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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nil_liest:

Mega tolle Reihe, auch Band 4 wieder unschlagbar gut!

Sommerby 4. Am schönsten ist es in Sommerby von Kirsten Boie

Wir sind Wiederholungstäter und haben vor diesem 4. Band noch mal die Nase in die anderen 3 Bände gesteckt und das Wissen um die Figuren aufgefrischt.
Herrlich wie schön Teil 4 zu Ostern passt und in diesen Frühling, wenn alles anfängt zu blühen und zu keimen. Genau diese Stimmung wird sehr gut in dem Buch aufgefangen.

Oma Inga und ihre Kate in Sommerby, herrlich.
Alle wieder mit dabei, aber etwas geschockt waren wir in der Tat auch über Gomera. Wie kommen die Eltern der drei denn darauf? Wieso das denn?!!! Also eben alle Kinder: Mats, Martha und Mikkel fahren zu Oma Inge und die Eltern nach Gomera. Jedem das seine.
Und hier komm ich gleich zu dem ersten überzeugenden Punkt zu dieser Reihe und warum es so toll ist diese vorzulesen: die 360 Grad Betrachtung. Hier findet die Reibung von Großmutter und Mutter genauso statt wie alle drei Kinder und wie jeder miteinander interagiert. Es werden Beziehungen, Standpunkte, Lebensweisen beleuchtet und jeder und jede Art und Person darf so sein wie er möchte.
Daher auch eine tolle Reihe zum Vorlesen. Auch für Erwachsene eine differenzierte Geschichte. Jeder hört da besonders mit dem Herzen hin, was ihn oder sie anspricht.
Dann auch gleich der Hinweis zum Lesealter. Ich denke, diese Geschichten über Sommerby ist idealer Vorlesestoff, wenn man Kinder über verschiedene Altersstufen hinweg hat (Vorschule bis Ende der Grundschulzeit). Zum Selbstlesen sollten die kleinen Lesetiere schon gut lesen können, aber auf jeden Fall ein Grundschul-Lesebuch, ab der 3. Klasse.
Zum Inhalt will ich gar nicht so viel verraten, nur dass es wieder hoch hergeht. Vor allem wird viel vermisst. Die einen werden physisch gesucht, die anderen mit dem Herzen vermisst.
Geschrieben, wie immer in einem Wohlfühl-Norddeutsch von Kirsten Boie! Ich liebe ihren Sprachgebrauch, die Art und Weise wie sie Geschichten erzählt. Eine große Bereicherung für kleine Leser:innen.
Für mich, wie auch für viele andere, ist Kristen Boie einer DER Autorinnen für junge Leser unserer Zeit und hat bei uns schon Kultstatus. Astrid und Kisten sind bei uns schon Klassiker! Diese Reihe um Sommerby wird sich da nahtlos einreihen.

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Rezensionen von inya:

sehr gut

Astrids Vermächtnis - Roman (Schwesterglocken-Trilogie 3) von Lars Mytting

Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten, aber es zeigt genau um was es in diesem Buch geht, um die Schwesternglocken. Auch wird angedeutet, dass das Buch in Norwegen spielt. In diesem Band der Trilogie befinden wir uns im zweiten Weltkrieg. In diesem Buch wird auf eine fesselnde, packende und natürlich niederschmetternde Art und Weise gezeigt und beschrieben was ein Krieg aus den Menschen machen kann und wie diese im Krieg agieren können bzw.

wie sie sich entscheiden. In diesem Buch werden auch wieder starke Frauen gezeigt, die gegen alle Widerstände ihren Weg gehen und ihrer Zeit voraus sind. Ich habe zwar die ersten zwei Bände der Trilogie nicht gelesen, konnte mich aber dennoch direkt in die Geschichte einfinden und war gefesselt von dem Inhalt und dem sehr angenehmen Schreibstil des Autors. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen.

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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

Falling for Dr. Heartless von Cassia Bieber

Dieses Buch spielt in einem Krankenhaus, dem Angelis Memorial Hospital. Es gehört der reichen und angesehen Familie Angelis. Ares, der älteste Sohn (eigentlich Adoptivsohn) ist CEO des Krankenhauses. In diesem Krankenhaus beginnt Lexy als Healthcare Managerin. Sie kennt die Familie, da ihr Vater Chauffeur der Familie ist.

Sie lebte auf dem Anwesen, bis sie zum Studium wegzog. Ihre Jugend lang schwärmte sie für den jüngeren Sohn Ikaros der Familie, der auch im Krankenhaus arbeitet. Doch ihren ersten Kuss schenkte sie Ares, den sie eigentlich nicht leider konnte. Auch jetzt ist eine gewisse Spannung zwischen den beiden. ...
Ich mochte die Geschichte und den Schreibstil der Autorin grundsätzlich sehr. Die Geschichte entwickelt sich in einem angemessenem Tempo und grob kann man sich auch gut in die Handlungsweisen und Eigenheiten der Charaktere hineinversetzen. In die Tiefe ging es dabei allerdings einen Tick zu wenig. Ich hätte mir ein bisschen mehr Tiefgang an einigen Stellen gewünscht und ein wenig mehr vom Krankenhaus - dies war irgendwie nur Schauplatz und Deko, floss aber nicht wirklich in die Handlung ein. Umso mehr die Familien, die wirklich gut dargestellt wurden und wo man das Verhältnis zueinander gut nachvollziehen konnte.

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Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:

Bewegt, inspiriert, unangepasst, Paris war eine Frau

Die Entflammten von Simone Meier

Höchst lebendiges, leidenschaftliches Porträt der Frau, die Van Gogh berühmt gemacht hat. Jo van Gogh-Bonger , studiert, entschlossen, smart, waghalsig, ist in die Geschichte eingegangen. Sie findet mit ihrer unweiblichen Art eine Strategie für den damals zu hundert Prozent von Männern beherrschten Kunstmarkt.

 
Simone Maier fiktionalisiert die Geschichte. Über hundert Jahre später,
im zweiten Teil ihres Buches treffen sich die beiden Protagonistinnen Jo und Kunsthistorikerin Gina zu einem Dialog über die Zeit in der sie leben. Eine faszinierende virtuelle Begegnung.
„In jeder anderen Weltliteratur ist diese Art der Kunstfreiheit, des ’magischen Realismus’, des kreativen Ausserkraftsetzens von Zeit, Raum und Konventionen völlig normal und anerkannt. Nicht in der deutschsprachigen Literatur“ : die Autorin.
 Fazit: eine Bereicherung, sehr empfehlenswert.

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Rezensionen von readpassion9:

der Nachtläufer

Der Nachtläufer von Karin Fossum

Schauplatz Norwegen. In einer Kleinstadt dringt ein Unbekannter mit leuchtendem Gesicht nachts in fremde Häuser ein, stellt sich neben das Bett eines schlafenden Menschen und bedroht ihn mit einer Waffe. Die Bewohner kommen mit dem Schrecken davon, doch was passiert beim nächsten mal? Kommissar Eddie Feber ermittelt, aber so richtig kommen die Ermittlungen nicht in Schwung.

Wer ist der mysteriöse Nachtläufer und wieso hinterlässt er jedes mal einen Zettel mit einer Nummer?

Parallel wird die Geschichte von Meidel Jonsson erzählt, dessen Großvater gerade gestorben ist. Er hatte eine verkorkste Kindheit, der Vater im Knast, die Mutter in Therapie, einzig sein Großvater war seine Bezugsperson. Meidel weiß nicht, wie es weitergehen soll, in wenigen Tagen wird sein gewalttätiger Vater aus dem Knast entlassen...

Was eigentlich ganz fesselnd anfängt, verliert leider zunehmend an Drive. Angefangen bei den Figuren: ich bin mit keiner wirklich warm geworden, einzig Eddie Feber kommt noch ganz gut weg. Ich fand es sympathisch, wie er seine vielen Kinder und seine Frau mit in die Ermittlungen einbindet. Er selbst bleibt trotz seines Backgrounds zu blass, genauso wie die anderen Figuren.

Meidl Jonsson steht eigentlich im Mittelpunkt, über ihn erfährt man am meisten. Ganz großes Manko: Meidel ist angeblich 18 Jahre alt, doch dazu passt weder seine Denkweise noch seine Ausdrucksweise, er wirkt auf mich wie ein Mann weit über 50. Das passt einfach nicht und hat mich sehr gestört.

Die Taten des Nachtläufers sind nicht wirklich nachzuvollziehen. Müssen sie bei einem gestörten Täter wohl auch nicht, aber ich hätte mir doch gewünscht zu erfahren, wieso er so agiert. Insgesamt blieb der Krimi weit unter meinen Erwartungen. Zu wenig Emotionen, zu wenig Spannung, zu konfus, zu wenig nachvollziehbar. Und auch der Twist am Ende konnte die Story nicht retten.

Schade, hier hätte ich deutlich mehr erwartet.

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Rezensionen von begine:

Bilder aus der Kindheit

Treibgut von Adrienne Brodeur



Die amerikanische Schriftstellerin Adrienne Brodeur schreibt in ihrem Roman,Treibgut , über eine Familie mit vielen verschiedenen Charakteren.
Wir erfahren von ihren H Hoffnungen und Träume.
Der Schauplatz ins Cape Cod.

Adam Gardner ist Meeresbiologe, er wird siebzig Jahre alt. Er leidet an reinem Gendefekt.

Seine Medikamente nimmt er nicht regelmäßig.
Seine Kinder Ken will Politiker werden und Abby ist Künstlerin.
Die Autorin versteht es perfekt eine besondere Stimmung zu erzeugen.
Besonders interessant ist das Ehepaar Ken mit seiner Frau Jenny und den Zwillingstöchter Tessa und Frani, die 13 Jahre alt sind, Ken bemerkt als Vater das die Jungen den Töchtern machgucken.
Dann kommt Steff dazu. Sie hat eine Frau Toni und einen kleinen Sohn Jona.
Adam s Frau ist nach Abbys Geburt gestorben, er war zwar ein großer Wissenschaftler, aber als Vater hat er versagt. Die beiden Kinder haben sich aneinander geklammert, das nicht so gesund war. Da kommen jetzt die Demütigungen und Ängste wieder hoch. Abby verarbeitet ihre Kindheit in ihren Bildern und Ken ist entsetzt.
Die Autorin hat alles nachvollziehbar geschildert. Sie lässt die Geschichte von verschiedenen Personen aus ihrer Sicht und Erinnerung erzählen.
Das Buch konnte mich erreichen.

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Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:

Mühsames Unterfangen

Die Entflammten von Simone Meier

Das Konzept des Romans und einige Textpassagen finde ich prinzipiell gut, nur ist die Autorin meiner Meinung auf halber Strecke stehen geblieben. Die beiden Geschichten - jene von Jo van Gogh-Bonger in der Vergangenheit und jene Gina in der Gegenwart - wollen sich nicht richtig miteinander verweben. Immer wieder muß ich das Buch weglegen und neu anfangen.

Insgesamt ein eher mühsames Unterfangen.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

„Meinetwegen impressionistisch“ oder selbstbezogen

Die Entflammten von Simone Meier

Mit den Worten „meinetwegen impressionistisch“ ordnet die – fachlich wenig interessierte – Studentin der Kunstgeschichte, die als moderne Erzählerin fungiert, das Werk Vincent van Goghs ein. In der Folge versucht sie eine dokumentarisch-imaginative Annäherung über die Lebensgeschichte der Schwägerin des Malers, die nach dem frühen Tod ihres Mannes den Bildern des Schwagers zu weltweiter Berühmtheit verholfen und so dazu beigetragen hat, dass „der Kunstmarkt heute ein völlig perverser Handelsplatz für Milliardäre geworden ist …“ (S.

99-100).
Der Selbstzerstörung der Brüder van Gogh steht auf Seiten der Ich-Erzählerin eine Identitätsschwäche und die entsprechende Suche gegenüber: Sie meint, sich selbst in der schwer greifbaren, dafür umso lebhafter imaginierten Persönlichkeit Johannas, der Ehefrau Theo van Goghs, spiegeln zu können. Zudem orientiert sie sich an ihrem eigenen Vater, einem gescheiterten Schriftsteller, der sein Leben mit den Worten resümiert: „… das Fatale an der Kunst ist, dass es kein Zurück gibt. Wenn du es einmal geschafft hast, … dann lässt dich die Sehnsucht nach dieser besten Fassung deines Lebens nie mehr los …“ (S. 124).
Ist dieser Roman eine „beste Fassung“ der Ich-Erzählerin Gina? Kunst und Leben kommen in ihm nicht recht zusammen, aber die Suche geht weiter – allerdings führt sie weder zu Vincent van Gogh noch zu einer heute vorstellbaren KünstlerInnen-Existenz. Es bleibt der Mythos vom Großen Künstler, die Sehnsucht nach Liebe und Leben bleibt eine andere, und der Roman irgendwie unentschieden und blass.

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Rezensionen von Danislesestube:

Eine gelungene Anthologie mit Mehrwert

Urban Fantasy Going Mental von Iva Moor; Daeny Levi; Nora Bendzko; skalabyrinth; EA Vianden; Justine Pust; Jade S. Kye; Shelly Simmons; Eleanor Bardilac; Aşkın-Hayat Doğan; Melanie Vogltanz; Alex Prum; Fluff; Tristan Lánstad; Liv Kątny; Claus Kullak; Jessica Bradley; Teresa Teske; Xenia Winterwoods; Sarah Fartuun Heinze

Es gibt immer wieder etwas Neues in der Welt der Bücher zu entdecken, gerade weil ich mich mittlerweile relativ weit von den Bestsellerautoren entfernt habe. Eines schönen Tages hat mir der Verlag dieses optisch und inhaltlich ansprechende Buch geschickt. Da ich Protagonist:innen mit besonderen Fähigkeiten und/oder Eigenheiten mag, war ich neugierig, was mich erwartet.

Jede Geschichte fängt mit einer Beschreibung des Autors an. Wie diese Person zum Schreiben gekommen ist, was diese bisher durchgemacht hat. Zu welchen Themen wurde die Geschichte verfasst? Triggerwarnungen werden selbstverständlich auch mit angeführt. Vor allem, weil sich das Kernthema um die Psyche und Identifizierung handelt, ist das auf jeden Fall angebracht. Bis hierhin tolle Arbeit.
Besonders gefallen hat mir, dass die Kurzgeschichten aus der persönlichen und/oder einer leicht versetzten Zuschauer-Perspektive geschrieben wurden. So fällt es einem leichter, sich in die Köpfe/Körper der betreffenden Personen hineinzuversetzen. Spannend war mich der relativ hohe Anteil von Menschen im Autismus-Spektrum, was mich gefreut hat. Bin da ja knietief drin. Oder aber die Mischung mit anderen psychischen Zuständen, welche so thematisiert wurden, damit sich auch Nichtbetroffene ein Bild der jeweiligen Sachlage/n machen können. Somit würde ich sagen, dass das Buch nicht nur für Menschen mit Problemen ist, sondern auch für jene, die versuchen wollen erstere zu verstehen. Außerdem findet ihr auch Geschichten zu Trans und queer Menschen, denn ob ihr es glaubt oder nicht, auch diese Menschen haben so ihre Schwierigkeiten im Alltag.
Das Kernthema, welches super umgesetzt wurde: Verständnis und auf Dinge aufmerksam machen. Das ist den Autoren mit ihren Geschichten gelungen. Eventuell hilft es auch anderen Lesern sich weniger alleine und hilflos zu fühlen, wenn sie wissen, dass es andere Menschen gibt, denen es ähnlich geht.
Optisch erinnert mich das Buch irgendwie an eine U-Bahn Karte. Die einzelnen Haltestellen wirken für mich wie die Stationen im Leben eines Menschen. Die Überlappungen könnten auf Gemeinsamkeiten hindeuten. Aber das, ist wie der ganze Rest auch nur meine Meinung. Wie es bei euch aus? Habe ich euer Interesse geweckt?

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Rezensionen von *RC*:

Unheil hoch drei

Und täglich grüßt die MörderMitzi von Isabella Archan

Und die Vergangenheit holt Mitzi wieder ein…..

Der sechste Teil hat es wieder in sich! Mitzi - Maria Konstanze Schlager - freut sich mit ihrem in Fernbeziehung lebenden Partner Rudolfo in Lilienfeld ein Café zu eröffnen. Es soll zu Ehren ihrer verstorbenen Großmutter ‚Therese‘ heißen. Durch einen tragischen Unglücksfall, aufgrund dessen ihr die Mitschüler den Spitznamen ‚Mördermitzi‘ verpassten, verlor Mitzi als junges Mädchen ihre Familie und plagt sich seitdem mit Schuldgefühlen.

Ihre Großeltern hatten sich dann um Mitzi gekümmert.
Doch dann erfährt Mitzi, dass der Serienmörder und Auftragskiller „Sam“, mit dem sie vor fünf Jahren Bekanntschaft gemacht hat, aus dem Gefängnis ausgebrochen ist.
Nicht nur das: In der Nähe von Kufstein, wo ihre Freundin Agnes mit ihrer Familie lebt, treibt auf einmal ein Bogenschütze sein Unwesen. Er schießt im Wald auf Wanderer und verbreitet Angst und Schrecken, denn es könnte ja jeder, das nächste Opfer sein - sei es, dass er verletzt oder gar getötet wird.
Dieser heikle Fall wird nun Agnes erster Fall, den sie als Leiterin des Polizeireviers in Kufstein zu meistern hat. Bei den Ermittlungen ist man gleich mitten drin und begleitet Agnes mit ihren Kollegen und Kolleginnen durch den Fall als wenn man selbst von der Partie ist. Ich habe stets mit gerätselt und mitgefiebert.
Mitzi ist ja eigentlich immer im Hintergrund von Agnes dabei. Doch dieses Mal hat Mitzi ihr eigenes Paket zu tragen. Naja, es ist ein besonderer Brief und zwar von ihrem Bruder Benni! Mitzi ist hin und hergerissen und total durch den Wind. Wie kann es sein? Benni ist doch tot! Aber Wunder gibt es immer wieder! Mitzi muss dem auf dem Grund gehen - alleine.

Dieser sechste Teil ist fantastisch gewoben, denn die Stränge sind wunderbar verknüpft oder verknotet! Immer wieder wird man in die Irre geführt. Isabella Archan schafft es mit ihrem lockeren, schwungvollen und detaillierten Schreibstil den Leser zu fesseln. Wie einen Film hatte ich die Handlung vor Augen.
Wunderbar bringt sie Spannung und Humor in dem Alpenkrimi unter. Es ist ein wahrer Lesegenuss, ein süß-saureres Lesefutter, das Lust auf mehr macht!
Besonders mag ich, dass auch österreichische Ausdrücke (erklärt im Glossar) nicht zu kurz kommen, so dass ein besonderer Flair und eine warmherzige Atmosphäre geschaffen wird.
Gelernt habe ich außerdem etwas über die österreichischen Kaffee-Spezialitäten. Und backen werde ich demnächst „Oma Thereses Apfeltommerl“. Rezepte sind stets eine Zugabe.

Gut finde ich an der Reihe, dass man jeden Band für sich lesen kann. Wenn man aber den ein oder anderen Vorgänger kennt, ist es auch nicht verkehrt, denn ‚alte‘ Protagonisten tauchen wieder auf und sorgen für ein Aha-Erlebnis. Spannend ist auf jeden Fall das Ende dieses Krimis, da er irgendwie offene Züge hat und einen rätseln lässt, ob Sam in weiteren Folgen wieder Fuß fasst. Außerdem nehme ich nun auch wegen Rudolfo ein Fragezeichen mit aus der Geschichte.

Ich kann diesen Krimi - diese Reihe - wärmstens empfehlen. Mir ist Mitzi, diese warmherzige, liebenswerte, quirlige, spontane und leicht chaotische Frau, sehr ans Herz gewachsen. Ich möchte sie gerne noch länger begleiten, da sie „Verbrechen und Verbrecher (anzieht) wie das Licht die Motten“ (S. 28).

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