Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
gut recherchiert, umständlich erzählt
Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen
Es ist auch ein Stück meiner Geschichte: Polio als große Bedrohung, ein gehbehinderter Bub in der Nachbarklasse, eine Freundin mit schweren Beinschienen und Krücken, dann endlich die Kinderlähmungsschluckimpfung für alle.
Bis es soweit war, dass man das Poliovirus wirksam bekämpfen konnte, hat es Jahrzehnte gedauert.
Wesentlich zum Erfolg der Forschungen beigetragen hat offenbar die Virologin Dorothy Horstmann, die man kaum kennt und deren Leistungen man im Kreis der männlichen Kollegen gerne übersehen hat.
Aus diesen Tatsachen macht die Autorin einen historischen Roman, der spannend sein könnte, aber leider recht umständlich und betulich erzählt wird, sich in Nebensächlichkeiten verliert und streckenweise langweilig wird.
Rezensionen von Hildegard:
Das geheimnisvolle Kribbeln
Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen
Das geheimnisvolle Kribbeln, ist ein Buch, welches Kinder mit auf eine Reise um die Welt nimmt und zeigt, was Freundschaft, Vertrauen und Mut bedeuten können. Ein wunderschönes Buch!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HildegardRezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :
Zu viel Geplapper
Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen
Für mich ein Beispiel, wie ein interessanter Stoff für einen Roman vergeigt werden kann. Immerhin entreißt die Autorin Lynn Cullen die Virologin und Klinikerin Dr. Dorothy M. Horstmann dem Vergessenwerden. Von den 40er bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts widmete sich Horstmann mit Leib und Seele dem Kampf gegen die weltweit wütende Kinderlähmung.
Trotz entscheidender Entdeckungen heimsen die männlichen Wissenschafter die Lorbeeren ein - eine Story, wie sie im Buch „Eine Frage der Chemie“ schon mitreißender erzählt wurde. In "Die Formel der Hoffnung" dauern die Hahnenkämpfe und Beziehungsgeschichten endlos. Zu viel Geplapper - manche Dialoge klingen wie aus einem Schnulzenroman - auf zu viel Seiten deckt für mich das bewegende Thema zu.
Rezensionen von rewareni:
Auf der Flucht
Findungstag (Evergreen Ray Band1) von Caroline Hofstätter
Im Jahr 2095 scheint das Leben in Wien eigentlich ein Traum zu sein, denn die Concordia KIs kümmern sich um die Menschen wo es nur geht. Gesundheitliche Probleme werden schnell behoben, was man zum Leben braucht und was einem gut tut, wird von verschiedenen Avataren der KIs an die Menschen herangebracht.
Doch da ist die junge Eve, die unter einer falschen Identität leben muss und dadurch von Lexxe, einem skrupellosen Ganoven erpresst wird. Wenn Eve ihr altes Leben wieder zurück haben möchte, dann muss sie sich gegen die übermächtige Concordia stellen und das, wird alles andere als einfach werden.
In dem Roman ,,Findungstag : Evergreen Ray“ landet man im ersten Band der spannenden Science Fiction Reihe von Caroline Hofstätter, wo das Leben im Jahr 2095 trotz modernster Technik und revolutionären Errungenschaften auf dem Gebiet der KI, vielleicht doch nicht so lebenswert und toll ist, wie es zunächst den Anschein hat.
Ihre Protagonistin Eve ist dabei zumeist auf sich alleine gestellt, wenn sie gegen verschiedene Widrigkeiten kämpfen muss und sie dabei nicht immer logisch und geplant vorgeht.
Es ist eine Actionreiche und interessante Geschichte, wo man sowohl schmunzeln kann, ob besonders netten Szenen mit Eves KI Hund Dande, der sich entzückend um sie kümmern möchte, aber auch wo man sich ärgern kann, wie gemein und brutal Lexxe immer wieder mit Eve umgeht, weil er weiß, dass sie von seiner Verschwiegenheit abhängig ist.
Die Autorin hat sich einige Besonderheiten einfallen lassen, wie es im Jahr 2095 aussehen könnte und wie die Menschen von den KIs nicht immer zum Guten beeinflusst und manipuliert werden. Im Grunde steht jeder unter ständiger Bewachung und Beobachtung und ein eigenständiges Leben ist somit kaum mehr möglich.
Beim sogenannten Findungstag wird für Eve ihr zukünftiges Leben nicht so dargestellt
wie sie es erhofft hat, deshalb wird sie letztendlich zu einer Gejagten, wo sie dabei zeigt, dass sie trotz allem, immer wieder an andere denkt und diese beschützen und auch helfen möchte.
Eine spannende Geschichte also, die im nächsten Band sicher noch einiges zu bieten hat.
Rezensionen von HEYN Leserunde Caro F.:
Rosa Plastiklöffel statt Eiserne Lunge
Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen
Die Polio-Schluckimpfung – klingt so nett und ist definitiv ein Highlight meiner Impferinnerungen, back in the 70ies...Heute nur noch schwer vorstellbar, freiwillig ein Stück Würfelzucker in den Mund zu nehmen (mit etwas Bitterem darauf, ganz zu schweigen von einem Einweg-Plastiklöffel). Aber als Kind – wie toll.
Keine Spritze! Dass ich mal ein Buch verschlingen würde, das sich der Entwicklung dieser Impfung, eines Impfstoffs gegen die Kinderlähmung widmet, hätte ich offen gestanden nicht gedacht. Größte Überraschung für mich: die Dramatik und all das persönliche Leid, das diese Krankheit so lange für so viele Menschen weltweit bedeutete. Die Ohnmacht. Aber auch der Forschergeist und die Hingabe der handelnden Personen, allen voran der großartigen Dorothy Horstmann. Gleichzeitig merkt man wieder einmal, wie viel sich bereits getan hat, seit den 1940er Jahren. Und - wie vieles noch immer nicht...
Auch für absolut Nicht-Medizininteressierte eine wirklich kurzweilige und augenöffnende Lektüre!
Rezensionen von Jule:
Voller Magie
Threads of Power von V. E. Schwab
4,25 / 5
"Der Kopf kann sich verirren, doch das Herz kennt sein Zuhause."
"Threads of Power" bildet den magischen Auftakt einer neuen Trilogie von V. E. Schwab. Sie entführt uns zurück in die Welt der "Shades of Magic" Trilogie. Somit kommt es zu einem Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern, wenn man die "Shades of Magic" Bücher kennt.
Ich kannte sie, bevor ich mit diesem Buch begonnen habe, nicht, und das habe ich an vielen Stellen bemerkt, auch wenn sich V. E. Schwab sehr viel Mühe gegeben hat, den Einstieg so angenehm wie möglich zu gestalten.
Die Vergangenheit hat in diesem Buch oft eine Rolle gespielt, so gab es viele Zeitsprünge und bei mir war, zu Beginn, für etwas Verwirrung gesorgt. Wenn man mit den Geschehnissen allerdings vertraut ist, und die Protagonisten kennt, dann wird dieses Buch zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Nichtsdestotrotz bin ich schnell mit den Protagonisten warm geworden und besonders Tes ist mir im Verlauf der Geschichte ans Herz gewachsen. Sie ist mutig, steht für sich ein und wurde von V. E. Schwab wundervoll geschrieben. Generell ist der Schreibstil sehr authentisch und die detaillierten Beschreibungen sorgen dafür, dass die geschaffene Welt sehr authentisch wirkt.
Ebenfalls sorgt das Magiesystem für eine ganz besondere Atmosphäre, die man nicht so schnell vergisst.
Festzuhalten ist also, dass es von Vorteil ist, die "Shades of Magic" Trilogie zu kennen, bevor man "Threads of Power" liest. Es ist aber kein muss.
Auch wenn sich mein Kopf in diesem Buch etwas verirrt hat, so habe ich mich doch ein wenig Zuhause gefühlt.
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Ein tolles Buch
Wie wir den Frieden lernten von Annika Klee
Die beiden AutorInnen erzählen davon wie Konflikte entstehen und wie man sie lösen kann.
Anhand zweier Schulklassen die sich aufgrund eines Missgeschickes anfangen zu bekriegen erzählt die Aurorin Kindgerecht wie schnell Missverständnisse ausarten und riesengroß werden können.
Doch durch die Zivilcourage einiger weniger kann der Streit beigelegt werden und die Kinder beschließen statt der Präsentation ihrer Bauwerke die den Konflikt ursprünglich ausgelöst hatte ein Projekt für den Frieden zu starten.
Ich finde dieses Buch wirklich unglaublich gelungen. Es zeigt im kleinen Rahmen zweier Schulklassen wunderbar anschaulich wie Konflikte entstehen und zeigt einen tollen Weg zur Lösung dieser auf.
Ein Buch das für mich allgemeingültige Themen aufgreift, sie toll vermittelt und sehr lösungsorientiert mit einem Komplexen, schwierigen Thema umgeht.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Wer reitet so graziös durch die Ozeane?
Seepferdchen von Andrea Grill
Seepferdchen begegnen uns im Alltag häufig. Sei es als Abzeichen, als Schmuck oder (nicht ganz alltäglich) auf antiken Vasen. Sie haben schon vor vielen Jahrhunderten die Fantasie der Menschen beflügelt.
Andrea Grill hat dieses Buch den eleganten und farbenfrohen Meereslebewesen gewidmet. Mit viel Herzblut und noch mehr Geduld hat sich die Autorin auf die Suche nach den Seepferdchen begeben, denn die Seepferdchen sind wahre Meister der Tarnung.
Stoisch warten sie versteckt, bis ihre Nahrung vorbeikommt, und schlürfen diese mit ihrem Saugrohr ein. Dabei können sie sich an Halmen festhalten. Das Foto jenes Seepferdchens, das sich anstatt an eines Stückchen Seegras an ein Wattestäbchen klammert, ist 2017 um die Welt gegangen. Aufgenommen wurde das Bild von Justin Hofman nahe der indonesischen Insel Sumbawa. Es zeigt deutlich die Verschmutzung der Meere, denn die weißen Flecken im Hintergrund sind nichts anderes als Teile von Plastiksackerln.
Wie vermutlich vielen Lesern bereits bekannt, herrscht bei den Seepferdchen bei der Familienplanung eine Umkehr der sonst üblichen Geschlechterrolle: Hier befruchten die Weibchen die von ihnen produzierten Eier in der Bauchtasche der Männchen, die anschließend die Nachkommen ausbrüten. Nicht immer klappt der Befruchtungsvorgang aufs erste Mal, denn der Paartanz muss gut einstudiert sein.
Aber was sind Seepferdchen eigentlich biologisch? Aufgrund ihres Aussehen meinte Carl von Linné 1758 »Pferdeähnliche Meereswesen«. Mit dem Stand der Wissenschaft von heute kann Andrea Grill eine präzisere Antwort geben: Seepferdchen sind »Fische, Knochenfische, um genau zu sein«.
Aber, wer weiß schon, dass sich die Seepferdchen untereinander mittels Knurr- und Knacklauten verständigen können?
Bis jetzt sind rund 57 unterschiedliche Unterarten des Hippocampus entdeckt und identifiziert worden. Ganz winzige, nur wenige Millimeter Kleine, und solche die eine stattliche Größe von ca. 30 Zentimeter erreichen können.
Andrea Grill weist in ihrem Buch darauf hin, dass diese faszinierende Meeresbewohner, wie so viele Arten, vom Klimawandel und Raubbau an den Meeren bedroht sind. Besonders die Zerstörung der Seegraswälder und des Meeresboden durch die Schleppnetze rauben den Seepferdchen ihren Lebensraum. Allerdings und das macht ein bisschen Hoffnung, sind die Seepferdchen auch Lebenskünstler. Durch die Erwärmung der Meere sind sie vereinzelt nun auch in Nord- und Ostsee anzutreffen.
Meine Meinung:
Das Buch liest sich leicht und flüssig. Die darin enthaltenen Informationen und Details zu den anmutigen Tierchen sind auch für Laien sehr gut verständlich. Man spürt das Herzblut, das Andrea Grill und Judith Schalansky in dieses Buch gesteckt haben. Zahlreiche Abbildungen ergänzen den Text.
Neben der Autorin Andrea Grill muss hier Judith Schalansky, die Buchgestalterin der Reihe „Naturkunde“, vor den Vorhang geholt werden. Ohne ihre bezaubernden Illustrationen wäre das Buch nur halb so interessant.
Wer noch mehr über Seepferdchen wissen will, kann im Literaturverzeichnis weiterführende Informationen finden.
Wer die faszinierenden Tiere live erleben will, hat im Haus des Meeres in Wien Gelegenheit dazu.
Fazit:
Diesem reich illustrierten und interessanten Buch, das uns diese faszinierenden Meeresbewohner ein wenig näher bringt, gebe ich gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Leseempfehlung
Lebensader Leitha von Wolfgang Fingernagel; Manfred Pregartbauer
Mit dieser Flussbiografie über die Leitha wird ein Fluss porträtiert, der viele Höhen und Tiefen erlebt hat: Grenzfluss, Wasserspender für die Dörfer an ihren Ufern und die Industrie sowie in letzter Zeit vermehrt Natur- und Freizeitraum, der auch immer öfter trocken fällt (also ohne Wasser ist).
Die Autoren Wolfgang Fingernagel und Manfred Pregartbauer nehmen ihre Leser mit auf eine rund 180 km lange Reise vom Ursprung in Lanzenkirchen, wo sie aus dem Zusammenfluss der Schwarza und Pitten entsteht, bis hin nach Mosonmagyaróvár (Ungarn), wo sie in die Kleine-Donau mündet.
Auf ihrer Reise können wir zahlreiche kulturhistorische Kleinode entdecken. Ihre Bedeutung als Grenzfluss zwischen dem damaligen österreichischen und ungarischen Teil der Donaumonarchie hat die Leitha längst verloren, dennoch zeugen Burgen, Befestigungen und Schlösser von der ehemaligen Wehrhaftigkeit. Zahlreiche Abbildungen und Fotos belegen diese Vergangenheit ebenso wie den bangen Blick in die Zukunft. Warum? Die Leitha ist nicht ganzjährig wasserführend, wie es eine EU-Verordnung für einen Fluss fordert: Hm, die EU schreibt einem Fluss vor, dass er Wasser führt? Möglichst sauber, mit gleichbleibenden Pegelstand etc.? Das klingt jetzt einmal nach „typisch EU-Bürokraten“ und hätte mich sehr interessiert. Leider bleibt es bei der (kryptischen) Erwähnung der EU-Verordnung.
Das Buch ist als Hardcover im Verlag Anton Pustet erschienen und enthält zahlreiche tolle Fotos und Abbildungen. Schon das Cover gefällt mir sehr gut. Auf der Vorsatzseite findet sich eine schematische Darstellung des Flusslaufes und den Ortsnamen links und rechts des Ufers.
Fazit:
Wer sich für Land und Leute dieser Region (Burgenland, Niederösterreich und Ungarn) interessiert, wird in diesem Buch auf beiderseits des Flusses gelegene faszinierende Orte stoßen, die einen Ausflug wert sind. Gerne gebe ich diesem Flussporträt 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Der alte Mann und sein Bild
Ein Bild von einer Frau von Natascha Bub
»Also, ich muss schon sagen, du bist dickköpfiger als ein alter Seemann, kleine Kraut!«
Viele von uns kennen jenes berühmt gewordene Foto von Ernest Hemingway (1899-1961), das ihn mit einem Blue Marlin und einer jungen Frau auf seinem Boot zeigt. Wie es zu diesem Schnappschuss gekommen ist, darüber schreibt Natascha Bub in ihrem Roman.
Die jungen Fotografin Insa Schönberg macht sich kurz nach dem Krieg mit einem alten Fahrrad von Göttingen aus auf den Weg nach Hamburg, um dort bei der bekannten Fotografin Rosemarie Pierer das Handwerk der Fotografin zu lernen. Insa ist 23 Jahre, unbekümmert, unerschrocken und glaubt fest an ihr Glück. Dennoch liegt ein Schatten auf ihrer Vergangenheit, denn ihr Vater ist ohne ein Wort zu verlieren aus ihrem Leben verschwunden. Die Suche nach ihm und dem „Warum“, wird sie zusätzlich anspornen.
Bei einer der zahlreichen Partys fordert sie den Verleger Ledig-Rowohlt zu einer Wette heraus: Sie will und wird den als unberechenbar geltenden Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway fotografieren. Wenig später schifft sie sich nach New York ein. Mit wenig mehr als der Kamera und ein paar Kleidungsstücken trifft sie am Big Apple ein - von Hemingway keine Spur.
Insa durchstreift die Straßen von New York nach lohnenden Fotomotiven und dann gelingt ihr ein außergewöhnlicher Schnappschuss: Auf einer Straßenkreuzung entdeckt sie, ihre Rollei immer schussbereit, eine in sich gekehrte ältere Frau, erkennt in sie als Greta Garbo, reagiert in Bruchteilen von Sekunden und drückt ab. Das Fotos von der alternden Schauspielerin, die „Die Göttliche“ genannt und sich längst aus dem Business zurückgezogen hat, geht als Titelbild des Magazins „Life“ um die Welt.
Nach diesem Foto erhält sie die begehrte Adresse von Hemingway und reist nach Kuba. Man kennt natürlich den trinkfesten »Cheminguey«. Allerdings dauert es eine geraum Zeit, bis sie ihm persönlich gegenübersteht. Der alternde Schriftsteller spielt zwar alle seine Allüren aus, lässt aber Insa bei sich wohnen. Wie wird es Insa gelingen, den Schriftsteller zu einer Fotosession zu überreden?
Meine Meinung:
Die Nachkriegsjahre sind für viele junge Menschen Jahr des Aufbruchs. So auch für Insa Schönberg, deren reales Vorbild die bekannte Fotografin Inge Schönthal-Feltrinelli ist. Wie die Autorin Natascha Bub im Nachwort erzählt, ist dieser Roman eine fiktive Geschichte, die doch im Kern wahr ist.
Beide Hauptfiguren, also Feltrinelli und Hemingway, bieten eine Fülle von Anekdoten und Möglichkeiten, eine fesselnde Geschichte zu erzählen. Das ist der Autorin in diesem penibel recherchierten Roman vortrefflich gelungen. Das eine oder andere ist gut dazu erfunden, manche historische Begebenheit ein wenig „gebogen“, um im Roman den richtigen Platz zu erhalten. Natascha Bub schafft es mit ihrer wortgewaltigen Schilderung, die dennoch die Leichtigkeit der Aufbruchstimmung der jungen Insa verkörpert, ein rasanten farbenprächtiges Kopfkino ablaufen zu lassen. Ich konnte direkt die erotisch aufgeladene Hitze Kubas spüren und das Meer riechen. Die durchzechten Nächte mit und ohne Hemingway zeigen ein unbekümmerte junge Frau, wie sie so wohl nur durch die Nachkriegsjahre entstehen konnte.
Schmunzeln muss ich über den Titel „Ein Bild von einer Frau“. Den kann man nämlich unterschiedlich interpretieren. Erstens ganz sachlich: ein Bild/Foto, das von einer Frau gemacht worden ist oder, gemäß der Redewendung „Ein Bild von einem Mann“ als Kompliment. Wobei bei einem Mann eher Bewunderung im Sinne „der ist ein ganzer Kerl“ (was auch immer hier sehr subjektiv hineininterpretiert wird) mitschwingt.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem schwungvollen, farbenprächtigen, penibel recherchierten historischen Roman eine Leseempfehlung und 5 Sterne.








