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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C.P.:

Wichtiges Thema toll umgesetzt, leider mit einigen Schwachstellen

Für jede Liebe ein Problem von Anita Kelly

Bücher mit nonbinären Protagonist:innen sind wahnsinnig wichtig und ich finde es unheimlich toll, dass endlich mehr und mehr Verlage sich öffnen und immer mehr Bücher mit diversen Personen publiziert werden und Sichtbarkeit erlangen.
Und ich finde es furchtbar, dass an dieser Stelle ein „aber“ kommt.

Aber ich hätte mir vom Verlag eine kurze Einführung gewünscht. Vielleicht ist diese im Print-Buch vorhanden, ich habe das Hörbuch über Spotify gehört und da war dies leider nicht der Fall. Ich hatte in der Uni bereits Berührungspunkte mit nonbinären Personen, doch wenn, dann wurden meist englische Pronomen verwendet. Da ich mit sehr wenig Vorwissen in die Geschichte stolperte, war ich anfangs immens verwirrt, als im Hörbuch die eingedeutschten Pronomen dey und demm genutzt wurden. Ohne visuelle Hilfe, rein auditiv fand ich es verwirrend und musste erst einmal Google benutzen. Was ein Pluspunkt für mich ist, nun bin ich dadurch zum Glück noch ein Stückchen versierter geworden, aber eine wirklich knappe Erläuterung zu Beginn des Buches hätte dem Ganzen vorbeugen können. Dies aber nur am Rande, meine eigene Unwissenheit darf natürlich keinen Einfluss auf die Bewertung haben. Ich verstehe aber nicht, wieso nicht von Anfang an die viel geläufigeren englischen Pronomen genutzt wurden.

Ich habe das Hörbuch bereits vor ein paar Tagen beendet und selbst nach so kurzer Zeit ist leider wirklich wenig von der Geschichte hängen geblieben.
Ich fand die Charaktere nicht unsympathisch, nur leider etwas zu blass. Was erstaunlich ist, da die Geschichte selbst sich ausschließlich um die beiden Hauptcharaktere London und Dahlia dreht und den Leser:innen durch innere Monologe extrem viel über die Personen schon verraten wird. Mit der Gefühlswelt der Hauptcharaktere wird sich permanent auseinandergesetzt und doch blieben sie mir etwas zu farblos. Irgendwie hatten sie bis auf die Gefühle für den jeweils anderen wenig, was ihnen Tiefe gegeben hätte.
Wirklich gut gefallen hat mir aber die Beschreibung der Gerichte, viele konnte ich echt bildlich vor mir sehen und hatte schon fast den Geschmack beim Lesen im Mund. Nur die eigentliche Koch-Show kam etwas unter, hier hätte ich mir ein paar detailliertere Szenen gewünscht. Manche Konflikte wurden auch sehr aufgebaut und dann in ein paar Sätzen am Ende abgehandelt, wie zum Beispiel Dahlias Verhältnis zu ihrer Mutter.
Auf der anderen Seite aber zog sich dann die Handlung in anderen Szenen wieder schier endlos in die Länge. Irgendwie wirkt die Geschichte im Nachhinein nicht ganz ausgewogen was die Länge einzelner Handlungen betrifft.
Um aber mit etwas zu enden, was mir unheimlich gut gefallen hat: Der Umgang von London und Dahlia miteinander war echt zuckersüß und gefiel selbst mir, die ich doch eine kleine Apathie allem allzu romantischem gegenüber hege.

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Rezensionen von kabo16:

Nostalgie pur

Sylter Welle von Max Richard Leßmann

Bei dem Cover dachte ich gleich an den Ausspruch: Die Hütte brennt!
Und im übertragenden Sinne, tut sie das auch, denn dies werden die letzten Ferien sein, die Max mit seinen Großeltern auf Sylt verbringen wird.
Es ist schon jetzt alles total anders, es sind nur drei Tage, die er mit seiner Oma Lore und Opa Ludwig dort zusammen ist.

Diesmal nicht im geliebten Wohnwagen sondern in der Sylter Ferienwohnung mit Meerblick.
60 lange Jahre Campingurlaub mit ganz vielen Erinnerungen verbunden, erst mit dem Zelt, dann als die Kinder aus dem Haus waren, mit einem Wohnwagen und den Enkeln an Bord.

Das ist Familie, zusammen gewachsen, Geschichten und Erlebnisse, Krieg und Flucht, Streiche der Eltern und die Erinnerungen an die eigene Kindheit. Dies alles erzählt Max, in einer wunderbaren traurigen und lustigen Art.
Mich hat es total berührt, ich war in dem gleichen Alter als meine Oma starb. Da wurde mir klar, dass nun das letzte Verbindungsstück zu meiner Kindheit mit starb.
Übrigens, es soll Menschen geben, die kein Maggi kennen.

Wie überall wächst die Familie weiter und nun merkt mein Sohn, dass die guten Tage mit Opa, sich langsam dem Ende nähern. Wörter, die keiner außerhalb der Familie versteht, und bald auch nicht mehr sagt. Pointen, die nur wir verstehen.

Und dieses Gefühl bringt der Autor auf den Punkt und beschreibt es mit ganz viel Liebe, Respekt und Achtung für seine Großeltern.
Dieses Buch versteht nur der, der Familie hat und mit ihr lebt.

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Rezensionen von Streiflicht:

Wirklich gelungenes Selbsthilfebuch

Scheiß-Angst von Kikidoyouloveme; Karina Spiess

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich selbst seit vielen Jahren unter einem Reizdarm leide. Darum hat mich interessiert, wie die Autorin damit umgeht, welche Hilfestellungen es gibt, und so weiter. Der Untertitel "Schonungslos ehrlich über Reizdarm, Panikattacken und Klo-Sessions" ist Programm.

Das hat mir gut gefallen. Heute komme ich gut klar, aber als alles anfing, war ich auch recht jung und hätte mir ein solches Buch gewünscht.

Ich finde es toll, wie ehrlich die Autorin mit ihren Probleme, Sorgen und Nöten umgeht. Sie erklärt auch, wie es dazu kam und dass sie nicht immer ehrlich sein konnte, dass es ihr schwerfiel darüber zu reden, was in ihr vorgeht und warum. Es ist spannend mitzuerleben, wie sie sich verändert hat, woher die Krankheit kam, wie sie sich entwickelt hat und Kiki mit ihr. Ich mochte die lockere Erzählweise und die humorvolle Art. Und ich bewundere sie, dass sie über ihren Schatten gesprungen ist und sich in die Öffentlichkeit stellt.

Richtig gut fand ich auch die Passagen mit den medizinischen Infos, die sich mit Kikis Erlebnissen und Erzählungen abwechseln. Auch der Dialog mit ihren Freundinnen ist sehr spannend, weil man so auch nochmal aus anderer Sicht viel über sie erfährt. Klar kann das Buch keinen Arzt ersetzen und auch keine Freunde oder Familie, die zu einem halten, aber ich denke, es ist für Betroffene - gerade die, die am Anfang stehen und die Diagnose noch nicht lange haben oder vielleicht nur vermuten - sehr hilfreich. Es werden viele Ideen und Ansätze aufgezeigt, die man für sich selbst prüfen oder testen kann. Toll, dass die Schwägerin von Kiki Ärztin ist und sie so unterstützt und hier so viele gute Tipps gibt! Das macht das Buch umso wertvoller!

Mich hat das Buch auch zutiefst dankbar gemacht, weil ich keine Panikattacken oder Angststörungen entwickelt habe und locker mit dem Thema Reizdarm umgehen kann. Ich wünsche das allen anderen Betroffenen auch, denn das macht es soviel leichter.

Ein tolles Selbsthilfebuch, das einen trotz des ernsten Themas immer wieder schmunzeln lässt und zeigt, man ist nicht alleine und man sollte nie den Mut verlieren. Ich bin begeistert und kann es nur wärmstens empfehlen!

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Rezensionen von nishi93:

Guter Auftakt

KRYO - Die Verheißung von Petra Ivanov

KRYO - Die Verheißung.

Das Cover ist recht schmucklos und man könnte meinen, dass nicht viel dahinter steckt, doch dem ist definitiv nicht so!

Diverse Handlungsstränge an verschiedenen Orten werden eingeführt (hier ein danke an das Personenverzeichnis!) und als Leser rätselt man von Anfang an, wie sich alles fügen wird.

Das gelingt am Ende sehr gut, und für einen Mehrfachband ist es sogar recht weit abgeschlossen. Eine nette Abwechslung zu den typischen Cliffhangern, die man heutzutage meistens bei Büchern in einer Reihe hat.

Einzig die Teile, in denen Feinheiten der russischen Sprache mit eingebunden werden, habe ich leider nicht 100% nachvollziehen können, da es nicht ausreichend erklärt wurde.
Und mir ist ehrlicherweise nicht ganz klar, was hier in zwei weiteren Büchern noch passieren soll.

Insgesamt ein spannender Thriller zu einem heftigen Thema.

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Rezensionen von Lilli33:

Klasse Romeo-und-Julia-Adaption

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Klasse Romeo-und-Julia-Adaption

Inhalt:
Als Joy an eine ganz besondere Akademie in Verona entführt wird, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Sie soll eine Nachfahrin von Julia Capulet sein, der berühmten Julia von Shakespeare. Und die Capulets liegen immer noch mit den Montagues im Widerstreit.

Beide Familien stehen unter einem gemeinsamen Fluch. Alle siebzehn Jahre muss sich ein Liebespaar aus beiden Familien opfern, damit die anderen am Leben bleiben.

Meine Meinung:
Sabine Schoder konnte mich schon mit einigen ihrer Bücher begeistern. Auch mit dem Auftaktband zu dieser Trilogie ist ihr das locker gelungen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite total gefesselt und wurde absolut gut unterhalten.

Die Geschichte von Romeo und Julia wird von Sabine Schoder klasse abgewandelt und erfrischend erzählt. Ich konnte mich leicht in die Ich-Erzählerin Joy hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken gut nachvollziehen. Neben dem Fluch und Intrigen gibt es natürlich auch eine Liebesgeschichte - bei dieser Vorlage geht das ja gar nicht anders. Diese entwickelt sich ganz allmählich und wirkt dadurch sehr glaubhaft. Romantische Momente wechseln sich mit actiongeladenen und humorvollen ab. Das ist eine tolle Mischung.

Die drei Protagonist*innen Joy, Rhyme und Cut waren mir sofort sympathisch. Auch wenn sich Rhyme Capulet und Cut Montague als die Fürsten ihrer jeweiligen Häuser bekämpfen, spürt man doch, dass sie mal Freunde waren und eigentlich auch immer noch sind. Aber die Kabbeleien zwischen den beiden sind einfach großartig. Ich habe mich köstlich amüsiert.

Am liebsten würde ich gleich weiterlesen, denn das Buch endet an einer ziemlich spannenden Stelle. Zum Glück dauert es bis zur Veröffentlichung von Band 2 nur etwa ein halbes Jahr. Ich warte auf jeden Fall sehnsüchtig darauf.

Die Trilogie:
1. Rosenfluch
2. Schlangenkuss (erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2024)
3. Diamantentod (erscheint voraussichtlich im Herbst 2024)

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Rezensionen von yellowdog:

Ray Carney 2

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Pulitzer- und National Book Award-Preisträger Colson Whitehead hat bereits mehrere bedeutende Romane über das schwarze Amerika geschrieben.
Mit Die Regeln des Spiels geht er nach Harlem Shuffle ein zweites mal in die siebziger Jahre New Yorks zurück. Hauptfigur ist wieder Ray Carney.

Obwohl Colson Whitehead, genauso wie ich, in den Siebziger Jahren noch ein Kind war, trifft er die Stimmung der Zeit, glaube ich, ganz gut.

Probleme hatte ich wieder mit den ganzen Gangstern, in die ich mich nicht so gut hinein fühlen kann.
Colson Whitehead beraubt sich damit der Stärke seiner früheren Romane, charismatische, empathische Figuren einzusetzen.

Vermutlich wird es einen Ray Carney 3 geben, aber ich hoffe, Whitehead schreibt zwischendurch noch etwas anderes.

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Rezensionen von Petra:

bezaubernd

Das Glück der Geschichtensammlerin von Sally Page

"Das Glück der Geschichtensammlerin" war für mich eines der Bücher, das man anfängt und nicht mehr aus der Hand legen kann.
Eine sehr schöne warmherzige Geschichte mit einer guten Prise Humor.
Die Putzfrau Janice lässt sich gern Geschichten von den den Leuten erzählen, bei denen sie putzt.

So entsteht in ihrem Kopf eine Sammlung vieler Geschichten.
Als sie einen Job bei der über 90-jährigen Mrs B erhält, erkennt die gewitzte alte Dame schnell, dass Janice viel mehr als nur eine gute Zuhörerin ist. Nicht sofort, aber nach einiger Zeit könnte man sie als Freundinnen bezeichnen. Janice beginnt sich zu öffnen und erzählt schließlich ihre eigene Geschichte und beginnt auch sie mit anderen Augen zu sehen.
Im Buch macht uns die Autorin mit vielen unterschiedlichen Charakteren und deren Geschichten bekannt. Auch ein Hund spielt eine nicht unbeachtliche Rolle.
Leseempfehlung!!

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Rezensionen von Karo:

Fehlende Tiefe

Und wir tanzen, und wir fallen von Catherine Newman

"Und wir tanzen, und wir fallen" dreht sich um die beiden Freundinnen Edith und Ashley. Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit, sind die besten Freunde aller Zeiten und gelten als unzertrennlich. Doch ein einzelner Schicksalsschlag verändert ihr Leben für immer und zieht den Beiden den Boden unter den Füßen weg.

Edith erhält eine Krebsdiagnose, und als wir sie im Buch kennenlernen, befindet sie sich in ihren letzten Tag und muss die Tage vor ihrem Tod in einem Hospiz verbringen.  Auch hier versuchen die beiden Freundinnen so viel wie möglich aus ihrer Zeit zu machen und Ashley organisiert schöne Ausflüge und Unterhaltung für ihre beste Freundin - alles, um ihr die letzten Tage ihres Lebens so schön wie möglich zu gestalten. 

Ich hatte mich sehr auf "Und wir tanzen, und wir fallen" gefreut. Eine Auseinandersetzung mit einem Thema, das uns alle betrifft und über das wir trotzdem eher schweigen.  Auch klang die Leseprobe sehr positiv und schien einen schönen Blick auf die letzten Lebenstage zu vermitteln - zu zeigen, dass man auch in seinen letzten Lebenstagen noch lachen kann und Freude hat.  Auch wenn sich diese Erwartung definitiv erfüllt hat, bin ich doch eher hin- und hergerissen von der Lektüre. Der Fokus des Buchs liegt stark auf Ashley, ich hatte irgendwie gehofft, dass man noch mehr von Ediths Gedanken in ihren letzten Lebenstagen erfährt und nicht nur die Perspektive auf die Angehörigen legt. Und auch, wenn die Perspektive auf die Angehörigen so wichtig ist, da diese häufig in ihrer Trauer vergessen werden, haben mich Momente wie die Affäre zwischen Ashley und dem Arzt doch eher verwundert und es hat mir nicht wirklich gefallen.  So fehlte mir am Ende wirklich eine Tiefe, die dieses Thema definitiv verdient und gebraucht hätte. Für mich war die Lektüre nicht die ideale Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Freundschaft. 

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Rezensionen von Petra Sch.:

der Serienmörder auf dem Campingplatz

Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel

3,5 Sterne

In Deutschland geht ein Serienmörder um, der von der Presse "der Camper" genannt wird, da er nur Opfer auf Campingplätzen tötet.
Bis er eines Tages von einem Zeugen gesehen wird und daraufhin ein Phantombild erstellt wird.
Die forensische Psychologin Evelyn Jancke glaubt, darin ihren vor 2 Jahren in Frankreich samt Frau verschwundenen Bruder Fabian zu erkennen.

Gemeinsam mit ihrem Exfreund, dem Polizisten Gerhard Tillmann, macht sie sich auf die Suche nach dem Täter, respektive Fabian.

Ein flüssiger Schreibstil, kurze Kapitel und immer wieder Blenden zum Täter in Kursivschrift, bei denen man sein Handeln und sein Denke erfährt, lassen einen nur so durch das Buch fliegen.
Evelyn erscheint anfangs total sympathisch und auch taff, doch im Laufe der Geschichte merkt man, dass sie alles andere als das ist. Wobei man oft nicht weiß: ist es wahr oder denkt sie sich das aus? Jedenfalls agiert sie absolut unprofessionell, sie lässt sich durch die Sache mit ihrem Bruder extrem ablenken und kann nicht mehr professionell agieren.
Außerdem wird Evelyns Verhalten mit der Zeit immer nerviger, denn sie will unbedingt vermeiden, dass Tillmann die Polizei informiert, sollte sie Erkenntnisse bekommen, wie Fabian (wenn er es denn ist) zu finden wäre. Klar, er ist ihr Bruder, aber sie sagt doch selbst, WENN er es ist, gehört er hinter Gitter. Warum also sträubt sie sich so dagegen, dass er von der Polizei gefunden wird? Ihre Ausflüchte und Heimlichkeiten und ihr gesamtes Verhalten ging mir mit der Zeit immer mehr auf die Nerven. Der mögliche psychische Absturz von Evelyn war leider nicht gut dargestellt, es wirkte so gewollt.

Bei Tillmann merkt man, dass er immer noch etwas für Evelyn empfindet, er will ihr nur helfen, doch auch sein sehr beschützendes Verhalten ist teilweise fragwürdig.
Und dann ist da noch der Zeuge Jasper Kriebich, der Zivilcourage gezeigt und ein mögliches Opfer vor dem Angreifer beschützt hat, der verdächtig oft die Nähe zu Evelyn sucht, sie sogar belästig, immer wieder anruft etc. Was sind seine Beweggründe dafür? Hat er sich wirklich nur in Evelyn verguckt oder steckt mehr dahinter?

Zwei weitere Charaktere waren mMn komplett überflüssig: der Anruf des angeblichen Freundes von Evelyns Bruder, von dem sie aber noch nie etwas gehört hat, ebenso wie Evelyns Patient Nils Kleinbauer, bei dem man sich anfangs fragt, was er mit der Geschichte zu tun hat, sollen wohl der Ablenkung und der Betonung von Evelyns geistigem Absturz dienen, waren für meinen Geschmack aber komplett überflüssig und ohne Mehrwert für die Geschichte.
Auch der Showdown war viel zu plötzlich und schon wieder vorbei; und die Auflösung, wer der Täter ist, sowie die Aufklärung um das Schicksal von Fabian und dessen Frau irgendwie zu schnell abgehandelt.


Fazit:
Lässt nach einem unfassbar guten Beginn leider nach; Evelyn ging mir mit ihrem unprofessionellen Verhalten mehr und mehr auf die Nerven und der Schluss war zu abrupt; trotzdem ist man von der fesselnden Schreibweise, den kurzen Kapiteln und den Blenden zum Täter gut unterhalten.

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Rezensionen von Lesemama:

Chef's Special

Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel

Bewertet mit 3,5 Sternen

Zum Buch:

Dahlia nimmt an der TV-Show Chef's Special teil. Für sie eine Möglichkeit ihren Traum zu Leben. Nach eine Scheidung und einem Job, der ihr keine Freude mehr macht wird es Zeit für einen Neuanfang.
London, eine nicht binäre Person, dey sich während der Sendung geoutet hat ist fasziniert von Dahlia, vor allem von ihren Haaren.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommen sich die beiden näher.


Meine Meinung:

Mal wieder eine queere Liebesgeschichte in der es vor Gendersternchen nur so wimmelt, aber ein wichtiges Thema, vor allem für junge LeserInnen, die dieses Thema viel wichtiger finden als z.B. ich. Wobei mir das Geschlecht und jegliche Vorlieben so ziemlich egal sind. Ich brauche nur immer eine zeitlang bis ich die Sternchen tatsächlich überlesen kann.
Die Geschichte ist humorvoll und sehr unterhaltend geschrieben, ich mochte London und Dahlia, sie machen die Geschichte lebendig. Ich mochte jedenfalls die Idee der Geschichte, die Umsetzung war gut gemacht.

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