Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Spannung pur von der ersten bis zur letzten Seite
Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück von Ulf Kvensler
Dieses Buch fällt schon vom Äußeren in jeder Buchhandlung auf. Denn es ist grün, total grün, vorne, hinten, oben, unten, alles grün, sehr sehr grün. Ein geschickter Werbe-Gag, und ein verdienter Werbe-Gag, denn meiner Meinung nach ist dieser Thriller absolut empfehlenswert für alle, die fingernägelkauende Spannung mögen.
Wie jedes Jahr wollen die Anwältin Anna, ihr Verlobter Henrik und ihre beste Freundin Milena bei einem mehrtägigen Wanderausflug in der wilden Natur von Schwedens Norden Abstand von ihrem Alltag gewinnen. Kurz vor Abreise bittet Milena ihre Freunde darum, erstmalig ihre noch ganz frische Liebesbeziehung, den klettererfahrenen und sportlichen Jakob, mitzunehmen. Nach einigen Diskussionen erklären sich Anna und Henrik dazu bereit, obwohl sie Jakob nicht kennen. Das erste Kennenlernen verläuft einigermaßen problemlos. Doch was im Verlaufe der Wanderung geschieht, ist unfassbar und tödlich.
Wer dieses Buch zu lesen beginnt, sollte die Türklingel, Handy und Telefon auf stumm stellen und ausreichend Verpflegung neben dem Leseplatz zurecht legen. Denn der Thriller ist atemberaubend spannend, und dies von der ersten bis zur letzten Seite! Diese Spannung baut sich aber nicht allein durch die erzählten Geschehnisse auf. Sondern der Roman ist grundsätzlich genial konstruiert. Erzählt wird aus dem Blickwinkel von Anna, einer trainierten und taffen Frau, die mit großer Sensibilität ihre Mitwanderer und sich selbst wahrnimmt und das Verhalten deutet. Und der Leser erlebt beim Lesen tatsächlich selbst eine Fülle von starken Gefühlen: Überforderung, Sieg über sich selbst, Todesangst, Wut, narzisstische Empfindlichkeit, Aggression, Zuneigung und abgrundtiefer Hass - nichts wird ausgelassen. Durch eingefügte spätere polizeiliche Vernehmungsprotokolle werden in winzigen Schritten dem Leser aus völlig anderen Perspektiven weitere Informationen zum Verlauf der Wanderung vermittelt. Diese Twists lassen den Leser immer wieder neu zweifeln an den eigenen Vermutungen. Das schwedische Lappland, insbesondere der Nationalpark Sarek, in seiner einzigartigen beeindruckenden, nahezu unberührten Natur, der häufige Wetterwechsel, die Kälte der Gletscher und die extremen Herausforderungen, die dort an Wanderer gestellt werden, finden auf außerordentlich intensive Weise bildhaft den eiskalten Hintergrund des Thrillers.
Kurzum: Besser kann man einen Thriller nicht schreiben.
Rezensionen von lesen=liebe:
Erfrischend anders
Lesen NERVT! - Bücher? Nein, danke! (Lesen nervt! 1) von Jens Schumacher
Dieses tolle Erstleserbuch ist erschienen bei arsEdition und umfasst ca. 75 Seiten. Lesen nervt! ist bestens geeignet für Leseanfänger*innen, aber auch für fortgeschrittene Leser*innen.
Lange, lange schon, bin ich auf der Suche nach einem wirklich coolen Erstleserbuch. Meistens sind die Geschichten so langweilig, dass man einfach die Freude verliert.
Dieses Buch ist erfrischend anders. Zugegebenermaßen neigt man nach den ersten Seiten wirklich dazu Karolines Rat zu befolgen und das Buch wegzulegen. Das sollte man aber auf keinen Fall tun. Das Buch ist gespickt mit Wortspielen, Lückentexten, lustigen Geschichten und Gedichten. Grundsätzlich muss man dieses Buch nicht von vorne bis hinten lesen, sondern kann sich die einzelnen Texte herauspicken.
Das Layout gefällt mir auch sehr gut. Die Buchseiten sind ganz schlicht in Braun gehalten, dafür sind die Illustrationen, grell leuchtend und echte Eyecatcher.
Mein Sohn geht jetzt in die erste Klasse und kann schon lesen, für ein ganzes Buch fehlt aber noch die Motivation und die Routine. Er hatte richtig Spaß an den einzelnen Geschichten, besonders die mit den Lückentexten fand er toll. Wirklich eine super Idee, die ich mir unbedingt merken muss.
Rezensionen von lesen=liebe:
Diskriminierung hat viele Gesichter
Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen von Olaolu Fajembola; Tebogo Nimindé-Dundadengar
Ein sehr wichtiges Thema, über das man mit Kindern unbedingt sprechen muss. Durch dieses Buch wird klar gemacht, wie viele Gesichter Diskriminierung wirklich hat. Neben Rassismus und Bodyshaming auch Klassismus. Diese Einteilung und gute Strukturierung erlaubt es auch mal schnell in das jeweilige Thema hineinzublättern.
Ich kann aus diesem Buch wahnsinnig viel mitnehmen. Einerseits gibt es gute Ratschläge, dass wir/unsere Kinder nicht zu Tätern werden, aber es ist auch sehr hilfreich für den Fall, dass wir zu Opfern werden. Gut finde ich, dass über verschiedene Kulturen aufgeklärt wird, anstatt zu verurteilen. Das ist nämlich seit jeher das größte Problem, dass wir Angst vor dem Unbekannten haben und deshalb dazu neigen zu diskriminieren und zu verstoßen. Außerdem findet Diskriminierung auch oft unbewusst und ohne Absicht statt. Paradebeispiele sind Faschingskostüme, Kinderlieder, diverse Kinderbücher. Unglaublich wie viele verwerfliche Beispiele es gibt, die in diesem Buch aufgelistet werden. Ich unterstelle den Kindern in keiner Weise, dass sie mit einem Indianerkostüm diskriminieren wollen, aber es ist unsere Aufgabe als Eltern und Pädagog*innen zeitgemäß zu agieren.
Rezensionen von lesen=liebe:
Ich will nach Böllersum ziehen
Bella und die Böllersum-Bande von Karin Gothe
Bella und die Böllersum-Bande ist ein wunderschönes Kinderbuch für geübtere Leser*innen ab 8 Jahren.
Bella ist die Anführerin der Böllersum-Bande. Gemeinsam mit ihren Freunden kämpft sie gegen die Schließung ihrer geliebten Zwergenschule.
Ich habe dieses Buch fast in einem Zug gelesen. Irgendwie fühlte ich mich sehr in meine Kindheit zurückversetzt.
Kinder gehen einfach ihre Wege und keiner weiß wo sie sind und das schon in der Grundschule. Das alles wäre in der heutigen Zeit unvorstellbar und ein Kind, das dieses Buch liest, wird mehr als irritiert sein.
Nichtsdestotrotz ist diese Geschichte einfach wunderbar geschrieben. Obwohl es sich um eine sehr alltägliche Geschichte handelt, ist sie keineswegs langweilig. Mit Bella wird es einfach nie langweilig. Bella ist selbstbewusst, weißt was zu tun ist und man möchte direkt wie Bella sein. Die Geschichte vermittelt eine wichtige Botschaft. Nämlich, dass es sich zu kämpfen lohnt, auch wenn es noch so aussichtslos ist und dass man alles schaffen kann, wenn man zusammenhält.
Der einzige winzige Kritikpunkt ist, dass Bellas Beziehung zu Timo etwas zu seicht beschrieben ist. Schließlich kennen sie einander schon ihr Leben lang. Ihre Beziehung ist sehr distanziert, weil Timo etwas Wichtiges verheimlicht. Mir fehlt hier die Aussprache zwischen den beiden.
Rezensionen von sello:
Richtiges Italien-Feeling, witzig und unterhaltsam
Die Spaghetti-vongole-Tagebücher von Stefan Maiwald
Mich hat bei diesem Buch definitiv der Titel neugierig gemacht da dessen Untertitel doch einige Fragen aufwirft. Als ich das Buch in der Hand hielt war ich doch überrascht das es einen Stoffeinband hatte und das einige der Seiten rötlich gefärbt wurden. Aber ich fand das diese ungewöhnlichen Designentscheidungen zu dem Buch einfach passen.
Der Autor hat einen interessanten Schreibstil. Ich konnte mir vieles perfekt vorstellen, wie sein Leben in Italien, auch wenn ich selber noch nie dort war. Im Laufe des Buches gibt es hier und da ein Rezept was ganz gut zur leichten Chaotik des Buches passt. Was beachtet werden muss ist, das das Buch schon einige Anekdoten aus dem Leben des Autors hat. Wenn einen so etwas nicht interessiert dann ist das Buch vielleicht nichts für dieses Person. Ich fand die biografischen Szenen ganz interessant und sie halfen zu verstehen was für eine Person der Autor ist.
Die Geschichte selbst ist sehr humorvoll geschrieben und auch ich musste hin und wieder lachen. Das Buch ist sehr locker, mit der Kapitelunterteilung und wie es sich lesen lässt. Ich finde es eignet sich gut zum zwischendurch lesen wenn man mal etwas Abwechslung braucht.
Mir hat das Buch ganz gut gefallen auch wenn es nicht zu meinen sonstigen Lieblingsgenres passt.
Rezensionen von Natalie:
Gelungener Auftakt
Küstenwahn von Sebastian Dobitsch
Privatdetektiv Liam Hopkins, hoch verschuldet nimmt einen Auftrag auf der schottischen Insel Widow Peak an. Dort befindet sich eine verrufene Psychiatrie in der drei Mitarbeiter spurlos verschwunden sind. Schon früher sind Menschen dort spurlos verschwunden. Liam soll die Mitarbeiter finden. Damit er nicht mit dem Geld abhaut, wird ihm Sonya zur Seite gestellt.
Getarnt als Patienten werden sie auf die Insel eingeschleust, wo sie bald merken, in welchen Schlamassel sie reingerutscht sind…
Mein Fazit: ein gelungener Auftakt rund um Privatermittler Liam. Als Leser wird man - wie auch die Protagonisten- ein ums andre Mal mit einer Wendung überrascht. Schon bald weiß man nicht mehr, wem man was glauben kann und wer noch zu den „Guten“ gehört. Durch dieses ganze „Chaos“ war bei mir die Neugierde, wie es denn weitergehen kann immer sehr hoch. Alles in allem ein sehr spannender Thriller, der auf jeden Fall Lust auf den nächsten Band macht.
Rezensionen von Natalie:
Gelungener Auftakt
In dunklen Wäldern von Rieke Jost
Lodi Lenke wird beim aktuellen Fall mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert - eigentlich wollte sie keinen Fuß mehr in einem Wald setzen. Doch der aktuelle Leichenfund verlangt genau das. Wird Lodi es schaffen, ihr Kindheitstraums zu überwinden und gemeinsam mit ihrem Kollegen Thomas den Fall lösen?
Mein Fazit: Ein durchaus gelungener Reihenauftakt rund um Lodi.
Der Spannungsbogen bleibt über den gesamten Verlauf aufrecht und man kann als Leser gut mitfiebern. Vor allem auch Lodis eigene Probleme bringen nochmal eine eigene Dynamik mit rein. Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen und auch die Auflösung des Falls finde ich nachvollziehbar und gut gelöst. Ein spannendes Buch, dass ich gern weiterempfehle.
Rezensionen von Streiflicht:
Will man nicht mehr weglegen!
Töchter des Aufbruchs von Marie Pierre
Ich glaube, ich habe inzwischen alle Romane von Maria W. Peter gelesen und nun schon voller Spannung auf ihr neues Buch, das sie als Marie Pierre veröffentlicht hat. Der Auftakt zum dreiteiligen Werk um das Pensionat an der Mosel ist ihr bestens gelungen. Wenn man erstmal angefangen hat, möchte man das Buch nicht mehr weglegen.
Wie immer bei ihren Büchern merkt man, dass die Autorin bestens recherchiert und sich die Zeit nimmt, den historischen Hintergrund nicht nur selbst kennenzulernen, sondern auch den Lesern nachzubringen. Alleine die Literaturliste hinten im Buch ist schon beeindruckend. Und gleichzeitig schafft sie es, all dieses Wissen so in der Geschichte unterzubringen, dass man es mit Begeisterung liest. Es macht einfach Spaß, in die Vergangenheit einzutauchen – wie eine kleine Zeitreise. Die Atmosphäre der damaligen Industrie- und Militärstadt kommt so gut rüber, dass man den Rauch zu riechen meint und die Stiefel der Soldaten dröhnen hört. Man kann so gut mitfiebern und mit den Figuren mitfühlen. Sie sind so authentisch beschrieben, dass man regelrecht in einen Sog gerät und einfach immer weiterlesen möchte. Gleichzeitig will man nicht, dass das Buch endet. Mich hat am Ende nur getröstet, dass es ja bald schon weitergeht und ich mich dann schon in wenigen Wochen Teil 2 dieser Trilogie widmen kann.
Pauline ist eine wunderbare Frau, die eine tolle Hauptfigur abgibt. Es macht Spaß, mit ihr zu unterrichten und auf die Mädchen im Pensionat zu achten. Alles ist detailreich und anschaulich beschrieben, aber es ist nie zu viel oder überbordend, sondern genau richtig. Viele historische Romane sind inzwischen einfach langweiliger Mainstream, aber bei Maria weiß man immer, dass man richtig abtauchen kann. In die Geschichte, aber auch in die Geschichte, also die Historie, dahinter. Man lernt noch richtig viel und alles hat eine wunderbare Tiefe. Ich lese inzwischen hauptsächlich Krimis und Thriller, aber bei ihren Romanen mache ich immer wieder voller Begeisterung eine Ausnahme! Unbeeeeedingt lesen!
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Ein tolles Buch
Lichtungen von Iris Wolff
Iris Wolff hat in diesem leisen, unaufgeregten und sehr tiefsinnigen Roman gleich mehrere Themen wunderbar miteinander verknüpft.
Vergangenheitsbeweltigung, die Suche nach sich selbst und nach der Zukunft sowie das Streben nach Individualismus und Freiheit. Kato und Lev haben eine Art Verbindung die immer wieder auf die Probe gestellt wird.
Nichts vermag jedoch ihre Verbindung jemals ganz zu lösen. Die freigeistige Kato und der eher Stille Lev ergänzen sich in meinen Augen wirklich hervorragend und ihre Verbindung ist wirklich sehr besonders. Immer wieder scheint sie vermeintlich zu zerreißen doch nie endet sie ganz. Dieses Gefühl der Verlässlichkeit trägt sie durch die Jahre und hat mich wirklich sehr beeindruckt. Diese Kontinuität der sich immer wieder annähernden und sich wieder voneinander entfernenden Protagonisten war wirklich sehr gut, komplex und toll geschildert.
Rezensionen von Streiflicht:
Leider nicht mein Fal
Der letzte Ouzo von Hanna von Feilitzsch
Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, weil die Geschichte gut klang und mich neugierig gemacht hat. Zugleich spielt das Buch auf der griechischen Insel Páros, was mir noch mehr Lust auf die Lektüre gemacht hat. Leider kam und kam ich nicht in das Buch rein. Ich hab es mehrfach versucht, aber es hat einfach nicht gefunkt.
Die Hauptfigur blieb für mich merkwürdig blass und es kam einfach kein Gefühl für sie in mir auf. Christina ist eine Wiedereinsteigerin bei der Polizei und war für meinen Geschmack etwas zu empfindlich, als sie eine Leiche fand. Sie hat ja vorher – wie immer wieder betont wird – in Athen bei der Mordkommission gearbeitet, da sollte ihr das nicht so viel ausmachen. Zumal sie die Frau ja nicht kennt. Ihr Verhalten war mir leider irgendwie fremd und nicht nachvollziehbar. Auch mit den anderen Figuren bin ich nicht warm geworden.
Schade, aber leider einfach so gar nicht mein Fall.











