Dadurch entsteht eine Geschichte, die sich nahbar anfühlt und einen ehrlichen Einblick in die Herausforderungen einer Generation gibt, die sich zwischen Selbstfindung und gesellschaftlichen Erwartungen bewegt.
Weniger überzeugend waren für mich einige Passagen in der Mitte des Romans. Dort verliert die Handlung stellenweise etwas an Spannung und wirkt gelegentlich belanglos, sodass die Geschichte zeitweise nicht ganz ihr erzählerisches Potenzial ausschöpft.
Insgesamt ist "No Hard Feelings" jedoch ein authentischer und gut beobachteter Roman über das Erwachsenwerden im modernen Alltag. Wer Geschichten mit zeitgemäßen Themen, glaubwürdigen Figuren und einer gelungenen persönlichen Entwicklung schätzt, wird hier eine lesenswerte Lektüre finden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von CanYouSeeMe

Rezensionen von bus:

Alkohol kann tödlich sein

Mord mit Schwips von Eva Cramer


Der Start der neuen gemütlichen Krimireihe nimmt uns mit in den Bayerischen Wald, nach Schweinhütt!
Gemeinsam mit der Journalistin Romy machen wir uns auf die Suche nach dem Täter.

Nachdem der Brennmeister Mike Walters tot aufgefunden wurde, laufen die Ermittlungen an und bringen so einiges ans Tageslicht.

Das ausgerechnet Romys Ex-Mann die Ermittlungen übernimmt, ist die Chance für sie dabei zu sein.

Das Buch liest sich fast von alleine. Es wird spannend, humorvoll und ist sehr unterhaltsam. Die verschiedenen Charakter sind gut gewählt und tragen alle ihren Teil zur Geschichte bei. Romys Familie gefällt mir sehr gut, sie sorgt für Gemütlichkeit, familiären Zusammenhalt und gehört einfach dazu.

Mir hat der erste Teil sehr gut gefallen und die Neugier auf die Fortsetzungen geweckt!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bus

Rezensionen von youngreaders:

Toller Highschoolthriller

Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He

"Perfect little monsters" ist der perfekte Highschoolthriller. Es geht hier vor allem um Mobbing und seine schlimmen Folgen für die Betroffenen. Es geht auch um Mord an einer Schülerin (Ella) der Sierton High, die auf der highschoolinternen Rangliste ganz oben steht. Bei den Ermittlungen kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht.

Dieses Buch (und vielleicht sogar seine Fortsetzung?! Würde mich freuen, wenn es weitergehen würde) ist ideal für eine Serie ähnlich wie "Pretty little liars". In diese Richtung könnte ich es gut einordnen.
Der Schreibstil von Cindy R.X. He ist eingängig, sehr gut zu lesen und nicht zu kompliziert. Das erste Kapitel bringt direkt große Spannung, dann wird das ganze aufgerollt - erzählt wird aus der Sicht von Dawn, die wegen eines Unfalls zu ihrer Tante ziehen musste und die es ins Cheerleaderteam schafft und dort auf Ella, Naomi und Lucy trifft, sowie aus der Sicht von Hannah, die 3 Jahre zuvor an dieselbe Highschool kam und es auch ins Cheerleaderteam schaffte, aber den Ansprüchen der drei oben genannten Mädels nicht genügte und von ihnen gemobbt wurde.
Finde es auf jeden Fall lesenswert. Habe das Buch an einem meiner freien Tage durchgelesen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von youngreaders

Rezensionen von AndilesOnaut:

Wenn Technik zur größten Bedrohung wird

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln von Florian Schwiecker

Mit Code Null gelingt Florian Schwiecker ein packender Thriller, der erschreckend nah an der Realität wirkt. Statt klassischer Verbrechen stehen hier Cyberangriffe, künstliche Intelligenz und die Verwundbarkeit moderner Gesellschaften im Mittelpunkt – Themen, die aktueller kaum sein könnten.

Alles beginnt mit scheinbar harmlosen Störungen von Navigationssystemen.

Schnell wird jedoch klar, dass dahinter weit mehr steckt. Eine Gruppe namens „Timeout“ hat sich Zugang zu kritischer Infrastruktur verschafft und bedroht die Europäische Union mit verheerenden Angriffen. Während Behörden und Spezialisten fieberhaft nach den Verantwortlichen suchen, rückt die brillante Hackerin Charlie Engel ins Zentrum der Ereignisse. Unterstützt wird sie von ihrer selbst entwickelten KI KIM, die eine entscheidende Rolle bei den Ermittlungen spielt.

Besonders beeindruckt hat mich, wie geschickt der Autor komplexe technische Themen in eine spannende Handlung einbettet. Auch Leser ohne IT-Hintergrund können der Geschichte problemlos folgen. Die technischen Aspekte wirken authentisch, ohne die Handlung auszubremsen. Stattdessen entsteht eine beklemmende Atmosphäre, weil viele Szenarien erschreckend plausibel erscheinen.

Die kurzen Kapitel und häufigen Perspektivwechsel sorgen für ein hohes Tempo. Kaum ist ein Rätsel gelöst, öffnet sich bereits das nächste. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Ende konstant hoch. Gleichzeitig wirft das Buch interessante Fragen auf: Wie abhängig sind wir von digitaler Infrastruktur? Wie viel Vertrauen sollten wir künstlicher Intelligenz schenken? Und wer kontrolliert eigentlich die Systeme, auf die wir uns täglich verlassen?

Charlie ist eine starke Hauptfigur, die mit ihrer Mischung aus Intelligenz, Hartnäckigkeit und menschlichen Schwächen überzeugt. Auch die Nebenfiguren fügen sich stimmig in die Handlung ein und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Für mich ist Code Null ein hochspannender Auftakt einer neuen Thriller-Reihe, der Nervenkitzel mit aktuellen Zukunftsfragen verbindet. Wer intelligente Spannung, moderne Technik und realistische Bedrohungsszenarien mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von AndilesOnaut

Rezensionen von Katyleh:

Ein endloser Sommer zum verlieben

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück von Mia Andersen

Ich habe „Seaside Sisters: Lenes Inselsommerglück“ fast verschlungen und kann gar nicht mehr aufhören zu lächeln.

Mia Andersen schafft es, genau die Leichtigkeit und Unbeschwertheit einzufangen, die man aus eigenen Sommerferien kennt: Den ganzen Tag im Meer baden, Vanilleeis mit Erdbeeren, barfuß im Pudersand liegen und dieses Kribbeln, wenn der süße Junge plötzlich nur noch Augen für jemand anderen hat.

Lene ist so eine authentische, starke Figur - mit ihren Zweifeln, ihrer Kreativität für den Schreibwettbewerb und ihrem großen Herz. Man fiebert sofort mit ihr mit.

Was mir besonders gefällt: Obwohl es offiziell „für Jugendliche ab 10“ ist, hat es mich in meinem fortgeschrittenen Alter genauso begeistert und unterhalten. Man fühlt sich sofort zurückversetzt in die eigene Jugend und an die erste Liebe erinnert. Die Freundschaft zwischen Lene, Elsa, Frida und Amba ist warmherzig, echt und genau so wie echte Freundschaft sein sollte: füreinander da, egal ob die Wellen höher schlagen.

Die besondere Ausstattung mit Farbschnitt, farbigen Illustrationen und der Comic-Doppelseite macht das Buch auch haptisch zu einem Highlight. Und die DIY-Ideen sind eine schöne Zugabe zum Ausprobieren.

Für mich ein Wohlfühlbuch, das Sonne in den Kopf bringt. Ich freue mich schon riesig auf die Bände über Elsa, Frida und Amba! Klare Kauf- und Weiterempfehlung für alle, die Lust auf Sommer, Freundschaft und Herzklopfen haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katyleh

Rezensionen von Sternzauber:

Eine außergewöhnliche und beeindruckende Liebesgeschichte

Eine Liebe ohne Sommer von Timothy Paul

Die Covergestaltung von „Eine Liebe ohne Sommer“ mag ich sehr, denn das Bild des Paares, bei dem er auf dem Geländer steht und ihr die Hand hin hält, erzählt bereits auf den ersten Blick eine sehr intensive Geschichte und das gefällt mir. Auch die Kombination aus den Schatten mit den Farbflächen mag ich sehr gerne und nicht zuletzt passt das Bild auch wunderbar zum Inhalt des Buches, worauf ich immer viel Wert lege.

Die Geschichte erzählt von Rosa und Nikolas, die sich im Hausflur begegnen und zwischen denen es direkt funkt. Sie erleben drei wunderbare Monate miteinander, doch dann stirbt Nikolas ganz plötzlich bei einem Unfall und Rosa bleibt alleine zurück. Neben der Unfassbarkeit der Situation quälen sie die Fragen, was das zwischen ihr und Nikolas überhaupt war und was daraus geworden wäre, wie gut sie ihn eigentlich kannte und warum er ihr nie seine Freunde vorgestellt hat… Sie macht sich auf die Suche und trifft Menschen aus Nikolas Vergangenheit und Gegenwart, lernt Seiten von ihm kennen, die ihr bisher nicht zugänglich waren und fragt sich, ob sie diese ebenfalls hätte lieben können…?

Timothy Paul erzählt seine Geschichte in wunderbar leichter und angenehmer Sprache, so dass das Lesen für mich vollkommen mühelos war und es machte wirklich großen Spaß so durch die Seiten zu fliegen und der Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren immer näher zu kommen. Für mich hat es sich wirklich so angefühlt, als würde das Objektiv auf diese beiden Menschen und ihre Verbindung gerichtet und nach und nach immer schärfer gestellt. Immer mehr Details wurden sichtbar und ich habe die Beiden immer mehr in mein Herz geschlossen, so dass ich intensiv mitfühlen durfte. Dem Autor ist es dabei sehr gut gelungen, die sehr unterschiedlichen Emotionen der Figuren spürbar zu machen und authentisch zu beschreiben.

Aber es gibt nicht nur Rosa und Nikolas, sondern eben auch ihr Umfeld und auch von diesem bin ich wirklich überzeugt. Denn die Charaktere wirken individuell, teilweise sogar ein wenig skurril und machen die Geschichte mit all ihren Eigenheiten wunderbar bunt. Ich fand es interessant und teilweise sogar spannend den neuen Persönlichkeiten zu begegnen und durch sie immer wieder neue Facetten von Nikolas Charakter entdecken zu dürfen. Aber die Geschichte hat mich auch zum Nachdenken angeregt und in mir gearbeitet, denn mit dem Tod eines Menschen tauchen auch ganz existentielle Fragen auf.

Mit über 450 Seiten ist die Geschichte von Rosa und Nikolas recht umfangreich, aber es lohnt sich wirklich jede Seite und ich habe nach Beginn kaum noch aufhören können zu lesen. „Eine Liebe ohne Sommer“ ist eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte, die mich gefesselt, traurig gemacht und vor Freude hat sprudeln lassen, die sehr tief geht und bedrückend ehrlich hinschaut, die aber auch voller Leichtigkeit und Lebensfreude sprüht und die eine wundervolle Mischung schafft, in der unglaublich viele Facetten der Liebe einen Platz finden. Ich möchte diese Geschichte unbedingt weiter empfehlen und wünsche euch ganz viel Freude beim Lesen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sternzauber

Rezensionen von Schon wieder der:

Ganz ok!

Munk von Jan Weiler

Wieder ein typischer Weiler. Der Großteil des Buches ist ausgezeichnet, die Charaktere gelingen dem Autor wie immer hervorragend. Aber die Wendung bzw Auflösung im letzten Kapitel ist so unglaubwürdig und lässt den Leser ratlos und verärgert zurück.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Schon wieder der

Rezensionen von peedee:

Sehr mutig

Wut und Wärme von Düzen Tekkal; Tezcan Tekkal; Tugba Tekkal; Tülin Tekkal; Tuna Tekkal

Fünf Schwestern aus einer jesidisch-kurdischen Flüchtlingsfamilie, die in Deutschland aufgewachsen sind, betätigen sich als Aktivistinnen, gründen Organisationen wie HÁWAR.help, German Dream oder Scoring Girls. Mit viel Mut und Engagement, aber auch dem Wissen, in ihrer Familie den nötigen Rückhalt zu haben, setzen sie sich furchtlos für das Gute ein.

Sie melden sich zu Wort, kritisieren missgünstige Umstände – auch wenn diese zuweilen in den eigenen Reihen passieren –, und ecken damit an. Ihre Eltern haben ihnen täglich Empathie, Mut oder Verantwortung vorgelebt. Dies wollen die Schwestern auch weitergeben...

Erster Eindruck: Ein neugierig machender Titel – was steckt wohl dahinter?

Die Tekkal-Schwestern waren mir vor dieser Lektüre nicht bekannt. Sie kommen aus einer Grossfamilie mit insgesamt elf Kindern – fünf Mädchen, sechs Jungs. Wow! Eine Grossfamilie in dieser Dimension fällt auf. Und dann erst noch eine ausländische Familie. Ja, da hört man doch schon die ersten Stimmen, die gegen die Familie schimpfen, ohne sie bzw. deren Situation zu kennen. Wäre es anders, wenn es eine deutsche Familie wäre? Eventuell… obwohl diese sicherlich gleich den Stempel „Sozialschmarotzer“ aufgedrückt erhalten würde. Aber eben ohne überhaupt Details zu kennen (oder sie wissen zu wollen)! Es gab sehr interessante Passagen wie z.B. wie sie sich als Kinder für ihre Mutter geschämt haben, da sie weder lesen noch schreiben kann (sie die Mutter heute jedoch als eine der intelligentesten Frauen betrachten, der sie zum grossen Teil ihren Werdegang verdanken); die Dynamik, die in einer Grossfamilie herrscht; ihre tägliche Motivation für ihre Arbeit; die Reisen in Kriegsgebiete; Kontakte mit Flüchtlingen; Verlust und Hoffnungslosigkeit.

„Aber meine grösste Angst ist es nicht, zu sterben. Sondern gelebt zu werden, statt gelebt zu haben. Fremdbestimmt zu sein. Das wäre für mich der wahre Tod. Ich habe mehr Angst, Dinge zu lassen, als Dinge zu tun.“ (Düzen)

Es ist kein leichtes Buch, nein, ganz im Gegenteil, denn dafür sind die Themen zu ernst und zu wichtig. Menschenrechte, Menschenrechtsorganisation, Jesidentum, Völkermord, Migration, Politik, Krieg – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Die fünf Tekkal-Schwestern haben mich mit ihrem Engagement beeindruckt. Könnten Sie ein einfacheres und weniger angefeindetes Leben haben? Bestimmt. Aber das möchten sie nicht, denn sie wollen sich auch weiterhin für das Gute einsetzen – mit allen „Nebenwirkungen“, die dazugehören. Ihre verschiedenen Organisationen haben mittlerweile rund siebzig Mitarbeitende!
Nach der Lektüre des Buches muss ich sagen, dass „Wut & Wärme“ gut gewählt wurde: Wut ist immer ein Antrieb – nicht zu verwechseln mit Hass oder Verbitterung –, und durch den Antrieb entsteht Wärme. Ich habe viele Einblicke in mir fremde Bereiche erhalten, vielen Dank dafür. 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee

Rezensionen von xyz:

Ohne Bakterien läuft gar nichts

Bakterien – die heimlichen Helden von Peter Wohlleben

Peter Wohlleben versucht in seinem neuen Buch „Bakterien - die heimlichen Helden - Wie sie uns Menschen prägen und die Natur beeinflussen“ die komplexe und lebensvoraussetzende Bedeutung von Bakterien näherzubringen.
Hierzu bedient er sich einer lockeren Umgangssprache und vieler Vergleiche aus dem Alltag.

Bakterien sind überall, und Bakterien mischen überall mit, und das maßgeblich.
Anschaulich macht der Autor deutlich, dass Bakterien nicht nur unser Leben bedrohen können, sondern das Leben auf unserem Planeten erst möglich gemacht haben, beispielsweise als Erfinder der Photosynthese und Vorbereiter zur Entstehung und Weiterentwicklung mehrzelliger Wesen.
Sogar ein Bewußtsein wird Bakterien zugeschrieben, wie neueste Erkenntnisse beweisen. Selbstverständlich belegt Wohlleben jegliches Wissen mit Quellenangaben am Ende des Buches.

Seit ich dieses Werk gelesen habe, benutze ich lieber eine Spülbürste als einen Spülschwamm, ziehe Vollwaschmittel in Pulverform dem Flüssigwaschmittel vor, und benutze häufiger Küchentücher aus Papier anstatt Stoff-Handtücher. Wer wissen möchte warum, sollte das Buch lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von xyz

Rezensionen von askyfullofpages:

Was, wenn die Mörderin ein Kind ist?

Kleine Schwächen von Megan Nolan

Besonders beeindruckt hat mich, wie scharfsinnig die Mechanismen von Vorverurteilung und Klassismus offengelegt werden. Der Roman zeigt, wie schnell Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Lebensumstände oder ihres sozialen Status abgestempelt werden. Erschreckend fand ich, dass selbst ein Kind nicht vor Vorurteilen geschützt ist und wie schnell ihm aufgrund seiner Herkunft und seiner Lebensumstände ein schlechter Charakter zugeschrieben wird.

Es werden unbequeme Fragen über Schuld, Verantwortung und die Art gestellt, wie wir Menschen beurteilen. Sehr eindrcklich fand ich, dass Armut und schwierige familiäre Verhältnisse oft wie ein gefundenes Fressen für Vorurteile wirken. Der Roman macht sichtbar, wie schnell Menschen aufgrund ihrer sozialen Situation als verdächtig, unfähig oder minderwertig wahrgenommen werden, ohne dass man sich die Mühe macht, hinter die Fassade zu blicken.

Auch die Darstellung von Mutterschaft und der schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung fand ich sehr beeindruckend. Der Roman zeigt, dass sich nicht jede Frau automatisch über eine Schwangerschaft freut und auch nicht jede Frau leicht in eine Mutterrolle findet. Mir hat dieser differenzierte Blick sehr gut gefallen, weil die Rolle der Frau als Mutter oft überidealisiert wird. Der Roman zeigt Beziehungen nicht geschönt, sondern in all ihrer Komplexität, geprägt von Verletzungen, Erwartungen und ungelösten Konflikten.

Am meisten liebe ich Bücher, die mich nicht nur berühren, sondern auch zum Nachdenken bringen. Geschichten, die mir neue Perspektiven eröffnen, meine eigenen Gedanken hinterfragen und mich etwas über mich selbst lernen lassen. „Kleine Schwächen“ war genau so ein Buch für mich. Es hat mich immer wieder dazu gebracht, meine eigenen Urteile, Vorverurteilungen, Annahmen und Reaktionen zu beobachten. Für mich liegt darin die besondere Stärke dieses Romans.

Für mich war dieses Buch sehr stark! Ich möchte es LeserInnen empfehlen, die wie ich, Bücher lieben, die nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen und den Blick auf sich selbst und andere Menschen erweitern.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von askyfullofpages