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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C. P.:

Was gut beginnt wandelt sich leider zur Klischeestory

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen von Emily Henry

Nora Stephens ist eine erfolgreiche New Yorker Literaturagentin, Worcaholic und mal wieder solo. Ihre jüngere Schwester Libby ist genau das Gegenteil, verheiratet, romantisch veranlagt und mit dem dritten Kind schwanger. Und sie schafft es, Nora davon zu überzeugen, mit ihr für ein paar Wochen Urlaub in Sunshine Falls zu machen, wo auch ein Roman von Noras Autorinnen spielt.

Bucket-List inklusive. In dem kleinen Kaff ist nichts los, und dennoch läuft Nora ausgerechnet dort dem Lektor Charlie Lastra über den Weg, mit welchem sie in einem früheren Verhandlungsgespräch mal aneinandergeraten war.
Was zunächst unterhaltsam begann ließ leider mit der Zeit stark nach. Nora ist nicht auf den Mund gefallen, ihre freche Art mochte ich schnell gern lesen. Der im Klappentext angekündigte arrogante und unnahbare Lektor ist dies ebensowenig wie Nora arrogant ist, vielmehr haben sich beide nur mal auf dem falschen Fuß erwischt. Wer hier Enemy-to-Lovers erwartet: nein, das ist eher simples Missverständnis-to-Lovers. Und hier ist auch schon der nächste Punkt, welcher mir missfiel: Die beiden sind sich jeweils schnell einig, dass der bzw. die andere heiß ist und beide aufeinander stehen. Und dennoch katastrophisiert Nora alles unnötig mit der unsinnigen Begründung, das ginge doch nicht, sie würden doch in derselben Branche arbeiten, Ausrede über Ausrede, und ausserdem sähe Libbys Bucket-List vor, jemanden aus dem Dorf zu daten. Aha. Was für ein Quatsch. Und auch in weiteren Punkten verliert sich das Buch nach und nach in Klischees wie darin, ein Gewerbe aus dem Ort zu retten. Oder der Schwester, welche die Protagonistin gutgemeint zu ihrem Glück zwingen will, nach eigener Interpretation wohlgemerkt. Was ich ebenfalls überhaupt nicht nachvollziehen konnte war Noras Panik, unbedingt 24/7 für ihre KundInnen erreichbar sein zu müssen, damit diese sich nicht ungeliebt fühlen. Will mir die Autorin wirklich weismachen, dass da eine Starautorin psychisch zusammenbricht, nur weil sie ihre Agentin nicht umgehend mitten in der Nacht erreicht? Da war mir generell zuviel künstliches Drama und ich-will-aber-darf-nicht im Roman.
Was witzig und unterhaltsam anfing wandelte sich leider von vielversprechend zu überzogen und unnötig katastrophisiert.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat Potenzial nach oben

Die Perlenjägerin von Miya T. Beck

Zum Inhalt:
Beim Tauchen wird Kishi vom Geisterwal in die Welt der Toten entführt und ihre Zwillingsschwester Kai lässt sich durch nichts davon abhalten sie zu retten und im Ozean nach ihr zu suchen. Die Göttin der Unterwelt bietet ihr einen Tausch an. Gegen eine magische Perle soll Kishi freikommen, doch wie findet man ein Wesen, in dessen Besitz die Perle ist, dass seine Gestalt wandeln kann?
Meine Meinung:
Zunächst muss ich auf die wunderschöne Cover- und Schnittgestaltung eingehen, die wirklich richtig schön sind.

Gut gefallen haben mir auch die Karten im Buch. Was die Geschichte angeht, hätte ich mir gewünscht, dass es auch ein wenig mehr um das Perlentauchen gegangen wäre. Aber nun ist es halt nicht so. Was recht interessant war, waren die Einblicke in die japanische Mythologie. Insgesamt aber hatte ich auch etwas Mühe alles so richtig zu verstehen, denn da vermischte sich oft Götterwelt und Realität. Potenzial hatte die Geschichte, aber ganz ausgereift erschien mir das Buch nicht.
Fazit:
Hat Potenzial nach oben

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Rezensionen von C. P.:

Vorurteile und Selbstjustiz

Monster von Nele Neuhaus

Der neueste Fall für Pia Sander und Oliver von Bodenstein erhitzt leider schnell gewisse Gemüter im Volk. An der erdrosselten 16-jährigen Larissa werden u. a. DNA-Spuren eines jungen Asylbewerbers gefunden, dieser umgehend per Fahndung gesucht. Zwar offiziell zunächst als Zeuge, doch wirkt diese Meldung wie ein Brandbeschleuniger für diejenigen, welche ihren Hass auf Asylbewerber nun noch mehr bestätigt sehen.

Leider ist der gesuchte Mann unauffindbar und es ist nicht sicher, ob er untergetaucht oder nun selbst Opfer eines Verbrechens wurde. Schließlich wird kurz darauf ein zu Tode misshandelter Mann aufgefunden, welcher vor Jahren für den Tod einer Schwangeren verantwortlich war. Handelt es sich um einen Fall von Selbstjustiz?
Tatsächlich geben sich in diesem Roman Vorurteile und Selbstjustiz die Hand, teilweise ausgelöst durch den Mord an Larissa, teilweise eben dadurch erst ins Visier der Ermittlungen geraten. Die Ermittlungen laufen alles andere als gradlinig und bieten somit ausreichend Möglichkeiten zum Miträtseln. Als störend empfand ich die privaten Problemchen der Pia Sander, die sich primär durch ihren uneinsichtigen Ehemann ergeben, was auch Dauer irgendwann nervte. Zudem legt die Autorin sehr offensichtlich im Roman eine Verbindung zu einer weiteren Ermittlerin, die Pia Sander evtl ablösen könnte, was ich als zu konstruiert empfand, das mögen andere anders sehen.
Ein spannender, verzwickter Fall, nervige Privatprobleme, brisante soziale Themen und ein etwas zu superlatives Ende - mit ihrem Roman zeigt die Autorin die Monster in den Menschen und um sie herum.

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Rezensionen von gerlisch:

Solider Thriller

Das Nord von Anna Winberg Sääf; Katarina Ekstedt

Alex sein Leben dümpelt eher aussichtslos vor sich hin, als er plötzlich von seinem Kumpel Emil ein unerwartetes, aber erstklassiges Jobangebot als Commis de Cuisine im namhaften Restaurant "Nord" in Schweden geradezu aufgedrängt bekommt. Doch was er anfangs für einen Glücksgriff hält, entpuppt sich nach und nach zu einem Alptraum ungeahnten Ausmaßes.

Der Schreibstil dieses düsteren Thrillers ist gut und leicht zu lesen. Die Autoren haben mit dem Setting im kalten Norden Schwedens eine beklemmende Atmosphäre geschaffen, trotzdem sind die verschneiten Landschaften wunderschön beschrieben.
Mit Alice, der Chefin des Restaurants "Nord" wurde eine geheimnisvolle Figur geschaffen, die mir im Verlauf der Geschichte immer unsympathischer wurde und den eher naiven Alex mit ihren Machtspielchen immer mehr vereinnahmt hat. Erzählt wird die Handlung aus Sicht von Alex, wie er immer weiter in einen Strudel aus Intrigen gerät.
Der in einer Restaurantküche herrschende Konkurrenzkampf und der Stress wurde hier gut dargestellt, genauso wie die Beschreibungen der außergewöhnlichen und erlesenen Gerichte.
Der Aufbau des spektakulären "Endkampfs" hat mich allerdings nicht wirklich überzeugt, hier hatte ich das Gefühl, dass etwas fehlte hinsichtlich der im Laufe der Story eingewebten Spuren und Hinweise. Für mich ist "Das Nord" daher ein solider Thriller, der mich gut unterhalten hat, aber auch bezüglich der Fortsetzung noch ausbaufähig ist.

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Rezensionen von C. P.:

Brutale Morde im Großbereich Hamburg

Agonie von Lea Adam

Die Umweltaktivistin und Influenzerin des Online-Kanals Miras Mission wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden, ausgeweidet wie ein Tier aus der Massentierhaltung. Zwar haben ihr diverse Hater und Online-Trolle mit ihren Kommentaren ein ebensolches Schicksal angedroht, doch kann man diese anonymen Spinner wirklich ernst nehmen? Zudem stellt sich die Frage, woher Mira das Geld hatte, um sich eine Luxuswohnung in der Hamburger Hafencity leisten zu können.

Die Mordermittlerin Jagoda „Milo“ Milosevic und ihr Partner Vincent Frey tappen bzgl. der Beweggründe des Täters zunächst im Dunkeln. Erst recht, als ein weiterer Mord mit derselben Handschrift in keinerlei Verbindung zur Influenzerin zu stehen scheint.
Agonie ist der zweite Band des Autorinnenduos Lea Adam, in welchem sie Milo und Vince eine perfide und brutale Mordserie aufklären lassen. Ebenso mit an Bord ist die Rechtsmedizinerin Susanne Süß, wenn auch diesmal nicht ganz so stark vertreten wie im ersten Band.
Wer den ersten Band Stigma gelesen hat kennt bereits die direkte Art sowie die Schlagabtäusche zwischen Milo und Frey, welche von Freys Seite nach seiner Schussverletzung zunächst etwas zynischer ausfallen. Wieder sehr unterhaltsam zu lesen. Das Privatleben der beiden spielt im Hintergrund mit, grätscht hier und da in die Handlung hinein, ohne die Ermittlungen auszubremsen. Als Extra gibt es wieder Einschübe der Tatperson in kursiver Schrift zu lesen, wodurch die Beweggründe und das Verständnis für die Morde sehr greifbar werden.
Die Morde sind kaltblütig und brutal, einige Details am Fundort werden natürlich erwähnt, die Ausführung der Bluttaten an sich wird jedoch nicht beschrieben. Nicht minder schockierend empfand ich die Details aus der Massentierhaltung des Großkonzerns, welcher während der Ermittlungen in den Fokus gerät.
Agonie ist ein spannender Hamburger Thriller, welcher diesmal Einblicke in die grausame Welt der Massentierhaltung bietet.

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Rezensionen von sello:

sehr emotional

GUY'S GIRL von Emma Noyes

Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde es schön, dass es wie ein Gemälde aussieht und kein Foto ist. Nun zum Buch selbst:
Dieses Buch war ein emotionales Buch. Emma Noyes schreckt nicht vor den Emotionen zurück, die mit psychischen Problemen und Essstörungen einhergehen, zwei sehr wichtige Themen die heutzutage wichtiger sind als je.

Die Geschichte dreht sich um Ginny und Adrian, aber es gibt auch einige großartige Nebenfiguren, die wirklich hervorstechen, bei denen man nicht anders kann als mehr wissen zu wollen. Die Beziehung zwischen Ginny und Adrian ist nicht nur realistisch geschrieben, sie geht auch einem ans Herz. Normalerweise finde ich mich eher im Fantasy Genre wieder aber ich bereue nicht eine Sekunde dieses Buch gelesen zu haben. Guy´s Girls ist ein wundervolles Debüt von Emily Noyes und ich bin schon gespannt was wir noch von der Autorin erhalten werden.

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Rezensionen von Claudia R:

bewegend ...

Preis der Träume. Life is a Story - story.one von Elif Aktürk

Klappentext / Inhalt:

Wann wärst du bereit die Grenze zu überschreiten? Für deine Freiheit? Für deine Familie? Oder für deine Träume? Nicht deine eigenen Grenzen, sondern die Grenzen... deines Landes? Dies ist nicht die Geschichte der verzweifelten Menschen , die in der Notwendigkeit beschließen, in eine ungewisse Zukunft jenseits der Grenzen ihres Heimatlandes zu wagen.

Und dies ist auch keine Erzählung über den Mut oder die Angst der Menschen, die gegen alle Herausforderungen, sich für die riskante Flucht entscheiden, um den Weg in eine neue, gemeinsame Zukunft voller neuen Möglichkeiten zu treten. Nein, diese Geschichte handelt von deren ahnungslosen Kind, dessen Welt lediglich in Unschuld gehüllt ist. Sie ist nur eine einzige von vielen.

Cover:

Das Cover zeigt einen Teddy am Strand sitzen und verschwommen in der Ferne eine Gestalt vor dem Wasser stehend. Optisch ist das Cover sehr schön und interessant umgesetzt. Es passt gut zur Geschichte.

Meinung:

Berührend, bewegend und eine Geschichte, die ans Herz geht. Die Geschichte wird aus Sicht eines kleinen 5 jährigen Jungen erzählt, der Veränderungen wahrnimmt und sie auf seine Art und Weise deutet.

Inhaltlich möchte ich hier eigentlich gar nicht allzu viel verraten. Ich empfehle aber auf jeden Fall, diese Kurzgeschichte zur Hand zu nehmen und von dieser erfasst zu werden.

Man muss dazu sagen, dass die Autorin selbst erst 15 Jahre als ist und mit ihren Eltern 2017 aus der Türkei nach Deutschland gekommen ist. Deutsch ist somit nicht ihre Muttersprache, was man an einigen Stellen durchaus merkt, was aber zugleich auch gut zur Geschichte passt. Bewundernswert, wie gut, geschickt und sprachlich versiert diese junge Autorin diese bildlichen Beschreibungen, herüber bringt. Die kindliche Sicht vermittelt sie sehr sicher und wortgewandt. Man kann sich gut in das Kind und seine Art hineinversetzen. Das kindliche umspielt eine gewisse Naivität und zugleich ist die Angst und die Bedrohung spürbar. Auch Hugo, dem Teddy der Kindes, wird eine wichtige Rolle zuteil und ist wichtiger Bestandteil. In die Gedanken und Emotionen kommt man gut hinein. Als Erwachsener Leser versteht und deutet man meist mehr, als das was erzählt wird und so merkt man schnell die Gefahr und hofft dennoch auf das DORT. Träume und Hoffnung sind ein großer Bestandteil, aber auch Trauer und Angst. Ein Buch, welches nachdenklich stimmt und berührt. Mich hat es mitgenommen und bereits nach den ersten Seiten gepackt, so dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnten.

Durch die recht kurzen Kapitel kommt man schnell voran und es ist schnell gelesen. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar. Auch die kurzen Phrasen eines Gedichts vor den Kapitelanfängen bringen eine gewisse philosophische Note mit sich. Poetisch, bildlich und nachdenklich stimmen die Beschreibungen hier schnell nachdenklich. Man ist nah am Geschehen und wird von diesem gepackt und mitgenommen. Man selbst befindet sich in den Situationen und hofft auf das DORT und Besserung. Doch die Wendung trifft einen hart und berührt.

Optisch gut gestaltet und auch die Gliederung hat mir gut gefallen. Einige Grammatik- und Rechtschreibfehler haben für kleinere Stolpersteine in der Flüssigkeit des Leseflusses gesorgt, aber jetzt nicht übermäßig gestört. Alles in allem lässt es sich sehr angenehm und flüssig lesen.

Eine berührende und bewegende Geschichte, der ich gern 4,5 Sterne geben würde, die ich hier auf 5 Sterne aufrunde.

Fazit:

Berührend, bewegend und eine Geschichte, die ans Herz geht.

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Rezensionen von KimVi:

Große Gefühle

My Unexpected Surprise von Piper Rayne

Fisher Greene ist Sheriff von Sunrise Bay und definitiv nicht auf der Suche nach einer festen Partnerin. Im Gegenteil, denn der Tod seiner Mutter, den er in jungen Jahren ansehen musste, hat ihn so tief getroffen, dass er nie wieder jemanden so nah an sich heranlassen möchte. Als er bei einem Besuch im Krankenhaus völlig unverhofft Allie wiedersieht, wird er damit konfrontiert, dass der One-Night-Stand den die beiden vor ein paar Monaten hatten, nicht ohne Folgen geblieben ist.

Denn Allie ist schwanger. Fisher will Verantwortung übernehmen und deshalb bittet er Allie, bei ihm einzuziehen. Doch Allie träumt von der großen Liebe und nicht von einer Zweckgemeinschaft. Doch schon bei ihrem One-Night-Stand hat Fisher klar geäußert, dass das überhaupt nicht sein Ding ist....

„My Unexpected Surprise“ ist bereits der fünfte Band der Reihe um die Mitglieder der Familie Greene. Da in jedem Teil der Serie ein anderes Paar im Zentrum des Geschehens steht, kann man die Bände auch unabhängig voneinander lesen. Allerdings fällt es deutlich leichter, die Übersicht über die Familienmitglieder zu behalten, wenn man die Reihenfolge einhält. Außerdem darf man sich dann über ein Wiedersehen mit Charakteren freuen, die man bereits aus vorherigen Teilen kennt. 

In diesem Band dreht sich alles um Allie und Fisher. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptakteure, geschildert. Dadurch bekommt man nicht nur einen hautnahen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle, sondern kann außerdem beobachten, wie sie aufeinander wirken und was sie voneinander denken. 

Beide wirken vom ersten Moment an sympathisch und deshalb kann man sich ganz auf ihre Geschichte einlassen. Das Knistern zwischen den beiden steigert sich von Seite zu Seite. Die Gefühle wirken nachvollziehbar und nicht zu dick aufgetragen. Aufgelockert wird das Ganze durch die Einmischungen von Ethel und Dori, die für ihre Verkupplungsmethoden bekannt sind. In diesem Band trifft man außerdem auf einige Mitglieder der Familie Bailey, die man aus einer anderen Buchreihe des Autoren-Duos kennt. Fans dieser Reihe werden sich bestimmt darüber freuen, durch kurze Gastauftritte zu beobachten, wie es diesen Charakteren mittlerweile geht. 

Eine wundervolle Fortsetzung der Reihe, die durch sympathische Charaktere und große Gefühle überzeugt.

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Rezensionen von Lesestern:

Das Old Depot Grocery und seine faszinierende Geschichte

Der Laden der unerfüllten Träume von Amanda Cox

„Der Laden der unerfüllten Träume“ von Amanda Cox ist ein wunderbares Lesevergnügen aus dem Haus des Francke-Buch Verlags in Marburg und ist im Juni 2023 erschienen.
Ein über mehrere Generationen bewährter Laden, der Old Depot Grocery, der für die Menschen in seiner Umgebung zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt geworden ist, steht im Mittelpunkt des Geschehens.

Die Handlung des Romans beginnt, als die jüngste der Generationenreihe, Sarah Ashby nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes in ihre Heimat zurückkehrt.
Ihr alter Traum und der Wunsch eines Neubeginns zusammen mit ihrer Mutter und Großmutter scheitert an dem Entschluss ihrer Mutter, das alte Laden-Geschäft aufzugeben…
Mein Leseeindruck:
Amanda Cox nimmt uns mit ihrer emotional-bewegenden Generationengeschichte mit hinein in drei unterschiedliche Frauenschicksale.
Die Zeitebenen wechseln von der Gegenwart in die Vergangenheit und gewähren einen Rückblick bis in das Jahr 1965.
Dort beginnt die Geschichte von Sarahs Großmutter Glory Ann, die mit dem Baby ihres im Krieg gefallenen Verlobten schwanger ist und von ihren Eltern zu einer Vernunftehe gedrängt wird.
Was daraufhin geschieht und sich entwickelt, ist dank Amanda Cox fesselndem Schreibstil, ihren authentisch gezeichneten Charakteren und einer geheimnisvoll-faszinierenden Story ein besonderes Leseerlebnis.
Die Kapitel sind in einer angenehmen Länge und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Mein Fazit:
Ein Buch, das schnell zum Lieblings-Buch avanciert und dessen Protagonisten einem von Seite zu Seite ans Herz wachsen- für mich eines meiner Lese-Highlights.
Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin!

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Rezensionen von Petra Gruber:

Vom Bleiben und Gehen

Lichtungen von Iris Wolff

Iris Wolff hat mich mit ihrem Roman „Die Unschärfe der Welt“ über eine Familie im Banat völlig begeistert. Deshalb wurde ich auch auf ihren aktuellen Roman aufmerksam. Wieder steht im Mittelpunkt ein Protagonist, der Vorfahren in der deutschsprachigen Minderheit hat. Lev ist noch zur Zeit der Diktatur geboren, ist jung, als die Grenzen geöffnete werden.

Er ist aber einer, der bleibt. Bis er sich endlich überwindet und Kato in der Schweiz besucht und mit ihr nach Frankreich fährt.
Damit startet der Roman. Das Wiedersehen, die Begegnung von Kato und Lev, beide jung, aber nicht mehr ganz jung. Sie ist Künstlerin, verdient ihr Geld als Straßenmalerin, er arbeitet in Rumänien für ein Sägewerk. Es hat so lange gebraucht, bis die Zeit reif wurde, dass er zu ihr fährt. Und das, obwohl sie seit ihrer Kindheit eng verbunden sind. Sie sind zusammen zur Schule gegangen, sie waren sich sehr nahe, aber Kato wollte Freiheit, Lev bleiben.
Sprachlich und thematisch ist der Roman ein großer Genuss. Wir erfahren viel über die Vielfalt der Kulturen in Rumänien, die wechselhafte Geschichte, über den Alltag, was die Menschen bewegt. Wir lernen Lev in unterschiedlichsten Lebenslagen kennen, seine Gedanken, das, was ihn beschäftig. Aber auch Nebenfiguren werden lebendig gezeichnet und erzählen spannende Geschichten.
Der Roman wird nicht chronologisch erzählt, es gibt Zeitsprünge vor und zurück. Und auch viele Auslassungen. Geschichten werden anerzählt, aber nicht zu Ende geführt.
Hier liegt für mich auch der Kritikpunkt. Ich mag es, wenn nicht chronologisch erzählt wird, aber hier fand ich es oft schwer einzuordnen und mitzukommen, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Und auch die Lücken waren mir zu groß. Ein wenig mehr an Zusammenführung der Erzählfäden hätte ich mir gewünscht.
Dennoch ein sehr schön erzählter, schön zu lesender Roman! Ein guter Start ins Bücherjahr 2024!

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