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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gabrielle:

Inseldrama

Mattanza von Germana Fabiano

Das Cover von Mattanza finde ich sehr passend. Die junge Frau mit dem klaren unverfälschten Gesicht widerspiegelt perfekt die tragische Geschichte der Insel. Die zu Beginn etwas langatmig erzählte Geschichte der jungen Protagonistin kann erst im Rückblick als stimmig empfunden werden. Das sehr einfache Leben auf der Insel, dass sich an Aberglaube und Überlieferung festhält, als würde die Geschiche mindestens 100 Jahre früher passieren, ist für den Leser erst etwas befremdend.

Doch plötzlich überschlagen sie die Ereignisse und die Story wird wird eine aktuelle Nachrichtensendung zur Überfischung der Meere erlebt aber die Dramatik steigt und die bedrrückende Situation mit überfüllten Flüchtlingsbooten und angespülten Leichen katapultiert den Leser in die Gegenwart und man fühlt sich mit Inselbewohner wie auf Lampedusa sehr verbunden in deren tragischer hilflosen Situation. Das Buch erzählt erst einem Märchen gleich aus ferner Zeit und wandelt sich plötzlich in ein Drama das so real ist, dass es schmerzt und ohnmächtig macht. Ein Buch das gelesen werden muss, das aufrüttelt, das wichtige Fragen unserer Zeit an uns stellt. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

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Rezensionen von brauneye29:

Tolle Geschichte

Die Formel der Hoffnung,2 Audio-CD, 2 MP3 von Lynn Cullen

Zum Inhalt:
Dorothy ist als Ärztin in den vierziger Jahren in mehr als einer Hinsicht auffällig. Sie ist sehr groß gewachsen und was für die Zeit noch ungewöhnlicher ist: Sie ist eine Frau. Und sie hat Großes vor, wie will es schaffen, dass kein Mensch mehr an Kinderlähmung erkrankt oder gar stirbt.

Doch in ihrem Umfeld hat sie es schwer, doch sie gibt nicht auf und setzt sogar ihr privates Glück aufs Spiel.
Meine Meinung:
Mal wieder so eine Geschichte über eine Frau, der nie wirklich die Anerkennung entgegen gebracht wurde, die sie eigentlich verdient hatte. Aber Frau hatten und zum Teil haben es einfach schwerer als ihre männlichen Kollegen. Ich hatte sowohl Buch als auch Hörbuch und habe beide sehr genossen zu lesen bzw. zu hören. Erstaunlicherweise hat mir die Sprecherin gefallen, die mir sonst nur bedingt gefällt. Auf jeden Fall ein absolut lesenswertes Buch.
Fazit:
Tolle Geschichte

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Rezensionen von Lesebienchen36:

Ein spannendes Krimidebüt

Helle Tage, dunkle Schuld von Eva Völler

Mit „Helle Tage, dunkle Schuld“ hat Eva Völler ihren ersten Kriminalroman, der Oktober 2023 im Droemer Verlag erschienen ist, vorgelegt. Zwar kenne ich die Autorin von ihrem Namen her, aber eins ihrer Bücher habe ich noch nicht gelesen und so war dies nicht nur ihr Debüt, sondern auch meins.

Der flüssige und leichte Schreibstil gefiel mir auf Anhieb, dadurch tauchte ich relativ schnell in den ersten Fall von Carl Bruns ein und ab.

Während des Lesens merkte ich, wie mich die Geschichte immer mehr und mehr in ihren Bann zog und ich dieses Buch kaum noch aus den Händen legen konnte. Hier musste ich einfach wissen, ob und wie Carl Bruns den Fall lösen wird. Zu dem bildhaften Erzählstil gesellten sich die authentischen und lebendigen Charaktere, die mir sehr gut gefielen. Dank des brillanten Wiederspiegelns konnte ich mich perfekt in ihr Handeln und Tun hineinversetzen.

Die Geschichte ist ein exzellentes Zusammenspiel aus fiktiver Handlung auf wahren Begebenheiten. Kriminalbeamter Carl Bruns ist wieder im Amt und darf seiner Polizeitätigkeit nachgehen, die er während der Nazizeit ruhen lassen musste. Sein „erster“ Fall ist Adelheit Hoffmann, die aus dem Fenster gefallen ist. Schnell wird klar, dass es sich hierbei um keinen Unfall handelt, sondern Mord. Sein erster Verdächtiger ist der Sohn der Toten, denn dieser wird, wegen eines Massenmordes, seit geraumer Zeit gesucht. Seine Ermittlung reichen weit bin in die Nazizeit zurück, die ihn in erschreckende Machenschaften blicken lassen. Bei seinen Recherchen trifft er auch auf seine Jugendliebe Anne, die zusammen mit ihrer Schwester Frieda in die Wohnung der Verstorbenen einzieht. Ob das nicht ein Fehler war, denn bald geraten die beiden auch in den Fokus des flüchtigen Sohnes.

Eva Völler hat nicht nur einen spannenden Kriminalroman abgeliefert, sondern sie lässt ihre Leserschaft in die dunkle Vergangenheit des zweiten Weltkrieges ein und abtauchen. Sie erzählt über die grauenvollen Machenschaften, die dort herrschten und wie es dazu kam, dass so viele Nazis in ihre alten Führungsposten wieder zurückkehren konnten, ohne irgendwelchen Konsequenzen zu spüren. Zudem lässt sie Betroffene (Opfer und Täter) aufeinandertreffen. Dieser Einblick ist nicht nur aufwühlend, sondern schockierend zugleich. Wer jetzt meint, dass der „eigentliche“ Fall zu kurz kommt, der irrt. Die Autorin hat ihren Fall perfekt in die Tatsachenberichte eingebettet, so dass man meinen könnte, dieses Szenario hat sich genauso abgespielt. Hat es aber nicht, denn sie ist fiktiver Natur. In der Mitte des Buches war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich den Fall gelöst habe und weiß, wer der oder die Täter sind. Pustekuchen! Plötzlich kamen immer mehr Wendungen ans Tageslicht und ich verlor komplett die Übersicht. Irgendwie stand ich am Anfang des Falls. Wer wars und warum? Wow! Der stetig steigende Spannungsbogen ließ mir absolut keine Wahl: ich musste bis zum Schluss weiterlesen! Ein brillant ausgefeiltes Ende, dass ich so nicht erwartet habe. Kompliment!

Dieser historische Kriminalroman hat mich mehr als nur überrascht. Er war authentisch, aufwühlend und spannend zugleich. Jetzt freue ich mich schon, auf den zweiten Fall für Carl Bruns und hoffe, dass er genauso spannend sein wird, wie dieser hier. Ich kann, nein, muss „Helle Tage, dunkle Schuld“ nur weiterempfehlen!
5 von 5 Sternen! 1A Krimi!

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Rezensionen von tonton:

Bilderbuch für ältere Kinder

Jessi, die Raubhäsin (Klein, aber oho!) von Kai Lüftner

Jessi, die Raubhäsin, ist kein Kuscheltier. Obwohl sie auf der ersten Seite flauschig und süß aussieht, wird sie schnell zu einer bösen Häsin mit gerupftem Fell und eingerissenen Öhrchen. Weil sie nie wieder selbst Beutetier sein will, wird sie zu einer Jägerin, bekämpft Fuchs, Eulen und Schlangen und rettet andere Tiere.

Auch vor dem Jäger, in dessen Gewehrlauf sie blickt, hat sie keine Angst.

Als Erwachsene hat man manchmal das Gefühl, dass die Häsin rauer dargestellt wird, als man in einem Kinderbuch erwartet. Sie wirkt nicht immer sympathisch, was ich ganz okay finde, da es für Kinder auch wichtig ist, Figuren zu sehen, die ihre negativeren Gefühle widerspiegeln.

Deswegen ist dieses Buch meiner Meinung nach eher für ältere Kinder geeignet, die die dargestellten Situationen besser nachvollziehen können. Darüber hinaus sind das Vokabular relativ kompliziert für ein Kinderbuch.

Fazit: Ein Bilderbuch, auf das man auch später zugreifen kann.

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Rezensionen von Anna625:

Digital Detox bis zur Obsession

Zeiten der Langeweile von Jenifer Becker

Mila geht offline. Und zwar nicht nur kurz, sondern so richtig: Nach und nach löscht sie alle Informationen, die über sie je im Internet zu finden waren, und kehrt auch Social Media den Rücken. Einzig eine Messenger-App nutzt sie weiter als Desktop-Anwendung, allerdings nur für ein kurzes Zeitfenster pro Tag, und auch SMS sind noch erlaubt; von Instagram, Twitter, selbst von Google-Suchen und dem Smartphone als solchem verabschiedet sie sich jedoch vollkommen.

Auch auf Fotos und Video-Aufnahmen will sie fortan nicht mehr zu sehen sein, was nicht nur gesellige Abenden mit Freund*innen, sondern auch das Vors-Haus-Gehen im Allgemeinen merklich erschwert. Teil ihrer Planung ist nun immer die Überlegung, zu welcher Tageszeit ein bestimmter Ort am sichersten ist, sprich, wann dort möglichst wenige Menschen anzutreffen sind, da mit der Personenanzahl auch die Gefahr steigt, dass irgendjemand mit dem Handy Aufnahmen macht, auf denen sie absichtlich oder unabsichtlich zu sehen sein könnte.
Was harmlos beginnt und von ihrem Bekanntenkreis zunächst noch recht positiv als Detox-Maßnahme aufgenommen und unterstützt wird, entwickelt sich erschreckend schnell zur Obsession. Die Wohnung verlassen kann Mila quasi nur noch nachts, sämtliche elektronischen Geräte sind eine Gefahr. Der Kontakt zu anderen Menschen geht gegen Null.

Bald schon erinnert Mila in ihrem Verhalten und ihren Ansichten immer mehr an eine Verschwörungstheoretikerin. Kurios auch die Annähreung an ihren Bruder, der seinerseits bei Oma A. auf dem Land lebt und eingefleischter Corona-Leugner und Impfgegner ist - zwar kritisiert Mila sein Verhalten zu Beginn, die Vehemenz hinter ihrer Ablehnung lässt jedoch im Laufe der Zeit spürbar nach und sie entwickelt eine ganz eigene und auf vollkommen andere Weise radikale Sichtweise und Systemkritik.

So unverständlich einige von Milas Ansichten und Verhaltensweisen sind, so nachvollziehbar sind doch manch andere - phasenweise wird man auch als Leser*in des Romans durchaus etwas paranoid, was technische Geräte anbelangt. Die dramaturgische Gestaltung des Romans hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn ja, es gibt einige Längen und irgendwann wiederholt sich alles für eine gewisse Zeit, aber das veranschaulicht auch extrem gut den Alltag Milas, indem einfach nichts mehr passiert. Erst beim vollständigen Verzicht auf Social Media und das Internet wird deutlich, wie groß die Bedeutung derselben in unserem Alltag geworden ist, und wie wenig da noch bleibt, wenn man nicht mal gerade etwas googeln, Musik hören oder mit irgendwem auf irgendeiner Plattform kommunizieren kann. Denn sind wir mal ehrlich, so ist es doch. Man möchte sich unterhalten? Schnell jemandem schreiben. Etwas mitteilen? Ein Post. Unterhaltung? Netflix, Spotify und Co. Etwas kaufen? Tausend Möglichkeiten. Eine Information? Google, die Wetter-App, der Onlinefahrplan. Etwas zu Essen bestellen oder irgendeine Eintrittskarte besorgen? Alles schnell per App. Die Uhrzeit? Blick auf Smartphone oder Smartwatch. Und wenn das alles wegfällt, wenn wir plötzlich analog sind, also so richtig, was bleibt dann noch übrig? Kein Wunder also, dass bei Mila schon bald nichts mehr los ist. Beim Lesen ist das vielleicth etwas langweilig, aber absolut passend und sehr realistisch und nachvollziehbar. Und darauf, dass Jenifer Beckers Roman topaktuell und am Puls der Zeit ist, muss wohl nicht weiter eingegangen werden.

Ich habe "Zeiten der Langeweile" mit einigen kleineren Abzügen sehr gerne gelesen und empfehle es gerne weiter.

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Rezensionen von tonton:

Schönes Buch, mühsam illustriert

Die graue Stadt von Torben Kuhlmann

"Die graue Stadt" ist ein sehr beeindruckend gemaltes Buch. Das Cover zeigt ein Mädchen das traurig auf graue Gebäude und Dächer blickt. Sie trägt einen gelben Regenmantel, den einzigen farbigen Fleck im grauen Bild.

Die ganzseitigen, realistischer Wasserfarben-Bilder sind im gleichen Stil wie das Cover gemalt und das absolute Highlight des Buches.

Die Geschichte ist relativ unkompliziert und man kann so viel (oder wenig) metaphorisch interpretieren wie man will.

Ich fand aber, dass das Ende zu schnell kam. Ich hatte also einige weitere Bilder erwartet, die die bunte Stadt zeigen. Die Auflösung der Geschichte war meiner Meinung nach zu naiv und kam ein bisschen wie ein "glücklich zusammen bis an ihr Ende" rüber, da es gar nicht angesprochen wurde, wie das "System" auf die Veränderungen reagierte. Da es sich aber schließlich um ein Kinderbuch handelt, würde ich nicht zu viele Punkte dafür abziehen.

Insgesamt eine gute Geschichte mit wunderschönen Bildern.

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Rezensionen von yellowdog:

Die Welt sortiert sich neu

Krisenzeit von Daniela Schwarzer

Konzentriert und dicht gestaltet Daniela schwarzer ihr Buch über die momentane Krisenzeit.
Man kennt sie durch ihre Auftritte in Polit-Talkshows imn Fernsehen nals expertin. Es gelingt ihr Zusammenhänge klar und präzise herzustellen.
Im Kontext zum Ukrainekrieg schreibt sie über die Rollen diverser Länder in dieser Krise, wie USA, China, Deutschland.

Ihre Schlußfolgerungen sind einleuchtend.
Das überzeugt schon sehr.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin EMMA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Innsbruck)

The Boy Who Steals Houses: The Girl Who Steals His Heart von CG Drews

Testleserin EMMA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Innsbruck)

Sam ist 15 Jahre alt und hat eine schlimme Vergangenheit.
Sein Vater ist Alkoholiker und seine Mutter hat die Familie vor langer Zeit verlassen. Als er neun Jahre alt war, kamen er und sein Bruder Avery, der Autist ist, zu seiner Tante Karen, die sie auch nicht gut behandelte.

Nach einem Vorfall in der Schule wirft Tante Karen Sam hinaus. Seitdem stiehlt er, um überleben zu können. Aber er begeht nicht nur klassische Diebstähle wie Geldbeutel oder Handtaschen zu klauen, sondern er stiehlt auch Häuser. Er bricht in Häuser ein, um in leeren Betten zu schlafen und sich wenigstens so zu fühlen, als hätte er ein Zuhause.
Eines Tages bricht er in ein Haus ein und bald kommen die Besitzer wieder. In dem Haus leben so viele Kinder, dass sie Sam gar nicht bemerken. Bald freundet er sich mit Moxie an, dem ältesten Mädchen der Familie. Doch immer wieder vermisst er seinen Bruder, der bei seinen zwielichtigen Freunden schläft. Sam glaubt, Avery beschützen zu müssen und bringt damit sich, seinen Bruder und die Freundschaft zu Moxie in Gefahr.

Es ist ein emotionales und rührendes Buch. Es regt zum Nachdenken an und macht einem wieder bewusst, dass man das Glück schätzen und an die
Zukunft glauben sollte. Man genießt die schönen Momente im Buch und in den nicht so guten fühlt man mit Sam mit. Besonders toll fand ich, dass man die Gedanken von Sam erfahren hat.
Die Autorin hat ein ernstes Thema in eine gute Geschichte verpackt.
Das Buch ist nichts für schwache Nerven, aber es hat mir trotzdem sehr gut gefallen.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleser JAMIE, Tyrolia-Filiale Innsbruck (14 Jahre, Innsbruck)

Nex - Die letzte Nacht von Emma Berquist

Testleser JAMIE, Tyrolia-Filiale Innsbruck (14 Jahre, Innsbruck)

In diesem Buch sind die Hauptfiguren: Lexi und Jane.
Lexi hat eine sehr merkwürdige Begabung. Sie kann den Tod von Personen sehen, die sie berührt. Sie arbeitet in einem Club namens Nex in Los Angeles, wo sehr viele Menschen mit magischen Fähigkeiten wie sie arbeiten.

Eines Tages stößt sie mit einem jungem Mädchen zusammen, welches gerade aus dem Club kommt. Sofort schwappt der Tod über Lexi und sie erschrickt. Sie sieht, dass das Mädchen noch in derselben Nacht ermordet werden sollte.

Perplex taumelt Lexi weiter. Am nächsten Tag steht die Polizei vor dem Club.

Nachdem Lexi befragt wurde, wird sie von einer Kollegin, welche hellsehen kann, alarmiert. Sie habe in der Gasse hinter dem Club einen bösartigen Geist gespürt. Sofort macht sich Lexi auf den Weg in die Gasse. Als sie dort ankommt, bemerkt sie den Geist sofort. Es war der Geist von dem Mädchen. Der Geist hatte sein Gedächtnis verloren und von schlechtem Gewissen geplagt, willigt sie ein, Jane (dem Geist) zu helfen, um den Mörder zu finden.

Werden sie es schaffen?

Das Buch ist sehr spannend und ich empfehle es allen die Geistergeschichten mögen.

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Rezensionen von Wetterfrosch:

Großartiges Leseerlebnis bei der Mördersuche in spiritistischen Wiener Kreisen

Der Totengräber und der Mord in der Krypta von Oliver Pötzsch

Eine Leiche in der Krypta des Wiener Stephansdoms, unversehrt jedoch mit verzerrtem Gesicht, wird bei einer nächtlichen Führung entdeckt. Es ist der Körper eines anerkannten Wiener Arztes. Wieder einmal wird Inspektor Leopold von Herzfeldt mit den Untersuchungen dieses sehr ungewöhnlichen Mordfalls beauftragt.

Er ermittelt mit dem Einsatz der neusten Techniken des Jahres 1895 unterstützt von seiner Freundin, der Tatortfotografin Julia Wolf. Die Ermittlungen führen sie immer tiefer in spiritistische Kreise. Fachkundig unterstützt werden sie vom Totengräber Augustin Rothmayer, der sich mit Spuk-und Geistergeschichten befasst. Als plötzlich noch Kinder aus dem Waisenhaus verschwinden wird Rothmayer hellhörig und lässt auch sein Mündel Anna an den Ermittlungen teilhaben. Ist womöglich ein Nachtkrapp in Wien unterwegs?

Von der ersten bis zur letzten Seite hält der Spannungsbogen an und ich habe das Buch mit größtem Vergnügen und voller Erwartung auf die nächsten Wendungen gelesen und war von der Auflösung begeistert.
Pötzsch gelingt es zudem äußerst gut historische Informationen mit einem spannenden Krimi zu verbinden. Bildgewaltig und mit authentischem Wiener Flair und sogar Wiener Dialekt unternimmt man eine großartige Erlebnisreise in die Vergangenheit ins Jahr 1895. Hierbei lässt sich die akribische Recherche und fundiertes Hintergrundwissen des Autors erkennen.

Die sympathischen Protagonisten, deren Charaktere sehr detailliert und liebevoll ausgearbeitet wurden, habe ich schon seit dem ersten Band ins Herz geschlossen und wieder sind sie als Team erfolgreich. Leopold von Hertzfeld ist ein genialer Ermittler mit modernen Methoden und Augustin Rothmayer, der als Totengräber eher am Rande der Gesellschaft lebt, zeigt hier seine weiche Seite gegenüber seinem Mündel Anna.

Das Cover passt stilistisch exakt zu den ersten beiden Bänden und wirkt mit dem Sarg, dem Kreuz und der stilisierten Stadt Wien im Hintergrund mystisch und weckte sofort meine Neugier.
Oliver Pötzsch ist und bleibt mein Lieblingsautor und auch mit diesem Band hat er alle meine Erwartungen erfüllt. Sein Schreibstil ist unglaublich flüssig und sehr leicht zu lesen, man fühlt sich durch die fantastischen Beschreibungen, als wäre man als Leser mitten in der Geschichte dabei.
Für mich war das Lesen dieses Buches wieder ein Hochgenuss und ich freue mich schon auf viele Fortsetzungen.

Meine absolute Leseempfehlung für alle Liebhaber von historischen Romanen und Krimis.

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