Kunden em pfehlungen
Rezensionen von evaki:
I scream, you scream, we all scream for Ice cream…
Lindy Girls von Anne Stern
I scream, you scream, we all scream for Ice cream…
Berlin 1928, keine einfache Zeit für Frauen und junge Mädchen, die mit und ohne Schulausbildung ins Berufsleben starten wollen. Exemplarisch dafür erzählt uns Anne Stern in Ihrem Roman „Lindy Girls“ von Wally, Thea, Gila und Alice in 37 Kapiteln über deren Schicksal und eisernen Willen.
Alle versuchen sich so gut es geht durchzuschlagen und ein selbständiges Leben aufzubauen. Die Emanzipation geht in kleinen Schritten voran - Unabhängigkeit vom Elternhaus, Vorgesetzten oder Partner. Trotzdem ist das alles nicht selbstverständlich und kostet enorme Überwindung und geht leider oft mit Alkohol und Drogen einher. Die neue Musik und Tanzwelle mit Jazz, Swing, Shimmy und Charleston schwappt aus Amerika bis nach Berlin und wird für viele ein Mittel die harte Zeit zu vergessen. Ein Buch, das sich leicht liest und uns die damalige Zeit gut vermittelt, ohne ein Sach- oder Geschichtsbuch mit erhobenem Zeigefinger zu sein.
Rezensionen von Petra Sch.:
gelungener Auftakt der 'Stadt der bösen Tiere'-Reihe
Stadt der bösen Tiere. Die Burg [Band 1 (Ungekürzt)] Stadt der bösen Tiere von Gina Mayer
Die 14jährige Lizzard lebt in Detoit. Ihre Mutter kümmert sich nicht, und ihr Stiefvater, mit dem sie sich gut verstanden hat, ist mit seiner neuen Frau, die Lizzard nicht mag, und ihrer Stiefschwester Esmeralda weggezogen.
Bis sie eines Tages merkt, dass sie mit Tieren sprechen kann. Und diese sie für "die gute Sache" rekrutieren und sie zur geheimen Burg mitten in der Stadt bringen, in der der weiße Tiger Raj regiert.
Doch ist alles wirklich so, wie es auf den ersten Blick scheint?
Auch ohne Vorkenntnisse der 'Internat der bösen Tiere'-Reihe kommt man super in die Geschichte rein, bzw. ist sofort mitten drin in Lizzards aufregendem Leben, die es echt nicht leicht hat in Detroit. Man leidet und fiebert mit ihr mit, v.a. was ihre familiären Belange betrifft (alle ziehen weg, nur ihre alkoholkranke Mutter ist noch da), und der Streit mit dem King. Da war sie mehrmals kurz davor, übel zugerichtet zu werden. Zum Glück sind die Tiere da, mit denen sie (gedanklich) kommunizieren kann.
Sie ist empathisch, sozial, emotional. Ein tolles Mädchen! Ich war nur verwundert, dass sie erst 14 ist, ich hätte sie eher auf 17 geschätzt. Noch dazu, wo sie ganz alleine wohnt.
Sehr spannend fand ich den Aufbau der Burg, wie es dort zugeht, wie die Tiere dort alles verwalten und v.a. das Erlernen der Gedankensprache.
Lizzards Unbehagen kann man auch wirklich gut nachvollziehen. Und wie sich dann das Geheimnis um Raj und die Burg auflöst, und wie Lizzards Abenteuer weitergeht, ist super fesselnd und total kurzweilig.
Gut fand ich, dass die Tiere sich mit denjenigen Menschen zusammenschließen, die mit Tieren kommunizieren können, um ein besseres Miteinander und einen respektvollen Umgang der Menschen mit den Tieren zu erreichen.
Die Sprecherin macht ihren Job großartig!
Mir gefällt, wie sie den Personen und Tieren andere Stimmen verleiht, aber nur leicht abgewandelt, aber trotzdem so, dass man sofort erkennt, wer spricht.
Auch Sprechgeschwindigkeit und Intonation gefallen mir sehr gut.
Fazit:
Ein spannender und phantasievoller Auftakt einer Reihe um die taffe Lizzard, die sich dem Kampf der Tiere anschließt, um ein besseres Miteinander zwischen Menschen und Tieren zu erreichen.
Rezensionen von alekto:
Ruhig erzähltes Thriller-Drama mit Mystery-Elementen vor besonderer Kulisse
Der flüsternde Abgrund von Veronica Lando
Callum Haffenden kehrt nach dreißig Jahren nach Granite Creek zurück, um sich dem Suchtrupp anzuschließen, der von seinem alten Freund Eddy Quade geleitet wird, der ebenfalls kürzlich als Polizist in den Ort zurückgekommen ist. Mit Unterstützung von zahllosen Freiwilligen durchkämmen sie das Dickicht, da Lachie spurlos verschwunden ist, als er allein campen war.
Dabei fürchten sie nur das sich verschlechternde Wetter, das die Suche erschwert, und den aufziehenden Wirbelsturm, bis der über dem Gebiet kreisende Helikopter zufällig einen grausamen Fund macht.
Veronica Lando hat mit Callum Haffenden einen ebenso interessanten wie kaputten Protagonisten für ihren Roman ersonnen, in dessen Leben die Probleme längst überhand genommen haben. Seine fünfzehnjährige Tochter Milly, um deren Erziehung er sich mit Hilfe seiner Eltern bemüht, spricht nicht mehr mit ihm, weil sie ihn nicht auf die Reise in seine alte Heimat begleiten durfte. Hartnäckig weigert sie sich, auf seine Nachrichten zu antworten. Seine Karriere als Journalist befindet sich nach einer erfolgreichen Phase längst auf dem Abstellgleis. Und körperlich eingeschränkt - wie er ist - fällt es ihm schwer, nur wenige Meter durch den Regenwald zu humpeln, ohne in den vom Regen aufgeweichten Boden zu versinken. Was Callum von so vielen anderen kaputten Hauptfiguren in Kriminal- wie Thriller-Romanen unterscheidet, ist seine Leidenschaft für Vögel. So wird jede Szene, in der Lando ihren Protagonisten auf den Regenwald treffen lässt, zum Erlebnis, indem er stets die Vögel zu bestimmen weiß, die ihm dort begegnen. Beispiele dafür sind der Säulengärtner (Amblyornis newtonianus) oder auch der Blaukappen-Paradiesliest (Tanysiptera sylvia).
“Der flüsternde Abgrund” ist ein ruhig erzählter Roman, der über weite Strecken mehr Drama als Thriller ist. Nicht nur Callum hat in seinem Leben zu kämpfen, auch sein Freund Eddy hat es schwer. Der ist nach langer Abwesenheit erst vor wenigen Tagen wieder in Granite Creek eingetroffen, indem er sich nun um seinen Vater kümmern muss, der nach dem Tod seiner Frau niemanden mehr hat. Damit ist Eddy nun der Polizist im Ort. Das ist der Job, den Callums Vater Jahrzehnte zuvor innehatte. Zudem wird Callum nicht von jedem mit so offenen Armen in Granite Creek empfangen wie von Eddy, der sich trotz der widrigen Umstände über das Wiedersehen mit Callum freut. Allen voran ist es Brett Wyatt, der in der Stadt so viel zu sagen hat wie eh und je, der Callum nicht dort haben will. Denn das Verhältnis von Brett und Callum, das in der Vergangenheit von ihrer Rivalität um Pip geprägt gewesen ist, wird nach wie vor von der in ihrer Schulzeit vorherrschenden Antipathie dominiert, die sogar über das Verschwinden von Bretts Sohn Lachie nicht in den Hintergrund tritt.
Einen besonderen Touch erhält “Der flüsternde Abgrund” durch die ungewöhnliche Weise, mit der Veronica Lando mit ihrem Schauplatz arbeitet, wenn sie den Regenwald in jeder Szene, die dort spielt, in dessen Mittelpunkt stellt. Dadurch sind für mich im ersten Drittel dieses Romans alle Kapitel, die als Kulisse den Regenwald haben, zum Highlight geworden. Denn der wird in der Beschreibung der Autorin zum undurchdringlichen Dickicht, wenn kaum Sonnenlicht den Boden zu erreichen vermag und indem sich schon nach wenigen Metern abseits vom Weg die Orientierung verlieren lässt. Bei Lando wird damit der Regenwald selbst zur Schauerkulisse, die an eine düstere Variante eines Grimmschen Märchens erinnert, bei dem Kinder im Wald verschwinden, dessen überwucherte Wege durch Glöckchen anstelle von Brotkrumen markiert sind. In Kombination mit den wiederholt tot aufgefundenen Vögeln, die Callums Weg kreuzen, wird im "Flüsternden Abgrund” eine intensive ungute Stimmung erzeugt, die von Beginn an Schlimmes befürchten lässt. In passender Weise reichert Lando ihren Thriller um Mystery-Elemente an, wenn etwa von Anfang an vom Flüstern die Rede ist, das sich in der Nähe der Boulders hören lässt. Die stellen einen Abgrund dar, wo der Regenwald auf eine Geröll Landschaft trifft. Diese ist von Felsen geprägt, die aussehen, als ob Riesen dort Murmeln gespielt hätten und sie dann einfach liegen gelassen und vergessen hätten. Das Wispern, das sich dort vernehmen lässt, kann auf rationale Weise als Wind, der sich in den Felsspalten bricht, erklärt werden. Und doch scheint es einen in den Abgrund locken zu wollen.
In ihrem Thriller spielt Lando von Beginn an mit der Frage, ob übernatürliche Mächte wie beispielsweise ein mysteriöses Flüstern am Werk sind, oder ob nicht doch von Menschen verübte Taten für die Geheimnisse, die so beharrlich in Granite Creek unter den Teppich gekehrt werden, verantwortlich sind. Einerseits ist es der Autorin dabei gelungen, die Beantwortung dieser Frage lange in der Schwebe zu halten. Andererseits hat sie mich mit der Beschreibung einer eingeschworenen Gemeinschaft im Ort überzeugt, in der jeder dem anderen regelmäßig über den Weg läuft und keiner dem anderen unbekannt ist. Städter, wenn sie sich nach Granite Creek verirren, werden stets außen vor gelassen. Das gilt insbesondere für die Reporter und Journalisten, die über das Verschwinden von Lachie Bericht erstattet haben. Wieder dorthin Zurückgekehrte wie Callum oder sein Freund Eddy werden wenig besser behandelt, wenn sie über die Ereignisse, die sich in ihrer Abwesenheit zugetragen haben, im Unklaren gelassen werden.
So dauert es eine ganze Weile, bis die Handlung im “Flüsternden Abgrund” dann endlich in die Gänge kommt, wenn Callum an der Seite von Eddy realisiert, dass die übermäßige Häufigkeit der in Granite Creek im Regenwald Verschwundenen oder Verunglückten sich nicht allein auf tragische Unfälle zurückführen oder durch Selbstmorde erklären lässt. Trotz seiner ruhigen Erzählweise mangelt es dem Roman nicht an Intensität, da teilweise Spannung aus den darin wiedergegebenen Dramen erzeugt wird. In seinem weiteren Verlauf konzentriert sich der Thriller dann aber mehr auf die Beantwortung der zu Beginn aufgeworfenen Fragen, wenn Lando den so lang in Granite Creek begrabenen und tot geschwiegenen Geheimnissen, die auch Callums Leben geprägt haben, auf den Grund geht.
Rezensionen von Das Echo vom Alpenrand:
Auf den Hund gekommen
Der Hund hat Recht von Elfriede Hammerl
Kaum ist der Hund, nach seiner Rettung aus dem Tierheim, in seinem neuen zuhause angekommen, beginnt er alles in Frage zu stellen, scharfe Kritik zu üben und überhaupt alles besser zu wissen. Von etwaiger Demut und Dankbarkeit keine Spur. Im Gegenteil. Resistent gegenüber allen Einsprüchen, wiederholt er in absoluter Uneinsichtigkeit, stoisch seine Argumente – so lange bis man es endlich begreift:
Der Hund hat Recht!
FAZIT
Ein bissig gewürzter Dialog, der mit einem Augenzwinkern dazu anregt, gängige Verhaltensweisen und Vorurteile neu zu überdenken und zu hinterfragen.
Rezensionen von Arambol:
Hochspannende Lost Places
Stille Falle von Anders de la Motte
"Selbstdisziplin bedeutet, niemals den leichten Weg zu wählen."
Die neunzehnjährige Millionärstochter Smilla Holst ist spurlos verschwunden. Wurde sie Opfer einer erpresserischen Entführung? Welche Rolle spielt dabei ihr ehemaliger Freund Malik Mansur?
In einem unfairen Ränkespiel um Macht und Karriere wird die zunächst leitende Ermittlerin, Kriminalinspektorin Leonore Asker, von ihrem ehemaligen Kollegen Jonas Hellmann äußerst bösartig ausmanövriert und auf ein vermeintlich sinnloses Abstellgleis geschoben.
Als die neue Leiterin der sogenannten "Reserveabteilung für hoffnungslose Fälle und verlorene Seelen" kommt sie dem Holst-Fall dann aber schneller als erwartet wieder ganz nah.
Die Jagd nach dem Troll hat begonnen:
einem Gespenst aus der Vergangenheit.
Trotz diverser Handlungsstränge auf verschiedenen Zeitebenen und einer Vielzahl an handelnden Personen ist man als Leser dieses Kriminalromans niemals überfordert und kann der komplexen Erzählung weitestgehend problemlos folgen. Die einzelnen Kapitel sind dabei übersichtlich kurz man ist regelmäßig versucht, "nur noch dies eine Kapitel" zu lesen. Zumal der angelegte Spannungsbogen ein durchgehend hohes Niveau erreicht und zahlreiche Storywendungen zur sehr abwechslungsreichen Geschichte beitragen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen, die über 500 Textseiten fliegen nur so dahin.
Mit der Hauptprotagonistin Leo Asker erschafft der Autor einen jederzeit glaubhaften Charakter mit enormen Tiefgang, sehr offensichtlich erkennt man ihre ganz persönlichen und individuellen Stärken und Schwächen. Eine Identifikation fällt leicht.
Mit "Stille Falle" liefert Anders de la Motte einen ganz hervorragenden und ultraspannenden Kriminalroman ab. Sehr gelungener Serienauftakt: ich freue mich auf die Fortsetzungen.
Uneingeschränkte Leseempfehlung.
Rezensionen von brauneye29:
Sehr schöne Geschichte
Die Eisfischerin vom Helgasjön von Frieda Lamberti
Zum Inhalt:
Als Rieke aufgrund eines Unfalls nicht mit in den Skiurlaub kann, scheint das ihrem Lebensgefährten Marco nicht sonderlich viel auszumachen. Sie wundert sich zwar, macht sich aber selbst auch auf zu einer Reise nach Schweden wo sie unerwartet auf einen früheren Studienkollegen trifft. Und nicht nur die schwedische Landschaft hinterlässt Spuren.
Zurück in Deutschland erfährt sie dann Dinge, die ihr komplettes Leben auf den Kopf stellen.
Meine Meinung:
Das war ja mal ein ausgesprochen schönes Buch und so völlig anders als ich erwartet hatte. Irgendwie hatte ich eine kitschige Liebesgeschichte erwartet, aber das Buch war völlig anders. Rieke hat mir als Typ richtig gut gefallen und ihre Entwicklung erst recht, da kam dann auch Marco dann doch sehr ins Staunen. Für mich ein Wohlfühlbuch, dass viel zu schnell zu Ende war.
Fazit:
Sehr schöne Geschichte
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Bergbauernschicksal
Heumahd von Susanne Betz
Das Buch beginnt mit dem Tod des Bauern. Vroni, die hinterbliebene Witwe muss herausfinden, ob sie den Bergbauernhof alleine bewirtschaften kann.
Sehr realistisch geschildert leidet man mit der jungen Bäuerin. Hofft auf gutes Wetter und lässt sich ganz und gar hineinziehen in diese karge, mühevolle Zeit mitten ins Karwendelgebiet.
Leseempfehlung!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Knuddelboy
Kalmann und der schlafende Berg von Joachim B. Schmidt
Kalmann hat mich im 1. Band begeistert. Dieser geistig etwas schwache, entzückende junge Mann, den man einfach knuddeln möchte.
Leider kann der 2. Band mich nicht so in seinen Bann ziehen. Die Geschichte erscheint mir zu konstruiert und möchte meines Erachtens zu viele verschiedene Themen unterbringen.
Für ein nettes Lesewochenende reicht es aber allemal.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Japanische Gefühlswelt
Ich nannte ihn Krawatte von Milena Michiko Flasar
Japan ist räumlich weit von meinem Zuhause entfernt. Aber nicht nur geografisch, sondern auch die Gefühlswelt, das Leben - wie man lebt - ist völlig anders als in Europa.
Da gibt es einen jungen Mann, der sein Zimmer kaum noch verlassen kann, weil er mit dem Leben nicht mehr zurecht kommt. Als er schließlich im Park auf einen anderen Mann trifft, beginnt er, sich seinem Leben wieder zu öffnen.
Fremd ist sie, diese japanische Welt mit ihren Werten und Normen. Und dennoch irgendwie vertraut.
Flasar schafft es in ihren Büchern immer wieder, mich völlig in ihren Bann zu ziehen.
Großartige Schriftstellerin! Leseempfehlung!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Unsichtbare Frauen
Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen
Die Geschichte hat zweifelsfrei ein interessantes Setting. Dennoch hat mich dieses Buch gelangweilt. Dass Frauen entscheidende Entdeckungen machen und Männer dafür die Preise einheimsen, ist nichts Neues. Das hätte interessanter, weniger langatmig und mit einem besseren Sprachstil umgesetzt werden können.











