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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Buchchecker :

Krönender Abschluss! Ich bin von der kompletten Reihe restlos begeistert!

Don't Kill the Dragon - Die schwebende Stadt : Mitreißende Urban Fantasy - das atemberaubende Finale der Don't Kill Reihe von Kate L. Gorien

"Don't Kill the Dragon - Die schwebende Stadt" ist der krönende Abschluss der "Don't Kill"-Trilogie von Kate L. Gorien, die mich restlos fasziniert und begeistert hat.

Die Geschichte entführt die Lesenden in die fantastische, aber lebensfeindliche Welt von Danu, in der Liz, Ash und Morgan vor einer schier unüberwindbaren Herausforderung stehen, während ihre Freunde in Farnsworth einen verzweifelten Kampf gegen einen übermächtigen Feind führen.

Die Autorin versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und mit unvorhersehbaren Wendungen zu überraschen. Durch die lebendigen Beschreibungen erwachte die Welt von Danu vor meinen Augen zum Leben. Die Charaktere wirken so authentisch und greifbar, dass ich mich sofort mit ihnen verbunden fühlte. Sie müssen sich ihren Ängsten stellen und über sich hinauswachsen, um gegen ihre mächtigen Feinde anzutreten. Die Handlung bleibt dabei stets dynamisch und temporeich und die Kampfszenen sind mitreißend beschrieben und sorgen für einen regelrechten Adrenalinschub beim Lesen.  

"Don't Kill the Dragon - Die schwebende Stadt" besticht nicht nur durch actiongeladene Kämpfe und spannende Wendungen, sondern auch durch liebenswerte Protagonisten, humorvolle Dialoge und eine rasante Handlung. Die vielschichtigen Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte zu wahren Helden, deren Schicksal man gebannt verfolgt.

Insgesamt ist die gesamte "Don't Kill"-Reihe ein absolutes Highlight für alle Fantasy-Fans. Kate L. Gorien hat hier eine mitreißende Geschichte geschaffen, die mit Action, Spannung, Humor und Magie begeistert. Und auch wenn dieser Band ein wirklich guter Abschluss der Reihe war, wage ich es dennoch, auf eine Fortsetzung zu hoffen. ...

Von mir gibt es deshalb eine ganz klare Empfehlung für alle Fantasy-Fans.

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Rezensionen von Claudia R:

unterhaltsamer Kinderkrimi

Die Raben-Bande von Sandra König

Klappentext / Inhalt:

Die jungen Detektive der Raben-Bande genießen gerade ihr wohlverdientes Eis, als plötzlich ein merkwürdiger Flyer ihren Weg kreuzt.
Huch, was ist denn das?
Aufmerksam und mit Schrecken lesen sie, dass im Ahnepark Giftköder ausgelegt werden und es bereits einige Hunde getroffen hat.

Ein klarer Fall für die Raben-Bande, wie die Kinder finden. Wer unschuldigen Hunden etwas zuleide tut, dem sollte das Handwerk gelegt werden.
Aufgeregt und voller Elan stürzen sich die Kinder in die Ermittlung und bringen mehr ans Tageslicht als nur den vermeintlichen Täter. Dabei begegnen sie auch der mysteriösen Frau aus einer anderen Zeit. Was hat sie mit dem Fall zu tun? Und werden es die Kinder schaffen, die Hunde zu retten?
Seid dabei, wenn die Raben-Bande ihren zweiten Fall löst, und helft kräftig mit.

Cover:

Das Cover zeigt eine Gruppe von Kindern und wirkt zugleich interessant und abenteuerlich. Optisch und farblich ist es toll gestaltet und passt auch sehr gut zu den anderen Covern der Reihe.

Meinung:

Die ist der zweite Band der Reihe Die Raben-Bande. Mir war der dritte Band bereits bekannt, den ersten und zweiten kannte ich noch nicht. Da die Fälle in sich geschlossen sind, kann man die Bücher auch durchaus und gut unabhängig voneinander lesen.

Ich war sehr gespannt auf diesen Fall und kam auch sehr schnell und gut ins Geschehen hinein. Giftköder wurden im Park ausgelegt und unschuldige Hunde dadurch in Gefahr gebracht, doch die Raben-Bande versucht dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sch gut und flüssig lesen. Man kommt schnell in die Handlungen und auch die Charaktere hinein. Man kann dem Geschehen und auch den Ermittlungen gut folgen. Es ist spannend und auch fesselnd aufgebaut, zugleich aber auch sehr interessant und unterhaltsam.

Die Schriftgröße ist gut und passend gewählt und auch die Kapitel haben eine gute Länge. Die Kapitelanfänge sind deutlich sichtbar und die Kapitelüberschriften passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.

Der Fall ist spannend umgesetzt und man bleibt hier gern am Ball und folgt gespannt den Geschehnissen. Man wird gut unterhalten und auch die Interaktion der Charaktere ist toll umgesetzt. Ein toller und gelungener Kinderkrimi.

Fazit:

Unterhaltsamer Kinderkrimi, mit Spannung, wissenswerten Informationen und einer Prise Humor.

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Rezensionen von stina23:

Fantasy für junge LeserInnen

Emblem Island - Der Fluch der Nachthexe von Alex Aster

Tor, ein zwölfjähriger Junge, ist mit seinem Schicksal unzufrieden. Er wurde als Anführer geboren, das sieht man an seinem Zeichen am Handgelenk. Jeder Mensch in Tors Welt wird mit einem Emblem geboren, das sein Los und seine Bestimmung ist. Mit der Erfüllung seines Neujahrswunsches ändert sich für den Jungen alles.

Er wird sein Zeichen los und stattdessen erscheint ein anderes – ein verfluchtes Auge. Mit seinem Freund Engle und seiner Mitschülerin Melda, die durch eine Berührung mit Tors neuem Emblem ebenfalls verwünscht sind, macht er sich auf den gefährlichen Weg zur Nachthexe. Sie soll den Fluch lösen…
Ich habe mich für das Buch entschieden, nachdem mich die Leseprobe begeistert hatte. Leider hielt die Begeisterung beim Lesen dann nicht mehr so lange an. Die Grundidee der Geschichte finde ich gut, die Umsetzung nicht ganz so geglückt. Die drei Hauptprotagonisten sind nicht sehr originell. Der leidenschaftliche Esser und Optimist als bester Freund, die oberschlaue, nervige Schulkollegin und natürlich der Held sind Stereotype, die mir schon zu oft in Büchern vorkamen. Schön ist, dass sie sich im Laufe des Buches weiterentwickeln. Richtig sympathisch wurden sie mir aber nicht und es fiel mir schwer, mit ihnen mitzufiebern. Zusätzlich ist die Geschichte recht vorhersehbar, wodurch ebenso nur wenig Spannung aufkommt. Obwohl es auch gruselig zugeht, endet für mich so manche Passage zu abrupt.
Der Gedanke, sich nicht mit seinem Schicksal abfinden zu wollen und seinen eigenen Weg zu finden und zu beschreiten, ist für die angesprochene Altersgruppe passend. Auch die Abenteuer und Gefahren, denen sich die Freunde stellen und so ihre Zusammengehörigkeit zeigen, sind Themen, die altersadäquat sind.
Vielleicht haben jüngere LeserInnen mehr Freude an diesem Buch. Das Ende ist offen und der zweite Band „Emblem Island – Der Fluch der vergessenen Stadt“ wird angeteasert.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:

Der Schrecken war nicht vorhersehbar

Trophäe von Gaea Schoeters

jedenfalls nicht für mich.
Gaea Schoeters ließ mich mit ihrem Roman zwischen Entsetzen und Faszination schwanken.
Ein Großwildjäger namens Hunter! versucht das letzte Tier, ein Nashorn, der sogenannten Big Five, zu erlegen. Nachdem ihm das nicht gelingt, beschränkt sich die Jagd nicht mehr nur auf die Big Five sondern auf die Big Six.

Und ab hier erfolgt der noch schonungslosere Blick auf die letzten Konsequenzen des Tuns, die Grenzen der Jagd und darüber hinaus.
Ein sehr herausfordernder Roman, eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für Großwildjäger….

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Rezensionen von Claudia R:

magisch unterhaltsam

Magie hoch zwei - Die fiesen Omas von Sibylle Luig

Klappentext / Inhalt:

Die magischen Zwillinge Elli und Idi freuen sich auf ihre ersten gemeinsamen Sommerferien: Idi und ihr Vater ziehen von Hamburg nach Berlin zu Elli und ihrer Mutter. Doch die Vorfreude wird getrübt, als Ellis Familie neue Nachbarn bekommt: ausgerechnet die beiden Oberhexen Oma Matilda und deren Schwester Esther.

Sie wollen Elli und Idi zu »richtigen« Hexen erziehen. Aber mit ihrer unsinnigen Zauberei bringen sie die Mädchen nur in Schwierigkeiten. Ihr Vater droht sogar, den Umzug abzublasen. Und weil das auf keinen Fall geschehen darf, schmieden Elli und Idi gemeinsam mit Philip einen Plan, wie sie die fiesen Omas stoppen können. Doch es stellt sich heraus, dass Philips Plan ebenso gefährlich wie genial ist …

Cover:

Das Cover wirkt sehr fröhlich und farbenfroh. Zwei Mädchen in einer Schwimmhalle sind darauf erkennbar. Farblich und auch optisch ist es toll umgesetzt und der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Covern der Reihe ist erkennbar.

Meinung:

Dies ist bereits der zweite Band dieser Reihe um die magischen Zwillinge Idi und Elli. Man kommt sicherlich auch ohne Vorkenntnisse ins Geschehen hinein, da die Ereignisse jedoch nahtlos ineinander greifen und um alle Zusammenhänge besser zu verstehen, ist ein Lesen in Reihenfolge zu empfehlen. Mir waren die beiden anderen Bände (Band 1 und 3) bekannt, auch wenn dies schon etwas her war, aber ich kam dennoch sehr schnell und gut wieder in die Geschehnisse hinein.

Hier wird für allerhand Trubel gesorgt und der Umzug von Idi und ihrem Vater nach Berlin steht an, doch kommen da so einige Unpässlichkeiten dazwischen. Wer und was dazwischenfunkt sei hier noch nicht verraten.

Wer mehr erfahren möchte, nimmt am Besten selbst das Buch zur Hand. Inhaltlich wird hier nicht gespoilert und nicht zu viel erzählt. Daher halte ich mich mit inhaltlichen Angaben bewusst zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und locker lesen. Schnell kommt man ins Geschehen und die Charaktere hinein. Die Charaktere sind toll durchdacht. Idi und Elli kannte ich bereits durch die vorherigen Bände und mochte sie schon dort. Die Geschehnisse und Handlungen werden bildlich beschrieben und man kommt schnell in diese hinein.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich so sehr gut lesen. Die Kapitelanfänge sind deutlich erkennbar und auch die Überschriften sind passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.

Die schwarz-weiß Illustrationen zwischendurch lockern das Ganze sehr gut auf und runden den Gesamteindruck gut ab. Die Bilder sind niedlich gestaltet und toll gezeichnet.

Die Geschichte ist spannend, humorvoll und unterhaltsam. Einige überraschende und chaotische Wendungen gehören auch dazu und alles in allem wird hier ein toller Lesespaß geboten.

Fazit:

Spannende und unterhaltsame Fortsetzung der magischen Zwillinge Idi und Elli.

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Rezensionen von Anno:

Eine Idee, eine Gurke und viele Eimer Kartoffelsalat

Die Stadtgärtnerin, Band 1 - Lieber Gurken auf dem Dach als Tomaten auf den Augen! von Gina Mayer

Toni zieht mit ihrer Mutter Liese in ein großes Mehrfamilienhaus in der Stadt, dabei möchte Liese viel lieber aufs Land. Doch das Mädchen fühlt sich wohl in diesem großen Haus, mit seinen vielen bunten Bewohnern. So beschließt sie mit ihren Freunden deinen Dachgarten anzulegen um ihrer Mutter eine Freude und ihr das Zuhause schmackhaft zu machen.

Denn eines steht für Toni fest, ihre Freunde verlässt sie nicht. Ich war erst skeptisch ob das Thema Garten Kinder wirklich genug interessiert um darüber ein Buch lesen zu wollen. Doch der locker leichte Schreibstil, die Entstehung des Dachgartens und die Geschichten der Kinder und Hausbewohner erwiesen sich als erstaunlich vielfältig und interessant. Aber auch die Informationen rund um die Gartenarbeit wurden geschickt präsentiert. Teilweise sind sie natürlicher Bestandteil der Handlung, es existieren jedoch auch im Buch verteilt Infokästen mit interessanten Spielideen, Anregungen und Bauanleitungen für den eigenen kleinen Garten. Bereichernd unterstützen sie dabei die eigentliche Geschichte auf eine schöne unaufdringliche Weise. Auch die Charaktere und die Handlung machte auf mich einen sehr plastischen Eindruck, der mich als Vorlesende und das zuhörende Kind problemlos in das Geschehen eintauchen und es miterleben lies. Ja, dieses Buch konnte meine anfängliche Skepsis völlig entkräften. Es hat Spaß gemacht es zu lesen und weckte tatsächlich die Lust des Kind zu gärtnern. Toll!
Band 2 erscheint voraussichtlich im Oktober 2024

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Rezensionen von Tobias Kallfell:

Wunsch und Wirklichkeit

Zeit der Schuldigen von Markus Thiele

Was ich an Markus Thiele und an seinen Büchern, die ich kenne, sehr schätze: Er leuchtet Grauzonen des Rechts in Deutschland aus und lässt sich dabei von wahren Fällen inspirieren. So war es bei „Die sieben Schalen des Zorns“ (vgl. dazu eine frühere Rezension), und so ist es auch bei seinem neuesten Werk „Zeit der Schuldigen“.

Hinzu kommt seine Expertise als Jurist. Man merkt seinen Büchern an, dass er sich fachlich gut auskennt und auf diese Weise lernt man beiläufig auch noch etwas über das Rechtssystem in Deutschland dazu.



Seine Bücher dürften insbesondere für Fans von „True Crime“ interessant sein, die an der Nachzeichnung einer realen Prozesshistorie interessiert sind. Thiele orientiert sich an dem Fall von Frederike von Möhlmann. Wer z.B. Ferdinand von Schirach oder die Justiz-Krimis von Florian Schwiecker und Michael Tsokos mag, der wird bestimmt auch an den Büchern von Markus Thiele Gefallen finden. Und eines gleich vorweg: Thiele muss den Vergleich mit den genannten Autoren nicht scheuen. Das beweist sein neuestes Werk einmal mehr. Er schreibt fesselnd, lebendig, man bleibt an den Seiten haften und er fordert die Leser:innen zum Nachdenken heraus. Der Fall, den er in „Zeit der Schuldigen“ schildert, wird nicht nur packend erzählt, der Stoff zeigt Grenzen des Rechts auf und emotionalisiert sehr stark. Und auch sein Nachwort ist erhellend und kenntnisreich (Mein Rat: dieses sollte man allerdings erst im Nachgang lesen, sonst büßt der Handlungsverlauf vermutlich an Spannung und an Überraschungseffekten ein).



Der Roman ist auf zwei Zeitebenen angesiedelt. Auf der gegenwärtigen Handlungsebene verfolgen wir das Geschehen um die Kommissarin Anne Paulsen, die den tatverdächtigen Volker März für sein Verbrechen Jahrzehnte nach der Tat auf ihre eigene Weise zur Rechenschaft ziehen will. Und auf der Vergangenheitsebene erhalten wir Einblick in die Beziehungsverhältnisse des Opfers und vollziehen den Kampf des Vaters um Gerechtigkeit nach. Und eines kann ich versprechen: Mit zunehmendem Handlungsverlauf wird man als Leser:in immer stärker emotional gepackt. Man taucht immer tiefer in den Fall ein und ist fassungslos, dass Recht und Gerechtigkeit so weit auseinander liegen können. Doch ich will nicht zu viel verraten. Lasst euch selbst mitreißen! Nur so viel: Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Gesetzeslage in Deutschland so ausschaut. Und ich habe mir häufiger die Frage nach dem „Warum“ gestellt.



Thieles Schreibweise hat mir gut gefallen. Seine Schilderungen von Handlungsorten und Figuren sind klar und greifbar. Die Charaktere wirken lebensecht und sind facettenreich gestaltet worden. V.a. die psychische Belastung des Vaters vom Opfer wird in meinen Augen spürbar! Wie konnte dieser Mann das alles nur verkraften und die verschiedenen Verfahren durch die Instanzen aushalten? Man fühlt mit ihm mit. Beim Lesen entstehen stets Bilder vor dem inneren Auge. Ein gutes Zeichen! Und man erkennt an vielen Stellen, dass Thiele sich auskennt und weiß, wovon er schreibt. Das merkt man z.B. schon daran, wie er die arbeitsorganisatorischen Abläufe bei der Polizei oder die Vernehmungen von März darstellt.



Den Grad an Spannung empfand ich durchweg als hoch, ich wollte stets wissen, wie es weitergeht und hatte während der Lektüre stets genügend offene Fragen im Kopf, die mich zum Weiterlesen und später zum Verschlingen des Buchs animiert haben. Zum Ende zieht die Spannung spürbar an. Der Autor eröffnet zahlreiche Spannungsbögen, die immer wieder gut unterbrochen werden. Sehr geschickt! Auch gab es immer einmal wieder gut platzierte Überraschungen, mit denen ich im Vorfeld nicht gerechnet habe. Die Darstellung der Verhandlungen empfand ich ebenfalls als eine große Stärke des Buchs. Gebannt verfolgt man die Prozesse und die damit verbundene Rechtsprechung. Sie wirken allesamt sehr authentisch, was natürlich daran liegt, dass der Autor sich in diesem Bereich als Jurist bestens auskennt.



Und noch etwas Lobenswertes: Der Autor entlässt mich nach der Lektüre nachdenklich. Er wirft viele (v.a. auch moralische) Fragen auf, die man für sich selbst klären muss. Auch habe ich mich an einigen Stellen gefragt, wie Beteiligte bestimmte Dinge mit sich selbst vereinbaren können. Das finde ich großartig und es wertet das Buch noch einmal zusätzlich auf, weil der Inhalt dadurch nachhallt. Nach meiner Erfahrung gibt es nicht viele Werke, die eine solche Wirkung haben. Kurzum: Ich bin von „Zeit der Schuldigen“ begeistert. Von mir gibt es 5 Sterne (= herausragend)!

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Rezensionen von spozal89:

leider nicht meins...

Mein Name ist Lilith von Nikki Marmery

Ich bin wahrlich nicht gläubig und kenne mich mit Bibelgeschichten nicht aus, aber die Geschichte um Adam und Eva ist mir bekannt. Auch Lilith ist mir im Großen und Ganzen ein Begriff gewesen. Der Klappentext und auch das Cover haben mich überzeugt. Ich finde die Idee der Autorin super, Lilith in ein anderes Licht zu stellen, da ich das selbstbewusste und die Art sich einem Mann nicht unterzuwerfen bei ihr Klasse finde.

Auch die Leseprobe hat mir dann an sich gefallen, zumindest soweit, dass ich weiter lesen wollte. Der Schreibstil war mir da zwar schon ein wenig suspekt, aber zumindest wurde die Geschichte so formuliert, dass man auf jeden Fall Liliths Weg weiter verfolgen wollte. Leider habe ich das Buch aber nach ein paar Kapiteln abbrechen müssen, weil die Geschichte zunehmend wirrer wurde und ich einfach nicht mit dem Wortbuilding und dem Thema warm wurde. Als Lilith Yem „verführt“ und sich während des Aktes in eine Schlange verwandelt, fand ich das so skurril, dass ich nicht mehr weiter lesen wollte. Scheinbar verstehe ich die Poesie hinter dem Ganzen nicht, oder ich bin einfach nicht die richtige Zielgruppe als Leser. Daher kann ich die Geschichte leider nicht empfehlen, aber es gibt sicherlich Leser, die die Geschichte feiern werden.

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Rezensionen von Kwinsu:

Wendungen & Geheimnisse

Blutrot von Lilja Sigurðardóttir

Erneut darf Wirtschaftsermittlerin Áróra in einem Fall ermitteln, der eigentlich nicht ihr Metier ist - eine Entführung. Der Firmenchef Flosi findet sein Haus chaotisch und ohne seine Frau vor - dafür entdeckt er eine Lösegeldforderung, die ihn auffordert, eine beträchtliche Summe aufzutreiben, um seine Frau freizukaufen.

Durch einen schottischen Steuerberater wird Áróra auf den Fall angesetzt und gemeinsam mit dem Polizisten Daniel und seinem Team beginnt eine Suche mit vielen Wendungen und ein Wettlauf gegen die Zeit...

Auch im zweiten Teil der Áróra-Reihe von Lilja Sigurdardóttir begibt sich Áróra auf die panische Suche nach ihrer Schwester Ísafold, die uns bereits im ersten Teil fesselte. Die Hauptprotagonistin wirkt fest entschlossen so lange nach ihrer Schwester zu suchen, bis sie sie findet. Dann kommt der Entführungsfall ins Spiel und der Schwerpunkt der Geschichte verlagert sich. Vorerst ist völlig unklar, was genau geschehen ist, peu à peu kommen jedoch Geheimnisse rund um Flosi zum Vorschein, die langsam Licht ins Dunkle bringen. Immer mehr Details bauen die Spannung auf, die Auflösung ist schlussendlich unerwartet, wenn auch nicht überraschend. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss aufrecht erhalten. Der Schreibstil der Autorin ist, wie im ersten Teil, einfühlsam und gleichzeitig nordisch kühl, die sehr kurzen Kapitel bringen eine kurzweilige Dynamik. Einzig die Namensgebung des Krimis ist meines Erachtens nicht allzu passend, denn Blut spielt keine große Rolle - ohne Zweifel ist er aber jedenfalls, gemeinsam mit dem Cover, ein definitiver Eyecatcher.

Zentral ist auch in diesem Teil die besondere Beziehung Áróras zu dem Polizisten Daniel, die ein gewisses Knistern und die Hoffnung auf ein Happy End für die beiden mit sich bringt. Die Polizeiarbeit hat in diesem Krimi eine wesentlich größere Rolle als im ersten Werk der Reihe und wir können in etlichen Kapiteln auch Kolleg:innen von Daniel bei ihrer Arbeit begleiten. Die isländische Mentalität spielt in "Blutrot" keine so große Rolle wie in "Höllenkalt" und auch die gesellschaftskritischen Betrachtungsweisen tauchen hier viel weniger auf. Nichts desto trotz thematisiert Sigurdardóttir kritisch Steuerhinterziehung und Geldwäsche und lenkt so den Fokus auf scheinbare Kavaliersdelikte, die der Gesellschaft letztendlich großen Schaden bringen. Da ich den ersten Teil kenne, kann ich nicht hundertprozentig beurteilen, wie eigenständig dieser Folgekrimi ist - ich würde aber dringend empfehlen, die Reihe chronologisch zu lesen, da im ersten Teil die wesentlichen Figuren eingeführt werden und hier nun schon einige Vorinformationen von Vorteil sind, um ihre Authentizität nachvollziehen zu können. Sigurdardóttir hat jedenfalls die große Gabe, ihre Charaktere eindrücklich zu schildern und sie somit zum Leben zu erwecken.

Mein Fazit: "Blutrot" ist ein kurzweiliger Islandkrimi mit vielen Wendungen, der bis zum Schluss spannend bleibt. Die Autorin weiß zu fesseln und hat ein besonderes Talent ihre Charaktere vielschichtig und authentisch zu machen. Die gesellschaftskritische Komponente und die teils philosophischen Gedankengänge sind hier viel weniger vorhanden wie in "Höllenkalt", der Fokus liegt eindeutig auf den kriminellen Handlungen der Protagonist:innen. "Blutrot" ist ein solides Werk, das die Vorfreude auf den abschließenden, dritten Teil der Reihe nur befördert!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

Hunter White geht auf die Jagd

Trophäe von Gaea Schoeters

Leider, das Jagfieber hat mich nicht mitgerissen, ich finde das ewige Anschleichen und Lauern, die Sucht nach Trophäen, ziemlich ermüdend, da kann auch die Erinnerung an Hemingway nicht helfen. Dieser Roman über Gier und Überheblichkeit, Selbstüberschätzung und die Macht des Geldes kippt schließlich, es ist nicht mehr klar, wer Jäger ist und wer Beute, wem man vertrauen kann und was das alles für einen Sinn hat.

Die Sprache wird unerträglich pathetisch, als Fazit bleibt: Afrika ist kein Abenteuerspielplatz und mit Menschenleben spielt man nicht.

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